Gut! Nichts gegen Sporting, aber du das richtig siehst, ist das Potential da wohl ausgeschöpft. Ich bin sehr gespannt zu welchem Verein es dich verschlagen wird...
Und viel Erfolg in der Taca de Portugal. :)
Vielen Dank! :) Vom finanziellen ginge vielleicht sogar noch was in Portgual, da ich zur neuen Saison wieder 65 Mio. Euro Transferbudget bekommen hätte, aber das hätte eben nur funktioniert, wenn ich alle begehrten Spieler gehalten hätte und zudem die Gehälter im Schnitt über 2,5 Mio. p.a. gehoben hätte. Das würde aber nicht meiner Spielweise entsprechen. Außerdem muss ich ehrlich zugeben, dass mir die Liga auf Dauer ein wenig zu langweilig ist :angel:
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Das Beste kommt zum Schluss
Im Gegensatz zum Taca da Liga findet das Finale des Taca de Portugal am Ende der Saison statt, was wahrscheinlich auch ein Grund dafür ist, dass dieser Pokalwettbwerb in Portugal ein weit höheres Renommee hat als der Ligapokal. Letztes Jahr hatte es Daniel Larsen mit seiner Mannschaft noch knapp verpasst in das Finale einzuziehen, da man zuvor unglücklich am FC Porto im Elfmeterschießen gescheitert war. Dieses Jahr jedoch stand man seit dem 30.03. als Finalteilnehmer fest, weil man Sporting Braga nach Hin- und Rückspiel mit 4-1 besiegen konnte. Gegner im Finale sollte der ewige Rivale Benfica Lissabon sein, die sich im Halbfinale - allerdings erst im Elfmeterschießen - gegen den CD Nacional durchsetzen konnten.
Für Daniel Larsen sollte dies das letzte Spiel als Trainer von Sporting Lissabon werden. Sehr zu seinem Missfallen war eben jene Information zwei Tage vor dem Spiel publik geworden, obwohl der Kreis der Eingeweihten eigentlich erschreckend gering sein sollte. An eine Suche nach der undichten Stelle war aber nicht mehr zu denken, es galt sich auf das Spiel vorzubereiten. Weitaus schwieriger, als der Öffentlichkeit seinen baldigen Vereinswechsel zu erklären, war es aber die Mannschaft über die Veränderungen in Kenntnis zu setzen. Nicht wenige waren enttäuscht von ihm, auch wenn sie seine Beweggründe nachvollziehen konnten. Nichtsdestotrotz appellierte er vor der Partie an seine Mannschaft, noch einmal alles zu geben, noch einmal für diesen Verein, diese Stadt und sofern es den Spielern beliebt auch noch einmal für ihn selbst alles rauszuholen, damit man noch ein letztes Mal zusammen einen Jubelzug durch Lissabon starten konnte.
Das Spiel selbst begann schleppend. Sporting war überlegen, spielte sich zunächst aber keine zwingende Torchance heraus. Von Benfica war bis zur 20. Minute fast nichts zu sehen. Doch dann stand der brasilianische Stürmer Lima nach einem von Nicolas Gaitan getretenen Freistoß goldrichtig und versenkte das Leder zum 1:0. An den Spielanteilen selbst änderte dies jedoch nichts. Die Mannschaft von Daniel Larsen spielte weiter mutig nach vorne und versuchte irgendwie zum Ausgleich zu kommen. Obwohl man sich einige gute Möglichkeiten herausspielen konnte, wollte der Ball aber einfach nicht seinen Weg ins Tor finden, ganz ähnlich wie schon im Finale des Taca da Liga gegen den FC Porto. Die Angriffe von Sporting wurden wütender und wütender, aber am Ende war entweder Benficas Schlussmann Julio Cesar oder das Aluminium zur Stelle, um die Führung für Benfica zu wahren.
Irgendwann wandelte sich die Wut in Frust, die Frust in Resignation und schließlich die Resignation in 4 Minuten Nachspielzeit. Sporting versuchte noch einmal über Andre Martins und Joao Mario den Ball in die gefährliche Zone zu bekommen und wurde nach einem Foul vom spanischen Verteidiger Nacho an Linksaußen Josue noch einmal mit einer gefährlichen Freistoßposition, halblinks und circa 20 Meter vor dem Tor, belohnt. Joao Mario griff sich den Ball und schaute in Richtung Seitenlinie, wie um sich zu vergewissern, dass er diesen Freistoß ausführen durfte. Daniel Larsen fing seinen Blick auf, lächelte, nickte kurz und formte mit seinen Lippen die Worte "wie im Training". Mittlerweile waren bis auf Rui Patricio alle Spieler von Sporting im Strafraum und machten sich für den Freistoß bereit, der höchstwahrscheinlich die letzte Aktion in diesem Spiel werden sollte. Joao Mario nahm einen kurzen Anlauf, schoss den Ball mit aller Wucht über die Mauer und über den vom Spielerauflauf im Strafraum iritierten Julio Cesar direkt in die Maschen, und die Stimmung im Stadion explodierte. Noch bevor sich die Jubeltraube von Sporting Spielern aufgelöst hatte, pfiff Schiedsrichter C. Xistra die reguläre Spielzeit ab, das Spiel ging in die Verlängerung.
Obwohl Sporting in der Verlängerung nun die moralische Oberhand hatte, war das Spiel noch lange nicht gewonnen. Benfica verließ sich wie die 70 Minuten zuvor auf ihre starke Defensive und versuchte den Mannen von Daniel Larsen das Spiel so schwer wie möglich zu machen. Dies gelang ihnen auch so gut, dass Sporting bis zur 120. Minute zu keiner Chance mehr kam. Dann aber foulte Innenverteidiger Luisao den mexikanischen Stürmer Carlos Fierro circa 20 Meter zentral vor dem Strafraum und erneut gab es Freistoß für Sporting. Und erneut nahm sich Joao Mario den Ball, um sein Kunststück aus der 94. Minute zu wiederholen. Dies gelang ihm jedoch nicht, sein Schuss fand in der Mauer von Benfica sein Ende und prallte zu ihm zurück. Er versuchte kein zweites Mal einen direkten Abschluss, sondern passte den Ball zum Innenverteidiger Tobias Figueiredo, der den Ball halbrechts im Strafraum annahm und die Kugel mit einer Schusstechnik, die Daniel Larsen ihm nie zugetraut hätte, unhaltbar für Julio Cesar im rechten oberen Eck des Tores versenkte. Sporting führte 1 Minute vor Schluss erstmals in dieser Partie mit 2-1! Der Schiedsrichter ließ das Spiel nach Wiederanpfiff noch ein paar Sekunden weiterlaufen, doch ein verzweifelter Angriff von Benfica fand keinen Abnehmer mehr. Danach war das Spiel aus, Sporting hatte das Spiel durch zwei Last-Minuite Treffer gedreht und den Taca de Portugal gewonnen!
(http://www11.pic-upload.de/07.05.15/v31egdisaus.png)
Noch bevor Daniel Larsen mit seiner Mannschaft und den Fans diesen Triumph 42 Stunden lang durchfeiern sollte, gab er kurz nach Schlusspfiff ein letztes Interview als Trainer von Sporting Lissabon:
"Daniel Larsen, was ein Spiel! Herzlichen Glückwunsch zum Pokalsieg erstmal. Teilen Sie Ihre Empfindungen mit uns in diesem Moment!"
"Das heute war natürlich absolut unglaublich. Es sind solche Spiele, für die du als Fußballer lebst, egal ob als Spieler, als Trainer oder als Fan."
"Lange Zeit sah es nicht so aus, als ob Ihre Mannschaft siegreich aus dem Spiel gehen würde. Haben Sie immer an einen Sieg geglaubt?"
"Wir haben denke ich ein richtig gutes Spiel gemacht und uns lediglich die 93 Minuten vor dem ersten Treffer unzureichend belohnt. Am Ende war der Sieg dann sicher nicht unverdient, auch wenn angesichts der Umstände schon etwas Glück dabei war. Spätestens nach dem ersten Tor habe ich aber gewusst, dass wir das Ding heute noch drehen werden."
"Nun steht es fest, dass sie Sporting zur neuen Saison verlassen werden. Hat das eine Rolle gespielt heute?"
"Nein, nein, ich denke nicht. Die Jungs haben alles gegeben und hätten das auch getan, wenn ich bleiben würde. Umso schöner ist es natürlich, dass wir dieses Spiel nochmal erfolgreich gestalten konnten."
"Wissen Sie denn schon, wie es nun für Sie weitergeht?"
"Nein, das weiß ich noch nicht."
"Aber es gibt Angebote? Dem Vernehmen nach sollen ein deutscher und italienischer Verein sehr an ihrer Verpflichtung interessiert sein?"
"Ja es gibt Angebote. Mehr kann ich dazu derzeit nicht sagen."
"Ich merke schon, mehr kann ich Ihnen nicht entlocken. Nun denn, wir wünschen Ihnen in jedem Fall schon mal alles gute! Haben Sie noch ein Schlusswort für Ihre portugiesischen Fans?"
"Ich möchte mich einfach bei allen bedanken. Bei den Fans, bei meinen Spielern, bei der Vereinsführung und allen anderen. Das waren einfach zwei großartige Jahre für mich und ich bin sehr dankbar, dass der Klub mir als junger Trainer anfangs diese Chance gegeben hat. Im Übrigen kann ich alle Fans beruhigen - wir stehen finanziell sehr gut dar und mein Nachfolger wird in jedem Fall aus dem vollen schöpfen können und natürlich ein super Team zur Verfügung haben. Jetzt aber gehen wir erstmal nochmal alle zusammen feiern!"
"Vielen Dank, Daniel Larsen!"
Arbeitssuche
Einige Tage später saß Daniel Larsen alleine in seinem Wohnzimmer und begutachtete die ihm unterbreiteten Angebote, während im Hintergrund ein portugiesischer Sportsender lief:
- Der AS Rom suchte einen neuen Trainer, nachdem Louis van Gaal entschieden hatte, dass er sich aus dem Profifußballgeschäft zurückziehen will. In dieser Saison war man international nicht vertreten gewesen, hatte aber dafür den 2. Platz in der Serie A hinter Juventus Turn erreicht. Im italienischen Pokalfinale unterlag man Inter Mailand mit 1-2.
Pro: Guter Kader, Champions League
Kontra: Hohe Erwartungen, zu viele Spieler im Kader, Finanzen könnten besser sein
Fazit: Interessante Option
- Darüber hinaus hatte RB Leipzig bei Daniel Larsen angefragt, da man in der zweiten deutschen Bundesliga mal wieder weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war und am Ende nur den 10. Platz belegt hatte.
Pro: Deutschland, ausreichend Geld vorhanden
Kontra: Red Bull, nur zweite Bundesliga
Fazit: Derzeit einzige interessante Option für eine Rückkehr nach Deutschland.
- Außerdem interessierte sich mit dem AC Florenz der amtierende Champions League Sieger für Daniel Larsen. Die Italiener haben sich vollig überraschend ins Finale vorkämpfen können und dort den FC Valencia mit 2-1 niedergerungen. Da man aber in der Serie A nur 9. war und bereits in der 1. Runde des italienischen Pokals ausgeschieden war, hatte man aus Dankbarkeit Vincenzo Montella entlassen.
Pro: Nächste Saison Champions League, Europäischer Supercup und Weltpokal
Kontra: Sie haben gerade Montella entlassen, nachdem er die Champions League geholt hat...
Fazit: Undankbare Vereinsführung, besser nicht zum Jobinterview gehen.
Daniel Larsen stieß einen tiefen Seufzer aus und ließ sich ins Sofa zurückfallen. Was sollte er nur tun? Zufällig huschten seine Augen über den Fernseher und eine Schlagzeile zog ihn in ihren Bann:
+++BREAKING NEWS: Arséne Wenger tritt überraschend als Manager vom FC Arsenal zurück.+++
Gespannt stellte er den Fernseher lauter:
"...Rücktritt für alle überraschend. In einem offiziellen Statement hieß es, dass Wenger seinen Schritt zuvor nicht angekündigt hatte und sich nun in den Ruhestand begebe. Die Nachfolgersuche läuft nach unseren Informationen bereits seit einigen Stunden auf Hochtouren, momentan werden verschiedene Kandidaten analysiert. Als wahrscheinlichste Nachfolger gelten Daniel Larsen von Sporting Lissabon, sowie Vincenzo Montella, der zuletzt den AC Florenz trainierte."
Just in dem Moment, in dem Daniel Larsen dem Bericht höchst aufmerksam zu folgen begann, klingelte sein Telefon...
Respekt!
Du hast in deiner "Arsenal-Übernahme-Sommerpause" mehr Transfers abgewickelt als ich bei all meinen Stationen einer ganzen FM Version :P
Muss ich mich jetzt schlecht fühlen? :D Also die meisten Transfers waren schon notwendig und wären es selbst dann gewesen, wenn ich im mir eher ungeliebten 4-2-3-1 mit offensiver Dreierreihe spielen lassen hätte. Ramsey kann schließlich nicht alleine auf 3 Positionen spielen, obwohl ich nichts gegen 3 Ramseys einzuwenden hätte. Ter Stegen war zugegebenermaßen ein Luxustransfer, aber ich hab ihn noch nie im FM trainiert, er passt als Sweeper Keeper perfekt ins System, und er ist einfach besser als Szczesny (außerdem muss ich dann nie wieder diesen Namen schreiben). Bei den Abgängen waren zudem noch recht viele Kaderleichen dabei, van der Wiel z.B. hätte sich nie gegen Debuchy oder Chambers durchsetzen können. Warum die Transfers im Einzelnen notwendig waren, könnte dir aber vermutlich IchRards Stromberg am Besten erklären ;D
Uiii, geil. Mein Puls ging schneller als deine Story wieder oben zu sehen war. ^^
Arsenal also, coole Wahl. Ich bin sehr auf deinen Saisonstart gespannt. Ich hatte bislang immer enorme Probleme, wenn ich so eine grosse Anzahl an Spielern austauschte. Vor allem, wenn das Team auch die Taktik neu lernen musste... Viel Glück!
Kannst du ein bisschen was über die Lage der Premier League sagen? Welche Spieler bei welchen Topclubs sind, letzte Meisterschaften, etc. :) Und ein Screen deiner neuen Nr. 10 wäre auch spannend. :)
Schön, dass du immer dabei bist :) Hatte auch des öfteren Probleme mit vielen neuen Spielern, habe aber gehofft, dass das weniger ins Gewicht fällt, weil alle bis auf Nuri Bayrak Englisch sprechen können bzw. zu einem großen Teil auch Engländer sind.
Was das übrige angeht:
Screen von Nuri Bayrak (allerdings nach Abschluss der ersten Saison, anfangs bei wichtigen Werten überall 1-2 weniger)
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/8a4kooyicf74.png)
Abschlusstabellen der ersten zwei Premier League Saisons
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/l27lf17rfira.png)
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/2xmpcz33iong.png)
Nennenswerte Transfers in den ersten zwei Saison
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/ucmdiq8shg3e.png)
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/apvfbrdfo5dt.png)
Manager der Topclubs
Arsenal - Daniel Larsen (logisch)
Chelsea - Jose Mourinho
Liverpool - Brendan Rodgers
Manchester City - Manuel Pellegrini (der wird in dieser Saison allerdings noch durch Roberto Mancini ersetzt werden)
Manchester United - Unai Emery (seit 06.12.2014, Louis van Gaal nur 159 Tage im Amt)
Tottenham Hotspur - Claudio Ranieri (seit 03.11.2014)
Pokalsieger
FA Cup - Manchester United (2015), Manchester City (2016)
Capital One Cup - Tottenham Hotspur (2015), FC Burnley (2016)
Nennenswertes internationales Abschneiden
2014/2015 - Manchester City im Halbfinale der CL, Chelsea und Arsenal im Viertelfinale der Champions League
2015/2016 - Liverpool im Halbfinale der CL, Chelsea und Arsenal im Viertelfinale der Champions League, Tottenham im EL-Finale (0:1 Niederlage gegen PSG),
-> international war man tatsächlich nur äußerst mäßig erfolgreich, wie es sich in der Realität auch teilweise abzeichnet
(wenn du oder sonst irgendwer noch an irgendwas Interesse hat, einfach nachfragen :))
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Aller Anfang ist schwer
Jeder, der schon einmal den englischen Fußball verfolgt hat, weiß, dass für die Fans in der Premier League mehr Dinge zählen, als nur die bloßen Ergebnisse. Wille, Einsatz und Leidenschaft gelten als mindestens ebenso wichtig, nicht zuletzt wird bei den spielerisch kultivierteren Klubs sogar teilweise schöner Fußball gefordert - zumindest solange ein Trainer noch keinen Titel für den Verein geholt hat. Doch hat man sich erstmal als Trainer etabliert, wie es José Mourinho bei Chelsea, Brendan Rodgers bei Liverpool, Sir Alex Ferguson bei Manchester United oder natürlich Arsené Wenger beim FC Arsenal getan haben, dann erreicht man auch bei den Fans einen Grad an Beliebtheit, der ohne Fanatismus kaum zu erklären ist.
Davon war Daniel Larsen aber noch weit entfernt. Er muss sich die Anerkennung der Arsenal Fans erst noch verdienen und dies gelingt nur über harte Arbeit, Wille, Einsatz, Leidenschaft und natürlich Titel. Zu Saisonbeginn war der neue Trainer der Gunners aber zunächst besorgt, ob sein Konzept auch in England aufgehen wird und ob die Spieler ihm bedingungslos vertrauen und folgen werden. Schließlich hatte er es in London erstmals mit fertigen Weltstars wie Alexis Sanchez, Mathieu Debuchy oder Morgan Schneiderlin zu tun.
Der Auftakt in die Saison konnte für die noch im Umbruch befindlichen Strukturen kaum hinderlicher sein. Man traf zum 1. Spieltag der Premier League Saison zu Hause auf den FC Liverpool und wurde in den ersten 45 Minuten fast an die Wand gespielt. Folgerichtig gingen die Reds in der 27. Minute durch einen von Jackson Martinez verwandelten Elfmeter auch in Führung. Nach der Halbzeit berappelte sich das Team von Daniel Larsen jedoch und deutete das Potenzial an, das in ihm steckte. Zwar konnte man keinen Sieg mehr erringen, doch nach Ablauf der 90 Minuten erwies sich der 1:1 Ausgleich durch Mathieu Debuchy aus der 57. Minute als überaus verdient. Nichtsdestotrotz herrschte Uneinigkeit unter den Fans, ob man einen gelungenen Auftakt feiern konnte, da man gegen den Konkurrenten aus Liverpool liebend gern einen Sieg eingefahren hätte.
Bereits am nächsten Spieltag traf man mit West Ham United aber schon auf einen weiteren Rivalen, so dass für lange Diskussionen kaum Raum blieb. Ebenso wie gegen Liverpool hatte man Probleme seinen Weg ins Spiel zu finden, zumal die Gastgeber herzhaft verteidigten. Letzten Endes war es nur ein Pfiff des Schiedsrichters, der die Abwehrreihen der Hammers überwinden und Andriy Yarmolenko den Weg zum 1:0 per Elfmeter öffnen konnte, was zugleich auch das Endergebnis darstellte.
Die mangelnde Gefährlichkeit vor dem Tor hielt auch in den kommenden Spielen an. Gegen den FC Middlesborough kam man über ein 0:0 nicht hinaus, die Blackburn Rovers schlug man nur knapp mit 1:0, im Spiel gegen Manchester City kassierte man die erste Niederlage und auch gegen West Bromwich Albion reichte es nur zu einem 1:1. Immerhin konnte man vor der Länderspielpause im September noch einen versöhnlichen 3-2 Sieg über den AFC Sunderland feiern, was allerdings nicht dazu beitrug Daniel Larsens innere Unruhe zu beseitigen. Nach 6 Spieltagen lag man nur im Mittelfeld der Tabelle und konnte die bisherigen Erwartungen noch nicht erfüllen. Taktische Änderungen mussten her und Daniel Larsen brütete einige Tage lang über der neuen Ausrichtung seiner Mannschaft.
Was auch immer er im Detail geändert haben mag - die Vorstellungen von Daniel Larsen wurden in den folgenden Wochen anscheinend besser umgesetzt. Direkt nach der Länderspielpause konnte man einen auch für die Fans enorm wichtigen - wenn auch teilweise glücklichen - 1:0 Auswärtssieg über den FC Chelsea an der Stamford Bridge feiern, Nuri Bayrak erzielte nach Vorlage von Morgan Schneiderlin den entscheidenden Treffer. Von da an ging es stetig bergauf, unter anderem Everton wurde 2-0 geschlagen, Southampton schickte man mit 3:0 wieder nach Hause, im Lokalderby gegen Tottenham feierte man einen 3-1 Erfolg und auch der FC Fullham konnte zum Abschluss der Hinrunde keine Punkte mehr gegen das Team von Daniel Larsen mitnehmen, man verlor im Craven Cottage durch einen Treffer von Nuri Bayrak mit 0:1.
In der Tat gab man nach dem Sieg gegen den FC Chelsea ab und das war Ende November im Heimspiel gegen die Red Devils aus Manchester. Falcao brachte das Team von Unai Emery in der 28. Minute mit 1:0 in Front und nachdem in der 65. Minute auch noch Marquinhos mit glattrot des Feldes verwiesen wurde, sah es sehr düster für die Gunners aus. Wieder einmal war es jedoch die Nummer 10 des FC Arsenal, die noch ein Lippen auf die Gesichter der Fans zaubern konnte, indem er gegen den seit geraumer Zeit nur noch verteidigenden Gegner in der 85. Minute nach starker Vorarbeit von Yarmolenko zum 1:1 vollstrecken konnte, was gleichzeitig auch den Endstand ergab.
Auf Grund der furiosen Serie seit der ersten Länderspielpause ergab sich daher folgende Hinrundentabelle:
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/ijtuxup8hptd.png)
Komfortabler Vorsprung möchte man als neutraler Beobachter meinen, aber Daniel Larsen mahnte nach der Hinrunde zur Konzentration:
"Wir haben eine tolle Hinrunde gespielt, aber auf diesem Vorsprung dürfen wir uns nicht ausruhen. Es kann noch so viel passieren und sobald wir wieder zwei oder drei Spiele verlieren, sind wir gleich wieder nicht reif genug für einen Titel oder zu einfältig. Das interessiert mich alles nicht. Wir werden genauso weitermachen wie bisher und frühestens nach dem 37. Spieltag können wir uns mal über die Tabelle unterhalten. Das habe ich auch den Spielern unmissverständlich klargemacht, wir dürfen uns keine Fehler erlauben."
In den nationalen Pokalwettbewerben lief es dahingegen weniger gut für die Mannschaft von Daniel Larsen. Im Capital One Cup schied man im Viertelfinale nach einer 0:1 Niederlage gegen den FC Chelsea aus und im FA-Cup kam man gar nicht erst über die erste Runde, an der man teilnahm, hinaus, da man gegen den FC Southampton mit 1-2 den Kürzeren zog.
Immerhin nahm in der Europa League alles seinen erwarteten Verlauf. Gegen AEK Athen, Dinamo Zagreb und Dynamo Kiew hatte man keine große Mühen und setzte sich als Gruppenerster durch:
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/cvrdoierq4d.png)
Die Auslosung für die Ausscheidungsrunden ergab folgendes:
(http://www11.pic-upload.de/20.05.15/pgpu9g86lors.png)
Damit hatte Daniel Larsen in seiner ersten Saison beim FC Arsenal nach Abschluss der Hinrunde noch die Möglichkeit zwei Titel zu erspielen und wenn man ihn abseits der Öffentlichkeit nach seinen Zielen fragte - dann sollte es auch mindestens einer sein.
Vielen Dank für die Recherche! Balanta holt Bayern bei mir auch in jedem Save^^ Um Górnik scheint es im FM meist eher schlecht bestellt zu sein, das ist auf jeden Fall noch ein Punkt auf meiner Checkliste!
Jetzt kann ich ja schlecht viel Erfolg für Rückrunde und kommende Saison wünschen, wenn die schon gespielt sind, also wünsche ich mir selbst einfach ein schönes Leseerlebnis ;)
Dann wird dein Wunsch hoffentlich in Erfüllung gehen :)
Sehr interessante Station hier, werde auf jeden Fall am Ball bleiben!
Vielen Dank, freut mich sehr, dass du dabei bist!
Was eine Transferperiode! Sehr cool, viel Erfolg bei den Gunners. Lag mit meiner Vermutung dann doch falsch.
Allzu große Verwirrspiele sind auch wirklich nicht meine Stärke ;D Vielen Dank jedenfalls, so eine Transferperiode hatte ich im FM bisher auch ganz selten, obwohl ich durchaus gerne mal den Kader etwas umbaue.
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Nur die Liga zählt
Die Menge explodierte, als Schiedsrichter Felix Brych das Spiel abpfiff. Obwohl es für Anfang Mai relativ kalt war, lag ein Flirren in der Luft, das der hitzigen Atmosphäre auf dem Rasen über 90 Minuten tapfer zur Seite gestanden hatte, um die Gemüter auf den Rängen zu erwärmen. Man hatte es tatsächlich geschafft und einen der ärgsten Konkurrenten in zwei packenden Spielen niedergerungen. Daniel Larsen mochte es immer noch nicht so recht glauben und zog sich zügig und kopfschüttelnd in die Katakomben der Stamford Bridge zurück. Interviews mochte er später nicht geben, selbst zu den Fans war er nicht gegangen. Ungeduldig wartete er in der Kabine auf seine Mannschaft, um einige Worte an diese zu richten.
Gut drei Monate zuvor war gerade das Hinspiel der 1. Ausscheidungsrunde der Europa League gegen Stade Rennais vorüber. Die Mannen um Daniel Larsen waren vor allem um viel Ballbesitz und eine stabile Defensive bemüht, kamen aber auf Grund ihrer spielerischen Überlegenheit immer wieder zu hochkarätigen Chancen. Umso erstaunlicher mutet es an, dass die Gäste trotz 90 dominanter Minuten nur ein einziges Tor erzielen konnten, das Innenverteidiger Marquinhos nach einer Ecke erzielte. Unzufrieden war man zumindest laut offiziellen Statements dennoch nicht, denn ein 0:1 Auswärtssieg verschaffte den Gunners eine hervorragende Ausgansposition für das Rückspiel. Diese nutzte man auch vorbildlich aus - nach weiteren 90 Minuten stand es insgesamt 5-1 und Arsenal damit im Achtelfinale der Europa League gegen Zenit St. Petersburg.
Dieses sollte die große Bühne für Aaron Ramsey werden. Der Waliser war in dieser Saison lange Zeit einer der wenigen gewesen, die große Schwierigkeiten mit der Umsetzung von Daniel Larsens System hatten, und hatte oftmals unter seinen Möglichkeiten gespielt. Spätestens an diesem Abend in Russland hat er aber allen bewiesen, dass seine Formkurve nicht nur seit Wochen nach oben ging, sondern dass er auch eine große Stütze für das Team sein kann. Bereits nach 10 Minuten hatte er die Führung für die Gunners und zugleich seinen 1. Saisontreffer erzielt, was seinem Selbstvertrauen offensichtlich extrem gut tat. Denn im weiteren Verlauf der Partie kontrollierte er das Mittelfeld mit einer Selbstverständlichkeit, die selbst seine Mitspieler überraschte. Zwar war er an den Treffern von Alexis Sanchez und Nuri Bayrak nicht direkt beteiligt und konnte auch das Gegentor durch Luka Djordjevic nicht verhindern, doch quasi jeder Angriff lief über ihn und niemand mochte am Ende bestreiten, dass er eindeutig der Spieler des Spiels war. Damit war er der maßgebliche Faktor für den furiosen 3:1 Hinspielsieg der Gunners und für eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im Emirates Stadium. Das Rückspiel selbst war dann allerdings weit weniger berauschend - ein glanzloses 1:1 brachte Daniel Larsen und sein Team in die nächste Runde.
Im Viertelfinale wartete dann mit Borussia Dortmund ein weitaus härterer Brocken. Im Hinspiel im Signal-Iduna-Park nahmen die Schwarzgelben die Zügel in die Hand und versuchten mutig nach vorne zu spielen. Dies funktionierte jedoch nur bedingt, da die Gunners jegliche Anstrengungen recht erfolgreich zu neutralisieren vermochten. Als Nuri Bayrak dann auch noch die 1:0 Führung für die Mannschaft von Daniel Larsen erzielen konnte, wähnte man sich schon auf der Siegesstraße, doch ein einziges Mal fanden die spielerisch überlegenen Dortmunder dann doch die Lücke im Abwehrverbund und kamen durch Kevin Kampl zum 1:1 Ausgleich. Wer jedoch glaubte, dass die Ausgangssituation für die Borussen gar nicht so schlecht war, sollte seinen Irrtum im Rückspiel schnell bemerken. Arsenal hatte 60 Prozent Ballbesitz und totale Kontrolle über das Spiel, Dortmund dahingegen schoss überhaupt nur zweimal auf das Tor von Marc-Andre ter Stegen. Dass Jairo Riedewald nach 45 Minuten das 1:0 für die Gunners erzielte, ist letztlich nur eine nette Randbemerkung, denn die deutschen Gäste hätten das für die Verlängerung notwendige Tor wohl auch in 180 Minuten nicht mehr erzielt.
Dann kam das Halbfinale, dann kam der FC Chelsea. Es gibt besondere Fußballspiele und es gibt besondere Fußballspiele. Das Hinspiel im Emirates Stadium war ein solches. Alexis Sanchez machte das Spiel seines Lebens und brachte Daniel Larsen und sein Team nach 38 Minuten durch einen lupenreinen Hattrick mit 3:0 in Front. Doch die Freude währte nicht lange. Noch vor der Halbzeit erzielte Diego Costa den 3:1 Anschlusstreffer, Lucas Pratto verkürzte nach 57 Minuten gar auf 3:2. Ernüchterung machte sich unter den Arsenal Fans breit und diese Ernüchterung sollte ihren Tiefpunkt noch nicht erreicht haben, denn in der 74. Minute war es wiederum Diego Costa, der einfach nicht zu halten war und zum 3:3 Endstand einnetzte. Im Rückspiel versuchte Arsenal alles, doch dass man bereits nach zwei Minuten durch - welch Überraschung - Diego Costa in Rückstand geriet, verbesserte die Ausgangslage nicht unbedingt. Zwar konnte Aaron Ramsey nach 15 Minuten mit einem wunderschönen Treffer noch ausgleichen, doch alle weiteren Offensivbemühungen versandeten entweder im Entstehen oder in den Armen von Thibaut Courtois. In der letzten Minute der Nachsielzeit setzte Diego Costa dem Finaleinzug der Blues dann die Krone auf, als er von der Mittellinie in das von ter Stegen zum Zwecke einer Ecke freigelassene Tor der Gunners traf.
Dann pfiff Felix Brych ab, die Fans von Chelsea feierten, die Luft flirrte und Daniel Larsen verschwand wortlos in die Katakomben, um in der Kabine auf seine Spieler zu warten. Als auch der letzte mit hängendem Kopf eingetroffen war, richtete er sein Wort an die Mannschaft:
"Wir haben hier heute verloren, aber wir haben zwei sehr gute Spiele gezeigt. Wir können stolz sein auf das, was wir erreicht haben und niemand muss sich schämen gegen diese Chelsea Mannschaft ausgeschieden zu sein. Die Europa League ist nun für uns vorbei. Die Liga ist es aber nicht! Wir haben aktuell 4 Punkte Vorsprung für ManU und bis auf die 1:3 Niederlage vor einem Monat gegen eben jenes Manchester seit dem 18.09. kein Spiel mehr verloren. In der Rückrunde haben wir klasse Leistungen gezeigt und beispielsweise Liverpool mit 5:2 überfahren, ManCity mit 2:0 keine Chance gelassen, und auch diese verdammt starke Chelsea Mannschaft mit 2:1 besiegt. Jetzt stehen noch zwei London Derbies gegen Tottenham und Fullham an und ich möchte, dass ihr in diesen zwei Spielen verdammt nochmal alles gebt, um die 4 Punkte Vorsprung zu verteidigen und wenigstens diesen einen Titel zu holen. Darum lasst die Köpfe nicht hängen und zeigt mir, wie sehr ihr diesen Meistertitel wollt!"
Diese Ansage von Daniel Larsen schien aber zunächst nur bedingt Wirkung zu entfalten, denn am 37. Spieltag der Premier League kam man nicht über ein 1:1 gegen die Tottenham Hotspur hinaus. Man war die bessere Mannschaft gewesen, dieser Punktverlust führte jedoch letztlich dazu, dass Manchester United wieder auf 2 Punkte an die Gunners rankam und nur noch auf einen Ausrutscher der Mannschaft von Daniel Larsen am letzten Spieltag warten musste. Da man sogar das bessere Torverhältnis hatte, hätte es Unai Emery und seinen Spielern sogar gereicht, wenn Arsenal unentschieden spielt, solange man selbst gewinnt.
Die Marschroute für die Gunners am letzten Spieltag konnte daher nur lauten die Partie gegen Fullham positiv zu gestalten. Den Willen dazu merkte man jedem Einzelnen, egal ob Spieler, Fan oder Funktionär, förmlich an. Jeder wollte diesen Sieg und jeder trug dazu bei Fullham in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Man erspielte sich Chancen, kam in der Anfangsphase aber nicht zum Torerfolg, so dass die Spannung von Minute zu Minute stieg, zumal Manchester United schon seit der 15. Minute durch Falcao 1:0 gegen Norwich City führte. Die aufgestaute Anspannung entlud sich das erste Mal, als Marquinhos in der 32. Minute nach einer Ecke zum 1:0 einschießen konnte. Doch der Führungstreffer schuf noch keine Gewissheit, denn schon mit einem Gegentor konnte man wieder auf dem unliebsamen zweiten Platz landen. Umso größer war die Freude, als der Schiedsrichter in der 69. Minute auf den Punkt zeigte und auf Elfmeter für Arsenal entschied. Andriy Yarmolenko nahm kurz Anlauf, pfefferte den Ball ins untere rechte Eck und schoss die Gunners zum ersten Premier League Titel seit 2004!
Dementsprechend sah die Abschlusstabelle folgendermaßen aus:
(http://www11.pic-upload.de/27.05.15/t3di9yj8qssz.png)
Nächste Saison darf sich Daniel Larsen somit wieder in der Champions League beweisen, welche in diesem Jahr von Paris Saint-Germain gewonnen wurde. In der Europa League setzte sich derweil der FC Chelsea in einem rein englischen Finale klar und deutlich mit 6:1 gegen Manchester City durch und konnte damit auf Grund des Sieges im Capital One Cup ein Tripple feiern. Doch bevor es soweit ist, dass Herr Larsen einen Angriff auf die Königsklasse wagen kann, wartet natürlich noch viel Arbeit auf ihn. So ist diese Spielzeit zu analysieren und der Kader für die nächste Saison zusammenzustellen, was zunächst oberste Priorität haben wird. Ein Spieler hat bereits den Weg in sein Büro gefunden und ihm unmissverständlich klargemacht, dass er seine Zukunft nicht bei Arsenal London, sondern bei Real Madrid sieht...
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Sanchez oder Marquinhos - einer von denen geht zu Real, tippe ich ;)
Ansonsten kann man dich nur zur Meisterschaft beglückwünschen! 94 Punkte sind ne echte Hausnummer, Respekt!
Vielen Dank! Wir hatten natürlich auch das "Glück", dass es abgesehen von der Europa League keine Mehrfachbelastung gab. Insbesondere der Februar kann in England richtig anstrengend werden, wenn man noch in allen Wettbewerben vertreten ist. Was deine Tipps angeht, liegst du etwas daneben ;) Marquinhos und Alexis bleiben dem FC Arsenal glücklicherweise erhalten. Madrid betrifft eigentlich eher einen hervorragenden Rotationsspieler, aber keinen Schlüsselspieler.
Herzliche Gratulation zur Meisterschaft!
Vielen Dank!
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Rekordtransfers und Kaderverstärkungen
"Träume sind eine gefährliche Sache. Kaum kommst du ihnen nahe, sind sie schon längst verflogen und einer weit ambitionierteren Vorstellung gewichen. Ohne es zu merken, haben sie dich verändert, dich zu einem anderen Menschen gemacht. Wobei - vielleicht sind es gar nicht die Träume, die uns verändern, sondern das Einschlafen an sich?"
Eine Woche nach den ausschweifenden Feierlichkeiten trafen sich Daniel Larsen, sein Assistent Jaap Stam, Chefscout Steve Rowley und der Managing Director Ivan Gazidis in der Geschäftsstelle zur Kaderplanung für die kommende Saison. Nachdem alle den obligatorischen Begrüßungskaffee konsumiert hatten, war es Gazidis, der als erstes das Wort ergriff:
"So Herr Larsen, kommen wir zum Thema. Die Mannschaft sieht gut aus und ich denke nicht, dass von ihrer Seite aus allzu großer Umbaubedarf besteht?"
Daniel Larsen zögerte kurz, bevor er lässig antwortete:
"Nun, das sehe ich nicht unbedingt so. Wir hatten relativ wenig englische Wochen und der Kader muss in der Breite definitiv verstärkt werden. Den Transfer von Sergi Samper von Barcelona für das defensive Mittelfeld hatten wir ja schon vor einigen Wochen dingfest gemacht. Ich sehe aber durchaus noch weiteren Bedarf."
Gazidis grummelte vor sich hin:
"Der Samper hat uns ja auch 42,5 Millionen Euro gekostet. Steht eigentlich wenigstens schon fest, dass Tom Huddlestone den Verein verlassen wird?"
Da Daniel Larsen keine Anstalten machte diese aus seiner Sicht offensichtlich herabwürdigende Frage zu beantworten, sprang Jaap Stam für ihn ein:
"Ja, er geht ablösefrei zu West Brom. Aber die Finanzen sollten doch ohnehin kein Problem sein?"
Besonders glücklich schaute Ivan Gazidis daraufhin nicht und ein wenig gepresst brachte er hervor:
"Nein, das nicht. Aber wir müssen ja trotzdem kein Geld zum Fenster rauswerfen. Nun, sie sagten, dass sie den Kader noch weiter umbauen wollen?"
Gelangweilt antwortete Daniel Larsen:
"Ähm ja. Kevin Volland war vorgestern in meinem Büro und meinte, dass es schon immer sein Lebenstraum war für Real Madrid zu spielen. Deswegen habe ich ihn an diesen Pappverein verkauft. Jetzt brauchen wir Ersatz."
Ivan Gazidis hielt es jetzt nicht mehr in seinem Sessel und aufgebracht entgegnete er Daniel Larsen:
"SIE HABEN IHN VERKAUFT? Wann hatten Sie denn die Intention uns dies mitzuteilen? Warum wusste keiner Bescheid? Und für wie viel eigentlich? Kann man den Deal noch kippen?"
Herr Larsen ließ sich nicht beeindrucken und antwortete im ruhigen Ton:
"Ja, ich habe ihn verkauft, weil ich der Manager bin und hier die Entscheidungen treffe. Was ihre letzte Frage angeht -"
Er schaute kurz auf die Uhr:
"- ich fürchte, das wird nicht mehr möglich sein. Er sitzt grad schon im Flieger nach Madrid und alles ist unterschrieben. Mitteilen wollte ich Ihnen das heute. Eingebracht hat er uns 45 Mio. Euro. Schöne Summe oder?"
Gazidis war immer noch nicht beruhigt:
"Die Summe ist ordentlich, ja. Aber Sie sind hier nicht der Sonnenkönig. Das hätten Sie -"
Steve Rowley unterbrach ihn:
"Nun beruhig dich Ivan. Er ist weg und hat gut was eingespült. Wen haben Sie sich denn als Ersatz vorgestellt?"
Daniel Larsen wandte sich nun mehr an ihn:
"Ich habe da einige Kandidaten im Kopf. Was würden Sie als Chefscout denn zu Raheem Sterling sagen?"
Rowley war überrascht:
"Nun, überragender Spieler ohne nennenswerte Schwächen. Dazu noch jung und Engländer. Die Fans werden aber anfangs nicht begeistert sein und billig wird er auch nicht..."
Sehr zum Ärger von Gazidis wischte wischte Daniel Larsen seine Bedenken mit einer Handbewegung zur Seite:
"Ach, finanziell passt das schon. Wir haben doch mehr als 100 Mio. zur Verfügung. Und die Fans lieben ihn spätestens, wenn er so weiter spielt wie in Liverpool. Was würden Sie denn sagen, wie viel würde er kosten?"
Aus dem Hintergrund kam nur ein weiteres Schnauben von Ivan Gazidis. Zur Diskussion beitragen wollte er aber nicht, so dass Rowley das Gespräch weiterführte:
"Um die 80-100 Millionen schätze ich. Wollen Sie ihn wirklich so dringend haben? Gibts keine Alternativen?"
Daniel Larsen wirkte entschlossen:
"Ja, ich denke er ist der richtige Mann für uns. Ich werde Brendan Rodgers gleich morgen kontaktieren. Zudem sehe ich noch Handlungsbedarf im zentralen Mittelfeld. Bei Gedion Zelalem sehe ich kein Potenzial mehr und würde ihn gerne abgeben. Er ist auch nicht besonders gut für das Gegenpressing geeignet. Chelsea ist heiß auf ihn und bietet 25 Millionen Euro."
Ivan Gazidis hatte sich wieder ein wenig gefangen und wischte sich den Schweiß von der Stirn:
"Ordentliche Summe. Teilen Sie die Einschätzung bezüglich seiner Leistungsfähigkeit Herr Stam?"
Kurz und kühl antwortete der Holländer:
"Ja, natürlich tue ich das."
Bevor Gazidis sich wieder aufregen konnte, schritt Rowley ein und ergriff das Wort:
"Nun gut, dann verkaufen wir ihn. Haben Sie konkrete Vorstellungen für den Ersatz? Ich würde sonst Yannick Gerhardt vom 1. FC Köln vorschlagen. Ich habe ihn schon öfters beobachtet und er sollte sehr gut in unser Anforderungsprofil passen. Daniel, wir haben ja schon einmal über ihn gesprochen, erinnern Sie sich?"
Ein kleines Lächeln fand seinen Weg auf Daniel Larsens Lippen:
"Ja, in der Tat. Ich hatte auch an ihn gedacht und habe ihn mir ein paar Mal angesehen. Wie viel kostet er denn? Ungefähr so viel wie Zelalem uns einbringt oder?"
Mit einem Nicken erwiderte Rowley:
"Das denke ich auch. Ich stelle Ihnen morgen dann noch meinen Abschlussreport zur Verfügung, damit Sie alles in die Wege leiten können. Gäbe es sonst noch etwas?"
Diesmal war es Herr Larsen, der nickte:
"Ja, wir hatten ja alle schon mal darüber gesprochen, dass wir Kieran Gibbs und Theo Walcott abgeben wollen. Beide sind zu oft verletzt oder angeschlagen und würden um die 10 Millionen einbringen. Für Walcott brauche ich erstmal keinen Ersatz, ein neuer Linksverteidiger sollte aber schon kommen. Ich habe da Jonathan Silva von meinem Ex-Club Sporting Lissabon im Kopf. Habe auch schon mit meinem Nachfolger Zinedine Zidane telefoniert und er würde ihn wohl für circa 35 Millionen gehen lassen. Meiner Meinung nach immer noch ein Schnäppchen!"
Überraschenderweise reagierte Gazidis entgegenkommend:
"Die 35 Millionen wären noch machbar. Über Gibbs und einen Ersatz hatten Sie mich ja dankenswerterweise bereits informiert. Halte Silva auch für einen guten Spieler, der die Summe absolut wert ist -"
"Nicht, dass er das einschätzen könnte!", flüsterte Daniel Larsen seinem Assistenten unüberhorbar zu.
"- jedenfalls machen wir das dann so. Schön, dass sie noch gute Verbindungen zu Sporting haben. Also Sterling, Gerhardt und Silva sollen kommen, Samper ist eh zu Trainingsbeginn da, und Volland, Zelalem, Walcott und Gibbs werden wir abgeben?"
Daniel Larsen gab durch ein Nicken sein Einverständnis zu verstehen. Von einer entgegenstehenden Vereinbarung mit Bruno de Carvalho bezüglich Jonathan Silva erwähnte er nichts. Zusammen mit Jaap Stam verabschiedete er sich daraufhin mit der Entschuldigung, dass sie ein Jugendturnier beobachten wollen, so dass Gazidis und Rowley alleine in der Geschäftsstelle zurückblieben.
"Das gefällt mir nicht", murmelte Gazidis. "Er bekommt langsam zu viel Macht."
Rowley zuckte nur mit den Schultern:
"Alle englischen Teammanager haben viel Macht. Und was wollen Sie schon unternehmen? Dass er mittlerweile manchmal eine schwierige Art an den Tag legt, gebe ich ja zu, aber die Fans und die Spieler lieben ihn gleichermaßen."
"Ich weiß", seufzte Gazidis. "Mal schauen, was nächste Saison passiert. Läuft es erstmal nicht so gut, sind wir auch gleich in einer besseren Position."
"Was wir natürlich nicht hoffen wollen", fügte Rowley hinzu.
"Natürlich", sagte Gazidis. "Natürlich."