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[beendet] [FM23/24] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm

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Muffi:
Die Finalniederlage ist natürlich ärgerlich, aber mit den Ergebnissen in der Liga kannst du mehr als zufrieden sein, im oberen Mittelfeld, weit entfernt von jeglicher Abstiegsgefahr - top!
Und H96 II steigt auf! Das ist für dich natürlich ärgerlich, entgeht dir so ja ein Derby, aber für die Roten freut es mich natürlich. Wer ist dort denn aktuell Trainer?

knufschu:
@Muffi: Bei Hannover 96, die in der Bundesliga spielen, ist aktuell Edin Terzic im Amt, während Daniel Stendel die zweite Mannschaft coacht. Das Scheitern im Pokal ist mit der Vorgeschichte etwas bitter, denn auch im Vorjahr haben meine Spieler im Finale nicht geliefert. Ich habe allerdings eine Idee, woran das liegt… So bleibt ein Sieg im Saarlandpokal bisher mein einziger Titel im FM23.

Kapitel 13 „Brecht, der SVA und Schalke 04 (3)“

„[…] Für den zylindertragenden Betrachter mag die Wahl eines Sportereignisses eine Überraschung sein. Doch besteht der Vorteil meiner Wahl gerade in ihrem Mangel an Originalität. Nicht nur wird mein Urteil von 20 000 Kunstkennern geteilt, sondern auch von der Mehrheit der deutschen Fussballpresse, die sowohl dem System des Schalker Kreiselspiels als auch den ausführenden Künstlern Szepan, Kuzorra, Tibulski grösste Hochachtung entgegenbrachte. Für einmal fand an einem Kulturereignis kein Nepp statt. Der Gegenwert für das Eintrittsgeld wurde geboten. Die einzige Beeinträchtigung des Vergnügens bestand in der Abwesenheit des bürgerlichen Feuilletons, dessen Ablehnung sonst jeder gelungenen Veranstaltung ihre besondere Würde verleiht. In der Tat ist die Nachricht noch nicht in die Redaktionen vorgedrungen, dass Fussball als Kunstform den traditionellen Formen Literatur, Theater, Malerei, Musik bei weitem überlegen ist.“ […] Quelle: https://www.nzz.ch/folio/das-grosste-kunstereignis-1929-ld.1616906?reduced=true

Fußball ist definitiv ein Kulturereignis, daher empfinde ich diese Formulierung schon als sehr treffend. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ nahm sich dessen auch an und kritisierte im Vorfeld des Fußballgroßereignisses in Deutschland (2006), dass nun eine unangebrachte Schwemme an Interpretationen des Fußballs durch „Intellektuelle“ stattfinde. Dabei zitierte „Die Zeit“ eben jenen erdachten Brecht-Text, den Seibt selbst als „bescheidene Fälschung“ bezeichnet, um diesen Sachverhalt zu unterfüttern.

Weil aus so mancher Trilogie doch Mehrteiler geworden sind, gestatte ich mir das auch… (Fortsetzung folgt)

Die Sommertransfers & der Kader

Wie bereits im vorherigen Posting angedeutet, war der Transfersommer nicht ganz einfach. Zunächst hat der Vorstand das Gehaltsvolumen von 10,5 auf 9,5k heruntergeschraubt, so dass die in der Rückrunde getätigten Transfers bereits das Gehaltsvolumen zu zwei Drittel aufgefressen haben.

Der virtuelle Weiland hatte eigentlich gehofft, dass es etwas mehr Kohle zum Verprassen gibt, immerhin wurden 2,05k des Gehaltsbudgets der letzten Saison nicht genutzt.



Die Abgänge von Braun, Wohlers und Matulin waren allesamt eingeplant und haben wieder Gehalt frei gemacht, um neue Spieler an den Bischofsholer Damm zu lotsen. Die Wechsel von Mesic und Prior Bautista waren so nicht vorgesehen, aber in der Entstehung unvermeidbar.

Mesic klagte an, dass man – trotz klammer Kasse – die Trainingseinrichtungen nicht verbessert habe und wollte deshalb einen fetten Streit vom Zaun brechen und Prior Bautista, einer der wichtigsten Spieler in der Oberligazeit, empfand den Abgang von Mesic als derart unnötig, dass er sich schmollend in die Ecke gestellt und zeitgleich einen Transfer eingefordert hat.

Die Vorstellung des Kaders umfasst namentlich nicht alle Spieler, da ggf. noch kleine Veränderungen vorgenommen werden könnten oder Spieler ggf. noch verliehen werden. Kandidaten hierfür sind u.a. Bredol, Akkaya und Degenhardt.

Im Tor

Zwischen den Pfosten ändert sich wenig. Jendrzej bleibt die Nummer 1 und Tom Schlitter eine sehr gute Nummer 2, die bei Formschwankungen Jendrzejs mindestens zum Einsatz kommt.

In der Verteidigung

In der Innenverteidigung kann man die Leihe von Weigelt nicht verlängern, da er beim VfL aus Osnabrück eine Perspektive sieht. Schade, denn er war schon ein solider Drittligaverteidiger und hätte hinten sicherlich einen hervorragenden Job gemacht.



Somit sind Bachmann und Greve nach wie vor – mehr oder weniger – gesetzt. Als Ersatzmänner kommen Osée (BW Lohne) und Jabbie (Kickers Emden). Sie sind beide eher die B-Lösungen. Eigentlich hatte Weiland hier einen jungen Dänen, mit Zweitliganiveau, an der Angel. Dieser hat sich aber in letzter Sekunde für den Berliner FC Dynamo oder Svea entschieden, man weiß es nicht.



Da Mesic den Verein verlassen hat, musste die Rechtsverteidigerposition in der Viererkette erneuert werden. Vom VfL Bochum kommt hier ein schneller Außenverteidiger nach Hannover. Er wird mit Montag um Einsatzzeiten buhlen. Theoretisch könnte er auch einen Sechser geben.



Links ist Hackenthal, der Standardschütze, wichtig und gesetzt. Aber auch hier kommt ein jugendliches Gesicht nach Bischofshol. Stephan Burgmeier hat es im NLZ von R Leipzig nicht geschafft und wechselt - wie so viele dieser Jungs - in die Regionalliga. (In diesem Kontext möchte ich ungefragt ein Buch empfehlen: Ronald Reng „Der große Traum“. Er blickt auf drei Jungs, die den harten Weg durch die NLZs der nationalen Vereine gehen. Wirklich toll geschrieben, wie eigentlich alles von Reng.)

Im Mittelfeld

Die Sechserpositionen im Mittelfeld bleiben unangetastet. Zur Verfügung stehen hier weiterhin Paschke, Vogel und Holtkamp. Alle drei haben in der letzten Saison gute Leistungen gezeigt und die Mitte zumeist dich gehalten, bei leichter Torgefahr.

Im offensiven Mittelfeld (4-2-3-1) musste dann doch ein wenig geschraubt werden. Luis Jahraus bleibt dem SVA erhalten. Man hat seine Leihe verlängern können, St. Pauli II braucht ihn scheinbar nicht.

Die Zehnerposition ist nun aber deutlich härter umkämpft, denn sowohl Touray als auch Przondziono können hier spielen.

Touray kommt von Atlas Delmenhorst. Er hat in der letzten Spielzeit immer gut gegen die Blauen ausgesehen. Da sein Vertrag nur auf Honorarbasis lief, war es ein Leichtes ihn nach Hannover zu holen.



Przondziono stammt aus dem Nachlass von BW Lohne, die abgestiegen sind. Er passt eigentlich von der Zielstrebigkeit nicht in das Konzept von Weiland, aber hat in einem anderen Spielstand als ZM (a) sehr gut funktioniert.



Auf den Außenbahnen kompensiert man den Abgang Prior Bautistas mit Theo Harz, VDB und einem neuen Jungen. Elias Demirarslan war ohne Verein, jetzt hat er einen neuen Club. Zuletzt war er bei Preußen Münster unter Vertrag, hat aber v.a. für deren zweite Mannschaft gespielt.

Im Sturm

Serhat Imsak wird hoffentlich in dieser Spielzeit von Beginn an netzen. Sollte das mal nicht klappen, so ist Ihde sein Ersatz. Auch sein Vertragswerk ließ es zu, dass man ihn von Phönix Lübeck an die Leine holt.



1. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (H)



Der Saisonstart im Heimstadion glückt, dank einer souveränen Leistung. Es reicht ein Imsak-Treffer, denn Norderstedt, mit neuem Coach an der Seite, kann keine Offensivkraft entfalten.

Treffer: Imsak (51)

Zuschauer: 1089

2. Spieltag Regionalliga Nord: FC Teutonia Ottensen (A)

Gegen den Vorjahreszweiten, dem im Endspurt die Puste ausgegangen ist, müssen sich die Spieler bei ihrem Keeper Jendrzej bedanken, denn dieser hält seine Elf im Spiel. Zunächst pariert er einen Strafstoß in der 16 Minute und ist auch sonst stets hellwach. Er muss nur einmal hinter sich greifen, war aber bei dem Treffer von Nyuydine völlig machtlos. Da Przondziono in der Nachspielzeit frei aufs Tor zulaufen darf und auch netzt, endet das Spiel 1:1 Unentschieden.

Treffer: Przondziono (94)

Zuschauer: 299

3. Spieltag Regionalliga Nord: SV Meppen (H)

Gegen den Absteiger der 3. Liga aus Meppen sind die Blauen bis zur 67. Minute maßlos überlegen, führen mit zwei Toren, ehe sie dann einbrechen. Was geschah?



Das Schiedsrichtergespann entscheidet bei einem Steilpass von Harz auf Akkaya auf Abseits und nimmt damit einen Treffer zurück. Im Anschluss bäumt sich Meppen auf und kann das Spiel sogar fast noch drehen, hätte Jendrzej nicht schon wieder einen Elfmeter gehalten! Endstand: (dummes) 2:2.

Treffer: Imsak (33, 45)

Zuschauer: 1453

4. Spieltag Regionalliga Nord: SV Werder Bremen II (A)

(Foto @Thekenklopper)

Auf Platz 11 des Weserstadions sehen die Zuschauer eine prächtige Partie beider Mannschaften an deren Ende der SVA mit 2:1 gewinnt. Freilich hätte das Spiel gut und gerne 3:3, 3:2 oder „Weiß-der-Geier-wie“ ausgehen können. Unterm Strich kann Hannover drei Punkte aus Bremen mitnehmen.



Zwischenzeitlich wurde sogar gezaubert, als VDB fischeresk einen Fallrückzieher aufs Tor brachte.

Treffer: Harz (12), Imsak (27)

Zuschauer: 796

5. Spieltag Regionalliga Nord: TSV Havelse 1912 (A)

An das vergangene Pokalfinale erinnert man sich auf der Reise quer durch Hannover Richtung Garbsen nicht so gerne, zumal die Vorrunde des Pokals erneut ein Aufeinandertreffen beider Teams bereithält.

Jetzt ist aber erstmal Ligaalltag und dieser glückt aus Sicht der Blauen, denn sie gewinnen ein ausgeglichenes Spiel mit 1:0 in der „Ferne“. Das eine Tor des Tages ist schon sehr ansprechend, wenngleich kein Kulturereignis. Touray wird von VDB im Sechszehner angespielt und der SVA-Neuzugang lupft das Leder über den herausstürmenden Werder-Keeper Opitz.

Treffer: Touray (21)

Zuschauer: 2267

6. Spieltag Regionalliga Nord: SC Weiche Flensburg 08 (H)



Im Rudolf-Kalweit-Stadion erleben alle am Spiel irgendwie beteiligten Personen völlig verrückte 26 Minuten.

Zunächst scheinen die Akteure in Blau ihrem Coach, der nach dem Spiel einen springen lassen muss, da er sich jährt, keinen Gefallen zu tun. Im Grunde schaut SVA-Schlussmann Jendrzej als letztes Glied der Fehlerkette etwas blöd aus.
Beim ersten Gegnertreffer nach sechs Minuten kann er einen mäßigen Fernschuss nicht parieren. Voraus ging dem Treffer aber auch eine irrwitzige Klärungsaktion in den zentralen Bereich vor dem eigenen Sechszehner.



Beim zweiten Gegentor verliert Jendrzej die Kontrolle über den Raum in der Box. Etwas desorientiert öffnet er dem herrlich freigespielten Berisha beide Torecken und dieser bedankt sich kurzerhand. Ebenso mäßig laufen dann aber die frühen 20er Minuten aus Sicht der Gäste. Zunächst verursachen die Flensburger Verteidiger einen Strafstoß, der zum Anschlusstreffer führt und dann darf Imsak frei zum Ausgleich einköpfen.

In der Folge beruhigte sich die Partie ein wenig, doch Hannover war fortan dem 3:2 deutlich näher als Flensburg.

Treffer: Hackenthal (21), Imsak (26)

Zuschauer: 1155





In der Tabelle steht der Titelfavorit aus Lübeck bereits ganz vorn, während die Zweitmannschaften erst in Tritt kommen müssen, wenn sie ihren Ambitionen gerecht werden wollen. Beim SVA bleibt man entspannt, aber voller Hoffnung. Der Kader gibt einen Aufstieg eher nicht her, dafür fehlt es hier und da sicher an individueller Klasse. Ein weiteres Jahr Mittelfeld würde aber niemandem hier wehtun. Immerhin das älteste noch gespielte Derby Deutschlands zwischen Altona 93 und Victoria Hamburg wird in dieser Saison wieder in einer gemeinsamen Liga ausgetragen. Es scheint aber eher im Abstiegskampf zu enden.

Noergelgnom:
Immer wieder schön, von Arminia Hannover (und von Brecht) zu lesen.
Dass es sportlich durchaus läuft, ist nur das Sahnehäubchen auf Deiner einfach schön präsentierten und erzählten Geschichte.  8)

Muffi:
Top, noch ohne Niederlage mit Anschluss zur Tabellenspitze, das sieht doch gut aus. Und gerne mehr von Brecht & Co  :)

knufschu:
@Achtelprofi & Muffi: Danke euch!


Kapitel 14 „Es gab eine Zeit vor dem Deadline Day“

Den sogenannten Deadline Day musste ich erst unter innerlichen Widerständen in mein Fußballvokabular aufnehmen, obwohl ich mit dem Sport sozialisiert und groß geworden bin, allerdings in einer Zeit ohne Internet.

Der Liveticker und vertiefende Informationen zum Fußballgeschäft gab es im Videotext ab Seite 200 bzw. 220, gepaart mit pixeliger Werbung für 0190-Nummern, bei NDR2 lief zur Kernzeit samstags die Bundesligakonferenz und das nächste Bundesliga- oder Zweitligastadion war mehrere Stunden entfernt und mit dem öffentlichen Personennahverkehr schier unerreichbar. Der Bus fuhr ja nicht einmal stündlich zum nächsten größeren Bahnhof. So in etwa verlief die Fußballsozialisation in der Profifußballdiaspora in den mittleren Gebirgsregionen Niedersachsens (für mich).

An einen Deadline Day war also zu dieser Zeit nicht zu denken. Im Grunde habe ich mich für die Transfertätigkeiten und -spekulationen der meisten Vereine in den letzten Jahren nie so recht interessiert, ja manchmal fand ich die Berichterstattungen, ob Neymar nun für 200, 180 oder 112 Millionen zu „Wem-auch-immer“ wechselt, regelgerecht nervtötend, bis ich in der sehenswerten Dokumentation „Sunderland till I die“ Einblick in diesen stressigen Abschlusstag bekommen habe oder bei so manchem Fehlschlag an diesem Tag, weil ein Fax nicht ankam oder ein Spieler einige Zentimeter größer oder kleiner als geplant war, lächeln musste.

Der Deadline-Day in Bischofshol: Die Akte „Paschke“

Obwohl die Regionalliga Nord und im Besonderen Arminia Hannover – als semiprofessioneller Verein (im FM) - ein entspanntes Plätzchen ist, im Vergleich zu den höheren Ligen, in denen es das große Geld geht, war der Deadline Day an der Geschäftsstelle am Bischofsholer Damm ausnahmsweise (sehr) stressig!

Um 8 Uhr am Morgen des 1. September 2025 kontaktiere der Sportdirektor des Drittligisten SV Sandhausen, Mikayil Kabaca, die Geschäftsstelle das SVA über den Anrufbeantworter, da natürlich noch niemand vor Ort war, schließlich war die Kaderplanung bereits abgeschlossen. Er erkundigte sich nach dem Felix Paschke, wies aber zeitgleich darauf hin, dass dieser wechselwillig sei, weil man bereits am späten Vorabend den persönlichen Kontakt gesucht habe.

Als der Spieler schließlich am späten Vormittag zur regulären Öffnung an der Geschäftsstelle eintraf, hatte man die Nachricht schon abgehört und dem SV Sandhausen spontan abgesagt, mit der Begründung, dass das Spieler eine zentrale Figur des Kaders sei.

Womit Weiland aber nicht gerechnet hatte, war die Reaktion Felix Paschkes, denn dieser konnte sich trotz größter rhetorischer Finten nicht mit der Absage anfreunden, kontaktiere kurzerhand die regionale Presse und einige seiner Mitspieler, mit dem Sinn eine kleine Revolte anzuzetteln.



Während die Revolte beim Kader zum Glück auf keinen fruchtbaren Boden stieß, musste man nun doch noch am Deadline Day aktiv werden und den unglücklichen Paschke ersetzen. Nachdem die Telefonleitung zum Glühen gebracht worden sind, konnte man am späten Abend des 1. September drei neue Spieler präsentieren: Mats Pannewig könnte ein direkter Ersatz sein und kommt vom VfL Bochum. Ehlers und May sind eher eine Art „Beifang“ und könnten auf den offensiven Positionen nutzbar sein.

7. Spieltag Regionalliga Nord: Lüneburger SK Hansa (A)

Mit klingelnden Ohren geht Weiland in das Spiel gegen den LSK, mit dem man noch eine Rechnung zu begleichen hat. Paschke ist natürlich nicht mehr Teil des Kaders und konnte unter der Woche mit der Zweiten gegen Magdeburg II antreten. Es hagelte eine 0:3 Niederlage.



Nun aber zum Spiel: Sie kommen immer seltener, diese VDB-Festspiele, weil besagter Spieler inzwischen wieder eher im Mittelfeld unterwegs ist. Da Stoßstürmer Imsak aber bis zur Pause eine Vollkatastrophe zusammendengelt, wechselt Weiland den späteren Dreichfach-Torschützen auf die Stürmerposition und nimmt Imsak vom Rasen. Von da an läuft es, denn gegen den „Erzfeind“ aus der Oberliga kann man je einen 0:1 und einen 1:2 Rückstand auf ein 4:2 drehen.

Treffer: VDB (45, 71, 90), Hackenthal (81, e)

Zuschauer: 570

8. Spieltag Regionalliga Nord: Altona 93 (H)

Gegen den Aufsteiger aus Hamburg-Altona dominieren die Blauen im Rudolf-Kalweit-Stadion, müssen aber bis zum Schlusspfiff zittern, denn nur ein Ball landet im Netz des Gegners. Joker Touray kann einen mit dem Kopf weitergeleiteten hohen Verzweiflungsball in den Strafraum versenken. Ein glückliches, aber verdientes 1:0.

Treffer: Touray (77)

Zuschauer: 1229

9. Spieltag Regionalliga Nord: Kieler SV Holstein (A)



Fast niemand in Kiel interessiert sich für das Spiel der eigenen Zweitvertretung und so muss auch fast niemand miterleben, wie die Kieler im eigenen Stadion den Ball haben, zwanzig Minuten in Überzahl spielen, aber kaum Torchancen erzeugen. Hannover trifft wie schon in der Vorwoche, in diesem Fall aber in Unterzahl, einmal ins Netz und gewinnt 1:0.

Treffer: Imsak (77)

Zuschauer: 366

10. Spieltag Regionalliga Nord: SV Atlas Delmenhorst (H)

Für die Blauen geht die Serie weiter. Im Spiel gegen Atlas Delmenhorst, deren Vereinsname auf die ortsansässigen Atlaswerke – einen Großmaschinenhersteller - zurückgeht, erlebt Weiland ein fast typisches Spiel der zwei Gesichter.



In den ersten 45 Minuten hat Delmenhorst den Ball und die besseren Chancen, aber mit der ersten Torchance trifft die Arminia zur Überraschung aller Zuschauer im RKS. Imsak ist nach Halbfeldflanke mit dem Kopf zur Stelle. In den zweiten 45 Minuten erarbeitet sich die Arminia aus Hannover den Sieg, weil sie nun im offensiven Ballvortrag mehr Struktur haben. Verdient fällt gegen Spielende der letzte Treffer zum 2:0.

Treffer: Imsak (42), Przondziono (92)

Zuschauer: 1243

11. Spieltag Regionalliga Nord: FC St. Pauli II (A)



Vor dem Spiel in Hamburg beordert St. Pauli seinen Spieler Jahraus zurück an den Kiez. Bisher hat der Leihspieler dem Konkurrenzkampf vorne drin nicht standhalten können und kam nur auf wenige Spielminuten, von daher ist es für den SVA kein ernsthafter Verlust. Umweltfreundlich war es auch noch, denn Jahraus konnte die Auswärtsfahrt im Bus nach Hamburg noch mitnehmen.

Die Störgeräusche um Jahraus berühren das A-Team nicht. Gegen St. Pauli spielen sie wie aus einem Guss und gewinnen, weil sie furios in die zweite Hälfte starten und innerhalb von vier Minuten zwei Hütten machen.

Treffer: Imsak (48), Harz (52)

Zuschauer: 191

12. Spieltag Regionalliga Nord: Viktoria Hamburg (H)

Gegen den aktuell 20. der Regionalliga Nord müssen die Arminen sich ganz schön strecken, ehe ihnen ein Tor gelingt. In der 84. Minute behält das ehemalige Lohne-Duo Przondziono und VDB am viel bevölkerten Viktoria-Strafraum den Überblick. VDB spielt einen tollen Steckpass, den sein Kollege mit einem gekonnten Halblupfer zum 1:0 Siegtreffer krönt.

Über Nacht bedeutet dieser Sieg die Tabellenführung für die Blauen! Zudem ist die Arminia der einzig ungeschlagene Club in der Regionalliga Nord!

Treffer: Przondziono (85)

Zuschauer: 1302

13. Spieltag Regionalliga Nord: SV Drochtersen/Assel (A)



Gegen Drochtersen, die nunmehr seit 10 Jahren in der Regionalliga spielen, wird es keine einfache Nummer, aber immerhin konnte Weiland die Akte „Paschke“ nun schließen. Er wird zum TuS Koblenz wechseln und in der Rückrunde dann nicht in der 3. Liga, sondern der Oberliga auflaufen.

Erneut zaubern die Jungs in Blau eine grandiose Leistung auf den Rasen des Kehdinger Stadions! Über 90 Minuten hinweg kann Drochtersen einige Male in Richtung, aber nur ein einziges Mal auf den Kasten Jendrzejs schießen. Selbst entfachen VDB, Harz und Imsak bzw. Przondziono eine irre Offensivwucht. Hätte Hackenthal nicht einen Strafstoß vergeben, so stünde nach Abpfiff 3:0 auf der Anzeigetafel.

Treffer: Touray (38), Przondziono (62)

Zuschauer: 986

14. Spieltag Regionalliga Nord: Hannoverscher SC (H)

Der Held des Hannoveraner Derbys ist an diesem Tag ganz klar Serhat Imsak. Bereits nach drei gespielten Minuten köpft er eine ansich wenig gefährliche Flanke an die Strafraumkante über den herauslaufenden HSC-Keeper Wehking ins Netz. In der 19. Minute erhöht er theoretisch auf 2:0, allerdings wird dieser Treffer noch als irregulär bewertet. Besser läuft es dann in der 75. Minute. Bachmann bedient seinen Stoßstürmer mit einem langen Ball hinter die gegnerische Abwehr und die „2“ wird aus der Tiefkühltruhe gekramt. Später gelingt dem HSC noch der Anschlusstreffer, aber der Derbysieg bleibt am Spielende im Rudolf-Kalweit-Stadion!



Treffer: Imsak (3, 75)

Zuschauer: 2369

15. Spieltag Regionalliga Nord: SV Jeddeloh II (A)


(Foto und Wursttest @Thekenklopper)

Die wohlschmeckende Bley-Bratwurst im Stadion kann die Fans leider nicht über die erste Saisonniederlage hinwegtrösten. Gegen Jeddeloh II kommen die Blauen nie ins Spiel und verlieren völlig verdient mit 1:0.

Treffer: -

Zuschauer: 1145

Vorrunde Niedersachsenpokal: TSV Havelse 1912 (H)

Das Pokalfinale der vorherigen Spielzeit wird nun in der Vorrunde ausgetragen! Für den SVA die Chance, sich an Wolfs TSV Havelse zu rächen und den Weg ins Viertelfinale zu nehmen.

Erneut kann man sich am Bischofsholer Damm auf Imsak verlassen, denn dieser trifft in der 14. und 53. Minute für seinen Club. In seinem Fall sind das die Saisontreffer elf und zwölf.



Leider verletzt sich die Lebensversicherung der Blauen bei einer ggf. ungewollten Aktion des TSV-Innenverteidigers Wegmann. Dieser springt ihm bei einem Kopfballduell mit dem Ellenbogen voraus ins Gesicht und fügt ihm eine Platzwunde am Hinterkopf zu. Im Spiel tut sich danach nichts Nennenswertes mehr, aber natürlich war dieses Foul ein viel diskutiertes Thema auf dem Hügel und der Holztribüne.

Treffer: Imsak (14, 53)

Zuschauer: 2123

16. Spieltag Regionalliga Nord: Hamburger SV II (H)

Im Spiel gegen den HSV II, deren Erstvertretung seit dieser Saison wieder – dank der Hilfe des Trainers Sandro Schwarz - in der Bundesliga weilt, merkt man dem A-Team die englische Woche sehr stark an. Weiland verzichtet auf einige Stammspieler und man sieht sofort einen Leistungsabfall. Demirarslan und Ehlers kommen auf den Flügeln beide nicht wirklich in den Tritt und man findet deren richtige Rolle nicht, Przondziono kann Imsak vorne drin nicht ersetzen und die Außenverteidiger Schmitz und Burgmeier sind eben noch junge Talente, keine gestandenen Spieler. Da der HSV II aber vorne nur aus der Entfernung abschließt, endet die Paarung torlos 0:0.

Nach kurzzeitiger Tabellenführung des SVA übernimmt der VfB Lübeck wieder Platz 1 in der Regionalliga Nord.

Treffer: -

Zuschauer: 1378

17. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Oldenburg (A)

Auch an diesem Wochenende merkt man die Formschwäche an allen Ecken und Enden. Ohne Imsak geht nach vorne wenig gegen den VfB aus Oldenburg.

Treffer: -

Zuschauer: 790

18. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck (H)

Im Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und dem Verfolger trennen sich beide Teams leistungsgerecht mit 1:1. Imsak trifft wieder und schon läuft es für den SVA. Hätte sein zweites Tor aus knapper Abseitsposition auch gezählt, wäre es für Lübeck ungleich schwieriger gewesen, noch auszugleichen. So hilft ihnen eine Standardsituation zum – wie gesagt – verdienten 1:1.



Den Stempel mit dem Aufdruck „Spitzenspiel“ darf man diesem 1:1 durchaus aufdrücken, denn es war wirklich sehenswert und ich habe es fast über die volle Länge gesehen und durchaus genossen.

Treffer: Imsak (26)

Zuschauer: 1596

19. Spieltag Regionalliga Nord: 1. FC Phönix Lübeck (A)

Erneut steht Lübeck auf der Menükarte, doch in diesem Fall auswärts und der Club trägt einen Phönix im Wappen.

Im Vergleich zum anderen Lübecker Fußballclub in der Liga kämpft Phönix eher um den Abstieg und sie können gegen den SVA keine Punkte im eigenen Stadion halten. Vor 284 Zuschauern können die Gastgeber lediglich durch gelbe Karten überzeugen und verlieren 0:2.



Treffer: Imsak (12), Touray (43)

20. Spieltag Regionalliga Nord: Eintracht Norderstedt (A)

Mit einem neuen Coach an der Seitenlinie läuft es für Norderstedt recht gut. Jan-Hendrik Jung, der aus Wattenscheid in den Norden wechselte, steht mit seinem neuen Verein im oberen Drittel der Tabelle.



Vor der Partie im Norden werden die Blauen wegen ihrer Offensivstärke als „bestes Offensivteam“ ausgezeichnet.

Es war eines dieser Spiele, bei denen man nach wenigen Minuten erkennt, dass man es verlieren wird. Eintracht Norderstedt ist in heimischen Gefilden in allen Belangen besser und zieht den eigentlich offensivstarken Arminen früh den Stecker.

Treffer: -

Zuschauer: 754

21. Spieltag Regionalliga Nord: Teutonia Ottensen (H)

Auch das Spitzenspiel gegen Teutonia Ottensen vergeigen die Arminen, weil ihre Abschlüsse am Aluminium abprallen oder in den Händen von Torhüter Peitzmeier landen.

Treffer: -

Zuschauer:1258





In der Tabelle kann sich der VfB Lübeck nach kurzer Formschwäche wieder ganz vorne etablieren. Es folgen auf den Plätzen Atlas Delmenhorst, Arminia Hannover und Teutonia Ottensen.
Arminia Hannover darf mit seinen Leistungen im Allgemeinen zufrieden sein, aber für die winzige Hoffnung auf den Aufstieg ist es dann am Ende vielleicht zu wenig. Einige Transfers aus dem Sommer scheinen den Kader in der Breite nicht so richtig zu verstärken, so dass Formschwächen von Imsak, VDB oder der Wegfall von Paschke eben doch bemerkbar sind.
Unten in der Tabelle versammeln sich einige Clubs aus der Hansestadt Hamburg.

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