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[beendet] [FM23/24] Allez les Bleus - Ein neuer Hirte am Bischofsholer Damm

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knufschu:
Kapitel 25 „Krombacher Niedersachsenpokal der „Profis“ (1)“

Den Niedersachsenpokal, in der Schnellversion NFV-Pokal, gibt es, wie bereits in Kapitel 8 gesagt, in zwei Ausführungen. Teilnahmeberechtigt für die Version der „Profis“ sind Mannschaften der Regionalliga aus dem NFV sowie Drittligisten. Als Erinnerung, die Amateurversion gibt es erst seit wenigen Jahren, aber beide Sieger erhalten einen Startplatz für die Hauptrunde des DFB-Pokals. TuS Bersenbrück gewann die Amateurversion 2023.

Rekordsieger des NFV-Pokal ist der VfL Osnabrück, die den Pokal in der Realität zuletzt 2023 gewannen und diesen Titel somit zum fünften Mal in den Briefkopf aufnehmen konnte. Erstmalig wurde der Pokalwettbewerb laut gängiger Internetauftritte 1956 ausgetragen und Gewinner war der VfV Hildesheim. Auf der offiziellen Homepage des Niedersächsischen Fußballverbands wird allerdings 1955 der VfB Uslar als erster Titelträger aufgeführt.

Die namensgebende Brauerei Krombacher besitzt, so wird es in der Ausschreibung etwas sperrig formuliert, die Branchenexklusivität hinsichtlich des Biers und der bierähnlichen Getränke, organisiert dafür aber auch die Auslieferung des Sortiments und stellt ggf. das Equipment zum Zapfen zur Verfügung. Weitere Regelungen diesbezüglich sind noch langweiliger in Fachverwaltungsdeutschdasniemandversteht formuliert, daher lasse ich diese mal weg und gehe wieder in einen anderen Teil über.

Die Pokalgeschichte des SVA ist in der Realität und im Ganzen betrachtet nicht gerade glorios, allerdings hat man in der jüngeren Vergangenheit - wie auch in der Virtualität - durchaus bereits die Hand an dem Abenteuer DFB-Pokal gehabt. Vor der Zweiteilung des Pokals nämlich, haben sich aus dem Landesverband Niedersachsen beide Finalisten für die erste Runde des DFB-Pokals qualifiziert.

Nennenswert sind hierbei aus Sicht der Blauen die Spielzeiten 2016/17 und 2017/18. In beiden Fällen stand die Arminia jeweils im Halbfinale, scheiterte aber an Jeddeloh II oder am Rekordpokalsieger des NFV-Pokals. Details zu Arminias Scheitern folgen in einem späteren Posting.

Finale Niedersachenpokal: Hannoverscher SC (N)



Bis 2002 war das Stadion am Elsterweg das Heimstadion des VfL Wolfsburg, ich meine mit einer improvisierten, angestellten Stahl-Tribüne. Besonders sexy ist das Stadion nicht, da eine mehrspurige Laufbahn die knapp 18.000 Zuschauer vom Geschehen auf dem Rasen trennt. Für Nostalgiker erzeugen solche Bilder womöglich verliebte Erinnerungen an Fußballstadien aus der Vergangenheit, in denen eine orangefarbene Laufbahn ein den akustischen Weg der Fangesänge oder die Einlagen der Schlachtenbummler störten.

Obwohl das Eilenriedestadion ein geeigneterer Ort gewesen wäre, ist das Stadion in Wolfsburg zum Pokalfinale gut gefüllt. Das Hannoveraner-Derby ist als Finalpaarung für Experten zwar etwas unerwartet, aber dennoch ein Zuschauermagnet im 90 Kilometer entfernten Wolfsburg.

Den kurzen Weg der Arminia ins Finale kann man hier im Forum nachlesen. Der Weg des HSC führte über den TSV Havelse und den SSV Jeddeloh II.

(click to show/hide)Vor über 12.000 Zuschauern erwischen die Arminen den besseren Start. Nach 12 Minuten kommt Kobert auf links durch, spielt von der Sechszehnerkante ein scharfen Flachpass auf Dautaj, der hält den Fuß rein und drin ist die Pille! Ausschlaggeben für diesen Treffer und die frühe Dominanz der Blauen waren starke Ballgewinne von Großer und Cabraja in der Mitte. Wer bei der Arminia in den letzten Wochen aufmerksam zugesehen hat, erinnert sich an eine leichte Schwöche bei Standards gegen sich. So auch in der 24. Minute. Die Szenen beginnt mit einem Eckstoß und endet mit einem Kopfball Reinelts, der ins Tor fliegt. Bis zur Halbzeitpause hat Arminia noch zwei nennenserte Chancen. Bei Dautajs Kopfball aus kurzer Distanz reißt Schulze Kökelsum die Hände im letzten Moment noch in die Höhe und im zweiten Fall rettet die Latte vor einem Kopfballtor Dagotts.

Flanke, Kopfball, Tor – So einfach ist Fußball mitunter. In der 53. Minute fällt ein Treffer aus dem Playbook der Arminia: Schmitz wird auf außen freigespielt, hat reichlich Platz für eine getimte Flanke ohne Gegnerdruck, Dautaj schraubt sich hoch und es steht 2:1. Allerdings hat die Führung erneut keinen Bestand, denn der HSC kann drei Minuten später ausgleichen. Westheide entwischt Dagott nach einem Chipball und netzt freistehend zum erneuten Ausgleich ein. Weiland rauft sich die Haare am Seitenrand. „Scheiße! So einfach darf das nicht gehen“, liest man auf seinen Lippen. Waren die Mundwinkel noch vor rund 60 Sekunden unten, sind sie bei Weiland nun wieder in freudiger Pose! Hackenthal schlägt einen Freistoß herrlich auf den Kopf vom wem wohl? Genau! Dautaj! 3:2!



Danach passiert nichts mehr! Hannover gewinnt den Pokal und zieht in die Hautrunde des DFB-Pokals ein! Das schreibt Geschichte!!!



Treffer: Dautaj (13, 53, 58)

Zuschauer: 12.608
37. Spieltag Regionalliga Nord: FC Teutonia Ottensen (A)

(click to show/hide)Nach sieben Tagen Feierlichkeiten, wie im antiken Rom, also dem Gelage I (Kabine im Stadion am Elsterweg), Gelage II (Busrückfahrt aus Wolfsburg nach Hannover), Gelage III (Niemand weiß mehr, wo es genau stattfand), der öffentlichen Parade am Bischofsholer Damm und dem inszenierten Siegerfoto für die sozialen und gedruckten Medien, mussten die Helden in Blau eine Woche später wieder in die Arena, immerhin ging es noch um die mögliche Meisterschaft.

Im Stadion Hoheluft, welches Victoria und Teutonia beherbergt, brauchten die Akteure des SVA ein wenig Zeit, um die gefühlt einhundert Tage andauernden Festivitäten aus den Beinen zu laufen.



Wie schon zum Saisonstart ist man da auf die Hilfe der Innenverteidiger angewiesen. Kisilowski wird in der 39. Minute am zweiten Pfosten vergessen, kann den Ball locker mit dem rechten Fuß annehmen und ihn dann mit dem dritten Kontakt über den (kurzen) Innenpfosten am Keeper der Teutonen vorbeinageln. Davor waren und danach bleiben die Gastgeber offensiv ungefährlich und der SVA kann durch einen späten Treffer einen lockeren 2:0 Sieg einfahren.

Treffer: Kisilowski (39), Dautaj (82)

Zuschauer: 199

Was passiert bei Weiche Flensburg?

Wie zu erwarten schlagen die Flensburger den VfB Oldenburg im eigenen Stadion mit 2:0 durch frühe Treffer von Zimmerschied und Enser. Das Spiel war bereits nach 15 Minuten entschieden.

38. Spieltag Regionalliga Nord: VfB Lübeck II (H)

(click to show/hide)Sowohl in Hannover, am Bischofsholer Damm, als auch in Edmund-Plambeck Stadion Norderstedts zittert man diesem letzten Spieltag entgegen. Die Voraussetzungen sind mathematisch nicht sonderlich schwierig zu errechnen.

Arminia Hannover braucht drei Punkte im eigenen Stadion, um auf Rang 1 zu klettern. Zu Gast ist dort der Tabellenvorletzte aus Lübeck. Vom Papier her also eine klare Sache, wäre da nicht das 3:3 im Hinspiel gewesen.

Weiche Flensburg gastiert bei Eintracht Norderstedt, die auf eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage zurückblicken, darunter ein Pokalsieg im LOTTO-Pokal. Das Hinspiel in Flensburg endete mit 0:0. Niemand erinnert sich mehr so recht daran, denn beide Mannschaften waren an diesem Tag grottig (xG-Werte von 0,13 und 0,43). Dieses Ergebnis würde Flensburg allerdings zum direkten Wiederaufstieg reichen.

Auf geht’s in den Liveticker!
Liveticker aus dem Rudolf-Kalweit-Stadion (Minute 1 – 16)

(click to show/hide)7. Minute: Nach souveränem Beginn flankt Herrmann den Ball von rechts in die Mitte auf VDB, dieser köpft den Ball aber zwei Meter über den Kasten.

9. Minute: Lombaya seziert die Lübecker Abwehr mit einem perfekten Schnittstellenpass auf Herrmann. Dieser schließt aber aus rund 7 Metern halbrechter Position in die Arme von Bach ab. Das erste Tor des SVA deutet sich schon jetzt zunehmend an.

16. Minute: Dautaj legt einen langen Ball per Fuß auf VDB ab, der dribbelt in den Strafraum. Sein Schuss mit wird aber abgeblockt und landet im hohen Bogen in den Armen Bachs.
Liveticker aus dem Edmund-Plambeck Stadion (Minute 1 – 16)

(click to show/hide)10. Spielminute: Bei ausgeglichenem Ballbesitz macht die Eintracht einen besseren Eindruck. Nadjombe sprintet auf rechts frei durch, flankt flach auf Ceglewski, dessen Volleyabnahme aus wenigen Metern Torentfernung von Pettersen grandios pariert wird. Solch eine Chance lässt der Norderstedter Stürmer sich eigentlich nicht nehmen.

15. Minute: Knappe versucht er für Norderstedt aus rund 15 Metern halbrechter Position. Der Ball fliegt über das Tor.
Liveticker aus dem Rudolf-Kalweit-Stadion (Minute 16 - 45)

(click to show/hide)

21. Minute: Der Druck für den Tabellenletzten der Regionalliga Nord ist nun unermesslich hoch. Die Gäste können sich nur mit Befreiungsschlägen wehren. Einer dieser landet bei Großer, der auf Schmitz verlagert. Wenn Schmitz flankt, das ist kollektive Gewissheit in Blau aus Erfahrungswerten auf dem Lahmannhügel, dann gibt es Gefahr. Dautaj gewinnt in der Mitte das Kopfballduell, köpft aber an die Latte. Der Ball prallt ab, VDB erwischt ihn und staubt zum 1:0 ab!!!

34. Minute: Bis zu diesem Zeitpunkt hat Lübeck II weiterhin nicht den Hauch einer Chance. Nun segelt die erste Flanke der Gäste aber in den Sechszehner der Blauen. Schwenke köpft diese aus 12 Metern in die Arme Jendrzeijs.

45. Minute: Bis zur Pause passiert nicht mehr viel, ausgenommen von zwei Fernschüssen des SVA, die aber beide wenig Torgefahr erzeugen.
Liveticker aus dem Edmund-Plambeck Stadion (Minute 16 - 45)

(click to show/hide)35. Minute: Viel Leerlauf auf beiden Seiten im Edmund-Plambeck-Stadion. Die erste Torchance für Flensburg ist ein Freistoß, den Otto auf 25 Metern fast in den Torwinkel platziert. Bendel greift perfekt über und wischt den Ball noch gerade so zur Seite weg. Eine wahrhaft herrliche Flugparade!

45. Minute: Es geht für beide Teams torlos in die Kabinen. Flensburg hat Angst vor der eigenen Courage und geht kein Risiko, während Norderstedt hier und da zu guten Chancen kam.
Liveticker aus dem Rudolf-Kalweit-Stadion (Minute 45 - 60)

(click to show/hide)49. Minute: Arminia kommt gut aus der Pause und hat die erste Chance nach Eckstoß. Der Kopfball Dagotts fliegt über die Latte hinweg und landet am Schutzzaun. Die dahinter grasenden Schafe antworten mit einem beherzten „Määääh“ auf die Störung.



60. Minute: Cabraja spielt aus der Mitte einen Chipball auf Dautaj, der im Abseits steht, dieser nimmt ihn an, dreht auf und wird von Leibrock gestoßen. Diese Szene sieht und bewertet das Schiedsrichtergespann um Florian Böhm und entscheidet auf Strafstoß! Nach den üblichen Beschwerdeszenerien und einer gelben Karte für den Sünder läuft Hackenthal zum Schuss an… Bach hält, lässt aber nach vorne prallen und Hackenthal korrigiert seinen Fehlschuss im Nachfassen zum 2:0!
Liveticker aus dem Edmund-Plambeck Stadion (Minute 45 - 60)

(click to show/hide)54. Minute: Becken kann von links komplett unbedrängt flanken, sucht und findet Nadjome, der aber nicht hinter den Ball kommt und der Kopfball von daher ohne Torgefahr bleibt. Weiterhin hat man den Eindruck, dass Flensburg das 0:0 irgendwie erreichen will. Ob das gut geht?
Liveticker aus dem Rudolf-Kalweit-Stadion (Minute 60 - 90)

(click to show/hide)83. Minute: Nach dem Strafstoß war das Spiel durch, zumal Lübeck weiterhin nicht auf das Tor des SVA schießt. Ab diesem Zeitpunkt wurden sich der Finger am Liveticker wundgewischt. So merkt der ein oder andere Betreuer oder Zuschauer nicht, wie Dautaj in der 83. Minute von außen flach angespielt wird, sein Schuss geblockt wird, dieser aber bei Lombaya landet, der aus 4-5 Metern zum 3:0 einschiebt. Eine Mixtur aus Jubel und Zuprosten, bei Blick auf den Bildschirm, beweist, dass einige das Tor doch wahrgenommen haben.

91. Minute: Mit der letzten Aktion, einem Eckstoß, trifft Freese per Kopf zum 4:0 Endstand. Das Spiel im Edmund-Plambeck-Stadion scheint noch zu laufen… *wisch* *määäh* *zieh* *wisch* *wart*
Liveticker aus dem Edmund-Plambeck Stadion (Minute 60 - 90)

(click to show/hide)70. Minute: Weiterhin traut nur Norderstedt sich eine dosierte Offensive zu. Ein Schuss von Knappe aus etwa 13 Metern wird geblockt. Flensburg hat weiterhin 50% Ballbesitz, aber oft im „toten“ Raum.



80. Minute: Die erste Großchance für den Tabellenführer! Probst spielt aus dem 10er-Raum einen perfekten Pass auf Nankishi, der legt den Ball quer auf Breitenbücher, der aus kurzer Entfernung, aber etwas spitzem Winkel an Bendel scheitert. Erneut eine großartige Parade eines Torhüters in dieser Partie!

84. Minute: Eckstoß für die Eintracht. Nach wie vor ist Flensburg Meister und wird aufsteigen. Der Ball wird getreten und es ertönt der grelle Pfiff der Fox 40, der denjenigen, die es mit Flensburg halten, erstarren lässt.



Im Gewühl rund um die Ausführung des Eckstoßes wird Januario von Ramadan regelwidrig zu Boden gestoßen. Sieht man die Bilder, ein klarer Strafstoß. Nach dem Gezeter des Flensurger läuft Doumbia an und schießt wuchtig ein!!!! Die Blauen rutschen in der Livetabelle auf Rang 1!

89. Minute: Nach dem Gegentor folgt wildes Geflanke der Flensburger, ohne Torabschluss. Nun gibt es aber einen Eckball, der von Januario, dem Elfmeterschinder, herausgeköpft wird.

94. Minute: Schon eine Minute über den angezeigten Nachspielzeit hat Flensburg Einwurf auf Höhe des Fünfmeterraums der Norderstedter. Kurz geworfen, Flanke, Marcel Beifus, der Verteidiger der Eintracht, der in der Saison 2026/27 für den SVA 11 Spiele bestritten hat, holzt den Ball Richtung Mittellinie und erneut ertönt ein Pfiff aus der Fox 40. Es ist der Abpfiff! Bis es im Liveticker umspringt, dauert es noch ein wenig… Dennoch ist es Sicherheit! Arminia Hannover steigt in die 3. Liga auf!
Liveticker aus dem Rudolf-Kalweit-Stadion (… die letzten Augenblicke)

(click to show/hide)Es dauert noch einige Minuten, ehe man die Gewissheit hat. Übereinstimmenden Nachrichten bei instagramm, dem stockenden Livestream aus dem Edmund-Plambeck-Stadion und dem Liveticker bei fussball.de zufolge, ist Arminia Hannover in der kommenden Saison in der 3. Liga!!!!!!



Gelage I wird noch vor Ort am Lahmannhügel und/oder bei Rockmusik in der Stadiongaststätte begangen!

Niemand hat gerade im Sinn, dass das Rudolf-Kalweit-Stadion möglicherweise nicht drittligatauglich sein könnte…



Treffer: VDB (21), Hackenthal (60), Lombaya (83), Freese (91)

Zuschauer: 2990





Die Abschlusstabelle muss nicht gedeutet werden, sie ist einfach nur der Hammer!

Noergelgnom:

(click to show/hide)Yes!
YES!
YESSSSSSS!

Glückwunsch zum überfälligen, hochverdienten Double!
Und nicht "nur einfach" ein Double, sondern auch noch eins auf den allerletzten Drücker, errungen in zwei hochspannenden Finals!
Ü-BER-RA-GEND!  8)

"Überragend" ist, nebenbei bemerkt, auch ein gutes Wort, um Deine Präsentation dieses letzten Spieltags zu beschreiben, sehr spannend inszeniert und geschrieben. Klasse, hab mich prächtig unterhalten gefühlt.  8)

Jetzt aber bitte schnell mal durchs Rudolf-Kalweit durchfeudeln und ein, zwei zusätzliche Klappstühle sowie ein paar Stehlampen aufstellen, damit die Drittligatauglichkeit hergestellt wird. :D
Wär ja wohl die Höhe, wenns jetzt daran scheitert.  :o

Muffi:
(click to show/hide)Wahnsinn! Spannender ging es ja kaum. Und angesichts der vorherigen Spielzeiten auch mehr als verdient! Und dann auch noch der Gewinn des Niedersachsenpokals, das sind doch perfekte Aussichten. Man kann dir nur noch die Bayern als Erstrundengegner wünschen, die Einnahmen könntest du sicher gut brauchen.

Ist der Profistatus in Aussicht oder agiert dein Vorstand da auch eher vorsichtig?

knufschu:
@Achtelprofi: Danke für das Lob! Ich will auch gerne im RKS bleiben! Mal sehen, ob wir die 200 Plätze finanziert bekommen.
@Muffi: Danke! Zum Profistatus schreibe ich unten ein wenig mehr.

Kapitel 27 „Niedersachsen im Pokal (2)“

Dass die Karrieren der Weiland-Brüder sich hier und da überschnitten, wurde in Kapitel 16 bereits angedeutet, aber heute wird der Blick erstmal wieder auf die Roten geworfen. Die Reise von Hannover 96 im DFB-Pokal muss langsam mal weitererzählt werden.

Nicht nur, wegen den anstehenden historischen, ersten DFB-Pokalteilnahme des SVA, sondern auch, weil das erste virtuelle Freundschaftsspiel beider Erstvertretungen zwischen Rot und Blau stattgefunden hat und das RKS und später sicherlich auch einige Besucher rappelvoll waren! 16.000 Zuschauer am Bischofsholer Damm! Die Schafe mussten sich schon ein wenig wundern, dass so viele Menschen in Määäh-Weite zeitbeständig bei ihnen herumstanden und ihr Fressen niedertrampelten.

Nun aber wieder zum DFB-Pokal 1991/92. Nach dem knappen Sieg der 96er gegen den VfL Bochum, trainiert von Holger Osieck, ging die Reise der Niedersachsen in der 3. Runde nach Dortmund, ins Westfalenstadion. Der BVB war in der Spielzeit zuvor nur Zehnter geworden, aber die Saison 1991/92 lief erheblich besser und sowieso war Hannover 96 der klare Außenseiter als Zweitligist.

Das Spiel vor einer klammen Kulisse von etwa 14.000 Zuschauern im Westfalenstadion begann sicher nicht, wie es sich Ottmar Hitzfeld ausgemalt hatte. Werner Hansch, der das Spiel kommentierte, spricht in der Reportage von „stark ersatzgeschwächten“ Hannoveranern, die aber dennoch die ersten guten Torchancen der Partie haben, u.a. weil Teddy de Beer unsortiert durch den Strafraum springt. Angetrieben von einem quirligen Waldemar Steubing kommen die Gäste immer wieder gut auf der rechten Außenbahn durch, doch ein starker Michael Schulz grätscht - wie ich finde - schon hart am Rande der Legalität alles aus dem Weg.

Anschließend drehen die Schwarz-Gelben auf, immer wieder kann Poschner unbehelligt durchs Mittelfeld dribbeln und das Spiel antreiben. Nach einem Eckstoß in der 20. Spielminute drischt dann Bodo Schmidt eine verunglückte Kopfballabwehr, die vor seiner Flinte landet, per Dropkick ins Netz zum 1:0. Danach werden die Zweitligisten von den Hausherren hergespielt. Es fallen zwei Abseitstreffer, ehe Chapuisat von Flemming Povlsen unheimlich gut in Szene gesetzt wird und auf 2:0 erhöht. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal 28 Minuten gespielt… [Fortsetzung folgt]

 (Wer es jetzt schon sehen will: Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tp1DBQBQJks)

Der Transfersommer & der Kader

Mit dem Transfersommer ist Weiland, wie auch letztes Jahr, eher mäßig glücklich. Das hat zwei Gründe.

Der Verein verharrt, auch auf Nachfrage, im semiprofessionellen Status. Ich hatte fälschlicherweise gedacht, dass man mit Aufstieg in Liga 3 auch automatisch den Schritt gehen würde und insgeheim auch gehofft, dass man, dank eines gut gefüllten Kontos (etwa 1,2 Millionen), auch noch ein wenig am Gehaltsvolumen schraubt. Pustekuchen! Das Gehaltsvolumen bleibt etwa auf dem Niveau der Regionalliga, der Vorstand spricht sich gegen den Schritt in die Professionalität aus (irgendwie kann ich es auch verstehen) und Arminia Hannover bleibt einfach ein Zwerg hinsichtlich der Strahlkraft, so dass man kaum einen herausragenden Spieler für das Blau des SVA begeistern kann. So fischte man wieder in einem ganz großen Becken und hofft auf die ein oder andere Wundertüte.

Im Großen und Ganzen kamen eine Reihe von Probespielen an den Bischofsholer Damm, darunter war aber – wie immer – mehr Quantität als Qualität. So entschied man sich eine Mischung aus „Loan Army“, bereits etablierter Spieler und wenigen Neuen, die aber erfolgsversprechend sind.



Abgänge

Einige Verträge wurden erneut nicht verlängert. Es traf dabei auch einige Stammkräfte.

Jendrzej, Stammkeeper der letzten Jahre, wollte ein viel zu hohes Gehalt verhandeln, so dass man ihn schweren Herzens ziehen ließ. Aktuell ist er weiterhin ohne neue Anstellung.

VDB hat es auch erwischt, was aber vor allem an seiner Verletztenhistorie lag. Er kam nach seinem Kreuzbandriss zwar gut wieder in die Spur, aber für die 3. Liga fehlt es ihm auch ein wenig an Geschwindigkeit und Flair auf der Außenbahn. Er spielt nun für ein höheres Gehalt in Neumünster in der SH-Liga.

Becker hat Weiland ebenfalls nicht mehr als Drittligaspieler gesehen. Er spielt nun in der Bremen-Liga.

Freese und Brand werden nach Haltern, bzw. Jeddeloh II verliehen.

Zugänge

Insgesamt war der SVA eine der aktivsten Mannschaften der 3. Liga auf dem Markt, darunter sind einige Leihe, die man mehr oder weniger am Deadline-Day, als bisher desinteressierte Spieler von der „Resterampe“ dann doch ihre Bereitschaft zeigten, „blind“ von größeren Clubs getätigt hat, in der Hoffnung, dass sie den Kader bereichern.

Zudem wird die Elf von Weiland in dieser Saison wohl eher in einem 4-3-3 auf den Rasen gehen. Es ist kein Klopp-Gegenpressing-4-3-3, sondern eher ein Wir-Halten-Das-Mittelfeld-Eng-4-3-3.

Im Tor



Im Tor liest man im Stadionheft zwei neue Namen. Chizuka wird der Stammtorhüter werden. Er wurde in der Jugend von Rapid Wien ausgebildet und ist dann seinen Weg über diverse Vereine mit Sponsoren in den Namen (Flyeralarm, ProfiBox, usw.) durch die mittleren Spielklassen Österreichs gegangen.

Die Nummer 2 stamm ebenfalls aus Österreich und heißt Martin Lürzer. Er ist ein wenig jünger und dennoch nicht sehr weit entfernt von Chizuka.

In der Abwehr

Das Innenverteidigerduett bekommt einen Qualitätspush! Maxi Dagott wird nicht mehr neben Kisilowski verteidigen, sondern eher auf der Bank Platz nehmen.



Neu ist Julien-Lee Veh, der körperlich einfach eine Nummer besser ist und zudem für den SC Verl bereits Drittligatauglichkeit bewiesen hat. Er kommt aus der Jugend von Eintracht Braunschweig, also mehr oder weniger aus der „Region“, wobei er in Aschaffenburg geboren ist.



Ebenfalls vor Dagott reiht sich Gabriel Haider ein. Der Nachname und Österreich lösen in mir jetzt nicht unbedingt Glücksgefühle aus, aber hier geht es um Fußball. Seit 2020 ist Haider bereits für die TSG aus Hoffenheim tätig gewesen, aber ausschließlich in der zweiten Mannschaft.

Julian Elekwa ist zudem noch zu nennen. Er kommt vom Partnerverein, Borussia Mönchengladbach. Er zählt als U23-Spieler, ist 1,92 groß und hat ebenfalls solide Fähigkeiten, um hier und da in die erste Aufstellung zu rotieren.

Links verteidigt Hackenthal weiterhin. Er ist der Standard-Schütze und daher unverzichtbar, wenngleich es sicherlich bessere Optionen im Kader gäbe. Aber seine Strafstöße, Ecken und Freistoßtore sind eminent wichtig, wenn man mal ein Tor erzwingen muss.

Regis Kalenga aus Gladbach (Leihe) kann hier ggf. hin und wieder aushelfen, wenn Hackenthal mal ausfallen sollte.

Rechts verteidigt Schmitz. In den letzten beiden Spielrunden war er im Grunde der Mann für Durchbrüche auf rechts, Flanken usw. Dennoch ist er eher was für die Regionalliga oder Oberliga.



In Schmitz‘ Nacken wartet Timmi Cuntz. Mental hat er fast Bundesliganiveau und er kommt auch von einem ehemaligen Bundesligisten, dem VfL Bochum. Zuletzt wurde er aber eher in die Regionalligen des Landes verliehen. Seine Flanken haben noch eine heftige Streuung.

Im Mittelfeld

Neben Cabraja, der ja bereits im Winter der letzten Saison an den Bischofsholer Damm kam, sind nun zwei neue Mittelfeldasse im Kader, hinter denen sich Maxi Großer einsortieren muss. Großer hatte im 4-2-3-1 die Doppelsechs mit Cabraja oder Lombaya gebildet.



Mika Keute wurde nach langer Zeit bei Preußen Münster aussortiert, ist aber für Arminia ein echter Knaller und defensiver Spiel(mit)gestalter im Dreiermittelfeld.



Julian Weigel hat einen e-Laut mehr im Namen als sein prominenter Fast-Namensvetter. Dieser spielt inzwischen in Wolfsburg in der Bundesliga. Weigel hat für Magedeburg, Lok Leipzig und Halberstadt in der Regionalliga oder der 3. Liga gezockt. Er ist ein großer, kräftiger offensiv denkender Spieler im Mittelfeld. Zur Not kann er auch im Sturm aushelfen.

Stepantsev und Lombaya sitzen beide eher auf der Bank oder der Tribüne, also Spieler für die Breite.

Im Sturm & den Außenbahnen

Außen bleibt Michi Kobert nach etwas Gezerre doch in Hannover. Weder er noch Weiland waren sich schlüssig, ob er Arminia noch helfen kann. Aber sein Torriecher über außen kommend ist schon wichtig und Ersatz gab es nicht, bzw. Alternativen waren schlichtweg zu teuer.

Rechts spielen Touray oder Neiß und Hermann kann ebenfalls beide Außenbahnen bedienen.

Dautaj hat sich durch eine starke letzte Spielzeit doch für eine weitere Saison qualifiziert. Allerdings gilt Weiland als großer Zweifler an seinen Fertigkeiten gegen etwa gleichwertige Verteidiger.

Interessante Kandidaten, die zur Leihe da sind, sind Schiffel (Austria Wien) und Dämgen (1. FC Köln). Beide sind körperlich robust und schnell, aber blutjung. Beide werden aber sicherlich Spielzeit erhalten, bis der heimische Coach sauer wird, weil die Leihvereinbarung nicht eingehalten wird…

1. Spieltag 3. Liga: Berliner Athletik-Klub 07 (H)

Saisoneröffnung im RKS und die Gegner kommen nun nicht mehr aus der „Region“, sondern aus ganz Deutschland! Es ist die 3. Liga!

Von Überwältigung bei den Blauen ist auf dem Rasen wenig zu spüren, man spürt aber zugleich auch keine Offensivenergie. In den ersten 45 Minuten lebt die Stimmung von dem Glanz des Neuen, nicht vom Sportlichen, denn da sind beide Mannschaften auf niederem Niveau. Der erste Treffer fällt dann in der 70. Minute für den Aufsteiger. Eine Flanke von Kobert landet bei dem eingewechselten Ron-Robert Neiß, der köpft den Ball Richtung Tor und er trifft zur Überraschung aller ins Netz! An dieser Stelle muss man über den Berliner AK-Keeper Huth sprechen: Der Ball fliegt eigentlich in hohem Bogen auf ihn zu, doch er wirkt dennoch überrascht, als ob der Ball aus irgendeiner geheimen Öffnung herausfiele.



Bis zum Abpfiff murksen beide Teams weiter vor sich hin und der erste Dreier in der 3. Liga wird bereits am ersten Spieltag geholt!

Treffer: Neiß (70)

Zuschauer: 2553

2. Spieltag 3. Liga: Würzburger Kickers (A)

Die Partie findet in Würzburg statt, aber die Arminia ist das deutlich bessere Team (z.B. xG 0,23 vs 1,09)! Lange sah es aber auch, als könne man sich dafür nichts kaufen, denn Hoffmann enteilt den Innenverteidigern des SVA ein einziges Mal und trifft eiskalt. Danach laufen die Gäste dem Spielstand hinterher, können aber über das bewährte Mittel – Flanken – zum 1:1 Ausgleich kommen. Cabraja kann ein Zuspiel von Hermann in der 76. Spielminute per Volleykracher verwerten.

Treffer: Cabraja (76)

Zuschauer: 5965



Nach dem Abpfiff teilt man Weiland mit, dass der Wunsch nach einem neuen Trainerschein (Pro-Lizenz) nicht verwirklicht werden könne.

3. Spieltag 3. Liga: Sportfreunde Lotte (H)

Ähnlich wie in der Vorwoche sind die Blauen die überlegene Mannschaft, was den ein oder anderen Zuschauer auf der Holztribüne schon wundert. Da es aber wie in der vorherigen Woche läuft, erhalten die Sportfreunde mit der ersten Chance einen Strafstoß, den sie versenken. Danach bleibt das Momentum in den Händen der Gastgeber. In der zweiten Hälfte wird ein Fernschuss von Kisilowski dann ins Tor abgefälscht und es steht endlich 1:1. Anschließend wird weiter fröhliches Chancenvergeigen betrieben.

Treffer: Kisilowski (54)

Zuschauer: 2885

1. Runde DFB Pokal: Hertha BSC Berlin (H)

„Wat issn ditte?“ Schafe, wa? Ick werd verrückt! Määh!“, hört man die Gästefans aus Berlin hinter vorgehaltener Hand in einer Mischung aus Faszination und Überheblichkeit am Bierstand zwischen Hügel und Holztribüne etwas zu laut flüstern.

An die 10.000 Menschen haben mitbekommen, dass die Arminia im DFB-Pokal steht und sich anschließend für einen Stadionbesuch entschieden. Die Roten spielen parallel in Regenburg.



Es wartet die Hertha aus der großen und sportlich fernen Bundesliga. Tja, was soll man über das Spiel großartig Worte verlieren. Es war klar, dass man verlieren würde, aber ein 1:6 fühlt sich dann doch irgendwie doof an. Immerhin tröstet, dass man zwischenzeitlich das 1:1 schießen konnte, seine 15 Sekunden (fast 45 Minuten!!!) Ruhm hatte und die Alte Dame erst vor der Pause ein 2:1 erzielt hat.

Treffer: Weigel (40)

Zuschauer: 9507

4. Spieltag 3. Liga: SG Dynamo Dresden (A)

Wenige Tage später, in Dresden, spielen verschüchterte Arminen vor der Rekordkulisse von über 23.000 mehr oder weniger frenetisch anfeuernden Anhänger der Gastgeber. Da rutscht einem das Herz schon mal in die Hose. Die Chance auf einen Ehrentreffer war durchaus vorhanden, aber am Ende verliert der SVA mit 3:0 in der Ferne.

Treffer: -

Zuschauer: 23.445

5. Spieltag 3. Liga: SC Preußen Münster (H)

Endlich trifft Dautaj in der neuen Liga! Im Sommer war bisher kein annährend talentierter Stürmer zum Probetraining anwesend, so dass der Torjäger Nr. 1 der letzten Saison weiterhin den 9er gibt. Sein früher Treffer per Kopfball erinnert an die süßen Zeiten der Regionalliga, aber auch gegen Münster merkt man den Blauen an, dass das Spielvortrag in der neuen Liga hier und da einfach eine Nummer zu schnell ist. Zu viele Ballverluste in Dribblings, beim Aufdrehen, ja eigentlich in fast jeder Aktion. Am Ende kann man froh über eine Punkteteilung sein. Endstand: 1:1.

Treffer: Dautaj (8)

Zuschauer: 3326

6. Spieltag 3. Liga: TSG Hoffenheim II (A)



Erneut sieht das Auftreten der Blauen gegen einen technisch überlegenen und physisch schnelleren Gegner phasenweise sehr ordentlich aus. Inzwischen ist Weilands Elf bei einem klassischen 4-3-3 angelangt.



Bei beiden Treffern entwischt Michi Kobert seinem Gegenspieler, kann frei auf das gegnerische Tor zulaufen und seine ersten beiden Drittligatore zelebrieren.

Treffer: Kobert (24, 80)

Zuschauer: 945

7. Spieltag 3. Liga: VfL Osnabrück (A)

„Zu früh gefreut“, könnte die Überschrift der Partie zwischen dem VfL und dem SVA auch tragen. Die Weiland-Elf geht nach Eckstoß inklusive Kopfballtor durch Veh nach 39 Minuten durchaus verdient in Führung. In den zweiten 45 Minuten haben die Osnabrücker dann eine erste größere Chance und schon steht es 1:1. Bei einem einfachen Pass in dem Strafraum stehen die Abwehrspieler irgendwo herum, aber nicht in Position. Ein ähnliches Bild zeigt sich dann in der 85. Minute. Erneut wirken die vier Verteidiger des SVA im Verbund desorientiert und ein einfacher Pass reicht aus, um sie zu überspielen. Diese 2:1 Niederlage darf so einfach nicht passieren, denn Tore schießen ist vorne aktuell mit viel Aufwand verbunden, weil Dautaj für die 3. Liga leider nicht stark genug scheint. Auch die Massen an Leihspielern sind noch nicht angekommen.

Treffer: Veh (39)

Zuschauer: 13.739

8. Spieltag 3. Liga: SpVgg Unterhaching (

Die Startaufstellung des Hachinger lässt einem schon die Ohren schlackern, immerhin ist die Spielvereinigung aus Bayern, wie der SVA, ein Fast-Aufsteiger (Man konnte sich über die Relegation in der Liga halten): Takuma Asano! Sargnagel des deutschen Fußballs bei der unheiligen Winter-WM 2022, entsprechend Nationalspieler Japans mit einem Einkommen von fast 5000€ pro Woche! Das verdient der ganze Kader der Arminia geschätzt zusammen. Seine Karriere führte ihn vom VfL aus Bochum zu den Unionern nach Berlin. Dort spielte er maximal die zweite oder dritte Geige, ehe man ihn zwei Jahre zu Kawasaki Frontale verlieh. Seit letzte Saison ist er für Unterhaching tätig. Seinen Coach, Marcus Danner, kennt Weiland aus Spielen gegen Braunschweig II.



Naja, einer lobhudelnden, langen Einleitung zum Trotz, ein überzeugendes Spiel hat der inzwischen 34-Jährige Asano nicht gemacht auf Rechtsaußen. Er verliert mit seinem Team im RKS knapp mit 1:0. Endlich konnte die Weiland-Elf in der Liga mal die Null halten.

Treffer: Weigel (83)

Zuschauer: 2723

9. Spieltag 3. Liga: Borussia Dortmund II

Erneut bringt die defensivere Ausprägung des 4-3-3 eine weitere weiße Weste, aber vorne bleiben die offensiven Messer ebenfalls sehr stumpf! Immerhin führt die Reise ins Stadion Rote Erde, dessen Holztribüne man ja in Bischofshol stehen hat! Das täuscht dennoch nicht über das sehr triste 0:0 hinweg.

Treffer: -

Zuschauer: 1784





In der Tabelle liest sich das bisher sehr zufriedenstellend für die Arminia aus Hannover. Als Aufsteiger ist man mit 13 Punkten nach 9 Spielen im Soll, aber dennoch darf man sich nicht hängen lassen. Bisher muss wirklich jedes Tor und jeder Punkt hart erarbeitet werden, kein Spiel ist ein Selbstläufer, dafür hat der Kader einfach noch nicht die entsprechende Ligaqualität. Nach wie vor ist man einer der Favoriten auf den Abstieg.

Die unteren Ränge belegen Verl, der Hotelverein, Preußen Münster und der VfR Aalen. Diese Clubs hatte man durchaus auch dort erwartet. Die Zweitvertretungen werden inzwischen zunehmend „schwächer“ und dominieren die Liga nicht mehr so, wie es vor einigen Jahren noch der Fall war. Dresden ist klarer Aufstiegskandidat und reiht sich dort auch schon ein.

Interessant ist übrigens, dass der Relegationsgegner des SVA aus der vorletzten Saison, Germania Halberstadt, den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga geschafft hat.

knufschu:
Kapitel 28 „Aus dem Playbook: Das 4-3-3 Weilands“


„100 Tore-Garantiert-Taktik“, „Unbeatable 4-3-3 Killing Machine“ – Auf manchen Seiten werden einem FM-Taktiken empfohlen, die einem angebliche 100 Tore garantieren oder tonnenweise Torchancen oder was auch immer. Die Vorstellung des aktuellen 4-3-3 des SV Arminia Hannover in der 3. Liga entstand immer – so empfehlen es auch die „seriösen“ Guides – in Anlehnung an den Kader und unter Fortentwicklung vorheriger Ideen.

In den langen Jahren der Regionalliga lief der SVA zumeist in einem klassischen asymmetrischen 4-2-3-1 mit Doppelsechs bzw. Doppelacht auf. Zunächst setze Weiland in der Doppelsechs immer auf eine „holding six“, also einen Spieler, der ganz klar vor der Abwehr positioniert ist und die Position auch hält. Die Idee dahinter war, dass man die Zone vor den Innenverteidigern so absichert.

Inzwischen ist Weiland zu einem 4-3-3 übergegangen, weil „die Mitte halten“ für den SVA-Coach nach wie vor enorm wichtig ist, aber hierfür kein rein defensiv denkender Spieler abgestellt wird, sondern im Grunde alle drei zentralen Rollen auch ihre Arbeit nach hinten erledigen.

Die Dreierreihe in der Offensive ist im Grunde aus dem 4-2-3-1 erhalten geblieben, genauso wie die Außenverteidigerrollen.

Zur Lesart des Screenshots:

- Insgesamt nutze ich nur wenige Teamanweisungen und bevorzuge individuelle Spieleranweisungen im FM23. Selbst bei den Spieleranweisungen arbeite ich nur mit wenigen, dazu gehören v.a. „Breiter stehen“ bei den äußeren Achtern / Sechsern (ich sehe sie eher als „Achter“).
- Weiland hat ebenfalls nur wenige Prinzipien für sein Spiel. Diese sind „Breite schaffen“. Das wird durch größtenteils durch die Außenverteidiger gewährleistet und nur in kleineren Teilen durch die zentralen Mittelfeldspieler und die inversen Offensivrollen. Der linke AV ist zudem mit der Duty „ve“ versehen, weil so die IVs – meiner Meinung nach – nicht zu sehr auseinanderrücken.
- Die Strafraumbesetzung oder Tiefe sollte weiterhin vorhanden sein, aber nicht mit zu vielen Spielern, damit dieser nicht „gerammelt“ voll ist.
- Entscheidend ist zuletzt – getreu dem Motto „Defensiven gewinnen Meisterschaften“ – das Zentrum dicht zu bekommen.

10. Spieltag 3. Liga: SG Sonnenhof-Großaspach (H)

Die Blauen beweisen spätestens jetzt, am zehnten Spieltag, ihre Drittligatauglichkeit durch eine vollends perfekte Leistung gegen Sonnenhof-Großaspach. Das Spiel endet mit 4:0 und herausheben muss man Cabraja, der in der neuen Funktion als Carrilero in Höchstform kommt.



Treffer: Neiß (25), Hackenthal (49, e), Cabraja (57, 67)

Zuschauer: 2838

11. Spieltag 3. Liga: Eintracht Braunschweig (A)

Das Spiel in Braunschweig kann im Grunde in alle Richtungen ausgehen. Dass die Eintracht zu Hause mit 2:1 gewinnt, war zu keinem Zeitpunkt klar. Angetrieben von einem weiteren Ex-Spieler des VfL Bochum, Philipp Förster, kommen die Hausherren gut ins Spiel und gehen durch Cooper schnell in Führung, doch nur rund zehn Minuten später kann Oli Dämgen seinen ersten Treffer für den SVA machen. Als alle sich langsam auf ein leistungsgerechtes 1:1 einstimmen, kann Braunschweig nach Freistoßflanke noch den späten Siegtreffer erzielen.



Nach dem Abpfiff reist Dämgen kurioserweise zur Überraschung Weilands direkt aus Braunschweig in Richtung Köln ab. Sein Cheftrainer Abate ist mit dem Leihvertrag unzufrieden und holt seinen Spieler trotz guter Leistungen in Hannover zurück zum Effzeh.

Für die Arminia wird es im Sturm nun eng, denn Dautaj hat man in Laufe der Woche dazu geraten, sich im Winter einen neuen Club zu suchen. Wiedenbrück ist ein heißer Anwärter.

Treffer: Dämgen (15)

Zuschauer: 10.144

12. Spieltag 3. Liga: SC Verl (H)



„Wir müssen unsere Punkte im Rudolf-Kalweit-Stadion holen!“, fordert Co-Trainer Breuckmann, den Dennis Weiland immer zu den Medienauftritten schickt, bei den Reportern von Magenta-Sport vor dem Spiel gegen SC Verl.

Gesagt, getan – Das A-Team gewinnt zu Hause souverän mit 2:0. Nach dem plötzlichen Dämgen-Abgang kann Schiffel ihn gut vertreten und einen Treffer beisteuern. Perfekt, wenn der Plan funktioniert!

Treffer: Schiffel (6), Cabraja (34)

Zuschauer: 2721

13. Spieltag 3. Liga: FC Bayern München II (A)

Blaues Blut beim FC Bayern II?! Der Keeper von Bayern II ist jedenfalls adliger Abstammung: Winfried Prinz von Anhalt!


Foto @Thekenklopper

Nun aber an die Grünwalder Straße, wobei das Spiel eigentlich zunächst nicht viel hergibt. Beide Mannschaften bekleckern sich nicht mit Ruhm. Die Bayern-Stürmer stehen viel im Abseits herum, Hannover geht lange Zeit sehr wenig Risiko, bei über 50% Ballbesitz.

Je näher sich das Spiel dann dem Abpfiff annähert, umso brenzliger wird natürlich jede Szene, egal für welches der Teams. In der 89. Minute kann der eingewechselte Touray auf Rechtsaußen freigespielt werden, er flankt zum eingewechselten Dautaj, der völlig frei steht und er netzt!!! Wirkte wie Abseits, war aber einfach nur richtig mies verteidigt. Danach brennen den jungen, durchweg talentierten Bayern die Sicherungen durch. Mit dem Wiederanstoß schlagen sie wild den Ball nach vorne, Chizuka ist aber in mehreren Fällen auf Zack und schnappt sich den Ball. Als das Spiel dann fast vorbei scheint, kann Arminia noch einmal vors Tor kommen und der sichtlich angesickte Senger senst Touray von hinten brutal weg und bekommt zurecht glatt Rot. Den anschließenden Freistoß chipt Touray dann auf Kisilowski, der am zweiten Pfosten komplett frei wartet und den Ball volley ins Tor knüppelt! 2:0! Gegen die Bayern (II)!

Treffer: Dautaj (90), Kisilowski (93)

Zuschauer: 4307

14. Spieltag 3. Liga: FSV Mainz 05 II (H)

Das A-Team reitet weiter auf der Welle des Erfolgs! Zwei „herliche“ (Achtung Wortspiel!) Treffer des U19-Nationalspielers Hermann, der Leihgabe aus Gladbach, sind für Mainz zu viel. Das 1:0 fällt nach einem Solodribbling Hermanns. Dieses startet er rund 35 Meter entfernt vorm Tor, umkurvt zwei bis drei Mainzer, zieht schräg in den Strafraum und schlenzt ein. Der 2:1 Siegtreffer fällt nach Zuspiel Cabrajas. Zu diesem Zeitpunkt hatte Weiland Hermann auf die linke Bahn verschoben.

Treffer: Hermann (16, 51)

Zuschauer: 2810



Zuletzt freut man sich, einen größeren Geldbetrag in Steine zu investieren. Die Trainingseinrichtungen am Bischofsholer Damm bekommen ein Upgrade. An das Stadion wagt sich niemand.

15. Spieltag 3. Liga: SV Sandhausen (A)

Dass die Herrlichkeit in Blau irgendwann mal ihr Ende finden wird, war absehbar und in Sandhausen ist es dann auch soweit. Die nette Auswärtsfahrt mit Weinausschank in den Gärten der Anwohner verkommt bereits nach einer Spielminute zum Desaster.

Weigel verletzt sich bei der ersten Ballaktion und muss ausgewechselt werden. Später wird ein Muskelfaserriss inklusive vier Wochen Ausfallzeit diagnostiziert. Danach ist die Arminia das bessere Team, aber der SVS trifft in Minute 27 und 33. Frustriert wechselt Weiland Schiffel aus und bringt Dautaj, der noch vor der Pause den Anschluss herstellt.

Doch mit dem SVS-Stürmer Obigumu haben die Blauen weiterhin arge Probleme. In der 50. Minute zimmert er einen Freistoß an die Latte, den Martens abstaubt. Zuvor hatte Cuntz noch die Ampelkarte gesehen. Neun Minuten später steht es dann schon 4:1 und das Ding ist durch. Später kann Kobert noch einen Ehrentreffer in Unterzahl erzielen (2:4).

Treffer: Dautaj (43), Kobert (86)

Zuschauer: 5651

Sidekick: Kaderplanung

Im Sommertransferfenster haben die Arminen ihre kadertechnische Baustelle im Sturm nicht schließen können und zudem ist Dämgen aus Braunschweig per ICE direkt nach Köln gereist, so dass diese Baustelle auf der Neun eigentlich nur größer geworden ist und eher an Bahnhofgroßbauprojekte erinnert

Da man Dautaj ebenfalls nur bedingt für drittligatauglich hält, hat man nach dem Schluss des Transferfensters im Lager der vereinslosen Spieler gesucht und ist fündig geworden. Vincent Boesen wird ab 1. Januar im Dress der Blauen auflaufen! Ich hatte in diesem und vorherigen FM‘s mit ihm immer meine Probleme, wenn er beim Gegner war, Weiland hofft, es geht den künftigen Gegnern des SVA dann ebenfalls so.

Malina wird im Mittelfeld eine qualitative Lücke schließen, weil Lombaya in der neuen Spielklasse Geschwindigkeitsprobleme hat. Lombaya wird im Winter definitiv den Club wechseln und nach Wiedenbrück umziehen müssen.

Zudem versucht man Haider zu irgendeinem Verein zu verschachern, die MC Donalds in ihrem Namen tragen. Er ist seit Tag 1 in Bischofshol nur am Meckern, trainiert halbherzig und möchte sowieso nur weg. Er verdient zudem recht gut und Weiland muss noch ein wenig am Gehaltsbudget feilen, weil man dieses leicht überschritten hat.

16. Spieltag 3. Liga: VfR Aalen (H)



Freakspiel, Jubiläumssause, offenes Visier, Freude für die Zuschauer – Das 5:2 der Arminia gegen den VfR aus Aalen kann man unterschiedlich betiteln, aber Lezteres ist mit Sicherheit korrekt. Die Anhänger der Arminia sind insgeheim schon von einem Sieg ausgegangen, aber nicht davon, dass die Blauen in den ersten 60 Minuten ein Feuerwerk abfackeln! Stepantsev, der in dieser Saison bisher erst wenige Minuten sammeln konnte, Touray und Schiffel treffen bis zu diesem Zeitpunkt vier Mal ins gegnerische Tor. Danach folgt eine Ausruhphase, inklusive REM-Tiefschlaf und der Tabellenvorletzte aus Aalen kann auf ein 2:4 herankommen. Der zweite Treffer Tourays bricht den Gegner dann endgültig.

Treffer: Stepantsev (12, 45), Touray (40, 74), Schiffel (57)

Zuschauer: 2896

17. Spieltag 3. Liga: SSV Jahn Regensburg (A)

Gegen den klaren Aufstiegsfavoriten aus Regenburg ist die Arminia – wie schon so oft in der Hinrunde – überraschend das leicht bessere Team. Trotz knapp 30% Ballbesitz, aber mit einer passablen Passquote von 75% erarbeiten sie sich die besseren Chancen und können im Jahnstadion 1:0 gewinnen. Cabraja trifft hierfür per Fernschuss.

Treffer: Cabraja (77)

Zuschauer: 12.362

18. Spieltag 3. Liga: FC Schalke 04 II (H)

Eine Woche nach dem sensationellen Dreipunktegewinn gegen einen Aufstiegskandidaten gewinnt das A-Team im RKS erneut. In einem halbwegs ausgeglichenen Spiel erkennt man deutlich, dass die Schalker schneller und technisch begabter sind. Der Arminia gelingt es aber den zuletzt starken Spielmacher im Zehnerraum – Landry Mbé - aus dem Spiel zu nehmen. Weiterhin zeigte Chizuka eine starke Torwartleistung, so dass es bi zur 93. Minute noch 0:0 stand. Die letzte Aktion des Spiels wird auch von Chizuka eingeleitet. Er schlägt den Ball lang nach vorne, Cabraja verlängert mit dem Kopf, Dautaj ist durch und schiebt eiskalt zum 1:0 Sieg ein!

Treffer: Dautaj (93)

Zuschauer: 2825



Dieser Sieg gegen Schalke spült den SVA auf Rang 3 in der 3. Liga! Sicher, es ist nur eine schöne Momentaufnahme, aber die bisher erreichte Menge an Punkten lässt bereits von einem weiteren Jahr 3. Liga träumen. In den vergangenen Spielzeiten brauchte man über 40 Punkte, um den Klassenerhalt zu schaffen.

19. Spieltag 3. Liga: VfB Lübeck (A)

Der Artikel mit aufmunternden Worten für das überperformende Arminia Hannover, das im Grunde ja schon deutlich über seinem Niveau spielt(e) und jetzt so langsam wieder in die Realität zurückfindet, liegt ohnehin schon in den digitalen Schubladen der geirigen Sportjournalisten, muss eine weitere Woche auf sich warten lassen.

Gegen den VfB Lübeck liegen die Blauen nach 28 Minuten verdient mit 2:0 hinten. Bei beiden Toren wurde Niedermayers Kopf gefunden und in beiden Fällen trifft er mit diesem Körperteil. Einmal nach Eckstoß, einmal nach Flanke. In der Halbzeitpause stellt Weiland taktisch leicht um und bringt mit Dautaj und Herrmann für Schiffel und Touray eine fast neue Offensivreihe auf den Rasen.

Dieser Tausch zahlt sich schnell aus. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff entwischt der schnelle Juniorennationalspieler seinem Gegenspieler Brändle und trifft aus halbrechter Position sehenswert ins lange Toreck. Etwa fünf Minuten später sticht dann Joker Nummer 2! Dautaj wird geschickt, die Lübecker Abwehr pennt und der künftige Stürmer von Wiedenbrück 2000 schließt mit einem gefühlvollen Schuss zum 2:2 ab! Wahnsinn! Danach bleiben die Arminen gierig und erspielen sich sogar die 3:2 Führung. Kobert kann links in den Strafraum dribbeln, er legt zurück auf Cabraja und der Carrilero der Arminia trifft zum sechsten Mal in dieser Spielzeit!



Treffer: Hermann (50), Dautaj (54), Cabraja (74)

Zuschauer: 5408

20. Spieltag 3. Liga: Berliner Atheltik-Klub 07 (A)

Von dem letzten Spiel vor der Winterpause landet wohl keine DVD unterm Weihnachtsbaum, bei keinem der Anhänger beider Teams. Wobei, aktuell fallen alle Fifty-Fifty-Spiele zu Gunsten der Arminia aus. So auch gegen das Korkut-Team aus Berlin. Es fällt ein Treffer in diesem Spiel und diesen macht Dautaj per Kopf. Seinen von Vereinsseite forcierten Abgang wird man hoffentlich nicht noch bereuen. Nun ist es beschlossene Sache, also macht er seinen aktuellen Verein ein Abschiedsgeschenk und schürt für seinen neuen Club bereits Hoffnungen auf viele Tore.

Treffer: Dautaj (54)

Zuschauer: 980





In der Tabelle ist Arminia Hannover die bisherige Überraschung der Spielzeit 2029/30, da sie aktuell den Relegationsplatz mit fünf Punkten Abstand vor einer Nicht-Zweitmannschaft belegen. Dresden und Regensburg sind klare Aufstiegskandidaten und beide zu Recht dort oben. Enttäuscht ist man mit Sicherheit beim VfR Aalen und in Unterhaching, die sich beide eher im Mittelfeld sehen und auch beim FC Bayern II, die in den letzten fünf Spielzeiten drei Mal den Titel geholt haben.

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