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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 923956 mal)

Dukel

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3160 am: 28.Januar 2026, 15:23:28 »

C*U = CDU + CSU

Wieso sollte Linke Politik staatsgefährdender sein?
Wir haben seit je her rechte Politik und es wird ja nicht besser. Wieso nicht linke Politik probieren?
Die letzte Regierung hat ja schon viel besser gemacht trotz der FDP.
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3161 am: 28.Januar 2026, 15:47:44 »

C*U = CDU + CSU

Wieso sollte Linke Politik staatsgefährdender sein?
Wir haben seit je her rechte Politik und es wird ja nicht besser. Wieso nicht linke Politik probieren?
Die letzte Regierung hat ja schon viel besser gemacht trotz der FDP.

Ah, dass mit dem Sternchen habe ich missverstanden.

Der Rest ist aber Ironie und du hast die Smileys vergessen, oder?

Ich meine, gut dass die FDP irgendwann die Reißleine gezogen hat. Aber die letzte Regierung war eine absolute Katastrophe. Wenigstens das erneute Ansteigen der Umfragewerte der AfD sollte untermauern, dass die Wähler unzufrieden waren.

Und seriöse Politik nimmt die Sorgen der Wähler ernst - daran fehlt es aktuell. Die Politik glaubt es besser zu wissen als der Bürger, der sich immer mehr verar***t fühlt.

Linke Politik haben wir in weiten Teilen seit Merkel II. Nur weil C*U draufsteht, ist nicht automatisch rechte Politik drin. Bestes Beispiel ist die erste Flüchtlingswelle. Noch gar nicht lange her, da haben wir hier in diesem Thread weitere Beispiele diskutiert - glaube ich.

Warum wir linke Politik nicht probieren sollten? Wie weit links geht denn noch? Wir sind ein Hochsteuerland mit astronomischen Renten (nicht im Einzelfall, aber in der Masse der Ausgaben) und mit überbordenden Sozialleistungen. Wegen linker Energiepolitik (auch unter CDU die Abkehr von der Atomenergie) ist hier alles sehr teuer und für Unternehmen weniger profitabel.

Trotzdem schreien die Linkspartein nach Steuererhöhungen und das im wirtschaftlichen Abschwung. Unverständlich. Ja, selbst im Sinne der Umverteilung von oben nach unten. Wer hat denn noch Lust etwas zu riskieren, ein Unternehmen zu gründen oder zu betreiben, wenn die Abgaben weiter erhöht werden. Ich bin selbstständig und bei höheren Abgaben arbeite ich irgendwann nur noch das Nötigste. Naja, wenn ich dann pflegebedürftig werde, dann muss der Staat ja einspringen. Warum also Rücklagen bilden.

Einzig bei der Erbschaftssteuer halte ich eine Änderung für sinnvoll. Jeder sollte sein eigenes Leben hart arbeiten und davon profitieren dürfen. Aber beim Erbe sind höhere Abgaben ohne Schlupflöcher sinnvoll. Für Kinder vorzusorgen muss möglich bleiben, aber dem Nachwuchs ein Leben ohne Arbeit zu ermöglichen sehe ich wenig gesellschaftsfördernd an.

Die Linke will m.M.n. in den Soziallismus, auch wenn sie es - weil es sich besser verkauft - demokratischer Sozialismus nennen. Dennoch fallen mir die Sowjetunion, Volksrepublik China, Nordkorea, DDR oder Kuba als erstes ein. Hat ja super funktioniert. Man will dort halt, dass wir alle gleich (arm) sind. Wirtschaftlich sehe ich das als supergau und damit staatsgefährdend an. Weniger Einnahmen bedeuten langfristig übrigens auch, dass weniger Geld für Sozialausgaben zur Verfügung steht. Auch deshalb ist eine starke Wirtschaft wichtig.

In diesem Sinne bin ich gespannt, wie viele Schlupflöcher Bas Sozialstaatsreform enthalten wird, damit auch alle Leistungsempfänger weiterhin ordentlich Geld bekommen.  ;)

LG Veni_vidi_vici

Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3162 am: 28.Januar 2026, 18:29:43 »

Man muss Politik für die Menschen machen UND das AFD Verbotsverfahren nutzen.
Hätte man Politik für den deutschen Souverän, aka die dt. Bürger gemacht, bräuchte man gar kein AfD Verbotsverfahren, weil diese Partei dann komplett irrelevant wäre.
Hat man aber nicht und dass sich daran etwas ändert, daran darf man berechtigte Zweifel haben. Schon der Start von Merz war katastrophal, als Wahlsieger am neuen Bundestag vorbei die größten neuen Schulden aller Zeiten aufzunehmen, obwohl er solche Schulden vorher kategorisch verneint hatte e, war der erste Sündenfall. Dann wurde die Steuersenkung auf Energie für alle einkassiert. Dann kam und ging der "Herbst der Reformen" ohne wirkliche Reformen. Dann wurde das Bürgergeld umbenannt, dass es natürlich nicht die von Merz angekündigtem Einsparungen im zweistelligen Milliardenbereich geben wird, ist schon wieder Schnee von vorgestern. Bei Merz hatte ich tatsächlich noch Hoffnung, dass er die Wirtschaft wieder in Gang bringt, Pustekuchen, ohne wirkliche Maßnahmen kann sich natürlich nichts verbessern. Einzig die Grenzkontrollen sind ein kleiner Erfolg, statt 2-3 Großstädte pro Jahr wandert jetzt nur noch eine Großstadt ein.

Zitat
Ein Parteiverbot würde auch eine Nachfolgepartei verbieten!
Man darf keine direkte Nachfolgeorganisation gründen, sowas wird gar nicht erst zugelassen. Ein AfD-Verbot wird aber nichts ändern, es gibt ja noch andere rechtsradikale Parteien, die gewählt werden können. Zu meinen, dass Leute, die jetzt AfD wählen oder in Zukunft wählen wollen, nach einem Verbot plötzlich wieder Union, SPD, Grüne oder FDP wählen werden, darf man getrost als Treppenwitz einstufen. Und wenn sie keine rechtsextreme Partei wählen, dann springen sie eben auf die andere Seite des Hufeisens und wählen linksextrem, da könne sie sich wenigsten sicher sein, dass weder die Rechtsnachfolger den SED-Mauerschützenpartei noch die BSW verboten werden. Da gibt es noch nicht mal eine Brandmauer, da kann man direkt die Regierung wählen.

Zitat
Das Migrations "Problem" wird auch von den Populisten größer gemacht als es ist.
Es gibt kein Problem mit legaler Migration, nur mit illegaler Einwanderung, die seit 2015 als legale und notwendige Migration verbrämt wird.

“You can fool some of the people all of the time, and all of the people some of the time, but you can not fool all of the people all of the time.”
― Abraham Lincoln

Genau deswegen ist die AfD so groß geworden, die Leute fühlen sich verarscht und finanziell geplündert. Das ist ein komplett hausgemachtes Problem der anderen Parteien, es liegt nicht daran, dass 25% der Wähler plötzlich zu Nazis mutiert sind.
« Letzte Änderung: 28.Januar 2026, 18:47:38 von Signor Rossi »
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TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3163 am: 28.Januar 2026, 19:11:21 »

C*U = CDU + CSU

Wieso sollte Linke Politik staatsgefährdender sein?
Wir haben seit je her rechte Politik und es wird ja nicht besser. Wieso nicht linke Politik probieren?
Die letzte Regierung hat ja schon viel besser gemacht trotz der FDP.


Ich antworte mal auf alle deine Punkte : Migration ist gut, die Frage ist nur welche? Die Sinti und Roma, die im Ruhrgebiet ganze Stadtviertel vermüllen (wo dann Migranten selbst keinen Bock mehr auf neue Migranten haben), nicht arbeiten und Sozialleistungen kassieren? Dazu im Gegensatz ein ehemaliger Azubi von mir. Wurde als Azubi in einer anderen Filiale abgelehnt, kam in meine Filiale und ist jetzt dort wo er abgelehnt wurde Filialleiter. Ist übrigens Syrer und Christ. Frag den mal nach seiner Meinung zur Migration und wer hier hingekommen ist. Der wird dir da was erzählen, wie es in Syrien war und dass Täter von dort hier jetzt von Sozialleistungen leben und in Deutschland das wiederholen wollen, was in Syrien früher passiert ist. In Düsseldorf gibt es eine Japantown von hart arbeitenden und fleißigen Japanern. Die bereichern Deutschland. Der Drogendealer im Park jedoch nicht.
Richtige Migration würde den demographischen Wandel abmildern für einige Zeit (aber auch die Migranten bekommen mit der Zeit weniger Kinder), aber nicht aufhalten. Die Fertilitätsrate türkischer Frauen in Deutschland lag bei ca. 1,8 (also unter den notwendigen 2,1)... Übrigens : Der Fertilitätsrate in der Türkei ist bei 1,51 und damit nur noch leicht über der deutschen. Da werden die nicht massenweise ihre Landsleute hierhin auswandern lassen...
Was Deutschland aber nicht braucht ist Einwanderung in die Sozialsysteme. 47,6% der Bürgergeldempfänger haben keinen deutschen Pass. 15% haben einen Migrationshintergrund. Zusammen sind das über 62% der Bürgergeldbezieher. Das hilft nicht, das Sozialsystem zu entlasten sondern im Gegenteil : Es macht die Lage noch schlimmer. Der Anteil hat sich seit 2015 übrigens verdoppelt (23,8%). Man kann also sagen : Linke Einwanderungspolitik (begonnen unter Merkel) hat die Lage in Deutschland massiv verschlechtert.


Wo hatten wir eine rechte Politik? Merkel hat eher linke Politik gemacht, Merz setzt das jetzt fort. Rechte Politik macht die afD, aber von den etablierten Parteien sonst keiner.


Hast du eigentlich Freunde in der türkischstämmigen Community? Dann hättest du mitbekommen, dass die afD im Ruhrgebiet dort zusammen mit DAVA die etablierten Parteien verdrängt.
Die besten Wahlergebnisse der afD in NRW bei der Kommunalwahl :


1. Gelsenkirchen 29,9% (37,0% der Bevölkerung haben Migrationshintergrund)
2. Herne 22,4% (38,0% der Bevölkerung haben Migrationshintergrund - 2018)
3. Hagen 22,4% (34,1% der Bevölkerung haben Migrationshintergrund)
3. Duisburg 21,2% (46,9% der Bevölkerung haben Migrationshintergrund)


Bei uns im Kreis Borken mit das niedrigste Ergebnis überhaupt : 10,1% (18,5% haben Migrationshintergrund)
Im Kreis Coesfeld : 9,2% (18,0% haben Migrationshintergrund)
Migration ist ein Problem, auch für viele Migranten, die hierhin gekommen sind. Deine Bubble mag das nicht merken. Aber wir Migranten werden von linken Parteien eher nicht vertreten, sondern einfach nur als Werkzeug für die eigene Machtpolitik missbraucht.


Die FDP hat übrigens die Ampelregierung in Zaum gehalten, damit es nicht noch schlimmer wird. Nicht auszudenken, wenn nur Rot-Grün regiert hätten.
Zu deinem Take, dass die cdU Angst vor einem Parteiverbot der afD hat... Ganz sicher nicht. Wenn die Wähler dann noch weiter wählen gehen, dann am ehesten zur cdU oder zum BSW. Wer Angst vor einem Parteiverbot der afD hat? Aus machtpolitischer Sicht : Vor allem die linke Seite der politischen Landschaft. Ohne FDP gibt es keine nicht-linke Koalitationsoption für die cdU. Besser kann es gar nicht laufen, da somit ein linker Einfluss dauerhaft gesichert bleibt.
Zu deinem Argument, dass man Politik für die Menschen machen muss. Genau das tut aber eigentlich keine Partei die gerade im Bundestag ist. Vielleicht für eine kleine Bubble, die losgelöst im Elfenbeinturm lebt, aber nicht für die Mehrzahl der Deutschen und Migranten. Sonst hätte die spD die Arbeiter nicht als Wählerschaft verloren und die Gewerkschaften würden nicht massiv Mitglieder verlieren. Die Grünen sind sowieso eine Besserverdiener-Partei. Eigentlich wie die FDP nur mit Doppelmoral und teuren Geschenken um sich toll darzustellen.


Übrigens Dukel : Weißt du wer in seiner Anfangszeit ständig mit dem Begriff Altparteien um sich geschmissen hat : Die Grünen... Waren die alle Goebbels-Fans? Vielleicht bist du zu jung um das noch mitbekommen zu haben, aber ich habe das noch erlebt...





« Letzte Änderung: 28.Januar 2026, 19:14:57 von TNDO »
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fussballmonster

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3164 am: 31.Januar 2026, 11:47:28 »


Übrigens Dukel : Weißt du wer in seiner Anfangszeit ständig mit dem Begriff Altparteien um sich geschmissen hat : Die Grünen... Waren die alle Goebbels-Fans? Vielleicht bist du zu jung um das noch mitbekommen zu haben, aber ich habe das noch erlebt...
Das wusste ich bisher auch noch nicht. Hier das Wahlprogramm der Grünen Partei von 1987: https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/publikationen/1987_Wahlprogramm_Bundestagswahl.pdf

Dieser Text zum Wort "Altparteien" ist sehr interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Altpartei
"Die Etymologie des Begriffes ist umstritten. In öffentlichen Meinungsäußerungen wird nicht selten die Behauptung aufgestellt, der Begriff sei dem nationalsozialistischen Sprachgebrauch entlehnt. So äußerste beispielsweise der ehemalige SPD-Politiker Ulrich Kasparick 2015:
„Das Wort ‚Altparteien‘ ist ein alter, abgenutzter Kampfbegriff der politischen Rhetorik. Schon Joseph Goebbels hat das Wort gern benutzt, um seine ‚Bewegung‘ als jung, modern, aufgeschlossen darstellen zu können.“

Demgegenüber entgegnete der Journalist und Buchautor Matthias Heine:
„Im Nationalsozialismus war das Wort offensichtlich nicht gebräuchlich. Es wäre auch wenig sinnvoll gewesen, denn die meisten Parteien der seit 1919 existierenden Weimarer Republik (mit Ausnahme des Zentrums und der SPD) waren ja nicht oder nur unwesentlich älter als die 1920 gegründete NSDAP.“"
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