@DragonFox : Ich finde es wild, dass du scheinbar einer der wenigen bist, die immer den schweren Weg nehmen. Ich dachte Einhörner sind was seltenes. Und ja : Wenn ich die Wahl habe, einen Bagger zu nehmen oder eine Schaufel, dann nehme ich natürlich den Bagger. Aber so ist die Menschheit immer produktiver geworden. Dieser Ansporn, sich die Arbeit zu erleichtern, hat die Menschheit tatsächlich produktiver gemacht. Das scheinst du zu vergessen. KI und Automatisierung haben viele auch schon vorher genutzt, um z.B. 2 Jobs gleichzeitig zu machen und ihr Einkommen zu maximieren (USA). Und nun ich habe weder den richtigen Studiengang, noch die richtige politische Einstellung oder das nötige Vitamin B, um das zu ergattern. Ich werde so einen Job nie bekommen. Traurig darüber bin ich nicht, ich kann auch mit meinem jetzigen Job ganz gut leben. Man gewöhnt sich halt daran, jeden Tag auf Arbeit zwischen 12000 und 15000 Schritte zu machen. Spare ich mir immerhin das Fitnessstudio und muss nicht joggen gehen.
Wenn du glaubst, dass ich darauf hinaus wollte bist du auf dem Holzweg.
Abgesehen davon gibt es diese Einhörner. Es gibt genug Menschen, die einen schweren Job machen, obwohl sie es einfacher haben könnten. Gründe gibt es dafür auch genug. Das hat nichts mit Einhörnern zu tun und das ist auch kein Bullshitjob. Einige der Gründe machen den Job nämlich genau zum Gegenteil.
Ich habe ja bereits gesagt, dass ich deine grundsätzliche Kritik nachvollziehen kann. Die Art und Weiße wie du es ausdrückst und damit sehr viele Menschen über einen Kamm scheerst finde ich trotzdem seltsam. Da wir uns im Kreis drehen war es das von mir aber auch zu dem Thema.
Der Fachkräftemangel ist die Differenz zwischen den von Unternehmen gemeldeten offenen Stellen beim Arbeitsamt ...
Also doch die Selbsteinschätzung der Unternehmen.
Es sind Daten der Agentur für Arbeit und keine Umfrage zur Einschätzung an Unternehmen. Darauf wollte ich mit meinem Kommentar hinaus. Das Unternehmen darauf Einfluss haben stimmt. Dass es die Rechnung dadurch verzerren kann stimmt auch. Ich nehme an, die Verzerrung hätte eine andere Qualität. Sei es drum, letztendlich gibt es dafür Möglichkeiten das zu korrigieren. Die Agentur für Arbeit versucht zum Beispiel verschieden lang bestehende offene Ausschreibungen unterschiedlich zu bewerten. Wenn man dagegen Aussagen von Unternehmen im Rahmen eine Umfrage unterschiedlich bewertet wäre das methodisch zweifelhaft.
Meine Kernaussage, dass die Berechnungen zum Fachkräftemangel solider sind, als eine Umfrage bei Unternehmen zur Einschätzung von Bürokratiekosten, finde ich trotzdem korrekt. Und dabei wollte ich auch nicht sagen, dass ich die Berechnungen wesentlich aussagekräftiger halte oder so eine Umfrage im Vergleich für weniger aussagekräftig, sondern nur, dass der Vergleich an der Stelle hinkt.