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3. Liga
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DeDaim:
So, jetzt bin ich am PC. Also gibt's jetzt die ausführliche KSC-Schelte. ;D

Zu den Einzelspielern lässt sich nicht viel Positives sagen: Lorenz in der ersten Halbzeit sehr bemüht, Uphoff bei den Toren unschuldig (auffällig war aber, dass er jeden Ball, den er hatte auch festhielt), Fink mit einem souveränen Strafstoß. Das war's dann auch schon.

Zum Spiel: Es war genau, wie fifagarefrekes schon geschrieben hat. Lange Bälle und defensiv unsortiert (O-Ton Meister: "Wenn wir den Ball hatten, haben wir ihn einfach weggeschlagen"). Aber vielleicht werde ich etwas genauer. Unterhaching hat sich bei Osnabrück abgeschaut, wie's geht. Man muss nur früh und aggressiv Druck ausüben und dann war's das mit dem KSC-Spielaufbau. Das funktioniert aus einem einfachen Grund: Sobald ein Innenverteidiger den Ball hat, schiebt die gesamte Mannschaft nach vorne, es gibt keine kurzen Passwege ins Mittelfeld, weil sich kein Spieler fallen lässt um den Weg anzubieten. Da bleiben genau zwei Optionen: Rückpass, oder langer Ball. Genau so sah das dann auch aus. Zu keiner Phase hatte man mal die Kontrolle über den Ball und konnte die Kugel über mehrere Stationen halten. In Kombination damit, dass der Ball gefühlt 70% der Zeit in der Luft war, führte das zu sehr vielen, sehr unnötigen Ballverlusten. Da nützt es auch nichts, wenn man nach dem Seitenwechsel wieder auf eine 3er-Kette umstellt, wenn der Ball dann doch wieder nur irgendwo nach vorne fliegt.
Defensiv ist es mir ein Rätsel, wie man mit den Spielern im Zentrum (Stoll, Pisot, Hofmann, Bülow) so anfällig sein kann. Paradebeispiel war das 2:2, dass man sich direkt (!) nach dem gegnerischen Anstoß fing. Da hat man gesehen, dass die Abstimmung und die Raumaufteilung überhaupt nicht passen. Zum einen schiebt die Abwehrkette (richtigerweise) nach links - außer Bader, der auf seiner rechten Seite kleben bleibt = riesige Lücke für den Gegner. Zum anderen ist der Abstand zwischen Mittelfeld und Abwehr viel zu groß = noch riesigere Lücke für den Gegner. So ging es das ganze Spiel, man hat dem Gegner ständig und ohne Not irgendwelche Räume geöffnet, die brandgefährlich waren. Haching musste gar nicht viel tun, außer früh pressen und den folgenden langen Ball abfangen.

Nachdem das nun gesagt ist, muss man meiner Meinung nach aber auch Folgendes festhalten. Ich habe es hier, oder an anderer Stelle auch schonmal geschrieben/gesagt: Beurteilen kann man die Mannschaft eigentlich erst nach dem 5. oder 6. Spieltag, wenn die Mechanismen langsam greifen sollten. Es war eben ein riesiger Kaderumbruch und da muss man sich erst finden. Soweit so gut. Trotzdem muss man für die kommenden Partien zumindest eine Entwicklung erwarten dürfen. Die Fehler sind so offensichtlich, dass eigentlich klar sein muss, wo der Trainingsfokus liegt. Wichtig wäre, defensiv mal eine stabile Ordnung rein zu bekommen, dann fällt es auch leichter, das Spiel kontrolliert aufzubauen. Da erwarte ich schon eine Steigerung in den nächsten Spielen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Unterhaching hat jetzt auch keine Bäume ausgerissen, aber absolut verdient gewonnen.
gruffi:
Nach dem 3. Spieltag bin ich etwas überrascht von Hansa. Mit 7 Punkten und 0 Gegentoren ist die neu zusammengewürfelte Truppe wirklich gut gestartet und ich glaube niemand hätte das wirklich erwartet. Das die Spielweise streckenweise schon nach gutem Fussball aussieht und man ein Spielkonzept erkennen kann, macht die Sache um so erfreulicher.
Jetzt hoffe ich einfach mal, dass man diese Spielweise so beibehalten und noch verbessern kann, P. Dotchev endlich mal ein Trainer ist, der langfristig und in Ruhe in Rostock arbeiten kann und Hansa eine ruhige Saison im oberen Drittel der Tabelle hinlegt.
XJIBBIT:

--- Zitat von: gruffi am 03.August 2017, 09:13:03 ---Nach dem 3. Spieltag bin ich etwas überrascht von Hansa. Mit 7 Punkten und 0 Gegentoren ist die neu zusammengewürfelte Truppe wirklich gut gestartet und ich glaube niemand hätte das wirklich erwartet. Das die Spielweise streckenweise schon nach gutem Fussball aussieht und man ein Spielkonzept erkennen kann, macht die Sache um so erfreulicher.
Jetzt hoffe ich einfach mal, dass man diese Spielweise so beibehalten und noch verbessern kann, P. Dotchev endlich mal ein Trainer ist, der langfristig und in Ruhe in Rostock arbeiten kann und Hansa eine ruhige Saison im oberen Drittel der Tabelle hinlegt.

--- Ende Zitat ---

Ich war am Samstag im Ostseestadion und trotz des 0:0 war ich echt angetan von der Spielweise. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern jemals in den letzten 5 Jahren so eine "Spielkultur" gesehen zu haben. Endlich mal ein Spielaufbau, der nicht daraus besteht den Ball nach vorne zu hauen und darauf zu hoffen, dass Timo Gebhart irgendwas anstellt. Schöne Kombinationen, defensiv stand man gut und die Körpersprache war eine ganz andere.

Klar der erste Rückschlag wird bald kommen und dann wird es spannend. Ich bin aber auch guter Dinge, dass man in der oberen Hälfte sich festsetzen kann, mit Quiering kommt ja zum Beispiel noch mal ordentlich Qualität für Drittligaverhältnisse dazu. Einen treffsicheren Stürmer könnte man allerdings noch gebrauchen, vielleicht findet sich da ja noch wer.

Gruß Niklas
Stefan von Undzu:

--- Zitat von: XJIBBIT am 03.August 2017, 09:39:45 ---...
Endlich mal ein Spielaufbau, der nicht daraus besteht den Ball nach vorne zu hauen und darauf zu hoffen, dass Timo Gebhart irgendwas anstellt.
...

--- Ende Zitat ---

Genau diese Spielweise wurde nun in den Süden der Republik verlagert.
Dr. Gonzo:
Von Hansa bin ich ebenfalls sehr positiv überrascht. Von außen betrachtet wirkt der Kader sehr günstig wild zusammengewürfelt. Scheint aber gar nicht so wild zu sein oder es funktioniert einfach trotzdem. :D

Beim KSC hat es mich die ganze Zeit gewundert, wieso man Meister so optimistisch wahrnimmt. Klar, er liegt als junger Nachwuchstrainer im Trend, aber Bäume hat er im Nachwuchsbereich kaum ausgerissen, daran ändert eine gute Saison mit der U17 wenig. Der Kader ist sicherlich nicht schlecht, aber ebenfalls nicht herausragend zusammengestellt. Da würde es schon einen sehr kompetenten Trainer benötigen um aufzusteigen.
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