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Autor Thema: Belastungssteuerung  (Gelesen 1174 mal)

jclassen68

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Belastungssteuerung
« am: 04.Mai 2022, 12:13:59 »

Da ich derzeit mit den Offenbacher Kickers international spiele und demzufolge viele englische Wochen absolviere, versuche ich einen Einblick ins Thema Belastungssteuerung zu bekommen. Wenn man den Cursor (z.B. im Taktikbildschirm) auf das grüne Herz eines Spielers ("Kondition") bewegt, erhält man ja verschiedene Informationen. Man erkennt im oberen Bereich die Spielbelastung (hoch/normal/gering) und das daraus resultierende Verletzungsrisiko, sowie weiter unten den Erschöpfungszustand des Spielers. Über allem steht noch eine allgemeine Einschätzung (z.B. "Gut" und "Einsatzbereit"). Teilweise sind die Einschätzungen in den verschiedenen Bereichen nicht einheitlich. Zum Beispiel in der Überschrift steht "müde" bei der Erschöpfung aber "ausgeruht". Wonach richtet ihr Euch, wenn ihr beurteilen wollt, ob der Spieler für das nächste Spiel bedenkenlos eingesetzt werden kann? Habe bisher immer müde oder leicht müde Spieler aus Sorge vor Leistungsabfall nicht berücksichtigt, aber dann rotiere ich bei englischen Wochen in jedem Spiel auf sechs bis acht Positionen. Und das ist ja auch nicht realistisch. Wann schont ihr die Spieler und auf welche der oben genannten Anzeigen schaut ihr bei der Belastungssteuerung hauptsächlich?
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AgentGarcia

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Re: Belastungssteuerung
« Antwort #1 am: 04.Mai 2022, 12:47:10 »

Ich spiele international in der Premier League. Da habe ich zu Saisonbeginn und im Dezember brutal viele Spiele.
In den englischen Wochen verordne ich ca. 2/3 der Stammelf konsequent Trainingspausen und setze sie dann häufig lediglich in den Punktspielen ein, das funktioniert ziemlich gut.
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One Hand on the Torch

jclassen68

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Re: Belastungssteuerung
« Antwort #2 am: 04.Mai 2022, 14:57:28 »

Ja, das ist durchaus  eine Möglichkeit. Vielen Dank für die Idee. Mit den ca. 2/3 der Stammelf sind dann wahrscheinlich die schwierig zu ersetzenden Starspieler gemeint, oder? Kann vielleicht ergänzend noch jemand aufklären, welche der Rückmeldungen (Spielbelastung, Verletzungsrisiko, Erschöpfungszustand etc.), die für den Einsatz maßgebendsten sind und, ob nach Eurer Kenntnis die Leistung eines (leicht) müden Spielers deutlich unter seinen sonstigen Möglichkeiten bleibt. Weil Spieler in der Realität ja auch ihre 40-50 Spiele pro Saison machen. Vermeide ich müde Spieler, dann kommen meine Stammkräfte auf ca. 30 Einsätze pro Saison (Ausnahme natürlich Torhüter)
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AgentGarcia

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Re: Belastungssteuerung
« Antwort #3 am: 05.Mai 2022, 11:27:15 »

Die 2/3 der Stammelf lasse ich bei den Trainingspausen durchrotieren, mal der eine, mal der andere.
Ich verordne den Spielern erst eine Pause wenn ich explizit per Mail darauf angesprochen werde, dass XY eine Pause benötigt oder wenn in der Taktiktafel das Ausrufezeichen rechts über dem Spieler erscheint.
Ich habe nicht festgestellt, dass Spieler, die etwas müde sind schlechtere Leistungen bringen als andere.
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One Hand on the Torch

Maddux

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Re: Belastungssteuerung
« Antwort #4 am: 05.Mai 2022, 15:32:02 »

Bei der Belastungssteuerung geht es auch darum die Spieler im Training nicht zusätzlich zu sehr zu belasten. Bezüglich der Trainingsintensität nutze ich die Einstellungen die man soch auch in diversen Trainingsguides findet und mit dennen ich am besten klarkomme.



Und man muss darauf achten das man den Spielern nicht zuviel Extratraining aufbrummt. Es ist natürlich manchmal nötig Spielern für einzelne Attribute Extratraining zu verordnen aber wenn viele englische Wochen anstehen kann man das dann auch mal streichen.
Pausen verordne ich Spielern wirklich nur wenn ich per Mail darauf hingewiesen werde und ansonsten versuche ich das mit Rotation sowie frühzeitigen Auswechslungen und, sofern möglich, einer weniger kraftraubenden Spielweise bei eigener Führung zu managen. England ist im Dezember und Januar schon echt hart und da muss man doch immer mal wieder Leistungsträger spielen lassen obwohl sie laut Assistent eine Pause bräuchten. Aber da kommt es auch auf den Spielplan an und wenn man Glück hat liegen die Spiele so das man den/die Leistungsträger nicht braucht weil man gegen kleinere Gegner spielt gegen die man auch ohne 2 bis 3 Leistungsträger gewinnen müsste.
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