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Autor Thema: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm  (Gelesen 21307 mal)

Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #20 am: 24.Februar 2023, 10:29:28 »

Echt bitter, eine sensationelle Saison ohne Niederlage gespielt und dann ausgerechnet im Pokalfinale die erste Niederlage hinnehmen. Dennoch - viel Erfolg in der Regionalliga Nord!  :)
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #21 am: 05.März 2023, 15:42:38 »

@Achtelprofi & Muffi: Ja, war wirklich bitter. Zumal dieser Pokalmodus in der Regionalliga ungleich schwerer ist, denn nun gehört der SVA zu den schwächeren Teams, da jetzt nur Regionalligisten und Drittligavereine mitspielen.

Arminia muss in der Vorrunde gegen den VfL Osnabrück ran. Nach diesem einen Spiel beginnt dann die Haptrunde direkt mit dem Viertelfinale.


Kapitel 9 “Bert Brecht und der SVA (1)“

„In einer Umfrage der «Literarischen Welt» haben sich einige Herren zum bemerkenswertesten Kunsterlebnis des Jahres 1929 geäußert. Gerhard Hauptmann nannte die Aufführung eines (eigenen) Stücks, Franz Werfel sprach sich für die Gedichte seiner Freunde aus, Th. Mann bekannte sich zu einer Oper. Ich bedaure alle drei, zünde meine Zigarre an und stimme für das interessanteste Spiel der Deutschen Meisterschaft, Schalke 04 gegen Arminia Hannover, das mit 6 zu 2 endete.“

So beginnt ein Text, der den großen Literaten Bertold Brechts parodieren soll. Verfasst hat ihn 1997 der NZZ-Journalist Seibt. In seiner Folge verselbständigte sich dieser Text, dessen tatsächliche Autorenschaft scheinbar hier und da niemand so recht gegengeprüft hat, weder die Bundesregierung, als sie Teile des Textes in das Kunst- und Kulturprogramm zu Fußballweltmeisterschaft 2006 aufgenommen hat oder die renommierte Wochenzeitung „Die Zeit“.

Mehr dazu in einem späteren Posting. (Link: https://www.nzz.ch/folio/jubilaeum/folio-lugt-ld.1619331)

Die Sommertransfers & der Kader



Geplant ist für die Regionalligasaison eine auch in der Oberliga gespielte Variante des 4-2-3-1, allerdings eher mit zwei klaren (defensiven) Sechsern und einer Formation, die eher ohne klassischen Spielmacher auskommt.

Im Tor



Im Tor hat Weiland die Qual der Wahl. Sowohl der Oberliga-Keeper Jendrzej als auch die Neuverpflichtung Schlitter.

Der 22-jährige, gebürtige Erfurter wurde beim FC Magdeburg von Coach Heiko Herrlich aussortiert, obwohl er in der letzten Saison in der 3. Liga Stammtorhüter war.

In der Verteidigung

Mit Bachmann und Greve hat sich bereits in der Oberliga ein Duett gefunden, das gut harmoniert. Sollte Greve nicht aus seinem Amateurvertrag „gekauft“ werden, sind sie die Stammkräfte.



Die Ersatzkräfte Manuel Braun, vom VfL Wolfsburg kommend und Simon Feistner, von Carl-Zeiss Jena geliehen, werden mit Sicherheit Minuten sammeln.

Weiterhin kann Jan Vogel mit seiner Körpergröße von 1,90 hinten aushelfen.

Die Außenverteidiger haben ebenfalls schon in der letzten Saison für den SVA gespielt. Links ist der Elfmeter- und Freistoßschütze Hackenthal mehr oder weniger gesetzt, wenngleich er sehr enttäuscht war, dass Hannover die Trainingseinrichtungen nicht verbessert hat. Weiland konnte das aber einfangen. Mit Olthoff gibt es hier eine Ersatzoption. Rechts wird Benni Mesic verteidigen.
Beide haben allerdings deutliche Schwächen im Kopfballspiel, sollten sie mal in der Box zu einem Duell mit dem Kopf geladen werden.

Im Mittelfeld

Das zentrale Mittelfeld beherbergt einige gute Spieler, die allesamt mittleres bis ordentliches technisches und mentales Niveau der Regionalliga aufweisen.



Neu im Kader ist Felix Paschke, der den Weg beim HSV nicht gepackt hat. Arminia ist seine zweite Station außerhalb Hamburgs. Zuvor hat er sein Glück in Halberstadt gesucht. Er wurde aufgrund seines defensiven Verständnisses erwählt.

Dazu gesellen sich bekannte Gesichter: Lars Holtkamp, Moritz Montag, Jan Vogel sowie Kevin Matulin.

Die offensiven Außenbahnen werden in der Tendenz invers bespielt. Hier setzt Weiland in Teilen auf Altbekanntes. Prior Bautista war eine zentrale Größe in der Oberliga und wird seine Rolle auch in dieser Saison haben.



Neu ist Ben Bäßler, den man vom Konkurrenten aus Hannover, dem HSC leihen kann. Für einen dritten Verein aus Hannover ist in der Regionalliga allerdings kein Platz, da sie in der Aufstiegsrelegation aufgrund der schlechteren Tordifferenz Viktoria Hamburg den Vortritt lassen mussten. Bäßler ist auch eine Option für das Sturmzentrum.



Weiterhin wird man auf dem Lahmannhügel Theo Harz begrüßen dürfen. Auch er kommt vom HSV II nach Hannover. Ausgebildet hat den flinken Spieler Energie Cottbus.

Die Zehnerrolle ist sehr offen und zugleich umkämpft. Corvin Bock und Jäschke sind beide geeignet, wobei letzteren hätte man in der Geschäftsstelle am Bischofsholer Damm gerne zu Geld gemacht. Auch gerade genannter Theo Harz ist hier denkbar. Weiterhin ist auch Ole Wohlers neu im Kader, der in Ottensen keine Rolle mehr spielen sollte.



Im Sturm



Die eine Position im Sturm kann man schon in gewisser Weise als Königstransfer bezeichnen. Blau-Weiß Lohne hat Bennet van den Berg keinen neuen Vertrag gegeben und Weiland sofort zugegriffen. Er ist nicht so schnell, wie man es sich erhofft hat, aber auf dem Markt die Mischoption mit Kopfballpower und Speed.

Jagupov und Schock, die Goalgetter der letzten Saison, wollten beide nicht mehr in Hannover bleiben. Ersteren konnte man zumindest zu Geld (5.000 €) machen.

1. Spieltag Regionalliga Nord: TuS Blau-Weiß Lohne (H)

Die Saisoneröffnung im Rudolf-Kalweit-Stadion läuft für die Blauen sehr gut. Gegen Blau-Weiße Lohne, die in den vergangenen Jahren mit ihrem Coach Rießelmann die Plätze 13 und 14 belegt haben, sind die Hannoveraner sehr dominant und erspielen sich einige gute Chancen.

Da die „guten“ Chancen eher am Aluminium oder in den Händen von Dedovic landen, fällt der erste Treffer der Spielzeit aus der Ferne. Montag hämmert das Leder in der 34. Minute zum Treffer des Tages unter die Latte.



Treffer: Montag (34)

Zuschauer: 1108

2. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (A)

Schon ein Blick auf den Offensivbereich des Kaders ließ Weiland innerlich erzittern: Appiah, Baldé, Velasco, alle haben einen ungeheuren Speed! (Antritt >15).

Aus Befürchtungen wird am Ende Wahrheit. Die Rothosen sind viel zu flink für die Blauen, kommen sowohl über die Außen - das war taktisch so akzeptiert - als auch durch die Mitte - das war taktisch nicht so akzeptiert - mit schnellen Kombinationen durch kleinste Öffnungen. Dass sie nach Spielende mit 3:1 gewinnen, spiegelt den Spielverlauf.



Nach Spielende wird dennoch Tacheles geredet!

Treffer: Bachmann (45)

Zuschauer: 721

3. Spieltag Regionalliga Nord: FC Oberneuland (H)

Im heimischen Stadion bleiben die Blauen in der neuen Liga weiterhin makellos und besiegen den FC Oberneuland mit 5:0! Das Ergebnis fällt mit Sicherheit ein wenig zu deutlich aus, da die Bremer durchaus zu deutlichen Chancen gekommen sind, aber Jendrzej bei seinem Regionalligadebüt einige starke Paraden zeigte. Zudem fallen zwei Treffer – durch Hackenthal – nach abgefälschtem Freistoß und berechtigtem Strafstoß.

Treffer: van den Berg (Hackenthal 18, 45, e), van den Berg (39, 88), Montag (47)

Zuschauer: 1041

4. Spieltag Regionalliga Nord: FC St. Pauli II (A)

Wieder geht es auswärts in Richtung Hamburg zum Edmund-Plambeck-Stadion gegen den FC St. Pauli II. In den ersten 22 Minuten bahnt sich in Freak-Spiel an. Schade, dass nur 216 Zuschauende den Weg ins Stadion finden.

Nach knapp zwei Minuten treffen die Gastgeber durch Baraze Adam, der umringt von Gegenspielern aus rund 30 Metern in den Torwinkel abschließt. Nur wenige Minuten, aber durchaus weitere Torchancen später, kann der SVA ebenfalls von außerhalb der Box treffen. Eine verunglückte Freistoßabwehr landet bei Bachmann, der auf Harz ablegt und dieser schlenzt die Kugel mit Dampf ins gegnerische Halbnetz – ein weiterer Traumtreffer!

Es geht weiterhin Schlag auf Schlag. Erneut können die Hamburger treffen, da Hackenthal Kukanda in den Strafraum ziehen lässt und dieser aus etwa sieben Metern scharf abschließt. Jendrzej hat zwar die Hand am Ball, aber dennoch landet die Pille im Netz.



Nur zwei Minuten später liegt der Ball wieder im Tor. In diesem Fall bei St. Pauli II. Aktürk, der von Bäßler angelaufen wird, will einen Ball von hinten klären, trifft aber den Schädel von Bäßler. Der Ball prallt zum in der Mitte wartenden van den Berg, der locker einschiebt.

In der 22. Minute fällt dann der letzte Treffer der Partie. Bäßler, heute in Topform, geht auf Außen gut durch und spielt einen starken Schnittstellenpass auf Harz, der frei aufs Tor zuläuft und den Endstand erzielt.

Treffer: Harz (6, 22), van den Berg (22)

Zuschauer: 216

5. Spieltag Regionalliga Nord: SV Teutonia Ottensen (H)



Im Grunde machen die Blauen ein fast ideales Spiel, verlieren aber mit 1:0 im heimischen Stadion. Ottensen hat nur zwei Schüsse, die aufs Tor fliegen, aber einer landet auch im Tornetz. Beim SVA verhindern das Aluminium, wie z.B. bei Jäschkes Abschluss in der 88. Minute oder der Ottenser Torhüter – Zummack – eine Punkteteilung bzw. eine Niederlage.

Treffer: -

Zuschauer: 1148





In der Tabelle sortiert der SVA sich im Mittelfeld ein, wichtiger aber sind die bisher erreichten neun Punkte, die Richtung Klassenerhalt von Bedeutung sind. Weiterhin hat man die Gewissheit den einen Tabellenersten im direkten Duell zumindest ärgern zu können.
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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #22 am: 08.März 2023, 15:14:13 »

Großartiger erster Textabschnitt, ich hab den Link jetzt unter Aufbietung aller Willenskraft nicht angeklickt, um mir die Vorfreude/Überraschung nicht zu verderben. Bin gespannt, was Du dazu noch zu sagen/schreiben hast.

Ansonsten: sehr guter Start in die Ligasaison, Klassenerhalt scheint nach den ersten Erfahrungen ein realistisches Ziel zu sein (mit Luft nach oben).
Deine Taktik ist unorthodox, aber offenbar gut auf den Kader abgestimmt. Sowas zeichnet einen guten Trainer aus.
Ein paar hundert Millionen Euro ausgeben, um den Kader an den Trainer und dessen Taktikidee anzupassen, kann schließlich jeder. :D
Bin gespannt!
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Ex-Achtelprofi


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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #23 am: 22.März 2023, 15:57:31 »

@Achtelprofi: Dann wirst du dich noch ein wenig gedulden müssen :-)


Kapitel 10 “Rivalität mit den „Roten“ (1): Das Eilenriedestadion“


Am Rande der Eilenriede, einem rund 640 Hektar großen Stadtwaldgebiet, östlich der Innenstadt Hannovers liegt das Eilenriedestadion. Wer die Ohren spitzt, kann vielleicht aus dem unweit entfernten Zoo glückliches Kindergeschrei oder Elefantentrompeten vernehmen.

Gegenüber des Stadions inklusive Jugendleistungszentrum (Hannover 96), das sich im Stadtteil Kleefeld befindet, liegt ein Kongresszentrum. Insgesamt wirkt das Ambiente beim Aussteigen an der Haltestelle „Congress Centrum“ eher wie in einem verlassenen Regierungsviertel, in dessen Mitte ein Raumschiff in Form eines Fußballstadions gelandet ist.

Das Eilenriedestadion trägt neben dem stadiontypischen betongrau die Farben von Hannover 96, also ein sattes Hellgrün. Vor dem jetzigen Namen wurde es auch mal „96 – Das Stadion“ genannt.

Die weitläufige Fläche vorm Zugang auf die Sitzplatztribüne lässt eine gewisse Geschichtsträchtigkeit des Ortes erahnen. Man passiert zwei ungenutzte Kassierhäuschen und eine Uhr des Hofuhrmachers Stellmann, versehen mit dem Wahlspruch „Niemals allein“ aus dem Stadionsong „96 – Alte Liebe“. Für mich einer der schönsten Stadionsongs, die ich bislang gehört habe. Daraufhin knirscht gehakter Kies unten den Füßen, während man an 10 – 12 Stehtischen noch schnell eine für meinen Geschmack mäßige Bratwurst verzehren kann, bevor es dann auf die Sitzplatztribüne geht.

Von diesen überdachten, aber dennoch etwas zugigen Plätzen aus wirft man rechter Hand den Blick auf die denkmalgeschützte Tribüne, die schon eine Augenweide ist und dem Eilenriedestadion inklusive einer kleineren gegenüberliegenden Steh-/Sitzplatztribüne für Gästefans die offizielle Platzzahl von 2500 bis 5000 Plätzen verleiht.

Weil es an dem Besuchstag doch ein sehr wetterwendischer Nahmittag war, haben wir (@Thekenklopper) schlotternd das Stadion verlassen und waren zudem noch in ein kurzes Zwiegespräch mit Frank Jasperneite, einem der Rockstars des deutschen Groundhoppings in Deutschland, vertieft und ebenso erfüllt, ihn tatsächlich getroffen zu haben. Unsere Wege trennten sich allerdings recht schnell, da er noch ein weiteres Spiel auf der Agenda hatte, während wir erstmal im warmen Hotelzimmer ausspannen wollten und etwas von Gratiscocktail bei der Buchungen eines Standardzimmers gelesen hatten.

6. Spieltag Regionalliga Nord: SC Weiche Flensburg 08 (A)

Nach der langen Anreise von Hannover bis Flensburg, mit Stau am Elbtunnel, scheinen die Blauen etwas erschöpft. Phasenweise kommen sie auf einen Ballbesitzwert von 18%, können im Norden dennoch einen Punkt abgreifen, weil sie aus den wenigen Chancen zwei Treffer machen, während die Gastgeber aus vielen Chance „nur“ zwei Tore erzielen.



Zudem wurden kurz vor Abreise rund um den Deadline-Day noch zwei Leihgeschäfte eingetütet. Mustafa Bayram vom Halleschen FC wird für ein Jahr an den Bischofsholer Damm gelotst. Weiterhin kommt noch Luis Jahraus von St. Pauli zum SVA.

Treffer: Bayram (71), Harz (76)

Zuschauer: 1036

7. Spieltag Regionalliga Nord: 1. FC Phönix Lübeck (H)

Eine Woche nach dem 2:2 in Flensburg hängen nach Spielende am Lahmannhügel auch zwei Zweien an der Anzeigetafel über der aussortieren Tiefkühltruhe. Die Bedingungen während der Partie waren im Vergleich zur Vorwoche aber grundverschieden, denn nun verschenken die Blauen zwei Punkte, weil sie hinten unaufmerksam verteidigen.

Treffer: Hackenthal (8, e), Prior Bautista (27)

Zuschauer: 1146

8. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck (A)

Aus dem Auswärtsspiel vor großer Kulisse in Lübeck kann die Arminia nichts mitnehmen und verliert vor zahlreichen Zuschauern mit 1:0. Der VfB ist mit Sicherheit die bessere Mannschaft, aber im Grunde hätte bei besserer Chancenausbeute ein 1:1 fallen können. Wohlers schiebt z.B. in der 88. Minute frei auf den Torhüter der Gegner zulaufend das Leder an den Pfosten.



Treffer: -

Zuschauer: 3385

9. Spieltag Regionalliga Nord: SV Werder Bremen II (A)

(Foto@Thekenklopper)

Auf Platz 11 nahe des Weserstadions in Bremen können die Blauen erneut nicht gewinnen, aber immerhin einen Punkt stibitzen. Die Zweite von Werder ist erheblich besser, geht nach acht Minuten durch einen Kopfball von Rosenboom in Führung, kann aber nicht nachlegen. Daher reicht für Hannover ein Treffer durch van den Berg in der 85. Minute, um besagten Punkt zu entführen.

Treffer: van den Berg (85)

Zuschauer: 668

10. Spieltag Regionalliga Nord: SSV Jeddeloh II (H)

Eine etwas kuriose Namensgebung führt fälschlicherweise dazu, dass der Verein als Zweitmannschaft betrachtet werden könnte. Die „II“ ist aber aus einer Eingemeindung oder Ortsteilbenennung entstanden, da der Club aus dem Ammerland aus dem Ortsteil Jeddeloh II der Gemeinde Edewecht stammt.

Die Zwei ist auch für das Spiel ein gutes Stichwort, denn der SVA schlägt Jeddeloh mit 2:0 und kann damit die kleine, aber zu erwartende Ergebniskrise der letzten Wochen wettmachen.

Treffer: van den Berg (23, 73)

Zuschauer: 1106

11. Spieltag Regionalliga Nord: Hannover 96 II (A)



Im Eilenriedestadion haben die Blauen, deren Fans schon noch eine gewisse Rivalität gegenüber den „Roten“ spüren, keine Chance und verlieren völlig verdient mit 2:1. Im Grunde könnte auch ein 5:0 auf dem Spielbericht stehen, denn auch das Ergebnis würde diese Demontage abbilden.
Zuschauer: 1714

Treffer: van den Berg (40)

12. Spieltag Regionalliga Nord: Bremer SV (H)

Der Bremer SV wird von den Blauen richtig abgeschossen! Die Partie endet mit einem 6:2 und einem lewandowskiesken Fünferpack von van den Berg! Darauf ein Einbecker, zur Not auch warm!



Treffer: van den Berg (11, 17, 29, 47, 62), Hackenthal (40)

Zuschauer: 1051

13. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Oldenburg (A)



Vor dem Spiel gegen den VfB in Oldenburg wird Bäßler zurück zu seinem Heimatverein, dem HSC geholt. Man war mit der Position, den Einsatzzeiten und sowieso mit allem unzufrieden, bezogen auf das Leihgeschäft.

Eine Woche nach dem Fünferpack kommen die Blauen in Oldenburg nicht in die Spur. Wenn die personifizierte Torgarantie van den Berg nicht trifft, geht auch vorne (fast) nichts. Die Gastgeber treten vorne allerdings auch kaum in Erscheinung, bekommen aber einen klaren Strafstoß, den der Gefoulte Neziri nach einer halben Stunde eigenhändig einschiebt. Als die mitgereisten Anhänger der Blauen bereits innerlich Abwinken, profitiert Holtkamp von einem Fehler des Routiniers Mielitz. Dieser wehrt einen, das muss man zur Verteidigung des ehemaligen Bundesligaspielers sagen, harten Schuss ins eigene Tor ab. Endstand: 1:1.

Treffer: Holtkamp (84)

Zuschauer: 756

14. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (H)

Die Norderstedter haben mit Olufemi Smith einen kleinen Promi an der Seitenlinie, den damaligen „Schlag den Raab“-Sieger und St. Pauli-Kicker.

Ich erinnere mich noch dunkel, war mit @Thekenklopper damals im Auestadion in Kassel und anstelle nach dem Spiel zwischen dem KSV Hessen Kassel und Wacker Burghausen das (geplante) Karriereende von Oliver Adler zu begießen und vor Ort einen zu heben, sind wir vor einem Fernseher versackt, weil ein ehemaliger oder noch aktiver Fußballprofi des FC. St. Pauli gegen den TV-Moderator Raab in dessen Sendung „Schlag den Raab“ angetreten ist. Als ich nach kurzer Zugreise Richtung Göttingen – früher als geplant – zu Hause eintraf, lief das Duell gerade auf sein finales Elfmeterschießen zu und Olufemi gewann 2,5 Millionen Euro!

Das Spiel im Auestadion endete damals recht belanglos mit 1:1 und der KSV-Keeper Oliver Adler lief nach Spielende noch eine Ehrenrunde über die rote Tartanbahn, die Spielfeld und Zuschauertribüne voneinander trennt. Er grüßte dabei in die entfernten Weiten des gähnend leeren Stadions.

Für besagten Smith gab es mit der Eintracht in Hannover nichts zu holen. Sie verlieren mit 0:1 und erspielen sich dabei keine nennenswerte Torchance. Wie zuletzt immer kann van den Berg für Arminia netzen.

Treffer: van den Berg (47)

Zuschauer: 998

Vorrunde Niedersachsenpokal: VfL Osnabrück (H)



Ob Robin Dutt, amtierender Coach des VfL aus Osnabrück, Arminia Hannover kennt? Hat er ein solches Stadion erwartet, als der Mannschaftsbus des VfL am Stadion hielt? Vermutlich nicht, denn scheinbar hat er den Gegner unterschätzt und gedacht, man könne diesen Underdog locker aus dem Weg räumen.

In einer zumeist ausgeglichenen Partie kommen die Blauen dank gefälligen Passspiels vor allem in der 41. und 90. Minute aus Sicht Dutts viel zu frei zum Torabschluss. In beiden Fällen klingelt es im Kasten von Philipp Kühn, während der VfL seine Torchancen nicht nutzen kann. Das Pokalspiel endet somit mit 2:0.

Treffer: Harz (41), Bayram (90)

Zuschauer: 1742

15. Spieltag Regionalliga Nord: Viktoria Hamburg (A)

(Foto@Thekenklopper)

Das Wiedersehen mit Abdul im Stadion Hoheluft verläuft herzlich und zugleich ereignislos. Da weder der Liberianer im Dress der Hamburger noch jemand im blauen Trikot des SVA in das Tor treffen, endet die Partie torlos.

Dafür können sich die mitgereisten Anhänger der Arminia auf der schicken Holztribüne ein paar Astra gönnen.

Treffer: -

Zuschauer: 643

16. Spieltag Regionalliga Nord: SV Drochtersen/Assel (H)

Aus der Not geboren, da einige Spieler verletzt ausfallen, starten die Blauen gegen Drochtersen mit einer Dreierkette. Wer in den letzten Wochen bei den Trainings aufmerksam zugesehen hat, konnte diese Möglichkeit erahnen, da hier und da bereits der Spielaufbau mit einer Dreierkette eingeübt worden ist.

Man erkennt im Spiel mit dem Ball, dass die neue Formation noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, da die ersten 45 Minute ohne große Torszenen der Blauen auskommen. Im Spiel gegen den Ball sind die Hannoveraner allerdings schon recht sattelfest und fangen sich nur ein Gegentor, welches unheimlich gut herausgespielt war. Endstand: 0:1.

Treffer: -

Zuschauer: 1145

17. Spieltag Regionalliga Nord: TSV Havelse (A)

Vor Spielbeginn hört man aus der Gästekabine im Wilhelm-Langrehr-Stadion ein paar Glückwunschworte des Teamkapitäns Prior Bautista, der Weiland zu seinem 100 Spiel als SVA-Coach gratuliert.



Gegen Havelse starten die Arminen erneut mit einer Dreierkette und wie in der Woche zuvor tun sich die Gegner schwer, diese durch Offensivaktionen zu durchbrechen. Da der Ball nach vorne auch gefälliger läuft, gewinnen die Blauen in Havelse mit 2:1!

Treffer: van den Berg (13), Bayram (45)

Zuschauer: 1833

18. Spieltag Regionalliga Nord: SV Kieler Holstein II (H)

Im Tabellennachbarschaftsduell des grauen Mittelfelds der Regionalliga Nord treffen Arminia Hannover und Holstein Kiel II aufeinander. Das Spiel bietet einen rasanten Start mit zwei frühen Toren. Zunächst kann der Gast aus Kiel durch Labes nach nicht einmal zwei Minuten den ersten Treffer markieren, doch es dauert nicht lange, da macht es doppelt „Bumm“ – wer sonst – van den Berg (vdB in Anlehnung an KDB) trifft in Minute 10 und 15. Danach ist Arminia im heimischen RKS (Rudolf-Kalweit-Stadion) die bessere Elf, denen ein Treffer zum 3:1 in mehrfacher Hinsicht verwehrt bleibt.

Treffer: van den Berg (10, 15)

Zuschauer: 1061

19. Spieltag Regionalliga Nord: Atlas Delmenhorst (A)

An der Düsternortstraße in Delmenhorst sehen die Zuschauer in den ersten 15 Minuten ein langweiliges Warmlaufen mit viel ineffizientem Ballbesitz der Gastgeber, eher dann vdB die erste Großchance für den SVA vergeigt. Danach wachen die in Gelb gekleideten auf und führen Arminia Hannover am Gängelband durch die Manege und gewinnen hochverdient mit 2:0.



Treffer: -

Zuschauer: 1154

20. Spieltag Regionalliga Nord: TuS Blau-Weiß Lohne (A)

(Foto@Thekenklopper)

Im Heinz-Dettmer-Stadion wacht der Tabellenletzte im heimischen Stadion erst ab der 50. Minute auf. Bis dahin haben die Lohner nicht einmal auf das Tor der Blauen geschossen, selbst aber bereits drei Dinger gefangen.
In der zweiten 45 Minuten fallen die Blauen dann in einen Winterschlaf und müssen am Ende - halbwach - ein wenig zittern, denn Leonard Bredol kann als Joker ein Tor selbst erzielen und eines vorlegen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Aufholjagd leisten, die am Ende allerdings nicht von Erfolg gekrönt wird. Arminia hat Sahne und gewinnt durch eigene Blödheit gerade so mit 3:2.

Treffer: Bachmann (9), Jahraus (19), Prior Bautista (45)

Zuschauer: 359

21. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (H)

Der Klassenunterschied aus dem Hinspiel ist am Ende der Hinrunde nicht spürbar. Eigentlich muss Arminia zu Hause sogar gewinnen, anstelle des Endergebnisses von 1:1.

Treffer: Harz (63)

Zuschauer: 1055





In der Tabelle büßt Ottensen im Dezember das Punktepolster ein, während Weiche Flensburg sich vor den Zweitmannschaften aus Bremen, Hamburg und Hannover oben positioniert. Mit dem Rang im Mittelfeld ist man am Bischofsholer Damm glücklich und man kann bereits Richtung neue Saison denken und Spieler im Winter „loswerden“ und Richtung Regionalliga scouten. Unten drin erwischt es die drei fast schon nachbarschaftlich gelegenen Vereine aus Bremen und den TuS Blau-Weiß Lohne hart. Das wird ein harter Ritt, möchte man den Klassenerhalt noch irgendwie erreichen und Oberligafußball für die kommende Saison vermeiden.
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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #24 am: 22.März 2023, 16:17:43 »

Ich mag Deinen von Lokalwissen und -kolorit geprägten Schreibstil, der es mir leicht macht, mich von der Stimmung "gefangennehmen" zu lassen.
Fast wünsche ich mir, dass es für die Arminia nicht noch höher geht, da in den eingleisigen Profiligen ja vielleicht einiges von dieser Bodenständigkeit und Gelassenheit Deiner Erzählung verlorengehen könnte.
Aber andererseits:
Es macht einfach Spass, mitzulesen, wenn jemand mit einem Underdog die Erwartungen übertrifft.

Fühl mich hier prächtig unterhalten.  8)

(Und werde geduldig auf die Fortsetzung der Brecht-Anekdote warten.  ;D)
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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #25 am: 28.März 2023, 09:52:55 »

Es ist echt toll für mich als Hannoveraner zu lesen, wie Hannover, das Eilenriedestadion, generell unsere Region, von dir wahgenommen wird. Ich kann mich Achtelprofi da nur anschließen, dein Lokalwissen, aber auch das Schreiben als Groundhopper macht einen ganz besonderen Reiz bei deiner Story aus, ganz große klasse!
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DrAlu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #26 am: 29.März 2023, 15:50:20 »

Lese hier auch unglaublich gerne mit, alleine wegen des ganzen Hintergrundwissens. Bisher sieht es doch ganz gut aus, dass ihr die Saison in ruhigen Fahrwassern verbringen könnt. So kannst du doch frühzeitig am Kader für die neue Saison arbeiten und dann vielleicht ein paar Schritte nach vorne gehen, um den Angriff auf den Aufstieg zu starten in den nächsten Saisons.
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #27 am: 31.März 2023, 15:38:43 »

@Achtelprofi: Ich danke dir! Der Weg in den Profifußball scheint erstmal noch weit weg. Mal sehen, was noch so geht bei der Arminia ;) Bzgl. Brechts musst du dich noch einmal gedulden. Es wird kommen, versprochen  8)

@Muffi: Ich finde es sehr schön, dass ein Hannoveraner mitliest. Danke auch dir. Zum Thema Groundhopping: Ich würde mich selbst keinesfalls so bezeichnen. Ab und an gehe ich gerne mal zu einem "abgefahrenen" Stadion. Aber dieses Hobby finde ich sehr interessant! Der Mann hinter meinen Worten (@Thekenklopper) ist hier deutlich reisefreudiger.

@DrAlu: Danke! Zur Kaderplanung wirst du hier etwas lesen.



Kapitel 11 “Rivalität mit den „Roten“ (2): Das 4:3 (Teil 1)“

„Manchmal treffen wir uns abends, schauen uns das 4:3 in Endlosschleife an und kippen uns dabei einen hinter die Binde.“, erfährt man bei einem Gespräch mit erfahrenen Anhängern der Arminia im Rudolf-Kalweit-Stadion recht schnell, aber nicht ungefragt, wenn man im Gespräch auf die Rivalität mit den „Roten“ zusteuert.

Einen ernsthaften Wettbewerb zwischen Blau und Rot gibt es heute natürlich nicht mehr. Zwischen den beiden Vereinen sind die sportlichen Abstände bezüglich der Ligenzugehörigkeit auch einfach zu deutlich. Während Hannover 96 in der 2. Bundesliga spielt und mit Sicherheit auch gerne mal wieder auf den Aufstieg in die Bundesliga schielen darf, so muss Arminia in der aktuellen Saison sogar um die Zugehörigkeit in der Oberliga fürchten.

Im direkten Vergleich liest sich die Bilanz hingegen recht ausgeglichen. In 18 Aufeinandertreffen in einer gemeinsamen Liga gewinnen die 96er zehn Partien, Arminia kann sieben Stadtderbys für sich entscheiden und einmal trennen sich die beiden Clubs Unentschieden.

Die Flutlichtmasten im Niedersachsenstadion beleuchten am 13. Februar 1998 bei etwa 10 Grad Außentemperatur die wenig besetzten Ränge des damals rund 56000 Zuschauer fassenden Runds. Die 9200 anwesenden Zuschauer trennt zudem noch eine mehrspurige Tartanlaufbahn vom zertretenen braungrünen „Rasen“, auf dem 22 Spieler für das Hannoveraner Stadtderby nun bereitstehen.

In der Regionalliga Nord wird um halb Acht die Partie zwischen dem Gastgeber Hannover 96, im roten Trikot, und Arminia Hannover, im blauen Dress, von Schiedsrichter Volker Lau angepfiffen.

Die Spielernamen auf dem Rücken der Trikots küssen Erinnerungen an die späten 90er Jahre des deutschen Fußballs wach. Für die Roten, trainiert von Reinhold Franz, steht Jörg Sievers zwischen den Pfosten, die Abwehrreihe besteht aus dem erfahrenen Carsten Linke und dem jungen Tafelsilber Jens Rasiejewski und Bastian Reinhardt. Im Fünfer-Mittelfeld bieten die Gastgeber Matthias Dworschak, Fabian Ernst, Hakan Bicici, Markus Kreuz und Dieter Hecking auf. Die Doppelspitze besteht aus Jürgen Degen und Gerald Asamoah.

Für die blau gekleideten Arminen von Rainer Behrends steht Michael Jürgen im Kasten. Es verteidigen Jens Böhm, Tobias Fiedler, Jürgen Scholz und Maik Pertile. Das aus drei Mann bestehende Mittelfeld trägt folgende Namen: Marcus Hoffmann, Mirko Knörenschild und José Ruiz-Macho. Es stürmen Gerald Krause, Christian Schäfer und Markus Erdmann.

Während bei Hannover 96 spätere Bundesligaprofis, Vizeweltmeister und Nationalspieler in den Reihen stehen, landen die 11 Herren des SVA später bei Vereinen wie TuSpo Petershütte, den Sportfreunden Ricklingen oder beim SV Bockenem 1919.

[…] (Fortsetzung folgt)

Die Wintertransfers

Das ganze große Transferrad wird im Winter nicht gedreht. Bock und Jaeschke verlassen die Arminia für zusammengerechnet 47.500 € in Richtung Nordhausen bzw. Hamme.



Bereits im Spätsommer kam Serhat Imsak nach Hannover. Er gehörte dem großen Lager der vertraglosen Spieler an, die Peter Neururer beim VDV trainiert hat und man schien in ihm etwas zu sehen, obwohl VDB im Grunde vorne gesetzt war/ist.

Wie sich später zeigen wird, war seine Verpflichtung sehr lohnenswert, registrieren konnte man ihn aber erst zur Rückrunde für den Ligabetrieb.



Bassam Fakih war mit Sicherheit etwas geschockt, als Borussia Mönchengladbach ihn zu Arminia Hannover, jaahaa, Arminia, nicht Hannover 96, verliehen hat. Der junge Libanese ist schon ein Kracher, aber mit Degenhardt und Jendrzaj hat man eigentlich schon zwei tolle Torhüter im Kader.

22. Spieltag Regionalliga Nord: FC Oberneuland (A)



Zum Rückrundenauftakt in Bremen, gegen den FCO, fehlt spielerisch wenig, aber die Blauen treffen das Tor einfach nicht. Gegen einen potenziellen Absteiger hatte sich Weiland mit Sicherheit mehr erhofft als nur einen Punkt bei diesem 0:0.

Treffer: -

Zuschauer: 330

23. Spieltag Regionalliga Nord: FC St. Pauli II (H)

1084 gleichgesinnte Zuschauer verfolgen im bitterkalten Rund des Rudolf-Kalweit-Stadions die Partie zwischen Arminia Hannover und dem FC St. Pauli, bei dem der Gast wirklich aus dem Nichts mit 1:0 in Führung geht. Die Blauen laden den Außenstürmer Kukanda förmlich in ihren Sechszehner ein und dieser bedankt sich mit einem Schlenzer aus halblinker Position ins rechte Halbnetz. Erst nach dem Seitentausch werden die Offensivbemühungen der Blauen mit zwei Treffern belohnt. Zunächst kann VDB einen Chipball von Bachmann zum Ausgleich nutzen, ehe Holtkamp im Gewühl nach Eckstoß die Übersicht behält und den späten Siegtreffer erzielt.

Treffer: van den Berg (51), Holtkamp (86)

Zuschauer: 1084

24. Spieltag Regionalliga Nord: Teutonia Ottensen (A)

Für die wenigen mitgereisten Anhänger der Arminia hat sich die Fahrt nach Hamburg sportlich gesehen nicht wirklich gelohnt. Arminia kann dem Tabellenersten zwar defensiv Paroli bieten und deren Chancen niedrig halten, aber selbst nach vorne nichts kreieren. Einzig ein verwandelter Strafstoß (xG-Wert 0,85) bringt dem Ligakrösus einen Dreier.



Treffer: -

Zuschauer: 308

25. Spieltag Regionalliga Nord: SC Weiche Flensburg 08 (H)

Wie in der Vorwoche müssen die Blauen gegen einen Gegner aus dem oberen Regal antreten. Weiland greift zur Dreier-/ Fünferketten-Taktik, parkt den Bus, in der Hoffnung, dass ein Ball vorne durchflutscht. Letzteres passiert nicht, aber auch hinten hält der Laden dicht.

Treffer: -

Zuschauer: 1201

26. Spieltag Regionalliga Nord: 1. FC Phönix Lübeck (A)

Nicht einmal 180 Zuschauer finden den Weg ins Stadion am Flugplatz in Lübeck. Spannend sind die ersten 45 Minuten nicht, denn beide Mannschaften können sich kaum Torszenen erarbeiten. Erst nach dem Seitentausch ergreifen die Blauen die Initiative und können dabei zwei Premierentreffer feiern. Jan Vogel erzielt sein erstes Regionalligator für den SVA. Hierfür wird ein Fernschuss im Sechszehner mehrfach abgefälscht, ehe er ins Tornetz trudelt. Serhat Imsak macht beim 2:0 seine erste Hütte für Arminia. Hierfür setzt Bayram ihn perfekt in Szene.



Treffer: Vogel (55), Imsak (84)

Zuschauer: 176

Viertelfinale Niedersachsenpokal: SV Atlas Delmenhorst (H)

Wenige Tage vor dem Pokalspiel vor heimischer Kulisse wird über den Insta-Kanal der Blauen bekanntgegeben, dass in der kommenden Saison mit Bredol und Przondziono zwei neue Akteure an den Bischofsholer Damm wechseln werden. Für VDB werden es zwei bekannte Gesichter sein, denn beide gehören noch dem Kader des Tabellenvorletzten aus Lohne an.



Im Pokal reist Atlas Delmenhorst unter der Woche nach Hannover und wird in den ersten sechs Minute völlig überrascht. Ehe sie im Rudolf-Kalweit-Stadion „ankommen“, liegen sie schon mit zwei Toren hinten. Danach verwaltet Hannover, die inzwischen häufiger auf die Dreierkette zurückgreifen, das Ergebnis. Gegen Spielende gelingt dann noch der dritte Treffer.

Treffer: Imsak (2), van den Berg (6), Hackenthal (86)

Zuschauer: 938

27. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck(H)

Gegen den VfB aus Lübeck zeigen die Blauen ihre wohl schwächte Defensivleistung der Spielzeit. In der Hoffnung, die Mitte hinten dicht zu bekommen, setzt Weiland wieder auf eine Dreierkette, deren Abstände, deren Defensivverhalten und deren Kopfballspiel „bodenlos“ sind. Die drei Innenverteidiger kommen auf eine gewonnene Kopfballduellquote von 33% (2x) bzw. 50% (1x) und dem VfB gelingen immer wieder Schnittstellenpässe, weil ein Innenverteidiger entweder den Abstand nicht hält, herausrückt oder schlichtweg pennt. Beispielhaft ist hier Bachmanns (IV (Rü)) Herausrücken aus der Kette beim 3:1 der Gastgeber.



Obendrein kommt sogar noch ein Torwartfehler im Falle des 1:0 hinzu, denn Fakih unterläuft eine Flanke.

Sidekick: Schon in vorherigen Spielständen ist Vincent Boesen - aktuell beim VfB Lübeck unter Vertrag (damals bei Alemannia Aachen, meine ich) - mein Kryptonit. Ich bekomme den Kerl nicht unter Kontrolle.

Treffer: Jahraus (63)

Zuschauer: 1863

28. Spieltag Regionalliga Nord: SV Werder Bremen II (H)

Auf das schwächste Spiel folgt ein sensationelles 4:0 gegen das favorisierte Werder Bremen II! Im eigenen Stadion läuft es - in gewohnter Viererkette - richtig rund. Werder bekommt vorne nur Bruch und Dalles zusammen, frisst aber vier Gegentore. Serhat Imsak ist an diesem Tag in Bestform!

Treffer: Jahraus (24), Imsak (32, 57), Hackenthal (79, e)

Zuschauer: 1300

29. Spieltag Regionalliga Nord: SV Jeddeloh II (A)

Die Saison trudelt für die Arminia den letzten beiden Monaten entgegen und man ist aus dem Gröbsten raus und findet sich im soliden Tabellenmittelfeld wieder. Wie schon angedeutet, findet parallel die Kaderplanung für die kommende Saison statt, was sich allerdings als sehr schwierig erweist, denn bei den meisten Kandidaten glänzen die Augen bei dem Namen Arminia Hannover kaum. Keiner erinnert sich an das 4:3 Arminias im Februar 98, denn es gehört nicht zum kollektiven Gedächtnis des Fußballs, wie Roberto Carlos Freistoßtor, Zinedine Zidanes Kopfstoß oder Maradonas Solodribbling.



Reihenweise erhält Weiland am Telefon Botschaften mit den Worten „Keine weitere Saison Regionalliga.“, „Danke für Ihr Interesse, aber unser Klient will unter keinen Umständen zu Arminia Hannover wechseln. (Eher rammt er sich ein Messer in den Hals.)“ oder „Ihr (Billo-) Verein hat nicht die finanziellen Mittel.“.

Während die Kaderplanung Weiland Sorgenfalten auf die Stirn treibt, gewinnt seine Elf gegen die 1. Herren von Jeddeloh II mit 1:0.

Treffer: Jahraus (48)

Zuschauer: 870

30. Spieltag Regionalliga Nord: Hannover 96 II (H)



Nach der Niederlage in der Eilenriede in der Hinrunde, die zwar ergebnistechnisch betrachtet in Ordnung, aber sportlich gesehen desaströs war, steht im Stadtderby zwischen Blau und Rot (II) Ruhm und Ehre auf dem Spiel.

Es ist zwar nicht das Derby mit dem „richtigen“ Kontrahenten, doch – wie oben angedeutet – scheint der sportliche Weg bis dorthin so unmöglich, wie den Maschsee in der Länge oder Breite mit nur einem Atemzug zu durchtauchen.

Und obwohl es nicht das „große“ Derby ist, hat die Partie eine enorme Zugkraft und fast 3000 Zuschauer finden sich im Rudolf-Kalweit-Stadion ein und begeben sich auf den Lahmannhügel, um das Spiel zu genießen. Das fühlt sich schon ein wenig wie 3. Liga an, weil man am Bierstand nicht sofort an der Reihe ist, man auf ein frisch gezapftes Einbecker einige Augenblicke warten muss und die Stadionkneipe aus den Nähten platzt.

Vom Anpfiff weg, erleben die Zuschauer Erwartbares. Hannover 96 II ist dominant und erreicht Ballbesitzwerte um die 70 – 80%, während die Arminia hinten allerdings sicher steht und keine große Torchance zulässt. Immer wieder ist das Innenverteidigerduo Weigelt – Greve in Position, kann Bälle abfangen oder zur rechten Zeit blocken. 



Nach 12 Minuten erkennt man Weilands Matchplan und die Blauen haben die erste Großchance. Paschke spielt nach Ballgewinn einen direkten langen Ball in die Spitze, die Imsak erlaufen kann, doch springt ihm der Ball vom Fuß , was ihn zu weit nach außen treibt, so dass der Torabschluss aus zu spitzem Winkel für Grimpe kein Problem darstellt.



In der 37. Minute spielen die 96er ihrem zentralen Mittelfeldspieler van Boetticher in zentraler Position frei. Dieser zieht aus rund 20 Metern ab und trifft ins untere rechte Toreck. Dieser platzierte Schuss war unhaltbar für den SVA-Keeper Degenhardt.

Auch nach dem Seitentausch ändert sich an dem Spielgeschehen wenig. Hannover dominiert den Ballbesitz, spielt aber viel „Hintenrumscheiße“ und die Blauen lauern auf Konter. Diesen bekommen sie in der 56. Minute. Erneut wird Imsak mit einem langen Ball gesucht und gefunden, doch der formstarke SVA-Stürmer steht wenige Zentimeter im Abseits.



Es beginnen die letzten zehn Minuten und nach wie vor tun sich die Roten schwer wirklich gefährlich vor das Tor der Blauen zu kommen. Jetzt gelingt Jahraus der lange Ball auf Imsak, dieser ist durch und drischt den Ball an Grimpe vorbei ins Netz! 1:1! Freudensprünge auf dem Lahmannhügel. Schnell wird die zweite „1“ aus der Tiefkühltruhe gegriffen und der Spielstand auf der Anzeigetafel festgehalten.

Was danach passiert ist schier unfassbar und hat das Zeug für einen VHS-Abend 20 Jahre danach mit parallelem Besäufnis. In der 89. Minute gewinnt Greve, der inzwischen als Linksverteidiger spielt, am eigenen Sechszehner einen Zweikampf gegen den 96-Außenstürmer Stehle. Dieser trabt nur hinterher und sieht, wie Greve den Ball nach vorne treibt, den eingewechselten Zehner Wohlers anspielt, der unbedrängt aufdrehen kann und den Ball über die Abwehr der 96er chipt und  den ebenfalls eingewechselten Bayram findet. Bayram zieht mit hohem Tempo auf Grimpe zu, legt die Pille am Keeper vorbei und schiebt zum 2:1 ein! Kein Abseits, das Tor zählt, die Dämme auf dem Hügel brechen! Wie im Rausch feiern die Anhänger der Blauen die Führung und verpassen fast, dass in der 92. Minute ein weiterer Treffer für die eigene Elf fällt.



Vogel stibitzt dem eingewechselten 96-Akteur Szitai das Leder vor Fuß, schlägt den Ball auf den rechten Flügel zu VDB und dieser seziert die Abwehrreihe der Roten mit einem Schnittstellenpass. Bayram nimmt ihn auf und hebt den Ball über den herausstürmenden Grimpe zum 3:1 ins Netz!

Treffer: Imsak (85), Bayram (89, 92)

Zuschauer: 2937

31. Spieltag Regionalliga Nord: Bremer SV (A)

Nach diesem fantastischen Stadtderby kehrt man schnell in den gewohnten Alltag zurück. In Bremen spielt der SVA vor gerade einmal 320 Zuschauern gegen den Vorletzten der Tabelle und gewinnt nach schwacher Schlussphase knapp, aber verdient mit 3:2.

Treffer: Imsak (31, 36), van den Berg (50)

Zuschauer: 328





In der Tabelle tut den 96ern die Niederlage weh und in Hamburg-Ottensen freut man sich. Der VfB Lübeck und Weiche Flensburg brauchen schon etwas Glück, um Teutonia noch ernsthaft ins Wanken zu bringen. Die Arminia aus Hannover wird irgendwo im Mittelfeld einlaufen. Oberneuland, der Bremer SV und BW Lohne sehen der Oberliga entgegen.

In der Oberliga Niedersachsen, die 20 Vereine umfasst, hat der Lüneburger SK die größten Chancen auf den direkten Aufstieg und der HSC oder Eintracht Braunschweig II kämpfen um die Relegation.
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4Ramos

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #28 am: 31.März 2023, 15:43:24 »

Da gehts hoch für die Armina in der der Tabelle, leider spielst du halt nur noch um die goldene Ananas, aber ein Aufsteiger ist halt auch schon mies :(
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #29 am: 12.April 2023, 12:09:17 »

@4Ramos: Leider ja. Es war allerdings auch so zu erwarten.


Kapitel 13 „Brecht und der SVA (2)“

Jeder Verein hätte es wohl gerne, dass große Literaten ihren Namen in einem positiven Zusammenhang fallen lassen. Der Artikel von Seibt / Brecht entstand – wie gesagt– 1997 und schlug Jahre später noch hohe Wellen.

So berichtet der Journalist Seibt z.B. von einem Telefonat mit einem „Brecht-Forscher“, der vor Enttäuschung „schnauft“, als er erfährt, dass der Text doch nicht aus Bert Brechts Feder stamme. Inwiefern sein Schaffen von dieser Brecht-Parodie abhänge, bleibt allerdings offen. Wäre schon interessant zu wissen, ob eine Veröffentlichung in großen Teilen auf einer Persiflage Brechts beruht haben könnte.

Auf das Telefonat hin machte sich der Journalist auf die Spurensuche und fand seinen eigenen, bereits vergessenen Text aus der „NZZ Folio“ in der Fachzeitschrift „Der Deutschunterricht“ in einem didaktischen Zusammenhang, eigebettet in eine Unterrichtssequenz zum Oberthema „Fußball, Medien und Kultur“.

Die Spur vervielfältigte sich aber vor allem in dem Fußball zugewandten Bereich. Sowohl in einem Fanzine des FC St. Pauli als auch in Fanforen von Schalke 04 tauchte die Brecht-Imitation in voller Länge auf und man ordnete den Text sieben Jahre später als „ganz wunderbar in unsere Zeit“ passend ein.

Den künstlerischen Ritterschlag erfuhr der Text dann aber im Zuge der Fußballweltmeisterschaft 2006, als - Seibt formuliert so herrlich – „die Intellektuellen anrollten“. So verfasste der Lyriker Albert Ostermaier ein Poem mit dem Titel „abseitsfalle oder: brecht passt zu benn“ und bedient sich freizügig aus dem Folio-Text. Ebenso wurde ein Oratorium des Komponisten Eggert mit dem Titel „Die Tiefe des Raums“ im Zuge der RuhrTriennale von dem Seibt-Text „inspiriert“.

Wie der Text sogar mit der deutschen Bundesregierung einen Doppelpass spielt, folgt in einem späteren Posting …

Quelle: https://www.nzz.ch/folio/jubilaeum/folio-lugt-ld.1619331

32. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Oldenburg (H)



Vor dem Heimspiel gegen den VfB Oldenburg wird Weilands Vertag für zwei weitere Jahre verlängert. Die Verhandlungen in Vereinsheim dauerten vermutlich etwa 30 Sekunden und waren eigentlich ein Selbstläufer, wenngleich Weiland den Anspruch des Vorstandes hier und da für überzogen erachtet.

Im Spiel läuft bei beiden Teams nichts zusammen, der VfB macht aus zwei Standards jeweils ein Tor und gewinnt verdient mit 2:0 in Hannover.

Treffer: -

Zuschauer: 1386

33. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (A)

Arminia gewinnt in der Ferne das Pfosten- / Lattenfestival mit 2:1. Die Eintracht hat in der 90. Minute eine gute Chance, die zum Anschlusstreffer führt.

Zuschauer: 462

Treffer: Hackenthal (6, e), Imsak (21)

Halbfinale Niedersachenpokal: SV Meppen (H)

Der SV Meppen ist auf dem Papier der überlegene Gegner, stammen sie doch aus der 3. Liga. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der SVM auf Platz 18 in der Liga liegt und im Grunde schon abgestiegen ist.



Gegen die demoralisierten Meppener, die vorne nichts zustande bekommen, gewinnen die Blauen nach Spielende im heimischen Rund locker mit 2:0. Auf geht es ins Finale!

Treffer: Jahraus (12), Imsak (65)

Zuschauer: 1266

34. Spieltag Regionalliga Nord: SC Viktoria Hamburg (H)

Nach 16 Minuten ist die Partie gegen Viktoria Hamburg auserzählt, denn die Arminia führt zu diesem Zeitpunkt mit drei Treffern und könnte sogar 5:0 vorne liegen, wären nicht zwei Alutreffer geschehen.

Eine schöne Geschichte erzählt noch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer Abduls. Dieser hat in der Oberliga für die Blauen gestürmt, ist nunmehr aber Stürmer der Hanseaten. Er hat in der letzten Saison mit 21 Hütten maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die Regionalliga gehabt. Das Spiel endet mit 4:1 für Hannover.

Treffer: Mohr (5, ET), Imsak (13), Paschke (16), Harz 77)

Zuschauer: 1189

35. Spieltag Regionalliga Nord: SV Drochtersen/Assel (A)



Ganz nach dem Motto „Hoch und weit bringt Sicherheit“ wechseln die bis zur 15. Minute unterlegenen Gäste aus Hannover auf den langen Ball von hinten heraus. Nur zwei Minuten später zeigt das schon seine Wirkung! Serhat Imsak kontrolliert einen hohen Ball aus der Sechserposition kommend, läuft fast bis zur Grundlinie und schnippelt das Leder dennoch ins Halbnetz! Mit diesem „taktischen Kniff“ bekommt Hannover wahrhaft Sicherheit in das Spiel und gewinnt nach Spielende mit 2:0.

Treffer Imsak (17, 53)

Zuschauer: 941

36. Spieltag Regionalliga Nord: TSV Havelse (H)

Vor dem Pokalfinale gegen Havelse spielt die Blauen im eigenen Stadion zur Generalprobe gegen Havelse. Gegen Wolfgang Wolfs TSV gewinnt das A-Team locker mit 1:0. Im Grunde hatte Havelse keine richtig gute Chance.



Weiterhin erhält Weiland vor dem Pokalfinale seine A-Lizenz. Hoffentlich bringt dieses Upgrade dirket im kommenden Spiel einen Sieg ;-)

Treffer: Jahraus (20)

Zuschauer: 2271

Pokalfinale Niedersachsenpokal: TSV Havelse (N)



An der Bremer Brücke in Osnabrück wird der diesjährige Niedersachsenpokal ausgetragen! Für Arminia Hannover – so betiteln es die regionalen Zeitungen – ist das die erste Finalteilnahme an diesem Wettbewerb! Weiterhin ist es bekanntlich der kürzeste Weg in den Geldsegen des DFB-Pokal.

Schon im Pokalwettbewerb der Amateure ging es im letzten Jahr ins Finale. Dort scheiterte Arminia am Lüneburger SK. Diese sind übrigens im DFB-Pokal in der ersten Runde an Mainz 05 gescheitert.

Der TSV Havelse hat diesen Wettbewerb bereits zwei Mal gewinnen können. In der Spielzeit 2011/12 gewannen sie im Finale gegen den SV Wilhelmshaven und in der Saison 2019/20 schlugen sie den BSV Schwarz-Weiß Rehden. 2020 scheiterte Havelse ebenfalls gegen Mainz 05 und in der Saison 2012/13 schlug man den 1. FC Nürnberg in der ersten Runde mit 3:2 in der Verlängerung. In der zweiten Runde endete dann die Pokalteilnahme beim VfL aus Bochum. Paul Freier und Leon Goretzka standen damals für die Bochumer auf dem Rasen.

Vom Spiel kann man leider wenig erzählen. Arminia scheint aufgrund der Kulisse schon hier und da das Herz in die Hose zu rutschen. Sie sind zwar das bessere Team, fressen durch den TSV-Stürmer Milicevic bereits früh einen Treffer. Der erfahrene Cicek flankt einen Ball aus dem Halbfeld in den Sechszehner, der Stürmer erläuft den Ball und wemmst ihn ins Tor. Keine Chance für den Keeper und auch insgesamt gibt es in dem Spiel keine richtig gute Chance nach dieser Szene. Die Blauen scheitern erneut im Finale und wieder mit 1:0.



Treffer: -

Zuschauer: 10.764

37. Spieltag Regionalliga Nord: SV Kieler Holstein II (A)

Eine Standardsituation entscheidet das triste Spiel in Kiel. Bachmann köpft eine Freistoßflanke zum 1:0 in die Maschen.

Treffer: Bachmann (50)

Zuschauer: 508

38. Spieltag Regionalliga Nord: SV Atlas Delmenhorst (H)



Ein letztes Mal wird in dieser Regionalligasaison der Naturrasen im Rudolf-Kalweit-Stadion abgekreidet.

Sowohl der erste als auch der letzte Torschuss der Partie landen im Tornetz. Im ersten Fall trifft VDB nach Freistoßflanke im zweiten Fall nagelt Bayram einen Ball aus 12 Metern und schräger Position unter die Torlatte.

Zum Saisonabschluss ist die Stimmung auf dem Lahmannhügel grundsätzlich toll, aber man hätte mit Sicherheit gerne den Niedersachsenpokal im eigenen Stadion präsentiert.

Treffer: VDB (6), Bayram (9)

Zuschauer: 1225





In der Abschlusstabelle kommen die Absteiger aus Lohne und Bremen. Die Arminia kann sich im oberen Tabellenmittelfeld etablieren und Platz 7 erreichen. Miese Laune schiebt man bei den Zweitvertretungen des HSV und Werder Bremens, denn beide haben mit dem Aufstieg nichts zu tun gehabt.
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Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #30 am: 12.April 2023, 12:36:13 »

Die Finalniederlage ist natürlich ärgerlich, aber mit den Ergebnissen in der Liga kannst du mehr als zufrieden sein, im oberen Mittelfeld, weit entfernt von jeglicher Abstiegsgefahr - top!
Und H96 II steigt auf! Das ist für dich natürlich ärgerlich, entgeht dir so ja ein Derby, aber für die Roten freut es mich natürlich. Wer ist dort denn aktuell Trainer?
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #31 am: 16.April 2023, 20:56:13 »

@Muffi: Bei Hannover 96, die in der Bundesliga spielen, ist aktuell Edin Terzic im Amt, während Daniel Stendel die zweite Mannschaft coacht. Das Scheitern im Pokal ist mit der Vorgeschichte etwas bitter, denn auch im Vorjahr haben meine Spieler im Finale nicht geliefert. Ich habe allerdings eine Idee, woran das liegt… So bleibt ein Sieg im Saarlandpokal bisher mein einziger Titel im FM23.

Kapitel 13 „Brecht, der SVA und Schalke 04 (3)“

„[…] Für den zylindertragenden Betrachter mag die Wahl eines Sportereignisses eine Überraschung sein. Doch besteht der Vorteil meiner Wahl gerade in ihrem Mangel an Originalität. Nicht nur wird mein Urteil von 20 000 Kunstkennern geteilt, sondern auch von der Mehrheit der deutschen Fussballpresse, die sowohl dem System des Schalker Kreiselspiels als auch den ausführenden Künstlern Szepan, Kuzorra, Tibulski grösste Hochachtung entgegenbrachte. Für einmal fand an einem Kulturereignis kein Nepp statt. Der Gegenwert für das Eintrittsgeld wurde geboten. Die einzige Beeinträchtigung des Vergnügens bestand in der Abwesenheit des bürgerlichen Feuilletons, dessen Ablehnung sonst jeder gelungenen Veranstaltung ihre besondere Würde verleiht. In der Tat ist die Nachricht noch nicht in die Redaktionen vorgedrungen, dass Fussball als Kunstform den traditionellen Formen Literatur, Theater, Malerei, Musik bei weitem überlegen ist.“ […] Quelle: https://www.nzz.ch/folio/das-grosste-kunstereignis-1929-ld.1616906?reduced=true

Fußball ist definitiv ein Kulturereignis, daher empfinde ich diese Formulierung schon als sehr treffend. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ nahm sich dessen auch an und kritisierte im Vorfeld des Fußballgroßereignisses in Deutschland (2006), dass nun eine unangebrachte Schwemme an Interpretationen des Fußballs durch „Intellektuelle“ stattfinde. Dabei zitierte „Die Zeit“ eben jenen erdachten Brecht-Text, den Seibt selbst als „bescheidene Fälschung“ bezeichnet, um diesen Sachverhalt zu unterfüttern.

Weil aus so mancher Trilogie doch Mehrteiler geworden sind, gestatte ich mir das auch… (Fortsetzung folgt)

Die Sommertransfers & der Kader

Wie bereits im vorherigen Posting angedeutet, war der Transfersommer nicht ganz einfach. Zunächst hat der Vorstand das Gehaltsvolumen von 10,5 auf 9,5k heruntergeschraubt, so dass die in der Rückrunde getätigten Transfers bereits das Gehaltsvolumen zu zwei Drittel aufgefressen haben.

Der virtuelle Weiland hatte eigentlich gehofft, dass es etwas mehr Kohle zum Verprassen gibt, immerhin wurden 2,05k des Gehaltsbudgets der letzten Saison nicht genutzt.



Die Abgänge von Braun, Wohlers und Matulin waren allesamt eingeplant und haben wieder Gehalt frei gemacht, um neue Spieler an den Bischofsholer Damm zu lotsen. Die Wechsel von Mesic und Prior Bautista waren so nicht vorgesehen, aber in der Entstehung unvermeidbar.

Mesic klagte an, dass man – trotz klammer Kasse – die Trainingseinrichtungen nicht verbessert habe und wollte deshalb einen fetten Streit vom Zaun brechen und Prior Bautista, einer der wichtigsten Spieler in der Oberligazeit, empfand den Abgang von Mesic als derart unnötig, dass er sich schmollend in die Ecke gestellt und zeitgleich einen Transfer eingefordert hat.

Die Vorstellung des Kaders umfasst namentlich nicht alle Spieler, da ggf. noch kleine Veränderungen vorgenommen werden könnten oder Spieler ggf. noch verliehen werden. Kandidaten hierfür sind u.a. Bredol, Akkaya und Degenhardt.

Im Tor

Zwischen den Pfosten ändert sich wenig. Jendrzej bleibt die Nummer 1 und Tom Schlitter eine sehr gute Nummer 2, die bei Formschwankungen Jendrzejs mindestens zum Einsatz kommt.

In der Verteidigung

In der Innenverteidigung kann man die Leihe von Weigelt nicht verlängern, da er beim VfL aus Osnabrück eine Perspektive sieht. Schade, denn er war schon ein solider Drittligaverteidiger und hätte hinten sicherlich einen hervorragenden Job gemacht.



Somit sind Bachmann und Greve nach wie vor – mehr oder weniger – gesetzt. Als Ersatzmänner kommen Osée (BW Lohne) und Jabbie (Kickers Emden). Sie sind beide eher die B-Lösungen. Eigentlich hatte Weiland hier einen jungen Dänen, mit Zweitliganiveau, an der Angel. Dieser hat sich aber in letzter Sekunde für den Berliner FC Dynamo oder Svea entschieden, man weiß es nicht.



Da Mesic den Verein verlassen hat, musste die Rechtsverteidigerposition in der Viererkette erneuert werden. Vom VfL Bochum kommt hier ein schneller Außenverteidiger nach Hannover. Er wird mit Montag um Einsatzzeiten buhlen. Theoretisch könnte er auch einen Sechser geben.



Links ist Hackenthal, der Standardschütze, wichtig und gesetzt. Aber auch hier kommt ein jugendliches Gesicht nach Bischofshol. Stephan Burgmeier hat es im NLZ von R Leipzig nicht geschafft und wechselt - wie so viele dieser Jungs - in die Regionalliga. (In diesem Kontext möchte ich ungefragt ein Buch empfehlen: Ronald Reng „Der große Traum“. Er blickt auf drei Jungs, die den harten Weg durch die NLZs der nationalen Vereine gehen. Wirklich toll geschrieben, wie eigentlich alles von Reng.)

Im Mittelfeld

Die Sechserpositionen im Mittelfeld bleiben unangetastet. Zur Verfügung stehen hier weiterhin Paschke, Vogel und Holtkamp. Alle drei haben in der letzten Saison gute Leistungen gezeigt und die Mitte zumeist dich gehalten, bei leichter Torgefahr.

Im offensiven Mittelfeld (4-2-3-1) musste dann doch ein wenig geschraubt werden. Luis Jahraus bleibt dem SVA erhalten. Man hat seine Leihe verlängern können, St. Pauli II braucht ihn scheinbar nicht.

Die Zehnerposition ist nun aber deutlich härter umkämpft, denn sowohl Touray als auch Przondziono können hier spielen.

Touray kommt von Atlas Delmenhorst. Er hat in der letzten Spielzeit immer gut gegen die Blauen ausgesehen. Da sein Vertrag nur auf Honorarbasis lief, war es ein Leichtes ihn nach Hannover zu holen.



Przondziono stammt aus dem Nachlass von BW Lohne, die abgestiegen sind. Er passt eigentlich von der Zielstrebigkeit nicht in das Konzept von Weiland, aber hat in einem anderen Spielstand als ZM (a) sehr gut funktioniert.



Auf den Außenbahnen kompensiert man den Abgang Prior Bautistas mit Theo Harz, VDB und einem neuen Jungen. Elias Demirarslan war ohne Verein, jetzt hat er einen neuen Club. Zuletzt war er bei Preußen Münster unter Vertrag, hat aber v.a. für deren zweite Mannschaft gespielt.

Im Sturm

Serhat Imsak wird hoffentlich in dieser Spielzeit von Beginn an netzen. Sollte das mal nicht klappen, so ist Ihde sein Ersatz. Auch sein Vertragswerk ließ es zu, dass man ihn von Phönix Lübeck an die Leine holt.



1. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (H)



Der Saisonstart im Heimstadion glückt, dank einer souveränen Leistung. Es reicht ein Imsak-Treffer, denn Norderstedt, mit neuem Coach an der Seite, kann keine Offensivkraft entfalten.

Treffer: Imsak (51)

Zuschauer: 1089

2. Spieltag Regionalliga Nord: FC Teutonia Ottensen (A)

Gegen den Vorjahreszweiten, dem im Endspurt die Puste ausgegangen ist, müssen sich die Spieler bei ihrem Keeper Jendrzej bedanken, denn dieser hält seine Elf im Spiel. Zunächst pariert er einen Strafstoß in der 16 Minute und ist auch sonst stets hellwach. Er muss nur einmal hinter sich greifen, war aber bei dem Treffer von Nyuydine völlig machtlos. Da Przondziono in der Nachspielzeit frei aufs Tor zulaufen darf und auch netzt, endet das Spiel 1:1 Unentschieden.

Treffer: Przondziono (94)

Zuschauer: 299

3. Spieltag Regionalliga Nord: SV Meppen (H)

Gegen den Absteiger der 3. Liga aus Meppen sind die Blauen bis zur 67. Minute maßlos überlegen, führen mit zwei Toren, ehe sie dann einbrechen. Was geschah?



Das Schiedsrichtergespann entscheidet bei einem Steilpass von Harz auf Akkaya auf Abseits und nimmt damit einen Treffer zurück. Im Anschluss bäumt sich Meppen auf und kann das Spiel sogar fast noch drehen, hätte Jendrzej nicht schon wieder einen Elfmeter gehalten! Endstand: (dummes) 2:2.

Treffer: Imsak (33, 45)

Zuschauer: 1453

4. Spieltag Regionalliga Nord: SV Werder Bremen II (A)

(Foto @Thekenklopper)

Auf Platz 11 des Weserstadions sehen die Zuschauer eine prächtige Partie beider Mannschaften an deren Ende der SVA mit 2:1 gewinnt. Freilich hätte das Spiel gut und gerne 3:3, 3:2 oder „Weiß-der-Geier-wie“ ausgehen können. Unterm Strich kann Hannover drei Punkte aus Bremen mitnehmen.



Zwischenzeitlich wurde sogar gezaubert, als VDB fischeresk einen Fallrückzieher aufs Tor brachte.

Treffer: Harz (12), Imsak (27)

Zuschauer: 796

5. Spieltag Regionalliga Nord: TSV Havelse 1912 (A)

An das vergangene Pokalfinale erinnert man sich auf der Reise quer durch Hannover Richtung Garbsen nicht so gerne, zumal die Vorrunde des Pokals erneut ein Aufeinandertreffen beider Teams bereithält.

Jetzt ist aber erstmal Ligaalltag und dieser glückt aus Sicht der Blauen, denn sie gewinnen ein ausgeglichenes Spiel mit 1:0 in der „Ferne“. Das eine Tor des Tages ist schon sehr ansprechend, wenngleich kein Kulturereignis. Touray wird von VDB im Sechszehner angespielt und der SVA-Neuzugang lupft das Leder über den herausstürmenden Werder-Keeper Opitz.

Treffer: Touray (21)

Zuschauer: 2267

6. Spieltag Regionalliga Nord: SC Weiche Flensburg 08 (H)



Im Rudolf-Kalweit-Stadion erleben alle am Spiel irgendwie beteiligten Personen völlig verrückte 26 Minuten.

Zunächst scheinen die Akteure in Blau ihrem Coach, der nach dem Spiel einen springen lassen muss, da er sich jährt, keinen Gefallen zu tun. Im Grunde schaut SVA-Schlussmann Jendrzej als letztes Glied der Fehlerkette etwas blöd aus.
Beim ersten Gegnertreffer nach sechs Minuten kann er einen mäßigen Fernschuss nicht parieren. Voraus ging dem Treffer aber auch eine irrwitzige Klärungsaktion in den zentralen Bereich vor dem eigenen Sechszehner.



Beim zweiten Gegentor verliert Jendrzej die Kontrolle über den Raum in der Box. Etwas desorientiert öffnet er dem herrlich freigespielten Berisha beide Torecken und dieser bedankt sich kurzerhand. Ebenso mäßig laufen dann aber die frühen 20er Minuten aus Sicht der Gäste. Zunächst verursachen die Flensburger Verteidiger einen Strafstoß, der zum Anschlusstreffer führt und dann darf Imsak frei zum Ausgleich einköpfen.

In der Folge beruhigte sich die Partie ein wenig, doch Hannover war fortan dem 3:2 deutlich näher als Flensburg.

Treffer: Hackenthal (21), Imsak (26)

Zuschauer: 1155





In der Tabelle steht der Titelfavorit aus Lübeck bereits ganz vorn, während die Zweitmannschaften erst in Tritt kommen müssen, wenn sie ihren Ambitionen gerecht werden wollen. Beim SVA bleibt man entspannt, aber voller Hoffnung. Der Kader gibt einen Aufstieg eher nicht her, dafür fehlt es hier und da sicher an individueller Klasse. Ein weiteres Jahr Mittelfeld würde aber niemandem hier wehtun. Immerhin das älteste noch gespielte Derby Deutschlands zwischen Altona 93 und Victoria Hamburg wird in dieser Saison wieder in einer gemeinsamen Liga ausgetragen. Es scheint aber eher im Abstiegskampf zu enden.
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Noergelgnom

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #32 am: 16.April 2023, 23:23:09 »

Immer wieder schön, von Arminia Hannover (und von Brecht) zu lesen.
Dass es sportlich durchaus läuft, ist nur das Sahnehäubchen auf Deiner einfach schön präsentierten und erzählten Geschichte.  8)
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“Goodness is about what you do. Not who you pray to.” (Terry Pratchett)

Lavayeux' Europatour - Die Geschichte eines Luxemburgers

Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #33 am: 17.April 2023, 09:47:03 »

Top, noch ohne Niederlage mit Anschluss zur Tabellenspitze, das sieht doch gut aus. Und gerne mehr von Brecht & Co  :)
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #34 am: 28.April 2023, 14:33:06 »

@Achtelprofi & Muffi: Danke euch!



Kapitel 14 „Es gab eine Zeit vor dem Deadline Day“

Den sogenannten Deadline Day musste ich erst unter innerlichen Widerständen in mein Fußballvokabular aufnehmen, obwohl ich mit dem Sport sozialisiert und groß geworden bin, allerdings in einer Zeit ohne Internet.

Der Liveticker und vertiefende Informationen zum Fußballgeschäft gab es im Videotext ab Seite 200 bzw. 220, gepaart mit pixeliger Werbung für 0190-Nummern, bei NDR2 lief zur Kernzeit samstags die Bundesligakonferenz und das nächste Bundesliga- oder Zweitligastadion war mehrere Stunden entfernt und mit dem öffentlichen Personennahverkehr schier unerreichbar. Der Bus fuhr ja nicht einmal stündlich zum nächsten größeren Bahnhof. So in etwa verlief die Fußballsozialisation in der Profifußballdiaspora in den mittleren Gebirgsregionen Niedersachsens (für mich).

An einen Deadline Day war also zu dieser Zeit nicht zu denken. Im Grunde habe ich mich für die Transfertätigkeiten und -spekulationen der meisten Vereine in den letzten Jahren nie so recht interessiert, ja manchmal fand ich die Berichterstattungen, ob Neymar nun für 200, 180 oder 112 Millionen zu „Wem-auch-immer“ wechselt, regelgerecht nervtötend, bis ich in der sehenswerten Dokumentation „Sunderland till I die“ Einblick in diesen stressigen Abschlusstag bekommen habe oder bei so manchem Fehlschlag an diesem Tag, weil ein Fax nicht ankam oder ein Spieler einige Zentimeter größer oder kleiner als geplant war, lächeln musste.

Der Deadline-Day in Bischofshol: Die Akte „Paschke“

Obwohl die Regionalliga Nord und im Besonderen Arminia Hannover – als semiprofessioneller Verein (im FM) - ein entspanntes Plätzchen ist, im Vergleich zu den höheren Ligen, in denen es das große Geld geht, war der Deadline Day an der Geschäftsstelle am Bischofsholer Damm ausnahmsweise (sehr) stressig!

Um 8 Uhr am Morgen des 1. September 2025 kontaktiere der Sportdirektor des Drittligisten SV Sandhausen, Mikayil Kabaca, die Geschäftsstelle das SVA über den Anrufbeantworter, da natürlich noch niemand vor Ort war, schließlich war die Kaderplanung bereits abgeschlossen. Er erkundigte sich nach dem Felix Paschke, wies aber zeitgleich darauf hin, dass dieser wechselwillig sei, weil man bereits am späten Vorabend den persönlichen Kontakt gesucht habe.

Als der Spieler schließlich am späten Vormittag zur regulären Öffnung an der Geschäftsstelle eintraf, hatte man die Nachricht schon abgehört und dem SV Sandhausen spontan abgesagt, mit der Begründung, dass das Spieler eine zentrale Figur des Kaders sei.

Womit Weiland aber nicht gerechnet hatte, war die Reaktion Felix Paschkes, denn dieser konnte sich trotz größter rhetorischer Finten nicht mit der Absage anfreunden, kontaktiere kurzerhand die regionale Presse und einige seiner Mitspieler, mit dem Sinn eine kleine Revolte anzuzetteln.



Während die Revolte beim Kader zum Glück auf keinen fruchtbaren Boden stieß, musste man nun doch noch am Deadline Day aktiv werden und den unglücklichen Paschke ersetzen. Nachdem die Telefonleitung zum Glühen gebracht worden sind, konnte man am späten Abend des 1. September drei neue Spieler präsentieren: Mats Pannewig könnte ein direkter Ersatz sein und kommt vom VfL Bochum. Ehlers und May sind eher eine Art „Beifang“ und könnten auf den offensiven Positionen nutzbar sein.

7. Spieltag Regionalliga Nord: Lüneburger SK Hansa (A)

Mit klingelnden Ohren geht Weiland in das Spiel gegen den LSK, mit dem man noch eine Rechnung zu begleichen hat. Paschke ist natürlich nicht mehr Teil des Kaders und konnte unter der Woche mit der Zweiten gegen Magdeburg II antreten. Es hagelte eine 0:3 Niederlage.



Nun aber zum Spiel: Sie kommen immer seltener, diese VDB-Festspiele, weil besagter Spieler inzwischen wieder eher im Mittelfeld unterwegs ist. Da Stoßstürmer Imsak aber bis zur Pause eine Vollkatastrophe zusammendengelt, wechselt Weiland den späteren Dreichfach-Torschützen auf die Stürmerposition und nimmt Imsak vom Rasen. Von da an läuft es, denn gegen den „Erzfeind“ aus der Oberliga kann man je einen 0:1 und einen 1:2 Rückstand auf ein 4:2 drehen.

Treffer: VDB (45, 71, 90), Hackenthal (81, e)

Zuschauer: 570

8. Spieltag Regionalliga Nord: Altona 93 (H)

Gegen den Aufsteiger aus Hamburg-Altona dominieren die Blauen im Rudolf-Kalweit-Stadion, müssen aber bis zum Schlusspfiff zittern, denn nur ein Ball landet im Netz des Gegners. Joker Touray kann einen mit dem Kopf weitergeleiteten hohen Verzweiflungsball in den Strafraum versenken. Ein glückliches, aber verdientes 1:0.

Treffer: Touray (77)

Zuschauer: 1229

9. Spieltag Regionalliga Nord: Kieler SV Holstein (A)



Fast niemand in Kiel interessiert sich für das Spiel der eigenen Zweitvertretung und so muss auch fast niemand miterleben, wie die Kieler im eigenen Stadion den Ball haben, zwanzig Minuten in Überzahl spielen, aber kaum Torchancen erzeugen. Hannover trifft wie schon in der Vorwoche, in diesem Fall aber in Unterzahl, einmal ins Netz und gewinnt 1:0.

Treffer: Imsak (77)

Zuschauer: 366

10. Spieltag Regionalliga Nord: SV Atlas Delmenhorst (H)

Für die Blauen geht die Serie weiter. Im Spiel gegen Atlas Delmenhorst, deren Vereinsname auf die ortsansässigen Atlaswerke – einen Großmaschinenhersteller - zurückgeht, erlebt Weiland ein fast typisches Spiel der zwei Gesichter.



In den ersten 45 Minuten hat Delmenhorst den Ball und die besseren Chancen, aber mit der ersten Torchance trifft die Arminia zur Überraschung aller Zuschauer im RKS. Imsak ist nach Halbfeldflanke mit dem Kopf zur Stelle. In den zweiten 45 Minuten erarbeitet sich die Arminia aus Hannover den Sieg, weil sie nun im offensiven Ballvortrag mehr Struktur haben. Verdient fällt gegen Spielende der letzte Treffer zum 2:0.

Treffer: Imsak (42), Przondziono (92)

Zuschauer: 1243

11. Spieltag Regionalliga Nord: FC St. Pauli II (A)



Vor dem Spiel in Hamburg beordert St. Pauli seinen Spieler Jahraus zurück an den Kiez. Bisher hat der Leihspieler dem Konkurrenzkampf vorne drin nicht standhalten können und kam nur auf wenige Spielminuten, von daher ist es für den SVA kein ernsthafter Verlust. Umweltfreundlich war es auch noch, denn Jahraus konnte die Auswärtsfahrt im Bus nach Hamburg noch mitnehmen.

Die Störgeräusche um Jahraus berühren das A-Team nicht. Gegen St. Pauli spielen sie wie aus einem Guss und gewinnen, weil sie furios in die zweite Hälfte starten und innerhalb von vier Minuten zwei Hütten machen.

Treffer: Imsak (48), Harz (52)

Zuschauer: 191

12. Spieltag Regionalliga Nord: Viktoria Hamburg (H)

Gegen den aktuell 20. der Regionalliga Nord müssen die Arminen sich ganz schön strecken, ehe ihnen ein Tor gelingt. In der 84. Minute behält das ehemalige Lohne-Duo Przondziono und VDB am viel bevölkerten Viktoria-Strafraum den Überblick. VDB spielt einen tollen Steckpass, den sein Kollege mit einem gekonnten Halblupfer zum 1:0 Siegtreffer krönt.

Über Nacht bedeutet dieser Sieg die Tabellenführung für die Blauen! Zudem ist die Arminia der einzig ungeschlagene Club in der Regionalliga Nord!

Treffer: Przondziono (85)

Zuschauer: 1302

13. Spieltag Regionalliga Nord: SV Drochtersen/Assel (A)



Gegen Drochtersen, die nunmehr seit 10 Jahren in der Regionalliga spielen, wird es keine einfache Nummer, aber immerhin konnte Weiland die Akte „Paschke“ nun schließen. Er wird zum TuS Koblenz wechseln und in der Rückrunde dann nicht in der 3. Liga, sondern der Oberliga auflaufen.

Erneut zaubern die Jungs in Blau eine grandiose Leistung auf den Rasen des Kehdinger Stadions! Über 90 Minuten hinweg kann Drochtersen einige Male in Richtung, aber nur ein einziges Mal auf den Kasten Jendrzejs schießen. Selbst entfachen VDB, Harz und Imsak bzw. Przondziono eine irre Offensivwucht. Hätte Hackenthal nicht einen Strafstoß vergeben, so stünde nach Abpfiff 3:0 auf der Anzeigetafel.

Treffer: Touray (38), Przondziono (62)

Zuschauer: 986

14. Spieltag Regionalliga Nord: Hannoverscher SC (H)

Der Held des Hannoveraner Derbys ist an diesem Tag ganz klar Serhat Imsak. Bereits nach drei gespielten Minuten köpft er eine ansich wenig gefährliche Flanke an die Strafraumkante über den herauslaufenden HSC-Keeper Wehking ins Netz. In der 19. Minute erhöht er theoretisch auf 2:0, allerdings wird dieser Treffer noch als irregulär bewertet. Besser läuft es dann in der 75. Minute. Bachmann bedient seinen Stoßstürmer mit einem langen Ball hinter die gegnerische Abwehr und die „2“ wird aus der Tiefkühltruhe gekramt. Später gelingt dem HSC noch der Anschlusstreffer, aber der Derbysieg bleibt am Spielende im Rudolf-Kalweit-Stadion!



Treffer: Imsak (3, 75)

Zuschauer: 2369

15. Spieltag Regionalliga Nord: SV Jeddeloh II (A)


(Foto und Wursttest @Thekenklopper)

Die wohlschmeckende Bley-Bratwurst im Stadion kann die Fans leider nicht über die erste Saisonniederlage hinwegtrösten. Gegen Jeddeloh II kommen die Blauen nie ins Spiel und verlieren völlig verdient mit 1:0.

Treffer: -

Zuschauer: 1145

Vorrunde Niedersachsenpokal: TSV Havelse 1912 (H)

Das Pokalfinale der vorherigen Spielzeit wird nun in der Vorrunde ausgetragen! Für den SVA die Chance, sich an Wolfs TSV Havelse zu rächen und den Weg ins Viertelfinale zu nehmen.

Erneut kann man sich am Bischofsholer Damm auf Imsak verlassen, denn dieser trifft in der 14. und 53. Minute für seinen Club. In seinem Fall sind das die Saisontreffer elf und zwölf.



Leider verletzt sich die Lebensversicherung der Blauen bei einer ggf. ungewollten Aktion des TSV-Innenverteidigers Wegmann. Dieser springt ihm bei einem Kopfballduell mit dem Ellenbogen voraus ins Gesicht und fügt ihm eine Platzwunde am Hinterkopf zu. Im Spiel tut sich danach nichts Nennenswertes mehr, aber natürlich war dieses Foul ein viel diskutiertes Thema auf dem Hügel und der Holztribüne.

Treffer: Imsak (14, 53)

Zuschauer: 2123

16. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (H)

Im Spiel gegen den HSV II, deren Erstvertretung seit dieser Saison wieder – dank der Hilfe des Trainers Sandro Schwarz - in der Bundesliga weilt, merkt man dem A-Team die englische Woche sehr stark an. Weiland verzichtet auf einige Stammspieler und man sieht sofort einen Leistungsabfall. Demirarslan und Ehlers kommen auf den Flügeln beide nicht wirklich in den Tritt und man findet deren richtige Rolle nicht, Przondziono kann Imsak vorne drin nicht ersetzen und die Außenverteidiger Schmitz und Burgmeier sind eben noch junge Talente, keine gestandenen Spieler. Da der HSV II aber vorne nur aus der Entfernung abschließt, endet die Paarung torlos 0:0.

Nach kurzzeitiger Tabellenführung des SVA übernimmt der VfB Lübeck wieder Platz 1 in der Regionalliga Nord.

Treffer: -

Zuschauer: 1378

17. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Oldenburg (A)

Auch an diesem Wochenende merkt man die Formschwäche an allen Ecken und Enden. Ohne Imsak geht nach vorne wenig gegen den VfB aus Oldenburg.

Treffer: -

Zuschauer: 790

18. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck (H)

Im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und dem Verfolger trennen sich beide Teams leistungsgerecht mit 1:1. Imsak trifft wieder und schon läuft es für den SVA. Hätte sein zweites Tor aus knapper Abseitsposition auch gezählt, wäre es für Lübeck ungleich schwieriger gewesen, noch auszugleichen. So hilft ihnen eine Standardsituation zum – wie gesagt – verdienten 1:1.



Den Stempel mit dem Aufdruck „Spitzenspiel“ darf man diesem 1:1 durchaus aufdrücken, denn es war wirklich sehenswert und ich habe es fast über die volle Länge gesehen und durchaus genossen.

Treffer: Imsak (26)

Zuschauer: 1596

19. Spieltag Regionalliga Nord: 1. FC Phönix Lübeck (A)

Erneut steht Lübeck auf der Menükarte, doch in diesem Fall auswärts und der Club trägt einen Phönix im Wappen.

Im Vergleich zum anderen Lübecker Fußballclub in der Liga kämpft Phönix eher um den Abstieg und sie können gegen den SVA keine Punkte im eigenen Stadion halten. Vor 284 Zuschauern können die Gastgeber lediglich durch gelbe Karten überzeugen und verlieren 0:2.



Treffer: Imsak (12), Touray (43)

20. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (A)

Mit einem neuen Coach an der Seitenlinie läuft es für Norderstedt recht gut. Jan-Hendrik Jung, der aus Wattenscheid in den Norden wechselte, steht mit seinem neuen Verein im oberen Drittel der Tabelle.



Vor der Partie im Norden werden die Blauen wegen ihrer Offensivstärke als „bestes Offensivteam“ ausgezeichnet.

Es war eines dieser Spiele, bei denen man nach wenigen Minuten erkennt, dass man es verlieren wird. Eintracht Norderstedt ist in heimischen Gefilden in allen Belangen besser und zieht den eigentlich offensivstarken Arminen früh den Stecker.

Treffer: -

Zuschauer: 754

21. Spieltag Regionalliga Nord: Teutonia Ottensen (H)

Auch das Spitzenspiel gegen Teutonia Ottensen vergeigen die Arminen, weil ihre Abschlüsse am Aluminium abprallen oder in den Händen von Torhüter Peitzmeier landen.

Treffer: -

Zuschauer:1258





In der Tabelle kann sich der VfB Lübeck nach kurzer Formschwäche wieder ganz vorne etablieren. Es folgen auf den Plätzen Atlas Delmenhorst, Arminia Hannover und Teutonia Ottensen.
Arminia Hannover darf mit seinen Leistungen im Allgemeinen zufrieden sein, aber für die winzige Hoffnung auf den Aufstieg ist es dann am Ende vielleicht zu wenig. Einige Transfers aus dem Sommer scheinen den Kader in der Breite nicht so richtig zu verstärken, so dass Formschwächen von Imsak, VDB oder der Wegfall von Paschke eben doch bemerkbar sind.
Unten in der Tabelle versammeln sich einige Clubs aus der Hansestadt Hamburg.
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Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #35 am: 05.Mai 2023, 07:02:35 »

Ärgerlich, aber auch schon heftig, wie hartnäckig dir Lübeck auf den Fersen geblieben ist.
Aber wie sehr man in den unteren Klassen von einzelnen Spielern abhängig ist, kann ich gut nachvollziehen. Da kann eine Verletzung schon für eine Krise sorgen.
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #36 am: 09.Mai 2023, 14:02:59 »

@Muffi: Danke! Ja, man ist defenitiv von der Form oder dem Zustand von Einzelspielern abhängig... Das versuche ich gerade ein wenig zu beheben.



Kapitel 15 „Das Rudolf-Kalweit-Stadion (1)“

Das Rudolf-Kalweit-Stadion, in der Schnellversion scheinbar auch RKS genannt, beherbergt nicht nur die kuriosen Schäflein, sondern bietet mit seinen 16000 möglichen Zuschauerplätzen vielen Menschen die Möglichkeit Live-Fußball zu genießen. Für den SV Arminia Hannover ist das Stadion natürlich leicht überdimensioniert, konnte aber in der langen Vereinsgeschichte durchaus befüllt werden. Der Besucherrekord aus dem Jahr 1960 verzeichnet sogar 20.000 Zuschauer.

In einem Ranking der „Größten Stadien Deutschlands“ rangiert das Rudolf-Kalweit-Stadion, das seinen jetzigen Namen einem Gastronomen widmet, auf Rang 76. In seinem näheren Umfeld dieses Rankings sind einige Schmuckkästchen gelistet: Das Lohrheidestadion in Wattenscheid, die Bremer Brücke in Osnabrück oder das Hardtwaldstadion vom SV Sandhausen.

Neben den Stadionschafen, die sich um die zahlreichen verwitterten Stehplätze kümmern, ist die größte Attraktion die besagte Holztribüne, an deren obersten Stufen man sogar noch die ehemalige Reporter-Kabine des Norddeutschen Rundfunk findet. In ihr sitzt aber niemand mehr, der das Spiel mit Worten live oder in Schnitten begleitet.

Der sogenannte Lahmannhügel befindet sich unweit von der Holztribüne. Verlässt man sie, überquert man einen kleinen Platz auf dem sich der Fanshop und der Brautwurst- sowie Getränkestand befinden. Weniger Meter entfernt liegt dann besagter Hügel, der sich hinter einem der beiden Tore erhebt und auf dem einige Stehplätze besetzt werden. Gegen Ende des Hügels, in dessen Rücken sich ein kleines Waldgebiet erhebt, steht die hier schon häufig zitierte Tiefkühltruhe mit den Nummern für die manuelle Anzeigetafel.

Auf der Gegengeraden kann man den Vereinsnamen oberhalb weiterer, an Spieltagen wohl eher nicht besetzter Stehplätze lesen. Die Wellenbrecher erfüllen inzwischen weniger die ursprüngliche Funktion, mangels Fanzuspruch. Dafür hat man sie kurzerhand zu Werbebanden umfunktioniert. Neben den gängigen Werbepartnern, die mitunter aus der Region stammen, finden sich aber auch im Fußball inzwischen heimisch gewordene Wettanbieter oder überregionale Unternehmen wieder. Herausragend ist mit Sicherheit der Hinweis auf das lesenswerte Fachmagazin Zeitspiel, dass ich vielleicht mal gegen ein Bezahlsender-Abonnement tauschen sollte.

22. Spieltag Regionalliga Nord: SV Meppen (A)

Nach einer völlig verkorksten Wintervorbereitung mit zwei Niederlagen gegen Rödinghausen und Chemie Leipzig hatte Weiland vor dem Rückrundenstart in Meppen kein so gutes Gefühl, durfte sich aber zu seinem Glück täuschen.



Vor großer Kulisse in der Hänsch-Arena Meppens wirbelten Touray und Imsak vorne die Abwehr der Gastgeber ein ums andere Mal durcheinander und schossen zusammen vier Treffer. Nur eine kurze Wackelphase in den 30er-Minuten sorgte für lange Gesichter auf der SVA-Bank, denn zwischenzeitlich konnten die Meppener dank Frei- und Strafstoß ausgleichen. Nach Spielende steht aber ein 4:2 im Spielbericht.

Treffer: Imsak (16), Touray (18, 52, 62)

Zuschauer: 5093

23. Spieltag Regionalliga Nord: SV Werder Bremen II (H)

In der Partie zwischen Werder II und SV Arminia Hannover hatte Schiedsrichter Lukas Benen einen kurzen Draht zur Pfeife und entschied im Verlaufe der Partie bei zwei Stolperaktionen auf Strafstoß.



Nachdem Imsak die Blauen zunächst nach einer schwachen Werder-Abwehraktion in Führung köpfen konnte, pfiff Benen das erste Mal. Der neue Innenverteidiger Dziho hatte den Werderaner Zeqiraj im eigenen Strafraum umgerannt. Den fälligen Schuss aus knapp elf Metern hämmerte Min-Woo zum 1:1 unter die Latte.
Der zweite Pfiff ertönte in der 60. Minute. In diesem Fall fädelte Touray im gegnerischen Strafraum ein, fiel und sorgte für den Strafstoß, den Hackenthal sicher im Tor unterbrachte. Wenige Augenblicke später traf - für den leider verletzten Imsak eingewechselte – VDB zum Endstand von 3:1.

Treffer: Imsak (35), Hackenthal (60, e), VDB (62)

Zuschauer: 1255

24. Spieltag Regionalliga Nord: TSV Havelse 1912 (H)

Im eigenen Stadion fehlt den Blauen vorne ein wenig das Abschlussglück. Die Melodie der 80er-Jahre Serie A-Team war noch nicht lange verklungen, das kann Ehlers eine Mixtur aus Flanke und Schuss mit dem Kopf in Netz verlängern, doch danach bleibt die Freude bei jedem neuen Anlauf auf das gegnerische Tor aus. Dafür kann der TSV in der zweiten Hälfte sehenswert ausgleichen. Endstand: 1:1.

Treffer: Ehlers (3)

Zuschauer: 2888

25. Spieltag Regionalliga Nord: SC Weiche Flensburg (A)

Egal, was Weiland taktisch versucht, gegen Flensburg haben die Arminen keine Chance, rennen hinterher und verlieren 3:1. Zwei Gegentreffer fallen allerdings per Elfmeter, wobei diese symbolisch das Hinterherrennen und Zu-spät-da-Sein dokumentieren.

Da der VfB Lübeck nun zehn Punkte entfernt ist, kann man nach diesem Spiel definitiv Regionalliga-Pläne für die kommende Saison entwerfen.

Treffer: Imsak (71)

Zuschauer: 951

Viertelfinale Niedersachsenpokal: VfB Oldenburg (H)



Der VfB aus Oldenburg kommt zum Viertelfinale mit dem Bus an den Bischofsholer Damm.

Etliche Fouls (32), daher einige gelbe Karten (8) und ein überlegter Torabschluss sind die Zutaten des Pokalspiels in Hannover. Der überlegte Torabschluss wird von Lars Holtkamp serviert, nach starker Vorarbeit durch Imsak. Da nur einer unter vielen (20) Torabschlüssen der Blauen im Netz landet und die Oldenburger Magerkost in der Offensive bieten (xG: 0,24), endet das Pokalduell mit 1:0 für den SVA.

Treffer: Holtkamp (36)

Zuschauer: 1045

26. Spieltag Regionalliga Nord: Lüneburger SK Hansa (H)

Wie schon im Hinspiel ist VDB einer der Spielentscheider, denn er erzielt nach flachem Querpass im Sechszehner des LSK von Demirarslan, dessen Position man nun gefunden zu haben scheint, das 1:0. Den 2:1 Siegtreffer kann Imsak beisteuern. Dieser ist mit 16 Ligatreffern auf Rang 2 der Torjägerliste. Luis Hartwig führt diese an. Er ist zur Zeit als Leihspieler vom VfL aus Bochum in Delmenhorst tätig.



Treffer: VDB (51), Imsak (79)

Zuschauer: 1467

27. Spieltag Regionalliga Nord: Altona 93 (A)

Gegen den Tabellenletzten quälen sich die Blauen in der Ferne zu einem knappen 1:0 Sieg.

Treffer: VDB (3)

Zuschauer: 1779

28. Spieltag Regionalliga Nord: Kieler SV Holstein II (H)



Die Zweite von Holstein Kiel fängt sich zwei Doppelpacks von Imsak und VDB und verliert das Spiel am Ende verdient mit 4:1.

Treffer: 1482

Zuschauer: Imsak (18, 38), VDB (20, 73)

29. Spieltag Regionalliga Nord: SV Atlas Delmenhorst (A)

„Es ist gut etwas Zählbares herauszuholen, wenn man unter seinen Möglichkeiten bleibt“, passt als Aussage perfekt auf dieses Spiel und den 2:1-Siegtreffer von Imsak. Pannewig, der sich zunehmend in die erste Elf spielt, bedient Imsak mit einem zu kurz geratenen Chipball, der Stürmer köpft eine Bogenlampe Richtung Tor, der SVA-Torhüter unterläuft den Ball und drin ist das Ding.



Treffer: Imsak (28, 61)

Zuschauer: 1842

30. Spieltag Regionalliga Nord: FC St. Pauli II (H)

Auch, wenn Pauli II von der Einstellung her ein gern gesehener Gast auf dem Hügel ist, über das 0:0 ist man am Ende doch ein wenig enttäuscht. Gerade in den zweiten 45 Minuten muss das Runde eigentlich ins Eckige.

Da der VfB Lübeck parallel gegen den HSV II verliert, wäre man zumindest wieder etwas in Schlagdistanz (5 Punkte).

Treffer: -

Zuschauer: 1474

31. Spieltag Regionalliga Nord: Viktoria Hamburg (A)

Im Hoheluft-Stadion filetieren die Blauen Viktoria mit 3:0. Die Filetierklinge schwingt an diesem Tag – wer wohl – Serhat Imsak.

Treffer: Imsak (24, 45, 46)

Zuschauer: 444

32. Spieltag Regionalliga Nord: SV Drochtersen/Assel (H)



Außer einem Spieler mit Supernamen gibt es im eigenen Stadion gegen Drochtersen wenig zu sehen. Beide Teams spielen gefällig nach vorne, aber treffen nicht ins Tor – 0:0.

Innerlich ist nun jedewede Hoffnung auf den Aufstieg vorbei. Es sind noch sechs Spiele und neun Punkte Abstand. Das wird keinesfalls reichen. Also bekommen einige verdiente Spieler vor ihrem Vertragsende bzw. Transfer noch einen „Abgang“. Weiterhin kann man unter Volllast ein wenig an der Taktik feilen, ohne Angst vor der Niederlage zu haben.

Treffer: -

Zuschauer: 1456

33. Spieltag Regionalliga Nord: Hannoverscher SC (A)

Beim Derby müssen die Anhänger der Blauen vor Spielanpfiff schon eine bittere Pille schlucken, denn Weiland stellt eine „B-Mannschaft“ auf, da das Pokalspiel gegen Jeddeloh unter der Woche seinen Schatten vorauswirft.

So richtig Derbyfreude kommt bei den Anhängern der Blauen auch nicht auf, dafür ist der Ballvortrag der „Zweiten“ zu schwach. Verdient verlieren sie am Ende im Stadtteil List mit 2:1.

Treffer: Demirarslan (5)

Zuschauer: 2341



Am Rande des Spiels fantasiert man allerdings schon von dem ein oder anderen Jugendspieler von den „Großen“! Der Verein hat auf seinen social-media-Kanälen zumindest ein paar kryptische Nachrichten mit absichtlich verzerrten Bildern gepostet.

Halbfinale Niedersachsenpokal: SV Jeddeloh II (H)

Im Halbfinale des niedersächsischen Landespokals zwischen Jeddeloh und Arminia Hannover war bis zur 20. Minute wenig los. Der erste Aufreger folgte dann nach einer Freistoßflanke. Der etatmäßige Freistoßschütze Hackenthal schlug eine Flanke in den Strafraum und der Stürmer des SSV, Brinkmann, schien sich nach Ansicht des Schiedsrichters in einer schwer zu sichtenden Situation unrechtmäßig Platz für einen Zweikampf verschafft zu haben, somit entschied man auf Strafstoß. Diesen verwandelte Hackenthal anschließend sicher in die Tormitte.



Mit der ersten eigenen Torchance konnten die Gäste allerdings noch vor der Pause ausgleichen. Erneut ist Brinkmann Teil der Szenerie. Er erhält einen perfekten Pass von Schaber in den Rücken der Abwehr der Blauen und schließt unheimlich trocken ins Toreck ab.

Nach leichten taktischen Umstellungen verläuft die zweite Hälfte klar zu Gunsten der Arminia. Sie beherrschen den Ballbesitz, kommen zu einigen guten Torchancen, aber ins Tor treffen sie nicht. Erst kurz vor Spielende gelingt dem Joker Touray, der nach längerer Verletzung sein Comeback feierte, der Siegtreffer zum 2:1. Bedient wird er hierfür ähnlich wie zuvor Brinkmann. Goalgetter Imsak, der inzwischen als Außenstürmer aufgestellt umfunktioniert worden war, konnte sich hier einmal mehr als wichtig beweisen und legt für Touray auf.

Treffer: Hackenthal (20, e), Touray (89)

Zuschauer: 1461



Für Arminia wird es nun der dritte Anlauf in Folge im Pokalfinale. In diesem Fall treffen die Blauen allerdings auf einen haushohen Favoriten! Der VfL Osnabrück ist aktuell Sechster in der 3. Liga und wäre damit auf einem Aufstiegsplatz, da diverse Zweitvertretungen in der Liga unterwegs sind.

Die ersten vier Ränge der 3. Liga qualifizieren sich ja für den DFB-Pokal, aber was ist, wenn Osnabrück aufsteigt? Ist Arminia dann auch im Pokal?

34. Spieltag Regionalliga Nord: SSV Jeddeloh II (H)

Wieder Jeddeloh II, wieder im Rudolf-Kalweit-Stadion, wieder gibt es einen Strafstoß. Bereits in der zweiten Minute rammt Islamovic Imsak strafbar von hinten um und der Referee zeigt auf den Elfmeterpunkt! Mit einem Panenka-Elfmeter trifft Hackenthal zum 1:0. Bei diesem Spielstand bleibt es auch bis zum Spielende, weil Gianni Przondziono vor dem Tor in besten Positionen mal den Arm von Keeper Velichkov, den Pfosten oder die Latte trifft bzw. den Ball einfach drübersemmelt.

35. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (A)



Die Blauen feiern einen tollen 2:1-Auswärtssieg gegen den HSV II, während der VfB Lübeck die erwartbare Meisterschaft drei Spieltage vor Saisonende eintütet.

Treffer: Imsak (49), Przondziono (91)

Zuschauer: 417





In der Tabelle ist nicht nur die Meisterschaft geklärt, sondern auch zwei Absteiger stehen bereits fest. Altona 93 und Viktoria Hamburg steigen in die Oberliga ab. Ab den Rängen 15 und folgende geht es nun um die Nichtabstiegswurst.
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Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #37 am: 10.Mai 2023, 07:04:38 »

Den Vizemeister (ja, ich weiß, der bringt nicht viel) fast sicher und wieder im Pokalfinale. Ich drücke die Daumen, dass dir vielleicht dieses Mal die Riesenüberraschung glückt!

Zum RKS: Wusstest du, dass bis vor Kurzem auch regelmäßig ein American Football - Team dort seine Heimspiele ausgetragen hat? An diesen Tagen wurden aus dem "SV Arminia Hannover" auf der Gegengerade ein "Hannover Spartans". :)
Der Wald gleich neben dem RKS ist die Eilenriede und gilt als flächenmäßig größtes Waldstück (ca. 640 ha) in einem Stadtgebiet in Deutschland. Ich hoffe ich nehme dir damit nichts vorweg, was du selbst noch erzählen wolltest.  :)
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knufschu

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #38 am: 11.Mai 2023, 20:45:07 »

@Muffi: Im Grunde bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Das war schon eine top Saison.

Gerne darfst du ergänzen! (Du kannst ein Kapitel dazu schreiben :-)) Ich bin zwar gebürtiger Niedersachse, aber Hannover war nicht meine Heimat. Der intensivste Besuch war die Zeit mit/bei der Arminia und im Eilenriedestadion.


Kapitel 16 „Brüderschaft & Niedersachen im Pokal“

Anlässlich des anstehenden Pokalfinals im Niedersachsenpokal lohnt ein Blick auf den Folgewettbewerb, den DFB-Pokal aus niedersächsischer Perspektive, denn DFB-Pokalsiege aus Niedersachsen sind brutal rar gesät, wenn man sich die Historie anschaut, in der natürlich – wie immer – die Bayern dominieren.

Der jüngste DFB-Pokalsieg gelang dem VfL Wolfsburg in der Spielzeit 2014/2015. Im Kader der Wölfe standen damals unter anderem Kevin De Bruyne, Ivan Perisic oder der noch aktive Maximilian Arnold. Sie gewannen das Finale mit 3:1 gegen die Borussia aus Dortmund. Trainer bei Wolfsburg war Dieter Hecking und beim BVB Jürgen Klopp. Letzterer wird weiter unten erneut eine entscheidende Rolle spielen.

Aus Sicht der niedersächsischen Landeshauptstadt gehört der Titelgewinn der Roten (Hannover 96) in der Saison 1991/1992 schon fast zu den Kuriositäten, denn dieser Coup gelang dem Verein als Zweitligist!

Bereits der Gegner in der ersten Pokalrunde ist nur dem eingefleischten Fußballfan bekannt: NSC Marathon 02 Berlin. Der Verein existiert in seiner damaligen Form heute so nicht mehr, denn im Rahmen einer Fusion mit dem 1. FC Novi Pazar 95 wurde der 1. FC Novi Pazar/Marathon 1895. Der Gegner der Hannoveraner, mit dem ursprünglichen Namen, bewegte sich ausschließlich im Amateurfußball Berlins und wurde in der ersten Runde mit 7:0 geschlagen.

In der zweiten Spielrunde schlugen die Roten dann allerdings schon einen Gegner aus dem Oberhaus, den „unabsteigbaren“ VfL Bochum. Nachdem Heiko Bonan den VfL im Ruhrstadion früh in Führung gebracht hatte, haben die Hannoveraner das Spiel bis zur 35. Minute zu einem 3:1 gedreht. Der Anschlusstreffer, der aber auch zugleich den Endstand darstellte, fiel per Eigentor.

In der 30. Minute, am 17. August 1991, traf ein gewisser Niclas Weiland zum 2:1 für die 96er. Der Nachname ist in diesem Fall kein Zufall, denn es handelt sich hierbei um den älteren Bruder des hier fiktiv dargestellten Dennis Weiland! Niclas hat in seiner Karriere insgesamt über 120 Spiele für die Roten absolviert, bei 24 Toren, laut „transfermarkt.de“.

Die Karriere der beiden Brüder überschnitt sich in den 90ern und in den frühen 2000er Jahren, denn beide haben unter Jürgen Klopp bei Mainz 05 gespielt und kommen dabei zusammen auf an die 200 Spiele! … [Fortsetzung folgt]

36. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Oldenburg (H)

Vor dem Pokalfinale und aufgrund der bereits entschiedenen Meisterschaft rotierte Weiland heftig durch. Die aufgestellte Elf konnte dabei gegen den VfB aus Oldenburg mäßig überzeugen und die Partie endete 1:1.

In der Hoffnung, dass sich die Spieler ein wenig „warmlaufen“, wechselte der SVA-Coach seine Stammspieler zum Teil nach und nach ein, musste aber zusehen, wie sich Theo Harz nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung einen Muskelfaserriss in der Wade zuzog und somit für das Finale ausfällt.



Treffer: VDB (92)

Zuschauer: 1154

Finale Niedersachsenpokal: VfL Osnabrück (N/A)

Bereits zu Saisonbeginn wurde das Stadion an der Bremer Brücke für das Pokalfinale auserkoren, somit haben die Blauen neben einem schier unschlagbaren Gegner nun auch noch ein Auswärtsspiel im Finale, welches eigentlich auf neutralen Boden stattfinden soll.

Vor dem Spiel gibt es neben den Verletzungen und dem Austragungsort noch weitere positive und negative Bedingungen, die berichtenswert sind.

Die letzten Ergebnisse des VfL lassen wenig Hoffnung bei dem SVA aufkeimen, denn neben dem 5:0 Kantersieg gegen Meppen, bei denen die Meppener nicht einen Torschuss zustanden brachten, wurden auch die Kickers aus Offenbach mit 5:1 aus dem eigenen Stadion geschossen. Zudem hat die Mannschaft, gecoacht von Selimbegovic, die TSG Hoffenheim II mit 3:2 geschlagen. Weiterhin wird man mit einer großen Kulisse rechnen dürfen, denn zu Ligaheimspielen kommen im Schnitt rund 12.500 Fans an die Bremer Brücke.

Es gibt aber auch Grund zur Hoffnung, denn das letzte Spiel haben die Osnabrücker gegen Mönchengladbach II verloren. Zweifelsohne gegen eine Mannschaft, die mehr individuelle Klasse hat als der SVA. In der ersten Pokalrunde hat der VfL zudem gegen den HSC aus Hannover „nur“ mit 2:1 gewonnen.

Liveticker

Minute 1 – 15: Der Druck der Blauen in den ersten Minuten trifft den VfL völlig auf dem falschen Fuß! VDB und Holtkamp kommen in den ersten sieben Minuten zu zwei aussichtsreichen Abschlüssen, die allerdings beide über das Gebälk fliegen.

Etwas argwöhnisch blickt Weiland allerdings drein, weil Montag auf Außen so seine Probleme mit dem inversen Außenspieler Oduah hat. Dieser narrt ihn schon das ein oder andere Mal. Bisher zum Glück – für Arminia – ohne Erfolg, denn noch haben die „Gastgeber“ keinen Torabschluss zusammengebracht.

Minute 15 – 30: In der 23. Minute haben die Osnabrücker den ersten Torschuss. Higl wird mit langem Ball gefunden, er läuft allein auf Jendrzej zu, aber hebt den Ball über das Tor hinweg. Das war bisher die größte Chance im Spiel! Drei Minuten später wird es richtig knapp. Wieder ist Higl durch, im Grunde ist er schon am SVA-Keeper vorbei, doch Bachmann bekommt den Körper noch in den Schuss und Montag pöhlt den Ball erstmal ins Seitenaus.

Das Momentum ist nun komplett beim VfL, denn der SVA bekommt nach vorne nichts mehr auf die Reihe.

Minute 30 – 45: Das Spiel beruhigt sich wieder ein wenig, bei fortdauernder Überlegenheit des Drittligisten. Zur Pause bleibt es torlos.

Minute 45 – 60: Arminia wechselt in der Pause Przondziono für Touray ein. Der Start in Hälfte zwei bleibt erstmal ruhig. Die erste Chance haben dann die Blauen. Besagter Gianni Przondziono tankt sich mittig durch, sein Schuss kann aber im letzten Moment geblockt werden.



Minute 60 – 90: In Minute 62 fällt dann der erste Treffer für den Favoriten. Jendrzej unterläuft einen Eckball, der Ball landet auf dem Fuß des vor zehn Sekunden eingewechselten Kwiecien und dieser schiebt ins leere Tor ein. Danach hat die Arminia zwei Halbchancen, mehr nicht. Die Partie endet, wie die vorherigen Pokalfinals aus Sicht der Hannoveraner, mit 0:1. Der 0:1-Pokalfluch!! (Naja, Osnabrück war schon deutlich besser!)



Treffer: -

Zuschauer: 15.500

37. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck (A)

Ein ausgeglichenes Spiel endet mit 1:1, während die zahlreichen VfB-Anhänger im eigenen Stadion den Aufstieg abfeiern, hadern die Arminen mit dem späten Gegentreffer in der 90. Minute und dem Pokalspiel.

Treffer: Przondziono (76)

Zuschauer: 6.664

38. Spieltag Regionalliga Nord: 1. FC Phönix Lübeck (H)

Auf dem Hügel wird eine starke (Vizetitel-)Saison gefeiert, während Serhat Imsak sich mit zwei Treffern am letzten Spieltag noch die Torjägerkanone sichert und die Phönixe zeitgleich in die Oberliga verbannt.



Treffer: Imsak (3, 82)

Zuschauer: 1099





Die Abschlusstabelle war schon beim letzten Posting erahnbar. Für zwei Hamburger Clubs geht es in die Oberliga und Phönix hat es nun leider dank Arminia auch erwischt. Alleine wegen des coolen Vereinsnamens und weil ich in einem Hardy Grüne Buch über sie gelesen habe, standen sie auch in der „shortlist“ (@Thekenklopper) für eine Story hier.

Die größte Überraschung ist mit Sicherheit der achte Platz des HSC. Das hätte ich nicht erwartet. Die größte Enttäuschung schieben die Zweitvertretungen, die bereits die 3. Liga überbevölkern. Ich habe gehört, dass Daveincid hier etwas verändert hat, aber da lief der Spielstand (leider) schon.
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Muffi

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Re: [FM23] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
« Antwort #39 am: 12.Mai 2023, 07:44:51 »

Ah, wie ärgerlich, mit ein wenig Glück wäre womöglich ein Unentschieden und damit Verlängerung/Elfmeterschießen im Pokalfinale drin gewesen. Aber Osnabrück ist schon eine Hausnummer, deine Jungs haben sich gut geschlagen, nur 1:0.

Ansonsten Glückwunsch zur an und für sich richtig guten Saison!

Zu was genau denn (also das Kapitel)?  :)
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