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DragonFox:
Vielleicht gibt es keine Lösung. Ist das überhaupt eine Lösung?

Ich glaube was mich stört ist einfach, dass es 'überall' heißt, dass Bierhof geht, weil es bei der WM nicht gut lief. Ich wiederhole mich da. Ich kann Bierhofs Einfluss auf das Sportliche nicht einschätzen. Von dem was ich aber so weiß, was offiziell seine Aufgaben und Verantwortungen sind, ist der Einfluss eher gering.
Und wenn man das davon löst ist die Auflösung des Vertrags plötzlich keine Lösung mehr für das schlechte Abschneiden in der WM. Also kann man ja mal fragen was schief lief. Bayernfahne hat darüber etwas geschrieben. Ihm wird auch vorgeworfen, dass er das mit der Armbinde nicht gut moderiert hat. Rechtfertigt die Beendigung des Vertrags? Er macht das immerhin schon seit 18 Jahren. 2018 fand man ihn scheinbar noch so geil, dass man ihm den Vertrag um 6(!) Jahre verlängert hat. Was ist in den letzten vier Jahren passiert?

Für mich passt es einfach nicht zusammen. In einem Unternehmen laufen die Produktionsprozesse furchtbar und die Qualität der Produkte ist beschissen. Außerdem hat sich das Marketing 1-2 kleinere Fehlgriffe erlaubt. Wir kündigen dem Verantwortlichen für Marketing.  :o

Ich finde das Argument, dass man ein Jahr vor der EM Flick nicht rausschmeißen will hervorragend. Ich störe mich eigentlich nur daran, dass man Bierhof so eng mit dem sportlichen Versagen der Manschaft in Verbindung bringt. Klar - ich hab kein vollständiges Bild. Aber mir kommt das wie ein Bauernopfer vor und keine geziehlte Maßnahme, um eine Lösung zu erreichen. Es ist eher eine Veränderung, die zeigt, dass man reagiert hat. Ich zweifel das Ziel an.
Herr_Rossi:
Ich sehe das wie Dragonfox.

Entweder man möchte den wütenden Mob, der mit Mistgabeln vor der DFB-Zentrale kampiert ruhig stellen und es rollt Bierhoffs Kopf. Das wäre aber nicht mehr als Sand in die Augen zu streuen.
Dass Flick weiter macht bzw. weiter machen darf, ist nachvollziehbar. Aber es muss sportlich alles hinterfragt werden. Angefangen bei der Nachwuchsarbeit - auch und vor allem bei den Vereinen - bis hin zu sportlichen, strategischen und taktischen Entscheidungen.

Mein Fazit: Das kann nicht alles an Konsequenzen gewesen sein. Da muss noch mehr passieren.
Wiebke:

--- Zitat von: Henningway am 17.Dezember 2022, 17:16:37 ---Für welche Lösung hättest Du denn plädiert?

--- Ende Zitat ---

Ich kenne die Strukturen des DFB nicht.

Mir fällt aber auf, dass die deutsche Nationalmannschaft seit der WM 2002 in Japan/Südkorea ein Abwehrproblem hat. Ein weiteres Zeichen dafür ist, dass Bayern München auf ausländische Abwehrspieler setzt und z. B. Süle nach Dortmund abgegeben hat. Das haben sie sicher nicht getan, weil sie Süle für so toll halten.

Mir fällt auf, dass ich mich an kein einziges Spiel der deutschen Nationalmannschaft erinnern kann, in dem ein fast hoffnungsloser Stand noch mal (beinahe) gedreht wurde. Das letzte war, meine ich, das Finale 1986.  Im Gegenteil, ich habe am TV vielmehr den Eindruck, dass bei einem Rückstand Panik und blankes Entsetzen regiert. Ähnlich ist es mit Elfmeterschießen. Diese Nervenprobe war früher die Spezialität der Deutschen. Jetzt verlieren sie auch sowas schon mal. Das ist sicher ein schwaches Argument, zugegeben, kann aber ein Indiz sein.

Kann das eine Folge der Nachwuchsausbildung sein? Kämpfermentalitäten, Anführer und Abwehrspieler werden nicht mehr gefördert? M. E. waren die letzten Spieler mit unbedingtem Siegeswillen Klose, Lahm, Schweinsteiger und Müller. das konnte auch der Grund sein, warum Müller immer mitgenommen wurde. Manche sagen, Rüdiger sei auch so ein Typ. Ausgehend von den von ihm gemachten Fehlern, gehe ich davon aus, dass er bei Druck und Rückstand psychisch auch angeschlagen ist.

Langer Rede, kurzer Sinn ... man muss sich mal genau ansehen, woran es denn gelegen hat. Sofort jemanden zu Entlassen, ist eine Pseudomaßnahme für die Öffentlichkeit. Daher mein Kommentar.
Towelie:

--- Zitat von: Wiebke am 17.Dezember 2022, 19:14:59 ---Mir fällt auf, dass ich mich an kein einziges Spiel der deutschen Nationalmannschaft erinnern kann, in dem ein fast hoffnungsloser Stand noch mal (beinahe) gedreht wurde. Das letzte war, meine ich, das Finale 1986. 

--- Ende Zitat ---

Allein bei dieser WM war Deutschland zwei Mal in Rückstand und hat nicht verloren: Gegen Spanien 1:1 und gegen Costa Rica 4:2.
Bei der EM '21 nach 0:1 noch 4:2 gegen Portugal gewonnen, gegen Ungarn nach zweimaligem Rückstand noch 2:2.
Und hoffnungslosere Rückstände als ein 0:1 oder 1:2 gab es bei einem Turnier ja kaum.
Wiebke:
Ich verstehe nicht, warum man das mißverstehen will. Ich habe es doch eundeutig beschrieben, was ich meinnte.

Ich habe auch keine Lust, mich mit einer Strohmanndiskussion zu beschäftigen
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