Das nennt man dann wohl selektive Wahrnehmung. Bei Ginter wurde nämlich letztlich ganz ähnlich gehandelt, da wurde auch klar gemacht, dass man sonst einfach wartet. Da konnte Arsenal dann mal eben gut 50% mehr Ablöse bieten, war egal, da Ginter sich schon mit Dortmund einig war.
Auf den Spieler hätte man auch noch ein Jahr gewartet und dann Ablöse bezahlt (Vertrag in Freiburg wäre nicht ausgelaufen), so wurde es kommuniziert. Keinesfalls ging es darum den Verein mit einem eventuellen Transfer für Umme zu erpressen. Wettbieten ist grundsätzlich eine coole Idee, in der Realität sind wir aber eben nicht auf dem Sklavenmarkt, auf dem Höchstbietende den Zuschlag bekommt (naive Annahme so etwas zu glauben). Die doofen Spieler dürfen durchaus ihre eigene Wahl treffen und das Leben ist halt nicht Comunio und Co. .
Wir haben euch ja auch nicht gezwungen, Lewa abzugeben und keine Ablöse zu erhalten - gab genug Meldungen, die vom BVB nie dementiert wurden, dass wir sogar bereit waren, um die 25 mio zu zahlen. Das Angebot wurde abgelehnt, weshalb wir es nicht noch einmal schriftlich einreichten (das ist nämlich tatsächlich das einzige, was immer dazu vermeldet wurde).
Im April verwies Zorc ein solches Angebot in das Reich der Fabeln. "Zuvor war in Medienberichten verbreitet worden, Bayern München habe Borussia Dortmund über einen Mittelsmann ein 25-Millionen-Euro-Angebot für Lewandowski unterbreitet. Das wies Zorc am Donnerstagnachmittag auf Nachfrage entschieden zurück: "Es gibt dieses Angebot nicht. Das ist vollkommener Quatsch." ".
Mehr gibt es dazu nicht, wenn du dir daraus etwas basteln willst, dann viel Spaß. Als Diskussionsgrundlage ist das vollkommen albern.
Auch Madrid geht da ganz ähnlich vor, wie jeder große Verein. Es wird oft mit den Spielern zuvor verhandelt, was dann natürlich im Transferpoker genutzt wird. Ob das dann eskaliert, wie bei Lewa, liegt natürlich auch immer an beiden Vereinen + Spieler/Berater. Aber hier so blauäugig zu behaupten, dass nur wir so vorgehen, ist schon arg naiv.
Arg naiv ist es sich die Realität so zurecht zu biegen, dass der eigene Verein auch bei den verachtenswertesten Vergehen gut aussieht. Das erinnert mich mehr an die Burschen bei spox, als an diese Seite.
In welchen Fällen hat Real eine Einigung mit dem Spieler hinter dem Rücken des abgebenden Vereins erzielt und dann versucht diesen mit absurden Angeboten unter Drohung eines ablösefreien Transfers zu bekommen? Wo gab es bei Real Madrid einen Fall Klose, einen Fall Lewandowski, einen Fall Kurt? Ganz ehrlich, Real Madrid zeigt da eben Stil, den die Bayern nie haben werden (zumindest nicht mit Menschen wie Rummenigge, Hoeneß, Beckenbauer oder Breitner) und sind daher DER Mythos im Weltfußball, mit dem sich die Bayern nur sportlich messen können.
Tatsächlich hat Bayern gerade international sogar einen sehr guten Ruf, was Verhandlungen angeht (man darf da auch gerne mal Abgänge wie bei Gomez z.B. betrachten, wie das da ablief oder eben Kroos).
In der Tat benimmt man sich nur in der heimischen Liga wie der Elefant im Porzelanladen. Ob bei Transfers, medialer Darstellung oder glattem Betrug wie dem Kirch-Deal. International ist man da freundlicher und versucht sich anders zu präsentieren. Das Problem ist halt, dass eine bemalte Kuh trotzdem eine Kuh bleibt.
@Snyder: Reus zum BVB ist der Fall Götze zu den Bayern mit fair gewähltem Verkündungsdatum. Mit Kurt oder Lewandowski hat das wenig zu tun.