MeisterTrainerForum

Verschiedenes => Sonstiges => Alle Games jenseits der FM Trainerbank => Thema gestartet von: Königsblau am 11.November 2016, 14:18:46

Titel: Tyranny
Beitrag von: Königsblau am 11.November 2016, 14:18:46
Wundert mich, dass es hier nach dem großen Pillars of Eternity Thread gar keinen Thread zum nächsten Spiel von Obsidian gibt. Dabei ist es doch das selbe Genre. :D Gibt es schon Feedback? Spielt es jemand?
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: veni_vidi_vici am 11.November 2016, 14:41:51
Habe es im "Auf welche Games wartet ihr?" Thread mehrfach vorgestellt. Werde aber vor dem eigenen Kauf noch warten. Derzeit gibt es zu viel Gutes.  ;)

LG Veni_vidi_vici
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Ryukage am 11.November 2016, 15:00:51
Ich warte auch noch ein wenig, werde mir das aber dann zulegen.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Königsblau am 11.November 2016, 15:02:51
Hab es mir heute geholt. Werde mal ein paar Stunden reinspielen und einen ersten Eindruck geben. PoE hat mir schon viel Spaß gemacht, mich dann aber leider irgendwann verloren. Ich hoffe ich bleibe hier mehr dran. :D
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 12.November 2016, 08:40:24
Ich hole es mir heute oder morgen. Leider halt nur eine 4'er Party, aber die Vorschau macht trotzdem Lust auf mehr.

Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Schnorrer am 12.November 2016, 12:25:38
Habe jetzt schon ein paar Minuten angespielt und es erinnert mich doch sehr an Pillars of Eternity. Sehr textlastig (für mich kein Minus), jedoch finde ich das mit der Zeitbegrenzung am Anfang nicht so toll. :)

Am Anfang ist das Spiel leider recht zäh vom Story-Aufbau. Könnte etwas mehr Pep dahinter sein. Grafisch ist es recht ansehnlich. Mal gucken, ob ich es durchspiele. Bei PoE hat mich irgendwann das Durchhaltevermögen verlassen.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KalleRiedleIstDerBeste am 12.November 2016, 12:45:25
Habe es mir direkt zum Release geholt und bin sehr hooked - es ist in meinen Augen handlungs-lastiger als PoE und was die Entscheidungen und Auswirkungen betrifft sehr viel vernetzter, was meinen Ansprüchen entgegenkommt.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 12.November 2016, 16:05:15
Das Spiel macht einen guten Eindruck. Allerdings hoffe ich dass man im Laufe der Handlung noch aus dem Schatten des Eroberers raustreten kann, spiele ungern böse Charaktäre. Mal schauen was das Kampfsystem kann, zur Zeit nervt mich eigentlich nur, dass man mit den Pfeiltasten nicht scrollen kann.

Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: veni_vidi_vici am 12.November 2016, 18:14:07
Das ist einer der Gründe, warum ich es mir nicht geholt habe: Sehr handlungslastig! Ja, kein Negativpunkt - für mich auch nicht zwingend, wobei ich den Fokus mehr auf Charakterentwicklung und taktische Kämpfe lege. Aber dazu fehlt mir gerade die Ruhe, die ich bräuchte.

Das Schöne ist, wenn die Story einmal bekannt ist, kann man sich häufig schnell durchklicken und sich so bei zukünftigen Durchgängen auf die Kämpfe konzentrieren. Pillars habe ich (das Hauptspiel) durch und möchte irgendwann nochmal - mit Add-On - von vorne beginnen. Hier werde ich die Story dann nur rudimentär verfolgen.  ;)

Das ist auch ein wenig der Grund, warum ich IWD II wohl häufiger gespielt habe als Baldurs Gate - es ist schwerer und mehr auf Kampf ausgerichtet.  ;)
Und zudem ein wenig anwederfreundlicher (Waffensets, Equipment...)

LG Veni_vidi_vici
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 12.November 2016, 21:11:35
Ich finde es nett dass die Geschichte teils wirklich recht heftige Entscheidunge verlangt. So stand ich eben vor der Entscheidung, ein Dorf entweder mitsamt den Einwohnern niederzubrennen, oder es als Versorgungsbasis stehen zu lassen, und die Einheimischen zu versklaven. Was zwar Vorteile bringt, aber auch Truppen bindet. Über diese Entscheidung waren dann nicht alle erfreut.

Denke das wichtigste ist es wohl, dass Gleichgewicht zwischen den beiden Eroberungsarmeen zu halten, welche beide doch sehr unterschiedlich sind.


Das Kampfsystem ist das übliche, wobei mir das Zusammenstellen der Zauber recht gut gefällt. Anfangs hat man noch nicht recht viele Möglichkeiten, aber die Skillbäume sind sehr umfangreich und sehen vielversprechend aus. Leider halt nur eine 4'er Party. :-\

Alles in Allem ein guter Kauf, mal sehen was noch kommt. Die Geschichte ist in den ersten Stunden recht vielversprechend, auch wenn ich mich mit der Rolle als Eroberer nicht wirklich identifizieren kann.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Tommy am 14.November 2016, 14:27:29
Allerdings hoffe ich dass man im Laufe der Handlung noch aus dem Schatten des Eroberers raustreten kann, spiele ungern böse Charaktäre.
Aber genau darauf zielt doch das Spiel ab (dass man hier einen Bösen spielt) ;)
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: BlueSnakeRD am 14.November 2016, 14:58:40
Habs jetzt durch. Gutes Spiel. Sehr storylastig und nicht zu kurz, nicht zu lang.

Es ist nicht "besser" als Pillars - eher anders. Tyranny kann man an einem ruhigen Wochenende einen Durchlauf fertig machen, Pillars nichts. Kommt drauf an worauf man mehr steht: Episch langes Abenteuer oder sehr dichte, kürzere Story.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 17.November 2016, 17:17:49
Die Story gefällt mir im Moment auch sehr gut, bin allerdings noch nicht allzuweit (zweiter Turm), da ich zur Zeit etwas ausgelastet bin.

Etwas nerven mich die Ladezeiten, auch wenn man nur die kleinste Hütte betritt. Bei 16 GB RAM sollte das eigentlich weitaus flüssiger sein. Aber naja, verkraftbar.


@Tommy
Ich werde schon einen Weg finden nicht allzu böse zu sein. ;)
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: BlueSnakeRD am 18.November 2016, 07:18:50
@Ladezeiten: Ja, das ist echt schlampig programmiert worden. Als ob es so schwer wäre "While loading new level, keep last level in cache" einzubauen...
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 21.November 2016, 13:32:57
Hab es mir am Wochenende auch gekauft. Vielversprechend triffts gut. Wenn ich weiter ausholen würde, würde ich den Codex-Tag bemühen. Tyranny ist ein Spiel, das versucht, die Rolle zurück ins Rollenspiel zu bringen. Alleine die Charaktererstellung ist mit eine der faszinierendsten, die ich seit Jahren gesehen habe. Nicht wegen der fehlenden klassischen Klassen, das haben auch andere. Sondern weil man im Anschluss an die "klassische" Generation so eine Art Tabletop-Wargame meets "Choose your own Adventure" spielt. Und Entscheidungen trifft, die wie Ereigniskarten ausgespielt werden, die später das Standing zu Fraktionen beeinflussen und wohl auch ganz Landstriche massiv verändern. Deine Wahl. Deine Rolle.

Das Attributsystem von PoE ist auch nicht einfach komplett übernommen. Das orientiert sich teilweise schon wieder eher an klassischem D&D. Charaktere haben wieder Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Vitaltät. Keine übergreifenden abstrakten "Macht"-Attribute, die irgendwie alles beeinflussen: Körperkraft und damit Kampfschaden, Zauberkraft und damit Stärke der Zauber, etc. Unrealistisch (gemessen am Pen&Paper) Min-Maxen und Powergamen wie in BG & Co. lässt sich trotzdem nur begrenzt, denn die Einzelattribute können maximal auf 8 reduziert werden. Habe alleine ein paar Stunden nur mit der Erstellung verbracht, zunächst. Und mich auf Bogen-, List und Schnelligkeit extrem spezialisiert. Die Erstellung ist auf jeden Fall enorm spannend. Und erzählt quasi schon Geschichte an sich.

Es ist nicht "besser" als Pillars - eher anders. Tyranny kann man an einem ruhigen Wochenende einen Durchlauf fertig machen, Pillars nichts. Kommt drauf an worauf man mehr steht: Episch langes Abenteuer oder sehr dichte, kürzere Story.

PoE hätte eigentlich direkt als Nachklapp von Black Isle/Bioware nach den Infinity-Engine-Spielen erscheinen können, ein typisches Fantasy-Epos (war ja auch das Ziel). Tyranny greift eher Spiele wie die Original-Fallouts, Bloodlines oder Arcanum auf fast, in denen bereits die Charakterstellung erhebliche Konsequenzen auf Handlung und Spielwelt hatte. Bisher finde ich hier ganz gut, dass das Spiel deutlich "spezieller" in der Richtung ist. Selbst die kürzere, kompaktere Spielzeit könnte dem Spiel sehr guttun. Es deutet sich schon an, wie viel Wert hier auf Wiederspielbarkeit gelegt wurde. Die Gamestar spricht im Test sogar von mehr Entscheidungen und Konsequenzen als in Multimillionen-Dollar-RPGs wie dem Witcher. Da so vieles in Text passiert, halte ich das Stand jetzt für keine unrealistische Einschätzung.

Allerdings wird man wie in PoE gerade zu Beginn für meine Begriffe mit relativ viel "Lore" zugeballert, auch, weil man ziemlich abrupt in die Handlung eingreift. Dafür haben die Textboxen jetzt quasi direkte Tooltips und Links zu Begriffen. Wer war noch mal dieser Nerats Stimmen? Was hat es mit Kyros auf sich? Kann man direkt in den Boxen wieder nachlesen, ohne in der wieder vorhandenen Enzyklopädie zu blättern. Dazu gibts neue Mechaniken wie Kombo-Attacken zwischen Partymitgliedern, Talent/Fertigkeitbsäume, die endlos ausufern und gesteigert werden können.

Von mir aus können die gerne endlos weiter solche Spiele machen, auch gerne so grundverschieden (trotz gleicher Engine). PoE2 kommt ja, ein klassischer, geradliniger Dungeonschnetzler wie Icewind Dale, von mir aus auch gerne. Mit mehr RAM wegen den Ladezeiten dürfte man da nicht weit kommen, ich habe nur 4. Aber mehr als knapp zwei scheinen auch hier nicht benutzt -- vielleicht wäre ein Cache realisierbar. Was mir auch gut gefällt, dass das "Böse-Spielen" kein Biowarescher Klischeekram ist, nach dem Motto: "Ich helfe Dir" (gut+) oder "Ich töte Dich" (böse, böse, böse!). Das fühlt sich eher so an, als wäre man ein relativ hoch gestufter Entscheidungsträger in zum Beispiel Nazideutschland und führte Befehle aus. Ein Glied in der Kette, aber kein allzu klischeebehaftetes Böses-Imperium-Gedöns. Die vielen Dialogoptionen, viele auf Skillchecks basierend, lassen einen das natürlich erfreulich breit ausdifferenzieren (bereits über "List" einen Händler getäuscht und dann beklaut, ähem).

Für Fans von: Fallout, PoE, Planescape:Torment, Arcanum, guten RPGs abseits des Mainstreamgedöns.  :)
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 23.November 2016, 00:38:32
Alter, was sind das denn für Dialog-Optionen? Das ist aber nicht mehr Daddys Baldurs Gate.  :o

(http://imgur.com/NLrsTAR.jpg)

(http://imgur.com/iVniioi.jpg)


Was mich mal interessieren würde, jetzt nicht speziell auf Tyranny bezogen, vielleicht werde ich auch alt. Aber hat noch jemand zunehmend Probleme mit den vielen Ortsnamen, Namen, Zauber-, Skill- und Waffennamen, die heutige RPGs auf einen einprasseln lassen? Die muss man sich natürlich nicht alles merken, aber wenn jede Waffe ihren eigenen Namen hat, jeder Komboskill, jedes Talent -- kann sich das noch wer merken? Oder bin ich alt.  ;D Früher am Amiga/C64 hattste halt ein paar Waffen, ein paar Skills, und ab gings.

Sehr guter Artikel:  http://www.pcgamer.com/tyranny-has-a-brilliant-answer-to-broken-morality-meters-in-rpgs/
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 26.November 2016, 20:15:10
Ich mag das Spiel immer mehr.

Die Geschichte ist wirklich gelungen, und auch der Tiefgang der Gefährten ist so nicht überall zu finden. Nach 32 Stunden bin ich fast bei der Hälfte angekommen, und die Story ist immer noch relativ offen. Bin gespannt was noch kommt.

Einzige "Schwäche" sind wohl die Kämpfe, welche zwar ansich nicht schlecht, allerdings noch etwas leicht(Stufe schwer) sind und kaum Taktik erfordern. Mag auch daran liegen das Zauber nicht so durchschlagend sind, und die Kämpfer nur auf wenige Skills zurückgreifen können. Schick sind hier die Kampffertigkeiten welche auf der Kombination des Haupthelden mit einem seiner Gefährten basieren.

Nett finde ich auch auch die Handvoll epischer Ausrüstung welche man finden kann, die sich durch gebrauch und töten von mächtigen Gegnern hochleveln und somit ihre Eigenschaften verbessern.

Für Freunde einer guten und ungewöhnlichen Handlung sehr zu empfehlen, für Spieler welche in Kämpfen möglichst vielfältig gefordert werden wollen eher nicht.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 27.November 2016, 09:36:45
Wenn ich noch mal anfangen könnte, würde ich den Expertenmodus ausschalten. Der "harte SGK scheint für Erfahrene aber schon empfehlenswert, da werden auch keine Werte unfair gepimpt, sondern die Gegner setzen bloß ihre Talente und Fähigkeiten besser/öfters ein. Mir fehlt da in den Kämpfen im Hauptscreen im Expertenmodus aber immer ein bisschen mechanisches Feedback. Unten rechts kann man sich dann die Würfe ansehen, aber das wird schnell unübersichtlich, gerade in größeren Kämpfen. Idealerweise ist so was halt tatsächlich RUndenkampf, obwohl ich die IE-Spiele alle mag (Planescape Torment hat anders als hier total beschissene Kämpfe, gerade so ab Spielmitte, ca. Curst-Prison ;D).

Mir ist es gerade bei begrenztem Budget lieb, wenn Obsidian hier in Zukunft anknüpfen. Hier liegt der Fokus klar auf Reaktivätit, auf Entscheidungen und teilweise übelst krassen Konsequenzen, die sich erst Stunden später auswirken können. Das ist wirklich super, schluckt aber natürlich auch entsprechend Entwicklungszeit. Wenn ich mich da an Pillars erinnere (ich mags ja), da machte selbst die Klassenwahl zu Beginn kaum was aus. Man wurde im Dyrwald meine ichi noch nicht mal bzw. kaum drauf angesprochen, wenn man einen Eothas-Priester erstellte, die dort aufgeknüpft werde. Das ist hier komplett anders. Bereits die Charerstellung legt etliche Weichen, selbst wenn man keine klassischen "Klassen" wählt. Pillars wollte irgendwie Baldur's Gate 2 (episch! Zwei große Städte!!!), Planescape:Torment (die Seelen-Thematik) und Icewind Dale in einem sein (die Stretchgoals-Dungeons, die, wenn man ehrlich ist wie die meisten Gebiete eigentlich teilst mit Copypaste-Mobs aufgefüllt sind -- verschwunden sind die Hinterhalte aus BG, die zerstörbaren Ork-Trommeln, die Verstärkung rufen aus IWD2, die speziellen Monster, für die man sich Taktik zurechtlegen musste wie die Trolle, die nur mit Feuer getötet werden konnten oder wieder regenerierten oder überhaupt viele komplexeren Szenarien, abseits der Bosskämpfe zumindest).

Lieber ein klarer Fokus als die eierlegende Wollmilchsau, gerne auch wieder mit spezieller AUsgangslage. PoE war ja so angekündigt, im Kern aber doch vergleichsweise "generische" RPG-Fantasy. Auch was die Spieldauer betrifft, ich bin da auch schon locker 20+ Stunden drin. Wenn man ehrlich ist, wird gerade bei RPGs eigentlich mit Füllmaterial ohne ENde gestreckt. Ob das die endlosen Zufallskämpfe gegen immer gleiche Mobs in Final Fantasy sind, die generischen, immer gleichen Dungeons in Skyrim, etc. Da lobe ich mir noch ein Fallout 1, das kann man locker unter 20, eher sogar 15 Stunden durchspielen, aber jeder Durchlauf kann anders sein, es gibt durchgehend ordentliche Quests und wenn man was macht, hats in der Spielwelt auch Gewicht. Je nachdem, wie man skillt, kann man sogar den "Endgegner" einfach durch bequatschen "besiegen" oder aber durchgängi so blöde " Wer Du Wolle"-Dialogoptionen haben mangels IQ, dass man an jeder Ecke in eine Rauferei kommt.  ;D Abstrus, wie mitterlweile der Füllstoff an reiner Beschäftiungsterapie ohne Witz als Qualitätsmesser genommen wird (hauptsache 50+ Stunden Spielzeit), gerade am RPG-Markt scheint da so ein Druck, das Questdesign von Dragon Age Inquisition ist MMO-Baukasten teilweise (selbst Bioware gehen also in diese Richtung), und diese Ubisoft-Formel mit tausend sinnlosen Achievements und Sammelwahn ist auch überall gefeiert. Das könnte die Nische von Obsidian werden, und ja, BG2 war in Sachen Content Wahnsinn, das wirds aber wohl auch mit Budget so kaum je wieder geben, weil die Produktionszyklen und der Aufwand ein anderer ist, wenn man keine Pixelgrafik in 640x480 macht mit bestenfalls rudimentär animierten Pixelmännchen. http://www.gamasutra.com/view/feature/131493/baldurs_gate_ii_the_anatomy_of_a_.php

Apropos Icewind Dale: die White-March-Erweiterung von PoE sollte ja so in die Richtung gegen, auch in Sachen Dungeons und Kämpfen. Empfehlenswert?

Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 27.November 2016, 10:49:21
Zu dem Thema habe ich gestern ein ganz gutes Video gesehen.

http://www.gamestar.de/videos/gt-talk-spielemuedigkeit-warum-und-was-nun,91210.html

Ich mag auch keine Spiele in denen man ewig craften muss, sinnloses Streckzeugs abarbeitet, und endlos Erfolge farmt. Denke deswegen gehört ME 1-3 noch immer zu meinen Lieblingsspielen. Knackige Handlung + gut inszenierte Schlauchlevel = Spass.

Ein bisschen Bauchweh habe ich schon, wenn ich mir die diversen Beiträge zum neuen Mass Effect durchlese. Ich brauche nicht in jedem Spiel Open World. -.-
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 27.November 2016, 21:28:38
Zu dem Thema habe ich gestern ein ganz gutes Video gesehen.

http://www.gamestar.de/videos/gt-talk-spielemuedigkeit-warum-und-was-nun,91210.html

Ich mag auch keine Spiele in denen man ewig craften muss, sinnloses Streckzeugs abarbeitet, und endlos Erfolge farmt. Denke deswegen gehört ME 1-3 noch immer zu meinen Lieblingsspielen. Knackige Handlung + gut inszenierte Schlauchlevel = Spass.

Ein bisschen Bauchweh habe ich schon, wenn ich mir die diversen Beiträge zum neuen Mass Effect durchlese. Ich brauche nicht in jedem Spiel Open World. -.-

Fallout New Vegas (Obsidian) hatte da eine schöne Balance. Selbst die linearen Vault-Dungeons hatten oft zumindest eine kleine Geschichte.  :) Ich hab' eigentlich nix gegen Open World oder lange Spiele so per se, persönlich, allerdings ist es halt absurd, dass eine gewisse Mindest-Spielzeit so als "Standard" gilt, gerade bei RPGs. Prinzipiell tendiere ich da zu Klasse statt Masse. In Pillars Of Eternity 2 hätte ich zum Beispiel lieber mehr Questlines wie die Raedric-Quest mit unterschiedlichen Lösungswegen als die relativ generischen, selbst auf Kosten der theoretish möglichen Maximalspielzeit, oder den Bullshit, den Bioware jetzt auch in ihre Spiele bringen: Sammle x Stücke Eisenerz, x Hirschbaumbeeren und x Stücke Hundekot. Das ist MMO-Standard, Beschäftigungstherapie für Monate, generischer Spielinhalt in Massen, damit die Spieler beim Spiel bleiben und abonnieren, in dem das wegen Teamplay vielleicht noch Spaß macht. Das ist für ein Offlinespiel einfach nur erbärmlich einfallslos und schlecht.  >:D Luibl von 4players hatte sich da zuletzt herrlich in Rage geschrieben.  ;D
https://youtu.be/CMxdgOwig5M?t=13m32s
http://www.4players.de/4players.php/tvplayer/4PlayersTV/Alle/35355/112864/4Players-Talk/Dragon_Age_Inquisition_im_Kontext_offener_Welten.html  Wobei Bioware eh komplett eine andere Firma ist als vor fünfzehn Jahren, auch die Doktoren sind ja schon lange weg. Dragon Age war ursprünglich mal als reines PC-Spiel geplant auch und lange so angekündigt, back to the roots. An Spielen wie Tyranny oder PoE sitzen in der Spitze wohl auch maximal 20-30 Leute gleichzeitig, der Großteil bei Obsidian arbeitet an Projekten wie Armored Warfare. Was mich optimistisch stimmt, ist dass CEO Feargus Urquhart (Ex-Black-Isle -- ich dachte übrigens früher, das sei ein Rollenspiel-Künstlername  ;D) letztens meinte, Spiele wie Pillars seien unterm Strich für sie profitabler als selbst ein theoretisches Kotor 3 (Auftragsarbeit dann, Fremdlizenz, erheblich höhere Entwicklungskosten).


Re: Kämpfe in Tyranny, ich muss jetzt plotbedingt wohl zum ersten Mal eine der
(click to show/hide)
. Habe da ja so ein paar Bedenken, weil Tyranny ein Spiel der Konsequenzen ist, ehrlich gesagt.  :D Ich war noch nie an so einem Ort, weiß aber von der Lore und den etlichen Gesprächen in den bisher 25 Stunden, dass es spezielle Gegner
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geben wird, die zum Großteil anderen Schaden machen als den, den die meisten Gegner in Tyranny machen: arkanen statt physischen nämlich. In Tyranny trifft man ansonsten fast nur auf menschliche Gegner unterschiedlicher Fraktionen, selbst Monster oder Tiere gibt es so gut wie keine, hier werde ich mich jetzt erst mal mit Tränken eindecken, die die Abwehrwert von arkanen Angriffen erhöhen und evtl. mal nach Rüstungsteilen checken, die das ebenfalls tun.  :)
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 27.November 2016, 22:23:03
Die
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sind schon recht zäh. Gegen die ist mir auch zum ersten mal ein Mitstreiter abgenippelt.

"Tiere" wirst du noch mehr zu sehen bekommen als dir lieb ist.;)

Selbst bin ich gerade vor dem Betreten des dritten Turmes. Bin schon sehr gespannt was es mit denen aufsich hat.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 28.November 2016, 11:35:04
Die
(click to show/hide)
sind schon recht zäh. Gegen die ist mir auch zum ersten mal ein Mitstreiter abgenippelt.

Mir wurde sogar einer ausgelöscht zum ersten Mal.  ;D Mit Rasten müsste man da aber trotzdem gut durchkommen. Um mal auf den Kampf einzugehen. Ich hatte letztes Jahr bis ca. Dorntief (muss das mal weiterspielen) Icewind Dale NUR mit Magiern gespielt, kann man sich vorstellen wie "microintensiv" das ist (aber auch spaßig, wenn alle dann eine gewisse Stufe haben und jeder seinen eigenen Streichelzoo beschwört etc).   ;D

Trotzdem fühlen sich die Kämpfe in PoE/Tyranny weniger taktisch/hektischer an, imo die Hauptgründe:

Fähigkeiten/Talente haben Cooldowns, wie sie seit MMOs wie WOW in Mode gekommen sind (wo man aber nur einen Char gleichzeitig steuert). Man aktiviert sie mehr oder weniger regelmäßig im Kampf und kann sie dann wieder einsetzen, wenn der Cooldown abgelaufen ist (abhängig vom Schnelligkeitswert, mein Hauptchar ist da auf 19 geskillt plus 1 von einem magischen Ausrüstungegegenstand). Jetzt ist es  zwangsläufig natürlich so, dass die selten gleichzeitig ablaufen. In PoE konnte man bis zu sechs Charaktere haben, hier sinds nur vier.

(http://imgur.com/tsAfODM.jpg)

Es gibt ungefähr drei Millionen Beeinträchtigungen und Effekte, die auf einem Gegner/Char gleichzeitig liegen können. Jeder mit eigenem Icon. Auch die haben Cooldowns.

(http://imgur.com/XgwtBPf.jpg)

Unten rechts im Bild läuft natürlich der Kampflog mit, der einzige Bereich, in dem man ein bisschen Einblick in die Fähigkeiten der Gegner bekommen kann. Wie viele HP Schaden können ihre Attacken machen, von welchem Typ sind die, etc. Das sind elementare Dinge, die im eigentlichen "Spielfenster" gar nicht angezeigt werden (Expertenmodus jedenfalls). Aber das rattert auch im langsamen Kampfmodus nur so durch, weil bis zu einem Dutzend+ Kombatanten gleichzeitig agieren. Immerhin melden sich die Charaktere per Sprauchausgabe, wenn ihre Attacken ineffektiv sind.

(http://imgur.com/k0l7GJ0.jpg)


Meine Augen sind im Kampf überall, aber selten auf der eigentlichen "Action". Idealerweise ist das ab einer gewissen Komplexität imo einfach Rundenkampf. Wobei es hier Faktoren gibt, die das irgendwie hektischer Wirken lassen als die Infinity-Engine-Spiele. Trotzdem ist es ganz spaßig, für die Animationen gerade der Kombo-Fähigkeiten haben die sich richtig ins Zeug gelegt teilweise.  ;D Einen zweiten Durchlauf würde ich mal als Solochar versuchen. Nach Abschluss des ersten Akts hatte ich das testweise mit einem auf HP-Tank geskillten Charakter versucht. Scheint machbar.

edit: Wenn ich noch mal starten könnte, würde ich nicht mehr den "Expertenmodus" nehmen. Die Option Kampf-Tooltips ist dann nicht mehr aktivierbar, aber die zeigt Schadenswerte bei Treffern direkt im Spielfenster über der Figur an, was das Ganze erheblich übersichtlicher macht, finde ich! Man kann sie so auch direkt einer Figur zuweisen. PoE hatte ich natürlich auch im Expertenmodus gespielt, man fühlt sich ja stark genug.  ;)
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 11.Dezember 2016, 08:36:54
Ich bin entweder langsam (oder alt) oder beides. Aber ich habe gut 45 Stunden laut Zähler gebraucht -- und wurde meist gut unterhalten.  :) Spoiler, den jeder am Schluss erlebt haben müsste:
(click to show/hide)
Ansonsten ein Abschluss technisch nach gewohntem Obsidian-Standard: Jede Menge Rückgriffe, was die eigenen Aktionen so alles bewirkt haben.

Nächstes RPG auf der Platte, von Tyranny-Programmierer Tim Cain mitentwickelt, bei GOG gekauft und nach Anspielen angenehem rundentechnisch (s.o.): https://www.gog.com/game/the_temple_of_elemental_evil Auflösung könnte etwas höher sein, aber mehr brauche ich da optisch nicht, merke ich.  :) Vor allem haben diese Titel noch ein bisschen was an Komplexität dahinter. Interessant, dass die Wahl der Gruppen-Gesinnung (9 möglich im klassischen D&D) zu jeweils unterschiedlich kurzen Prologen führt. Das letzte D&D-Spiel nach 3rd-Edition-Regeln war bei mir Neverwinter NIghts 1, ewig her. Muss mich erst mal wieder reinfinden. Krass, dass das, obwohl 2003 erschienen, eigentlich eins der letzten großen D&D-Computerspiele ist, bis heute!
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: veni_vidi_vici am 11.Dezember 2016, 08:50:22
TTOEE habe ich hier auch schon öfters empfohlen. Das Spiel ist recht schwer... hat aber (wenn ich mich recht erinnere) auch einige Bugs. Diese werden (glaube ich) ausgebessert mit dem Mod... ich habe den Namen "Circle of Eight" im Kopf. Damit wollte ich das Spiel auch nochmals spielen. Ich habe ihn sogar schon installiert, weiß aber aus dem Kopf nicht mehr genau was er macht. Mal schnell suchen:

Mod Download Seite:
http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack (http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack)

Forum zum Mod:
http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack (http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack)

Änderungen/Anwendung...:
http://files.co8.org/docs/Circle%20of%20Eight%20Modpack%208.1.0%20-%20Release%20Notes.txt (http://files.co8.org/docs/Circle%20of%20Eight%20Modpack%208.1.0%20-%20Release%20Notes.txt)

Hmmm... jetzt werde ich auch wieder heiß.  ;)
Immerhin habe ich es mit Mod noch nicht ausprobiert. Müsste aber schauen, ob meine Version noch aktuell ist.

LG Veni_vidi_vici
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: Veilchen blühen ewig am 11.Dezember 2016, 10:40:37
Nett, ein Spiel mit einer 6'er Gruppe. Das war eigentlich das Einzige dass mich an Tyranny etwas gestört hat. Vier sind im Normalfall einfach zu wenig um Taktik Feeling aufkommen zu lassen. Ich glaube das hole ich mir auch. :) Aber als erstes spiele ich die jetzige BG 2 Session fertig. Erstmals mit selbstgeschnitzter Gruppe.

Bei mir waren es übrigens auch 45 Stunden.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: veni_vidi_vici am 11.Dezember 2016, 11:26:13
Bei ToEE sind es fünf, die du selber erstellen kannst + eine große Auswahl von NPC (zum selber steuern) - 3 darfst du rekutieren. Allerdings verlangen diese nicht selten Loot.

LG Veni_vidi_vici
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 11.Dezember 2016, 23:23:49
Hahaha, mein Halblings-Dieb (Stärke 6 -2 Rassenmalus = 4) ist am Anfang zu schwach, um seine Klamotten zu tragen. Also ausgezogen und gleich mal vom halben Kaff plus Herbergsvater angeraunzt worden: "Junge, wo wir herkommen, tragen wir üblich Klamotten!" Sogar mit dazugehörigen Sprachaufnahmen. War klar, dass die Fallout-Typen selbst in einem Dungeoncrawler-Klopperspiel so was einbauen. Ich feiere das.  ;D https://www.youtube.com/watch?v=IuBjeLiWhek

TTOEE habe ich hier auch schon öfters empfohlen. Das Spiel ist recht schwer... hat aber (wenn ich mich recht erinnere) auch einige Bugs. Diese werden (glaube ich) ausgebessert mit dem Mod... ich habe den Namen "Circle of Eight" im Kopf. Damit wollte ich das Spiel auch nochmals spielen. Ich habe ihn sogar schon installiert, weiß aber aus dem Kopf nicht mehr genau was er macht. Mal schnell suchen:

Mod Download Seite:
http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack (http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack)

Forum zum Mod:
http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack (http://www.moddb.com/mods/circle-of-eight-modpack)

Änderungen/Anwendung...:
http://files.co8.org/docs/Circle%20of%20Eight%20Modpack%208.1.0%20-%20Release%20Notes.txt (http://files.co8.org/docs/Circle%20of%20Eight%20Modpack%208.1.0%20-%20Release%20Notes.txt)

Merci! Gibts da schwerwiegende Bugs? Ansonsten spiele ich das erste Mal immer im "Originalzustand". Für Bloodlines von Troika und Arcanum gibts ja auch so einiges -- deren Spiele waren (rein technisch) leider nie ausgereift. Ob das an der Komplexität liegt, die ein bisschen über "modernen" RPGs liegt?

Apropos Tyranny und Taktik, meiner Meinung nach war die Reduzierung da auf 4 Charaktere besser. Überhaupt ist das Char-System von Poe/Tyranny bzw. die Progression relativ flach designt. In D&D kann man halt so was bauen wie oben, in solchen Systemen hat man z.B. bei physischen Schaden maximal -30% vom Standardwert basierend auf Macht/Stärke oder plus 30%. Bei D&D sind die Zuschläge/Abzüge viel krasser. In PoE kommt ja dann noch dazu, dass eigentlich alle Klassen alles nutzen können, irgendwie. Machts sicherlich ausbalancierter, aber andererseits auch flacher. Das gilt irgendwie auch für viele Items, ähnlich wie bei vielen MMOs: ein Haufen Zeug, aber wirklich einzigartig ist da gefühlt wenig, ein paar Prozent mehr Genauigkeitsbonus, vielleicht noch eine Zaubereigenschaft drauf, fettich. Klar kann man bei D&D auch echte "Kacke" bauen, ein Zauberer mit Low-INT kriegt niemals die Highlevel-Spells, ein KRieger ohne Stärke ist verkrüppelt. Trotzdem. Hier mal Obsidians Josh Sawyer dazu, ich stehe dem gemischt gegenüber, obwohl ich mir wünsche, dass Obsidian bis in alle Ewigkeit solche Spiele machen können (bitte Tyranny kaufen)  ;D:  https://www.youtube.com/watch?v=fvyrEhAMUPo

Apropos, jemand White March gespielt? Bzw. scheint ziemlich Icewind-Dale-beeinflusst, was mir eigentlich gefallen würde.
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: veni_vidi_vici am 11.Dezember 2016, 23:30:13
Mal von hinten nach vorne.

Pillars of Eternety habe ich durch. White March noch nicht. Steht noch auf der To-Do-Liste.
Schwerwiegende Bugs... leider erinnere ich mich an nix Konkretes. Aber ja, es gab in jedem Fall Bugs. Müsstest du vielleicht mal recherchieren. Oder einfach spielen. Es war definitiv zu Ende zu bringen. Ob ein zufälliger Gamebreaker drin war... ich weiß es wirklich nicht mehr.

Arcanum gehört - leider - zu den wenigen Spielen dieser Art, die ich nie gespielt habe. Gibt es einen grafischen Mod? Denn dieses Spiel tut mir schon ein wenig an den Augen weh. Ich brauche keine tolle Grafik, aber pixelig ist leider ein No-Go.

Ich überlege derzeit, ob ich auch mit ToEE nochmal beginne. Konzepte, wie vier Kleriker (hier können mit Domänen ja auch Magiersprüche abgesahnt werden) und ähnliches schweben mir schon durch den Kopf.

LG Veni_vidi_vici
Titel: Re: Tyranny
Beitrag von: KI-Guardiola am 13.Dezember 2016, 22:31:31
Arcanum gehört - leider - zu den wenigen Spielen dieser Art, die ich nie gespielt habe. Gibt es einen grafischen Mod? Denn dieses Spiel tut mir schon ein wenig an den Augen weh. Ich brauche keine tolle Grafik, aber pixelig ist leider ein No-Go.

Arcanum: Ich würde an Deiner Stelle wenn erst mal die Demo ausprobieren. Das Spiel hat Kultstatus unter RPG-Spielern, aber gerade das Kampfsystem ist imo eine der größeren Schwächen. Ich muss es auch noch durchspielen, übrigens. Und ja, optisch, gerade die Art Direction/Farbegung ist sehr trist. Zum Glück kann ich persönlich selbst mit EGA-Pixeloptik noch was anfangen, wenn sie stilistisch gut gemacht ist (bin halt auch mit 8-bit-Computern aufgewachsen). Und gerade bei RPGs ist es ja so, dass früher vielleicht nicht alles besser war. Aber z.B. "moderne" Biowarespiele interessieren mich extrem mäßig, Witcher auch so mittel (obwohl mir das sicher gefallen würde). Benutzt übrigens die selbe Engine, technisch, wie ToEE.

White March/Obsidian. Sieht ja relativ Icewind-Dale-mäßig aus, deshalb könnte es was für mich sein. Obsidian entlassen übrigens Leute, scheint (zum Glück) aber nur Armored Warfare zu betreffen. Trotzdem ungute Erinnerungen an alle RPG-Schmieden aus der "Goldenen Ära", die geschlossen haben: SSI, 3DO, Sir-Tech, Black Isle/Interplay, Troika, ... zumal Pillars Obsidian gerettet haben soll. Zuletzt waren ja selbst die in Deutschland produzierten DSA-Titel nicht übermäßig erfolgreich, wobei die nach Anspielen eigentlich eher "leicht zugänglich" waren und längst nicht so "Hardcore" wie die damalige Nordlanttrilogie aus den 1990ern (Entwickler auch mittlerweile geschlossen).

ToEE: Ich habe einen Abuse gefunden. Wenn man mal so Level 2/3 ist und Chars mit einigermaßen AC hat, kann man das Rasten in der Wildnis ganz gut benutzen, um Level zu "grinden". Angegriffen wird man anscheinend immer. Und die meisten Gegner sind auch ziemlich leicht machbar, ohne dass man dann sofort wieder regenieren muss. Ich habs jetzt aber nur gemacht, weil ich meiner Party noch einen Krieger hinzufügen wollte und der sonst Stufe 1 wäre, um den auf 3 zu bringen. Originalgetreuer hat wahrscheinlich bis heute niemand D&D-Kämpfe umgesetzt (das ist halt einfach auch Runde und Würfeln im Kern), leider ist mir aber auch schon passiert, dass ich ein magisches Geschoss auf einen eigenen Mann gefeuert habe, weil es recht einfach ist,d anebenzuklicken. Diese Problematik haben ja selbst moderne Spiele aus der Isoperspektive teilweise noch, wenn Gegner teilweise verdeckt sind, etc. In einem urigen Gold-Box-Spiel konnte einem das nie passieren, Kunststuck: Charaktersymbole nahmen halt ganze "Spielfelder" ein - und die waren mannshohe PixelxPixel groß (https://farm4.staticflickr.com/3900/14876909852_7f84a2e935_o.jpg)  ;D