Zu dem Thema habe ich gestern ein ganz gutes Video gesehen.
http://www.gamestar.de/videos/gt-talk-spielemuedigkeit-warum-und-was-nun,91210.html
Ich mag auch keine Spiele in denen man ewig craften muss, sinnloses Streckzeugs abarbeitet, und endlos Erfolge farmt. Denke deswegen gehört ME 1-3 noch immer zu meinen Lieblingsspielen. Knackige Handlung + gut inszenierte Schlauchlevel = Spass.
Ein bisschen Bauchweh habe ich schon, wenn ich mir die diversen Beiträge zum neuen Mass Effect durchlese. Ich brauche nicht in jedem Spiel Open World. -.-
Fallout New Vegas (Obsidian) hatte da eine schöne Balance. Selbst die linearen Vault-Dungeons hatten oft zumindest eine kleine Geschichte. :) Ich hab' eigentlich nix gegen Open World oder lange Spiele so per se, persönlich, allerdings ist es halt absurd, dass eine gewisse Mindest-Spielzeit so als "Standard" gilt, gerade bei RPGs. Prinzipiell tendiere ich da zu Klasse statt Masse. In Pillars Of Eternity 2 hätte ich zum Beispiel lieber mehr Questlines wie die Raedric-Quest mit unterschiedlichen Lösungswegen als die relativ generischen, selbst auf Kosten der theoretish möglichen Maximalspielzeit, oder den Bullshit, den Bioware jetzt auch in ihre Spiele bringen: Sammle x Stücke Eisenerz, x Hirschbaumbeeren und x Stücke Hundekot. Das ist MMO-Standard, Beschäftigungstherapie für Monate, generischer Spielinhalt in Massen, damit die Spieler beim Spiel bleiben und abonnieren, in dem das wegen Teamplay vielleicht noch Spaß macht. Das ist für ein Offlinespiel einfach nur erbärmlich einfallslos und schlecht. >:D Luibl von 4players hatte sich da zuletzt herrlich in Rage geschrieben. ;D
https://youtu.be/CMxdgOwig5M?t=13m32s
http://www.4players.de/4players.php/tvplayer/4PlayersTV/Alle/35355/112864/4Players-Talk/Dragon_Age_Inquisition_im_Kontext_offener_Welten.html Wobei Bioware eh komplett eine andere Firma ist als vor fünfzehn Jahren, auch die Doktoren sind ja schon lange weg. Dragon Age war ursprünglich mal als reines PC-Spiel geplant auch und lange so angekündigt, back to the roots. An Spielen wie Tyranny oder PoE sitzen in der Spitze wohl auch maximal 20-30 Leute gleichzeitig, der Großteil bei Obsidian arbeitet an Projekten wie Armored Warfare. Was mich optimistisch stimmt, ist dass CEO Feargus Urquhart (Ex-Black-Isle -- ich dachte übrigens früher, das sei ein Rollenspiel-Künstlername ;D) letztens meinte, Spiele wie Pillars seien unterm Strich für sie profitabler als selbst ein theoretisches Kotor 3 (Auftragsarbeit dann, Fremdlizenz, erheblich höhere Entwicklungskosten).
Re: Kämpfe in Tyranny, ich muss jetzt plotbedingt wohl zum ersten Mal eine der Altmauern betreten, obwohl Betreten laut Tunon verboten ist.
. Habe da ja so ein paar Bedenken, weil Tyranny ein Spiel der Konsequenzen ist, ehrlich gesagt. :D Ich war noch nie an so einem Ort, weiß aber von der Lore und den etlichen Gesprächen in den bisher 25 Stunden, dass es spezielle Gegner geben wird, die zum Großteil anderen Schaden machen als den, den die meisten Gegner in Tyranny machen: arkanen statt physischen nämlich. In Tyranny trifft man ansonsten fast nur auf menschliche Gegner unterschiedlicher Fraktionen, selbst Monster oder Tiere gibt es so gut wie keine, hier werde ich mich jetzt erst mal mit Tränken eindecken, die die Abwehrwert von arkanen Angriffen erhöhen und evtl. mal nach Rüstungsteilen checken, die das ebenfalls tun. :)
Ich bin entweder langsam (oder alt) oder beides. Aber ich habe gut 45 Stunden laut Zähler gebraucht -- und wurde meist gut unterhalten. :) Spoiler, den jeder am Schluss erlebt haben müsste: Dass man "gezwungen" wird, sich gegen Kyros zu stellen, erschien mir nicht ganz schlüssig.
Ansonsten ein Abschluss technisch nach gewohntem Obsidian-Standard: Jede Menge Rückgriffe, was die eigenen Aktionen so alles bewirkt haben.
Nächstes RPG auf der Platte, von Tyranny-Programmierer Tim Cain mitentwickelt, bei GOG gekauft und nach Anspielen angenehem rundentechnisch (s.o.): https://www.gog.com/game/the_temple_of_elemental_evil Auflösung könnte etwas höher sein, aber mehr brauche ich da optisch nicht, merke ich. :) Vor allem haben diese Titel noch ein bisschen was an Komplexität dahinter. Interessant, dass die Wahl der Gruppen-Gesinnung (9 möglich im klassischen D&D) zu jeweils unterschiedlich kurzen Prologen führt. Das letzte D&D-Spiel nach 3rd-Edition-Regeln war bei mir Neverwinter NIghts 1, ewig her. Muss mich erst mal wieder reinfinden. Krass, dass das, obwohl 2003 erschienen, eigentlich eins der letzten großen D&D-Computerspiele ist, bis heute!