Ich glaube nicht, dass in Dortmund niemand bescheid wusste, auch das ist doch reine Spekulation. Die spanischen Verhältnisse bezogen sich auf eine drohende Überlegenheit zweier Topteams, und ein Topteam wird Dortmund sicherlich auch bleiben. Anders als Stuttgart (Gomez), Hamburg (van der Vaart) oder Wolfsburg (Dzeko), steht hinter Dortmund eine mehr als solide Führung - zumindest seit ein paar Jahren wieder. Götze ist für Dortmund das, was er für Bayern sein wird: "nur" ein sehr, sehr guter Spieler. Für Stuttgart, Hamburg oder Wolfsburg (denen auch noch Magath wegbrach) waren Gomez, van der Vaart oder Dzeko Gesamtsäulen im Konstrukt.
Immer wieder wird herangezogen, die Vereine seien entscheidend geschwächt worden, durch diese Transfers. Tatsächlich spielte Werder Bremen jahrelang über seine Verhältnisse - selbst in der BUndesliga gibt mindestens ein halbes Dutzend Standorte, die wirtschaftlich bessere Vorraussetzungen bieten als das beschauliche Bremen. Ähnliches gilt für Gladbach. Der ehemalige Riese Hamburg, Ende der 70er, Anfang der 80er die Bayern eigentlich längst überrundet, hat sich durch jahrelanges Missmanagement marodiert, in Stuttgart wissen sie heute noch nicht, wo die Gomez-Millionen eigentlich versandet sind. Ich sehe das in Dortmund nicht. So wie im letzten Jahr die Kagawa-Millionen optimal investiert wurden, wird das auch ind er nächsten Saison passieren. Wenn tatsächlich auch noch Lewandowski geht, hat Dortmund sogar die Chance, den Kader in der Breite noch stärker aufzustellen, als er es ist. Die Infrastruktur noch besser zu machen, sich langfristig stark aufzustellen. Das ist immer noch eine schweinische Menge Geld, um die es hier geht - selbst wenn man so ein Talent wie Götze weltweit für diese Summe aktuell kaum bekommen kann.
Davon ab, schon woanders geschrieben:
Die nachvollziehbare Enttäuschung gerade bei Dortmunder Fans in allen Ehren:
Der Weltverband eine einzige mafiöse Vetternwirtschaft, und alle vier Jahre drücken die Medien aka eigentlich Fußballfans, die als Journalisten gestrandet sind, die Augen zu. Der Profifußball an sich schon über 100 Jahre alt. Bosman, Abramovich, Katar - und Heiko Herrlich, der bereits vor 18 Jahren seinem Verein drohte, mit dem Fußball aufzuhören, wenn er nicht in der nächsten Saison im Westfalenstadion auflaufen dürfe.
Und wenn eines der größten deutschen Talente aller Zeiten zum größten deutschen Club geht, machen einige plötzlich auf Sozialromantiker?