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Autor Thema: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm  (Gelesen 21308 mal)

knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #160 am: 24.April 2024, 16:04:40 »

Kapitel 52 „Die Roten im Pokal: Jörg Sievers trifft!“

Auf dem Youtube-Kanal der Roten findet man in der Rubrik „Legendäre Geschichten“ ein kurzes Interview mit Jörg Sievers, dem langjährigen Torhüter von Hannover 96. Für die 96er stand Sievers bei insgesamt 450 Spielen im Kasten. Er liegt damit im Ranking der Rekordspieler bei den Roten auf Platz 2 hinter Peter Anders.

Der Weg im DFB-Pokal der Hannoveraner wurde nun ja schon eingehend beleuchtet. Inzwischen sind wir beim Halbfinale angekommen. Der Gegner hieß damals Werder Bremen.

Zur Erinnerung, Hannover 96 spielte in der Spielzeit 1991/92 in der 2. Bundesliga eine etwas durchwachsene Spielzeit. Sowieso war diese Spielzeit etwas ungewöhnlich, denn nach der Wiedervereinigung wurde die 2. Bundesliga in zwei Staffeln ausgespielt, um die Mannschaften der ehemaligen DDR in den landesweiten Fußballbetrieb einzugliedern. Auf den Ligabetrieb in den Staffeln folgte dann eine Meisterrunde, an dessen Ende Hannover 96 den 5. Platz belegte.

Und noch ein kleiner Sidekick: Arminia Hannover schied in dieser Pokal-Spielzeit in der 2. Runde gegen den SC Jülich aus. Man verlor mit 1:5.

Im DFB-Pokal lief es jedenfalls deutlich besser für die Roten. Der Halbfinalgegner, Werder Bremen, war als Titelverteidiger natürlich der große Favorit. In der 20 Mannschaften großen Bundesliga schloss Werder als Tabellenneunter im grauen Mittelfeld ab, übrigens einen Platz vor den Bayern, die damals „nur“ Zehnter geworden sind. Werder stieg seinerzeit in der 2. Runde in den Pokal ein und besiegte den HSV im Nordderby mit 3:1. Das gleiche Ergebnis erzielten sie gegen die Fortuna aus Düsseldorf. Ein Tor mehr schossen die Werderaner, trainiert von Otto Rehhagel, im Achtelfinale im Spiel gegen Dynamo Dresden (4:1) und im Viertelfinale räumte man den FCK aus dem Weg.

In dem Interview spricht 96-Legende Sievers von einem langen Spiel und einem langen Elfmeterschießen. In der Tat war das Spiel lang, denn in den regulären 90 Minuten schoss keine der beiden Mannschaft ein Tor.

In der Verlängerung konnten die stark kämpfenden Roten dann in der 95. Minute das 1:0 erzielen. Rund 25 Meter vor dem Tor gewinnen die Gastgeber einen Ball, Delmas spielt schnell auf Koch weiter und der schiebt im Fallen das Leder durch die Beine Rollmanns ins Tor.

Werder antwortet mit einem direkten Gegenangriff und spielt sich in der Folge die zehnte Ecke heraus. Nach kurzer Spielunterbrechung, in der die Fans wegen Abbrennens von Pyrotechnik ermahnt werden, folgt der Eckball zum Ausgleich. Der Eckstoß dreht sich vom Tor weg, auf rund 12 bis 13 Metern in zentraler Position und Rune Bratseth köpft das Ding in einer Bogenlampe ins Tor! Mit diesem 1:1 geht es dann ins Elfmeterschießen.

Unter den ersten fünf Schützen vergibt jedes Team einen Strafstoß. Für Hannover verschießt der Kapitän Surmann. Rollmann pariert den mittig geschossenen Ball mit den Fäusten. Für Werder schießt Bratseth links vorbei.

Beim Stand von 5:5 eilt dann Michael Lorkowski, Coach der 96er, zu Sievers und ruft ihm etwas zu. Als Jörg Sievers dann höchstpersönlich zum Elfmeterpunkt geht, ist klar, was er gerufen hat.

Sievers soll schießen! Der Torwart! Und Sievers macht ihn! Er wemmst den Ball mittig und hart in Tor, Rollmann liegt im rechten Eck! Den anschließenden Strafstoß schießt Marco Bode Sievers dann in die Arme und die Roten sind im Finale!!!

7. Spieltag 1. Bundesliga: SV Werder Bremen (H)

Die erste halbe Stunde ist Arminia besser im Spiel als Werder, danach verliert die Partie jedoch deutlich an fußballerischer Qualität. Das „Nord-Derby“ besteht fortan aus viel Stückwerk, einigen Fehlpässen oder vergeigten Dribblings. Wie gesagt, etwas sehenswerter sind die Torszenen der Blauen.



Nach dem Seitentausch sieht Domzalski von Werder die rote Karte und etwas später Toto Krauß auf Seiten des SVA. Bei weniger Spielern auf dem Rasen setzt sich dann eher im Spielverlauf die Qualität der Bremer durch, die aber dennoch zu zaghaft bleiben. Das Spiel endet torlos 0:0.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

8. Spieltag 1. Bundesliga: Borussia Mönchengladbach (A)

So lange ist es noch nicht her, da hat sich der SVA junge Spieler von Gladbach II zur Leihe geholt. Ron-Robert Neiß spielt bei der Hammer Spielvereinigung in der Regionalliga West eine starke Rolle, Pascal Hermann ist ebenfalls in der Regionalliga unterwegs, allerdings im Norden, für St. Pauli II. Julian Elekwa hat seine Karriere bereits mit 25 Jahren beendet und war zuletzt bei den Würzburger Kickers. Regis Kalenga hat nur eine Partie in Blau bestritten. Er ist inzwischen im Kongo für den TP Mazembe unterwegs.

Was soll man nach einer 3:6 Niederlage sagen? So sieht Überforderung aus? Ja! Auf den Gladbacher Stürmer N’Diaye haben die Blauen defensiv keinen Zugriff, denn fünf der sechs Treffer gehen auf sein Torekonto und den sechsten Treffer legt er auf. Die drei von der Arminia geschossenen Tore klingen auf dem Papier ganz nett, inwiefern sie lediglich auf Konto der Gladbacher Nachlässigkeit gehen, kann man nur schätzen.

Treffer: N’Guessan (33), Wilkinson (55, ET), Stridh (90)

Zuschauer: 49.794

9. Spieltag 1. Bundesliga: FC Augsburg (H)

Es waren 30 Minuten gespielt, da führen die Blauen zu Hause gegen den FCA mit 2:0! Bereits nach wenigen Sekunden kann Phil Thieltges, der für viele überraschend in der Startelf stand, seinen Einsatz mit einem schönen Treffer rechtfertigen. Borsic legt ihm den Ball für seinen Treffer perfekt vor die Füße und der Mittelfeldspieler schiebt aus zentraler Position aus etwa 12 Metern ein. Der zweite Treffer war ebenso ideal herausgespielt. Eine schnelle Passkombination über Plettenberg und Nalepa landet bei Borsic und wieder muss Schefczyk hinter sich greifen. Weil die Augsburger aber im Ballvortrag sehr sicher wirken und der Arminia hier und da ein Stellungsfehler oder ein ungeschickter Fehlpass unterläuft, können die Augsburger das Spiel in Minute 75 auf ein 2:2 Unentschieden drehen. Als dann Diel Fourmy unter großem Applaus sein Comeback gab, keimt scheinbar neue Hoffnung auf. Der Torschützenkönig der letzten Zweitligasaison legt O’Neill in der 84. einen Ball auf und dieser trifft zum 3:2!!! Doch wie zuvor schlottern den Blauen die Beine und Augsburg kann in der Nachspielzeit den 3:3 Ausgleichstreffer erzielen. Schade, drei Punkte wären großartig und irgendwie verdient gewesen.



Treffer: Thieltges (1), Borsic (30), O’Neill (84)

Zuschauer:14.487

2. Runde DFB-Pokal: VfL Wolfsburg (H)

Für die zweite Runde ziehen die Blauen mit dem VfL Wolfsburg ein schwieriges, aber bekanntes Los.

Die erste Halbzeit haben die Wölfe den SVA vorgeführt, daher ist die 3:0 Halbzeitführung verdient. In der zweiten Hälfte spielt die Arminia gut mit, kann aber nur einen Treffer erzielen.

Treffer: N’Guessan (47)

Zuschauer: 15.000

10. Spieltag 1. Bundesliga: RB Leipzig (H)

Achtbar geschlagen, aber nichts geholt. Gegen RaBa Leipzig verlieren die Blauen mit 0:1.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

11. Spieltag 1. Bundesliga: FC Bayern München (A)



Nach Leipzig folgen nun also die Bayern, der nächste sehr harte Brocken für die Arminia, denn immerhin sie die Münchener das Maß der Dinge im deutschen Fußball, auch im Jahr 2036.

„Es sind halt die Bayern und wir sind halt Arminia Hannover“, lautet das nüchterne Fazit von Co-Trainer Breuckmann, der auch in der Bundesliga die Rolle vor den Mikrofonen wahrnimmt. Zuvor hatten die Bayern souverän, aber ohne großes Tamtam 2:1 gegen die Blauen gewonnen.

Treffer: Fourmy (66)

Zuschauer: 85.154

Inzwischen steht die Arminia tabellarisch mitten im Abstiegskampf, ebenso Fürth und Kaiserslautern, die nach gutem Start nun auch in der Realität angekommen sind. Dennoch belegen die letzten drei Ränge Hertha, Freiburg und der VfB Stuttgart. Die Roten sind inzwischen an den Blauen vorbeigezogen (Platz 10).

12. Spieltag 1. Bundesliga: FSV Mainz 05 (H)



Auch gegen die Mainzer geht der Negativtrend weiter und die Weiland-Elf verliert mit 1:2. Nach und nach kriechen die ersten Ratten aus ihren Löchern und kritisieren Weilands taktischen Ansatz. Ehrlich gesagt, war diese Niederlage eher ein Hinweis auf fehlende Kaderqualität, denn am Ende sind es (kleine) Unzulänglichkeiten, die die Gegentreffer herbeiführen.

Beim ersten Gegentreffer unterläuft Novodomsky einen Eckstoß, beim zweiten Treffer passt Krauß nicht auf und seinen zugewiesenen Gegenspieler auf und der schnappt sich gedankenschneller den Abpraller und versenkt.

Treffer: Bennani (19)

Zuschauer: 15.000

13. Spieltag 1. Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen (A)

Wieder verloren und erneut mit der Erkenntnis „Gut mitgehalten“ auf dem Weg nach Hause. Leverkusen gehört ins obere Regal der Liga, also braucht sich im Grunde niemand ärgern, dennoch ist es schade, dass die Blauen ihre Chancen nicht machen.

So rutschen die Arminen erstmals in dieser Saison auf einen direkten Abstiegsplatz. Leider ist dieser auch wahrhaft gerechtfertigt. Bittere Erkenntnis.

Treffer: -

Zuschauer: 33.431

14. Spieltag 1. Bundesliga: Hannover 96 (H)



Arminia und die Roten in einer Spielklasse! Wahnsinn! Jahrzehnte hat man am Bischofsholer Damm auf ein solches Derby gewartet und jetzt wird es einem serviert, wie der begehrte Tropfen Wasser in der Wüste.

Sportlich trennen die beiden Vereine aus der niedersächsischen Landeshauptstadt nur drei Punkte, so dass die Blauen – trotz Ergebniskrise – durchaus Hoffnungen auf mindestens einen Punkt haben können.

Wenn man sich auf etwas freut, dann wird es ja nicht immer automatisch auch gut. Und so war das heute auch. Für das Spiel gegen die Roten hat sich Weiland leichte Veränderungen in der Taktik überlegt, die sowohl defensiv als auch offensiv etwas bringen sollen. Dieser Plan hat zur Hälfte funktioniert, denn hinten stand am Ende die Null, aber vorne eben auch.

So ist die Entscheidung über die Stadtmeisterschaft vertagt worden, tabellarisch hat es aber wenig gebracht, dieses 0:0.

Treffer: -

Zuschauer:15.000

15. Spieltag 1. Bundesliga: VfB Stuttgart(A)

Das absolute Kellerduell: Platz 18 gegen Platz 17, oder VfB Stuttgart gegen den SV Arminia Hannover. Wer es in der Einzeloption guckt, Hut ab!



Bei der Arminia kommt aktuell zum sportlichen Misserfolg erschwerend hinzu, im Grunde war das die letzten Wochen aber auch der Fall, dass wichtige Spieler ausfallen: Bennani hat schon seine zweite etwas langwierigere Verletzung in dieser Saison hinter sich, Fourmy konnte im ersten Saisondrittel nicht mitspielen, N’Guessan ist auch mal wieder beim Physio und Almir Basic ist auch eher Dauergast in der Medizinabteilung, usw.

Die Zuschauer wurden mit einem gutem Spiel belohnt. Der Gast aus Hannover startet besser ins Spiel und hat in der 24. Minute eine Megachance, aber Nalepa kann den hart und flach geflankten Ball mit der Fußspitze nicht aufs Tor bringen. Besser läuft es in der 33. Minute! Zunächst scheitert Fourmy am VfB-Keeper, den Abpraller legt er auf Bennani, der den Führungstreffer macht.

Leider gelingt es den Blauen nicht lange die Führung und auch das Unentschieden zu halten. Kurz vor und kurz nach der Pause zeigen die Stuttgarter ihre individuelle Klasse und drehen das Spiel um und gewinnen am Ende mit 2:1.

Treffer: Bennani (33)

Zuschauer: 42.015

16. Spieltag 1. Bundesliga: Eintracht Frankfurt (H)

Man braucht wenige Worte, um dieses Spiel zu beschreiben: Frankfurt Top, Arminia Flop! 0:2.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

17. Spieltag 1. Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth (A)



Im Vergleich zur Arminia sind die Fürther in der Bundesliga konkurrenzfähig und stehen auf Tabellenplatz 10, während die Arminia voll im Negativsumpf hängt.

Zum Schluss der Hinrunde spielen die Blauen auswärts richtig gut auf! Während den Gastgebern die ersten rund 25 Minuten gehören, so wird die Arminia später immer stärker. Blöd nur, dass Weilands Team sich in diesen ersten 25 Minuten ein Billardtor fängt. Von der Strafraumkante hält der Fürther Sechser einfach mal drrauf, drei Schienbeine später liegt der Ball vor dem Fuß Werners und der schiebt ein. Noch vor der Halbzeit kann Fourmy den maßlos verdienten Ausgleich erzielen.

Blöd ist auch, dass die Dominanz der zweiten Hälfte zur keinem weiteren Treffer führt. Die beste Chance zur Führung hatte Krauss nach Eckstoß, aber sein Kopfball landet am Innenpfosten.

Treffer: Fourmy (42)

Zuschauer: 22.907





In der Tabelle liegt Arminia auf einem Relegationsplatz. Perspektivisch wird man im Winter hinsichtlich des Kaders nicht wirklich nachlegenden können, es sei denn irgendein Spieler verlässt de Verein.

Vorne ziehen die Bayern vor den üblichen Verfolgern der letzten Jahre weg.
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Karagounis

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #161 am: 25.April 2024, 10:43:51 »

Ui das sind aber wenige grüne Punkte im Spielplan - und dann noch "nur" Testspiele. Jetzt braucht es dringend einen Befreiungsschlag.

Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #162 am: 02.Mai 2024, 07:53:29 »

In der Pokalsieger-Saison 92 war ich bei jedem Heimspiel im DFB-Pokal, so auch beim Halbfinal-Spiel gegen Werder. Das war schon eine verdammt gutes Spiel!  :D
Das Finale habe ich auch im Niedersachsenstadion erlebt - dummerweise hatte ich für den Tag Tickets für das Westernhagen-Konzert, wer konnte denn ahnen, dass die Roten es wirklich bis ins Finale schaffen würden ...  :D Aber, und das war echt cool von ihm, Westernhagen hat uns mit Ansagen immer auf dem Laufenden gehalten und als er den Sieg durchgegeben hat, konnte die Stimmung natürlich kaum besser sein.  :)
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FlutLicht1900

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #163 am: 02.Mai 2024, 17:10:33 »

Oh oh, dass schaut nicht gut aus.
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #164 am: 16.Mai 2024, 20:54:02 »

@Karagounis: Weiterlesen  O0
@Muffi: Die Geschichte ist heftig, denn wenn ich mich recht erinnere, dann haben meine Eltern mich und einen Freund zu Westernhagen mitgenommen. Ich bin mir sogar recht sicher. Wir durften am folgenden Schultag später zur Schule gehen und ein Mitschüler, gebürtig aus Hannover, hatte eine Hannover 96-Flagge dabei. An die Hinweise zum Pokalspiel kann ich mich aber nicht erinnern.
@FluchtLicht1900: Ja. :-/


Kapitel 52 „Bill Townley und sein Nachlass“

Bill Townleys Zeit bei der Arminia in Hannover war schon fast vergessen und der KFV auch bereits im Absturz begriffen, als der „smarte Mann mit Stehkragen, der die Haare streng nach hinten kämmte und in einen Mittelscheitel ordnete“ (Quelle: Schulze-Marmeling: Strategen des Spiels. S. 50) seine Zeit am Ronhof begann (1911).

Schnell, so Schulze-Marmeling, erkannte man die Handschrift des Briten im Spiel der Fürther. Es begann die Zeit der „Hochburg Fürth-Nürnberg“ im deutschen Vereinsfußball. So gewannen die Fürther mit Townley als Trainer direkt die bayerische Ostkreismeisterschaft durch einen 8:0 Sieg gegen Wacker München. Zudem bildete Townley in seiner Amtszeit einige Spieler für das spätere Traineramt aus. Namentlich waren das Hannes „Bumbes“ Schmidt, Max Breunig oder Karl Burger.

Hannes Schmidt z.B. begann 1931 seine Trainerkarriere beim ETB Schwarz-Weiß Essen und wechselte anschließend – wie später Jens Lehmann – zu Schalke 04 (s. älterer Spielstand). Unter Schmidt dominierten die Königsblauen den deutschen Fußball mitunter bundesweit. Man sagt Schmidt brachte den Spielern nicht nur die technischen Mittel bei, sondern auch Ausdauer und Disziplin. Zwischen 1933 und 1938 gewannen die Schalker drei deutsche Meisterschaften und einmal den Pokal. Nach seiner Zeit bei Schalke war „Bumbes“ Schmidt auch noch für den VfR Mannheim, den 1. FC Nürnberg oder Borussia Dortmund tätig.

Townley selbst verließ die Fürther nach rund zwei Jahren und nahm auf eigenen Wunsch ein Engagement beim FC Bayern an. Die Bayern waren seinerzeit (1913) noch keine derartig „große“ Nummer wie heute, aber ein aufstrebender Verein.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs endete Townleys Amtszeit beim FCB nach wenigen Monaten, denn als Brite bestand die Gefahr der Internierung. Dass Townley dem Land aus dem er flüchtete sehr zugetan war, bezeugt allerdings, dass er bereits wenige Monate nach Kriegsende wieder den Weg in seine Wahlheimat fand. Zunächst übernahm er wieder den FC Bayern, bevor er in Mannheim auf Sepp Herberger traf.

18. Spieltag 1. Bundeliga: Hertha BSC Berlin (A)

Das neue Jahr beginnt, wie 2036 sportlich endete, mit einem Unentschieden.

Im Berliner Olympiastadion erkennen vermutlich nur die Taktik-Freaks, dass Weiland kleinere Änderungen am 4-3-3 vorgenommen hat. Die beiden Sechser stehen im Ballbesitz etwas tiefer, um dem Aufbauspiel über die Innenverteidiger ausreichend Optionen zu bieten. Ist der Ball erstmal dort angekommen, kann auch schon der lange Pass folgen. Einer davon findet Fourmy, der nach etwa einer Viertelstunde netzt. Nelson Weiper ist allerdings für die Blauen oftmals zu quirlig und so ist es logisch, dass er ausgleicht und das 1:1 erzielt. 

Treffer: Fourmy (16)



Zuschauer: 50.666

19. Spieltag 1. Bundesliga: 1. FC Kaiserslautern (H)

(Fast) Wie in der Vorwoche: In Führung gegangen und irgendwann fällt dann das Gegentor. Der Unterschied zum Berlin-Spiel war, dass die Blauen gegen den FCK besser waren und sogar die ein oder andere Option auf einen weiteren Treffer vorhanden war.

Treffer: Nalepa (28)

Zuschauer: 14.689

20. Spieltag 1. Bundesliga: Borussia Dortmund (A)



Im Westfalenstadion kommen die Blauen mit 1:5 unter die Räder des Stürmers Toro, der die Arminia im Alleingang abschießt.



Treffer: Stridh (84)

Zuschauer: 74.907

21.Spieltag 1. Bundesliga: SC Freiburg (H)



So steigt man leider ab. Daheim sind die Arminen gegen den SC aus Freiburg das bessere Team, fangen sich aber nach Führung zwei Gegentreffer.

Im Grunde sind zu dieser Lage alle Worte schon gesagt: Es ist am Ende einfach die individuelle Klasse, die oftmals den minimalen Unterschied zwischen Sieg und Unentschieden bzw. Niederlage machen. Manchmal ist es nur eine profane Ballannahme, die unter Druck nicht gelingt, manchmal ist es der mäßig gespielte Pass in den Fuß der Gegner oder ein fehlender oder vorschneller Schritt vor im defensiven Stellungsspiel.

Treffer: Stridh (49)

Zuschauer:  15.000

22. Spieltag 1. Bundesliga: TSG 1899 Hoffenheim (A)

Nun, am 22. Spieltag, scheint der rettende Halm endgültig in die Ferne gerutscht. Hoffenheim stand tabellarisch vor dem Spieltag noch knapp vor dem SVA, zieht nun aber, dank eines 3:1 Heimsiegs, deutlich davon.

Treffer: Wendelen (65, Str.)

Zuschauer: 23.337

(click to show/hide)

23. Spieltag 1. Bundesliga: SV Werder Bremen (A)

In Bremen treffen die Plätze 16 und 18 der Bundesliga aufeinander. Werder Bremen hat ein paar wilde Trainerwechsel hinter sich und aktuell sitzt der eher unerfahrene Nico Klinsmann auf der Trainerbank.



Die 16 sieglosen Spiele haben sich angefühlt wie Hundejahre, aber es gelingt der Arminia endlich wieder ein Sieg! Die drei Punkte werden den vermutlich sicheren Abstieg nicht verhindern, aber es fühlt sich gut an, mal zu gewinnen! Dank eines Treffers von Borsic gewinnen die Blauen mit 1:0!

Treffer: Borsic (24)

Zuschauer: 39.606

Mit Blick auf den Spielplan muss man am Bischofsholer Damm allerdings davon ausgehen, dass in den kommenden sechs Spielen wieder Magerkost, also 0 Punkte, auf der Tafel stehen wird.

24. Spieltag 1. Bundesliga: Borussia Mönchengladbach (H)

Im Grunde könnten sich die Arminen nach Spielende auf die Schulter klopfen und mit der Leistung zufrieden sein, wären da nicht die zwei Gegentore, bei keinem eigenen Tor. Über viele Phasen des Spiels halten sich mit den Fohlen sehr gut mit, sind aber bei schnellen Ballpassagen dann einfach etwas zu hölzern.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

25. Spieltag 1. Bundesliga: FC Augsburg (A)

Gegen den FCA darf sich niemand auf die Schulter klopfen, außer den Fans, die mitgereist sind und vom lecker Riegele im Stadion genascht haben. Die Blauen rennen viel hinterher, greifen oft zum Foul und verlieren verdient, aber „nur“ 0:1.

Treffer: -

Zuschauer: 28.018

26. Spieltag 1. Bundesliga: VfL Wolfsburg (H)

Da Werder Bremen nach der Niederlage gegen den SVA plötzlich mit dem Punkten begonnen hat, scheint der Abstieg der Blauen nach und nach Formen anzunehmen. So muss Weiland wohl oder übel – auch weil die Fans rummaulen – mal an die Taktik ran. (Im Grunde sind es nur Änderungen im Detail, also ein paar Team-, Gegner- und Spieleranweisungen)

Beim niedersächsischen Derby gegen den VfL Wolfsburg hat man den Eindruck, dass die kleinen taktischen Handgriffe ein wenig Wirkung zeigen, denn immerhin ist der Punkt nach Spielende verdient. Das Spiel selbst war allerdings im Gesamten weniger sehenswert und endete zudem torlos.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

27. & 28. Spieltage 1. Bundesliga: RaBa Leipzig (A), FC Bayern München (H)



In beiden Spielen haben die Blauen, wie zu erwarten, keine Chance. Insgesamt fangen sie sich sieben Gegentore, schießen selbst keines. Ein wenig konnte Weiland dennoch an der Taktik tüfteln, bei mittlerem Erkenntniswert. Immerhin gegen die Bayern war ein 1:1 zwischenzeitlich im Rahmen des Erreichbaren.

Treffer: 2x Nullnummer

Zuschauer: 43.825 | 15.000

29. Spieltag 1. Bundesliga: FSV Mainz 05 (A)



Für die über 1000 mitgereisten Anhänger der Blauen hat sich der Fußmarsch durch die Feldwege in Richtung Mewa-Arena gelohnt!



Nach elf Minuten treibt Thieltges die Pille durchs Mittelfeld und spielt einen großartigen Ball hinter die Abwehr der 05er. Weil die Mainzer-Abwehrspieler etwas desorientiert nach hinten arbeiten, kann Nalepa sich einen Mitspieler in der Mitte aussuchen und er findet N`Guessan. Der 2:1 Siegtreffer wird dann per Strafstoß erzielt. Insgesamt gewinnen die Blauen (endlich) verdient und ohne großes Wackeln.

Da Werder auch gewinnt, ist nun Hoffenheim auf dem Relegationsplatz.

Treffer: N`Guessan (11), Thieltges (40, Str.)

Zuschauer: 31.023



Ach, wäre die Auswärtstabelle nur die „richtige“ Tabelle, dann stünde man „überm Strich“.

30. Spieltag: Bayer 04 Leverkusen (H)

Fünf Spieltage vor dem Ende der Spielzeit liegen die Blauen auf dem 17. Tabellenplatz, drei Punkte von Hoffenheim und vier Punkte von Bremen entfernt. Stuttgart liegt drei Punkte zurück.

Merken: 20 echt starke Minuten reichen nicht, vor allem, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Gegen Bayer Leverkusen starten die Blauen gut, werden dann aber nach und nach auseinandergenommen. Nach Spielende steht ein 0:3 auf der Anzeigetafel.

Weil Stuttgart gewinnt, steht man nun auch noch am Tabellenende.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

31. Spieltag 1. Bundesliga: Hannover 96 (A)

Das stadtinterne Derby und auch die Stadtmeisterschaft gehen verdientermaßen an den Maschsee. Die Roten gewinnen ein rasantes Spiel, bei dem beide Mannschaften auch gut und gerne noch mehr Tore hätten schießen können mit 4:2.

Zunächst sieht für die Roten alles nach klarem Sieg aus, denn nach 34 Minuten führen sie mit 2:0, doch direkt nachdem das Spiel wieder freigegeben wurde, können die Blauen den Anschlusstreffer machen. Bennani wird mit einem kroosartigen Steckpass in Szene gesetzt. Einen Torwartfehler und einen Strafstoß später steht in der HDI-Arena allerdings ein 4:1 auf der Anzeigetafel und weil Thieltges in der 76. Minute einen Strafstoß verschießt, ist so ein wenig die Luft raus aus dem Derby. Der Anschlusstreffer von Kovacs fällt dann zu spät.

Treffer: Bennani (36), Kovacs (89)

Zuschauer: 49.000

32. Spieltag 1. Bundesliga: VfB Stuttgart (H)

Mit wenigen Erwartungen, aber einem Koffer voller Hoffnungen, kommen die Fans der Blauen für ein Freitagabendspiel ins eigene „Stadion“ und was sie sehen, ist der glatte Wahnsinn!



Die Stuttgarter kommen überhaupt nicht in die Partie herein, während die Arminia mit der ersten Torchance, die – zugegeben – etwas spät erspielt wird, in Führung geht. Danach werden die Schwaben regelgerecht vorgeführt und am Ende stehen drei Punkte auf dem Konto!

Weil Werder gegen Hertha verliert, gibt es tatsächlich noch eine berechtigte blaue Hoffnung, denn das Restprogramm ist für die Arminia im Vergleich „leichter“, denn es warten Frankfurt (13.) und Fürth (14.)

Für Bremen geht es gegen Bayern und Dortmund und Stuttgart muss gegen Augsburg und Mönchengladbach antreten.

Treffer: Bennani (40, 78), Fourmy (85)

Zuschauer: 15.000

33. Spieltag 1. Bundesliga: Eintracht Frankfurt (A)

Die Formkurve hält vorerst an! Nach drei Minuten erzielt Fourmy sein fünftes Saisontor. Allerdings wacht die Eintracht irgendwann auf und dreht die Partie auf 2:1.

Weil auch die anderen beiden Teams verlieren, ist die tabellarische Situation unverändert. Die TSG Hoffenheim hat sich nun aber auch aus dem Abstiegsgeschäft verabschiedet, denn sie konnten das dritte Spiel in Serie ohne Niederlage (2xS, 1xU) bleiben.

Treffer: Fourmy (3)

Zuschauer: 47.452

34. Spieltag 1. Bundesliga:  SpVgg Greuther Fürth (H)

Als Tabellenletzter begehen die Blauen nun den 34. Spieltag und dennoch haben sie Optionen auf die Relegation! Werder und auch Stuttgart sind gegen die Gegner aus der oberen Tabellenregion ansich im Nachteil! Beide Teams haben ihre Hinspiele jeweils klar verloren.



Die Blauen ziehen sich am letzten Strohhalm aus der Patsche! Mit einer fabelhaften Leistung lassen sie über die komplette Spielzeit gerade mal einen platzierten Torschuss der Fürther zu. Okay, dieser war auch drin (Ein Sonntagsschuss aus 35 Metern), aber selbst schießen sie drei Tore! Das formstarke Duo Fourmy und Bennani und kleinere taktische Kniffe der letzten Wochen greifen!

(click to show/hide)

Werder und Stuttgart verlieren zudem ihre Partien jeweils knapp, aber völlig verdient mit 0:1. Relegation! (Heute bin ich Fan der vermaledeiten Relegation)

Treffer: Bennani (36), Fourmy (62, 78)

Zuschauer: 15.000





In der Tabelle schaffen es die Blauen wirklich in die Relegation! Unfassbar! Das Geheimnis waren viel Glück und die Siege gegen direkte Konkurrenten in der Rückrunde. In den letzten Jahren hätten diese 27 Punkte nur in zwei Fällen für die Relegation und einmal sogar für den Klassenerhalt gereicht. Bayern wird Meister und die Roten scheitern knapp an der Qualifikation für die Conference League.
« Letzte Änderung: 17.Mai 2024, 18:28:17 von knufschu »
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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #165 am: 17.Mai 2024, 07:30:00 »

He, die zwei PL-Spiele hättest Du noch posten können.  >:D
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #166 am: 21.Mai 2024, 08:59:00 »

@Fluchtlicht1900: ... für den Spannungsbogen :-)


Kapitel 53 „Ist Fußball politisch?“

Ja, das ist ein klassischer aristotelischer Syllogismus (für mich): Sport ist politisch, Fußball ist ein Sport, also ist Fußball politisch.

Erkennbar ist das an tausenden von Beispielen der Vergangenheit und Gegenwart. Sei es die Diskussion um Jubelposen einzelner Spieler, das sogenannte Sportswashing im Zusammenhang mit Sportgroßveranstaltungen oder aber die politische Einstellung von Vereinen und Fanlagern in diesen Vereinen, die das komplette politisch-gesellschaftliche Spektrum abbilden, das wir im allgemeinen Sprachgebrauch gerne mit „links“ oder „rechts“ betiteln.

In einem früheren Kapitel habe ich bereits über die Satzung des SVA berichtet, dieses kann aber an dieser Stelle wiederholt werden. In der Homepagerubrik „Wofür die Blauen stehen“ fallen folgende Schlagworte ins Auge: Toleranz, parteipolitische Neutralität oder die soziale Integration. Weiterhin bemerkenswert ist der Passus, der Rassismus, Fremdenhass oder Homophobie ablehnt.
Im Gespräch mit den Anhängern des SVA vor Ort haben sich alle diese Schlagworte auch im positiven und indirekten Sinne wiedergefunden, ohne dass ich diese aktiv abtesten wollte. Der Blick auf die Homepage hat also im Nachgang bestätigt, was man am Bischofsholer Damm spürt.

Überschneidungen sehen die Anhänger der Blauen vor allem mit Vereinen wie dem FC St. Pauli, dem SC Göttingen 05 oder dem SV Babelsberg hinsichtlich der politischen Gesinnung, die den Verein überzieht, wie ein gut sitzender politischer Mantel.

Umso interessanter ist die Konstellation in der Neuauflage der Relegation 2035/36! Erneut spielen die Arminen gegen den FC St. Pauli! Es schreit aus Sicht der Hanseaten nach einer Revanche, wohingegen die Arminia das Glück nun noch einmal für zwei Spiele strapazieren muss, um den Klassenerhalt über den Umweg zu sichern.

Insgesamt sind Weilands Erfahrungen mit der Relegation bisher in der Tendenz negativ, denn gegen den FCI und Germania Halberstadt scheiterte man jeweils in diesen zwei Spielen. Gegen Pauli konnte man in der letzten Saison über das Elfmeterschießen den überraschenden Bundesligaaufstieg erzielen.

Hinspiel der Relegation zur Bundesliga: FC St. Pauli (H)

Die ersten 15 Minuten sehen die 15.000 Zuschauer nur wenige Torabschlüsse beider Teams, aber das Spiel verläuft erwartbar: St. Pauli spielt dominant auf, während der SVA eher abwartend verteidigt und sein Glück über den langen Ball aus dem Sechserraum sucht. Chancen kreieren die Blauen vorerst nur über Freistöße aus dem Halbfeld.

Die erste Großchance haben dann die Blauen in Minute 25. Selten gewinnen sie bisher die so beliebten zweiten Bälle, aber in diesem Fall gelingt es, es folgt der lange Ball auf Fourmy, doch der Stoßstürmer kann aus spitzem Winkel keinen Treffer erzielen. Nur zwei Minuten später folgt eine ähnliche Szene, nur dass Borsic über außen eingesetzt wird. Seine flache Flanke findet Fourmy in der Strafraummitte und der schiebt überlegt flach ein! 1:0 Arminia!



Zwei Minuten später fast das 2:0! Wieder Fourmy aus kurzer Distanz, aber Paulis Verteidiger blocken im letzten Moment. Und wieder rechnen wir 120 Sekunden drauf. Fourmy macht einen Ball im Mittelfeld fest, Nalepa ist auf Linksaußen frei, er bekommt den Pass, zieht in Richtung Strafraum und legt perfekt quer auf Fourmy – 2:0!



Bis zum Pausenpfiff haben die Blauen noch zwei gute Kopfballchancen, aber es bleibt beim verdienten 2:0. Zudem hat Nled, der linke Innenverteidiger inzwischen eine gelbe Karte gesehen, weil er Fourmy einmal halten musste. Zur Pause sieht es für die Hannoveraner sehr gut aus.

Nach dem Seitentausch fällt dann schnell der Anschlusstreffer. Klanker spielt einen starken langen Ball auf Fosch, der frei auf den SVA-Schlussmann zuläuft und per Heber trifft – 1:2.

Vier Minuten vergehen, als dann der eingewechselte Sechser, Plettenberg, an der Strafraumkante angespielt wird. Sein Schuss geht nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei.

In der letzten halben Stunde bleibt das Spiel auf ausgeglichenem Niveau. Die Hamburger haben noch eine gute Chance, die knapp am Kasten vorbei geht, während der SVA hier und da Akzente setzen kann. Die Partie endet schließlich mit 2:1 für den Gastgeber.



Treffer: Fourmy (28,31)

Zuschauer: 15.000

Der Blick auf das letzte Jahr

In der letzten Spielzeit konnte der Bundesligist, der FC St. Pauli das Hinspiel auch mit 2:1 gewinnen. Wie oben gesagt, die Arminia hatte am Ende das Quäntchen Glück auf seiner Seite.

Rückspiel der Relegation zur Bundesliga: FC St. Pauli (A)

Innerhalb der ersten zehn Spielminuten haben beide Teams je einen vielversprechenden Torabschluss. In beiden Fällen kommen Innenverteidiger nach einer Standardsituation zum Kopfballabschluss.

Weitere zehn Minuten später ist noch kein Tor gefallen, doch beide Teams hatten etwas Glück in ihren Defensivaktionen. Toto Krauß greift zu einem taktischen Foul, das knapp an der Notbremse vorbei nur mit einer gelben Karte bewertet wird und die Blauen spekulierten bei einem Schubser im Strafraum auf einen Strafstoß. In beiden Fällen hat der Schiedsrichter eine korrekte Entscheidung getroffen.

In Richtung der Halbstundenmarke zeichnet sich nunmehr ein kleiner Trend ab. Die Blauen sind etwas ballsicherer (Passquote: 87%; Ballbesitz: 53%) und haben durch Borsic eine Großchance. Nalepa findet seinen Mitspieler an der Strafraumkante, der hat freie Schussbahn, aber Clifford pariert mit der Schulter oder Oberarm und der Ball geht über den Kasten!

Zur Pause kann sich die Arminia leicht ärgern, denn eine Führung wäre möglich gewesen. So geht es mit 0:0 in die Kabinen.

In Minute 52 kommt Fourmy recht frei zum Kopfball, aber er setzt diesen zu mittig. Nicht viel später kann dann Nicholson für Pauli auf Linksaußen durchbrechen. Bountouris pariert seinen Schuss aus spitzem Winkel sehr stark! Wählt Nicholson hier den Abschluss über den kurzen Pfosten, steht es 1:0 für die Hamburger.

Nach rund einer Stunde wird es dann fahrlässig. Borsic bedient Bennani flach im Strafraum, er kann den Ball annahmen, ihn aber nicht mehr mit dem Fuß drücken und bekommt nur ein Schüsschen zusammen. „Einfach draufpiken!“, mögen sich da einige gedacht haben.

Außenpfosten! Diejenigen, die es mit den Blauen halten, heben in einer Mischung aus Jubel und Enttäuschung die Arme. Das ein oder andere Bier schwappt hier aus dem Becher. Bennani köpft eine Nalepa-Flanke 20 Minuten vor Spielende an den Pfosten! Okay, Clifford hätte ihn vermutlich gehabt, muss man schon zugeben.

Es ist etwas irritierend, denn auch zehn Minuten vor Abpfiff bäumt Pauli sich nicht so recht auf! Arminia hat bisher nur 5 Torschüsse zugelassen und ist noch immer leicht überlegen. Chancen gab es jedoch lange keine mehr.

Nicht mehr lange auf der Uhr und links kommt Nalepa mal wieder durch. Er flankt scharf rein und der Ball prallt billardartig zwischen verschiedensten Schienenbeinen und Fußteilen hin und her. Am Ende klären die Hamburger in höchster Not.

Noch eine Minute und Pauli scheint stehend kaputt. Niemand geht mehr vorne drauf! Bountouris kann einen langen Ball einfach aufnehmen und mit diesem im eigenen Strafraum auf Fuß warten. „Tick, Tack“, macht die blaue Uhr.

Nach einem Fernschuss Desmets hebt der vierte Schiedsrichter die Tafel: Drei Minuten noch. An kurze Abschläge denkt bei dem SVA nun niemand mehr, während Pauli ein weiteres Mal aus der Ferne draufhält. Während der Nachspielzeit passiert nicht Nennensertes mehr und so kann Arminia Hannover die Klasse halten!!! Unglaublich! Mit 27 (!) Punkten!



Historisch schlecht ist das Abschneiden der Arminia nicht und es reicht nicht einmal für das Treppchen, denn Werder Bremen (27 Punkte, -31 Tordifferenz, 2033/34), der SC Freiburg (25 Punkte, 2032/33) und Schalke 04 (26 Punkte, 2030/31) hatten noch weniger Punkte oder waren im Torverhältnis schwächer. Die schwächste Bilanz hatte der 1. FC Köln 2026/27 mit nur 23 Pünktchen bei zeitgleichem Klassenerhalt.



Treffer: -

Zuschauer: 27.750

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« Letzte Änderung: 21.Mai 2024, 09:01:41 von knufschu »
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Karagounis

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #167 am: 22.Mai 2024, 11:49:24 »

Sehr spannende Berichterstattung der Relegationsspiele und herzliche Gratulation zum Klassenerhalt! Die Fourmy-Mio. können hoffentlich sinnvoll investiert werden, damit der Klassenerhalt nächste Saison einfacher erreicht wird ;)

FlutLicht1900

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #168 am: 23.Mai 2024, 14:42:46 »

Glückwunsch
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Elemotion

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #169 am: 24.Mai 2024, 08:47:05 »

Puh das war eng. Hoffentlich kriegst du ein ordentliches Transferbudget damit du die Relegation vielleicht vermeiden kannst
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Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #170 am: 28.Mai 2024, 11:03:04 »

Glückwunsch zum am Ende unverhofften Klassenerhalt! Da haben die Blauen es aber schön spannend gemacht. :)
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Noergelgnom

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #171 am: 29.Mai 2024, 10:36:29 »

Glückwunsch zum Nichtabstieg - aber ich soll Dir von den älteren Arminenfans (und den örtlichen Notaufnahmen) ausrichten, dass es echt nett wäre, wenn es nächste Saison eventuell weniger nervenzerfetzend zugeht...

Dass das ohne Fourmy nicht leicht wird, ist mir klar - aber Du packst das schon.

Deine Drumherum-Erzählungen sind weiterhin grandios ... da wiederhol ich mich zwar, aber ich wiederhol mich in diesem Falle gern. :D
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Lavayeux' Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers

knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #172 am: 30.Mai 2024, 13:21:11 »

@Karagounis: Danke! Ja, das Geld wurde gut investiert.
@FlutLicht1900: Danke!
@Elemotion: Der Weg wird lang und dreckig, aber ich hoffe auf Platz 15! :-)
@Muffi: Danke!
@Noergelgnom: Danke! Die realen Fans der Arminia mussten diese Saison auch ziemlich bibbern, aber die Blauen haben den Klassenerhalt in der Oberliga entgegen der Erwartungen erreicht. Dabei brauchte es auch fügenden Umstände, die mir nur der immer gut eingelesene @Thekenklopper erklären konnte. An dieser Stelle daher Gratulationen an die reale Arminia! Tolles Finish!


Kapitel 53 „Kanzlerstadt (1)“

„Andere Sportarten, andere Sitten!“ – Eine Abwandlung dieses bekannten Aphorismus, der sich auf nationale Eigenarten in Staaten bezieht, kann man auf Trikotwerbung im Sport übertragen.

Guckt man Handball, Eishockey oder die österreichische Fußball-Bundesliga, so sind die Trikots zumeist mit Werbung „zugepflastert“, behauptet der deutsche Fußballfan gerne von oben herab, mit Blick auf die anderen Sportarten oder eben Fußballtrikots in anderen Ländern. Über die Ursachen, warum die „anderen“ Sportarten hinsichtlich der Trikotwerbung kreativ werden müssen, weil König Fußball alle anderen Sportarten überstrahlt, wird an dieser Stelle nur am Rande erwähnt. Wichtig ist mir die Platzierung dieser Information aber sehr wohl, denn sonst hätte ich sie weggekürzt.
Argumentationen mit Verweisen auf „klassische Marktgesetze“ oder „Angebot und Nachfrage“ sind in diesem Zusammenhang meiner Meinung nach deplatziert, denn schon in sich ist dieses Geschäft in der Sportart, die ich sehr liebe, völlig verquer.

In Deutschland ist die Werbung auf dem Trikot jedenfalls erlaubt, und zwar auf der Brust und am Ärmel. Die Unternehmen, die sich dort tummelten, bieten die komplette Bandbreite von „Trinkbar“ (z.B. Jägermeister, Campari), über „Klassiker“ (z.B. Adidas, Opel), manchmal war es quietschbunt (z.B.„Farber Lotto“) oder „Grauenhaft“ (z.B. B-Win, Areva, Kik), bis hin zu „Urkomisch“ (z.B. Kondomhersteller London, Uhu).

Der Bezug zwischen den Blauen und Sponsoring mag auf den ersten Blick nicht auf der Hand liegen, aber im Rahmen der Finanzprobleme rund Arminia Hannover in den frühen 2000er Jahren bin ich auf mehrere Artikel gestoßen, die belege, dass die Arminia sich ernsthaft für Werbung auf der Hose eingesetzt hat.

In einem kommenden Posting blicken wir also auf den werbefreien oder doch beworbenen „Hintern“ (11Freunde) der Blauen, wie der Rechtsanwalt Jürgen Scholz darin involviert ist und was dieser Titel mit all dem zu tun hat.

Die Sommertransfers & Der Kader

Mit dem (glücklichen) Klassenerhalt war das Konto im Vergleich zu den Vorjahren prall gefüllt. Natürlich ist das Ansehen der Blauen nach wie vor im Vergleich zu den meisten Bundesligisten sehr gering und manche Spieler würden lieber in der 2. Bundesliga spielen als bei der Arminia, aber man musste in diesem Transfersommer nicht überall Abstriche machen und am Ende auf der Resterampe im Kot der großen Clubs picken, um ein paar Spieler an den Bischofsholer Damm zu lotsen.

Zudem hat die Dichte an Leihspielern insgesamt abgenommen. Da inzwischen mehr Scouts am Bischofsholer Damm tätig sind, war die Qualität der Scoutingergebnisse hinsichtlich der Quantität und Qualität erheblich besser. Das ist auf der einen Seite ein Segen, weil man Spieler nicht „blind“ leihen oder kaufen muss, auf der anderen Seite ist es auch ein Fluch, weil die Auswahl mengenmäßig fast unüberschaubar wird (was für mich ein zentraler Grund ist, lieber in den „lower leagues“ zu spielen).

Die Abgänge & Die Transferstrategie

Taktisch erwartet die Freunde des SVA keine Revolution, obgleich gerade die taktischen Kniffe der ausgehenden Saison vertieft werden und das ein oder andere Attribut bei den Verpflichtungen mehr im Mittelpunkt stand.



Zu kompensieren ist zuvorderst der Abgang von Diel Fourmy. Er ist im Grunde das Paradebeispiel. Ein Spieler, der vielleicht in der Bundesliga hätte bleiben können, wechselt lieber zum KSC. Der KSC hat in der vergangenen Spielzeit den 11. Platz in der 2. Bundesliga belegt.

Das Mittelfeld soll auf der Sechs nun einen klaren, defensiven Akteur haben. Diesen hatte man in Steve Cooper eigentlich, aber Cooper wollte sein Glück in der Heimat suchen, doch am Ende ist er nach Polen gewechselt. Weiterhin wird der zweite Sechser eher die Mischrolle annehmen und „das Mittelfeld mit dem Sturm oder der Offensive verbinden“. Dazu wird auch der linke Flügelspieler etwas nach hinten gezogen. Oftmals hat man, wenn der Ball erstmal auf Linksaußen war, kein ordentliches Dreieck zustande bekommen und der Flügelspieler musste ins Dribbling gehen oder der Ball war schnell weg.



Wie oben schon angedeutet, ist die Menge an Leihspielern, die man am Deadline-Day geholt hat, deutlich minimiert worden. Weiland erhofft sich dadurch zweierlei Dinge: 1. Die Spieler identifizieren sich mehr mit dem SVA. 2. Man muss nicht bangen, dass der Heimtrainer seine Jungs irgendwann im Spätherbst oder Winter wieder zurückholt, weil di Eisatzzeiten nicht passen und dann hat man plötzlich arge Kaderprobleme.

Im Tor



Luca Novodomsky hat den SVA verlassen, weil er zu häufig verletzt war. Die neue Nummer 1 ist nun Toto Feldmüller. Dieser hat zuletzt beim 1.FC Köln und dem FCI gespielt und auch für den BVB bereits Bundesliga gespielt (9 Einsätze). Weiland hat sich bei der Sichtung der Scoutingvideos vor allem in sein Strafraumspiel verliebt.

Die Nummer 2 ist Bountouris. Er hat im letzten Saisondrittel und auch in der Relegation vermehrt gespielt und mit einer Durchschnittsnote von 6,91 überzeugen können.

In der Abwehr

In der Innenverteidigung gibt es ebenfalls einen deutlichen Qualitätsboost zu vermelden. Publikumsliebling Stüber wechselt zur Leihe mit Kaufoption in die Niederlande, was die Fans zwar „niet lekker“ finden, aber „Stübi“, wie sie ihn liebevoll nennen, fehlt einfach die Qualität fürs Oberhaus.

Daher sind Biancalani und Hoffmann zunächst das gesetzte Duo in der Innenverteidigung, während „Toto“ Krauß, „Domme“ Langer und Furkan Tigli die drei Ersatzoptionen sind. Alle drei sind aber sehr nah an Einsatzzeiten.



Biancalani hat viel in der Serie A und B Italiens gespielt, zuletzt für Urbs Reggina. Seinen Karriereweg zeigt durchweg stabile Notenbilder in der Innenverteidigung, zudem war er ohne Ablöse zu haben. Am Kopfballpendel ist der Junge eine wahre Wucht.

Ebenfalls neu im Kader ist „Domme“ Langer. Er ist eine Leihgabe aus Leverkusen und er fiel zunächst aufgrund seiner Körpergröße durchs Scoutingraster der Blauen, aber auch er kann die Bälle hinten hoffentlich rausköpfen.

Furkan Tigli ist in der Reihe der Neuen hinten drin schon ein wenig hinten dran, ist aber im Vergleich zu „Stübi“ auch noch ein Upgrade.

Es gibt auch im defensiven Mittelfeld und auf den Außenverteidigerpositionen Spieler, die notfallmäßig in die Innenverteidigung rücken können. Generell liegt der Trend aber bei halbwegs schnellen, stellungsspielstärkeren Spielern mit Kopfballfertigkeiten. Weiland will den Gegner in der Tendenz eher auf die Außen drängen und Flankenspiel verhindern.

Da Björn Funk gegangen ist, musste auf der rechten Verteidigerposition nachgearbeitet werden. Weiterhin im Kader ist Groothuesheidkamp, dessen Name kaum auf das blaue Trikot der Arminia passt.



Etwas überraschend hat sich Jan-Ove Niemann für die Blauen und gegen andere Erstligisten entschieden. Der Rechtsverteidiger, der zur Not auch in die Innenverteidigung gehen kann oder gar Sechserqualitäten hat, war in der letzten Saison im Kader der Fortuna aus Düsseldorf. Er hat auch schon über 50 Bundesligaspiele bestritten.



Marc-Nikolai Moritz kommt vom VfL Bochum nach Hannover. Er ist die Ersatzoption für einen der beiden anderen Rechtsverteidiger, kann links aber auch sehr gut. Sein Offensivdran stört ein wenig auf der Seite.

Links verteidigen weiterhin Ruben Wendelen und Yannik Ristl. Der Erstgenannte hat auch einen leichten Vorteil auf der Position.

Im Mittelfeld

Die Sechserposition wird ein „Tiefer Sechser“ bekleiden, der abkippt. Dadurch entstehen Weilands Meinung nach bessere Winkel und Anspieloptionen, bevor der Ball aus dem Sechserraum nach vorne gebracht wird.



Der tiefe Sechser der Wahl ist „Rafa“ Diks. Der Niederländer ist defensiv gut drauf, kann aber mit dem Ball auch was anfangen und passt mit der Vorliebe für längere Bälle genau in die taktische Idee Weilands, den Ball aus dem Sechser-/Achterraum vertikal nach vorne zu spielen. Diks hat mit Dynamo den Weg von der Bundesliga bis in die 3. Liga nach unten mitgemacht und darf nun wieder im Oberhaus spielen.



Nico Langlois ist Diks Ersatzmann, hat aber eine etwas andere Spielweise im Köcher, weil er die Bälle lieber abspielt, anstelle das Langholz zu wählen. Der Belgier wechselt für einen Spottpreis (27.000 €) von Almere an die Leine.

Neben dem tiefstehenden Sechser bietet Weiland in der Tendenz den Segundo Volante in der Doppel-Pivot-Position auf. Die eierlegende Wollmilchsau gefällt dem SVA-Coach, weil sie eben gut mit dem Sechser harmoniert und den Ball – ähnlich wie der Box-to-Box-Spieler - mal nach vorne treibt, aber irgendwie mehr am Spielaufbau teilnimmt.

Phil Thieltges, der Routinier des SVA, der nunmehr seit der 3. Liga im Kader der Arminia steht, kann diese Rolle spielen. Ebenso Almir Basic oder Tobi Plettenberg, die man beide im letzten Transfersommer nach Hannover geholt hat.



Neu im Mittelfeld ist Babak Akbari. Der 100-fache iranische Nationalspieler war lange bei Eintracht Braunschweig, wollte aber im höheren Alter noch einmal in die Bundesliga. Hannover hat ihn für eine kleine Ablöse (300.000 €) und ein niedriges Gehalt verpflichten können.

Dass Redouane Bennani als Leihspieler bei der Arminia geblieben ist, ist ein kleines Wunder! Der 10er kostet die Arminia fast kein Gehalt und ist auf der 10 und als Standardschütze (Freistoß 16) und enorm wichtig. Er hat letzte Saison 8 Tore für die Arminia geschossen, ist aber immer mal wieder verletzt.



Daher hat man sich die Dienste Fritz Klees aus Braunschweig gesichert. Der 30-Jährige ist etwas schneller als Bennani, weniger verletzungsanfällig, aber strahlt weniger Torgefahr aus.



Weiterhin ist Vit Vacek recht spät im Transfersommer an den Bischofsholer Damm gekommen. Der tschechische Nationalspieler hat bei Schalke 04 keine Rolle gespielt und wollte am Ende des Transferfensters wechseln. Umgehend haben die Scout-Ampeln der Blauen angeschlagen und man hat das noch übrige Transferbudget mit ihm dann verprasst.

Im Sturm

Wo man die Außenspieler im 4-3-3 Weilands nun verorten mag, ist unklar. Auf links wird der Flügel klar von einem Flügelspieler besetzt. N’Guessan und O’Neill können das, aber N‘Guessan ist hin und wieder etwas kränklich und O’Neills Qualitäten ausbaufähig, so dass hier Handlungsbedarf bestand.



Aaron Kölmel kann unter Umständen, wenn er nicht den 9er gibt, diese Position spielen. Beim FCI war er nur Ersatz, bei der Arminia wird er eine größere Rolle einnehmen. Wie gesagt, entweder links oder vorne drin, vielleicht sogar rechts. Kann alles, der Mann.



Rechts ist Mercury der „Königstransfer“. Der KSC kauft Fourmy, also klauen wir denen halt den Maxime. Er ist schnell, abschlussstark und ein kleines finanzielle Wagnis. Hoffentlich zündet er. Er wird eher als Außenstürmer spielen.

Vorne drin hat man noch Adam Stridh, der letzte Saison oft als Joker kam und die Leihspieler Ewolo aus Leverkusen und Cesar von Almeria. Ewolo hat in der Relegation für St. Pauli auch als 9er gespielt.

Wie gesagt, die Sturmspitze wird unterschiedlich belegt werden. In der Tendenz sind Klee oder Kölmel vorne die Spieler der Wahl oder eben Ewolo.

1. Runde DFB-Pokal: Goslarer SC 08 (A)



Am Goslarer Osterfeld ist der Bundesligist aus Hannover zu Gast. Das Erstrundenspiel im Pokal verlief erwartungsgemäß und die Blauen schießen den GSC mit 1:7 aus dem eigenen Stadion.

Treffer: Bennani (4, 24, 39, 40, 55), Kölmel (8), Mercury (59)

Zuschauer: 4122

1. Spieltag 1. Bundesliga: FSV Mainz 05 (H)

Was für ein Auftakt in die neue Spielzeit! Arminia besiegt die Mainzer mit 4:2! Dabei schlagen drei Neuverpflichtungen direkt ein, denn sowohl Kölmel als auch Klee treffen doppelt und Niemann legt zwei Tore auf.

Weil die Treffer so schön waren, müssen sie in Kurzversion nacherzählt werden.



Die ersten beiden blauen Saisontore fallen nach gleichem Muster, ein Außenspieler kann frei flanken, er wählt die flache Variante an den ersten Pfosten, der Stürmer geht drauf und schließt mit dem ersten Kontakt ins Tor ab! Die Treffer drei und vier fallen nach Steckpässen durch die Mitte auf einen in die Tiefe laufenden Mitspieler.

Den Sieg bezahlen die Blauen allerdings mit zwei Verletzungen, denn Bennani (12. Minute) und Mercury (64. Minute) müssen frühzeitig vom Rasen.

Treffer: Kölmel (3, 63), Klee (61, 84)

Zuschauer: 15.000

2. Spieltag 1. Bundesliga: Eintracht Frankfurt (A)

Arminia hat die besseren Chancen, Frankfurt nutzt seine Chancen aber perfekt und gewinnt am Ende mit 3:1 im eigenen Stadion. Der Ausfall von Mercury und Bennani wiegt schon etwas schwer, wenngleich die Jungs auf dem Rasen einen frühen Rückstand ausgleichen können und dann dem 2:1 zeitweise näher sind.

Treffer: Klee (29)

Zuschauer: 47.396

3. Spieltag 1. Bundesliga: Bayer 04 Leverkusen (H)

Wie schon der FSV Mainz am ersten Spieltag, schickt Cueto seine Elf in einem 4-4-2 auf den Rasen in Hannover und das 4-4-2 scheint dem SVA zu liegen!
Bei einer soliden Defensivleistung überlassen die Blauen den Rheinländern den Ball und diese wissen zwar, wie man ihn sich zuschiebt, aber qualitativ hochwertige Torchancen springen nicht heraus. Aus der Summe von 19 Schüssen Richtung Tor gehen nur 5 auf das Tor und der xG-Wert liegt am Ende bei gerade mal 1,34. Hannover hingegen setzt auf Konterfußball und kann mit einer blitzsauberen Aktion eine Großchance kreieren, die Kölmel nur einschieben muss, so dass Arminia mit einem 1:0 Sieg drei unerwartete Punkte einfährt!



Der Fairness halber muss man schon betonen, dass dieses Spiel nur in 10 von 100 Fällen für die Hannoveraner ausgegangen wäre.

Treffer: Kölmel (34)

Zuschauer: 15.000

4. Spieltag 1. Bundesliga: Hamburger SV (A)

Der Aufsteiger aus Hamburg ist ähnlich wie die Arminia prächtig in die Spielzeit gestartet und hat bereits 6 Punkte gewonnen. Sowohl gegen Leverkusen als auch Hoffenheim konnte man 3:0 gewinnen.

In den ersten zehn Minute fühlte es sich an, als ob die Rothosen die Blauen überrennen wollen, aber nach ein paar kleinen Umstellung schien die Arminia gefestigter. Dennoch treffen die Gastgeber nach 13 Minuten zum 1:0. Wie gesagt, der SVA war dennoch gut im Spiel, das insgesamt – mit Blick auf die Passsicherheit – ein hohes Niveau erreicht hat. Als Kölmel in der 29. Minute nach Eckstoß ausgleichen konnte, hatten bei Teams eine Passquote von an die 90%. Der 2:1 Siegtreffer für Hannover fällt dann durch einen starken Spielzug durch die Mitte. N’Guessan bedient den Joker Stridh perfekt und dieser schiebt freistehend ein!

Treffer: Kölmel (29), Stridh (69)

Zuschauer: 48.100

5. Spieltag 1. Bundesliga: 1. FC Nürnberg (H)



Vor dem Heimspielspiel gegen den FCN wird das NLZ der Blauen feierlich eröffnet, bzw. erweitert.

Der Club ist als Aufsteiger – wie der HSV -  gut in der neuen Spielklasse angekommen und man konnte bereits 6 Punkte in den ersten Spielen gewinnen.

In der ersten Viertelstunde ist Hannover klar das schwächere Team und hat etwas Glück, weil Nürnberg zwei gute Chancen vergibt. Zunächst scheitert Hibbeln aus halbrechter Position an Feldmüller und dann wird eine Eckstoßhereingabe an den Pfosten geköpft. Danach sind die Blauen etwas feldüberlegen und dominieren den Ballbesitz. Insgesamt bleibt das Spiel aber eher mäßig anzusehen. Mit einem gutem Spielzug treffen die Blauen dann nach etwa einer Stunde zum 1:0. Aaron Kölmel kann einen Ball an den zweiten Pfosten gut verarbeiten und einnetzen. Irgendwie verdient, aber für den SVA unglücklich, fällt dann ein Eigentor zum 1:1 Endstand. Hoffmann bekommt einen unkontrollierten Ball vors Schienbein.

Treffer: Kölmel (58)

Zuschauer: 15.000





In der Tabelle stehen die Blauen noch oben mit drin. Aussagekräftig ist das alles noch nicht. Naja, vielleicht mit Blick auf einzelne Teams, wie Dortmund und Bayern, die sich schon oben einfinden und auch unten werden eher Hoffenheim, Lautern oder Mainz erwartet.

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #173 am: 05.Juni 2024, 21:21:22 »

Kapitel 54 „Kanzlerstadt (2)“

Caterpillar bei Wormatia Worms? Jägermeister bei Eintracht Braunschweig? Hosenwerbung bei Arminia Hannover? Gemeinsam haben diese drei Fragen rund ums Sponsoring auf der Spieltagsbekleidung von Fußballern, - wie vermutlich auch andere Fälle – dass sie vor Gericht geklärt werden mussten.

Den ersten Vorstoß in diese Richtung, so weiß man heute, hat scheinbar Wormatia Worms gemacht. Bereits 1968 wagte man einen Vorstoß in die Richtung Trikotsponsoring. Damals lehnte der DFB ab.

Die dann folgende Geschichte rund um Jägermeister als Trikotsponsor bei Eintracht Braunschweig gehört längst zur Folklore der Fußballinteressierten. Interessant ist (für mich) dennoch die Sichtweise von Günster Mast, dem damaligen Jägermeister-Chef darauf. Entgegen meiner bisherigen, fußballromantischen Vermutung hat sich Mast im Grunde nicht für Fußball interessiert, sondern er hat aus rein - wie soll es auch anders sein – marktwirtschaftlichen Motiven zu dem „Trick“, den wir alle kennen, gegriffen. In einem Interview aus dem Jahr 2019 mit der Frankfurter Rundschau behauptet er, nach wie vor nicht zu wissen, was Abseits bedeute. Er fand es lediglich gut, dass „alle Medien darüber berichteten“, mögliche Spielabsagen wegen verbotenen Sponsorings waren ihm scheinbar eher egal. (Quelle: https://www.fr.de/panorama/fans-habe-gebraucht-11397377.html)

Langsam nähern wir uns nun auch der „Kanzlerstadt“. Etwa 30 Jahre nach der offiziellen Erlaubnis für Trikotwerbung im deutschen Fußball seitens der Verbände wagte die Arminia aus Hannover 2003 einen weiteren Vorstoß, der in Deutschland unüblich war. In der Saison 2003/04 liefen die Blauen mit dem Schriftzug „Kanzlerstadt“ auf der Rückseite der Hose auf. Diesen Schriftzug hatte sich eine lokale Modeboutique aus der Landeshauptstadt Niedersachsens für eine eigene Unterwäschekollektion erdacht und diese sogleich auf der Bekleidung der Arminia platziert.

Das unerlaubte Sponsoring am Hinterteil verbot schließlich der niedersächsische Verband (NFV) und weitere Sportgerichte in mehreren Instanzen. Fortan schwelte ein Rechtsstreit zwischen der Arminia, den betroffenen und nicht betroffenen Verbänden und Sportgerichten. Die Verhandlungen wurden maßgeblich von dem Präsidenten des SVA, Jürgen Scholz, vorangetrieben.

Die Berichterstattung geht dann sehr ins Detail und die beteiligten Verbände erzeugten bei mir ein wenig Verbandsalat, aber die Arminia hat damals wohl in der vierten Instanz Recht bekommen und Hosenwerbung wurde erlaubt. Die Spielsatzung des NFV erlaubt scheinbar grundsätzlich Werbung auf der Hose, allerdings erinnere ich mich nicht, Hosenwerbung auf einem Trikot gesehen zu haben? Vielleicht folgt darauf eine Antwort in einem späteren Posting, oder jemand von euch weiß darauf eine Antwort.

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6. Spieltag 1. Bundesliga: Borussia Mönchengladbach (A)



Feldmüller hat einen rabenschwarzen Tag, bei dieser 1:5 Niederlage der Blauen. Im Grunde genommen geht jeder halbwegs gefährliche Schuss der Fohlenelf ins Tor und Feldmüller ist immer mitursächlich dafür. Besonders auffällig sind die ersten beiden Gegentreffer, denn sowohl Jorges Fernschuss als auch Angels Freistoßtreffer sind haltbar. Dass die Blauen eigentlich gut mitgespielt haben und sogar die besseren Torabschlüsse hatten, zählt bei einer derart hohen Niederlage am Ende nicht.

Treffer: Ewolo (79)

Zuschauer: 49.541

7. Spieltag 1. Bundeliga: TSG 1899 Hoffenheim (A)

Das war kein sehenswertes Spiel im Kraichgau. Hoffenheim steht vor dem Spieltag auf Platz 18 der Tabelle und beweist über etwa 80 Minuten, wieso sie dort stehen. Das war wenig inspirierender Fußball. Als der SVA-Rechtsverteidiger Niemann dann eine rote Karte sieht, entstehen ein paar Chancen, aber ein Tor fällt nicht. Und die Gäste? Die spielen ebenso uninspiriert wie der Gegner. Vorne kann niemand die Bälle halten, Mercury scheint sich zunehmend als Fehlinvestition zu zeigen, aber hinten steht man zumeist recht stabil - 0:0.

Treffer: -

Zuschauer: 25.858

8. Spieltag 1. Bundesliga: 1. FC Kaiserslautern (A)

Was ist das für ein kurioser Spielplan? Das dritte Auswärtsspiel in Folge? Es geht jedenfalls nach Kaiserslautern.



„Endlich“, mag sich Dennis Weiland nach dem Spiel gedacht haben, denn hier und da wurde Maxime Mercury, der im Gehaltsgefüge der Arminia einen absoluten Ausreißer nach oben darstellt, bereits als „Fehleinkauf“ oder „überbezahlt“ bezeichnet. Im Spiel auf dem Betze zeigt der Linksaußen, was er zu leisten imstande ist. Das 1:0 legt er Klee auf und den fälligen Strafstoß zum 2:0 holt er ebenso raus.

Treffer: Klee (70), Basic (75, Str.)

Zuschauer: 24.983

9. Spieltag 1. Bundesliga: RaBa Leipzig (H)



Endlich wieder ein Heimspiel und die Blauen machen ihre Sache (fast) perfekt. Die kleine Einschränkung ist, dass sie gegen Leipzig kein Tor schießen, aber zugleich auch keines fangen. Zwei der größten Chancen des SVA werden per xG-Statistik nicht einmal gemessen, denn in einem Fall ist Klee bereits am Leipziger Keeper vorbei, muss eigentlich nur einschieben und dann kommt von hinten vor dem Torabschluss die berühmte Monstergrätsche eines Leipziger Innenverteidigers. Im zweiten Fall legt Mercury einen Ball perfekt quer und der der eingewechselte Ewolo verstolpert die Ballannahme und dann ist sein Gegenspieler an ihm dran und kann klären.

In den letzten Wochen spielen die Blauen einen qualitativ richtig guten Ball! Können sie dieses Niveau halten und fallen sie nicht in einen Niederlagenstrudel, kann der angepeilte Rang 15 gelingen. Aber noch ist eine Prognose deutlich zu früh.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

2. Runde DFB-Pokal: FC 08 Homburg (A)

Die Arminia hatte bei der Auslosung das Glück auf seiner Seite, denn mit den Saarländern haben sie den letzten übrigen Regionalligisten zugelost bekommen. Die Homburger stehen im Südwesten auf einen guten vierten Rang. Zudem gibt es ein Aufeinandertreffen mit einem Ehemaligen: Ron-Robert Neiß.

Arminia gewinnt in Homburg mit 2:0 und feiert einen ungefährdeten Einzug in die nächste Pokalrunde. Betrachtet man die Chancenverwertung ist noch Luft nach oben, denn das Spiel hätte gut und gerne auch höher enden können, wären da nicht diverse vergebene Chancen gewesen, u.a. ein verschossener Strafstoß von Phil Thieltges.

Treffer: Kölmel (13, 90)

Zuschauer: 8.786

10. Spieltag 1. Bundesliga: FC Bayern München (H)



Erneut wird bei den Blauen in Steine investiert, denn das Trainingsgelände in Bischofshol wird aufpoliert (7/10).

15 deutsche Meisterschaften, 6 DFB-Pokalsiege und 2 Champions-League-Titel – Das ist die sehr eindrucksvolle Titelsammlung von Julian Nagelsmann beim FC Bayern München seit Amtsantritt.

Somit ist Nagelsmann niemals Nationaltrainer gewesen, denn diesen Job bekleideten folgende Herren: Thomas Tuchel (aktuell CD Osasuna), Rafa Benitez (Ruhestand), Roger Schmidt (Ruhestand | Weltmeister 2030), Daniel Farke (Juventus Turin), Dirk Schuster (Ruhestand) und Matthias Jaissle (aktuell im Amt).

Die Bayern gewinnen die Partie verdient mit 1:0, aber auch das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Es war nicht im Bereich des Unmöglichen, dass die Arminia hier einen Punkt im eigenen „Stadion“ stibitzt, denn Aaron Kölmel, der sich leider im Spiel noch schwer verletzt und einen Monat ausfallen wird, schießt einmal an den Pfosten und sein Ersatzmann Klee vergibt freistehend. Weiterhin ist es den Blauen immer oft gelungen, sich aus dem Angriffspressing herauszuspielen und ins letzte Spielfelddrittel zu gelangen.

Treffer: -

Zuschauer: 15.000

11. Spieltag 1. Bundesliga: SC Freiburg (A)



Fünferketten sind das giftige Serum für Weilands 4-4-3. Die ersten 45 Minuten kommen die Blauen überhaupt nicht ins Spiel, ausgenommen von einem guten Freistoß, den Bennani knapp über den Kasten zimmert. Nach der gefühlt 1000. Anpassung läuft es dann ein wenig besser, kann aber auch sein, dass die 3:0 Führung der Freiburger dafür verantwortlich war? Nun denn, es fallen noch zwei Anschlusstreffer, aber schlussendlich verliert Arminia 3:2.

Achja, wer hat sich wohl verletzt? Ja, Treppenwitz: Natürlich, Maxi Mercury (3-4 Wochen).

Treffer: Klee (70, 91)

Zuschauer: 31.608

12. Spieltag 1. Bundesliga: FC Augsburg (H)

Gegen Augsburg muss Weiland verletzungsbedingt auf einige seiner Jungs verzichten, darunter einige Stammkräfte: Mercury, Bennani, Kölmel, Langlois und Toto Krauß. Hinzu kommt, dass einige Spieler, wie Vacek oder Ewolo, erst kurz vor dem Spieltag von deren Nationalmannschaft zurückgekehrt sind.

Die Blauen müssen also ein Stück weit mit einer improvisierten Aufstellung in das Heimspiel gehen. In diesem beginnt der FCA sehr passsicher, während die Arminia durch Konter oder wenige eigene Angriffe die besseren Chancen hat. Die Augsburger gehen allerdings auch immer sehr heftig in die Zweikämpfe, wenn die Arminia mal am Ball ist. So kommt es dann auch, dass Phobére in der 15. Minute mit Rot vom Platz geschmissen wird, weil er im Mittelfeld Diks von hinten umsenst.



Wer allerdings gehofft hat, dass mit die Arminia mit diesem Vorteil das Spiel übernimmt sah sich ein wenig enttäuscht, denn nach wie vor waren die Gäste viel am Ball. In der 25. Minute findet ein langer Ball dann aber Klee und der macht das 1:0 für Arminia! Bitter wird es dann leider am Ende, denn Arminia kassiert in Überzahl einen Ausgleich und verliert dann auch einen Spieler durch einen Platzverweis. Danach kann Augsburg sogar noch zwei weitere Treffer erzielen und mit 3:1 gewinnen.

Treffer: Klee (26)

Zuschauer: 14.521

Nach und nach rutschen die Arminen nun in der Tabelle in die erwartbare Region ab.

13. Spieltag 1. Bundesliga: Borussia Dortmund (A)



In Dortmund wird der BVB in den ersten 20 Minuten im eigenen Signal Iduna Park von den Blauen hergespielt, nur ein Tor fällt leider nicht. Danach übergeben die Hannoveraner leider das Momentum an die Gastgeber und werden zunehmen hinten hineingedrängt. Das Spiel endet dann mit 2:0 für die Borussia.

Treffer: -

Zuschauer: 74.799

Achtelfinale DFB-Pokal: Eintracht Frankfurt (A)

Nunja, der Negativstrudel, den man vermeiden wollte, hält auch gegen die Frankfurter an. Arminia geht zwar völlig verdient mit 1:0 in Führung, fängt sich aber in der 70. Minute – auch verdient – den Ausgleich und in der 92. Minute folgt dann - auch verdient - das Pokalaus, weil der Druck der Eintracht am Ende zu hoch ist.

Treffer: Kölmel (55)

Zuschauer: 47.337

Das Achtelfinale ist ein guter Erfolg, aber der aktuelle Trend ist äußerst problematisch. Bis zur Winterpause sind es noch drei Partien und mindestens einen Dreier oder überhaupt mal einen Punkt sollte man nun tunlichst an den Bischofsholer Damm holen.

14. Spieltag 1. Bundesliga: SpVgg Greuther Fürth (H)

Die Verantwortlichen beim SVA haben hinsichtlich möglicher drei Punkte genau auf dieses Spiel gehofft, denn Fürth hat kürzlich Frank Schmidt als Trainer beurlaubt und befindet sich nach einer guten letzten Saison aktuell eher auf Schlingerkurs.

Der neue Coach Klaasen hat zumindest gegen die Arminia weniger Glück, denn die Spielvereinigung verliert in Hannover verdient, sogar 20 Minuten in Überzahl, mit 1:0. Auch mit diesem einen Mann weniger hatten die Blauen in der Tendenz größere Chancen, von denen Ewolo eine an die Latte köpft.

Treffer: Klee (32)

Zuschauer: 14.205

15. Spieltag 1. Bundesliga: Hannover 96 (A)

Stadtderby in Hannover! Die Blauen fahren an den Maschsee! Hannover 96 spielt eine fantastische Saison und liegt aktuell hintern den Bayern und dem BVB auf dem 3. Platz der Bundesliga.

„Was kann Schlimmeres passier‘n, als dass wir gegen die verlier’n?“, heißt es in einem fußballbezogenem Songtext, den ich u.a. von Götz Widmann in Erinnerung habe. Der Song beschäftigt sich zwar mit der Rivalität zwischen der deutschen Nationalmannschaft und der Elftal, aber er passt gut auf das Spiel, denn die Blauen bekommen gegen die Roten „einen auf die Fresse“. Ja, so muss man dieses 5:2 schon nennen. Das war ein Klassenunterschied, eine Vorführung, ein Desaster, was die Arminia da erlebt.

Treffer: Klee (36, 39)

Zuschauer: 49.000

16. Spieltag 1. Bundesliga: VfL Wolfsburg (H)

Noch ein Derby, bevor es in die Winterpause geht. Wie schon oft erwähnt, hat die Arminia traditionell in den Spielen vor dem Jahreswechsel eher schlecht ausgesehen.

Ein Blick in die Akten der Vergangenheit beweisen allerdings, dass dieses vorweihnachtliche Spiel sogar eine positive Tendenz aufweist, denn bei nur 4 Niederlagen hat man 6 Spiele gewinnen können und 5 Unentschieden erreicht.

Nach Anpfiff der Partie gegen Wolfsburg gesellt sich eine Niederlage in die Statistik. Nach einem frühen Führungstreffer fressen die Blauen drei Tore. Bitter ist vor allem das 2:1 der Wölfe. Bountouris, der den formschwachen Toto Feldmüller ersetzt, rutscht ein leichter Ball aus den Händen vor die Füße von Bundgaard, der sich hier natürlich bedankt. Das Spiel endet 3:1 für die Wolfsburger.



Treffer: Klee (2)

Zuschauer: 15.000





In der Tabelle findet sich die Arminia nun dort wieder, wo man hingehört, im Abstiegskampf. Dazu gesellen sich der FCK, Hoffenheim, der Club, der HSV und Fürth. Bayern, Dortmund und die Roten sind vorne schon etwas weiter entfernt von den Verfolgern.
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Karagounis

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #174 am: 06.Juni 2024, 10:27:00 »

Wird ne enge Kiste, da sind einige Teams sehr nahe beieinander.

Noergelgnom

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #175 am: 07.Juni 2024, 11:20:17 »

Auch wenn die Formkurve zuletzt deutlich nach unten zeigte - guter Start, bin überzeugt, dass der euch am Ende auch einen relativ sicheren Klassenerhalt bescheren wird.

Schöne Zusammenfassung der Werbungs-Eskalationskette der letzten Jahrzehnte, nebenbei bemerkt.
Wie gewohnt also ein rundes Lesevergnügen.  8)
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Ex-Achtelprofi


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Lavayeux' Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers