Habe neulich nochmal "Inception" gesehen. Beschäftigt mich immer noch, wie die Filmhandlung zu interpretieren ist.
Es geht darin ja um den Auftrag, jemandem einen Gedanken einzupflanzen. Dazu müssen sich die Protagonisten auf mehrere Traumebenen begeben. Um zu überprüfen, ob sie sich gerade in Traum oder Realität befinden, verwenden sie gezinkte Tools, deren Funktionsweise nur sie kennen. Das Teil vom Hauptheld, ein Kreisel, kreiselt z.b. im Traum nonstop weiter, ohne auszutrudeln.
Es gibt 2 Szenen im Film, in denen scheinbar bewusst offengelassen werden soll, was der Zuschauer dem Film entnimmt.
Einmal, als die Inceptor-Crew in Mombasa, im "Schlaflabor" eines Alchimisten, die Wirkung dessen Sedativs ausprobiert, und sich di Caprio anschließend im Bad Wasser ins Gesicht klatscht, um munter zu werden. Er will den Kreisel kreiseln lassen, wird dabei aber gestört und das Ding fällt zu Boden. Die gesamte Resthandlung des Films könnte sich theoretisch ab dann im Kopf des Träumers abspielen, der ja immer noch in der Traumwerkstatt in Mombasa schnarcht.
Und die zweite Szene am Schluss, als diCaprio vermeintlich endlich am Ziel angekommen ist, seine Kinder wieder sieht, und, bevor er auf sie zugeht, noch dem Kreisel auf einem Tisch einen Drehimpuls verpasst. Während diCaprio im Hintergrund schon mit den Kindern spielt, schwenkt die Kamera zurück auf den Tisch, verweilt dort noch ein paar Sekunden auf dem sich immer noch drehenden Kreisel und dann endet der Film.
Auch hier wären 2 Enden denkbar: einmal, dass der Held noch immer den Schlaf des Gerechten grunzt, genauso wie, dass der Film ein Happyend hat.
Hab ich was übersehen und wären noch andere Ausgänge denkbar?
Und, gibts noch andere derart verschachtelte Filme?