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| [FM 22] Lettland an die Spitze - mit dem jüngsten Team Europas: FS Metta |
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| Kazushi80:
FS Metta Es ist Jahre her, dass ich das letzte Mal hier ein wenig ausführlich über eine FM-Karriere geschrieben haben. Beim FM 22 möchte ich das mal wieder machen und immer einen Beitrag pro Saison absetzen, in dem ich auf diese zurückblicke. Aktuelle Entwicklungen poste ich zudem immer auf dem Twitter-Account @KazushiKicks, falls jemand genauer mitverfolgen will, was ich so treibe. Der Verein Die Fußballschule Metta war in Lettland schon vor der Jahrtausendwende aktiv, doch erst 2006 wurde dann Futbola Skola Metta, kurz FS Metta, als eingetragener Verein gegründet – mit dem Ziel, mehr als ein weiterer Fußballverein zu sein. Es geht darum, junge Menschen zu prägen und ihnen zu helfen – auf und abseits des Fußballplatzes. Bereits 2007 ging man so eine Partnerschaft mit der Universität Lettlands in Riga ein, um den jungen Spielerinnen und Spielern des Vereins die perfekte Verbindung zwischen Fußball und Studium zu ermöglichen. Die Jugend- und Reserveteams fungieren daher auch unter dem Namen FS Metta / LU Riga. Bereits 2011 stieg der FS Metta in die erste lettische Liga auf, wo man seitdem festes Mitglied ist. Allerdings ist man eher in den niedrigeren Tabellenregionen platziert. Der 7. Platz in den Jahren 2015 bis 2018 in einer Liga mit wechselhafter Anzahl an Teams (teilweise sogar nur 7) ist das bislang beste Ergebnis zum Start dieses Saves. In den Jahren 2019 und 2020 entging man nur knapp dem Abstieg, 2019 sogar nur in den Playoffs, 2020 mit 2 Punkten Vorsprung vor dem direkten Abstiegsplatz. Da sich die erste Männermannschaft vor allem aus Studenten zusammensetzt, schrieb der FS Metta Geschichte. Es ist der jüngste Erstligaclub Europas. Ein 28 Jahre alter Spieler ist so der Senior zum Start dieses Saves. Der Rest ist maximal 20 Jahre alt. Die Ziele Der FS Metta listet auf seiner Homepage eine Vision, die von sehr, sehr hohen Zielen bestimmt ist: * Man will der führende Fußballclub in ganz Lettland werden – mit einer Elite-Fußball-Akademie * Man will der Fußballverein sein, der in ganz Europa dafür bekannt ist, in Lettland geborene oder aufgewachsene Weltklasse-Fußballspieler*innen und auch Profis für Sport, Gesellschaft, Lettland und die Welt zu entwickeln * Man will eine Schule sein, die Menschen hilft, auf und neben dem Platz gebildete Profis zu werden. * Mehr Kinder, Student*innen und Erwachsene anzuziehen und ihnen die Chance zu geben, an einem Fußball für alle teilzuhaben. Diese Menschen ermutigen, sich neue Ziele zu setzen, physisch aktiver, gesunder und unabhängiger zu werden und vor allem Persönlichkeiten zu werden, die auch anderen helfen, besser zu werden. Ich möchte diese Ziele, so gut es geht, auf den Football Manager übertragen und natürlich noch ein Stück weiter drehen. Da es im Football Manager aktuell noch nur Männerfußball gibt, heißt das: * Beste Männermannschaft in Lettland werden * Weiter die Jugend fördern, um irgendwann Weltklasse-Spieler zu entwickeln * Dazu ein herausragendes Jugend-System aufbauen * Die gesamte lettische Liga verbessern und ihr einen festen Champions-League-Platz besorgen * Die lettische Nationalmannschaft stärken – mit Jugendspielern, aber auch Einbürgerungen * Champions-League-Sieger werden Erst einmal kommt, aber der erste Schritt. Im ersten Jahr heißt es, überhaupt konkurrenzfähig zu sein. Der FS Metta gilt zum Start als das schlechteste Team in der ersten lettischen Liga für die Saison 2021. Absteigen können wir aber nicht. Da mehrere lettische Teams Insolvenz anmelden mussten, hat die Liga nur noch 7 Teams und keinen Absteiger im ersten Jahr. Ab der Saison 2022 wird die Meisterschaft dann wieder mit 10 Teams und einem Absteiger ausgetragen. Btw.: Wenn wir schon von Insolvenzen reden. Die Finanzen muss man wohl auch noch als Ziel nennen. Im Football Manager gibt es in Lettland keine Preisgelder und keine TV-Einnahmen. Die finanzielle Perspektive des FS Metta sieht im FM daher katastrophal aus. Es werden um die 200.000 € Verlust pro Jahr erwartet. Es gilt also auch Kosten zu drücken – und für Einnahmen müssen wir schnellstmöglich nach Europa. Ich wünsche euch viel Spaß mit meinen Abenteuern in Lettland und wie gesagt: Auf Twitter @KazushiKicks gibt es auch regelmäßige Updates in der Saison. |
| Kazushi80:
FS Metta – Saison 1: 2021 Die Finanzen erwiesen sich als großes Problem für die erste Saison. Für die kurze Transferphase zeigte sich, dass wir nicht nur keine Ablösesummen zahlen können, sondern eigentlich nicht mal Gehälter für neue Spieler. Da es zu Beginn aber nur deutlich unterdurchschnittliche Torhüter und eigentlich gar keinen Stürmer (der beste Spieler des Vereins ist mit 0 (!) Gehaltsbeteiligung an einen Liga-Konkurrenten verliehen) im Kader standen und ich für diese Positionen keinen Leihen realisieren konnte, musste ich hier zwei Mal Gehälter zahlen. Transfers Mit Haruna Mola kam ein junger Stürmer aus Ghana für einen Jahresverdienst von 18.250 €. Für 6.000 € Gehalt wurde der nigerianische Torwart Luka Mazadu verpflichtet. Um das auszugleichen, gelang es mir ein paar Jugendverträge in Amateurverträge zu ändern. Ein paar Leihen sorgten zudem für die dringend nötige Breite im Kader. Insgesamt gab es weder Transfer-Einnahmen noch -Ausgaben. Die Elf der Saison besteht so größtenteils noch aus Spielern, die schon am Anfang des Saves beim Verein sind. Saisonverlauf Nach einem Monat Vorbereitung begann die Saison mit einer 1:2 – Niederlage, die gleich deutlich machte, wie schwer es werden sollte. Nachdem wir zwischen Mitte März und Ende April jedes Team der Liga einmal bespielt hatten, standen 3 Niederlagen und 3 Unentschieden zu Buche. Wir warten also noch auf den ersten Sieg. Den sollte es an Spieltag 8 geben. Am 8. Mai gelang beim FK Spartak Jurmala ein 2:1 Auswärtssieg. Der Bann war gebrochen. Im zweiten Durchlauf gab es insgesamt 3 Siege bei 2 Niederlagen und einem Unentschieden. Doch so richtig ging es erst nach zwei ernüchternden Niederlagen zum Auftakt des dritten Durchlaufs (man spielt 4 mal gegen jedes Team) los. Nach einem 2:0 – Sieg gegen den FK Liepaja am 19. Juni gewann wir nach einer mehrwöchigen Pause am 25. Juli mit 5:0 (!) gegen Spitzenreiter und Serien-Meister Riga FC. Auf diese zwei Siege sollten weitere 8 in Serie folgen. In der Liga sollten wir sogar kein einziges Spiel mehr in dieser Saison verlieren. Nur im Pokalhalbfinale gab es Anfang Oktober eine 1:4 Niederlage gegen die Rivalen von der FK Rigas Futbola Skola, als unser Team leider durch zahlreiche Jugendländerspielabstellungen stark geschwächt war. Am Ende stand so aber mit der besten Abwehr der Liga ein sensationeller 2. Tabellenplatz und die erstmalige Quali für die Conference League. Stars Torjäger: Haruna Mola (16) Vorlagengeber: Emīls Birka (6) Weiterer Schlüsselspieler: Baba Musah – der schon zu Beginn des Spiels beim Verein vorhandene Innenverteidiger aus Ghana gewann die meisten Kopfballduelle der Liga und war offensiv wie defensiv ein richtiger Turm in der Schlacht und trug die Hauptverantwortung dafür, dass wir die beste Abwehr der Liga hatten. Entdeckung: Lūkass Vapne – war mit seinen 17 Jahren zu Beginn als junger Einwechselspieler eingeplant, doch ihn - einhergehend mit einigen taktischen Veränderungen - zur Hälfte der Saison zum Spielmacher im offensiven Mittelfeld zu machen, war eine großartige Entscheidung. Auf Twitter @KazushiKicks gibt es auch regelmäßige Updates während der Saison. |
| Kazushi80:
FS Metta – Saison 2: 2022 Die zweite Saison begann mit den bekannten Finanzproblemen. Geholt werden konnten nur kostenlose Leihen oder Spieler mit Amateurverträgen. Aber einen Quasi-Kracher-Neuzugang gab es ja. Der zu Beginn des Spielstands ausgeliehene Starstürmer Yunusua Muritala kehrte zurück – und war direkt der beste Spieler des Teams – was sich auch auf dem Platz zeigen sollte. Transfers Bei den Transfers gab es vor allem Spieler für die Breite, die beim extrem engen Spielplan auch gebraucht wurden und zu Einsätzen kamen. So etwas wie ein Stammspieler war aber nur Mouhamadou Goudiaby im rechten Mittelfeld, der in 20 von 36 Ligaspielen in der Startformation stand. Interessant ist dann aber Daniels Ontuzans – auch wenn der aufgrund eines (bereits an SI gemeldeten und dort geprüften) Registrierungs-Bugs noch nicht genutzt werden konnte. Aber bei einem vom FC Bayern München ausgebildeten, vertragslosen, lettischen Nationalspieler musste ich zuschlagen – zumal er bereit war, einen Amateurvertrag zu unterschreiben und so nix kostete. 2023 wird er – nun mit Profivertrag – dann aber sicher sehr wichtig werden. Daneben konnten wir einige unnötige Ersatzspieler abgeben, erfreulicherweise sogar für etwas Geld. Saisonverlauf: National Es war eine herausragende Saison, die in der allerersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte mündete. Wir waren von Beginn an dominant, gewannen direkt die ersten 4 Spiele, darunter ein 3:0 gegen Titelverteidiger Riga FC. Ab dem 3. Spieltag waren wir auf Platz 1, rutschten dann nur am 8. Spieltag einmal auf Platz 2 und waren dann wieder bis Ende der Saison an der Spitze. Zur Wahrheit gehört aber, dass wir auch ein wenig von der Schwäche der Konkurrenz und den Problemen der KI mit vollen Spielplänen profitierten. Durch die Erhöhung der Liga auf zehn Teams (und evtl. die Winter-WM) war der Spielplan richtig voll: sieben Ligaspiele im Mai, acht im Juni. Teilweise gab es vier Spieltage in acht Tagen. Mit 76 Punkten aus 36 Spielen hatten wir zudem einen Punkteschnitt von 2,11 und waren damit geringfügig schlechter als Riga FC im Vorjahr mit 53 Punkten aus 24 Spielen und einem Schnitt von 2,2. Aber vor allem der Serienmeister hatte eine (gemessen an den eigenen Ansprüchen) katastrophale Saison und wurde am Ende nur Vierter. Den Mantel des Schweigens würde ich gerne über den Nationalen Pokal hüllen. Da habe ich mich verzockt und zwischen zwei Europapokalspielen (dazu gleich mehr) nur ein bessere B-Elf ins Rennen geschickt, die katastrophal spielte und 0:1 gegen FK Auda Riga im Viertelfinale ausschied. Saisonverlauf: International Ausführlich auskosten kann ich dagegen das erste internationale Abenteuer der Vereinsgeschichte, das voll toller Geschichten ist. Ich rechnete vorher nicht mit viel. 2. oder 3. Quali-Runde der Conference League wäre schön. Der Auftaktgegner hätte schon nicht besser passen können: Das erste Mal in Europa gegen Europa, genauer gegen den Europa FC aus Gibralter. Auch noch ein Gegner, den man schlagen muss. 6:0 gewannen wir so auch im Hinspiel. Dass wir das Rückspiel dann mit 3:5 verloren, ist geschenkt. Gegen den FC Viktoria Pilsen rechnete ich dann fest mit dem Ausscheiden. Jeder Spieler des Kaders verdiente mehr als meine gesamte Mannschaft. Und die wenigen Attribute, die ich sehen konnte, machten mir auch wenig Hoffnung. Das 2:2 zu Hause im Hinspiel schien mir als anständige Leistung das höchste der Gefühle und ich dachte nur: Schade, dass wir durch einen Elfer noch den Ausgleich kassiert hätten, dann hätte ich sogar sagen können, wir haben ein größeres Team sogar in einem der beiden Spiele geschlagen. Das sollte mein Team dann im Rückspiel erledigen – und wie: 6:1 samt Muritala-Viererpack gegen einen Gegner, der völlig von der Rolle war. So torreich wie in den ersten 4 Spielen ging es international nicht weiter, aber erfolgreich in zwei engen Krimis. Gegen HSK Zrinjski Mostar aus Bosien gab es nach einem 0:0 auswärts einen 1:0 Heimsieg durch ein Tor in der 90. (!) Minute. In der 4. Quali-Runde wollten wir es noch spannender machen. Nach einer 1:2 Niederlage zu Hause gewannen wir beim HSK Zrinjski Mostar aus Serbien um Trainer Dejan Stankovic 3:2 mit einem Muritala-3er-Pack. Da es keine Auswärtstorregel mehr gibt, gab es Verlängerung. Da konterte der kurz vorher eingewechselte Innenverteidiger Normunds Uldriķis den 3:3 Ausgleich in der 98. mit dem 4:3 in der 99. Elfer-Schießen! In dem setzten wir uns durch. So kamen wir in eine spannende Gruppe in der Conference League: Unser junges lettisches Team durfte sich auf Städtetrips nach Neapel, Luzern sowie nach Moreira de Cónegos zum FC Moreirense freuen. Natürlich waren wir bei Gegnern dieses Kalibers eigentlich chancenlos... Moreirense und Luzern trotzten wir in den ersten Spielen aber nicht nur ein 0:0 ab, sondern hätten gerade gegen die Portugiesen sogar gewinnen können. Und bei Neapel verloren wir nur 1:2. In der Rückrunde kam leider kein Punkt mehr dazu, aber trotzdem präsentierten wir uns da stark. Alle 3 Niederlagen nur mit einem Tor Unterschied. Sowohl Luzern wie auch Neapel erzielten den 2:1 – Siegtreffer zudem jeweils in der Nachspielzeit (beides Mal 90+4). Stars Torjäger: Yunusa Muritala (33) Vorlagengeber: Emīls Birka (15) Weiterer Schlüsselspieler: Gļebs Kļuškins – der einzige älterer Spieler beim Club zu Beginn des Saves war unser Mr. Zuverlässig im Mittelfeld und einfach immer mindestens solide. Entdeckung: Luca Saïhi-Culeddu – war wichtig um Emīls Birka im engen Spielplan ein paar Verschnaufpausen zu geben und dabei stärker als erwartet. Müsste offensiv in unserem linkslastigen System sicher noch mehr machen, aber insgesamt war das schon sehr ordentlich. Wer noch mehr von meinem Abenteuer in Lettland lesen will. Auf Twitter @KazushiKicks gibt es regelmäßige Updates während der Saison. |
| Kazushi80:
FS Metta – Saison 3: 2023 Die Planung für die dritte Saison bot eine Überraschung. Bereits Ende Dezember 2022 wurde mir der mittlerweile 39 Jahre alte und vertragslose brasilianische Nationalspieler Fred angeboten, der auch noch für ein sehr moderates Jahresgehalt für uns spielen wollte. Da musste ich zuschlagen. Das „Problem“: Da natürlich Yunusa Muritala im Sturm gesetzt blieb, aber Fred auch spielen sollte, stand ein Abschied vom bisher so effektiven, asymmetrischen 4-1-4-1 an. Da gute und bezahlbare Flügelspieler ohnehin Mangelware waren, gab es als neue Ausgangsformation die klassische, alte Raute - also ein 4-4-2. So sah das grundsätzlich dann aus – mit kleineren Anpassungen je nach Gegner und Personal (Fred wurde zum Beispiel als Hängende Spitze und natürlich nicht als Pressender Stürmer eingesetzt). Transfers Wir waren dieses Jahr sehr aktiv auf dem Transfermarkt. Ich brauchte nicht nur mehr Breite, sondern es mussten nun auch einige Veränderungen in der Spitze her. Wir konnten so unter anderem auch den lettischen Nationaltorwart Roberts Ozols holen und später kam mit Abwehrspieler Mārcis Ošs noch ein weiterer sehr erfahrener lettischer Nationalspieler, der aufgrund des nach wie vor existenten Registrierungsbugs (siehe letzter Bericht) aber erst ab Mitte der Saison spielen konnte. Beide kamen ablösefrei, da ich mich weiter scheute, Geld für Spieler auszugeben. Das ist zwar mittlerweile da, aber ich investierte viel in den Trainings- und den Nachwuchsbereich. Zudem war es mir wichtig, ein dickes Finanzpolster zu behalten. Denn sollten wir europäisch in den Quali-Runden ausscheiden, schreiben wir mangels Einnahmen in der Heimat (keine Prämien, kein TV-Geld) dicke Minuszahlen und so will ich immer genug Geld auf der hohen Kante behalte, damit es null Probleme gibt, wenn das mal drei Jahre in Folge passiert. Ein sehr wichtiger Transfer war übrigens noch Valerijs Lizunovs – aber zu dem aber später mehr. Saisonverlauf: National Der zweite Meistertitel in Folge. Die dafür nötigen Punkte zeigen aber auch, dass wir im Vorjahr von der Schwäche der Konkurrenz profitieren. Es war aber nie wirklich gefährdet, wir konnten auch viel rotieren (was auch nötig war). Weiterhin kein gutes Pflaster ist aber für uns der Pokal. Dieses Jahr war im Halbfinale gegen FK Rigas Futbola Skola Schluss. In der 5. Minute der Nachspielzeit gab es den bitteren 2:3 Treffer Siegtreffer für Rigas. Kleine Nebenanekdote: Wir waren ersatzgeschwächt, weil sich der Pokal mit einem Länderspieltag überschnitt. Da ich auch Nationaltrainer bin, konnte ich die Partie natürlich erheblich beeinflussen - was ich auch – allerdings unfreiwillig - getan habe – und ganz und gar nicht zu meinen Gunsten. Ich habe die Terminkollision übersehen und nicht nur mehrere meiner Spieler ins Nationalteam geholt, sondern auch den bisherigen Stammspieler Jānis Ikaunieks bei der Nati aussortiert. Jetzt müsst ihr sicher nicht groß raten, wer das Tor in der 90.+5. gemacht hat. Natürlich Jānis Ikaunieks, der auch schon vorher einmal traf. Hat er es seinem Nationaltrainer gezeigt. Saisonverlauf: International Ein großes Abenteuer mit sensationellen Geschichten, die ihr auf Twitter vielleicht schon mitverfolgt habt, war wieder Europa – und dort geht es durch alle 3 Wettbewerbe. Es ging los in der Champions-League-Quali mit deutlichen Siegen (3:1, 3:0) gegen Maccabi Tel Aviv. Darauf folgte in Runde 2 ein Krimi gegen den IFK Göteborg. Im Hinspiel ging es ab der ersten Minute und einem Treffer von uns direkt nach dem Anstoss hin und her. Ausgleich in 3. Minute, Rückstand in der 21. Minute, wieder Ausgleich in der 37. Minute. Dann noch mal je ein Tor für jede Seite in der 53. bzw. 57. Ein starkes 3:3 gegen den schwedischen Meister. Im Rückspiel mussten wir eine wahre Abwehrschlacht überstehen. Ecke um Ecke verteidigten wir. In der 51. Minute fiel dann doch das 1:0. In der 56. und 63. Minute kassierte Rechtsverteidiger Ibrahim Dosso noch zwei Gelbe Karten. In Unterzahl und nach Umstellung auf 3er-Kette spielten wir dann aber sogar besser. In der 70. hatte Yunusa Muritala sogar die Riesenchance zum Ausgleich, ballerte aber allein vor dem Torwart drüber. Das Abenteuer Champions League war vorbei. Weiter ging es so in der Qualifikation zur Europa League – zuerst in der 3. Runde gegen APOEL FC Nikosia. Hier hatten wir erst massive Probleme gegen das enge 4-2-2-2 des Gegners. Doch ein paar Umstellungen nach 15 Minuten halfen. Auf ein 2:0 Hinspiel-Sieg (beide Tore natürlich: Yunusa Muritala) folgte ein 1:1 auswärts. Fred brachte uns mit einem Kracher direkt vor der Pause in Führung. Der zypriotische Nationalspieler Christos Wheeler konnte nur noch (auch sehr sehenswert aus der Distanz) ausgleichen. In den Play-offs ging es so gegen Qarabağ FK aus Aserbaidschan mit dem hochkarätigen finnisch-schwedischen Sturmduo Teemu Pukki & John Guidetti weiter! Pukki verletzte sich aber kurz vor dem Aufeinandertreffen und fehlte im Hinspiel. Das gewannen wir 2:1 und im Rückspiel gab es mal wieder einen richtigen Krimi. Qarabağ FK warf alles nach vorne, wir verteidigten fast nur. Sogar den immer noch verletzten Teemu Pukki brachten sie kurz vor Schluss rein. Doch mit tapferer Abwehrarbeit, dem nötigen Glück und einem überragenden Torwart Roberts Ozols (Spieler des Spiels) hielten wir das 0:0 und zogen erstmals in die Gruppenphase der Euro-League ein. Dort erwartete uns die meiner Ansicht nach schwerste Gruppe: RB Leizpig, AC Florenz und Feyenoord Rotterdam – und das Märchen ging gegen diese Top-Clubs weiter... Zum Auftakt spielten wir 1:1 bei Florenz – und waren sogar das bessere Team. Danach folgt ein 2:1 Sieg in Rotterdam und dann das Highlight: das Heimspiel gegen Leipzig. Wir hielten nicht nur Topstürmer Brenner, sondern ganz Leipzig 90 Minuten in Schach und verhinderten (teilweise mit mehr Glück als Verstand) ein Gegentor. Und dann machte Daniels Ontuzans kurz vor Schluss bei einem Konter noch das 1:0! Wir standen plötzlich an der Spitze unserer Euro-League-Gruppe. Das Rückspiel war dann allerdings eine andere Sache. Das Imperium schlug zurück. Deutlich überlegene Leipziger fertigten uns mit 3:0 ab. Interessant aber: Leipzig spiegelte unser System (4-4-2 Raute) und sogar die Rollen waren sehr, sehr ähnlich. Auch gegen Florenz mussten wir im Rückspiel die Segel streichen. Nach großem Kampf gab es eine knappe 1:2 Niederlage, womit plötzlich klar war: Wir scheiden aufgrund des direkten Vergleichs mit den Italieniern aus der Euro-League aus, es geht in der Conference League weiter. Zum Abschied lieferten wir den Fans bei einem 4:2 gegen Feyenoord aber noch einmal ein Spektakel... 2024 geht es dann also im dritten europäischen Wettbewerb weiter. Wir stehen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der K.O.-Runde der Conference League. Stars Torjäger: Yunusa Muritala (38) Vorlagengeber: Dmitrijs Zelenkovs (14) Weiterer Schlüsselspieler: Emīls Birka – mit der Systemumstellung ging auch eine taktische Änderung einher. Wir hatten nun nicht mehr diesen ausgesprochen deutlichen Links-Fokus. Das sieht man an den Statistiken des Außenverteidigers, der trotzdem wieder eine herausragende Saison spielte. Entdeckung: Valerijs Lizunovs – einfach aufgegabelt, weil ablösefreies einheimisches, 18 Jahre junges 5-Sterne-Talent ein Must-Verpflichtung ist und ich aufgrund der Systemumstellung sowieso mehr Breite im Sturm brauchte. Verbesserte sich das Jahr immer weiter, rotierte am Ende viel mit Fred und brachte es so auf 37 Einsätze (21 als Starter) sowie 19 Tore und 5 Vorlagen. Auf Twitter @KazushiKicks gibt es auch regelmäßige Updates während der Saison. |
| Kazushi80:
FS Metta – Saison 4: 2024 Ein kurzer Hinweis vorab. Quasi die ganze Saison wurde noch vor dem großen Update auf die Match Engine 22.3.0.0 gespielt. Nur die letzten beiden internationalen Spiele waren schon mit der neuen Version. Zwei Mal hintereinander Meister, damit sind wir natürlich nun ein größerer lettischer Club und so schien es mir Zeit, die bisherige Zurückhaltung auf dem Transfermarkt zu beenden und zum ersten Mal Geld zu investieren. Damit sollten wir unsere nationale Vormachtstellung doch endgültig festigen können. Denkste... Transfers Fast 200.000 € investierte ich auf dem Transfermarkt (bei Einnahmen von 115.000 €). Zehn Spieler kamen vor der Saison, noch einmal 8 im Sommertransferfenster mitten in der Saison. Unter den insgesamt 18 Verpflichtungen waren aber auch einige Nachwuchstalente, die hoffentlich in Zukunft eine Rolle spielen. Teuerster Einkauf war Markuss Stepanovs (Screenshot wie bei allen Spielern hier vom Ende der Saison) für 65.000 € plus einige Klauseln, welche die Summe realistisch noch auf etwas über 100.000 € erhöhen dürften. Habe ich sicher ein wenig zu viel bezahlt, aber aufgrund der Ausländerregel brauche ich auch Letten im Team und auf der Linksverteidiger-Position ist da im Land massive Mangelware. Besonders freue ich mich über die Verpflichtung von Marius Doh, der bereits eineinhalb Saisons zur Leihe bei uns war und nun fest verpflichtet wurde und hoffentlich einige Jahre im Mittelfeld unser Taktgeber bleibt. Ein sehr wichtiger Spieler für die Zukunft könnte auch Justice Opoku werden, der beidfüßig stark ist und alles mitbringt, was ein kompromissloser Innenverteidiger braucht. Dass er aber mit dem Ball nicht viel anfangen kann und ein Risiko ist, müssen wir taktisch auffangen. Aber für 3.500 € war er ein Schnäppchen. Bei beiden Spielern hoffe ich auch, dass sie nach 5 Jahren lettische Staatsbürger werden und dann für unsere Nationalelf spielen. Saisonverlauf: National So gestärkt dachte ich eigentlich, dass die 3. Meisterschaft in Serie ein Selbstläufer wird. Doch das war es gar nicht. Wir starteten zwar mit drei überzeugenden Siegen in die Saison, doch dann gab es gegen die FK Rigas Futbola Skola eine knappe 0:1 Niederlage. Und nach zwei weiteren Siegen verloren wir dann gegen Riga FC (1:3) und Valmiera FC (0:1). Mit einer Serie von 9 Siegen in Folge schienen wir wieder alles in den Griff zu bekommen, doch dann gab es wieder eine Niederlage – und noch eine. Gerade gegen die drei genannten Spitzenteams ließen wir immer wieder Punkte liegen und plötzlich dann sogar gegen Teams aus dem unteren Drittel. Der abgeschlagene Tabellenletzte konnte so einen seiner am Ende drei Saisonsiege gegen uns holen. Das Ende vom Lied: Mit 7 Niederlagen (im Vorjahr: 2) und „nur“ 75 Punkten (im Vorjahr: 84) landeten wir nur auf Rang 2 der Tabelle. Die FK Rigas Futbola Skola holte dagegen mit einer überragenden Saison und am Ende auch ordentlich Vorsprung die 1. Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Glückwunsch an die Konkurrenz – und unsere Niederlage hat natürlich auch etwas Gutes. Ich will ja die lettische Liga stärken und da ist es gut, wenn andere Teams die Chance haben, international Geld zu verdienen. Dass es dann auch noch die andere Fußballschule in der Liga – und nicht der weiterhin enttäuschende, allen anderen Teams von den Einnahmen (Sponsoren und Tickets) eigentlich deutlich überlegene Riga FC – ist, macht mich dabei zusätzlich froh. (Ein großer Nachteil ist natürlich, dass wir im Jahr 2025 jetzt direkt in der Conference League ran müssen und gerade nicht das alte Sicherheitsnetz haben aus CL-Quali nach Scheitern dort weiter in der Europa League, bei Scheitern dort weiter in der Conference League). Katastrophal war übrigens mal wieder die Performance im Pokal. Mit einer 1:4 Niederlage war schon wieder im Viertelfinale (was ja für uns erst die 2. Runde ist) Schluss. Ausgeschieden sind wir gegen Valmiera FC, die dann bis ins Finale vordrangen, dort aber gegen die FK Rigas Futbola Skola verloren. Dort holte man also das Double! Saisonverlauf: International So enttäuschend das nationale Abschneiden ist, so begeistert war ich mal wieder von den internationalen Auftritten der Mannschaft. Als erstes bin ich euch ja noch die Fortsetzung der Europa-Saison 2023/2024 schuldig – wo sich erst mal die Tücken unserer Kalenderjahr-Saison zeigten. Kaderumbruch im Transferfenster ist da natürlich schwer möglich, weil man maximal 3 Spieler neu registrieren darf (und der Rest war erst einmal ein halbes Jahr mächtig angepisst). Aber zum Sportlichen. Wir mussten in der 1. Ausscheidungsrunde der Conference League gegen PAOK Saloniki ran. Mitten im lettischen Winter gab es bei 0 Grad, Schneefall und dadurch komplett weißer Spielfläche (inklusive Extra-Spiel für den Manager: „Such den Ball“) ein Spektakel. Saloniki war überlegen, machte auch nach 3 Minuten das 0:1. Doch wir glichen früh aus, auch einen erneuten Rückstand direkt vor der Pause, konnten wir in der 73. Minute dann kontern. In der 89. schien dann die Sensation in der Luft zu liegen. Wir gingen mit 3:2 in Führung. Leider kassierten wir durch einen Freistoß in der Nachspielzeit noch das 3:3. Im Rückspiel kam dann leider das Aus. Auf den ersten Blick denkbar knapp – mit einer 0:1 Niederlage in Saloniki. Dazu muss man aber auch sagen: Wir erspielten uns kaum Chancen, taktische Anpassungen brachten nichts und am Ende war der Gegner einfach zu gut. Weiter ging es dann im Sommer – mit der Euro-Saison 2024/2025. In der CL-Quali kam es zuerst zum lettisch-litauischen Duell mit dem FK Žalgiris Vilnius, der keine Hürde darstellte: 4:0 und 3:0. In der zweiten Quali-Runde wartete der FC Sheriff Tiraspol. Ein extrem spannendes Hinspiel endete mit einem 1:0 Sieg für uns. Auswärts konnten wir dann sogar 3:1 gewinnen und zogen so zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in CL-Quali-Runde 3 ein. Dort wartete PFK Ludogorez aus Bulgarien auf uns und erneut wurde es spektakulär. Mit einem 4:2 Auswärtssieg legten wir eigentlich eine herausragende Grundlage, doch im Rückspiel sah die Partie ganz anders aus. In einem ausgeglichenen Spiel führten die Bulgaren dank deutlich besserer Chancenverwertung nach 90 Minuten mit 3:1. Verlängerung! In der waren wir dann sichtbar am Ende. Ludogorez legte noch zwei Tore nach. Bye, bye Champions League für uns. Wie im Vorjahr ging es so in der Euro League weiter. In den Play-offs zur Gruppenphase mussten wir uns mit HJK Helsinki aus Finnland messen. Wieder Spektakel und wieder überzeugten wir auswärts. Ein 4:1 Hinspielsieg in Finnland schien erneut die perfekte Grundlage – und erneut ging es dann zu Hause katastrophal los. Nach 8 Minuten kassierten wir das 0:1. Doch dieses Mal war es einfach nur der Auftakt zu einem Torspektakel, an dessen Ende wir 6:3 gegen Helsinki gewannen. Damit zogen wir zum 2. Mal in die Gruppenphase der Euro League ein. Hier erwartete uns eine deutlich leichtere Gruppe als im Vorjahr mit den Youngs Boys aus Bern, SC Vitória Guimarães aus Portugal und einem alten Bekannten: Qarabağ FK. Den aserbaidschanischen Meister haben wir letztes Jahr ja ganz knapp in den Play-offs geschlagen. Die Gruppe war extrem spannend – auch in den Spielen. Das zeigte sich schon beim Auftakt gegen Qarabağ FK, wo wir mit Toren in der 90. und der 90.+2. noch aus einem 0:1 ein 2:1 machten. Im zweiten Spiel waren wir dann die Leidtragenden einer solchen Wende. Unsere 3:1 Führung nach 75 Minuten konterte Bern noch und gewann 4:3. So eng ging es in fast allen Spielen zu und nach 5 Partien waren für uns noch alle 4 Plätze drin und alle 4 Teams hatten noch Chancen aufs Weiterkommen. Und was für einen Krimi gab es dann noch mal zum Abschluss der Euro League - mit verschossenem Elfmeter und kniffligen Abseitssituationen. Am Ende verloren wir erneut gegen die Young Boys aus Bern. Beim 2:3 gaben wir auch erneut den Sieg kurz vor Schluss aus der Hand (Tore in der 87. und der 90.+4. inklusive eines katastrophalen Abwehrfehlers). Doch wir kamen trotzdem weiter. Punktgleich mit SC Vitória Guimarães profitierten wir von der scheinbar in der Gruppenphase beim direkten Vergleich weiter existenten Auswärtstorregel. So trumpft das 2:2 auswärts das 0:0 daheim in den Duellen mit den Portugiesen. Auch hier geht die Geschichte also nächstes Jahr weiter (bzw. wer mir auf Twitter folgt, kennt schon den Ausgang, denn ich bin nun ein ganz klein wenig der Berichterstattung hier voraus). Für die Finanzen ist das ganze natürlich ein Segen: Auch nach erneuter Investition in Einrichtungen und Jugendarbeit steht dank der europäischen Abenteuer noch ein Saison-Plus von über zwei Millionen (vor Steuern) in der Bilanz. Stars Torjäger: Yunusa Muritala (34) Vorlagengeber: Valerijs Lizunovs (13) Weiterer Schlüsselspieler: Iļja Korotkovs – ein Mr. Zuverlässig in der Innenverteidigung. Schon seit Beginn des Saves beim Team steigert er sich bislang von Jahr zu Jahr und war nun unser Abwehrchef und macht das immer gut. Wertungsschnitte deutlich über 7 in allen Wettbewerben zeigen, was er geleistet hat. Entdeckung: Jonah Sarpong – mal wieder ein Spieler, den ich einfach mal ablösefrei aufgegabelt habe, ohne zu viel zu wissen. War erst skeptisch aufgrund der für einen Innenverteidiger fehlenden Sprunghöhe. Habe ihn daher zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult, wo er aufgrund technischer Schwächen und mangelnder Aggressivität sicher nicht alle Rollen spielen kann, aber uns möglicher Abräumer taktische Variabilität in Spielen gibt, in denen wir defensiv kompakter agieren müssen (packte es auf der Position sogar in die Elf der Saison, was dann doch etwas übertrieben ist). Auf Twitter @KazushiKicks gibt es auch weiterhin regelmäßige Updates während der Saison. |
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