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| [FM24] Herein wenn's (k)ein Schneider ist?! - TuRU Düsseldorf 1880 |
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| knufschu:
@Noergelgnom: Es gibt dafür ein neues Format :-) Allerdings: Dausch wurde von der TuRU verpflichtet, nachdem das die 5-Fragen-Folge durch den Äther gegangen ist gegangen ist. @Karagounis: Danke dir! Jessica Binzenbach (Pressesprecherin TuRU Düsseldorf; im klassischen Pressesprecherinnenduktus): Liebe Pressevertreter, es ist Montag, der 12. November 2029 und ich heiße Sie herzlich willkommen zur klassischen Montags-Pressekonferenz hier in der Michael Ballack-Arena in Mönchengladbach. Zunächst ein paar Worte zu unserem Verletztenstand nach der Partie zwischen Union Berlin und TuRU Düsseldorf am vergangenen Samstag. Das Spiel konnte TuRU Düsseldorf nach Toren von Luka Parkadze, Phil Grimshaw, Kevin Dausch und einem Eigentor durch --- Ibane Borwat mit 4:0 an der Alten Försterei gewinnen. Zu den aktuell verletzten Spielern Seyit Kahya, Alex Cardero, Ömer Akbulut und Julian Klar gibt es weiterhin die Information aus der medizinischen Abteilung, dass alle sich auf dem Weg der Genesung befinden. Die beiden Letztgenannten werden innerhalb der nächsten Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Nun kommen wir zu den Fragen der hier anwesenden Pressevertreter an Herrn Kahlig. [Stille, ein Mikrofon wird weitergereicht, leichtes Rascheln] Till Schneyer (Rechtsrheinischer Anzeiger): Herr Kahlig, nach zwei Siegen gegen die Spitzenteams aus Kiel und Berlin in der Ferne, wie zufrieden sind sie mit der aktuellen sportlichen Lage? Kahlig (nimmt einen Schluck aus einem mitgebrachten Plastikbecher): Wir sind sehr zufrieden, denn im Grunde haben wir uns weder gegen Kiel, noch gegen Berlin Punkte ausgerechnet, um das Ziel, den Klassenerhalt, zu erreichen. In beiden Spielen haben die Jungs alles rausgehauen und sicherlich auch hier und da das berühmte Glück des Tüchtigen gehabt. Jannis Schleef (Magazin 40, Zwei, Zwei, Fünf): Herr Kahlig, sie nennen es Glück der Tüchtigen, andere, kritischere Stimmen, nennen es einfach nur Glück. In Kiel hat ihre Mannschaft dank eines soften Strafstoßes das 2:1 geschossen und in Berlin fallen alle drei Tore innerhalb weniger Spielminuten… Kahlig: Öhm, war das eine Frage? Schleef: Schon. Kahlig: Nunja, öhm. Ich sehe das ein wenig anders. Ja, wir hatten hier und da Spielglück, wie auch immer man es nun auch nennen will. Aber gegen Kiel haben wir einen höheren xG-Wert erreicht als der Tabellenerste und Berlin hat nicht einen Schuss auf [betont] unser Tor abgegeben, ist alles danebengegangen, folglich kann man keine Tore schießen. (click to show/hide) (click to show/hide) Binzenbach: Gibt es weitere Fragen? Ja, dort? Jörn (Blog Achtzehnhundertachtzich): Bruno, erstmal Gratulation zu den beiden Siegen in der Ferne. Hat der Erfolg auch etwas mit den taktischen Umstellungen zu tun, die S...S - - Du nach der Pokalpleite in Fürth vorgenommen hast? Kahlig: Danke, Jörn! Gute Beobachtung. Ja, in der Tat haben wir Beggy ein wenig aus der Spielmacherrolle genommen, das Spiel von hinten heraus auch leicht verändert, um nicht so schnell in Bedrängnis zu geraten. Wir wollen zwar weiterhin flach rausspielen, aber der ein oder andere lange Ball darf, gerade gegen so spielstarke Mannschaften, schon mal kommen, immerhin haben wir vorne richtig Tempo drin. (click to show/hide) Binzenbach: Ja, der Herr links? Thilo Becker (Kicken Fußballfachzeitschrift): Herr Kahlig, es gibt Gerüchte um Ihren – ja eigentlich – um Ihren kompletten Sturm beziehungsweise um Ihren Angriff. Können Sie etwas zu Phil Grimshaw, Ömer Akbulut und Pascal Herzog sagen? Kahlig: Keiner der Spieler ist an uns herangetreten und hat einen Wechselwunsch hinterlegt. Dass Phil umworben ist, schreiben Sie ja nahezu täglich, wahlweise werden da der HSV, Werder Bremen oder andere Bundesligisten genannt. Ich weiß von nichts. (click to show/hide) Das Gleiche gilt für Ömer, er ist ja gerade mal ein halbes Jahr bei uns. (click to show/hide) Zu Passe: Frank Schmidt und ich haben uns erst kürzlich telefonisch und später auch persönlich zu ihm ausgetauscht, Er ist sehr zufrieden mit seiner Entwicklung hier bei uns, wünscht sich aber ab und an eine andere Spielerrolle. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ich kann aber sagen, dass Eros, Mika und Archie in Verhandlungen mit anderen Vereinen stehen und daher vorerst nicht in den Spieltagskader aufgenommen werden, so lange die Verhandlungen noch nicht finalisiert sind. [/color] Thilo Becker: Planen Sie Ersatz für die genannten Spieler? Bennan Divine von Birmingham wird hier und da genannt? (click to show/hide) Kahlig: Wir haben unsere Augen immer offen für potenzielle Talente oder mögliche Neuverpflichtungen. Wir sind aber eher am Ende der Nahrungskette, was Transfers anbelangt, von daher kann ich Ihnen zwar sagen, dass wir uns mit Brennan beschäftigen, aber auch hier ist noch nichts spruchreif. Binzenbach: Gibt es noch Fragen? Ja, bitte, Herr Schneyder? Schneyder: Herr Kahlig, nun ist ein wesentlicher Teil der Hinrunde gespielt. Wie wohl fühlen Sie sich hier in der Michael-Ballack-Arena? Kahlig: Wir haben hier eine hervorragende Infrastruktur, aber ideal ist das natürlich trotzdem nicht. Wir pendeln aktuell zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach hin und her. Mal trainieren wir hier, mal an der Baustelle an der Feuerbachstraße. Für die Fans ist das schon eine Zumutung, mit dem ÖPNV braucht man mitunter über eine Stunde zu den Heimspielen und Sie wissen ja selber, wie stauintensiv der Weg nach Gladbach mitunter sein kann. Schleef: Herr Kahlig! Aktuell hat TuRU 20 Punkte gesammelt, liegt auf Platz 7 der 2. Bundesliga. Sprechen wir hier von einer Überperformance? Kahlig: Tja - - - Für den Klassenerhalt brauchte man in den letzten Jahren etwa 35-38 Punkte, das streben wir an, mehr nicht. Binzenbach: Es sieht so aus, als ob keine weiteren Fragen mehr kommen? Gut, dann beenden wir die Pressekonferenz. Wir sehen uns dann am übernächsten Sonntag nach der Länderspielpause hier zur Heimpartie gegen den FC St. Pauli wieder. Vielen Dank. |
| Noergelgnom:
Grandioses Titelbild! :o 8) Und die "PeKah" ist natürlich auch wieder mal klasse beschrieben, aber das kenen wir ja von Dir nicht anders. Akbulut ist auf Dauer zu gut für Liga Zwei, da wird TuRU wohl aufsteigen müssen, um ihn zu halten. ;) Und Deine "schiefe" Taktik find ich sehr spannend - auch wenn ich mich frage, ob sich die "Herzog"- und "Dausch"-Positionen da nicht ins Gehege kommen im linken Halbraum? Das Dreierzentrum sieht dafür richtig klasse aus! 8) |
| KoniCutshot:
:laugh: :laugh: :laugh: genug gesagt! |
| knufschu:
@Noergelgnom: Danke; Akbuluts Verletzung wird vermutlich für einen Verbleib sprechen. Lieber hätte man an der Feuerbach...ähh...Balla... Naja, vielleicht das Geld genommen, denn die Baufirmen dümplen an der Wand herum, sind aber inzwischen eher Papiertiger :-) Zu den Positionen - Weiterlesen! @KoniCutshot: Danke! Ist das etwa zweitligatauglich? Ja! - Die taktische Ausrichtung der TuRU in der 2. Bundesliga (Spielzeit 2029/30) Jode Dach, lieber Leser und Freunde der TuRU Düsseldorf, neben dem Podcast „Achtzehnhundertachtzich“ gibt es einen leicht verwaisten Blog, den Andy und ich, Jörg, betreiben. Hier werden wir immer mal Geschichten rund um die Blau-Weißen aus Oberbilk erzählen oder auch auf taktische Trends der TuRU blicken. Es ist nun Ende Februar und die Rückrunde in der zweithöchsten Spielklasse im deutschen Profifußball ist in vollem Gange. Wer verwundert auf die Tabelle blickt und sich fragt „WTF ist TuRU Düsseldorf?“ oder „Was macht denn TuRU- ähh – Düsseldorf in der 2. Liga und wieso stehen die sogar recht weit oben in der Tabelle?“, der ist hier genau richtig gestrandet. Wie der aufmerksame User „Noergelgnom“, der uns immer wohlgesonnen ist, zurecht in den Kommentaren zu unserer Podcastfolge zuletzt anmerkte, scheint die Taktik der Turn- und Rasensportunion aus Düsseldorf – ich reiße es mal bewusst ein wenig aus dem Kontext – ein wenig „schief“ und in gewissen Bereichen des Feldes scheinen sich die Spieler gar „auf den Füßen“ zu stehen. Um hinter das Geheimnis des aktuellen TuRU-Erfolgs unter Trainer Bruno Kahlig zu kommen, versuche ich zwei bis drei taktische Beobachtungen rund um die Schlagworte „schief“ und „auf den Füßen stehen“ zu beleuchten. Hierfür blicke ich in die – schaut man nur die Punktausbeute - gar nicht so erfolgreiche Phase von Dezember bis jetzt, also Ende Februar. Hier eignen sich natürlich vor allem die beiden deutlichen Siege (4:1 gegen Köln & 3:0 gegen Kaiserslautern) oder aber das überraschende Unentschieden (1:1) gegen Dresden zum Monatsende. (click to show/hide) (click to show/hide) Schief ist asymmetrisch und asymmetrisch ist gut Gegen den 1. FC Köln, bei denen Stefan Leitl im Winter Julian Nagelsmanns Cheftrainerposten übernommen hat, sieht man die Asymmetrie in der Heatmap des Spiels sehr gut. (click to show/hide) Während der Linksverteidiger Chaidron recht defensiv eingestellt ist und mit den Innenverteidigern eher auf einer Höhe steht, ist Ismail Belkhir, der Rechtsverteidiger, schon deutlich häufiger in vorderer Position zu sehen. Auf dem Feld kann man die Vorzüge der Asymmterie beim 3:0 durch Akbulut erkennen. Da Belkhir sich immer wieder gerne sehr weit vorne zeigt, haben Parkadze (ZM) und Herzog (off. Flügel) eine weitere Anspieloption. Hier bekommt der rechts Außenverteidiger einen Ball und gibt ihn schnell weiter an Pachulski (Stürmer), der in der Folge auf den Torschützen quer legt. (click to show/hide) Der linke Verteidiger, Chaidron, hinten im Bild, sichert der Zentrum gegen einen etwaigen Konter mit ab. (click to show/hide)(Je länger ich mir das Spiel nun in Re-Live ansehe, umso eher sehe ich „Auf den Füßen stehen“ im Spiel mit dem Ball im rechten Halbrraum, in dem ZM, IAS und AV mitunter zu geringe Abstände haben.) (click to show/hide) Eine zweite Szene, nun aus dem Lautern-Spiel, zeigt, dass die Kombination aus der offensiver Positionierung Belkhirs und der gemäßigtem Mitarbeit Chaidrons sogar das Zeug hat, dass beide Spieler sich in einer Szene ergänzen. Während Chaidron für eine Flanke freigespielt worden ist, besetzt Belkhir den Halbraum im Grunde alleine und sorgt dafür, dass der FCK-Außenspieler Bueno etwas zu spät (gelber Bereich) in die Defensivaktion kommt und es fast 4:0 stehen könnte. Raumbesetzung als Schlüssel? Gegen den Aufstiegskandidaten aus Dresden musste TuRU erst spät einen Gegentreffer schlucken, nachdem man die Partie zuvor über 75 Minuten recht gut im Griff hatte, ein xG-Wert von 1,72 zu 0,45 und der Ballbesitz von 55% zu Gunsten der Blauen zeigen hier bereits mit einem Blick in die Statistiken des Spiel, dass eigentlich mehr für TuRU drin gewesen wäre. Die Passmappe belegt eine Beobachtung, die Noergelgnoms Hinweis eher widerlegt, denn es kommt eher auf der rechten Seite zu Ineffizienzen im Positionsspiel. (click to show/hide) Effizienter hingegen spielt die linke Seite um Dausch und Herzog. Hier findet der Außenstürmer den sich offensiv orientierenden Dausch, dem es in der Folge gelingt, den Dresdner Verteidiger Christensen mit einer Körpertäuschung zu narren und mit dem starken rechten Fuß ein Tor aus etwa 18 Metern zu erzielen. (click to show/hide) Fazit Letzten Endes entscheiden weder eine gut ausgespielte Asymmetrie, noch die Raumbesetzung komplett alleine über den aktuellen Erfolg der Blau-Weißen, sondern eben auch die Schnelligkeit der Außen- und zentralen Stürmer, die Passsicherheit Begsades im Mittelfeld, die Kopfballstärke von Heitzmann und Endress hinten drin oder auch mal die starke Parade von Lulu Born über den Ausgang einer Einzelpartie. (click to show/hide) Schade nur, dass Ömer Akbulut sich im Spiel gegen Dynamo Dresden das Kreuzband gerissen hat und erst im Herbst 2030 wieder einsatzfähig sein wird. (click to show/hide) Auf der anderen Seite hat TuRU bereits drei aussichtsreiche Talente für die kommende Spielzeit im Visier! Läuft alles normal, dann wird es ja eine weitere Zweitligasaison in der heißgeliebten Michael-Ballack-Arena geben. |
| Noergelgnom:
Sehr schöne taktische Erläuterung(en)! Da kann auch der wohlmeinende, aber taktisch nicht wohlgebildete User "Noergelgnom" (hehe) nur staunend nicken und so tun, als ob er das natürlich genau so erwartet hätte. :angel: ;D Der Zwischenstand sieht mehr als zufriedenstellend aus und den Ausblick würde ich trotz der heftigen Verletzung Akbuluts als "locker bis flockig" bezeichnen (zumindest im Hinblick auf die Endplatzierung dieser Saison - was nächstes Jahr wird, wissen wir ja alle: TuRU stürmt in die erste Liga! ;D ) |
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