Mittwoch, 09. Juli 2003
Zagreb, 07:47 Uhr - Temperatur: gefühlte 55°C, Luftfeuchtigkeit: gefühlte: 212,419%.
Dieses Wetter ist nichts für mich. Ich brauch ne Abkühlung. Also gibts erst mal ein kaltes Bier zum wach werden. Hmm, hilft nicht wirklich viel. Noch eins? Aber sicher doch, auf einem Bein kann man nicht stehen. Aah, jetzt gehts mir einigermassen. Kaffemaschine eingeschaltet, ab zum Kiosk - die Zeitungen holen. Kaum bin ich aus der Tür draussen, bekomme ich Schweissausbrüche. Mir ist, als würde ich gegen eine kochend heisse Wand laufen. Wozu hat mein Auto eine Klima-Anlage? Andererseits sind es bis zum Kiosk nur 120m. So schnell kommt auch die Klima-Anlage auch nicht auf Touren. Also heisst es laufen...
20 Minuten später bin ich wieder im schattigen Esszimmer. Grega, der alte Zeitungsverkäufer, hat mich zu einem kühlen Bierchen überreden können. Somit ist es gerade einmal halb neun - und ich hab drei Bier. Ist doch nicht weiter schlimm, bei der Hitze schwitze ich den Alk ganz schnell wieder raus...
Nach ein paar Minuten penne ich auf der Couch ein und träume von Meisterschaften. Doch alles Schöne hat einmal ein Ende - besonders wenn Uschi anruft. In einem ihrer berühmten hysterischen Anwandlungen macht sie mich zur Schnecke. Sie ist lauter als eine Boeing 747 mit nem Loch im Auspuff. Hab ich doch glatt verpennt und sie wartet auf dem Flughafen. Sch... Der Ärger hat mir gerade noch gefehlt...
Ich ins Auto, düse los ans andere Ende der Stadt. Tempobegrenzung? Rote Ampeln? Führerschein weg? Das ist im Vergleich zu einer sauren Uschi der reinste Kindergeburtstag. In Rekordzeit bin ich dort und sehe sie schon von Weitem. Sie ist nicht zu übersehen. Ihr Kleidchen - ein Traum. Ihr Gemütszustand - ein Alptraum. Zur Begrüssung gibts erst einmal eine Backpfeife und einen Blick, der könnte ne Marines-Kompanie töten. Sie zieht ihr Spielchen auf: Schmollen, Schmollen, Schmollen. An Sex ist jetzt nicht zu denken. *grummel* Ich werde sie wohl mit einer kleinen Shopping-Tour besänftigen müssen. Also ab nach Hause, frisch machen, auf zur Einkaufsmeile.
Sieben Stunden später und 1.800 Euro ärmer gibt es dann doch ein Lächeln von ihr.
Ach ja: Bei der Jobsuche gibt es keinen neuen Stand...