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| Bundesliga 2022/2023 - der nächste Titel für die Bayern? |
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| kn0xv1lle:
Naja es ist aber auch noch etwas früh für einen Abgesang. Letztlich wird diese Saison alleine durch die Weltmeisterschaft im Dezember doch noch chaotisch werden. Da müssen die Bayern ihren Rhytmus auch erstmal halten können, was bei einer Weltmeisterschaft bei 40 Grad auch schwer genug wird. Die Spieler werden auf jedenfall ziemlich platt zurück kommen. Das Dortmund schwächelt wundert mich überhaupt nicht. Ich halte persönlich die often Trainerwechsel der letzten Jahre für ziemlich chaotisch. So gut man dabei ist junge talentierte Spieler für den BVB zu überzeugen, so schlecht wählt man Jahr für Jahr Trainer aus. Terzic ist für mich jetzt auch nicht unbedingt eine gute Wahl und mich wundert es schon das man sich wieder für Ihn entschieden hat. Er hat zwar damals eine gute Rückrunde spielen lassen aber überzeugend war das oft auch nicht. |
| KI-Guardiola:
Der Qualitätsunterschied in der Liga ist jetzt jedenfalls groß. Dortmund hat die letzten ~12 Jahre ~10 mehr Punkte im Schnitt geholt als in den 90ern. Nicht nur das, sondern seither 2 Punkte i im Schnitt pro Partie -- mehr als die Bayern bis in die 2000er Jahre. Damals und in den 00ern hätte das für so einige Meisterschaften gereicht. Dortmund wäre sogar das dominante Team gewesen. Aber ab ~2012 aufwärts ist der FCB nicht nur finanziell enteilt -- begünstigt wohl auch dadurch, dass seit ca. zehn Jahren die TV-Gelder der internationelen Vermarktung von der DFL an den Erfolg in Europa gekoppelt sind. Das verstärkt quasi den Effekt, den es eh gibt: Wer in der CL weit kommt, wird nicht nur mit Prämien zugeschissen und zementiert seine nationale Position. Sondern er kriegt von der DFL auch noch Zuckerli aus der Bundesligavermarktung on top. Vorletzte Saison hatte Bayern 4x so viel wie der Letzte von der DFL erhalten -- in der EPL ist das auf das ~1,8fache gedeckelt. Kein Wunder, dass sich der FCB hier wehrt, wenn es um Vorschläge zur Änderung geht. Aber natürlich geht es nicht nur nur Geld, auch wenn es das sehr erleichtern würde, den ein oder anderen Spieler auch mal zu halten. Sondern auch darum, wie die führenden Personen handeln. Mir fällt da bei eher negativen Dortmunder Personalentscheidungen immer ein, warum Klopp heute in Liverpool ist. Die hatten entgegen der Fußbawellt nämlich analysiert, dass während der Katastrophen-Hinrunde 14/15 auch eine ganze Menge Pech im Spiel gewesen sei. Quasi die Antithese zur Hinrunde 18/19, als Analysten trotz zwischenzeitlich 9 Punkten Vorsprung vor Bayern sagten: Da war ne Menge Glück mit bei, könnte noch mal eng werden. Nach der LFC-Analyse hätte der BVB bei allen Problemen damals nicht 17. , sondern immer noch ~4. sein müssen -- am Ende 2. Klopp sagt ja heute selbst, dass das LFC-Analyseteam der Grund ist, warum er heute dort sei. https://tribuna.com/en/news/liverpoolfc-2020-03-06-data-analyst-ian-graham-tells-about-liverpool-hiring-klopp-he-was-always-one-of-our-dream/ Der Rest der Fußballwelt hatte nicht nur am Stammtisch ja plötzlich Zweifel an seinen Fähigkeiten -- Klopp selbst zweifelte auch, ob er noch der richtige sei. Wer weiß, was gewesen wäre, hätte ihm und Watzke das mal jemand in Dortmund ähnlich zeigen können... Bayern wäre finanziell trotzdem sicher enteilt. Aber gerade wenn man weniger Geld hat, kann man sich auch im Rückblick als solche erkannte "Fehler" schlechter leisten. Ich tippe beim Doppelpass-Stammtisch, (falls) keiner mithalten kann, punktetechnisch, wieder auf irgendwas mit "Mentalität" als Hauptverdächtigen. Egal, welche Spieler da sind, egal welcher Trainer: "Mentalität", das ist der Bock. Das ist jetzt ein öffentliches Ranking, aber es deckt sich weitestgehend auch mit Wettquoten am Markt -- Buchmacher verdienen ja damit, Quoten möglichst genau zu setzen (plus den Margen, die sie mit einrechnen). https://projects.fivethirtyeight.com/soccer-predictions/bundesliga/ Das ist kein ausgeglichener Wettbewerb -- und war es auch 2018/2019 nicht. https://projects.fivethirtyeight.com/soccer-predictions/bundesliga/ Das "Gute": Du musst eigentlich nicht die beste Mannschaft der Liga sein. Es reicht schon, wenn Du am 34. Spieltag ganz oben stehst. Wie es wohl beim BVB damals dank einem regelrechten Lauf fast passiert ist -- aber teilweise auch Stuttgart oder WOlfsburg, die nach Wettfabrik- und Brentford-Besitzer Matthew Benham damals jeweils das Dritt- und VIertbeste Team gewesen seien (der Rest, sagt er, war Glück.) Dass das trotzdem jetzt eine Dekade nicht passiert ist, sagt an sich schon viel über den Alleingang der Bayern aus. Noch nicht mal der Zufall bremst sie mehr aus. Auch wenn es sicher mal wieder passieren mag. Zu Start der Saison implizierten die Wettquoten am Markt beispielsweise, dass, würde man die Meisterschaft 100x ausspielen, Bayern immerhin ~10x nicht Meister werden würde. |
| Maddux:
Die Bayern hatten auch vor 20 Jahren schon den besten Kader aber der Unterschied in der Kaderqualität war nicht so groß, weder zu den direkten Verfolgern, noch zum Rest der Liga. Selbst den Taktikexperten fällt keine taktische Lösung ein mit der man gegen die Bayern gewinnen könnte wenn man nicht ähnlich gutes Spielermaterial hat. Sie früh unter Druck zu setzen damit sie ihr Kombinationsspiel nicht aufziehen können funktioniert nicht weil dann jemand wie Kimmich Bälle hinter die aufgerückte Abwehrreihe auf die schnellen und technisch sehr guten Offensivspieler spielt. Wie früher den Bus zu parken und ein 0:0 oder auch mal ein 1:0 nach einem Konter mitzunehmen funktioniert ebenfalls nicht da die Offensivspieler der Bayern mittlerweile auch defensiv sehr kompakte Gegner ausspielen können. Es geht wirklich nur noch mit sehr viel Glück wenn die wenigen eigenen Angriffe ihren Weg ins Tor der Bayern finden und/oder der eigene Torhüter selbst die unmöglichen Bälle hält wie letzte Saison bei der Eintracht. Es geht doch nichtmehr darum um einen Punkt zu kämpfen und evtl einen "schmutzigen" Sieg einzufahren sondern nur noch darum möglichst niedrig zu verlieren damit man sich die Tordifferenz nicht versaut. |
| KI-Guardiola:
--- Zitat von: Maddux am 26.August 2022, 14:36:27 ---Die Bayern hatten auch vor 20 Jahren schon den besten Kader aber der Unterschied in der Kaderqualität war nicht so groß, weder zu den direkten Verfolgern, noch zum Rest der Liga. --- Ende Zitat --- Das zeigen einem schon die Etats (heute zahlt Bayern das Doppelte vom "Verfolger" BVB -- und das minimum Verfache vom Ligaschnitt). #meisterderherzen Ich würde das so ausdrücken: Auch Vereine wie Schalke, HSV hattens durchaus eine Zeit ein wenig in der Hand. Das gehört auch zur Wahrheit dazu. Aber was historisch dort alleine auf Führungsebene schon ablief, das gilt ja nicht umsonst gerne mal als "Chaosclub e.V." Habe gesehen, Willi Lemke hat letztens auch wieder den Klassenkampf ausgerufen, wie in den 80ern. Die Dominanz der Großkopferten ginge ihm auf den Sack. Das tat er in den 1980ern auch schon -- was kurios ist. Damals war Fußball im ZHweifellsfall noch mehr Proletensport als Massenveranstaltung, es gab keine Gelddruckmaschine Champions League -- selbst das Privat- oder Pay-TV war noch kein Thema. Bis Mitte der 1980er war Bayern trotz Meisterschaften und Landesmeisterfinals entsprechend sogar verschuldet und erst der Rekord-Transfer von Rolex-Kalle nach Italien hatte sie saniert -- damals nach Maradona der zweitteuerste Transfer der Welt. Derweil war es Lemkes Bremen, das sich begehrte Talente wie Völler sicherte, während in München auch schon mal ein Hoeneß-Bruder als kostengünstiger "Aushilfsstürmer" angeheuert wurde. Wie dem auch sei: Heute hat Lemke, der alte Sozialdemokrat, tatsächlich recht, wenn der den Klassenkampf ausruft. :D |
| Signor Rossi:
Ich kann das Beklagen der fehlenden Spannung im Titelkampf nicht nachvollziehen. Meine Borussia hat da eh schon lange keine Chance mehr und von den restlichen Kandidaten sind mir die Bayern auch als Dauermeister immer noch am liebsten. |
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