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[FM 20 bis 24] Lavayeuxs Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers
Noergelgnom:
(click to show/hide)@FlutLicht1900:
Ich bin ja eigentlich alt genug, um beides zeitlich auch erlebt zu haben - aber bei mir gabs anders "dat muß!"-Figuren.
(click to show/hide)Herzog Ickzorn oder Ralph Racoon zum Beispiel. ::) ;D
@Karagounis:
Danke! Und joa, Schneiger ist echt wichtig ... genauso wie Tamiao, ich fürchte nur, dass ich mich nicht allzusehr an die beiden gewöhnen sollte... :D
"Kann die eigentlich noch was anderes als tendenziösen Mist in ihr Drecksblatt zu klieren?!"
Eloïse pfeffert die Zeitung auf meinen Schreibtisch und pflanzt sich grummelnd in den Besuchersessel.
Neugierig werfe ich einen Blick auf den Leitartikel - nur um kurz darauf ebenfalls schlechte Laune zu haben.
--- Zitat ---Royal Antwerpen - die frustrierende Wahrheit
Ein Kommentar von Floris Meyssen
Der Moment war sinnbildlich: Chefcoach Gerard Lavayeux steht am Spielfeldrand, die Schultern zusammengesunken, die Mundwinkel verkniffen, die Hände tief in die Taschen seines unvermeidlichen Trainingsanzuges geschoben. Wenige Meter entfernt das Freudenknäuel des RSC Anderlecht, deren Spieler ihren Matchwinner Diego Moreira feierten. In der 94. Minute hatte der soeben - praktisch mit dem Schlußpfiff - für die zweite Niederlage am Stück von Lavayeuxs Mannschaft gesorgt, nachdem Royal Antwerpen den hohen Favoriten bis dahin bravourös vom eigenen Tor ferngehalten hatte.
Wobei 'bravourös' zwar stimmt, aber einen Teil der unangenehmen Wahrheit verdeckt - nach dem desaströsen Null zu Vier im Pokalhalbfinalrückspiel vor drei Tagen war das die zweite Partie nacheinander, in der Antwerpens Offensive ideen- und zahnlos wirkt.
Sicherlich kann man Gründe finden, die diese schwachen Leistungen bemänteln - die vielen Ausfälle im Team, ein klarer Elfmeter, der Lavayeuxs Mannschaft in Genk verweigert wurde, als es noch 0:0 stand - aber am Ende kommt man dennoch nicht umhin, sich dem Hauptverantwortlichen für die derzeitige Misere zuzuwenden.
Und das ist in solchen Fällen nunmal der Trainer.
Lavayeux schafft es im Saisonendspurt erneut nicht, seinem Team die nötige Entschlossenheit und Siegermentalität einzuimpfen, die für entscheidende Spiele nötig ist.
Das ist ihm bereits in Essen passiert, als sein Team auf den letzten Metern noch am Aufstieg scheiterte - und auch in Prag war dieses Muster teilweise zu beobachten.
Die Frage, die sich die Verantwortlichen stellen sollten, lautet:
'Kann Lavayeux crunchtime?'
Denn Fakt ist, dass - völlig egal, wie das letzte Spiel in Mechelen ausgeht - Royal Antwerpen eine zwischenzeiltich herausragende Ausgangslage hergeschenkt hat und nur auf Platz drei in die Meisterrunde gehen wird.
Und Fakt ist auch, dass die beiden Platzhirsche KRC Genk und RSC Anderlecht eine Nummer zu groß für Lavayeuxs Mannschaft sind. In den letzten drei Pflichtspielen gegen diese beiden Teams gab es nicht nur ausschließlich Niederlagen - es gab nichtmal ein einziges kümmerliches Tor zu feiern!
Diese Nichtleistung der letzten Spiele macht es auch schwer, den Einzug in die Meisterrunde vorbehaltlos wertzuschätzen.
Ja, Lavayeux hat das Team im Vergleich zu den Vorsaisons stabilisiert, hat trotz einer hohen Fluktuation im Kader teilweise guten Fussball spielen lassen und ist auch weiterhin auf Kurs für die erstmalige Europapokalteilnahme nach über 10 Jahren. Aber die Tendenz zeigt aktuell doch deutlich nach unten.
Und wie mit solchen Leistungen Platz drei gehalten werden soll, der ja für eine sichere Qualifikation für die Conference League reichen würde, steht auch in den Sternen.
Es sind, wie auch immer man es betrachtet, entscheidende Wochen für Royal Antwerpen, für dessen Coach Lavayeux - und selbstverständlich auch für Eloïse Mertens, die Frau, die den sportlichen Kurs mit der Verpflichtung des Trainers und der kompletten Neuausrichtung des Kaders maßgeblich mitverantwortet hat.
--- Ende Zitat ---
Ich wende den Blick wieder zu meiner Chefin und zucke die Schultern.
"Ja, ist ne Frechheit, vor allem Dir gegenüber - allerdings muß ich ihr zugestehen, dass sie mit der Kritik an der Offensive und mit ein, zwei anderen Nebenbemerkungen leider recht hat.
Die Leistungen in den letzten beiden Spielen waren wirklich kacke - und auch davor wars oft mehr Glück als Verstand.
Die ganzen Abgangsgerüchte und Verletzungen haben uns echt hart getroffen."
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Ich seufze kurz, dann hieve ich mich hoch.
"Hilft aber nix. Gegen Mechelen muß ein Sieg her - und in der Meisterrunde werden die Karten doch sowieso neu gemischt."
Eloïse nickt und wir machen uns wieder ans Werk - ich auf dem Trainingsplatz, sie in der Abwehrschlacht gegen die Abwerbeversuche von anderen Vereinen, die am liebsten unsere ganze Stammelf verpflichten würden...
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Dass wir am letzten Vorrundenspieltag dann endlich wieder mal einen überzeugenden Sieg feiern und das auch noch auswärts, beruhigt die Lage erstmal ein bißchen.
Es bleibt bei Platz drei und wir haben dank der jetzt erfolgenden Punktehalbierung nur zwei Punkte Rückstand auf Genk.
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Allerdings trennen uns auch nur 3 Punkte vom Niemandsland des fünften Platzes.
Platz vier könnte (könnte!) immerhin noch für das Europacup-Playoff-Finale reichen, das gegen den Sieger einer Zwischenrunde ausgetragen wird.
Diese Zwischenrunde wird von den Teams auf den Plätzen 7 - 12 gespielt und funktioniert genauso wie die Meisterrunde: jeder zweimal gegn jeden, der Erste spielt dann gegen den Dritten oder Vierten der Meisterrunde um den letzten Conference-League-Startplatz.
Damits der Vierte wird, muss eines der beiden teams auf den ersten Plätzen aber auch den belgischen Pokal gewinnen - und da ist Genk haushoher Favorit im Finale und die Chancen stehen daher gar nicht mal soooo schlecht.
Immerhin.
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Wir haben auf jeden Fall schon mal fast 2,5 Millionen Euro an Platzierungsprämien sicher, was uns auch für die nächste Saison ziemlich entspannt in die Runde schauen läßt, selbst wenn wir das internationale Geschäft nicht erreichen.
Zu guter Letzt schauen wir uns kurz vor dem Start der Meisterrunde noch die versprochenen neuen Weltfussballer an und stellen fest, dass wir zumindest anderthalb wirklich gute Verstärkungen für die U18 bekommen haben.
Ryan Pelzer ist dabei tatsächlich ein großes Talent, wie angekündigt. Beim Thema "Schnelligkeit" hat der Stürmer genauso noch deutlich Schwächen wie im technischen Bereich, dafür bringt er ein herausragendes Arbeitsethos und Teamverständnis mit und wird es, wenn alles gut geht, wohl weit bringen.
Stefan Vandefelde und Jente Marchal zeigen ebenfalls großes Potential, müssen an eben diesem Arbeitsethos aber noch, ähm, arbeiten.
Bei Armando Memedi hängt allesdavon ab, ob er sich körperlich an die neuen Herausforderungen anpassen kann, das Talent hat er allemal.
Die anderen drei, insbesondere Eric Traorè, bekommen nun zwei Jahre lang die Gelegenheit, uns von ihrer charakterlichen Eignung zu überzeugen.
(Wobei Traorè vor allem davon profitiert, dass wir in der U18 Stürmermangel haben ...)
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Noergelgnom:
04.04.2037, Spiel gegen Club Brugge (H)
--- Zitat ---Royal Antwerpen ist mit einem Sieg in die Meisterrunde in Belgien gestartet. Das Team des früheren RWE-Coaches Gerard Lavayeux schlug Royale Union Saint-Gilloise zuhause glatt mit 2:0. Die Tore erzielten Robert Pozrl (15.) per Freistoß und Daiel Camara (81.) per Kopfball nach einer Ecke.
Antwerpen war über die gesamte Spielzeit hinweg das dominierende Team und holt mit diesem verdienten Sieg drei wichtige Punkte im Kampf um einen Startplartz im Europapokal.
Coach Lavayeux gab nach dem Spiel zu Protokoll: "Ich freue mich über die deutliche Reaktion meiner Mannschaft nach der heftigen und teilweise überzogenen Kritik der letzten Wochen. Wir haben gezeigt, dass wir auch dann zu gewinnen in der Lage sind, wenn wir stark ersatzgeschwächt antreten müssen."
(Antwerpen fehlen aktuell acht Spieler, darunter mit Schneiger, Tamiao und van Acker drei Eckpfeiler der Startelf. Da mit Aylioglu auch ein dritter Stürmer kurzfristig ausfiel und damit nur noch Kearney zur Verfügung stand, trat Antwerpen ungeplant im 4231 an.)
Lavayeux ergänzte: "Wir werden diesen Sieg allerdings nicht überbewerten, denn auch unsere Gäste hatten heute mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Wir werden konzentriert weiterarbeiten und sehen, was uns das tabellarisch am Ende einbringt."
Antwerpen bleibt vorerst auf Rang drei, da sowohl KRC Genk als auch der RSC Anderlecht ihre Partien ebenfalls gewannen.
(Tobias Bauck für die Ruhrnachrichten)
--- Ende Zitat ---
08.04.2037, Spiel gegen Royale Union Saint-Gilloise (A)
--- Zitat ---
Doppelter Rückschlag für Royal Antwerpen!
Zum einen gelang es nicht, die durch Kearney Doppelpack herausgespielte Führung über die Zeit zu bringen, zum anderen mußte eben jener Kearney kurz vor Schluß humpelnd vom Platz.
Die Sturmsorgen von Antwerpen-Coach Lavayeux werden damit nicht geringer, war Kearney doch der letzte etatmäßige Stürmer im Kader, der bisher noch nicht verletzt war. Immerhin verdichten sich die Anzeichen, dass Tamiao in drei Tagen beim RSC Anderlecht mitwirken kann.
Antwerpen-Präsident Petrocheilos gab nach dem Spiel verärgert zu Protokoll, dass "die Leistung der letzten Viertelstunde eine Frechheit" gewesen sei und dass "die Mannschaft in Antwerpen gefälligst konzentrierter spielen" solle.
Auf die Frage, ob das Team zur neuen Saison Verstärkung benötige, schnaubte er und sagte dann, dass das "ja wohl offensichtlich" sei. Die jetzige Mannschaft sei "ein rückgratloser Haufen", der "offenbar wahllos zusammengekauft" sei.
Bei der anschließenden Pressekonferenz wurde der Antwerpener Trainer auf die Aussagen seines Präsidenten angesprochen - seine Reaktion fiel erstaunlich zurückhaltend aus.
'Mein Präsident hat selbstverständlich ein Recht auf seine Meinung und er hat zumindest damit recht, dass die letzte Viertelstunde kein Ruhmesblatt war. Eine Zwei-Tore-Führung so herzuschenken, ist ärgerlich. Das werden wir im Training aufarbeiten.
Ich stimme ihm in der Bewertung meiner Mannschaft ansonsten allerdings überhaupt nicht zu und hoffe, dass wir in den nächsten Spielen beweisen können, dass er zu kritisch geurteilt hat."
(Theo Verhaegen für Brussels Extra)
--- Ende Zitat ---
11.04.2037, Spiel gegen RSC Anderlecht (A)
--- Zitat ---
Bittere Niederlage für Royal Antwerpen! In einer vorwiegend taktisch geprägten, ausgeglichenen Partie gingen die Gastgeber nach knapp 70 Minuten durch Diogo Moreira in Führung, Tamiao gelang in der 91. Minute der Ausgleich für Antwerpen. Wie schon beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften entscheid aber erneut ein sehr später Treffer Moreiras (diesmal in der 96. Minute) die Begegnung zugunsten der Gastgeber.
Antwerpen-Coach Lavayeux stellte sich danach vor die Mannschaft, die 'alles gegeben' habe. Angesichts der vielen Ausfälle im Team sei allerdings leider das Erwartbare eingetreten, auch wenn man nah am Punktgewinn gewesen sei.
(Paul Vranckx für Antwerp Dagblad)
--- Ende Zitat ---
16.04.2037, Spiel gegen Zulte Waregem (H)
--- Zitat ---
(Schlagzeile der "DH Les Sports")
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19.04.2037, Spiel gegen KRC Genk (A)
--- Zitat ---
"Es bleibt dabei - Lava kanns nicht gegen die Großen. Gegen Genk gabs schon wieder nichts zu holen. Der Coach schob es zum wiederholten Male auf die angeblich 'unersetzlichen' Ausfälle. Nur: wenn sie so unersetzlich sind, warum wurde dann vor der Saison oder im Winter nicht für eben diesen Ersatz gesorgt? Warum blieb die Mertens untätig und warum findet Lavayeux keine Alternativen?
Fakt ist jedenfalls: zur Halbzeit der Meisterrunde sind alle Saisonziele in Gefahr!
Von der Meisterschaft träumt keiner mehr - und der dritte Platz ist noch lange nicht gesichert!
Die nächsten 5 Spiele werden zeigen, ob Lavayeux wenigstens das Minimalziel Confernece League eintüten kann oder ob die Spielzeit wieder ein solcher Reinfall wird wie die letzten Jahre immer.
falls Letzteres eintritt, wird man im Vorstand wohl überlegen müssen, ob die Installation einer neuen Sportdirektorin und eines neuen Trainers wirklich nötig war...
(Floris Meyssen für "Antwerp Football Papers")
--- Ende Zitat ---
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Karagounis:
Noch ist nichts entschieden, wir bleiben dran!
Sonzee87:
Der Start ist ziemlich durchwachsen, aber noch ist nicht alles verloren. Viellleicht sollte man mal die Medizinische Abteilung auf den Prüfstand stellen, wenn so viele Spieler verletzt sind. Oder die Chefs einfach doch mal ein paar Euronen mehr investieren um mehr und bessere Trainer, Physios oder was weiß ich einzustellen.
Aber da geht noch was, auf gehts!
FlutLicht1900:
Du bist zu weich😲!!! Raus mit den Medizinbällen bist die Knie um Hilfe schrein, dann sind die Jungs auch zum Ernst des Lebens fit und nicht alst verletzt. 😂