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Bundesliga Diskussionsthread

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m4:
Im Grunde genommen ist der Investoreneinstieg in dem veröffentlichen Rahmen eine gute Sache, wenn dieser deutliche Mehreinnahmen in den TV-Erlösen generiert (und dort sehe ich einen großen Haken).
Die DFL hat es selber nicht geschafft die Rechte so gewinnbringend zu vermarkten,  um die Lücke zur Premier League zu verringern... die Lücke ist nur noch größer geworden.

Ein kleines Rechenbeispiel dazu:

Wenn ein Investor jährlich 1 Mrd. an Mehreinnahmen (bei der brachliegenden Auslandsvermarktung sollte dies auf jeden Fall im Bereich des Möglichen sein) generiert, dann erhält dieser 80 Mio. pro Jahr. Das bedeutet es verbleiben 920 Mio. für die restlichen Parteien.

Da die DFL absolute Expertise auf dem Gebiet vermissen lässt, was sie mit der immer größer werdenden Kluft zur PL bewiesen hat, ist es definitiv sinnvoll einen strategischen Partner diesbezüglich zu suchen.
Wenn man hier einen Partner findet, der zum Einen die Kluft zur PL nicht vergrößert und zum Anderen ggf. sogar die Lücke verringert (schließen wäre utopisch), wäre dieser Einstieg ein Gewinn für jeden.
Hinzu kommen die Einnahmen für den verkauf der bis zu 8% Anteile für maximal 20 Jahre.

Hierzu ein weiteres Rechenbeispiel:

Man bekommt bis 2025 Jährlich 1,1 Mrd. Euro. Diese Summe auf 20 Jahre hochgerechnet sind 22 Mrd. Wenn man davon 8% nimmt, würde man auf eine Summe von 1,76 Mrd. Da man jedoch diese "Einnahmen" sofort bekommt, sollte man dort einen gewissen "Rabatt" geben. Wenn man statt 8% mit 5% rechnet, beliefe sich die Summe auf 1,1 Mrd. Für mich sollte man aus den Deal nicht unter 1 Mrd. herausgehen.

Wenn man dazu berücksichtigt, dass man sich wohlmöglich große Expertise auf dem Weg heran holt, sollten die Chancen auf Mehreinnahmen das Risiko Verlust zu machen überwiegen, da man nach den 20 Jahren dies auch selbst auf einer höheren Einnahmenbasis wieder in die eigenen Hände nehmen könnte... Es kommt nur darauf an, welchen Partner man gewinnt (womit wir wieder beim zu Beginn genannten "großen Haken" wären...)

DragonFox:

--- Zitat von: m4 am 13.Dezember 2023, 13:43:11 ---Man bekommt bis 2025 Jährlich 1,1 Mrd. Euro. Diese Summe auf 20 Jahre hochgerechnet sind 22 Mrd. Wenn man davon 8% nimmt, würde man auf eine Summe von 1,76 Mrd. Da man jedoch diese "Einnahmen" sofort bekommt, sollte man dort einen gewissen "Rabatt" geben. Wenn man statt 8% mit 5% rechnet, beliefe sich die Summe auf 1,1 Mrd. Für mich sollte man aus den Deal nicht unter 1 Mrd. herausgehen.

--- Ende Zitat ---

Da man mit einer Milliarde einsteigen soll, sollte man nach 20 Jahren definitiv nicht unter 1 Milliarde rausgehen.

m4:
Das definitiv nicht! Die PL nimmt 7,8 Mrd. von 25/26 - 28/29 ein. Kann mir gut vorstellen, dass diese in den nächsten 20 Jahren dir 10 Mrd. Grenze knacken könnten...

Wenn der Investor allein den Abstand von 6,7 Mrd. halten würde (wobei dies schon das mindestens erwartbare sein sollte), wären das 3,3 Mrd. Euro in Relation zu 10 Mrd. die ich der PL locker zutraue. Dies wäre vermutlich schon deutlich mehr gegenüber dem, was ich der DFL in Eigenregie zutrauen würde.

DragonFox:
Ich verstehe nicht was du meinst. Ist das nicht so, dass die DFL Geld bekommt und das dann selbst verwendet? Also nach Plan der DFL? So, wie es die DFL kann?

Ich habe das zum Beispiel hier gelesen: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/dfl-investor-einstieg-zukunft-konsequenzen-plaene-100.html

Der Investor macht aktiv nichts, außer Geld zu geben und zu hoffen, dass die DFL das rockt. Und da hast du wohl kein großen Glauben dran. Oder sehe ich das falsch und der Investor übernimmt einen aktiven Part und greift ins operative oder strategische Geschäft ein?

Ich sehe das eigentlich wie eine Wette. So steht es auch im Artikel. Der Investor wettet eine Milliarde auf die DFL, dass sie mit dieser Milliarde ordentlich Gewinnsteigerung machen können und er am Ende mehr daraus mitnimmt als er reingesteckt hat.

m4:
Prinzipiell siehst du das richtig.

Aber hier ein Zitat von DFL Geschäftsführer Lenz, welches mich diesbezüglich spekulieren lässt:

--- Zitat ---Man werde mit den Bietern „eine gemeinsame Geschäftsplanung innerhalb der Eckpunkte detailliert besprechen und die gewünschten Mehrwerte eines Partners prüfen“, sagte Lenz und kündigte an: „Wir werden mit mehreren Interessenten den Prozess fortsetzen.“
--- Ende Zitat ---

Quelle: Transfermarkt.de:

Daher bin ich mir sehr sicher, dass der strategische Partner sehr viel Expertise auf dem Gebiet einbringen wird um auch sein Investment größtmöglich zu steigern. Zumindest interpretiere ich so den Ausdruck "gewünschte Mehrwerte" und wäre meines Erachtens auch nur sinnvoll.

Aber dies alles ist auch nur Spekulation meinerseits, weswegen man abwarten muss, wie die DFL es handhaben wird. Wenn Sie das ganze in Eigenregie (für mich ein Worst-Case-Szenario) handhaben will, sehe ich diesbezüglich schwarz.

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