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[beendet] [FM23/24] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm
Muffi:
Echt bitter, eine sensationelle Saison ohne Niederlage gespielt und dann ausgerechnet im Pokalfinale die erste Niederlage hinnehmen. Dennoch - viel Erfolg in der Regionalliga Nord! :)
knufschu:
@Achtelprofi & Muffi: Ja, war wirklich bitter. Zumal dieser Pokalmodus in der Regionalliga ungleich schwerer ist, denn nun gehört der SVA zu den schwächeren Teams, da jetzt nur Regionalligisten und Drittligavereine mitspielen.
Arminia muss in der Vorrunde gegen den VfL Osnabrück ran. Nach diesem einen Spiel beginnt dann die Haptrunde direkt mit dem Viertelfinale.
Kapitel 9 “Bert Brecht und der SVA (1)“
„In einer Umfrage der «Literarischen Welt» haben sich einige Herren zum bemerkenswertesten Kunsterlebnis des Jahres 1929 geäußert. Gerhard Hauptmann nannte die Aufführung eines (eigenen) Stücks, Franz Werfel sprach sich für die Gedichte seiner Freunde aus, Th. Mann bekannte sich zu einer Oper. Ich bedaure alle drei, zünde meine Zigarre an und stimme für das interessanteste Spiel der Deutschen Meisterschaft, Schalke 04 gegen Arminia Hannover, das mit 6 zu 2 endete.“
So beginnt ein Text, der den großen Literaten Bertold Brechts parodieren soll. Verfasst hat ihn 1997 der NZZ-Journalist Seibt. In seiner Folge verselbständigte sich dieser Text, dessen tatsächliche Autorenschaft scheinbar hier und da niemand so recht gegengeprüft hat, weder die Bundesregierung, als sie Teile des Textes in das Kunst- und Kulturprogramm zu Fußballweltmeisterschaft 2006 aufgenommen hat oder die renommierte Wochenzeitung „Die Zeit“.
Mehr dazu in einem späteren Posting. (Link: https://www.nzz.ch/folio/jubilaeum/folio-lugt-ld.1619331)
Die Sommertransfers & der Kader
Geplant ist für die Regionalligasaison eine auch in der Oberliga gespielte Variante des 4-2-3-1, allerdings eher mit zwei klaren (defensiven) Sechsern und einer Formation, die eher ohne klassischen Spielmacher auskommt.
Im Tor
Im Tor hat Weiland die Qual der Wahl. Sowohl der Oberliga-Keeper Jendrzej als auch die Neuverpflichtung Schlitter.
Der 22-jährige, gebürtige Erfurter wurde beim FC Magdeburg von Coach Heiko Herrlich aussortiert, obwohl er in der letzten Saison in der 3. Liga Stammtorhüter war.
In der Verteidigung
Mit Bachmann und Greve hat sich bereits in der Oberliga ein Duett gefunden, das gut harmoniert. Sollte Greve nicht aus seinem Amateurvertrag „gekauft“ werden, sind sie die Stammkräfte.
Die Ersatzkräfte Manuel Braun, vom VfL Wolfsburg kommend und Simon Feistner, von Carl-Zeiss Jena geliehen, werden mit Sicherheit Minuten sammeln.
Weiterhin kann Jan Vogel mit seiner Körpergröße von 1,90 hinten aushelfen.
Die Außenverteidiger haben ebenfalls schon in der letzten Saison für den SVA gespielt. Links ist der Elfmeter- und Freistoßschütze Hackenthal mehr oder weniger gesetzt, wenngleich er sehr enttäuscht war, dass Hannover die Trainingseinrichtungen nicht verbessert hat. Weiland konnte das aber einfangen. Mit Olthoff gibt es hier eine Ersatzoption. Rechts wird Benni Mesic verteidigen.
Beide haben allerdings deutliche Schwächen im Kopfballspiel, sollten sie mal in der Box zu einem Duell mit dem Kopf geladen werden.
Im Mittelfeld
Das zentrale Mittelfeld beherbergt einige gute Spieler, die allesamt mittleres bis ordentliches technisches und mentales Niveau der Regionalliga aufweisen.
Neu im Kader ist Felix Paschke, der den Weg beim HSV nicht gepackt hat. Arminia ist seine zweite Station außerhalb Hamburgs. Zuvor hat er sein Glück in Halberstadt gesucht. Er wurde aufgrund seines defensiven Verständnisses erwählt.
Dazu gesellen sich bekannte Gesichter: Lars Holtkamp, Moritz Montag, Jan Vogel sowie Kevin Matulin.
Die offensiven Außenbahnen werden in der Tendenz invers bespielt. Hier setzt Weiland in Teilen auf Altbekanntes. Prior Bautista war eine zentrale Größe in der Oberliga und wird seine Rolle auch in dieser Saison haben.
Neu ist Ben Bäßler, den man vom Konkurrenten aus Hannover, dem HSC leihen kann. Für einen dritten Verein aus Hannover ist in der Regionalliga allerdings kein Platz, da sie in der Aufstiegsrelegation aufgrund der schlechteren Tordifferenz Viktoria Hamburg den Vortritt lassen mussten. Bäßler ist auch eine Option für das Sturmzentrum.
Weiterhin wird man auf dem Lahmannhügel Theo Harz begrüßen dürfen. Auch er kommt vom HSV II nach Hannover. Ausgebildet hat den flinken Spieler Energie Cottbus.
Die Zehnerrolle ist sehr offen und zugleich umkämpft. Corvin Bock und Jäschke sind beide geeignet, wobei letzteren hätte man in der Geschäftsstelle am Bischofsholer Damm gerne zu Geld gemacht. Auch gerade genannter Theo Harz ist hier denkbar. Weiterhin ist auch Ole Wohlers neu im Kader, der in Ottensen keine Rolle mehr spielen sollte.
Im Sturm
Die eine Position im Sturm kann man schon in gewisser Weise als Königstransfer bezeichnen. Blau-Weiß Lohne hat Bennet van den Berg keinen neuen Vertrag gegeben und Weiland sofort zugegriffen. Er ist nicht so schnell, wie man es sich erhofft hat, aber auf dem Markt die Mischoption mit Kopfballpower und Speed.
Jagupov und Schock, die Goalgetter der letzten Saison, wollten beide nicht mehr in Hannover bleiben. Ersteren konnte man zumindest zu Geld (5.000 €) machen.
1. Spieltag Regionalliga Nord: TuS Blau-Weiß Lohne (H)
Die Saisoneröffnung im Rudolf-Kalweit-Stadion läuft für die Blauen sehr gut. Gegen Blau-Weiße Lohne, die in den vergangenen Jahren mit ihrem Coach Rießelmann die Plätze 13 und 14 belegt haben, sind die Hannoveraner sehr dominant und erspielen sich einige gute Chancen.
Da die „guten“ Chancen eher am Aluminium oder in den Händen von Dedovic landen, fällt der erste Treffer der Spielzeit aus der Ferne. Montag hämmert das Leder in der 34. Minute zum Treffer des Tages unter die Latte.
Treffer: Montag (34)
Zuschauer: 1108
2. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (A)
Schon ein Blick auf den Offensivbereich des Kaders ließ Weiland innerlich erzittern: Appiah, Baldé, Velasco, alle haben einen ungeheuren Speed! (Antritt >15).
Aus Befürchtungen wird am Ende Wahrheit. Die Rothosen sind viel zu flink für die Blauen, kommen sowohl über die Außen - das war taktisch so akzeptiert - als auch durch die Mitte - das war taktisch nicht so akzeptiert - mit schnellen Kombinationen durch kleinste Öffnungen. Dass sie nach Spielende mit 3:1 gewinnen, spiegelt den Spielverlauf.
Nach Spielende wird dennoch Tacheles geredet!
Treffer: Bachmann (45)
Zuschauer: 721
3. Spieltag Regionalliga Nord: FC Oberneuland (H)
Im heimischen Stadion bleiben die Blauen in der neuen Liga weiterhin makellos und besiegen den FC Oberneuland mit 5:0! Das Ergebnis fällt mit Sicherheit ein wenig zu deutlich aus, da die Bremer durchaus zu deutlichen Chancen gekommen sind, aber Jendrzej bei seinem Regionalligadebüt einige starke Paraden zeigte. Zudem fallen zwei Treffer – durch Hackenthal – nach abgefälschtem Freistoß und berechtigtem Strafstoß.
Treffer: van den Berg (Hackenthal 18, 45, e), van den Berg (39, 88), Montag (47)
Zuschauer: 1041
4. Spieltag Regionalliga Nord: FC St. Pauli II (A)
Wieder geht es auswärts in Richtung Hamburg zum Edmund-Plambeck-Stadion gegen den FC St. Pauli II. In den ersten 22 Minuten bahnt sich in Freak-Spiel an. Schade, dass nur 216 Zuschauende den Weg ins Stadion finden.
Nach knapp zwei Minuten treffen die Gastgeber durch Baraze Adam, der umringt von Gegenspielern aus rund 30 Metern in den Torwinkel abschließt. Nur wenige Minuten, aber durchaus weitere Torchancen später, kann der SVA ebenfalls von außerhalb der Box treffen. Eine verunglückte Freistoßabwehr landet bei Bachmann, der auf Harz ablegt und dieser schlenzt die Kugel mit Dampf ins gegnerische Halbnetz – ein weiterer Traumtreffer!
Es geht weiterhin Schlag auf Schlag. Erneut können die Hamburger treffen, da Hackenthal Kukanda in den Strafraum ziehen lässt und dieser aus etwa sieben Metern scharf abschließt. Jendrzej hat zwar die Hand am Ball, aber dennoch landet die Pille im Netz.
Nur zwei Minuten später liegt der Ball wieder im Tor. In diesem Fall bei St. Pauli II. Aktürk, der von Bäßler angelaufen wird, will einen Ball von hinten klären, trifft aber den Schädel von Bäßler. Der Ball prallt zum in der Mitte wartenden van den Berg, der locker einschiebt.
In der 22. Minute fällt dann der letzte Treffer der Partie. Bäßler, heute in Topform, geht auf Außen gut durch und spielt einen starken Schnittstellenpass auf Harz, der frei aufs Tor zuläuft und den Endstand erzielt.
Treffer: Harz (6, 22), van den Berg (22)
Zuschauer: 216
5. Spieltag Regionalliga Nord: SV Teutonia Ottensen (H)
Im Grunde machen die Blauen ein fast ideales Spiel, verlieren aber mit 1:0 im heimischen Stadion. Ottensen hat nur zwei Schüsse, die aufs Tor fliegen, aber einer landet auch im Tornetz. Beim SVA verhindern das Aluminium, wie z.B. bei Jäschkes Abschluss in der 88. Minute oder der Ottenser Torhüter – Zummack – eine Punkteteilung bzw. eine Niederlage.
Treffer: -
Zuschauer: 1148
In der Tabelle sortiert der SVA sich im Mittelfeld ein, wichtiger aber sind die bisher erreichten neun Punkte, die Richtung Klassenerhalt von Bedeutung sind. Weiterhin hat man die Gewissheit den einen Tabellenersten im direkten Duell zumindest ärgern zu können.
Noergelgnom:
Großartiger erster Textabschnitt, ich hab den Link jetzt unter Aufbietung aller Willenskraft nicht angeklickt, um mir die Vorfreude/Überraschung nicht zu verderben. Bin gespannt, was Du dazu noch zu sagen/schreiben hast.
Ansonsten: sehr guter Start in die Ligasaison, Klassenerhalt scheint nach den ersten Erfahrungen ein realistisches Ziel zu sein (mit Luft nach oben).
Deine Taktik ist unorthodox, aber offenbar gut auf den Kader abgestimmt. Sowas zeichnet einen guten Trainer aus.
Ein paar hundert Millionen Euro ausgeben, um den Kader an den Trainer und dessen Taktikidee anzupassen, kann schließlich jeder. :D
Bin gespannt!
knufschu:
@Achtelprofi: Dann wirst du dich noch ein wenig gedulden müssen :-)
Kapitel 10 “Rivalität mit den „Roten“ (1): Das Eilenriedestadion“
Am Rande der Eilenriede, einem rund 640 Hektar großen Stadtwaldgebiet, östlich der Innenstadt Hannovers liegt das Eilenriedestadion. Wer die Ohren spitzt, kann vielleicht aus dem unweit entfernten Zoo glückliches Kindergeschrei oder Elefantentrompeten vernehmen.
Gegenüber des Stadions inklusive Jugendleistungszentrum (Hannover 96), das sich im Stadtteil Kleefeld befindet, liegt ein Kongresszentrum. Insgesamt wirkt das Ambiente beim Aussteigen an der Haltestelle „Congress Centrum“ eher wie in einem verlassenen Regierungsviertel, in dessen Mitte ein Raumschiff in Form eines Fußballstadions gelandet ist.
Das Eilenriedestadion trägt neben dem stadiontypischen betongrau die Farben von Hannover 96, also ein sattes Hellgrün. Vor dem jetzigen Namen wurde es auch mal „96 – Das Stadion“ genannt.
Die weitläufige Fläche vorm Zugang auf die Sitzplatztribüne lässt eine gewisse Geschichtsträchtigkeit des Ortes erahnen. Man passiert zwei ungenutzte Kassierhäuschen und eine Uhr des Hofuhrmachers Stellmann, versehen mit dem Wahlspruch „Niemals allein“ aus dem Stadionsong „96 – Alte Liebe“. Für mich einer der schönsten Stadionsongs, die ich bislang gehört habe. Daraufhin knirscht gehakter Kies unten den Füßen, während man an 10 – 12 Stehtischen noch schnell eine für meinen Geschmack mäßige Bratwurst verzehren kann, bevor es dann auf die Sitzplatztribüne geht.
Von diesen überdachten, aber dennoch etwas zugigen Plätzen aus wirft man rechter Hand den Blick auf die denkmalgeschützte Tribüne, die schon eine Augenweide ist und dem Eilenriedestadion inklusive einer kleineren gegenüberliegenden Steh-/Sitzplatztribüne für Gästefans die offizielle Platzzahl von 2500 bis 5000 Plätzen verleiht.
Weil es an dem Besuchstag doch ein sehr wetterwendischer Nahmittag war, haben wir (@Thekenklopper) schlotternd das Stadion verlassen und waren zudem noch in ein kurzes Zwiegespräch mit Frank Jasperneite, einem der Rockstars des deutschen Groundhoppings in Deutschland, vertieft und ebenso erfüllt, ihn tatsächlich getroffen zu haben. Unsere Wege trennten sich allerdings recht schnell, da er noch ein weiteres Spiel auf der Agenda hatte, während wir erstmal im warmen Hotelzimmer ausspannen wollten und etwas von Gratiscocktail bei der Buchungen eines Standardzimmers gelesen hatten.
6. Spieltag Regionalliga Nord: SC Weiche Flensburg 08 (A)
Nach der langen Anreise von Hannover bis Flensburg, mit Stau am Elbtunnel, scheinen die Blauen etwas erschöpft. Phasenweise kommen sie auf einen Ballbesitzwert von 18%, können im Norden dennoch einen Punkt abgreifen, weil sie aus den wenigen Chancen zwei Treffer machen, während die Gastgeber aus vielen Chance „nur“ zwei Tore erzielen.
Zudem wurden kurz vor Abreise rund um den Deadline-Day noch zwei Leihgeschäfte eingetütet. Mustafa Bayram vom Halleschen FC wird für ein Jahr an den Bischofsholer Damm gelotst. Weiterhin kommt noch Luis Jahraus von St. Pauli zum SVA.
Treffer: Bayram (71), Harz (76)
Zuschauer: 1036
7. Spieltag Regionalliga Nord: 1. FC Phönix Lübeck (H)
Eine Woche nach dem 2:2 in Flensburg hängen nach Spielende am Lahmannhügel auch zwei Zweien an der Anzeigetafel über der aussortieren Tiefkühltruhe. Die Bedingungen während der Partie waren im Vergleich zur Vorwoche aber grundverschieden, denn nun verschenken die Blauen zwei Punkte, weil sie hinten unaufmerksam verteidigen.
Treffer: Hackenthal (8, e), Prior Bautista (27)
Zuschauer: 1146
8. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck (A)
Aus dem Auswärtsspiel vor großer Kulisse in Lübeck kann die Arminia nichts mitnehmen und verliert vor zahlreichen Zuschauern mit 1:0. Der VfB ist mit Sicherheit die bessere Mannschaft, aber im Grunde hätte bei besserer Chancenausbeute ein 1:1 fallen können. Wohlers schiebt z.B. in der 88. Minute frei auf den Torhüter der Gegner zulaufend das Leder an den Pfosten.
Treffer: -
Zuschauer: 3385
9. Spieltag Regionalliga Nord: SV Werder Bremen II (A)
(Foto@Thekenklopper)
Auf Platz 11 nahe des Weserstadions in Bremen können die Blauen erneut nicht gewinnen, aber immerhin einen Punkt stibitzen. Die Zweite von Werder ist erheblich besser, geht nach acht Minuten durch einen Kopfball von Rosenboom in Führung, kann aber nicht nachlegen. Daher reicht für Hannover ein Treffer durch van den Berg in der 85. Minute, um besagten Punkt zu entführen.
Treffer: van den Berg (85)
Zuschauer: 668
10. Spieltag Regionalliga Nord: SSV Jeddeloh II (H)
Eine etwas kuriose Namensgebung führt fälschlicherweise dazu, dass der Verein als Zweitmannschaft betrachtet werden könnte. Die „II“ ist aber aus einer Eingemeindung oder Ortsteilbenennung entstanden, da der Club aus dem Ammerland aus dem Ortsteil Jeddeloh II der Gemeinde Edewecht stammt.
Die Zwei ist auch für das Spiel ein gutes Stichwort, denn der SVA schlägt Jeddeloh mit 2:0 und kann damit die kleine, aber zu erwartende Ergebniskrise der letzten Wochen wettmachen.
Treffer: van den Berg (23, 73)
Zuschauer: 1106
11. Spieltag Regionalliga Nord: Hannover 96 II (A)
Im Eilenriedestadion haben die Blauen, deren Fans schon noch eine gewisse Rivalität gegenüber den „Roten“ spüren, keine Chance und verlieren völlig verdient mit 2:1. Im Grunde könnte auch ein 5:0 auf dem Spielbericht stehen, denn auch das Ergebnis würde diese Demontage abbilden.
Zuschauer: 1714
Treffer: van den Berg (40)
12. Spieltag Regionalliga Nord: Bremer SV (H)
Der Bremer SV wird von den Blauen richtig abgeschossen! Die Partie endet mit einem 6:2 und einem lewandowskiesken Fünferpack von van den Berg! Darauf ein Einbecker, zur Not auch warm!
Treffer: van den Berg (11, 17, 29, 47, 62), Hackenthal (40)
Zuschauer: 1051
13. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Oldenburg (A)
Vor dem Spiel gegen den VfB in Oldenburg wird Bäßler zurück zu seinem Heimatverein, dem HSC geholt. Man war mit der Position, den Einsatzzeiten und sowieso mit allem unzufrieden, bezogen auf das Leihgeschäft.
Eine Woche nach dem Fünferpack kommen die Blauen in Oldenburg nicht in die Spur. Wenn die personifizierte Torgarantie van den Berg nicht trifft, geht auch vorne (fast) nichts. Die Gastgeber treten vorne allerdings auch kaum in Erscheinung, bekommen aber einen klaren Strafstoß, den der Gefoulte Neziri nach einer halben Stunde eigenhändig einschiebt. Als die mitgereisten Anhänger der Blauen bereits innerlich Abwinken, profitiert Holtkamp von einem Fehler des Routiniers Mielitz. Dieser wehrt einen, das muss man zur Verteidigung des ehemaligen Bundesligaspielers sagen, harten Schuss ins eigene Tor ab. Endstand: 1:1.
Treffer: Holtkamp (84)
Zuschauer: 756
14. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (H)
Die Norderstedter haben mit Olufemi Smith einen kleinen Promi an der Seitenlinie, den damaligen „Schlag den Raab“-Sieger und St. Pauli-Kicker.
Ich erinnere mich noch dunkel, war mit @Thekenklopper damals im Auestadion in Kassel und anstelle nach dem Spiel zwischen dem KSV Hessen Kassel und Wacker Burghausen das (geplante) Karriereende von Oliver Adler zu begießen und vor Ort einen zu heben, sind wir vor einem Fernseher versackt, weil ein ehemaliger oder noch aktiver Fußballprofi des FC. St. Pauli gegen den TV-Moderator Raab in dessen Sendung „Schlag den Raab“ angetreten ist. Als ich nach kurzer Zugreise Richtung Göttingen – früher als geplant – zu Hause eintraf, lief das Duell gerade auf sein finales Elfmeterschießen zu und Olufemi gewann 2,5 Millionen Euro!
Das Spiel im Auestadion endete damals recht belanglos mit 1:1 und der KSV-Keeper Oliver Adler lief nach Spielende noch eine Ehrenrunde über die rote Tartanbahn, die Spielfeld und Zuschauertribüne voneinander trennt. Er grüßte dabei in die entfernten Weiten des gähnend leeren Stadions.
Für besagten Smith gab es mit der Eintracht in Hannover nichts zu holen. Sie verlieren mit 0:1 und erspielen sich dabei keine nennenswerte Torchance. Wie zuletzt immer kann van den Berg für Arminia netzen.
Treffer: van den Berg (47)
Zuschauer: 998
Vorrunde Niedersachsenpokal: VfL Osnabrück (H)
Ob Robin Dutt, amtierender Coach des VfL aus Osnabrück, Arminia Hannover kennt? Hat er ein solches Stadion erwartet, als der Mannschaftsbus des VfL am Stadion hielt? Vermutlich nicht, denn scheinbar hat er den Gegner unterschätzt und gedacht, man könne diesen Underdog locker aus dem Weg räumen.
In einer zumeist ausgeglichenen Partie kommen die Blauen dank gefälligen Passspiels vor allem in der 41. und 90. Minute aus Sicht Dutts viel zu frei zum Torabschluss. In beiden Fällen klingelt es im Kasten von Philipp Kühn, während der VfL seine Torchancen nicht nutzen kann. Das Pokalspiel endet somit mit 2:0.
Treffer: Harz (41), Bayram (90)
Zuschauer: 1742
15. Spieltag Regionalliga Nord: Viktoria Hamburg (A)
(Foto@Thekenklopper)
Das Wiedersehen mit Abdul im Stadion Hoheluft verläuft herzlich und zugleich ereignislos. Da weder der Liberianer im Dress der Hamburger noch jemand im blauen Trikot des SVA in das Tor treffen, endet die Partie torlos.
Dafür können sich die mitgereisten Anhänger der Arminia auf der schicken Holztribüne ein paar Astra gönnen.
Treffer: -
Zuschauer: 643
16. Spieltag Regionalliga Nord: SV Drochtersen/Assel (H)
Aus der Not geboren, da einige Spieler verletzt ausfallen, starten die Blauen gegen Drochtersen mit einer Dreierkette. Wer in den letzten Wochen bei den Trainings aufmerksam zugesehen hat, konnte diese Möglichkeit erahnen, da hier und da bereits der Spielaufbau mit einer Dreierkette eingeübt worden ist.
Man erkennt im Spiel mit dem Ball, dass die neue Formation noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist, da die ersten 45 Minute ohne große Torszenen der Blauen auskommen. Im Spiel gegen den Ball sind die Hannoveraner allerdings schon recht sattelfest und fangen sich nur ein Gegentor, welches unheimlich gut herausgespielt war. Endstand: 0:1.
Treffer: -
Zuschauer: 1145
17. Spieltag Regionalliga Nord: TSV Havelse (A)
Vor Spielbeginn hört man aus der Gästekabine im Wilhelm-Langrehr-Stadion ein paar Glückwunschworte des Teamkapitäns Prior Bautista, der Weiland zu seinem 100 Spiel als SVA-Coach gratuliert.
Gegen Havelse starten die Arminen erneut mit einer Dreierkette und wie in der Woche zuvor tun sich die Gegner schwer, diese durch Offensivaktionen zu durchbrechen. Da der Ball nach vorne auch gefälliger läuft, gewinnen die Blauen in Havelse mit 2:1!
Treffer: van den Berg (13), Bayram (45)
Zuschauer: 1833
18. Spieltag Regionalliga Nord: SV Kieler Holstein II (H)
Im Tabellennachbarschaftsduell des grauen Mittelfelds der Regionalliga Nord treffen Arminia Hannover und Holstein Kiel II aufeinander. Das Spiel bietet einen rasanten Start mit zwei frühen Toren. Zunächst kann der Gast aus Kiel durch Labes nach nicht einmal zwei Minuten den ersten Treffer markieren, doch es dauert nicht lange, da macht es doppelt „Bumm“ – wer sonst – van den Berg (vdB in Anlehnung an KDB) trifft in Minute 10 und 15. Danach ist Arminia im heimischen RKS (Rudolf-Kalweit-Stadion) die bessere Elf, denen ein Treffer zum 3:1 in mehrfacher Hinsicht verwehrt bleibt.
Treffer: van den Berg (10, 15)
Zuschauer: 1061
19. Spieltag Regionalliga Nord: Atlas Delmenhorst (A)
An der Düsternortstraße in Delmenhorst sehen die Zuschauer in den ersten 15 Minuten ein langweiliges Warmlaufen mit viel ineffizientem Ballbesitz der Gastgeber, eher dann vdB die erste Großchance für den SVA vergeigt. Danach wachen die in Gelb gekleideten auf und führen Arminia Hannover am Gängelband durch die Manege und gewinnen hochverdient mit 2:0.
Treffer: -
Zuschauer: 1154
20. Spieltag Regionalliga Nord: TuS Blau-Weiß Lohne (A)
(Foto@Thekenklopper)
Im Heinz-Dettmer-Stadion wacht der Tabellenletzte im heimischen Stadion erst ab der 50. Minute auf. Bis dahin haben die Lohner nicht einmal auf das Tor der Blauen geschossen, selbst aber bereits drei Dinger gefangen.
In der zweiten 45 Minuten fallen die Blauen dann in einen Winterschlaf und müssen am Ende - halbwach - ein wenig zittern, denn Leonard Bredol kann als Joker ein Tor selbst erzielen und eines vorlegen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Aufholjagd leisten, die am Ende allerdings nicht von Erfolg gekrönt wird. Arminia hat Sahne und gewinnt durch eigene Blödheit gerade so mit 3:2.
Treffer: Bachmann (9), Jahraus (19), Prior Bautista (45)
Zuschauer: 359
21. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (H)
Der Klassenunterschied aus dem Hinspiel ist am Ende der Hinrunde nicht spürbar. Eigentlich muss Arminia zu Hause sogar gewinnen, anstelle des Endergebnisses von 1:1.
Treffer: Harz (63)
Zuschauer: 1055
In der Tabelle büßt Ottensen im Dezember das Punktepolster ein, während Weiche Flensburg sich vor den Zweitmannschaften aus Bremen, Hamburg und Hannover oben positioniert. Mit dem Rang im Mittelfeld ist man am Bischofsholer Damm glücklich und man kann bereits Richtung neue Saison denken und Spieler im Winter „loswerden“ und Richtung Regionalliga scouten. Unten drin erwischt es die drei fast schon nachbarschaftlich gelegenen Vereine aus Bremen und den TuS Blau-Weiß Lohne hart. Das wird ein harter Ritt, möchte man den Klassenerhalt noch irgendwie erreichen und Oberligafußball für die kommende Saison vermeiden.
Noergelgnom:
Ich mag Deinen von Lokalwissen und -kolorit geprägten Schreibstil, der es mir leicht macht, mich von der Stimmung "gefangennehmen" zu lassen.
Fast wünsche ich mir, dass es für die Arminia nicht noch höher geht, da in den eingleisigen Profiligen ja vielleicht einiges von dieser Bodenständigkeit und Gelassenheit Deiner Erzählung verlorengehen könnte.
Aber andererseits:
Es macht einfach Spass, mitzulesen, wenn jemand mit einem Underdog die Erwartungen übertrifft.
Fühl mich hier prächtig unterhalten. 8)
(Und werde geduldig auf die Fortsetzung der Brecht-Anekdote warten. ;D)
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