Du musst mal kapieren, dass deine eigenen moralinsauren Phantasien, nicht die Realität darstellen.
Das habe ich doch. Deshalb rege ich mich doch so darüber auf?! Wenn meine "moralinsauren Phantasien" der Realität entsprechen würden, hätte ich doch gar nichts geschrieben. Und natürlich ist nichts dabei, wenn ein Mann seine Frau sich wie eine Königin fühlen lässt. Einige Menschen mögen sowas doch, eine Beziehung muss nicht immer ausgewogen, sondern kann sehr wohl auch dominant-devot sein. Es geht darum, dass irgendeine Frau oder ein Verein Regeln aufstellt, wie andere Frauen ihre Männer zu behandeln haben, damit alles im besten Interesse des Mannes/Vereines/Geldes läuft.
Und sorry, Der Baske, aber dein Beitrag strahlt nur so von Vorurteilen. Die natürliche Rolle der Frau, Frauen sind viel emotionaler, das liegt in der Natur.... Denselben Quark mit der Natur hat man auch über schwarze Sklaven erzählt, beziehungsweise tut es heute noch in einigen Gegenden der USA. Der Schwarze ist der Wilde, der Unzivilisierte. Die sanften Rassisten sagen dann noch dazu, dass der Schwarze dafür ja nichts kann. Kolonialisierung, jahrelange Versklavung und natürlich sind die Schwarzen dem zivilisierten amerikanisch-westeuropäischen Wertesystem noch nicht solange ausgeliefert. Da können sie ja nichts für ihre Unzivilisiertheit. Frauen sind "von Natur aus" also die emotionalen, nicht durchsetzungsfähigen, hilfsbedürftigen Geschöpfe. Das ist wirklich tiefste Mittelalter und das in einer Zeit, in der Deutschland von einer Frau regiert wird. Aber vermutlich ist das hier auch der falsche Ort für so eine Diskussion.
EDIT:
Die ganze Emanzipation ist mir einfach zu weinerlich.
Ähm, in der Emanzipation geht es gerade darum, dass Frauen wirklich gleichberechtigt werden. Ich habe das doch ausführlich dargestellt, dass das in vielen Dingen einfach nicht der Fall ist und wo es der Fall ist, hat frau sich das Recht erst vor ein paar Jahren erkämpft. Und es gibt keine naturgegebene Rollenverteilung. Frauen können im klassischen Sinne weiblich sein, aber auch durchaus maskulin sein. Was ist denn daran unnatürlich? Es gibt ja auch heterosexuelle Menschen und homosexuelle Menschen. Ist das eine jetzt unnatürlich weil es seltener vorkommt? Genauso wie es Männer gibt, die eben im klassischen Sinne "feminin" sind, also emotional, nicht entscheidungsfreudig, nichts durchsetzungsstark oder was auch immer. Es geht der Emanzipation ja gerade darum zu zeigen, dass die Unterscheidung in masulin und feminin völliger Stuss und somit die klassische Rollenverteilung, die auf dieser Basis funktioniert hat, ebenfalls unnatürlich ist.
Übrigens ist es in der Wissenschaft Konsens, dass zu Beginn der Menschheit die Frau das starke Geschlecht war, das zeigt dann auch, wie albern die Annahme von "natürlicher Rollenverteilung" ist.