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Kapitel 0 - Inside the wire
15.04. 2016, Aldershot, England
„… ergeht folgendes Urteil:
Der Angeklagte Ryan Williams, wohnhaft in Aldershot, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung, Führen eines Kraftfahrzeugs unter Alkoholeinfluß und unerlaubter Entfernung vom Unfallort zu einer Haftstrafe von 2 Jahren verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Die Bewährung ist mit der Auflage verbunden, dass der Angeklagte während der gesamten Bewährungsfrist einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachkommt, die der Zustimmung seines Bewährungshelfers bedarf. Der Führerschein wird dem Angeklagten dauerhaft entzogen.
Zur Begründung: das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Herr Williams am Abend des 23.01.2016 - unter erheblichem Alkohol-Einfluß stehend - in der Churchill-Straße in Aldershot den Pensionär Lewis Davenport mit seinem Fahrzeug erfaßte und ihm dabei schwere Verletzungen der unteren Gliedmaßen und der Rippen beibrachte. Danach entfernte sich Herr Williams vom Ort des Geschehens.
Strafverschärfend wirkte der Umstand, dass dies bereits der zweite Unfall unter Alkoholeinfluß war, den der Angeklagte verursachte.
Strafmildernd hingegen wirkte sowohl die Tatsache, dass sich der Angeklagte zeitnah selbst stellte als auch die während der Verhandlung glaubhaft gezeigte Reue – und natürlich der Umstand, dass der Angeklagte sich zwischenzeitlich freiwillig einem Alkoholentzug unterworfen hat.
Gegen dieses Urteil sind die üblichen Rechtsmittel zulässig.
Die Verhandlung ist geschlossen.“
Auch wenn ich im gesamten Verlauf der Verhandlung ein bißchen darauf gehofft hatte, dass ich um eine Haftstrafe vielleicht herumkomme – mir fällt eine zentnerschwere Last von den Schultern. Das Urteil „milde“ zu nennen, ist eine Untertreibung.
Ich atme einmal tief durch und bedanke mich dann stammelnd vor Glück bei meinem Strafverteidiger, der meine Worte ohne große Regung, lediglich mit einem knappen Kopfnicken, zur Kenntnis nimmt und mich dann im wahrsten Sinne des Wortes stehenläßt. Dr. Miller hat einen guten Job gemacht, das muß ihm der Neid lassen – aber dass er weder Sympathie für meine Person noch für meinen Beruf übrig hat, war ab dem ersten Moment seiner Tätigkeit klar. Für ihn bin ich ein verwöhnter, lebensuntüchtiger Rüpel.
Bloß gut, dass er nicht mein Bewährungshelfer ist!
A propos „Bewährungshelfer“ – der schlaksige Mittdreißiger mit dem irisch-roten Wuschelhaar und der John-Lennon-Gedächtnis-Nickelbrille, der jetzt auf mich zusteuert, IST mein Betreuer Steve Willikins, wie ich drei Sekunden später erfahre.
„Ryan, wir werden in den nächsten beiden Jahren sehr viel miteinander zu tun haben – ich denke, wir sollten also gleich zum Du übergehen. Deal?“
„Deal“, nicke ich.
„Hör zu,“ fährt Steve fort, “ich hol mir jetzt rasch die Unterlagen vom Gericht – da ist auch die Liste der Tätigkeiten dabei, die für Dein Ehrenamt akzeptabel sind. Warte kurz, ich bin gleich wieder da und dann reden wir in Ruhe.“
20 Minuten später. Wir sitzen in einem kleinen Café, keine 100 Meter vom Gerichtssaal entfernt. Steve hat mir zuerst die ganzen rechtlichen Voraussetzungen und Rahmenbedinungen erläutert, in und unter denen ich mich in den nächsten 2 Jahren bewegen werde. Ich bin ehrlich gesagt immer noch wie betäubt, es fühlt sich einfach unwirklich an, dass ich in Freiheit bleiben werde.
Aber ich kann mich noch nicht in Ruhe mit diesem Gedanken und mit den Konsequenzen des heutigen Tages beschäftigen, denn jetzt sitzen wir über der Liste von offenen Stellen, die in der Umgebung von Aldershot ehrenamtlich zu besetzen sind. Und mich beschleicht ziemlich schnell das Gefühl, dass die Bewährungszeit kein Spaß wird …. Es werden in der überwiegenden Mehrzahl Altenpfleger, Streetworker-Assistenten, Laubfeger, Graffiti-Entferner, Alte-Leute-Bespaßer und so weiter gesucht. Das ist doch alles nix für mich!
Erste Seite – nix. Zweite Seite – auch nix. Dritte Seite – wieder ni … „Oh warte mal!“, stoppe ich Steve, als er gerade umblättern will. „Was ist denn das da?“
Wir schauen zusammen genauer hin.
Vorletzte Zeile: „Jugendtrainer-Assistent U 19, Bookham F.C.“
„Das ist es doch!“, lache ich erleichtert. Das wär doch das Sahnehäubchen auf einer Wendung der Ereignisse, die ich gestern abend noch für sehr unwahrscheinlich gehalten hätte.
„Ja, das klingt gut“, nickt Steve langsam. Dann schaut er mir unvermittelt tief in die Augen. „Aber jetzt frag Dich mal – warum sollte der Bookham FC einen verurteilten Suffkopp und Fahrerflüchtigen auf ihre Jugendlichen loslassen – auf halbe Kinder, die echte Vorbilder brauchen?!“
Ich schlucke. „Aber … aber … Steve … der Job steht doch auf …. der ist doch … warum sollte das Angebot auf dieser Liste stehen, wenn ich nicht …?“, stammele ich erschrocken.
Steve bleibt völlig ruhig. „Erstens: das Angebot steht auf dieser Liste, weil auf dieser Liste ALLE ehrenamtlichen Tätigkeiten stehen, für die Menschen gesucht werden – und bei denen die jeweiligen Suchenden bereit sind, unter Umständen“, diese beiden Worte betont er sehr deutlich, „auch Straftäter auf Bewährung in Betracht zu ziehen.“
Kurze Pause, während derer ich ein bißchen in mich zusammensacke.
„Zweitens: Ich sage nicht, dass Du diesen Job nicht bekommen wirst, das entscheide ich ja gar nicht. Ich will nur, dass Du Dir klar bist, was auf Dich zukommt – nicht nur in diesem speziellen Fall, sondern generell in den nächsten Jahren. Du bist ab heute für alle Fussballinteressierten bestenfalls das aufgrund seines Alkoholproblems gescheiterte Fußballertalent, für alle anderen der verurteilte Säufer und Raser. Dein Ruf ist nicht im Keller, der ist komplett im Arsch. Und das wirst Du mit ein paar Monaten ehrenamtlicher Tätigkeit nicht wieder gradebiegen können. Selbst wenn Du ab sofort das Leben eines Heiligen führen solltest – Du wirst Dich darauf einstellen müssen, dass Du wahrscheinlich für immer derjenige bleiben wirst, der im Suff einen alten Menschen über- und beinahe totgefahren hätte. Gewöhn Dich besser gleich dran, sonst wird Dich das auf Dauer komplett wahnsinnig machen.“
Ich nicke, obwohl die Worte in diesem Moment nicht so recht in mein Hirn dringen wollen (sie werden dafür in den nächsten Wochen umso nachdrücklicher „sacken“.)
„Zurück zu diesem Job – bevor Du dort vorstellig wirst, mach Dir Gedanken, was Du auf die Frage nach Deinem Unfall und dem Gerichtsverfahren sagen willst, wie Du die Bedenken entkräften willst, dass so etwas wieder passieren könnte. Überleg Dir, warum Du dennoch für eine Vorbildrolle geeignet sein könntest. Das ist alles völlig unabhängig von einer eventuellen fachlichen Eignung – a propos: hast Du eigentlich überhaupt einen Trainerschein?“
„Nee, hab ich nicht,“ antworte ich kleinlaut. Über diesen ganzen „Rattenschwanz“ habe ich bisher überhaupt nicht nachgedacht.
„Na gut, das wär wahrscheinlich das geringste Problem,“ seufzt Steve.
Ich zucke in einem kurzen Anfall von Fatalismus mit den Schultern. „Naja, im schlimmsten Fall muß ich halt doch zwei Jahre Laub harken. Hauptsache, ich kann noch trainieren, um danach weiter Fußball zu spielen.“
Steve schaut mich mit einem irgendwie mitleidigen Blick an.
„Von dieser Hoffnung würde ich mich an Deiner Stelle besser verabschieden. Aldershot hat ja vorher schon angekündigt, Dich bei einer Verurteilung zu kündigen. Und nach zwei Jahren ohne regelmäßiges Training…. Was glaubst Du, wie gut Du dann noch sein wirst? Von der Frage, welcher Verein sich den Skandal in die Mannschaft holen will, einen verurteilten Säufer und Unfallfahrer zu verpflichten, mal ganz abgesehen. Du bist ja, bei allem Respekt, nicht Paul Gascoigne, Ryan.“
Und jetzt – als mir Steves Worte ins Bewußtssein dringen – JETZT hab ich plötzlich Schiß vor der Zukunft.
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Hey zusammen,
das hier soll keine vollwertige Story werden, sondern eher eine mehr oder minder kompakte Zusammenfassung meines aktuellen Saves.
Ich spiele seit 25 Jahren Fussballmanager unterschiedlichster Couleur (vom BM Professional Mitte der neunziger,über Anstoß 1 - 3 und ,ja, auch EA FM 12 und 13 (bzw zuletzt den fanmade 19er) und ich spiele grundsätzlich nie Ein-Verein-Saves, weil sich spätestens nach 10-15 Jahren in jedem Managerspiel komplette Ermüdung einstellt. Man hat alles (Einrichtungen, Spieler, Titel), man gewinnt alles ... laaaaangweilig! ;D
Stattdessen setz ich mir grobe Ziele für eine "journeyman"-Karriere, aber ich halte mich auch nicht sklavisch dran.
In diesem hier vorliegenden Save beginne ich in Englands 16. Liga und werde im Idealfalle in allen aktivierten Ländern einen Titel holen plus mindestens einmal die Klub-WM.
Nationaltrainerangebote lehne ich immer ab, keine Lust auf Jogi 2.0. ;D
Aktivierte Ligen im Save:
England 16.
Frankreich 3.
Deutschland 3.
Portugal 2.
Spanien 2.
Niederlande 2.
Italien 2.
Hab dutzende extra-Files aktiviert (mache bei Gelegenheit mal einen Screenshot von), hauptsächlich Ligenerweiterungen, aber auch Sachen wie "realistische Transferpräferenzen" etc.
Das hier wird also kein "echtes" Lower League Management Save, ich bin ich nicht gut genug im FM, um irgendwelche zusätzlichen Schwierigkeiten zu benötigen.
In allen bisherigen Saves hab ichs zu 4 Meisterschaften gebracht (3x Luxemburg mit Jeunesse, 1x Niederlande mit Excelsior)
, mein obiges Ziel ist also ... äh ... ambitioniert. :P ::) ;D
Das ist übrigens kein Versehen, dass dieser Thread nicht in "Stories" steht. Ich glaub nicht, dass es dafür auf lange Sicht ausführlich genug wird (die Einführung wollte ich aber halt etwas stimmiger haben. ^-^ )
Regeln (wird ggf noch ergänzt):
- kein Neuladen außer im Crashfalle (hatte noch nicht einen Crash bisher)
- keine Editornutzung, weder im Vorfeld noch im laufenden Spiel
- keine Nutzung von Partnervereinen
- höchstens 2 Leihspieler im Verein
- höchstens 5 verliehene Spieler im Verein
- Nutzung von Mitarbeiter- und Spielersuche nur bei professionellen Vereinen
[/spoiler]
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15.06. 2019, Bookham, England
Mit 20 Jahren verurteilter Suffi und Crashfahrer vor den Trümmern der Profikarriere, mit 22 zumindest vor dem Gesetz rehabilitiert, Inhaber einer Trainerlizenz und vergleichsweise gut bezahlter U-19-Trainer eines aufstrebenden Neuntligisten, der in der kommenden Saison im Aufstiegsrennen für die 8. Liga erwartet wird.
Und mit 23 immer noch U-19-Trainer desselben Vereins, nur jetzt unbezahlt.
Wieso unbezahlt?
Weil der Verein beim Einreichen der Unterlagen für die Saison 2019/2020 darüber stolpert, dass er pleite ist, die FA das gar nicht witzig findet und den Bookham F.C. mal eben um sieben (!) Ligaebenen und damit ins tiefste Amateur-Niemandsland runterstuft.
"Guildford & Woking Alliance League Division Two" - das klingt nicht nur sperrig, das ist auch 16. Liga. SECHZEHNTE!
Ich wußte gar nicht, dass es da unten auch "echte" Mannschaften gibt, dachte immer, die Teams hier wären eher lose Männer-Saufgruppen....
Sechzehnte Liga also.
Klingt wie der komplette griff ins Klo für einen, der vor ein paar Jahren noch von der SkyBet Two geträumt hat, oder?
Ist es aber gar nicht.
Ehrlich - ich freue mich eher drüber, hier zu sein als dass ich mich ärgere.
Vor ziemlich genau drei Jahren, als ich zum ersten Mal hier aufs Gelände gelaufen bin und mich dem Vorstand vorgestellt habe - da war ich am Boden.
Ich hätte den Job übrigens gar nicht bekommen - hat mir Darryl Jones, der Co der Ersten Mannschaft, später mal im Vertrauen gesteckt - wenn sich nicht jemand für mich stark gemacht hätte, den ich in meinem ganzen Leben vielleicht drei, vier mal gesehen habe - Großonkel Paul nämlich. Der war mal Spieler in der Premier League, also lange bevor es überhaupt Premier League hieß. Bei Wednesday war er, zwei Jahre lang, Anfang der Neunziger des letzten Jahrunderts. Hat auch in Sunderland und Charlton und bei den dämlichen Chrystals gespielt und ist seit seiner aktiven Spielerzeit "gut vernetzt", wie einer dieser Ahnungslosen, die sich Sportjournalisten schimpfen, sagen würde.
Meinen Onkel kann man sogar googlen, hab ich festgestellt - wer "Paul Williams" und "Wednesday" eingibt, stolpert unweigerlich über den Wiki-Eintrag. Ich hab nen Promi in der Familie!
Na, jedenfalls kennt Onkel Paul den Vorstandschef Matthew irgendwie über siebzehn Ecken und hat - nachdem er von meinem Vater erfahren hatte, dass ich mich da beworben hab - seinen Charme spielen lassen. So zumindest hat Darryl es mir erzählt. Ich hab mich bis heute nicht dazu durchgerungen, mal bei Paul nachzufragen, ob das stimmt und wenn ja, wieso er es gemacht hat...
Zurück zum Thema.
Der Kassensturz nach dem Zwangsabstieg war kurz und schmerzhaft: die Geldschatulle enthielt eine verhungerte Schabe und drei Fussel.
Der Mannschaftsüberblick fiel noch ernüchternder aus - drei U-23-Kicker waren noch da, der Rest über alle Berge.
Vom Personal ist nur Darryl geblieben.
Das Stadion, das uns utopische Zweieinhalb Tausend Pfund Miete pro Jahr kostet, faßt 1000 Zuschauer. Wir werden schon froh sein, wenn mal 50 zu einem Heimspiel kommen.
Dauerkartenabsatz: Null.
Mit anderen Worten: der Verein ist zwar nicht aufgelöst, aber mehr als die bloße Existenz und der Name "Bookham F.C." ist nach 115 Jahren Vereinsgeschichte nicht geblieben.
Man kanns aber auch positiv sehen: von hier an kanns eigentlich nur aufwärts gehen...
[Das eigentlich hierhergehörende Wappen des Bookham F.C. kann ich aus rechtlichen Gründen nicht zeigen, stellts euch einfach vor: gelber, runder Hintergrund, schwarzer Schriftzug am Rand, Löwe mit Fußball in der Pranke in der Mitte. Sieht echt toll aus, vielleicht wollt ihrs ja mal googlen :angel: ]
[Ach ja: Vorgeschichte Ende. ;D]
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Kapitel 1 - return from chaos
30.06.2020 Bookham, England
Die ersten Tage und Wochen in der Welt der Amateure sind ... arbeitsreich und überraschend, soviel läßt sich zusammenfassend sagen.
Wir müssen sparen, wo wir nur können - und das schließt den Staff mit ein. Von den fast 30 Mitarbeitern der letzten Neuntligasaison sind zunächst nur zwei übrige - Darryl und ich.
Die erste Amtshandlung von des Vorstandsvorsitzenden Matthew ist die Einstellung eines neuen Trainers für die Erste - das geht auch reichlich fix. Mit Benny Brockhurst ist ein erfahrener Coach schnell gefunden, Darryl bleibt Co-Trainer.
Ein neuer Torwarttrainer und ein paar (sprich: zwei) neue Scouts und Physiotherapeuten komplettieren den Trainerstab.
Die U23 und die U18 werden ab sofort in Personalunion von mir trainiert. Ich bin zuerst nicht sicher, ob ich das schaffe, aber da beide Mannschaften jeweils nur zwei Tage in der Woche trainieren und Darryl mir teilweise helfen kann, funktioniert das in der Praxis ganz gut.
Die Mannschaften vorzustellen ist reichlich sinnfrei - kaum einer der Spieler bleibt länger als ein halbes Jahr bei uns. Die einen wecken durch konstant gute Leistungen die Begehrlichkeiten höherklassiger Vereine, die anderen kommen nicht auf genug Spielzeit. Mit anderen Worten: die Herrenmannschaft des Bookham F.C. ist ein Taubenschlag.
Im Jugendbereich sieht es ein klein wenig besser aus - aber das liegt auch nur daran, dass die meisten hier zur Schule gehen und ich allen unisono einbläue, wenigstens erstmal einen Schulabschluss zu machen, bevor sie in die Jugendabteilung irgendeines Zehntligisten wechseln, der ihnen 10 Pfund pro Woche und drei weitere pro Spiel zahlt. Davon kann ja keiner leben!
Apropos "leben": Finanziell ist es gar nicht sooo schlecht hier.
Ich hatte zunächst ein paar Bedenken, wovon ich meinen Lebensunterhalt bezahlen sollen, wollte schon zum Sozialamt gehen... aber dann nahm mich Matthew eines abends beiseite und schlug mir einen Deal vor.
"Hör zu - ich bin echt überrascht, wie gut Du Dich in den letzten 3 Jahren gemacht hast. Die Jungs scheinen Dich trotz Deines ... Karriereknicks ... zu respektieren, mir kommt von allen Seiten nur Gutes über Dich zu Ohren. Ich möchte Dich gern behalten, kann Dich aber nicht bezahlen.
Daher mach ich Dir einen Vorschlag - Du wohnst ab sofort bei mir im Haus. Ich hab noch ein kleines Appartment im Souterrain frei. Kost und Logis sind frei, Martha, meine Haushälterin wird Dir den Kühlschrank mit auffüllen, wenn sie einkauft. Und wer weiß, vielleicht vergeß ich ja ab und an mal n Zehner, wenn ich Dich besuchen komme?
Oh und noch eins: ich bezahl Dir sämtliche weiteren Trainerscheine bis hoch zur A-Lizenz... wenn Du sie schaffst, heißt das. Den ersten Trainerschein hab ich Dir ja schon vor 2 Jahren finanziert.
Deal?"
Ich überlege nicht lange.
"Deal."
Im Endeffekt "verliert" Matthew bei seinen wöchentlichen Besuchen im Schnitt einen glatten Fuffi - wenn man kein Auto oder Motorrad haben darf und sich um Essen, Wohnung oder Parties (davon halte ich mich seit drei Jahren strikt fern) keinerlei Gedanken machen muß, reicht das völlig.
Die Abende verbringe ich am Computer - ich hab da ein völlig nerdiges Fussballmanagerspiel entdeckt...
Als die Saison beginnt, werden wir von der Lokalpresse im Mittelfeld der Tabelle eingeordnet, es weiß einfach keiner, was von uns zu erwarten ist. Die Hälfte unserer Testspiele haben wir - allerdings gegen teilweise deutlich höherklassige Teams - knapp bis deutlich verloren, jede Woche spielt ein anderes Team in der Startelf ... und für unsere Trainingseinheiten interessiert sich ja keiner. Dort könnte man aber die Stammformation sehen, die Benny ausgetüftelt hat.
Eine Art defensives 4 3 3, Zentrum des Spiels sind ein sehr zurückgezogen agierender Sechser und zwei durch diese Absicherung eher frei operierende Zentrumsspieler.
Die Viererkette ist primär defensiv orientiert, die beiden offensiven Außen ziehen bevorzugt nach innen, um den zentralen Stürmer (der meist etwas hängend operiert) zu unterstützen.
Als die Saison zuende geht, grinsen wir alle um die Wette:
(https://i.ibb.co/bNqcd8w/Bookham-Tabelle-1920.png) (https://ibb.co/qmXT1Pq)
Wir haben den ersten Schritt zurück geschafft.
Weitere sollen natürlich folgen.
Dass uns zum Ende der Saison sage und schreibe 16 Spieler verlassen, heißt allerdings, dass die neue Saison mit einer komplett anderen Mannschaft angegangen werden wird...
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Hmm... und damit kommen wir zu einem ärgerlichen Bruch in der Story.
Die Bugs in meinem Spiel häuften sich gestern abend immer mehr, bis schlußendlich nichtmal mehr der "Spielvorschau"-Button funktionierte.
Ich hab dann beschlossen, die Savegames zu sichern und den FM neu zu installieren.
Seit ich wirklich komplett den ganzen FM samt aller Registry-Einträge entfernt und alles sauber neu installiert hatte, läuft auch alles wieder. Alle Buttons wieder einsatzfähig.
Einziger - dafür dicker, fetter, häßlicher - Wermutstropfen: alle meines Saves lassen sich nicht mehr starten. :'(
Das heißt allerdings nicht, dass hier nach 3 Posts gleich wieder Schluß wäre ... es wird nur ein bissl, äh, schräg.
Sehts mir nach, wer meinen "deus ex machina" nicht mag, muss es ja nicht lesen. :angel:
13.05.2021, Echternach, Luxemburg
Schweißgebadet sitze ich in meinem Bett, das matte Licht der Straßenlaterne fällt auf meine Füße, die ich mir während des Traums freigestrampelt habe.
Und was war das für ein Traum!
Ich, ein Säufer und Unfallfahrer! Lächerlich! Also gut, ich trinke schon ganz gern mal ein oder zwei Bier ... gestern abend zum Beispiel, als Kutte, Steimi und ich meine erste Traineranstellung gefeiert haben.
Langsam setzen sich einzelne Erinnerungsfetzen in meinem Kopf zu einem, wenn auch lückenhaften, Bild zusammen.
Die Eckkneipe ... Kutte, der eine Lage Kurze anschleppt, die wir exen, von der Bardame grinsend beobachtet ... wir drei, singend auf der menschenleeren "Hauptstraße" in Echternach ...
Mit einem Mal weiß ich, wo zum einen der schräge Traum herkam ... und wieso mir verdammt nochmal so speiübel ist.
Ich haste würgend ins Bad.
Drei Tage später werde ich von meinem neuen Boss Michael Thill offiziell als neuer Trainer des Daring Club 1921 Echternach vorgestellt.
"Pressekonferenz" ist ein bißchen übertrieben als Bezeichnung - wir sitzen mit Andrè Feinbier von der Echternacher Lokalzeitung in Thills Büro und plauschen kurz.
Ist mir ganz recht so, dieser fehlende "große Bahnhof". Erstens wär der hier mitten in der tiefsten Luxemburger Provinz sowieso fehl am Platze, zweitens bin ich trotzdem aufgeregt wie sonstwas.
Den (kleinsten) Trainerschein hab ich zwar schon ein paar Monate in der Tasche, aber das hier ist das erste Mal, dass aus meiner verrückten Idee tatsächlich ernst geworden ist.
Ich. Bin. Trainer.
Wahnsinn.
Ich hoffe nur, dass ich als Coach ein bißchen besser bin - als Fußballer war ich jedenfalls ne Niete, soviel steht fest. Selbst für die unterste Luxemburger Liga war ich zu ungelenk, da half mir meine gute Physis auch nur bedingt weiter.
Jetzt bin ich fast 27 - ein Monat isses noch hin - und werde in Kürze anfangen, Jungs und Männer umherzuscheuchen und ihnen zu erklären, wie man richtig spielt.
Kann ja heiter werden.
Feinbiers fragender Gesichtsausdruck holt mich ins Hier und Jetzt zurück.
"Wie bitte? Entschuldigen Sie, ich war ein bißchen abgelenkt - die Vorfreude auf meine Tätigkeit hier, Sie verstehen...?"
Der Reporter nickt mit irgendwie ironischem Grinsen.
"Ich wollte wissen, ob Sie sich bereit fühlen, mehr als theoretische Erfahrung haben Sie ja eher nicht..."
"Das stimmt so aber nicht," erwidere ich. "Ich hab immerhin fast 10 Jahre lang selber gespielt, verschiedene Jugend- und Herrenmannschaften durchlaufen."
"Schon richtig, aber wie gut lernt man das SPiel von der Bank oder Tribüne aus denn zu lesen?", fragt Feinbier. Wieder dieses Grinsen.
Für einen Moment bin ich völlig verdattert - und bevor ich antworten kann, springt mir Thill zur Seite.
"Wir haben Herrn Schmit im Bewerbungsverfahren auf Herz und Nieren geprüft, er macht auf uns sehr wohl den Eindruck, der richtige Mann zu sein. Und sein mit Auszeichnung bestandener Trainerlehrgang sagt ja auch einiges aus, finden Sie nicht?"
Feinbier nickt. "Sicher, ich möchte auch nicht den Eindruck erwecken, hier der Miesepeter sein zu wollen. Es ist nur so - der DCE ist hart auf dem Boden aufgeschlagen, wenn Sie mir dieses Wortspiel erlauben. Abstieg in die 3. Division, das ist schon wirklich beschämend, wenn man bedenkt, dass eigentlich der AUFstieg das Ziel war. Ich hoffe einfach nur, dass Herr Schmit das Ruder herumreißen und Echternach wieder dahin führen kann, wo derClub hingehört."
"Und das wäre?"
"Na die Eirepromotion, mindestens!"
Ich nicke, innerlich feixend.
Echternach hat irgendwann vor dem Krieg mal in der Eire- also der Ehrenpromotion, vulgo 2. Liga, gespielt. Davon zu sprechen, dass der Club "dahingehört", ist schon ein bißchen größenwahnsinnig.
"Wir haben uns zunächst einmal das Ziel gesetzt, wieder ein Team zu formen, dass die guten Voraussetzungen für erfolgreichen Fußball in Echternach in gute Leistungen auf dem Platz umsetzen kann. Wir wollen, dass es wieder Spaß macht, zum Heimspiel zu kommen. Ende Juno ist das erste öffentliche Trainig angesetzt, Sie sind herzlich eingeladen!"
Ein paar Floskeln später verabschiedet sich der Reporter und Thill klopft mir lachend auf die Schulter.
"Na das lief doch gut. Vor der Presse gibst Du schonmal eine bessere Figur ab als Dein Vorgänger."
Ich grinse als Antwort und verabschiede mich dann.
Bevor die Jungs in wahrscheinlich nicht sonderlich guter Stimmung in den Urlaub verschwinden, will ich mich ihnen noch schnell vorstellen ....
(https://i.ibb.co/XL235P5/DCE-2122-Startkader.png) (https://ibb.co/xLCfgbg)
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15.03. 2023, Echternach, Luxemburg
"Und, was willst Du jetzt machen?"
Michael Thill sieht mich fragend über seinen massiven Schreibtisch hinweg an.
Ich lasse das Fax sinken, das er mir vor einigen Minuten gereicht hat und das ich staunend gelesen habe.
"Cheftrainer... diesmal wollen sie's wirklich wissen, scheint mir," sage ich langsam und nachdenklich. "Letztes Frühjahr wars noch ein Co-Trainer-Posten."
Ich schaue noch einmal auf das Papier in meiner Hand.
(https://i.ibb.co/7jhGz9m/Jobangebot-Esch.png) (https://ibb.co/PFk5YSH)
Als ich wieder aufblicke, schaut mich der Präsident noch immer unverwandt an, prüfenden Blickes.
"Verführerisch, oder?"
Ich zucke in einer Mischung aus Hilfloskeit und Verlegenheit mit den Schultern.
"Das ist mein Lieblingsverein in Luxemburg ... natürlich ist das verlockend..."
Ich schaue aus dem Fenster. Auf dem in der Märzsonne liegenden Trainingsplatz, den wir - Mannschaft und Betreuer - heute morgen in Gemeinschaftsarbeit vom Schnee befreit haben, werden gerade die Hütchen für die Laufeinheiten aufgestellt. Wie üblich bietet das Gelegenheit für jede Menge Schabernack und Scherze.
Selbst durch das geschlossene Fenster kann ich das Lachen der Jungs geradezu spüren.
Ich schaue ein paar Augenblicke zu und in mir breitet sich ein warmes Gefühl aus.
Mit einem ebenso warmen Lächeln stehe ich auf und reiche Thill das Fax zurück.
"Irgendwann bestimmt ... aber nicht heute und auch nicht am Ende dieser Saison.
Ich hab hier noch zu tun."
Während ich die Treppe vom Büro in den Empfangsraum nehme und dann auf das Gelände hinausschlendere, hangeln sich meine Gedanken noch einmal an den letzten beiden Jahren entlang.
"Wie im Rausch", so überschrieb der "Echternacher Kurier" seinen Saisonrückblick auf das erste Jahr unter meiner sportlichen Leitung.
Nachdem wir das erste Testspiel unglücklich mit 2:3 gegen den höherklassigen SC Ell verloren hatten und ich an meinem 4 1 3 2 einige kleine Anpassungen vorgenommen hatte, lief es nämlich wie am Schnürchen. Gut, wir waren vor der Saison als stärkstes Team eingeschätzt worden, als die Mannschaft erstmal Gestalt annahm - aber das wir in 27 Saisonspielen nur 2 Niederlagen kassieren würden, hatten nichtmal die kühnsten Optimisten gehofft.
Insbesondere auch deswegen nicht, weil sich das, was uns vor der Saison passiert war - maximaler Spieler-Aderlaß nämlich - in der Saison munter fortsetzte.
Von den 26 Spielern, die fürs erste Saisonspiel 21/22 zum DCE 1021 Echternach gehörten, waren nicht mal ein Drittel auch beim letzten Spiel noch im Verein. Der Rest war abgewandert und gezwungenermaßen ersetzt worden.
Es machte sich unter diesen Umständen bezahlt, dass ich die Taktik nicht übermäßig kompliziert gewählt hatte. Ein bißchen Pressing, ein bißchen Überfallkonter, ein bißchen flach flanken und vor allem: keine Falschen Neunen, Raumdeuter, abgekippte Halbsecher oder wie auch immer dieser ganze esoterische Quatsch heißt, den man in München, Madrid und Manchester für unverzichtbar hält.
Innenverteidiger, Außenverteidiger, Defensiver Staubsauger, zentrale Anspielstation, Flügelflitzer links und rechts - und vorne zwei quirlige, entschlossene Stürmer, die jedem Verteidiger auf die Füße latschen, der den Ball behalten will.
Mit Teixeira und Lascak haben wir aber auch zwei absolute Glückstreffer gelandet. Teixeira hatte letzte Saison 29 Ligatreffer, Lascak 13 Vorlagen. Obwohl beide auf dem Papier die gleiche Aufgabe haben - Abwehr unter Druck setzen, Ball erobern, abzischen, einnetzen - läuft es im Spiel oft genug auf "Lascak holt den Ball, Teixeira startet genau im richtigen Moment für den Steilpass, erläuft ihn und netzt grinsend ein" hinaus.
Ich werde mich nicht beschweren.
(https://i.ibb.co/k6b17pY/Tabelle-2022.png)
Im Pokal lief es auch erschreckend gut - wobei wir auch drei Runden lang das Glück des Heimrechts hatten. Und als wir dann in der vierten Runde ein Auswärtlos zogen, haben wir zwar beim Erstligisten Racing FC erwartungsgemäß verloren - aber erst nach Verlängerung! Und dreitausend Euro Preisgeld haben wir mit nach Hause genommen. Kriegt man in Luxemburg nämlich als Verlierer. Der Gewinner wird ja durchs Weiterkommen genug belohnt.
Und jetzt, in der aktuellen Saison?
Da sahen uns "die Buchmacher" (also die zwei Pickelgesichter, die ihr Geld wahnwitzigerweise mit der luxemburgischen vierten Liga verdienen wollen) eher im Mittelfeld, aber da hatten sie - und all die selbsternannten Experten gleich mit - sich gehörig getäuscht.
Es war uns gelungen, einen Großteil der Mannschaft trotz fehlender Bezahlung - Amateurstatus halt - zu behalten, mit Fernando Gomes blieb sogar unser Brasilianer (gut, zugegeben: brasilianischer Austauschstudent) bei uns.
Taktik blieb die gleiche, hatte sich ja bewährt. Wir verpflichten auch weiterhin hauptsächlich schnelle, fitte, ausdauernde Leute, wenn wir Ersatz für irgendwen benötigern, der sich zu Höherem (oder einfach nur besser Bezahltem) berufen fühlt.
Und vorne haben wir ja auch weiterhin "TeLas", wie unsere Fans sie getauft haben. Die treffen einfach nach Belieben.
(https://i.ibb.co/TvbTL8f/Teixeira-2023.png) (https://ibb.co/BzrPNZp)
[Das Bild wurde nach dem letzten Saisonspiel gemacht.]
Ergebnis? Wir sind Zweiter und brauchen nur noch einen einzigen Sieg für den sicheren Durchmarsch.
Und im Pokal haben wir diesmal nicht nur die wiederum drei Heimspiele gegenViert- und Drittligisten, sondern sogar das Auswärtsspiel in Hesperingen gewonnen. Nach Elfmeterschießen, okay - aber hey, die sind auch Drittligist!
Schade nur, dass wir in der fünften Runde beim US Rumelange nicht das gleiche Spielglück hatten, sondern durch ein Billardtor in der 104. Minute mit 1:2 ausgeschieden sind. Aber da es diesmal ein dickeres Trostpflaster gab - 7700 Euro nämlich - war das dann auch halb so wild. Eigentlich gehts uns nämlich auch diese Saison nur darum, aufzusteigen.
Und wir habens fast geschafft!
Ich trotte auf den Trainingsplatz, mittlerweile breit grinsend.
Nachtrag [16.05.2023, Echternach, Luxemburg]
Geschafft!
Durchmarsch!
(https://i.ibb.co/QQ1DvmR/Tabelle-2023.png)
(https://i.ibb.co/HgdDB72/Mannschaft-2023.png)
[Die sechs Zahlenkolonnen rechts sind Teamwork, Führungsqualitäten, Zielstrebigkeit sowie Antritt, Grundfitness und Schnelligkeit.
Bild ist nach dem von mir nicht gewollten, aber vom Vorstand durchgedrückten Wechsel in die Semiprofessionalität entstanden.
Wie man sieht, war ich nicht schnell genug damit, die ganzen halbgaren Jugendspieler aus der U19 zu kicken, weswegen die jetzt alle 5x so viel verdienen wie meine besten Senioren. Und mein Gehaltsbudget ist natürlich auch im Allerwertesten. Grummel!]
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Glückwunsch ;)
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Saubere Leistung bisher!
Zwei japanische Austauschstudenten haben sich auch zu euch verirrt? :P
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Hey, hier lesen ja Leute mit - find ich toll. 8)
@AndreH: Danke! 8)
@Akumaru: Danke auch Dir. 8)
Jaja, meine Austauschstudenten. ;D
Die drei Exoten waren tatsächlich schon in unteren Luxemburger Ligen im Einsatz und wurden mir dann von meinem Scout empfohlen (dem einen Scout, den ich in der 5. Liga hatte :D).
Und natürlich hab ich sie verpflichtet, so als kleine Farbtupfer, damit nicht nur Luxemburger und Portugiesen bei Echternach spielen (die vielen Spieler mit portugisischen Namen sind übrigens nicht sooo weit hergeholt, wenn man sich mal die realen Kader luxemburgischer Mannschaften anschaut!)
Gomes war zumindest eine Saison lang unangefochtene Stammkraft hinten rechts, inzwischen ist er aber nur noch im Team, weil ich ihn bezahlen kann.
(Neuzugänge, die die Mannschaft verstärken würden, verlangen schonmal 200 oder mehr Euro Antrittsprämie - bei Spieltagseinnahmen von 300-400 Euro einfach nicht bezahlbar. Der Fluch des geringen Prestiges halt. ;D )
Inada ist immer noch eine gute Option für die Flügel. Als ich ihn geholt hab, war das tatsächlich erstmal der "Reiz des Unbekannten", aber der hat sich schnell durchgesetzt und ist so zuverlässig, dass ich ihn auch in der nächsten Saison noch im Team sehen - selbst wenn wir erneut aufsteigen sollten.
Watanabe war auf dem Papier der stärkste der drei, kam allerdings durch Teixeira und Lascak nur zu wenigen Startelfeinsätzen und wird wohl höchstens als Kaderfüller bleiben.
Kaderplanung ist auf diesem Level, in dieser Liga und mit diesem Prestige übrigens die mit Abstand größte Herausforderung.
Spieler zu finden, die mir (a) weiterhelfen und (b) für annehmbare Konditionen zu mir wollen, ist wie die Suche nach dem berühmten Heu im Nadelhaufen. ;D
(Vor allem, wenn man einige der LLM-Regeln befolgen und zB die Spielersuche nicht nutzen will. - Für Scoutingpakete wär aber sowieso kein Geld da. :D)
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Ja, es gibt tatsächlich eine große portugiesische Gemeinde in Luxemburg. Die machen round about 16-18% der Bevölkerung Luxemburgs aus.
Bin gespannt wohin dein Weg noch führt. Viel Erfolg weiterhin !
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Ja, es gibt tatsächlich eine große portugiesische Gemeinde in Luxemburg. Die machen round about 16-18% der Bevölkerung Luxemburgs aus.
Bin gespannt wohin dein Weg noch führt. Viel Erfolg weiterhin !
16 - 18%? Wow, war mir nicht bewußt, dass der portugiesische Bevölkerungsanteil SO groß ist.
Danke! (Für Info und gute Wünsche. ;) )
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05.05.2024, Echternach, Luxemburg
Die Schlagzeile nimmt die halbe erste Seite des "Tagesanzeigers" ein:
"Dritter Titel in 7 Tagen! - DCE europäisch!
Schmit: `Haben Titelhunger' "
Ich schaue über den immer noch massiven Schreibtisch im immer noch ersten Stock des Verwaltungstraktes, wo - nicht immer noch, sondern erst seit 4 Monaten - Steve Peiffer sitzt, der die Präsidentschaft im DC 21 Echternach übernommen hat, nachdem Michael Thill sich entschied, kürzertreten zu wollen.
Peiffer - ein hagerer Endfünfziger mit kurzen grauen Haaren, stets im korrekt sitzenden dunkelgrauen Bankeroutfit anzutreffen - nickt, irgendwie huldvoll. Diesen Gestus beherrscht er perfekt.
"Gute Leistung, Schmit. Wir sind beeindruckt von der rasanten Entwicklung, die der DCE unter Ihrer Führung nimmt."
So wie er das einleitende "wir" ausspricht, kommt man auf den Gedanken, dass er damit nicht seine Vorstandkollegen einschließt, sondern dass es sich schlicht um den Pluralis Majestatis handelt und er sich folgerichtig als absoluter Herrscher sieht. Sein Benehmen paßt zu oft zu diesem Verdacht ...
Ich nicke mit dem Kopf in Richtung Trainingsplatz.
"Den Jungs gebührt der Ruhm, Herr Präsident, ich habe nur ein bißchen motivieren müssen. Die Mannschaft ist es, die sich Tag für Tag auf dem Trainingsplatz quält, der - mit Verlaub - dringend auf Vordermann gebracht werden sol..."
"Papperlapapp, Schmit! Nicht flennen, rennen! Die Jungs sollen sich einfach nicht so haben. Trainingsgelände erneuern und ausbauen - damit lagen Sie schon meinem Vorgänger in den Ohren. Und ich kann Ihnen nur das gleiche sagen wie er: kein Geld für solchen Luxus. Und wie Sie nachdrücklich bewiesen haben, gehts doch auch so bestens!"
Ich seufze. "In Ordnung, ich gebe jedoch zu Protokoll, dass wir deutlich mehr Trainingsverletzungen als der Schnitt der Liga aufweisen, ohne mehr zu trainieren. Und wenn wir schon dabei sind: die Jugendeinrichtungen sind nicht zeitgemäß. Ich habe das zweite Jahr in Folge keinen einzigen der Knirpse in die U19 übernehmen können, weil die einfach null Entwicklungsmöglichkeiten in der U15 und U17 haben. So wie es jetzt ist, können wir die Jugend auch komplett einsta ..."
"Quark, Sie müssen einfach genauer hinsehen! Wahrscheinlich haben Sie den nächsten Messi mit weggeschickt dieses Jahr. Mein Neffe trainiert die U17 und der bestätigt mir permanent gute Leistungen und Entwicklungen!"
Ich seufze erneut.
"In Ordnung, Herr Präsident, war das dann alles?"
"Ja, Sie dürfen sich entfernen, Schmit."
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In der Cafeteria - ja, dafür war Geld da, kann man ja den gut 100 Nasen, die inzwischen zu Heimspielen kommen, noch ein bißchen Geld aus der Tasche ziehen - hole ich mir einen Kaffee und mache mich ans Studium der Zeitung. Ganze vier Seiten hat Feinbier der Zusammenfassung einer Saison der Superlative gewidmet.
Kein Wunder, ist es doch das erste Mal, dass Echternach auch nur annähernd so erfolgreich ist in seiner Geschichte.
Die vier Seiten beginnen mit einem kurzen geschichtlichen Abriß des DCE.
Inklusive seiner beider kurzlebigen Vorgänger Jeunesse Echternach und Cercle des Sports Echternach bringt es der Verein auf ein einziges Erstligajahr (1914/15) und seine Geschichte stellt ansonsten ein Sammelsurium der Erfolglosigkeit dar.
Die beiden größten Erfolge des Vereins sind der Gewinn der Zweitligameisterschaft 1913/1914 (nach einer "Saison" mit sagenhaften 6 Spielen) und die Finalteilnahme im Coupe FLF in der Saison 1953/54. Da nach den Aufzeichnungen allerdings nur 4 Mannschaften an diesem Coupe-FLF-Durchgang teilnahmen, relativiert sich auch dieser "Erfolg" schlagartig wieder.
Im größeren der beiden Pokalwettbewerbe, dem Coupe de Luxembourg, erreicht der DCE immerhin ein halbes Dutzend mal das Achtelfinale, bevor Endstation ist.
Ansonsten: dritte und vierte luxemburgische Liga, einhundert Jahre lang, mit kurzen Ausreißern nach oben oder unten.
Und jetzt, im dritten Jahr meiner Trainerkarriere hier - Drittligameister und Gewinner beider Pokale!
Selbst im beschaulichen Luxemburg, wo die Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Ligen nicht so groß sind wie anderswo, ist das die Sensation des Jahrzehnts.
Zumal wir im CdL auch noch den gerade frisch gekürten Meister Racing FC geschlagen haben.
Die Erfolge sind auf den nächsten Seiten anschaulich aufbereitet:
(https://i.ibb.co/344VZBh/Pokalfinals-2024.png) (https://ibb.co/177BW82)
(https://i.ibb.co/2NtPr8k/Tabelle-2024.png) (https://ibb.co/VmSDGHq)
Der Kundige erkennt schon an diesen Statistiken, dass das Endergebnis weniger deutlich ist als es sich im ersten Moment anhört.
Als ich zum Beispiel an das CdL-Finale zurückdenke, wird mir nochmal kurz flau im Magen. Racing drückt uns die ersten vier Minuten komplett hinten rein, trifft den Pfosten - und dann kassieren sie eine sehr harte Rote wegen Einsteigens von hinten. Wärs andersrum gewesen, würd ich mich jetzt noch aufregen, so unverhältnismäßig war das.
Danach können wir das Spiel ausgeglichen gestalten, geraten aber trotzdem in Rückstand und gleichen erst kurz vor Ende durch einen abgefälschten Ball meines Lieblingsjapaners Inada aus.
Und in der Verlängerung schießt uns ausgerechnet Fabio Fama Gaspar zum Titel - der ist erst vor der Saison gekommen, ist in der gesamten Abwehrreihe flexibel einsetzbar, meist aber nur zweite Wahl. Im Endspiel ist er nur deswegen in der Startformation, weil Avdic im FLF-Finale drei Tage vorher seine 5. Gelbe gesehen hat und dadurch gesperrt ist.
Dass das Tor unter freundlicher Mithilfe eines Racing-Spielers, der abfälscht, sowie des Innenpfostens, der exakt schmal genug ist, damit der Ball nicht wieder zurück ins Feld, sondern ins Tor springt, zustandekomt, ist dann fast schon unausweichlich....
Das Finale im Coupe FLF war noch mehr Glück - nie zuvor gab es irgendein Halbfinale im Luxemburg, an dem kein einziger Erstligist mehr beteiligt war. Diesmal haben sich erst alle brav gegenseitig abgeräumt, den letzten verbliebenen Vertreter Düdelingen hat uns dann Atert Bissen freundlicherweise abgenommen.
Und im Finale war Heimspiel - das wir durch ein Tor in der 91. (!) Minute gewannen.
Na, im Endeffekt ist es völlig egal. Das Team ist jedenfalls aktuell in aller Munde, selbst aus dem Ausland kamen Interviewanfragen.
Und angeblich überlegen verschiedene Vereine aus den größeren Ligen schon, ob sie nicht mal einem Luxemburger an der Linie das Vertrauen schenken sollten....
Ich denke nochmal kurz an das Gespräch mit el Presidente eben. Wenn Google recht hat, dann bekommen wir alleine dafür, dass wir im ersten Qualispiel der European Conference League das Feld betreten, ein paar Zehntausend Euro. Die beiden gewonnen Finals haben auch schon hunderttausend gebracht. Die Eirepromotion, in der wir nächstes Jahr spielen, hat halbwegs vernünftige Fernsehgelder .... und für ein bißchen Aufhübschen des Trainingsplatzes für die Mannschaft, die all diese Einnahmen überhaupt erst eingespielt hat, ist also kein Cent da?!
Mir schwillt schon wieder der Kamm.
In der Sache ist die letzte Wurst noch nicht vom Hund geklaut, soviel steht mal fest!
Ich trinke meinen Kaffee aus und gehe. Als ich am Zeitungsstand vorbeikomme, fällt mein Blick auf eine Schlagzeile der Wirtschaftswoche:
(https://i.ibb.co/k6LyZ1L/Jobrisiko.png) (https://ibb.co/6JKZQBK)
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Weiterhin fantastisch zu lesen! Weiter so!
... die Meldung mit dem Konsortium habe ich schon öfter gelesen (und in älteren FM auch selbst erlebt). Ausgetauscht wurde der Trainer aber am Ende nie, oder täusche ich mich da?
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Schöne Story, quasi um die Ecke - werde das sehr gespannt aus dem Saarland verfolgen ;)
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@Akumaru: Danke! Ich hab die Meldung so halt noch nie wahrgenommen und war ein bissl entsetzt. War aber Fehlalarm, siehe unten.
@Lumpi: Danke! Das eine oder andere Jährchen bleibt Henri sicher noch in Echternach - und dann muß man mal schauen, was die Angebotsfront so hergibt. ;)
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15.06.2025, Echternach, Luxemburg
Was für eine Saison.
Dabei sieht es im Juni 2024 zuächst eher finster aus für unser Abenteur Eirepromotioun.
Der erneute Wechsel an der Vereinsspitze zieht sich von Mai bis Ende Juli hin, die dadurch verhängte Transfersperre tut uns richtig weh, da keine Verstärkungen realisiert werden können.
Und Verstärkungen wären sooo nötig!
Alex Teixeira und Jeff Lascak, unser kongenialer Doppelsturm, zeigt in den Vorbereitungsspielen einen deutlichen Leistungsabfall im Vergleich zu den Vorsaisons. Die etatmäßigen Backups Watanabe und Joao Schmit fallen langzeitverletzt aus (Kreuzbandriß und Wadenbeinbruch) - und dahinter kommen nur noch Jugendspieler, die selbst in der U19 nicht auffällig gut sind.
In der Mittelfeldzentrale klafft durch Casafinas Karriereende eine deutliche Lücke, alle seine Backups sind entweder noch nicht auf seinem Leistungsniveau oder verletzt.
Und in der Abwehr? Da haben wir seit 3 Jahren keine eingespielte Viererkette mehr, da keine Formation länger als eine Transferperiode Bestand hat.
Wir gehen also mit deutlichen Sorgenfalten durch die Vorbereitungsphase und drücken alle Daumen, dass die Transfersperre bald aufgehoben werden möge.
Am 17. Juli, mithin 13 Tage vor Ende der Transferperiode, kurz vor knapp also, ist die Hängepartie endlich durch.
Steve Peiffer, der Sonnenkönig von Echternach, übergibt offiziell den Staffelstab an Loris Mangen, den Vorstand eines Konsortiums, das sich zum Ziel gesetzt hat, "den DCE 21 nach vorn zu bringen".
Zu diesem Behufe bestätigen die neuen Chefs entgegen ihrer markigen Aussagen einen gewissen Henri Schmit als Trainer, pumpen die exorbitante Summe von 9000 Euro in den Verein und beschränken sich ansonsten auf Symbolpolitik - sie erhöhen das Transferbudget auf 250.000 Euro.
Super Idee, bei einem Gesamtbarvermögen von 123.000 Euro!
Überhaupt erweisen sich etwaige Hoffnungen, die der eine oder die andere vielleicht mit diesem Vorstandswechsel verbunden hat, als Luftschloß.
Steve Peiffer bleibt nämlich schön auf seinem bequemen Bürostuhl sitzen, da Mangen ihn "in Ermangelung eigener freier Kapazitäten vorerst kommissarisch im Amt" beläßt.
Was das im täglichen Umgang bedeutet, erfahre ich ganz konkret zwei Tage später.
Ich erdreiste mich, den neuen alten Präsidenten mit ein paar Fragen zur immer maroderen Infrastruktur zu behelligen:
"Trainingseinrichtungen?" - "Nein."
"Jugendtrainer?" - "Non."
"Jugendtrainingsplatz?" - Njet."
"Besseres Nachwuchsscouting?" - Nope."
"Irgendwas?" - "Moment ... ich schau mal ... Nö!"
Gerade als ich hochrot anlaufe und platzen will, teilt mir der Herr Präsident nonchalant mit, dass seit heute eine Partnerschaft mit einem anderen Luxemburger Verein bestehe.
Dieser Verein verfüge über exorbitant ja geradezu unverschämt hochmoderne Infrastruktur, um die uns selbst Real Madrid oder doch zumindest Hacke Spitze Niederkaltenkirchen beneiden würde.
Und diese Infrastruktur - naja, zumindest die Trainingsplätze - dürfen wir ab sofort kostenlos mitbenutzen, dafür kommen wir einmal im Jahr zu einem Freundschaftsspiel vorbei und Schifflingen behält die ganze Eintrittskohle.
Ich bin einen Moment sprachlos, schlucke, schüttele mich und frage dann, immer noch völlig perplex:
"Und mit welchem Verein partnern wir seit heute?"
"Schifflingen."
Schifflingen, aha. Na da wird sich die Mannschaft aber freuen, an jedem Trainingstag zwei mal 60km fahren zu dürfen. Am besten lassen wir sie mit dem Fahrrad fahren, dann können wir die Kosten für den Fitnesstrainer auch gleich noch einsparen. Das denke ich mir aber feigerweise nur.
"... Äh ... toll! Schifflingen ist ja für eine wirklich gute Jugendarbeit bekannt, profitieren wir da auch irgendwie von?"
"Was?! Sind Sie eigentlich nie zufrieden, Sie Gierschlund?! Raus!!"
Immerhin wirft er keine seiner teuren chinesischen Vasen nach mir, mit denen er das Büro "verschönert" hat.
Unabhängig von irgendwelchen Vorstandslappalien arbeiten wir ab dem Nachmittag des 17.07. mit allen verfügbaren Mitteln an der Verstärkung der Mannschaft.
Und wir können tatsächlich noch drei echte Kracher an Land ziehen.
Also kleine Kracher, Echternach-Liga. Messi oder Ronaldo wechseln also nicht nach Ostluxemburg, die wären mir mit Ende dreißig aber auch nicht willkommen.
Wir verpflichten stattdessen einen pfeilschnellen Stürmer, der mal wieder Schmit heißt. Erwähnte ich schonmal, dass Schmit der mit Abstand häufigste Nachname in Luxemburg ist?
Dieser Schmit heißt Patrick, hat einen platzierten Schuß und überzeugt im einzigen Testspiel, das wir vor der Kaufentscheidung zur Verfügung haben, mit vier Toren in 25 Minuten.
Was er nur mangelhaft kann, sind Kopfbälle - aber da wir unter meiner Ägide noch nie auf hohe Flanken gesetzt haben, nehmen wir das mal in Kauf und verpflichten den Guten für völlig überteuerte 500 Euro. Bleiben also nur noch 249.500 Euro im Transferbudget, da müssen wir uns wohl ab sofort ein bißchen einschränken.
(https://i.ibb.co/PCmkQVk/Patrick-Schmit.png) (https://ibb.co/ysf2Sx2)
Die nächste Verpflichtung ist Leon Schmit, der im zentralen Mittelfeld die Fäden ziehen und also Casafina ersetzen soll:
(https://i.ibb.co/qgCtbgy/Leon-Schmit.png) (https://ibb.co/5jkNqjM)
Und zu guter letzt gelingt uns - wenn es schon keinen guten Abwehrspieler giibt - mit dem Transfer des französischen Torhüters Ilyas Izri noch ein kleiner Coup:
(https://i.ibb.co/KzNtrqC/Ilyaz-Izri.png) (https://ibb.co/LhQTZt4)
Dann ist die Vorbereitung vorbei und es beginnt das Abenteuer Zweite Liga.
Wobei ein anderes Abenteuer zu diesem Zeitpunkt bereits wieder vorbei ist - die erste internationale Teilnahme des DC 1921 Echternach nämlich.
Alle Journalisten sind sich einig, dass wir die erste Runde nicht überstehen werden - aber es kommt dann doch ein bißchen anders:
(https://i.ibb.co/mcGXmk5/Euro-Conference2024.png) (https://ibb.co/JsKyNVj)
Das schlußendliche Ausscheiden ist zwar schade - zumal wir nicht wirklich chancenlos, sondern nur im Abschluß glücklos sind, und zwar in beiden Spielen - aber wir haben eine sehr ausdrückliche Duftmarke gesetzt und springen am Ende der Saison auch wegen dieser Spiele mal eben um über 200 Plätze auf Rang 816 der UEFA-Rangliste.
Und neben den schönen Erfahrungen und dem Stolz, das kleine Luxemburg auch als Zweitligaaufsteiger sehr würdig vertreten zu haben, trösten uns auch über 400.00 Euro Einnahmen aus Prämien und Eintrittsgeldern.
Die Finanzierung des DCE ist somit auf Jahre hinaus gesichert, wenn wir nicht wie ein gewisser schwarzgelber deutscher Bundesligist Anfang des Jahrtausends auf Krampf versuchen, schneller zu wachsen als gesund ist.
Der warme Geldregen in der Conference League läßt uns finanziell auch das diesmal vergleichsweise frühe Ausscheiden in den beiden Pokalen verschmerzen, wo jeweils in den Viertelfinals Endstation ist.
Und die Liga?
Die Experten sehen uns unter den ersten fünf, und das schaffen wir auch, irgendwie.
(https://i.ibb.co/LRSZtZn/Tabelle-2025.png) (https://imgbb.com/)
Nach dem 5:2 gegen Wormeldingen am 23. Spieltag steht fest, dass der DCE 1921 Echternach exakt 110 Jahre nach dem Abstieg aus der Nationaldivisoun in die zweite Erstligasaison seiner Vereinsgeschichte gehen wird.
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Avenir Beggen war mal eine große Nummer in Luxemburg... jetzt wohl nicht mehr :(
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Und wieder aufgestiegen. Das läuft doch. Wie sind denn die Trainingseinrichtungen von Schifflingen im Vergleich?
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@Lumpi: Ja, an die Zeiten kann ich mich auch noch (vage) erinnern. Das knuffigste Wappen haben sie jedenfalls immer noch. :angel:
@Akumaru: Ja, et läuft. Aber nicht mehr lange. ;D Und die Trainingseinrichtungen von Schifflingen sind einfach Stufe 2/7 (bzw 4/20), eine einzige Stufe über Echternachs "Trainingseinrichtungen?!"-Level.
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15.05.2026, Echternach, Luxemburg
Boah, was hab ich die Schnauze voll von diesen Pfennigfuchsern!
Da spielen wir die beste Saison in der Geschichte des Daring Club, sorgen für Einnahmen und einen Kontostand in nie dagewesener Höhe - und diese BWL-Schnösel im Vorstand weigern sich weiterhin, auch nur einen Cent in die Mannschaft zu investieren.
"Wir müssen sparen!", so der penetrant wiederholte Ausspruch Peiffers, den ich auch in der abgelaufenen Saison ertragen durfte.
Die Mannschaft wurde vor der Saison also notgedrungen mal wieder ablösefrei verstärkt, der Gehaltsetat liegt weiterhin um die Hälfte niedriger als beim Dreizehnten in der BGL-Ligue-Gehaltstabelle, das Training findet weiterhin auf einem abgeernteten Kartoffelacker statt und die Jugend ist ein Haufen beinverknoteter Versager ohne Entwicklungspotential.
Und wie schlagen sich diese Voraussetzungen in Ergebnissen nieder?
Nun, das kann man vielleicht am besten so zusammenfassen:
Bis zum 26, also letzten, Spieltag gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft in der BGL.
Die beiden Kontrahenten sind Differdingen, denen die Buchmacher vor der Saison einen Platz unter den Top3 vorausgesagt haben ... und der DC 21 Echternach, für den die Wettanbieter eine Quote von 1:1001 (!) für den Klassenerhalt festgelegt haben.
Die Aufsteiger aus Ostluxemburg kümmern sich einen feuchten Kehricht um irgendwelche Prognose und pflügen einfach mit einer ans Unverschämte grenzenden Lässigkeit durch die Liga und auch durch die beiden Pokale.
Dass sowohl im Coupe de Luxembourg als auch im Coupe FLF jeweils im Halbfinale Schluß ist, hat denn auch weniger mit genereller Unterlegenheit als vielmehr mit Tagesform und Spielglück zu tun.
1:2 gegen Differdingen (auswärts, nach Verlängernung) und 0:1 gegen Jeunesse Esch (ebenfalls auswärts, ebenfalls nach Verlängerung) zeugen von knappen, hart umkämpften Spielen.
Und die Liga?
Die hält ein Endspiel bereit, wie es spannender kaum vorstellbar ist:
Differdingen (60 Punkte) empfängt zum Saisonfinale Echternach (59). Und damit heißt es für beide Mannschaften: Spiel gewinnen, Meister sein. Differdingen genügt auch ein Unentschieden, sicher, aber beide Mannschaften streiten sich nicht nur um den Meistertitel in dieser Saison 2025/2026, sondern auch um den Titel der besten Offensivreihe. Sowohl Differdingen als auch Echternach haben über 70 Tore erzielt, ein vorsichtiges Taktikgeplänkel scheint unvorstellbar.
So spannend das Spiel auch im Vorfeld scheint, so schnell ist es dann leider (vor-)entschieden. Nach drei und nach sieben Minuten netzt Differdingen Goalgetter Damir Schmit (nun 28 Tore) humorlos ein, von diesem Doppelschlag erholt sich Echternach nicht wieder. Am Ende heißt es 3:0 für die Platzherren, die damit zum Meister der BGL gekürt werden, vier Punkte vor Aufsteiger DC 21 Echternach.
Die Enttäuschung bei den Gästen ist natürlich riesengroß - aber auch der Stolz darauf, nicht nur das interne Ziel "sicherer Klassenerhalt" realisiert, sondern Echternach auch mit einem lauten Knall endgültig auf der Fussballlandkarte Luxemburgs platziert zu haben.
(https://i.ibb.co/BqG5jx4/Tabelle-2026.png) (https://imgbb.com/)
Der DCE 21 spielt also nächste Saison mal wieder international, weitere Einnahmen von 80.000 Euro (mehr als ein Jahresetat!) sind sicher... aber eine erneute Anfrage nach einer wenigstens kleinen Verbesserung der Infrastruktur schmettert Peiffer in altbekannter Weise ab.
Ist zum Glück das letzte Mal, dass ich mich mit ihm herumschlagen muß, denn...
... kurz nach Ende der Saison kommt zum wiederholten Male der Vorstand der AS Jeunesse Esch auf mich zu und fragt, ob ich denn nicht endlich mal Trainer der Schwarz-Weißen werden wolle. Und nachdem Peiffer mir deutlichst zu verstehen gegeben hat, dass ich in Echternach auch nach großen, unerwarteten Erfolgen weiterhin nur den Mangel verwalten darf, sage ich Esch zu und wechsle mit sofortiger Wirkung in den äußersten Südwesten Luxemburgs, zu einem der ältesten Luxemburger Vereine und Rekordmeister.
(https://i.ibb.co/9bc9rjT/JEsch-Start.png) (https://ibb.co/k45gSF8)
So weh mir der Abschied von Mannschaft und Betreuerstab und auch von den Fans wird - für das Verwaltungsgebäude und dessen aktuelle Bewohner habe ich nur einen innerlichen Stinkefinger.
Bemerkung am Rande:
Ich hab leider erst nach Beginn derneuen Saison gemerkt, dass ich völlig vergessen hatte, irgendwelche weitergehenden Screenshots zu machen. Udn da ich keine 20 Saves habe, kann ich auch nix altes lades. Bitte um Entschuldigung, wird im nächsten Teil besser! ::)
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Kapitel 2 - when glory beckons
15.06.2027, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Viel Zeit zur Verabschiedung bleibt mir nicht, denn schon am 17.06.2026 trete ich meinen neuen Posten an.
Vom äußersten Osten Luxemburgs ziehe ich dazu in den äußersten Westen, nach Esch-sur-Alzette. Aus einer Kleinststadt (Echternach hat nicht einmal 6000 Einwohner) in die mit 34.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Luxemburgs, die noch dazu zwei deer größten und bedeutendsten Vereine hervorgebracht hat, die der Fußball in diesem Land kennt: AS Jeunesse Esch und den nach allgemeinem Dafürhalten ältesten Luxemburger Verein CS FOLA Esch.
Trainer bei Jeunesse Esch also. Pure luxemburgische Fussballtradition, soviel steht mal fest.
29 Mal war Jeunesse Esch luxemburgischer Meister (was Rekord ist), wobei 26 von diesen Miesterschaften ins 20. Jahrundert fallen. Seit der Jahrtausendwende läuft die ehrwürdige Jeunesse aus Esch der Musik allzuoft hinterher.
Ganze drei Mal (2004, 2010 und 2021) konnte die Meistertrophäe seitdem noch in Empfang genommen werden, in manchen Jahren gelang statt einer erhofften Meisterschaft nicht einmal der Sprung in den Europacup. Das hinterließ immer deutlichere finanzielle Lücken und inzwischen ist der Verein bestenfalls noch viert- eher sogar fünftstärkste Kraft, da Differdingen, FOLA Esch, Racing FC Luxemburg und neuerdings auch Progres Niederkorn den Eschern mehr und mehr den Rang abgelaufen haben.
Die Zielsetzung ist daher klar -erst einmal Sicherstellung einer kontinuierlichen Teilnahme an der Qualifikation zur Europa Conference League. Darauf aufbauend soll in den nächsten 2 Jahren die Zusammenstellung eines Teams erfolgen, das um Meisterschaft, Pokalsieg und vor allem die Qualifikation zur Champions League mitspielen kann.
(https://i.ibb.co/ZfXzgSX/JEsch-Ziele.png) (https://ibb.co/nwmM1Bm)
Jeunesse Eschs Infrastruktur hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen - verglichen mit Echternach fühl ich mich trotzdem wie im Paradies, als ich die Einrichtungen bei einem ersten Rundgang besichtige:
(https://i.ibb.co/qWbvbFG/JEsch-Infrastruktur.png) (https://imgbb.com/)
Was allerdings auffällt - die Nachwuchsarbeit, einst das absolute Prunktstück des Clubs, hat deutlich gelitten und ist auf einem historisch schlechten Niveau.
Hier soll schnellstmöglich angesetzt werden - der Verein hat aktuell knapp 800.000 Euro auf der hohen Kante. Präsident Raths hat mir beim Antrittsgespräch zu verstehen gegeben, dass ich etwa 200.000 davon - sowie die Hälfte von allen diesjährigen Europapokaleinnahmen - zur Verbesserung der Infrastruktur verwenden darf.
Paradies, ich sags ja.
Die Umwandlung in einen vollprofessionell agierenden Verein lehnt Raths jedoch ("vorerst", wie er mehrfach betont) ab, zuviele finanzielle Risiken sind damit verbunden.
Ich stelle mich am zweiten Tag der Mannschaft vor - ein deprimierend kleiner Haufen. Nachdem die Qualifikation für die Europa Conference League nur durch Schützenhilfe vom Racing FC gelang (Esch wurde Vierter, das reicht nur deswegen, weil Racing Dritter UND Pokalsieger wurde), haben etliche der auf Prämienbasis agierenden Halbprofis den Verein verlassen.
Ich schaue mir die verbleibenden Spieler während der ersten Trainingseinheiten genau an und entscheide dann, dass wir in allen Mannschaftsteilen Verstärkung benötigen - die Torhüterposition ausgenommen. Dort tummeln sich gleich 5 (!) Spieler, von denen mit Sequeira jedoch nur einer gehobenes Erstligaformat hat.
Es folgen also arbeitsreich Wochen für die Scouts und mich selbst, am Ende gehen wir mit folgendem Kader in meine erste Saison als Trainer von Jeunesse Esch:
(https://i.ibb.co/mRmBf4q/JEsch-Kader-erstes-Halbjahr.png) (https://ibb.co/x2ysx6j)
Sechs Neuzugänge, von denen Peqas, Useldinger und Schmit die am stärksten eingestuften sind, sollen helfen, Jeunesse Esch wieder an die Spitze der Luxemburger Fussballnahrungskette zu befördern.
Insbesondere der Transfer von Schmit (und in geringerem Ausmaß auch der von Gomes) lösen dabei ein massives Rauschen im journaistischen Blätterwald aus - die beiden waren Stützpfeiler meiner Echternacher Erstligamannschaft und es wird allenthalben als schlechter Stil angesehen, dass ich sie "mitnehme". Ist mir aber egal, ganz besonders Schmit ist für meine in den letzten beiden Jahren gereifte 4 3 3 - Taktik perfekt geeignet.
(https://i.ibb.co/whrRm8T/JEsch-433-Taktik-OM.png) (https://ibb.co/r2fmrqg)
Die Zeit wird zeigen, ob sein Transfer den Aufruhr wert war, den er verursacht hat.
Viel Zeit zum Einspielen bleibt der erneuerten Jeunesse nicht - der kasachische Vertreter FK Schetissu Taldyqorghan bittet zum Qualifizierungstanz!
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Viel Erfolg beim neuen Verein!
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15.06.2027 (Fortsetzung), Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Die Europareise der Jeunesse aus Esch wird zur erfolgreichsten der Vereins - und das, obwohl der Club bereits in der ersten Qualirunde zur Europa Conference League krasser Außenseiter ist.
Aber davon lassen wir uns einfach mal überhaupt nicht beirren und ziehen einfach unser direktes Angriffspiel auf, das variabel durch die Mitte, über die Außen oder auch gern mal per Langholz funktioniert.
Die Kasachen von Taldyqorghan sind sichtbar überfordert damit, dass der Underdog das Mauern verweigert und auf Sieg spielt. Wir zeigen uns allerdings - und das soll sich durch fast die gesamte Saison ziehen - sehr ineffizient vor dem Tor und gewinnen trotz über 20 abgefeuerter Schüsse aufs Tor "nur" mit 3:0.
Im Rückspiel reicht uns dann eine konzentrierte Defensivleistung und ein Sonntagsschuß von Sulejmani zum ungefährdeten Einzug in die zweite Qualirunde.
Dort treffen wir auf den aserbaidshanischen Klub Sumqayit. Die sind genauso überraschend in die zweite Runde eingezogen wie wir, haben im ersten Duell aber mal überhaupt gar nichts zu melden.
Mit einem sensationellen 8:0 schießen wir sie aus dem Stade "Josy Barthel" in Luxemburg (unser eigenes Stade le la Frontiere/"Op der Grenz" ist mit 5400 Plätzen zu klein für die UEFA-Regularien).
Acht zu Null! Höchster Europapokalsieg, den Esch in 120 Jahren Vereinsgeschichte je zustandegebracht hat! Es gibt glaube ich keinen einzigen Zuschauer, der die Anzeigetafel mit dem Endergebnis nicht auf Handy festhält. Absoluter Sahnetag für uns.
Das Rückspiel ist nur noch Formsache - oder?
Ja Pustekuchen! Wer mit der Einstellung "Formsache" an ein Spiel geht, bekommt auch schnell mal das Fell über die faul herabhängenden Ohren gezogen. Wie schnell, lernen wir in diesem Spiel. Nach 19 Minuten liegen wir 4:0 (!!!) hinten und nur unserem daraufhin eingewechselten 17jährigen Innenverteidiger Pires (den ich nach dem 4:0 für den komplett pomadigen Goncalves bringe) ist es zu verdanken, dass es im Fortgang defensiv stabiler wird und wir nicht noch weitere Tore kassieren. Als wir in der 60. Minute schließlich das 1:4 erzielen können, ist den Hausherren der Zahn gezogen und wir ziehen schlußendlich mit einem deutlichen 9:4-Gesamtergebnis in die nächste Runde ein. Glück gehabt!
Dort wartet jetzt ein echtes Schwergewicht - also verglichen mit uns.
Beitar Jerusalem plant wohl schon für die nächste Runde nachdem wir ihnen zugelost wurden, anders kann ich mir die Schlafmützigkeit nicht erklären, mit der sie im eigenen Stadion agieren. Konsequenz: Sulejmani und Heinz sorgen für einen sensationellen 2:0-Auswärtssieg, der uns beste Chancen aufs Erreichen der 4. (und letzten) Qualirunde eröffnet.
Im Rückspiel lassen wir uns diesen Erfolg denn auch nicht mehr nehmen, das 2:2 reicht locker fürs Weiterkommen.
Prämien, TV- und Zuschauereinnahmen zusammengerechnet, haben wir jetzt schon über 350.00 Euro eingenommen und den Etat für die Folgesaison bereits gesichert - und wir sind ja noch im Wettbewerb! Etwa 125.000 Euro werden definitiv noch dazukommen. Und sollten wir die letzte Qualirunde überstehen und in die Gruppenphase einziehen, werden dort sogar gesicherte knapp 3 Millionen Euro (!) dazukommen.
Die Vorstellung der Optionen, die wir mit diesen Geldern erhaltn würden, läßt einen schon ein wenig taumeln.
Aber träumen hilft nicht weiter, wenn wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs erreichen wollen, müssen wir den letzten Qualigegner aus dem Weg räumen.
Und das wird kein Zuckerschlecken, denn uns erwartet der OFK Titograd. Die Montenegriner sind Conference-League-Dauergäste, konnten in den letzten Jahren auch mehrfach die Gruppenphase erreichen. Im Gegensatz zu Jeunesse Esch arbeiten sie vollprofessionell... das wird ein hartes Stück Arbeit.
Die Presse sieht uns zwar chancenlos, wir intern trauen uns jedoch eine Überraschung zu, vorausgesetzt, wir können den unbestrittenen Star Titograds, den Brasilianer Santos da Silva, in der Mittelfeldzentrale ausschalten.
Ich beordere den jungen Pires in die Manndeckung gegen Santos und siehe da - es funktioniert! Der Starspieler sieht in 180 Minuten kein Stück Land, handelt sich im Rückspiel gar eine gelb-rote Karte wegen wiederholten (Frust-)Foulspiels ein und wir schlagen Titograd - ohne Gegentor!
Jetzt kennt die Mannschaft und die Luxemburger Presse kein Halten mehr. Seit Düdelingens sensationeller Champions-League-Gruppenphase vor 20 Jahren war kein Luxemburger Verein mehr in einer Europapokal-Gruppe.
Der Name "Jeunesse Esch" wird nach dieser Saison einigen Fußballinteressierten mehr ein Begriff sein.
Vor allem in Schottland, Rußland und Ungarn - denn unsere Gruppengegner heißen Hibernians Edinburgh, FC Krasnodar und Ferencvaros Budapest.
Mit dem Einzug in diese Gruppe B sind die Vereinsfnanzen auf Jahre hinaus saniert und Eschs Vorstand beweist im Gegensatz zu meinem vorherigen Arbeitgeber Weitblick und stimmt meinen sämtlichen Vorschlägen für die Infrastrukturerweiterung zu.
Wir starten Ausschreibungen für bessere Trainings- und Jugendeinrichtungen, erweitern in den nächsten Monaten sukzessive unsere Nachwuchsrekrutierung und stellen den U-Mannschaften unterhalb der U19 ein deutlich höheres Budget zur Verfügung, damit unter anderem bessere Trainer für die Jeunesse-Knirpse verfügbar werden.
Die Gruppenphase selbst ist eine Mischung aus Sensation und Enttäuschung. Dass wir am letzten Tag noch die Chance zum Weiterkommen haben, ist die Sensation, dass wir aufgrund des Krasnodar-Sieges gegen Edinburgh trotz eigenen Sieges gegen Budapest am Ende mit 8 Punkten (!) und dennoch mit leeren Händen dastehen, ist die Enttäuschung.
Die hält aber nicht lange an - zu großartig waren die Leistungen des Teams und zu überwältigend der finanzielle Segen - am Ende der Saison erhalten wir sogar noch einmal 3 Millionen weiterer Prämien aus dem Conference-League-Topf (hauptsächlich TV-Gelder) und können den Verein damit als ersten Luxemburger Club auf komplett professionelle Beine stellen.
(https://i.ibb.co/ccsXSHQ/Conference-League.png) (https://ibb.co/zhtHTYZ)
International läuft meine erste Saison als Cheftrainer von Jeunesse Esch also nicht nur gut, sondern sensationell.
Wie sieht es national aus? Die Platzierung in der BGL ist immerhin der wichtigste Gradmesser für meine Arbeit hier und bei Vertragsabschluß wurde mir sehr deutlich gemacht, dass die Erwartung "zurück in den Titelkampf" lautet.
Mindestens.
Dementsprechend konzentriert gehen wir in der Liga auch zu Werke.
Ein kleiner Hänger im Frühherbst - der auch das Rückspiel gegen Sumqayit mit einschließt - mehr erlauben wir uns nicht und steuern schnurgerade auf den Titel zu. Im Dezember ist dann nur noch ein ernsthafter Konkurrent verblieben - F91 Düdelingen. Und die bleiben auch bis zum Saisonende auf unseren Fersen.
Wir kommen einfach nicht dazu, uns ein Polster von mehr als 3 Punkten aufzubauen - wobei unsere Tordifferenz deutlich besser wird, je länger die Saison dauert.
In den beiden Pokalwettbewerben haben wir mehr Glück als Verstand - entweder teilt uns die Losfee Heimrecht gegen fünftklassige Gegner zu (automatisches Heimrecht für Amateure gibt es in Luxemburg auch mangels Profivereinen nicht) oder wir duseln uns wie im FLF-Viertelfinale gegen Racing mit Ausgleichstoren in der 92. und 121. Minute ins Elfmeterschießen und haben dort die besseren Nerven.
Am Ende - vor den letzten vier Pflichtspielen der Saison ergibt sich folgende Ausgangssituation:
Im Coupe de Luxemburg und im Coupe FLF lautet das Finale jeweils Düdelingen gegen Esch. In der Nationaldivision führt Esch zwei Spieltage vor Schluß mit 3 Punkte vor Düdelingen - und diese kommen am letzten Spieltag zum Showdown ins Stadion "Op der Grenz". Drei echte Endspiele gegen den gleichen Verein also?
Nicht ganz. "Leider" gewinnen wir am vorletzten BGL-Spieltag souverän 6:0 beim Absteiger Monnerich und gehen daher mit einem um 30 Tore besseren Torverhältnis ins Saisonfinale. Wenn wir nicht gerade mit 16:0 aus der eigenen Arena geschossen werden, ist uns der wichtigste Titel (und die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation) nicht mehr zu nehmen.
Die Vorzeichen sorgen für ein ohne jegliche taktischen Zwänge geführtes Spiel, in dem Esch mit 5:3 das bessere Ende für sich hat.
Und die Pokalfinals?
Da spielen Taktik und Konzentration eine deutlich größere Rolle.
Im Coupe de Luxembourg (Finale in Düdelingen) halten wir die Hausherren 70 Minuten vom eigenen Kasten fern, schließen dann einen blitzsauberen Konter erfolgreich ab (Torschütze: der eingewechselte Patrick Schmit), halten Düdelingen nochmal 20 Minuten aus unserem Strafraum raus und gewinnen folgerichtig mit 1:0.
Das Finale im Coupe FLF (in Esch) geht nach Toren für Düdelingen (45.) und Esch (89.) gar ins Elfmeterschießen, welches wir für uns entscheiden können.
(https://i.ibb.co/FByv63r/Duedelingen-final-days.png) (https://ibb.co/30jX1d3)
Und damit lautet das Saisonfazit:
Nationales Triple! In meiner ersten Saison!
Und mit neuem Rekordsieg! 10:1 gegen Rodingen, so hoch hat noch nie eine luxemburgische Mannschaft in einem Pflichtspiel gewonnen.
(https://i.ibb.co/xgvLDwZ/Liga.png) (https://ibb.co/09N2c15)
Die Spieler gehen in ihren wohlverdienten Urlaub, wir beginnen währenddessen gleich mit den Planungen für die nächste Saison.
Ich mache zusätzlich noch ein wenig Presseschau und sehe zufällig Folgendes (Abschlußtabelle der SkyBet Two in England):
(https://i.ibb.co/S3HcZHK/Wednesday-downfall.png) (https://ibb.co/9rBhdBq)
Das ist tatsächlich die einzige schlechte (Fussball-)Nachricht in einer Saison, die ich ansonsten absolut großartig fand.
Wednesday ist für mich einer der sympathischsten englischen Vereine, ist es schon immer gewesen.
Die Nachricht, dass die Owls ausgerechnet zum 140. Vereinsjubiläum zum ersten Mal aus der Football League rutschen, bestürzt mich nicht wenig.
Lange kann ich mich damit allerdings nicht aufhalten - wir haben so viel zu tun, dass ich mir sentimentale Anwandlungen gegenüber englischen Traditionsvereinen aktuell nicht erlauben kann...
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Glückwunsch zu dieser überragenden Saison!
Echternach ist aber gewaltig abgestürzt - konnten sie sich im Playoff durchsetzen?
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15.06.2028, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Wir sitzen mit gemischten Gefühlen in der Kabine und halten die letzte Mannschaftsbesprechung der Saison ab. Gerade haben wir Differdingen im Finale des Coupe FLF mit 5:1 gedemütigt, aber irgendwie fühlt es sich dennoch wie eine gebrauchte Saison an - einfach weil wir den wichtigeren Pokal durch zwei kollektive Aussetzer verschenkt haben.
Dabei hatte auch diese Saison Höhepunkte satt zu bieten.
Den Erfolg in der ersten CL-Qualifikationsrunde gegen Partizan Belgrad beispielsweise - oder das 2:0 gegen Sarajewo in der Gruppe C der Conference League.
In zu vielen wichtigen oder entscheidenden Spielen stolpern wir aber irgendwelchen Mist zusammen und bringen uns selbst um die Früchte harter Arbeit.
Gegen Viktoria Plzen verlieren wir zuhause völlig unnötig 0:3, weil wir einfach das Tor nicht treffen, wir verschießen sogar einen Strafstoß. Das 4:3 in Tschechien rettet uns dann nicht mehr vor dem Aus.
Gegen Agdam in der Conference League schießen wir sage und schreibe 37 mal aufs Tor, holen aber dennoch nur ein - sogar glückliches! - 0:0.
Gegen Hapoel Beer Sheva - ebenfalls in der Gruppenphase - sind wir beide Male gleichwertig, verlieren jedoch trotzdem 0:1 und 1:2. Diese beiden Spiele kosten uns das Weiterkommen.
Die bittersten Aussetzer haben wir jedoch im Pokal. Wir kämpfen uns wieder in beide Finals vor, sind in der Liga auf Titelkurs und damit auf dem besten Wege, das letztjährige Triple zu wiederholen.
Und dann schlafen wir im Finale des Coupe de Luxembourg gegen Racing kurz vor Ende der regulären Spielzeit und kassieren den völlig unnötigen Ausgleich, nachdem wir das ganze Spiel über komplett dominant waren und Racing ganze zwei Halbchancen hatte. Weil das noch nicht frustrierend genug ist, verpennen wir auch gleich noch die Anfangphase der Verlängerung und fangen uns das 1:2 und gleich drauf auch noch eine Rote aus Frust. Den Rest der Verlängerung versuchen wir zu zehnt gegen elf Racing-Spieler irgendwie in deren Strafraum zu kommen und scheitern jämmerlich.
Einen unverdienteren Pokalsieger als Racing FC Luxembourg gab es wohl lange nicht.
Am Ende holen wir in einer Spielzeit, die die in der vorherigen Saison geweckten riesigen Erwartungen nur zum Teil erfüllen kann, erneut die Meisterschaft (mit der exakt gleichen Punktzahl wie im Vorjahr) und immerhin den "kleinen" Pokal.
(https://i.ibb.co/QkgSgBD/Ergebnisse-2728.png) (https://ibb.co/NrvDvhT)
(https://i.ibb.co/B47ggPp/Tabelle-2728.png) (https://imgbb.com/)
Finanziell ist das Jahr wieder sehr erfolgreich, trotz massiver Bautätigkeiten und exorbitant gestiegener Spieler- und Staffkosten haben wir inzwischen fast 8 Millionen auf dem Konto.
Hoffentlich bekommen wir im nächsten Jahr die Verletztenmisere in den Griff - es gab kein einziges Spiel, bei dem weniger als 3 Spieler aus der erweiterten Stammelf gefehlt hätten, am schlimmsten traf es Lukmana, Albanese und Santos Lopez, die allesamt mehr als ein halbes Jahr ausfielen.
Dennoch sieht der Kader für die neue Saison soweit gut aus - eventuell benötigen wir einen neuen Stürmer, da Patrick Schmit in diesem Jahr komplett neben sich stand und das Niveau für Jeunesse Esch vermissen ließ.
Durch den feststehenden Abgang von Loris Oliveira, dessen Gehaltsvorstellungen von 120.000 Euro plus Prämien selbst unseren inzwischen deutlich großzügigeren finanziellen Spielraum sprengten, wird vielleicht auch in der Abwehrzentrale nochmal ein Zugang nötig - falls Soares den Entwicklungsschritt auch im dritten Jahr vermissen läßt, wird das "vielleicht" am Ende der kommenden Saison zu einem "definitiv".
(https://i.ibb.co/RDHxZWk/Kader-Saisonende.png) (https://ibb.co/YLjzYGF)
Inzwischen klopft tatsächlich auch der eine oder andere kleine Verein aus dem Ausland bei mir an - die Albion Rovers aus Schottland beispielsweise.
Bishr war jedoch nichts dabei, wo ich schwach geworden und zu einem Gespräch gefahren wäre.
Ich habe auch nicht das Gefühl, Jeunesse Esch schon ans Limit der Leistungsfähigkeit geführt zu haben. Und da ich mich hier im luxemburgischen Südwesten wohl fühle, hab ich aktuell auch keinen zwingenden Grund für einen erneuten Vereinswechsel...
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@Akumaru: Danke danke! Ja, die erste Saison war wirklich grandios. Die zweite eigentlich auch, nur Herr Schmit mit seinem überbordenden Ehrgeiz ist trotzdem ein wenig enttäuscht. :D
Echternach hat jetzt die zweite Saison in Folge in den Playoffs spielen müssen und hat es diesmal nicht wieder geschafft, sich zu retten. :-\
Sie sind in der Tat deutlich abgestürzt, aber auch sie hatten mit vielen Verletzten zu kämpfen - und man darf nicht vergessen, dass ich ihnen direkt nach meinem Wechsel mit Patrick Schmit und Joe Gomes zwei Säulen in Abwehr und Angriff weggekauft habe.
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15.06.2029, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Die Fans der anderen Erstligisten stöhnen und grummeln inzwischen ein wenig, uns isses aber herzlich egal - wir feiern ausgelassen die erfolgreichste Saison, seit ich hier bei Jeunesse Esch Trainer geworden bin.
National holen wir zum zweiten Male das Triple, inklusive ungeschlagener Ligasaison. Saisonübergreifend sind wir seit fast 40 Spielen unbesiegt!
(https://i.ibb.co/HhNrYnV/Tabelle2829.png) (https://imgbb.com/)
International sind wir vergleichsweise sogar noch erfolgreicher.
Zunächst gelingt uns im Rückspiel der ersten Runde der Champions-League-Qualifikation ein neuer Europacup-Rekordsieg eines luxemburgischen Teams - der FC Glenavon wird mit einem schier unfassbaren 11:0 zurück auf die Insel geschickt.
In die Champions League Gruppenphase bringt uns das allerdings nicht - das verhindert Viktoria Plzen mit zwei äußerst effektiven Vorstellungen.
Und oblwohl wir in der Europa-League-Qualifikation dann Partizan Belgrad ausschalten können, reicht es auch da nicht für die Gruppenphase - in den Playoffs stellen sich uns die Glasgow Rangers in den Weg. Und deren Auswärtstor in Luxemburg entscheidet das Duell schlußendlich zu ihren Gunsten.
Wir qualifizieren uns dadurch allerdings erneut für die Gruppenphase der Conference League.
Und im dritten Anlauf, nach zweimaligem äußerst unglücklichen Ausscheiden, überstehen wir die Gruppenphase und ziehen in die erste Ausscheidungsrunde ein, ein Kunsttück, das noch nie einer luxemburgischen Mannschaft gelang.
(https://i.ibb.co/XYSBVFZ/Conference-League.png) (https://imgbb.com/)
Da ist dann zwar Endstation - und zwar äußerst knapp, wie die internationalen Kommentatoren erstaunt festellen - aber rein finanziell ist diese Saison nicht zuletzt durch diesen Einzug in die nächste Runde die erfolgreichste, die Esch jemals gespielt hat.
Wir gehen mit 14 Millionen Euro Kontostand aus der Saison - eine unglaubliche Summe, die noch unglaublicher wird, wenn man weiß, dass wir erneut über 4 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur investiert und damit sowohl die Nachwuchsförderung als auch das Herrentraining auf ein in Luxemburg nie dagewesenes Niveau gehoben haben.
(https://i.ibb.co/TghKxXy/Infrastruktur2029.png) (https://imgbb.com/)
(MaximaleStufe ist jeweils 20.)
Unser Kader ist im Laufe der Saison zusammengewachsen, die Zeiten der extrem hohen Fluktuation scheinen endlich der Vergangenheit anzugehören - vor allem weil unsere Spieler Wechselangebote anderer luxemburgischer Vereine inzwischen selbst dann mit einem müden Lächeln bedenken, wenn sie in Esch keine Stammspieler sind.
Natürlich wecken die Jungs aber auch Begehrlichkeiten anderer Vereine - und Rihtar und Blazevic, unsere beiden etatmäßigen und höllisch torgefährlichen Flügelflitzer, verlassen uns mitten in der Saison für ungeheure 500.000 Euro gen England.
Da zahlt es sich dann aus, dass wir uns eine teure Jugendarbeit leisten. Weil unsere Nachwuchstrainer nämlich sofort Ersatz präsentieren können, der zwar noch nicht ganz auf dem Niveau der beiden agieren kann, aber doch auf dem besten Wege dorthin ist.
(https://i.ibb.co/fdJpGKm/Kader2029.png) (https://ibb.co/4RkTgDB)
(Screenshot vor Abgang der beiden - und vor allem vor der massiven Wertsteigerung,
die der ganze Kader zum Ende der Saison erfahren hat.
Die Spieler sind von einem Tag zum anderen allesamt auf das doppelte bis dreifache des vorherigen Marktwertes gestiegen,
wieso genau, erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.)
Die Ergebnisse der Saison sprechen für sich - und sorgen für zunehmend verlockendere Angebote anderer Vereine, die diesen erstaunlich erfolgreichen luxemburgischen Jungtrainer auf ihrem Coachsessel sehen wollen. Insbesondere beim FC St Gallen aus der Schweiz und bei Hibernians Edinburgh habe ich eine Weile hin und her überlegt, mich aber im Endeffekt gegen einen Wechsel zum jetzigen Zeitpunkt entschieden.
Ich habe noch ein Jahr Vertrag in Esch und noch (mindestens) ein großes Ziel:
"F91 Düdelingen soll nicht der einzige luxemburgische Verein bleiben, der je die Gruppenphase der UEFA Champions League erreicht hat."
Mit diesen Worten entlasse ich die Spieler in den Sommerurlaub.
(https://i.ibb.co/CtgqV6M/Ergebnisse2829.png) (https://ibb.co/j5md3zW)
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Massive Wertsteigerung - erhöhte internationale Reputation vielleicht?
Und natürlich wieder sehr, sehr gute Saison! Daumen für das Ziel Champions League sind gedrückt!
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Massive Wertsteigerung - erhöhte internationale Reputation vielleicht?
Und natürlich wieder sehr, sehr gute Saison! Daumen für das Ziel Champions League sind gedrückt!
Die Reputation könnte tatsächlich der Grund sein, stimmt!
Und danke, die Jeunesse wird mit ihrer Gegenpressing-Taktik inzwischen von mehr und mehr Journalisten als "national unschlagbar" bezeichnet. Mal sehen, inwieweit die Pressefritzen damit recht haben. ::)
Und international - für die erfolgreiche Quali brauchst Du als Kleinverein halt eine Menge Glück, damit Du nicht irgendwann während der Qualirunden gegen ein italienisches, spanisches, deutsches, englisches, portugiesisches, französisches ... Spitzenteam antreten mußt.
Genaugenommen braquchst Du sogar mehr Glück als Verstand, weil ein Verein wie Jeunesse Esch einfach nicht zu den 300 besten europäischen Vereinen gehört. (Nach der erfolgreichen Gruppenphase in der Conference League sind wir auf Platz 345 oder so vorgerückt. ;D)
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15.06.2030, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Das vierte Jahr, der vierzehnte (!) Titel.
Die AS Jeunesse Esch hat inzwischen ein Level nationaler Dominanz erreicht, das sich weiß Gott sehen lassen kann.
Das Gegrummel in den gegnerischen Fanlagern und inzwischen auch bei Teilen der Presse wird natürlich lauter, je erfolgreicher wir sind, aber wir setzen unseren eingeschlagenen Weg unbeirrt fort.
In die Infrastruktur wurden in dieser Saison ungeheuerliche 9,5 Millionen Euro investiert, was unseren Kontostand zwischenzeitlich auf unter 10 Millionen drückt. Durch die Europacup-Einnahmen können wir uns diese fieberhafte Erweiterungs- und Bautätigkeit aber locker leisten. Unsere Vereinsinfrastruktur ist inzwischen auf einem Level, um das uns sogar der eine oder andere Erstligist aus dem benachbarten Ausland beneiden dürfte:
(https://i.ibb.co/HB2XwdT/Einrichtungen-2930.png) (https://imgbb.com/)
Die heftig sprudelnden Einnahmen aus dem internationalen Geschäft ermöglichen uns auch, bei der Verstärkung für die Abwehrzentrale zu klotzen statt zu kleckern.
Wir verpflichten den portugiesischen U21-Nationalspieler für die Summe von 125.000 Euro, was den Transferrekord mal eben um 122.500 Euro überbietet...
Fernandes soll mit seinem Allroundtalent die zentrale Abwehrposition bekleiden und Dirigent und Chef vor dem (eigenen) Tor werden.
Damit er für die nächsten drei Jahre in Esch unterschreibt, müssen wir auch beim Thema Gehalt sehr tief in die Tasche greifen und ihm mehr als 80.000 Euro pro Jahr zahlen - fast 30.000 mehr als der bisherige Topverdiener Rihtar bekam.
(https://i.ibb.co/YQPnRSW/Fernandes.png) (https://ibb.co/vqVywWB)
Der Kader verändert sich ansonsten nicht und ist inzwischen eine verschworene Einheit von - seien wir ehrlich - hautpsächlich sehr durchschnittlichen Kickern, die weniger durch ihre Einzeltalente und viel mehr durch gutes Teamwork so erfolgreich sind.
Und natürlich durch einen genialen Trainer an der Seitenlinie, der einfach das beste aus ihnen herauskitzelt.
Behauptet zumindest die Presse, die mich vor der Saison in höchsten Tönen lobt und mich mehr als einmal nach England, Deutschland oder Spanien wegschreibt, wo angeblich großes Interesse an mir und meiner Arbeit bestünde.
(Ist zugebenermaßen nicht ganz falsch, kleinere Vereine der zweiten Ligen Europas fragen inzwischen durchaus regelmäßig an, holen sich aber auch regelmäßig eine Abfuhr. Ich habe eine klare Vorstellung davon, wohin ich wechseln möchte und wohin nicht. Und Vereine wie Elche, Chambly oder Duisburg fallen nunmal in die zweite Kategorie.)
Zurück zum Kader, der - zuzüglich einiger U21-Spieler - so aussieht:
(https://i.ibb.co/thMcDgR/Kader.png) (https://ibb.co/VNWDTR6)
(Ist wiederum ein Screenshot vom Ende der Saison.
Es fehlt Zerafimovski, der am Ende der Saison für 500k gen Elfsborg wechselt - und wie ihr seht, sind die Marktwerte wieder durch 5 dividiert worden.
Warum auch immer. Vielleicht weil die Europasaison nicht ganz so erfolgreich war, wer weiß?)
Die Saison beginnt - wie inzwischen gewohnt - mit einem einzigen Testspiel, danach ist sofort Champions-League-Quali angesagt. Wir messen uns zunächst mit dem walisischen Meister The New Saints, zerlegen die Inselbewohner zweimal und ziehen locker-flockig in Runde Zwei ein.
Nach einem weiteren Testspiel spielen wir also Qualirunde Nummer Zwei - und da erweist sich Salihorsk als (zu) harte Nuss. Die 0:2-Auswärtsniederlage können wir nur fast egalisieren, das Auswärtstor des weißrussischen Vertreters bricht uns das Genick und wir rutschen in die dritte Runde der Europa-League-Qualifikation ab.
Vor dem Vergleich mit dem FC Kobenhavn steht jedoch noch der Ligastart an. Und den setzen wir beinahe vollständig in den Sand, Pereira gelingt kurz vor Schluß wenigstens noch der Ausgleich, so dass wir immerhin weiter ungeschlagen bleiben. Platz 7 nach dem ersten Spieltag ist trotzdem ein ungewohntes Bild.
Wir fahren nach Dänemark, verkaufen uns teuer, verlieren trotzdem nicht unerwartet. Das 2:3 läßt uns für das Rückspiel aber immerhin noch eine gute Chance aufs Weiterkommen.
Vor dem Rückspiel folgt noch Spieltag 2 in der BGL Ligue - und nach dem Spiel brennt in der Kabine (und am nächsten Tag in den Schlagzeilen) der Baum. Ein schmeichelhaftes (!) 1:3 bei Käerjéng und Jeunesse Esch ist plötzlich 10.
ZEHNTER!
Das gabs seit ewigen Zeiten nicht. Dass nebenbei auch die Ungeschlagen-Serie endet, ist nur noch ein weiterer Wermutstropfen auf einem komplett gebrauchten Saisonstart.
Unter solch unglücklichen Vorzeichen gehen wir mit Wut im Bauch ins Quali-Rückspiel. Die Dänen sind dagegen ganz cool und kontern uns zweimal gnadenlos aus. Das 1:2 ist am Ende ein Achtungserfolg, mehr nicht.
Der Spielplan meint es in diesem Jahr auch nicht sonderlich gut mit uns, denn jetzt, ausgerechnet jetzt, kommen uns unsere Lieblingserzfeinde von FOLA Esch besuchen.
Ich stelle zum ersten Mal seit zwei Jahren die grundlegende Taktik um, weil ich einen neuen Impuls für dringend geboten halte. Wir laufen in der ersten Halbzeit nicht wie gewohnt im 4 2 3 1 mit Doppelmittelfeldzentrale auf, sondern im 4 5 1. Und wir pressen FOLA auch nicht in deren eigenem Strafraum, sondern lauern im eigenen Stadion auf Konter.
Die Taktik geht auf, wir gewinnen deutlich mit 3:0 und sind zurück in der Erfolgsspur - die Mannschaft meckert allerdings so nachdrücklich über die "scheiß Feiglingstaktik", daß wir schon im nächsten Spiel wieder unsere gewohnte Taktik aufziehen, die mir in Luxemburg bereits den halb bewundernden halb spöttischen Spitzname "Esch-Pep" eingebracht hat. (Das mir, wo ich Guardiola gar nicht leiden kann! Frechheit!)
Wir nehmen den Schwung aus dem Derby mit in die Conference-League-Playoffs, wo wir Flamurtari Flora genauso wenig eine Chance lassen wie Kobenhavn uns eine Runde vorher und mit einem Gesamtergebnis von 7:2 souverän in die Gruppenphase einziehen.
Auch in der Liga war das Derby eine Art Initialzündung: bis zum 15. Spieltag geben wir nur noch einmal Punkte ab, beim 2:2 gegen Düdelingen. Und ab dem 12. Spieltag stehen wir auch wieder dort, wo die AS Jeunesse Esch nunmal hingehört: auf Platz 1.
Am Ende wird es punktetechnisch die schwächste Ligasaison seit meinem Amtsantritt, aber Meister sind wir dennoch. Und zwar zum vierten Mal in Folge.
(https://i.ibb.co/TvLB7cK/Tabelle-2930.png) (https://imgbb.com/)
In der Conference League verkaufen wir uns einmal mehr sehr achtbar - scheiden diesmal zur Abwechslung allerdings mal durch eigene Idiotie aus. Wir kommen am letzten Spieltag zuhause trotz 38:2 Torschüssen (!!!) nicht über ein 0:0 gegen Plzen hinaus und beenden die Gruppenphase daher nicht als Erster, sondern als Letzter.
(https://i.ibb.co/sg20Yc4/Conference-League.png) (https://imgbb.com/)
In den nationalen Pokalen hingegen haben wir mehrfach dermaßen Schwein, dass es schon fast peinlich ist, wie wir uns in die nächsten Runden stolpern.
Höhepunkt ist dabei zweifellos das Halbfinale im Coupe FLF.
Niederkorn ist über 120 Minuten die bessere Mannschaft, kriegt es jedoch einfach nicht hin, mehr als ein Tor zu erzielen.
Das rächt sich in der 97. Minute (!), als wir nach einem Eckball tatsächlich noch den Ausgleich erstochern.
In der Verlängerung sind die Gastgeber wiederum die aktivere Mannschaft und haben in der 118. Minute Pech bei einem Pfostentreffer.
Und während sie sich noch ärgern, schickt Pereira den startenden Zerafimovski steil, der umkurvt den letzten Verteidiger und schiebt locker zum Siegtor ein.
In der 121. Minute.
(https://i.ibb.co/8XpK2gM/FLF-Halbfinale.png) (https://imgbb.com/)
(https://i.ibb.co/0c7Skgs/Ergebnisse-2930.png) (https://ibb.co/DtJyNxr)
Am Ende wird es mit Glück, Verstand und einigen guten Spielen also erneut das Triple, das dritte nunmehr!
Esch ist - wie eingangs erwähnt - der konkurrenzlose Platzhirsch in Luxemburg. Der Vorstand hat es daher auch eilig, erneut mit mir zu verlängern, mein Vertrag wird bis 2032 ausgeweitet.
Ich habe mir einen Ruf als Disziplinfanatiker erarbeitet, manche Pressefritzen schreiben gar davon, dass ich eine "unvergleichliche Disziplin ins Team gebracht" hätte.
(https://i.ibb.co/qWnZJtm/Henri-Schmit2030.png) (https://ibb.co/txhdL7Y)
(Disziplin 26 von 20, hab ich auch noch nicht gesehen. :D)
Die AS Jeunesse Esch hat sich endgültig auch über die Luxemburger Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht, die aktuelle UEFA-Vereinsrangliste spiegelt das am Ende der Saison eindrucksvoll wider:
(https://i.ibb.co/VWmfSfv/Vereinsrangliste.png) (https://ibb.co/gMVkTkD)
Und mir flattern Ende Juni zwei äußerst interessante Jobangebote ins Haus:
Ferencvaros Budapest und Sparta Rotterdam laden mich zu einem Vorstellungsgespräch ein.
-
Sparta Rotterdam wäre tatsächlich nett.
Aber Disziplin 26? :D
Nicht zu vergessen bist du bekannt dafür, junge Spieler für die erste Mannschaft zu verpflichten. Und sehr junge. Extrem junge auch.
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Das ist wirklich eine coole Station, macht wirklich Spaß zu lesen! :) Aber Düdelingen war meines Wissens nie in der CL-Gruppenphase. Verwechselt du das vielleicht mit der Europa League?
-
@Bayernfahne:
Himmel, wie peinlich! Du hast natürlich recht. Wie komm ich denn bloß auf CL?
(Zumal es auch in der EL ein veritables Wunder war...)
Abgesehen davon: danke für die netten Worte, freut mich, wenns gefällt. 8)
-
...
Hab dutzende extra-Files aktiviert (mache bei Gelegenheit mal einen Screenshot von), hauptsächlich Ligenerweiterungen, aber auch Sachen wie "realistische Transferpräferenzen" etc.
...
Für den Screenshot bzw. eine Auflistung wäre ich dankbar ^-^
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@Bayernfahne:
Himmel, wie peinlich! Du hast natürlich recht. Wie komm ich denn bloß auf CL?
(Zumal es auch in der EL ein veritables Wunder war...)
Abgesehen davon: danke für die netten Worte, freut mich, wenns gefällt. 8)
Die viel wichtigere Frage ist doch: ändert das etwas an deiner Zielsetzung? ;D
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Sparta Rotterdam wäre tatsächlich nett.
Aber Disziplin 26? :D
Nicht zu vergessen bist du bekannt dafür, junge Spieler für die erste Mannschaft zu verpflichten. Und sehr junge. Extrem junge auch.
@Akumaru:
Spoileralarm!
Sparta hat mich leider nicht genommen. Nachdem ich Excelsior in einem anderen Spielstand schonmal in die Europa League geführt habe, wär das wirklich nett gewesen. Aber wer weiß, vielleicht ergibt sich da ja nochmal die Chance.
Disziplin 26 ist ein süßer kleiner Bug, vermute ich - ich tippe auf Anzeigebug, hervorgerufen durch den custom skin.
@DeineletzteZeile: *lach* Ja, so kennt man Henri. Ist halt eine gute Strategie für einen chronisch klammen Kleinstaatenverein - junge Spieler sind schlicht gehaltstechnisch noch nicht so versaut. Und mit etwas Glück (und Infrastruktur) entwickeln sie sich auch noch ein bißchen und können mit Gewinn verkauft werden. (Hat in diesem Save leider noch nicht so richtig geklappt - mehrere Millionen kassieren, weil Dein für 10k zu Watford gewechseltes Talent zwei Jahre später zu ManUnited weiterzieht ist einfach super :D)
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Hab dutzende extra-Files aktiviert (mache bei Gelegenheit mal einen Screenshot von), hauptsächlich Ligenerweiterungen, aber auch Sachen wie "realistische Transferpräferenzen" etc.
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Für den Screenshot bzw. eine Auflistung wäre ich dankbar ^-^
Hey Ghorwin,
gerne doch:
(https://i.ibb.co/cD02BdZ/Extras.png) (https://imgbb.com/)
Was in der Liste fehlt, ist
- der komplette Ligen-Megapack von @Timo@ (gibts für 20.4.1 auf FMScout) - 228 Ligenerweiterungen
- die England-Erweiterung bis Level 16 runter (wobei die Aktivierung bis Level 16 einen Rechner schon ECHT fordert, das sind mehrere hundert Ligen :angel: Ich hab zur Zeit 52 Ligen aktiviert und merke schon ziemlich deutlich, dass es langsamer wird :o )
- das Luxemburg-File bis runter zur 3. Divisioun (auch von FMScout)
Die viel wichtigere Frage ist doch: ändert das etwas an deiner Zielsetzung? ;D
@Bayernfahne:
Ich garantiere die Antwort auf diese Frage im nächsten Update. Mußt Du dann wohl lesen, wenn die Neugier zu groß wird. ::) ;D
@all: ich freu mich wirklich über die Resonanz, danke euch allen fürs Lesen und Kommentieren! :)
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Herzlichen Dank - auch für die tolle Story ^-^
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30.05.2031, Esch-sur-Alzette, Luxemburg
Vor meiner fünften vollen Saison bei Jeunesse Esch habe ich als erstes eine schwierige persönliche Entscheidung zu treffen: bin ich bereit, mit anderen Vereinen zu sprechen und eventuell zu wechseln - oder bin ich es nicht?
Bei manchen Angeboten bin ich es weiterhin nicht, und mal ganz ehrlich: was soll ich denn bitte bei Jahn Regensburg, dem FC Ingolstadt oder gar bei FOLA Esch, die sich tatsächlich nicht entblöden, mir ein Angebot vorzulegen. Wird alles rundheraus abgelehnt, FOLA kriegt nichtmal ne Antwort, die Honks.
Aber dann flattern mir in kurzer Folge gleich vier interessante Angebote ins Haus: Ferencvaros Budapest, Sparta Rotterdam, US Empoli und der SV Werder Bremen (!) haben Interesse, mich in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen.
Ich hab ja Urlaub, kann ich mir ja mal anhören.
So ähnlich sind die Vereine wohl auch an die Sache rangegangen, jedenfalls zerschlagen sich die Pläne, so es denn welche gab, recht schnell.
Gerade bei Rotterdam und Bremen find ich das ärgerlich, weil beide im Gespräch sehr interessante Zukunftspläne hatten.
Aber nuja, ist ja nicht so, als ob ich in Esch keine vernünftige Arbeitsgrundlage mehr hätte.
Im Fan-Forum gibts übrigens einen neuen Thread, der mir doch glatt die Schamesröte ins Gesicht treibt. Irgendein Spaßvogel hat meine Abschlußansprache der letzten Saison ins Netz gestellt und verschiedene Fans anderer Vereine scheinen sich diese ebenfalls angeschaut zu haben.
Ein User namens "Bayernfahne" ist es schließlich, der mir meinen dicken Fauxpas deutlich macht:
"Düdelingen war meines Wissens nie in der CL-Gruppenphase. Verwechselt der Herr Schmit das vielleicht mit der Europa League?"
Andere - insbesondere einige FOLA-Trolle - nehmen das natürlich dankbar auf.
Der Gipfel der Frechheit ist ein schlecht gezeichnetes Meme, das mich darstellt, wie ich ratlos auf eine Karte schaue, darunter der Schriftzug: "Champions League, Europa League, Conference League - scheißegal, Hauptsache wir scheiden in der Gruppenphase aus!"
Nach mehrmaligen zornesroten Lesen wird mir allerdings klar, dass der "Zeichner" eigentlich genau das Gegenteil von dem ausgesagt hat, was er wohl beabsichtigte.
Denn um in der CL-Gruppenphase auszuscheiden, muß man sich ja erstmal dafür qualifizieren.
Als ich das endlich geschnallt habe, drucke ich den Post aus, packe meine Erkenntnis darunter, vergrößere das Ganze und hänge es an die Taktiktafel, als die Mannschaft sich zum Aufgalopp trifft. Das Gelächter ist groß - genauso wie die Augen der Spieler, als ich ihnen erkläre, dass zumindest die Europa League-Gruppenphase diesmal das interne Ziel ist.
(Das hat den noch interneren, also nur dem Vorstand und mir, bekannten Hintergrund, dass wir so langsam von Europacup-Geldern abhängig sind, um das Level in der Mannschaft und im Staff halten zu können.
Zur neuen Saison gönnen wir uns mit Karabulut und Vukovic zwei neue Stürmer, nachdem Pereira seinen Vertrag nicht verlängern wollte und Lopes sich im ersten Vorbereitungsspiel das Wadenbein bricht und geschätzt 9 Monate ausfallen wird.
Zusätzlich werden wieder ein paar Talente verpflichtet und wir tauschen nach der Enttäuschung der letzten Saison den Jugendabteilungsleiter aus - der neue verdient ebenso wie der Cotrainer lächerliche 128.000 Euro. Das holt man mit 250.000 € Fernsehgeldern für die BGL Ligue einfach nicht wieder rein.)
Dann beginnt die Saison - und nach dem gewohnt einzigen Testspiel und der ersten Qualifikationsrunde beschleicht mich das Gefühl, dass das wieder eine sehr erfolgreiche Saison werden könnte:
Die US Hostert schlagen wir 6:0, den maltesischen Vertreter Gzira United demütigen wir gar mit 8:0 und 7:0. Der wirklich blitzschnelle Karabulut ist im Sturmzentrum nochmal eine ganz andere Hausnummer als es der auch schon formidable Pereira vor ihm war.
In der zweiten Runde reicht uns ein einziges Tor im Heimspiel, um Tiraspol auszuschalten, gegen Ludogorez haben wir im Rückspiel mehr Glück als VErstand, dass wir nach dem 5:0 zuhause nicht doch noch ausscheiden ... und plötzlich stehen wir in den Playoffs zur Champions-League-Gruppenphase.
Gegen Viktoria Plzen.
Das bedeutet zwei Dinge:
Erstens - wir haben die interne Zielsetzung Europa-League-Gruppe bereits erfüllt. Und zweitens: zwischen uns und dem Paradies stehen nur noch die Tschechen aus Plzen. Die Mistkerle, die uns im letzten Jahr durch konsequentes Mauern den Einzug in die K.O-Runde verwehrt haben.
Wir schwören uns drauf ein, dass die uns aber mal sowas von nicht aufhalten werden.
Und die Jungs setzen das einfach mal souverän um. 0:0 in Plzen, 4:0 zuhause: Champions League!
Bei der Auslosung bekommen wir dann Schnappatmung.
FC Porto!
AS Rom!
REAL MADRID!!!
Die AS Jeunesse wird gegen f*cking Real Madrid spielen dürfen!
Unsere Fans flippen natürlich völlig aus.
Und unser Schatzmeister kurz darauf auch, als er einen Scheck in Höhe von über 15 Millionen € erhält...
Natürlich sind wir der außenseiterigste Außenseiter, der je diese Bühne betreten hat und so gehen die Spiele dann auch aus, aber wir genießen sie auf Teufel komm raus. Karabulut (2), Benayada (1) und Esser (1) werden zu Volkshelden, weil sie es gar schaffen, Tore gegen diese Giganten zu schießen. Dass wir mit Ausnahme des Heimspiels gegen Madrid in jedem Spiel deklassiert werden und als Gruppenletzter ausscheiden, interessiert keinen.
(https://i.ibb.co/jzXqqMh/Champions-League-3031.png) (https://imgbb.com/)
Die AS Jeunesse Esch ist jetzt endgültig der größte Verein, den es in Luxemburg je gab.
Und der reichste - trotz erneuter Investitionen von 10 Millionen € werden wir die Saison mit einem Kontostand von 25 Millionen € beenden. Heller Wahnsinn.
Da geht die genauso unglaubliche nationale Saison fast ein bißchen unter. Unverdientermaßen.
In der BGL Ligue holen wir ungeheuerliche 76 von 78 Punkten und werden zum fünften Male hintereinander Meister, die beiden Pokale holen wir uns genauso souverän.
Triple! Schon wieder!
(https://i.ibb.co/JFvXXLL/Tabelle-3031.png) (https://imgbb.com/)
Und wenn man sich die Ergebnisse auf dem Weg dahin anschaut, wird schnell klar, dass der Verein inzwischen ein, zwei Nummern größer ist als der Rest der Liga. 6 Tore, 7, gar 8 ... alles dabei und beileibe keine Ausnahmen. Wir schießen unfaßbare 106 Tore in 26 Spielen und damit mehr als 4 pro Spiel, während wir gleichzeitig nur 9 kassieren... absolute Dominanz.
Karabulut hat am Ende dieser Saison 54 (!) Pflichtspieltore auf seinem Konto.
(https://i.ibb.co/K5tY3J3/Ergebnisse-3031.png) (https://ibb.co/nwXT5F5)
Auch die finanzielle und infrastrukturelle Entwicklung ist seit meinem Einstieg einfach nur atemberaubend:
(https://i.ibb.co/3p85DdZ/Entwicklung-2631.png) (https://ibb.co/6Hpc3wC)
Es gibt aber auch schlechte Nachrichten. So haben verschiedene mehr oder weniger verdiente Spieler, die teilweise seit meinem Amtsantritt vor über 5 Jahren im Team sind, ihren Abschied aus Esch angekündigt oder wechseln gar im Winter schon.
Am schwersten wiegt dabei sicherlich der Wechsel von Kapitän Sulejmani, den es nach Ungarn zieht und Abwehrchef Fernandes, der von Basel verpflichtet wird.
Aber auch der rasche Abschied von Stammtorhüter Palun, der von Norrköping im März verpflichtet wird, trifft uns hart - wobei wir mit Sequeira und U21-Nationalkeeper Heuertz auf dieser Position wenigstens keinen allzugroßen Qualitätsabfall haben werden.
Im Endeffekt verlieren wir in und nach dieser Saison 10 Spieler, der Aderlaß und die daraus folgende Fluktuation ist damit größer als in den letzten beiden Saisons zusammengenommen.
(https://i.ibb.co/MCN7Cgc/Spieler-3031.png) (https://ibb.co/mcz4cR9)
Und dann kommen Anfang April auch noch Gerüchte auf, dass ich meinen bis Ende der nächsten Saison laufenden Vertrag nicht erfüllen, sondern wechseln würde.
Bis zum Ende der Saison vermeide ich eine klare Aussage zu diesem Thema, auf der Saisonabschlußfeier bekommen die Fans jedoch reinen Wein eingeschenkt:
Henri Schmit wird mit Ablauf der Saison die AS Jeunesse Esch verlassen. Nach 9 äußerst erfolgreichen Jahren und 429 Spielen als Trainerverlasse ich auch Luxemburg.
(https://i.ibb.co/qxh4Nfm/Chronik-2231.png) (https://ibb.co/x3wc10z)
Einen Wechsel innerhalb Luxemburgs schließe ich in den Interviews kategorisch aus. Ich möchte in der BGL Ligue oder in den Pokalen kein Team gegen die Jeunesse aufs Feld schicken.
Ins Ausland also.
Wohin?
Das wird die nahe Zukunft zeigen.
Eigentlich wollte ich das letzte Vertragsjahr auch noch durchhalten, aber es ist schlicht nicht mehr spannend. Seht ihr ja an den Ergebnissen. Ich schiebs auf die Takik. 4 2 3 1 Gegenpressing ist einfach ... irgendwie cheesy.
Klar hätte ich die Taktik zur neuen Saison ändern können, aber das macht in character ja überhaupt keinen Sinn. Warum ändern, was so extrem erfolgreich ist?
Bei einem anderen Verein kann ichs mit geänderten Vorgaben und vor allem mit einem anderen Team erklären.
Und außerdem hab ich ein absolut geniales Jobangebot erhalten.
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Kapitel 3 - no guts, no glory
15.06.2031, Rotterdam, Niederlande
Pressefritze 1: "Herr Schmit, willkommen in Rotterdam! Ihre Verpflichtung ist durchaus überraschend zu nennen. Stimmen Sie zu, dass man den Schritt vom Serienmeister und Champions-League-Teilnehmer Jeunesse Esch in die zweite niederländische Liga als Rückschritt bezeichnen kann?"
Schmit: "Nicht im Ansatz! Sparta Rotterdam ist einer der traditionsreichsten niederländischen Vereine, Pokalsieger, mehrfacher Meister... es ist eine Ehre, dass ich hier Trainer sein darf!"
Pressefritze 2: "Herr Schmit, stimmt es, dass Sie bereits zu Beginn der Vorsaison mit dem Club in Kontakt und Teil des Bewerberfeldes waren, dass Sie damals jedoch schlußendlich abgelehnt wurden?"
Schmit: "Es gab kurz Kontakt, mehr möchte ich dazu an dieser Stelle nicht sagen."
Pressefritze 1: "Welche Ziele verfolgen Sie in den nächsten Jahren bei Sparta Rotterdam? Können wir einen genauso kometenhaften Aufstieg erwarten wie bei Ihren bisherigen Stationen Echternach und Esch?"
Schmit: "Es ist noch viel zu früh, Vorhersagen irgendwelcher Art zu treffen, ich habe noch nicht einmal das erste Mannschaftstraining mit dem Team hinter mir. Sie können davon ausgehen, dass wir hart arbeiten werden, um die Zielsetzung des Vereins - die Teilnahme an den den Aufstiegs-Playoffs - zu erfüllen. Alles, was darüber hinausgeht, kann ich momentan nicht sagen. Insbesondere da ich vorerst auf eigenen Wunsch nur einen Ein-Jahre-Vertrag abgeschlossen habe."
Pressefritze 1: "Auf eigenen Wunsch? Warum das? Haben Sie vor, Sparta als Sprungbrett zu benutzen?"
Schmit: "Unsinn, das habe ich bisher in meiner Karriere nicht getan und das werde ich auch weiterhin nicht tun. Nein, der Grund ist folgender: der Vorstand und ich waren uns schnell einig, dass wir uns erst einmal nur kurz aneinander binden wollen, um das beiderseitige Risiko zu minimieren. Eine Verlängerung ist von beiden Seiten ausdrücklich in Aussicht gestellt."
Pressefritze 3: "Herr Schmit, eine Frage zu Ihrem vorherigen Verein. Die Fans von Jeunesse Esch sind mehrheitlich enttäuscht, dass Sie Ihren Vertrag nicht erfüllt haben. Wären Sie, wenn das Sparta-Angebot nicht erfolgt wäre, in Esch geblieben?"
Schmit: "Um die Wahrheit zu sagen: nein. Die Jeunesse hat einen tiefgreifenden Umbruch vor sich und ich war aufgrund meiner Vertragssituation mit nur noch einem Jahr Restlaufzeit der völlig falsche Mann, um diesen anzugehen. Sehen Sie, wenn ich noch das eine Jahr geblieben wäre, hätte ich jetzt ungefähr ein Dutzend neue Spieler geholt - denn soviele sind ja im Verlaufe der letzten Saison gegangen - und zwar Spieler, die in mein System passen. Und dann wäre ich mit Ablauf des Vertrages gegangen - dieser Entschluß stand schon länger fest - und mein Nachfolger hätte eine vollständige Mannschaft vorgefunden, die vielleicht gar nicht komplett in sein System gepaßt hätte. So hat er nun Spielraum, den Kader nach seinen Vorstellungen zu verändern - und hat gleichzeitig immer noch einen Kern von etwa 12, 13 Spielern, auf die er sich verlassen kann, die eingespielt sind und die auch den Wechsel zu einem vielleicht abgewandelten System erleichtern werden."
Pressefritze 2: "Apropos System: Haben Sie bereits eine Idee, wie Sie hier spielen lassen wollen?"
Schmit: "Die Spielidee nimmt im engen Austausch mit dem Trainerstab bereits Gestalt an. Ich kann noch nichts über Details sagen, aber eine sichere Defensive und schnelles Kombinationsspiel werden auch hier bei Sparta Rotterdam zentrale Elemente der Taktik sein."
Pressefritze 1: "Wen werden Sie verpflichten?"
Schmit: "Stand jetzt - nach den Einblicken, die ich durch den Trainerstab bereits erhalten habe - glaube ich nicht, dass wir sonderlich aktiv auf dem Transfermarkt werden. Genaueres dazu kann ich aber erst nach den ersten Trainingseinheiten sagen."
Pressefritze 2: "Werden Sie Spieler von Jeunesse Esch in betracht ziehen? Morina, Esser, Löhr, Karabulut, Rajovic, Benayada ... das sind Namen, die auch dem niederländischen Fußballfan inzwischen ein Begriff sind."
Schmit: "Ich werde weder Spieler noch Mitarbeiter von Jeunesse Esch zu Sparta Rotterdam holen, nein. Es gäbe etliche, mit denen ich sehr gern wieder arbeiten würde - aber ich habe damals beim Wechsel von Echternach nach Esch den nötigen Respekt vor Echternach vermissen lassen. Diesen Fehler werde ich nicht wiederholen."
Pressesprecher: "Vielen Dank für Ihr Erscheinen, die Pressekonferenz ist beendet."
(https://i.ibb.co/dpDSmPG/Sparta-Einstellung.png)
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[...]
Klar hätte ich die Taktik zur neuen Saison ändern können, aber das macht in character ja überhaupt keinen Sinn. Warum ändern, was so extrem erfolgreich ist?
[...]
Genau damit hadere ich auch immer wieder. Im Endeffekt läuft es aber auf die gleiche Erkenntnis hinaus: warum sollte ich mich selbst schwächen?
Und viel Erfolg in Rotterdam! Starkes Stück, daß du (dieses Mal :P ) auch niemanden von der alten Station mitbringst.
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Oh cool! Sparta ;) Viel Erfolg dort!
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Danke euch beiden! :)
Und ja, @Akumaru, ich hab das letztes Mal echt bereut im nachhinein und wollte den Fehler wirklich nicht wiederholen.
Deinen Seitenhieb in Klammern hab ich absolut verdient. :D
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08.08.2031, Rotterdam, Niederlande
"Was soll das heißen 'Das sind alle' ?!", frage ich mit einer Mischung aus Verwunderung und Ärger in der Stimme.
"Beim Vorstellungsgespräch sagte man mir, wir hätten 21 Spieler in der ersten Mannschaft und ungefähr nochmal soviele in der U19?!"
Christoph Preußer, der Co-Trainer, schaut mich mit einer Mischung aus Mitleid und Überraschung an.
"Die haben es Ihnen nicht gesagt? - Oha."
"Was gesagt? Was?? Reden Sie, Mann!"
Preußer seufzt.
"Sparta hatte Mitte der letzten Saison massive Finanzprobleme. Der Bau des neuen Stadions, der Abstieg, überhöhte Ausgaben durch die Zahlungen an geschaßte Ex-Trainer und Kreditrückzahlungen, völlig überzogene Spielergehälter und und und... der Verein mußte den Gürtel sehr eng schnallen.
Wir haben einige Spieler verkauft ... und dann kamen plötzlich sehr lukrative Anfragen für andere. Und dann gingen noch einige andere, weil sie ihren Vertrag bei dieser Rumpfelf nicht verlängern wollten.
Die Wahrheit ist - wir haben eine Handvoll erfahrener Spieler - und ein knappes Dutzend Jugendspieler, die bereit sind, in die erste Mannschaft aufzurücken. Alles in allem vielleicht 12 oder 13 zweitligataugliche Kicker. Bisher haben auch alle Spieler, bei denen wir wegen eines Wechsels zu Sparta angefragt haben, abgewunken."
Ich brauche einen Moment, um diese Info zu verdauen.
"Das heißt, wir sind pleite, haben keine Spieler und sollen trotzdem um den Aufstieg mitspielen? Na super!"
"Naja, nicht ganz, die ganzen Verkäufe haben uns fast 15 Millionen in die Kasse gespült, wir haben dadurch immerhin ein Budget von 2 Millionen für Transfers. Um im Saisonbudget für die Gehälter sind noch fast 80.000 frei."
Ich denke einen Moment nach, dann übergebe ich Preußer die Verantwortung fürs Training und statte dem Präsidenten Maikel Linssen einen Besuch ab.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich im Gespräch mit dem Schatzmeister, dem Chefscout ... und am Telefon.
~~~
Fünf Wochen später.
Hektische Aktivität hat bei uns dafür gesorgt, dass die Mannschaften - die Erste genauso wie die U19 und das B-Team - zumindest zahlenmäßig wettbewerbsfähig sind.
Wir haben uns zwangsweise in der dritten und gar vierten Liga bedient und ebenso zwangsweise auf Talente gesetzt, gestandene Spieler wollten kaum zu uns wechseln - und wenn doch, hatten sie allesamt Gehaltsvorstellungen, bei denen es uns kalt den Rücken runterlief.
Sportdirektor Henk Fraser kennt inzwischen wahrscheinlich jeden Dorfverein in den Niederlanden, so intensiv war seine Suche.
Dem Wunsch des Präsidiums folgend haben wir außerdem vorrangig niederländische Spieler verpflichtet bzw hochgezogen.
Toptransfer Benkirane soll den abgegebenen Jungstar Yurtallah ersetzen, der in der vergangenen Saison für über die Hälfte der Spartatore verantwortlich war.
Schwere Bürde, aber der Marokkaner scheint zumindest auf dem Papier fähig, diesen Rucksack zu schultern:
(https://i.ibb.co/cgKqmj8/SRot-Benkirane-August31.png) (https://ibb.co/SsDSLzm)
Wer genau hinschaut, kann einen kleinen Spoiler zu Benkiranes persönlichem Saisonstart finden...
und damit auf Spartas Saisonstart schließen. ;)
Alles in allem sieht der Kader der ersten Herrenmannschaft nun so aus:
(https://i.ibb.co/ZKKRMjZ/SRot-Kader-3132.png) (https://ibb.co/FJJkDrP)
Alle grün umrandeten Spieler bilden bei Schmits Dienstantritt die vorhandene Mannschaft oder sind aus der Jugend hochgezogen worden.
(Die B ist völlig überaltert und hatte nichts beizutragen.)
Alle anderen sind neu verpflichtet.
Henk hat es sogar geschafft, die beiden verbliebenen Superverdiener Sambou und Yurtallah (die zusammen 1,4 Millionen Euro im Jahr verdienten!) zu verscherbeln und das zu zahlende Gesamtgehalt damit unter 2 Millionen zu drücken.
Dieser strikte Sparkurs und die Umsetzung der Vereinsphilosophie ("auf junge Spieler setzen") hat natürlich auch einen Einfluß auf die Altersstruktur - der Altersschnitt dieser Kükenarmada liegt bei 20,4 Jahren...
Die Infrastruktur des Vereins ist gut aufgestellt, im Jugendbereich sogar sehr gut. Zur nächsten Saison wird auch das neue Stadion fertig, dessen Finanzierung so viele Probleme (mit-)verursacht hat. Ich bin mal gespannt, ob es den Aufwand wert war, bisher konnte mir keiner sagenn, um wieviel größer es werden soll als die aktuelle, 10.600 Zuschauern Platz bietende Betonschüssel.
(https://i.ibb.co/zsQqWJx/SRot-bersicht-3132.png) (https://ibb.co/TcY9DL2)
(https://i.ibb.co/2dLw4s8/SRot-Vereinsziele-3132.png) (https://ibb.co/0rWkbFB)
Wo wir mit dem runderneuerten Kader sportlich stehen, werden wir erst beim Saisonstart in Maastricht sehen, die Testspiele liefen gut, aber die waren auch kein echter Gradmesser, wenn man ehrlich ist.
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Oha. Zwei Torhüter mit Stammplatzambitionen - wenn das mal gut geht!
Ansonsten schaut der Kader genau so aus, wie zu erwarten war: vereinzelte klasse Spieler, abseits von der "Rumpf"-Truppe aber fällt es qualitativ deutlich ab. Wird schwer. Dennoch sind die Daumen gedrückt!
Saisonauftakt scheint ja mit mindestens drei Toren geglückt zu sein - außer, ihr habt 3:7 verloren. :P
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@Akumaru: Danke für den Hinweis! Ich war der Meinung, de Lange habe nur einen Ersatzkeeper-Status. Jetzt hat er ihn wirklich. :D Und ja, der Kader ist echt suboptimal - das kommt halt dabei raus, wenn man unter der Prämisse "Sparen und vorwiegend Niederländer verpflichten" an die Kaderplanung eines mäßig berühmten Zweitligisten geht. :D
Aber ideale Bedingungen wären ja auch langweilig. Ich bin jedenfalls echt begeistert, das Henri nach Rotterdam gewechselt ist. ;)
02.01.2032, Rotterdam, Niederlande
Puh! Die erste Halbserie als Trainer von Sparta Rotterdam liegt hinter mir und ich bin nicht sicher, ob ich bisher erfolgreich bin oder nicht. Diese Zweifel habe ich übrigens mit den Medien gemeinsam, die Sparta vorwerfen, nicht konstant genug zu sein (bin ich der gleichen Ansicht), viel zu viele Nobodies spielen zu lassen (kann man so sehen, ist aber nicht direkt eine bewußte strategische Entscheidung gewesen) und dem Sparkurs zuliebe die Seele des Klubs geopfert zu haben (hier bin ich dann ganz definitiv anderer Ansicht).
Aber dröseln wir das mal der Reihe nach auf.
Rein auf dem Papier ist Sparta Rotterdam sehr erfolgreich - Tabellenführer in der Eerste Divisie, die immer noch vom Küchengiganten "Keuken Kampioen" gesponsort wird.
Als ich die Bezeichnung "Keuken Kampioen Divisie" das erste Mal gehört habe, fand ichs übrigens total niedlich, dass die Niederländer ihre Zweite Liga als "Küken Champions" bezeichnen, vielleicht - so dachte ich - weil so viele Nachwuchsspieler dort unter Vertrag sind und die Niederländer diese bemutternd als "Küken" sehen?
Die Einheimischen, denen ich das mitteilte, waren aus einem mir völlig unklaren Grund wenig "amused"...
(https://i.ibb.co/z213D7G/SRot-Tabelle-3132-Hinrunde.png) (https://imgbb.com/)
Der FC Den Bosch hat nach einem mir ein wenig unklaren System bereits einen Platz in den Aufstiegs-Playoffs sicher. Offenbar wird die Saison in 4 nicht näher definierte Teile aufgesplittet und in jedem dieser Teile qualifiziert sich jemand.
Auch mein Präsident und mein Cotrainer konnten mir das nicht genauer erklären.
Also sie habens natürlich versucht - wortreich und ausschweifend - aber ich habs halt nicht verstanden.
Irgendwann hab ich dann rausgehört, dass die Mannschaft, die am Ende der Saison Erster ist, automatisch aufsteigt, ohne sich in irgendeinem Saisonviertel irgendwie für irgendwas zu qualifizieren, was am Ende dann vielleicht doch nicht reicht, weil sie im Dreiviertelfinale nur 4:2 gegen den 28. spielt. Oder so.
Und seitdem ist Platz eins das Ziel.
Tabellenführer also - allerdings hab ich in einer einzigen Halbserie hier schon mehr Liga-Niederlagen erlitten als in den letzten beiden Jeunesse-Spielzeiten zusammen.
(https://i.ibb.co/9GKXwVJ/SRot-Ergebnisse-3132-Hinrunde.png) (https://ibb.co/BwWD4rm)
Und viel schlimmer - nach einer halben Saison des Experimentierens habe ich noch immer keine verläßlich zu meinen Spielern passende Taktik gefunden.
4 4 2, 4 4 2 mit Raute, 4 2 3 1, 4 1 2 3, 5 2 2 1 ... ich hab gefühlt den ganzen Taktikbaukasten einmal durch und irgendwas stört immer.
Zum einen eine wackelige Abwehr - was aber nicht weiter verwundert, wurde sie doch gefühlt in jedem Spiel zwangsweise umgebaut.
Als zweites großes Problem, das sich durch alle Formationsversuche zieht, hab ich aus Luxemburg offenbar die Abschlußschwäche importiert.
Es war ja schon bei der Jeunesse oft genug so, dass meine Spieler 30 oder mehr Torschüsse, aber nur 1 oder 2 Tore (oder auch mal gar keine) zu verzeichnen hatten.
Mit den stärkeren Gegnern hier in den Niederlanden hat sich das Ganze nochmal verschärft.
Und wo wir ohne Neuzugang Achraf Benkirane stünden, wage ich mir nicht auszumalen. Der Marokkaner startet beim 3:1 in Maastricht direkt mit einem Hattrick und hat in bisher 20 Pflichtspielen 16 Tore und 4 Vorlagen geliefert und sich als Volltreffer erwiesen.
Was leider nicht für alle meiner Transfers gilt - und das wiederum überrascht mich nicht.
Mehr als einer der Neuzugänge wurde nur geholt, weil wir dringenden Bedarf auf seiner Position hatten und weder mit Geld noch guten Worten irgendein anderer Kicker bereit war, sich Sparta Rotterdam "anzutun".
Der eine oder andere Spieler ist auch nur deswegen im Herrenkader, weil wir kurz vor Schließung des Sommertransferfensters noch drei wichtige Spieler verloren.
Zum einen Rene Dekker, den unumstrittenen Star der Mannschaft - und die genauso unumstrittene Unruhe-Diva. Der war erst vor einen knappen Jahr aus Waalwijk gekommen und hat es innerhalb dieser 12 Monate geschafft, soviel Chaos zu stiften, dass wir ihn schlußendlich mit einem Verlust von einer ganzen Million Euro an Almelo abgaben. Nach dem Motto "Bloß weg!"
Seine Position - rechter Offensivflügel - war gut genug besetzt, so dass wir lediglich einen Jugendspieler hochzogen, um die Ersatzbank vollzubekommen (auf der hier ganze ZWÖLF Spieler Platz nehmen dürfen.)
Zum anderen verloren wir mit dem Dänen Rene Larsen im Sturm und vor allem mit dem Sechser Arthur Groot zwei zentrale Spieler meiner ursprünglichen 4 1 3 2 Taktik und improvisieren uns seitdem durch die Zweite Liga. Andre Hannema und Jan-Willem Olijve konnten bisher auf der Sechs nur im Ansatz das zeigen, was dort vonnöten wäre (wobei Olijve für die Zukunft hoffen läßt) und Roger van den Berg bzw Amine Seidu im Sturm sind auch zu inkonstant bzw unerfahren.
Und schlußendlich: in der Viererkette fehlte es an Breite, um Sperren und Verletzungen ohne Qualitätsverlust auffangen zu können, auch da tummeln sich etliche Notkäufe im Kader.
Für den Winter war also schnell klar, dass wir Verstärkung benötigen.
Am Ende haben wir - nach hitzigen Diskussionen mit dem Board, vor allem dem Schatzmeister, der immer wieder auf dem 13-Millionen-Kredit verweist, der noch abzuzahlen ist - nur 3 Spieler verpflichtet:
Yasar Simcek kommt fürs Mittelfeld. Seine Mischung aus defensiven und offensiven Fähigkeiten und vor allem seine Übersicht prädestinieren den Belgier für die in den letzten Spielen vor der Winterpause neu geschaffene Position des Offensivsechsers, der neben Olijve auflaufen soll. Letzterer war bisher immer dann am stärksten, wenn er sich vollkommen auf seine Defensivaufgaben konzentrieren konnte.
Sollte einer der beiden ausfallen, kommt der zweite Neuzugang Jeroen Buijs ins Spiel. Der 19jährige ist nominell Innenverteidiger und kann auch dort bedenkenlos eingesetzt werden, erhöht also den Konkurrenzdruck in der größten Problemzone der Hinrunde.
Das gilt auch für Neuling Nummer drei - Michael Christianen kann hinten alles spielen - von links außen bis rechts außen. Am wohlsten fühlt er sich in der Position als linker Flügelverteidiger - und genau dort soll er auch vorzugsweise spielen, als Pendant zu einem der wenigen Starspieler, die diese Mannschaft aktuell hat: Kees van Waas. Dieser wird pünktlich zur Rückrunde nach einem komplizierten Handgelenksbruch wieder einsatzfähig sein.
Wir gehen also mit folgendem Kader in die Rückrunde:
(https://i.ibb.co/GRmwrVh/SRot-Kader-3132-Hinrunde.png) (https://ibb.co/CQLdSnr)
Dazu kommen noch einige U-19-Spieler sowie der eine oder andere aus der Zweiten, die aber bestenfalls Notbehelfe bei Verletztenmisere darstellen.
Und wie sieht die erwähnte Taktik im Einzelnen aus?
(https://i.ibb.co/CthB5V5/SRot-Taktik.png) (https://ibb.co/BPqLVTV)
Gar nicht mal so kompliziert. Es gibt zwei leicht unterschiedliche Varianten, wobei die defensivere - mit zwei defensiven Mittelfeldspielern - die Grundtaktik darstellt und nur dann gewechselt wird, wenn keine zwei DMs zur Verfügung stehen.
Zur neuen Saison wird ein weiterer DM zum Team stoßen, dann wird dieses Problem hoffentlich auch der Vergangenheit angehören.
Da auch dieser Kicker Marokkaner ist, erhöht sich die Anzahl der Nicht-Niederlander im Herrenkader dann auf voraussichtlich 10 (von 26) und das Präsidium hat mir bereits unmißverständlich klargemacht, dass das dann so langsam mal die Grenze des Erträglichen ist. Ich solle gefälligst mal die Einheimischen fördern.
Ja woher nehmen und nicht stehlen?!
Ich hätte gern noch einen weiteren Stürmer gehabt, aber da gibts gleich gar keine bezahlbaren, die den zugegebenermaßen hohen Anforderungen, die ich an den zentralen Angreifer stelle, gerecht würden. Mal sehen, vielleicht gibt ja die Jugend zeitnah etwas her...
Jetzt gehts jedenfalls erstmal in die Rückrunde - und wenn wir noch ein wenig Konstanz in die Spiele und ein wenig Entscheidungsfreude in die Abschlüsse bekommen, sehe ich eigentlich nichts, was uns vom direkten Aufstieg abhalten sollte. Jedenfalls nichts, das unausweichlich unser Scheitern bedeutet.
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Sieht sehr gut aus!
Hat der FC Den Bosch vielleicht eines dieser Saisonabschnitte als Tabellenführer abgeschlossen?
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Sieht sehr gut aus!
Hat der FC Den Bosch vielleicht eines dieser Saisonabschnitte als Tabellenführer abgeschlossen?
Da hast Du bestimmt recht - mein Problem ist eigentlich nur, dass ich nicht sagen kann, wie lange ein solcher Abschnitt dauert - 38/4 geht irgendwie nicht so recht auf :D
@all: Verdammt kurzes Update, sorry - ich bin ein bißchen in Zeitnot aktuell... ^^
16.06.2032, Rotterdam, Niederlande
Und da wären wir!
Ein Jahr nach Excelsior steigt also auch der dritte traditionsreiche Rotterdamer Fussballclub in die Eredivisie auf!
Und hätte Excelsior das Jahr Vorsprung nicht dazu genutzt, gleich wieder abzusteigen, hätten sich die Niederländer - bzw der interessierte Teil derselben - auf 6 fesselnde Derbies freuen können. Nuja, nun sinds nur zwei, was solls.
Wir halten uns nicht lange mit Mitleid für die Absteiger auf - bei uns überwiegt der Stolz auf das eigene Erreichte - und das ist nun wirklich nicht zu verachten.
Im Winter noch mit knappen Vorsprung die Keuken Kampioen Divisie angeführt, legen wir in der Rückrunde eine absolut unglaubliche Siegesserie hin, die uns schlußendlich mit mehr als deutlichem Vorsprung ins Ziel laufen läßt.
Höhepunkt ist dabei sicherlich die Serie von 8 Zu-Null-Spielen in Folge - und kurios die Tatsache, dass nach dem 8:0 zum Start alle folgenden sieben Partien 1:0 enden. Dabei scheint es irgendeiner höheren Macht zu gefallen, dass die Spiele genau so und nicht anders enden, anders ist nicht zu erklären, dass die Anzahl der Posten- und Lattentreffer der beteiligten Mannschaften ingesamt deutlich über 10 liegt, Elfmeter in Serie verschossen werden, wenn es bereits 1:0 steht, Abseits gepfiffen wird, wenns keins ist und und und.
(https://i.ibb.co/VqVrPgq/SRot-Ergebnisse-3132-Ende.png) (https://ibb.co/RD2ZV3D)
Das Kuriosum dieser sieben Partien ist so signifikant, dass manche Journalisten bereits einen Bestechungsskandal wittern.
Andererseits müßten sich dann alle gegenseitig bestochen haben - denn die meisten verschossenen Elfer zum Beispiel haben wir selbst zu verzeichnen. Benkirane allein scheitert fünf Mal...
Im Endeffekt isses aber wurscht, das einzige, was zählt, ist die Tatsache, dass mit dem 2:2 gegen Venlo im März der Aufstieg bereits feststeht und die Mannschaft zu diersem Zeitpunkt bereits so weit enteilt ist, dass nicht einmal eine gehörige Ladung Schlendrian in den letzten, völlig bedeutungslosen Ligapartien den ersten Platz noch einmal ernsthaft in Gefahr bringen kann - zumal das Team sich mit Ausnahme von Almere City von keinem Gegner komplett die Butter vom Brot bzw die Punkte nehmen läßt.
Siebzehn Punkte sind es schlußendlich, die uns vom Zweiten Emmen trennen - der seinerseits 16 Punkte vor dem Dritten Volendam steht. "Klasenunterschied" nennt man das wohl in Journalistendeutsch...
(https://i.ibb.co/GxZvcZL/SRot-Tabelle-3132-Ende.png) (https://imgbb.com/)
Interessanterweise hält sich die Anzahl von Anfragen für unsere Überflieger in Grenzen. In der Eredivisie wird wohl eine gut eingespielte Mannschaft auf dem Platz stehen.
Einziger Wermutstropfen - der Ausbau des Stadions verzögert sich um vier Monate. Der Architekt Klaus-Hartmut Wowerehdorn garantiert jedoch, dass die Bauarbeiten spätestens im November abgeschlossen sein werden.
Die Jugend- und Trainingseinrichtungen des VEreins werden ebenfalls im Herbst auf Vordermann gebracht sein und damit sollte alles für eine erfolgreiche Erstligasaison der ruhmreichen Rotterdamer Spartaner angerichtet sein, oder?
Sehen die Buchhalter irritierenderweise etwas anders:
(https://i.ibb.co/HV6tpFr/Quoten-3233.png) (https://imgbb.com/)
Soll uns wurscht sein. "Sparta Rotterdam verfügt über eine Geheimwaffe", sagen die Fans. (Also einige zumindest.) "Einen Trainer nämlich, der Expertenerwartungen schon immer gern ad absurdum geführt hat."
Man wird sehen, ob die Fans die besseren Experten sind...
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20.10.2020, über der Nordsee, im Flugzeug
"In hindsight" ist eine englische Redewendung, die deutlich machen soll, dass im Nachhinein vieles offenbar, deutlich oder zumindest nachvollziehbarer wird als es direkt im Strudel der Ereignisse mitunter scheint.
Und wenn ich so zurückblicke auf die vergangenen 4 Monate, dann trifft das bei mir durchaus zu.
Es sind sowieso noch mindestens anderthalb Stunden, bis wir da sind, da kann ich das alles auch nochmal Revue passieren lassen.... Ich schließe die Augen und denke ein paar Monate zurück.
Die Euphorie im Verein nach dem Aufstieg ist fast mit Händen zu greifen, im Stundentakt klingeln Journalisten durch und wollen mit dem einen oder anderen Aufstiegshelden sprechen.
Zu ihnen gesellen sich allerdings viel zu schnell auch Spielerberater und Mittelsmänner größerer in- und ausländischer Vereine.
Binnen weniger Tage gleicht das Vereinsgelände von Sparta einem Bienenstock, überall wird miteinander gesprochen, auf-, um-, abgebaut, in Mobiltelefone gebellt, gerufen, gehastet, gegrinst, geschimpft, abgewunken, wütend geschnaubt ... kurz: aus dem beschaulichen Zweitligisten wird binnen weniger Tage das Epizentrum eines mindestens landesweiten Hypes. "Die Rückkehr des Altmeisters", in Anlehnung an die Meisterschaft, die Sparta Anfang des letzten Jahrunderts gewann, lautet der Titel einer eilig zusammengeschusterten Sportdokumentation, die zwei der größten Boulevardblätter des Landes in Kooperation erstellen.
Unsere Spieler, unser Sportdirektor, der Präsident und selbstverständlich auch ich werden in Folge dieses einstündigen Films durch sämtliche Talkshows geschleift und mit Vorschußlorbeeren auf die neue Saison überhäuft. Man erklärt uns zwar immerhin nicht direkt zum Titelfavoriten, aber die Journaille wird nicht müde, die Parallelen zwischen meiner Tätigkeit in Echternach und hier in Rotterdam hervorzukehren und zu betonen.
In Verbindung mit fett dotierten Verträgen, die unsere halbe Stammelf plötzlich zu anderen Clubs locken sollen, sorgt das für eine nicht wirklich gesunde Stimmung in der Mannschaft, wie ich feststellen muß.
Kapitän Hannema - der inzwischen nur noch Bankdrücker ist und auch das nur deswegen, weil hier ja wie erwähnt 12 Spieler auf besagter Ersatzbank sitzen dürfen - gelingt es nicht, die Spieler am Boden zu halten. (Ich bin übrigens nur unwesentlich erfolgreicher.)
Kurz vor dem Start der neuen Saison treffe ich daher die "in hindsight" eher unkluge Entscheidung, Achraf Benkirane zum neuen Kapitän und Hannema zu seinem Stellverteter zu ernennen.
Als Folge grummelt es zum ersten Mal seit meinem Antsantritt hörbar im Team.
Angeführt von van Waas erklären mehrere Stammspieler, dass sie alles andere als zufrieden mit meiner Art der Mannschaftsführung sind.
In einer - wie ich glaube - erfolgreichen Mannschaftssitzung erkläre ich meine Gründe für den Wechsel und es herrscht erstmal wieder Ruhe.
Einen richtigen Führungsspieler gibt es allerdings offenbar nicht mehr. Hannema hat nicht die nötige Reputation und Benkirane fehlt der nötige Rückhalt.
(https://i.ibb.co/rb7YRQg/SRot-Hierarchieund-Ausblick.png) (https://ibb.co/WDxZ4HQ)
Stand: Ende Oktober 2032
Dann legen Ajax Amsterdam, Nottingham Forest und der Hamburger SV Angebote für Torhüter van Wijl auf den Tisch, die diesen sabbern und mich fluchen lassen.
Er will natürlich die Freigabe, ich verweigere sie ihm - zack, zweiter Unruheherd.
Der dritte und vierte werden eine Woche später aufgemacht, als van Waas und Kettani mich informieren, dass sie in die zweite französische Liga wecheln wollen.
Ich überlege kurz, welche Alternativen ich habe, schüttele den Kopf und habe die nächsten beiden unzufriedenen Spieler.
Kapitän Benkirane verletzt sich drei Tage später so schwer (Kreuzbandriß), dass ich anderthalb Millionen Euro in die Hand nehmen und einen Ersatzmittelstürmer verpflichten muß. Der Franzose Bonhomme ist sportlich die gewünschte Verstärkung, fällt jedoch neben dem Platz durch allerlei Gegrummel und Allüren auf. Dass er mangels anderer Optionen dennoch in der Startelf bleibt, kommt beim Rest der Mannschaft natürlich super an...
(https://i.ibb.co/PgZSTfm/SRot-Spieler.png) (https://ibb.co/w4NvJx0)
Trotz all dieser Probleme spielen wir eine trügerisch souveräne Vorbereitung und fahren zwei 7:0-Siege ein. Dass diese gegen Vereine der vierten bzw fünften Liga zustandekommen, stört die Presse nicht. Und dann gewinnen wir das erste Saisonspiel gegen Mitaufsteiger Emmen auch noch 4:0 und grüßen nach Spieltag 1 von der Tabellenspitze.
Jetzt drehen die Pressefritzen endgültig durch und erklären Sparta tatsächlich zum Geheimfavoriten auf einen Platz in den Top 4 - ja, einer faselt sogar etwas von "kommender Wachablösung in Rotterdam"!
Während ich verzweifelt versuche, all diesen Unsinn von der Mannschaft fernzuhalten, erhalten wir die erschütternde Diagnose, dass sich beim Auftaktsieg Kaj de Rooji schwerer verletzt hat als angenommen und 8 Wochen ausfallen wird.
"In hindsight" möchte ich behaupten, dass das - nicht der Ausfall von de Rooji allein, sondern die Summe der beschriebene Ereignisse - der Schlüssel zum Verständnis der folgenden Wochen ist.
Wir bekommen nämlich absolut gar nichts mehr auf die Reihe.
Was immer ich versuche - und ich bin irgendwann so verzweifelt, dass ich mehrfach die Taktik wechsle, die Mannschaft damit zusätzlich verunsichere und schlußendlich sogar einen U17-Spieler in die Startformation stelle - geht schief.
Meine Jungs treffen plötzlich aus aussichtsreichster Lage das Tor nicht mehr, wenn doch, ist es - logisch - Abseits.
In der Abwehr stehen immer Elend und Slapstick in der Innenverteidigung, egal wen ich aufstelle.
Wenn ich eine Mannschaftssitzung abhalte und das Team auf einen heißen Fight im nächsten Spiel einschwöre, kann ich mich drauf verlassen, dass die Jungs das bis zum Spiel wieder vergessen haben.
Nach und nach werden wir in der Tabelle durchgereicht. Die Euphorie weicht Ernüchterung, dann Verzweiflung.
Zwischen dem zweiten und dem neunten Spieltag holen wir zwei mickrige Zähler und finden uns auf Platz 13 wieder, knapp über dem Strich.
Zu unerklärlichen spielerischen und in der Situation erklärlichen nervlichen Mängeln kommt jetzt auch noch (mehr) Verletzungspech:
Vier meiner fünf für die offensive linke Seite verfügbaren Spieler fallen für den Abstiegsgipfel gegen Roda Kerkrade aus, der 17jährige Bolivar muß schlußendlich ran.
Das Spiel ist wie eine Zusammenfassung der letzten Wochen - es läuft nahezu alles gegen uns.
Das Team kämpft sogar mal wieder, erarbeitet sich mehrere gute Chancen, scheitert aber 2x am Keeper und genauso oft am Pfosten.
Und im Gegenzug erzielt Kerkrade per (fragwürdigem) Elfmeter das Tor des Tages.
Wir sind zum ersten Mal in dieser Saison auf einem Abstiegsplatz.
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Die Pressekonferenz nach dem Spiel gerät zur Farce, als mir der Sportdirektor mitten im Satz in die Parade fährt und mit einem schnarrenden "Wir beenden das hier und ziehen uns zurück, um die Ereignisse und die Situation intern aufzuarbeiten." die PK beendet.
Im kurz darauf stattfindenden Krisengespräch macht man mir sehr deutlich, dass eine Niederlage im nächsten Spiel das Aus bedeutet.
Ich gehe zur Mannschaft, um mit den Jungs zu besprechen, wie wir einen Punkt beim Tabellendritten FC Utrecht holen wollen, treffe jedoch auf pure Motivationslosigkeit.
Und auf ein "Triumvirat" aus van Wijl, van Waas und de Rooji, die mir im Namen der Mannschaft diplomatisch, aber deutlich zu verstehen geben, dass sie nicht daran glauben, dass ich den Spartakahn zum Klassenerhalt steuern kann.
Als an diesem Abend das Telefon klingelt, nehme ich nachdenklicher als sonst ab.
Der Mann, der durch den Hörer spricht, ruft nun schon seit drei Wochen nahezu täglich an und teilt mir jedes Mal mit, dass ein unterschriftsreifer Vertrag bei einem großen Verein voller Tradition und Potential auf mich wartet.
Ich habe ihm in den ersten Wochen mehrfach deutlich gesagt, dass ich Sparta jetzt nicht im Stich lassen kann, dass die Mannschaft mich braucht. Und bis zu diesem Abend war ich überzeugt davon, dass das wahr ist.
Diesmal frage ich ihn Stattdessen, ob der interessierte Verein mir einen Flug bezahlen würde, damit ich mir das Angebot direkt vor Ort anhören kann.
Der Anrufer sagt mir das freudig plappernd zu und eine Viertelstunde später habe ich ein Onlineticket und eine Flugverbindung im E-Mail-Postfach.
Die fünfzehn Minuten habe ich genutzt und meinen Präsidenten angerufen.
Ich habe nur eine einzige Frage gestellt und ein niederschmetterndes "Mit größtem Vergnügen!" zur Antwort erhalten.
Mein Rücktrittsgesuch würde also "mit größtem Vergnügen!" angenommen!
Ich schlucke den Gedanken herunter, dass das hier die womöglich größte Niederlage meiner bisherigen Karriere ist, screenshotte einen Rücktrittsgesuch-Zweizeiler, schicke ihn per E-Mail-Anhang an das Sparta-Management ... und sitze am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe im Flieger.
Es kann nur besser werden - für Sparta und für mich.
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Oha. Das war eine harte Bauchlandung, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Jetzt bin ich aber mal gespannt, wo es dich hinverschlägt.
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Das nimmt aber ein jähes Ende in Rotterdam! Bin gespannt, wo du nun landest.
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Sehr geil geschrieben, euer "Absturz".
Bin gespannt, wo es weitergeht!
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@Leland Gaunt: Danke für das Lob! :)
@Akumaru, knufschu: Ja, das war schon eine harte Landung auf dem Boden der Tatsachen, aber eben zum Großteil durch mich selbst verursacht. Zu schneller Umbau des Kaders - statt mich auf eine andere Taktik einzulassen, hab ich versucht, nicht nur die Taktik meinen Vorstellungen anzupassen, sondern auch gleich noch die Kaderhierarchie komplett auf den Kopf gestellt. ::)
22.10.2032, verschiedene Orte
Als ich pünktlich um 7:05 morgens aus der kleinen Chartermaschine steige, empfängt mich nasskaltes Schmuddelwetter.
Mein beharrlicher Anrufer McCormick steht schon am Rande des Rollfeldes bereit – neben einem bedingt eleganten deutschen Oberklassewagen mit blauweißem Logo.
„Mister Smith, wie schön, Sie wohlauf zu sehen! Steigen Sie doch bitte ein, wir haben noch eine halbe Stunde Autofahrt vor uns.“
Mit diesen Worten hält er mir die Tür des Wagens auf.
Sofort nachdem wir beide im Fond platz genommen haben, verliert der Fahrer keine weitere Sekunde und steuert das Gefährt auf die Straße.
Ich brauche nicht lange, um mir lebhaft ausmalen zu können, wie das Verhältnis von „Grundgehalt“ zu „Provision für geringe Fahrtzeiten“ bei unserem Chauffeur aussieht. In halsbrecherischem Tempo jagen wir aus der Stadt hinaus, durch die gerade erwachenden Vororte und schließlich die Landstraße entlang nach Südwesten.
Mc Cormick versucht mir mehrfach ein Gespräch ans zitternde Knie zu nageln, aber ich bin so ausgelastet damit, ob der Fahr-Erfahrung nicht in hohem Bogen in die Polster zu kotzen, dass ich seine Versuche abblocke.
Das einzige, was ich herausbringe, ist ein gekrächztes: „Warum rast der so?“
Mein Begleiter grinst. „Weil wir es verdammt eilig haben. Der Besitzer des Clubs hat nur bis 8:30 Zeit und sein 'Go!' ist unumgänglich, wenn Sie den Job bekommen sollen.“
Ich schaue ihn fragend an und will gerade fragen, wieso plötzlich noch ein „Go!“ nötig ist, wenn doch seit 3 Wochen ein unterschriftsreifer Vertrag auf mich wartet – da überholen wir in einer engen Linkskurve einen ellenlangen Truck, nur um gefühlte zwanzig Zentimeter vor der Schnauze eines entgegenkommenden Kleinbusses wieder einzuscheren.
Das panikerfüllte Gehupe von allen Seiten läßt mich verstummen. Den Rest der Fahrt verbringe ich mit der für einen Atheisten wenig ruhmreichen Tätigkeit des Betens …
Ein Gutes hat die wilde Fahrt allerdings – statt der angekündigten halben Stunde Fahrtzeit biegen wir schon nach nicht einmal 20 Minuten von der Straße auf einen Parkweg ab, an dessen Ende ich kurz darauf die Umrisse eines großen Stadions erahnen kann.
Wenige Minuten später kommt das Höllengefährt zum Stehen und wir steigen aus.
Ich finde mich direkt vor einem imposanten Verwaltungsgebäude wieder, dessen Eingang in blau-weiß gehalten ist. McCormick steigt das halbe Dutzend Stufen zur Tür empor und bedeutet mir, ihm zu folgen – was ich selbstverständlich brav tue.
Es ist exakt 7:43, als ich Julian Culshaw, dem Besitzer des Vereins, gegenüberstehe. Natürlich nicht ihm allein, aber er nimmt sich durch schieres Ego (oder Charisma, um es freundlicher zu formulieren) mühelos den Löwenanteil der Aufmerksamkeit im Raum.
Ich fühle mich durchdringend gemustert, von oben bis unten, dann von vorn – und noch einmal. Keiner sagt ein Wort.
Schlußendlich – nach einer Zeitspanne, für die mir der griechische Begriff „Aeon“ ins Gedächtnis kommt – verzieht Culshaw den Mund zu einem kleinen Lächeln und fragt mich mit einer melodiösen Stimme, die so gar nicht zu seinem eher kraftvollen Auftritt passen will:
„Sie sind also der berühmte Henri Smith – der Mann, der meinen Verein wieder in die erste Liga führen will?“
Ich nicke und setze zu einer Antwort an, da spricht er auch schon weiter:
„Betrachten Sie sich als engagiert. “
Sprichts, nickt sich selbst bestätigend zu (vielleicht nickt ihm aber auch sein Ego bestätigend zu), dreht sich um und entschwindet durch die Tür am gegenüberliegenden Ende des Raumes. Oder der Halle – der Begriff scheint angemessener zu sein, wenn ich mich so umschaue.
Ich muß ihm wohl mit einem reichlich dämlichen Gesichtsausdruck hinterherstarren – McCormick grinst jedenfalls und zwinkert mir zu. Dann winkt er mich zu einem massiven, großen Schreibtisch, der nichtsdestotrotz regelrecht verloren wirkt in diesem Protzbau.
„Machen Sie sich nichts daraus, er ist immer so. Er hat so viele Dinge gleichzeitig im Kopf, dass er mitunter etwas abwesend wirkt. – Sie werden ja sowieso vornehmlich mit mir zu tun haben, da ich das Tagesgeschäft des Clubs leite.“
Vor mir erscheinen zwei Exemplare meines Arbeitsvertrages auf der Tischplatte.
„Wenn Sie bitte hier und hier unterschreiben wollen – dann sind Sie ab sofort Cheftrainer des elft-ältesten ununterbrochen existierenden Fussballclubs auf den Britischen Inseln.“
Ich schaue mir den Vertrag in Ruhe an – Laufzeit bis Saisonende 2035, mindestens ein Aufstieg in dieser Zeit, ansonsten keine unerfüllbaren Forderungen … und 50.000 Euro im Monat.
‚Kann sich absolut sehen lassen‘, denke ich und unterschreibe schwungvoll.
Mein Gegenüber verstaut die eine Ausfertigung des Vertrages in seiner Aktenmappe, die zweite reicht er mir mit nonchalanter Geste.
„So“, sagt er dann, während er sich im Polstersessel zurücklehnt und die Knöchel der ausgestreckten Füße übereinanderlegt, „was wissen Sie von uns? Und wie wollen Sie jetzt weiter vorgehen?“
„Zunächst einmal würde ich gern zurück zum Auto gehen und meinen Aktenkoffer holen, den ich wohl im Auto vergessen haben muß“, murmle ich verlegen, den Vertrag noch immer in den Händen.
McCormick lacht und schickt Bill, den Fahrer, zum Wagen.
„Und dann … lassen Sie mich Ihre erste Frage auch zuerst beantworten. Ich weiß, dass der Club vor einigen Jahren zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte aus den Profiligen des Landes abgestiegen ist – was für einen mehrfachen Meister und Pokalsieger natürlich eine Katastrophe sondergleichen darstellt. Ich kenne die wichtigsten Eckdaten der Geschichte, die Hauptrivalen …aber hauptsächlich weiß ich genau, wie es sich anfühlt, den Namen des Vereins auf der Zunge zu haben und ihn auszusprechen. Ich …“
Bill kommt mit einem leicht belämmerten Gesichtsausdruck zurück.
„Da ist kein Koffer im Auto, Mister McCormick.“
Ich spüre, wie mir das Blut in die Wangen schießt, als ich mich plötzlich beim Verlassen des Charterflugzeugs sehe – ohne Koffer!
„Oh wie peinlich, der ist wahrscheinlich noch im Flugzeug!“
„Ach, das macht doch nichts,“ lacht McCormick. „Bill fährt gern für Sie nach Manchester und holt ihn.“
Ich drehe mich höchst verlegen zu Bill um.
„Es tut mir…“
Jetzt lacht auch Bill. „Ach Unsinn, Sie haben doch gemerkt, dass ich gern Auto fahre. Ich hol Ihnen den Koffer in Nullkommanix, verlassen Sie sich drauf.“
Eingedenk meiner Erfahrungen halte ich „Nullkommanix“ nur für eine leichte Übertreibung…
Ich atme ein paar mal tief ein, dann drehe ich mich wieder zu McCormick.
"Und zu Ihrer zweiten Frage - wenn ich das richtig gelesen habe, ist bereits morgen das nächste Ligaspiel angesetzt, right?"
(Oh Himmel hilf! Ich fange an, in Anglizismen zu reden! Bloß gut, dass wir gerade auf englisch parlieren, da fällt es nicht so auf...)
Mir gegenüber nickt ein Kopf zustimmend.
"Gut, dann ist die erste Amtshandlung Treffen mit Staff und Mannschaft. Und zwar alle. Vom Co bis zum Jugend-Assistenten und alle Mannschaften bis runter zur U19."
Der Kopf nickt erneut, erneut wirkt es zustimmend.
Eine Stunde später stehen wir auf dem Trainingsplatz.
Drei Stunden später haben wir ganz ordentlich umverteilt und die neu zusammengestellte Erste Mannschaft nimmt ihr erstes lockeres Lauftraining unter ihrem neuen Cheftrainer Henry "Smith" Schmit auf.
Oh und ich hab mich gleich mitten in die Nesseln gesetzt, weil ich Ben Barlow, den entschlossensten der ganzen Bande mal so eben zum Kapitän gemacht habe...
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Vanarama National League
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Einen Ergänzungsspieler zum Kapitän machen? Why not? :D
Die wievielte Liga ist das denn? Lange her, daß ich in England mit einem Verein gespielt habe.
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Kapitel 4: Salvo
23.10.2032, Sheffield, England
Ein Cheftrainer bei Wednesday steht beidbeinig im Medienfokus – und wenn er vorher in der ersten Liga und sogar im Europacup gearbeitet hat, gilt das natürlich umso mehr.
Da ist es dann auch völlig egal, dass die National League die fünfthöchste englische Spielklasse und damit außerhalb der professionellen Football League ist.
Der Name „Sheffield Wednesday F.C.“ ist eben nicht nur einer der wohl ungewöhnlichsten Clubnamen im Fussball, sein Träger ist auch einer der ältesten Fussballclubs überhaupt.
1867 als „The Wednesday“ und Ableger des „Wednesday Cricket Clubs“ gegründet, haben die Blauweißen eine ebenso bewegte wie ruhmreiche Geschichte vorzuweisen. Höhepunkte sind dabei die vier englischen Meisterschaften (1903, 1904, 1929, 1930), die drei FA-Cup-Siege (1896, 1907, 1935) und der League-Cup-Erfolg (1991).
Vom League Cup mal abgesehen sind die absoluten Glanzzeiten der Nordengländer allerdings schon ein ganzes Jahrhundert her. Nach 1990 gabs grad mal noch den erwähnten Sieg im League Cup, einen dritten Platz in der Premier League (1992) und je eine Finalteinahme im FA Cup und League Cup (beide 1993).
In den dreißig Jahren danach haben die Owls dann eine nicht für möglich gehaltenen Abwärtsspirale durchlebt:
Bis zur Saison 1997/98 noch in der Premier League, folgte dem Abstieg innerhalb von 10 Jahren sogar der Sturz in die drittklassige League One. Zwar gelang bald darauf die Rückkehr in die Championship, aber nach 2020 begann der zweite, heftigere Sturz, nicht zuletzt deswegen, weil der Aufstieg mit exorbitanten Ausgaben einherging, die den Verein beinahe in die Auflösung getrieben hätten (2010).
2022 League One, 2023 League Two, 2026 sogar zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des Clubs der Absturz in die Fünftklassigkeit. Und auch wenn im Jahr darauf sofort die Rückkehr in den Profifußball gelang, war das nur ein kurzes Aufflackern, denn es ging sofort wieder runter.
Seit 2028 gehört Wednesday Jahr für Jahr zu den Aufstiegsfavoriten – und Jahr für Jahr schaffen sie es, besagtem Aufstieg aus dem Weg zu gehen, meist durch erfolgreiches Versagen in den Playoffs.
Und jetzt, in der Saison 2032/2033, scheint nicht einmal das mehr erreichbar zu sein.
Die Owls dümpeln im unteren Mittelfeld der Tabelle herum, ein Abstieg scheint wahrscheinlicher als ein Erreichen der Playoff-Ränge.
Na, genau das soll sich jetzt unter meiner Leitung ja ändern.
~ ~ ~ ~ ~
Meine erste Pressekonferenz ist um 9:30 angesetzt und als ich den Raum betrete, hab ich Mühe, meinen Unterkiefer im Zaum zu halten. Der will nämlich ohne Zeitverzug Richtung Fußboden abzischen.
Wenn ich das richtig schätze, sitzen hier gut dreißig Pressevertreter. DREISSIG! In der FÜNFTEN LIGA!
Ich schlucke kurz, hole dann tief Luft und folge McCormick und Pressesprecher Ben Allen aufs Podium.
Wir schauen uns kurz an, dann nickt McCormick unmerklich und Allen ergreift das Mikro und das Wort.
Allen: Herzlich Willkommen zur außerordentlichen Pressekonferenz des Sheffield Wednesday F.C., wir freuen uns sehr, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Ich begrüße unseren Head of Sports Darren McCormick – und natürlich unseren neuen Trainer Henri Schmit.
McCormick: Danke Ben. – Ich schließe mich dem herzlichen Willkommensgruß an. Wir sind sehr glücklich, einen so erfahrenen und erfolgreichen Coach für unseren Club gewonnen zu haben und sind überzeugt davon, dass wir mit ihm zurück in die Erfolgsspur finden. Und damit kommen wir bereits zu Ihren Fragen!
Pressefritze 1: Herr McCormick, „erfolgreich“ trifft auf die letzten Monate Schmits in Rotterdam ja nun gar nicht zu. Wieso glauben Sie, er wird hier - zwei Tage nach seinem Rücktritt bei Sparta – mit klarem Kopf Erfolg bringen?
McCormick: Weil Henri Schmit ein nachweislich höchst erfolgreicher Aufstiegstrainer ist, der sowohl mit Echternach als auch mit Rotterdam unter widrigen Bedingungen die Erwartungen weit übertroffen hat.
Pressefritze 2: Herr Schmit, … oh, ist es in Ordnung, wenn ich englisch spreche? Ich sehe keinen Dolmetscher.
Schmit: Sicher, ich spreche englisch seit meiner Schulzeit.
Pressefritze 2: Danke. – Warum haben Sie einen so herben Abstieg inkauf genommen? Schon den Schritt vom Champions-League-Teilnehmer Jeunesse Esch zum damaligen Zweitligisten Sparta haben ja nicht alle verstanden. Was sagen Sie Leuten, die Ihren Schritt aus der Erst- in die Fünftklassigkeit verwunderlich finden?
Schmit: Sehen Sie das Logo auf meinem Trainingsanzug? *grinst* Haben Sie eine Ahnung, wie gut es sich anfühlt, dieses Logo tragen zu dürfen? Es gibt in Europa eine Handvoll Vereine, die für mich immer eine Überlegung wert sind, völlig unabhängig von der Liga. Jeunesse Esch ist einer dieser Vereine – und Sheffield Wednesday auch. Damit meine ich nicht, dass ich als Kind in Wednesday-Bettwäsche geschlafen habe *grinst noch breiter* - das wär auch unverschämt gelogen.
Was allerdings nichts daran ändert, dass ich eine ziemlich kurze Liste von Vereinen im Kopf habe, von denen mir ein Vertragsangebot immer mehr bedeuten wird als von anderen … Clubs, die ich wirklich gern mal trainieren möchte … bei denen ich Teil der Vereinsgeschichte werden möchte, ums pathetisch zu sagen …. und Sheffield Wednesday ist Teil dieser short list.
Mit anderen Worten: ich bin verdammt stolz, als Trainer hier auf diesem Podium sitzen zu dürfen. Und ich hoffe, dass ich das Vertrauen des Vereins durch Erfolg zurückzahlen kann. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut, soweit ich das bisher gesehen habe.
Pressefritze 17: Haben Sie schon einen Eindruck von der Mannschaft gewinnen können? Wenn ja, wie fällt Ihr erstes Fazit aus?
Schmit: Wir haben gestern zwei Trainingseinheiten durchgeführt, wir haben ja auch nicht viel Zeit bis zum ersten Spiel gegen den United F.C. – Mein Eindruck ist wie gerade schon angedeutet gut, ich denke, ich verspreche nicht zuviel, wenn ich für heute abend eine kämpferisch bessere Elf auf dem Rasen in Aussicht stelle. Das spielerische Element werden wir natürlich nicht vergessen, aber heute liegt der Fokus zunächst klar darauf, wieder eine Mannschaft auf dem Feld zu sehen, die dem Gegner zeigt, dass im Hillsborough nichts zu holen ist.
Pressefritze 3: Was können Sie zur Taktik sagen?
Schmit: Dass wir eine haben. *lacht* Nein, im Ernst – für das erste Spiel werden wir nicht zu viel am taktischen Grundkorsett ändern. Das 4 1 4 1 meines Vorgängers ist eine gute Formation, die grundsätzlich zu den Spielern paßt. Ich weiß noch nicht, inwieweit wir in den nächsten Spielen auf die gleiche Ausrichtung zurückgreifen werden. Aktuell ist es meine vordringliche Aufgabe, dem Team den Glauben zurückzugeben, dass es in der Vanarama National kein einziges Team gibt, das wir fürchten müssen.
Respekt? Natürlich, den hat jeder Gegner verdient. Aber Angst? Nicht mit uns. Wednesday gehört rein qualitativ in die Spitzengruppe dieser Liga. Und deswegen – das können Sie jetzt gern als eine Art Vorschau auf die Zukunft sehen – werden wir perspektivisch von der jetzigen, eher reaktiven Spielidee zu einer aktiven Ausrichtung übergehen.
Pressefritze 6: Noch einmal zurück zu Ihrer vorherigen Station. Es gab Gerüchte, dass es zwischen Ihnen und dem Team zu schweren Zerwürfnissen gekommen sei, manche sprachen gar von einer Spielerrevolte. Wie ist Ihre Sicht der Dinge?
Schmit: *holt tief Luft und denkt einen Moment nach* Zunächst mal – es ist korrekt, dass die Spieler und ich zuletzt nicht mehr auf einer Wellenlänge waren. Revoltiert hat allerdings keiner, ich hatte das Privileg, bei Sparta mit einem Team hochprofessioneller Fussballer arbeiten zu dürfen, denen ich zutraue, mit meinem Nachfolger – wer immer das auch werden wird - den Turnaround und den Klassenerhalt zu schaffen.
Ich hatte noch nicht so viel Zeit, zurückzublicken, aber ich habe den Eindruck, dass das Grundproblem auf meiner Seite lag. Ganz platt gesagt habe ich zum einen nicht genau genug zugehört und zum anderen zu viele Veränderungen in zu kurzer Zeit zu implementieren versucht. Sie können sicher sein, dass mir das nicht noch einmal passieren wird.
Pressefritze 21: Sie haben angeblich Jack Neal als Kapitän abgesetzt und den 18jährigen Ben Barlow zum neuen Kapitän ernannt. Ist das korrekt und wenn ja, wie kam es zu dieser Entscheidung?
Schmit: Das ist korrekt, ja. Jack war nicht glücklich mit der Verantwortung und bat mich, eine andere Lösung zu finden. Ich habe die Mannschaft gebeten, mir drei Kandidaten zu nennen, die sie als Kapitän akzeptieren würden und habe mich unter diesen für Ben entschieden, da er ein hohes Maß an Siegeswillen, Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft mitbringt – Eigenschaften, die wir in der jetzigen Situation sehr, sehr dringend brauchen.
Pressefritze 21: Ist sein Alter nicht ein Problem für die Akzeptanz innerhalb des Teams?
Schmit: *zögert einen Wimpernschlag lang* … Nein.
Pressefritze 9: Sie haben ja einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Wo planen Sie mit Sheffield Wednesday am Ende des ersten, zweiten und dritten Jahres unter Ihrer Leitung zu stehen?
Schmit: Pläne sind so eine Sache. Sehen Sie, ich habe vor vier Monaten noch nicht geplant, heute hierzusitzen. Wednesday hat 2020 ganz sicher nicht geplant, in der Saison 32/33 in der National League zu spielen … Pläne sind oft nur so gut, wie die Realität es schlußendlich zuläßt.
Das Management und ich haben daher keinen exakt durchchoreographierten Fahrplan im Kopf, wir haben stattdessen aktuell nur ein Ziel, das klar definiert ist: am Ende meines aktuellen Kontraktes soll Sheffield Wednesday wieder Teil der Football League sein.
Wenn wir das vorher erreichen sollten, setzen wir uns erneut zusammen und passen die Zielsetzung an, ganz einfach.
Pressefritze 14: Sie sagten vorhin, Sie haben eine „short list“ im Kopf – mit Vereinen, bei denen Sie ins Grübeln kommen. Wer außer Wednesday und Esch steht denn da noch darauf?
Schmit: *lacht* Ich verrate Ihnen stattdessen einige Namen, die garantiert nicht darauf stehen, einverstanden? – FOLA Esch, Barnsley F.C., Rotherham United, Doncaster Rovers, Sheffield United, Leeds United.
Davon abgesehen: Ich habe es ernst gemeint, als ich sagte, ich sei stolz, hier Trainer sein zu dürfen.
Den nötigen Erfolg und das Vertrauen seitens des Clubs und seiner Fans vorausgesetzt, kann ich mir sehr gut vorstellen, hier länger als nur ein paar Jahre zu bleiben. Das heißt, das in absehbarer Zeit kein anderer Verein mit einem Angebot um die Ecke zu kommen braucht. Ich bin kein Trainerwandervogel.
McCormick: Wir danken für Ihr Erscheinen und freuen uns darauf, Sie alle heute abend zum Spiel wieder im Stadion begrüßen zu dürfen. Auf Wiedersehen.“
@Akumaru: Da Du ja sowieso eifrig mitliest, hab ich die Antwort auf Deine Frage einfach mal frecherweise in den Text mit eingebaut. ::) ;D
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Klasse, danke dir! Verwirrt war ich nur ob deiner Datumsangaben - im letzten Beitrag hieß es noch "22.10.2020" und jetzt auf einmal "23.10.2032" ... :P
Viel Erfolg wünsche ich!
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Klasse, danke dir! Verwirrt war ich nur ob deiner Datumsangaben - im letzten Beitrag hieß es noch "22.10.2020" und jetzt auf einmal "23.10.2032" ... :P
Viel Erfolg wünsche ich!
Gerne und danke. :)
Was Du mit der Datumsverwirrung meinst, weißt ich aber jetzt grad nicht. Echt nicht. *unschuldig pfeif*
(Danke für den Hinweis! Korrigiert.)
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Wednesday in der 5. Liga? :o
Viel Erfolg!
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@wrdlbrmft:
Ja, das ist schon echt ein Absturz.
Ich hab mal mit dem England-16.-Liga-File eine Simulation bis 2095 laufen lassen, da waren sie danach sogar als Amateurverein in ebenjener 16. Liga angekommen. :o
Und danke Dir! Freu mich über jeden, der hier mitliest. 8)
30.06.2033, Sheffield, England
Und dann stehe ich plötzlich zum ersten Mal als Trainer im ehrwürdigen Hillsborough, dem mit Abstand größten und großartigsten Stadion, in dem ich bisher gearbeitet habe.
Es ist natürlich nicht ausverkauft, nicht mal annähernd. Aber ein paar tausend Fans in der National League sind dennoch ein deutliches Zeichen dafür, was hier abgehen könnte, wenn Sheffield sich tatsächlich wieder in den oberen Ligen festbeißen könnte.
Wir werden unser bestes geben, damit das so schnell wie möglich passiert.
Und jetzt - in meinem ersten Spiel als Team Manager von Wednesday - können wir den ersten Schritt machen.
Entgegen meiner optimistischen Worte auf der Pressekonferenz hab ich gemischte Gefühle, weil die Leistungsfähigkeit der Jungs mich in die eine oder andere Richtung überraschen könnte - aber entgegen meiner Worte haben wir auch keine 4 1 4 1 Formation auf dem Feld - da ist der United of Manchester F.C. vielleicht auch überrascht? Man wird sehen.
Wir laufen im 4 2 2 1 1 auf, das wir je nach Spielverlauf in ein klassischeres 4 2 3 1 ändern können.
Und wir überraschen den United FC tatsächlich.
Ikechukwu in der Sturmspitze, Traynor in seinem Schatten und hinten Kennelly, der den defensiven Laden zusammenhält - das sind die Garanten für das fulminante 4:1, dass mich in seiner Deutlichkeit doch ein bißchen überrascht.
Die drei Genannten sind ehrlich gesagt zu Höherem berufen, ich würde mich sehr wundern, wenn die nächsten Sommer noch für Wednesday spielen - aber solange sie hier sind, werden sie das Grundgerüst meiner Elf bilden. Es ist einfach ein Augenschmaus, denen zuzuschauen, wie sie das Spiel regelrecht zelebrieren.
In den folgenden Wochen wird schnell deutlich, dass der "Auftaktsieg" kein Strohfeuer war, sondern dass meine Änderungen zusammen mit dem wiedergefundenen Selbstbewußtsein der Mannschaft genau die richtige Mischung ergeben.
Wir holen aus den ersten 4 Ligaspielen 10 von 12 möglichen Punkten.
Mit stolzgeschwellter Brust (immerhin sind wir schon auf den 9. Platz geklettert) fahren wir zum Erstrunden-FA-Cup-Spiel nach Yeovil, die als Drittligist natürlich Favorit sind, auch wenn ihre Saison bisher eher bescheiden verlief.
Wir ergattern ein eher glückliches 1:1 und dürfen daher zuhause nochmal ran - vor fast 20.000 Fans, die uns erfolgreich nach vorn peitschen, so dass wir am Ende mit einem - erneut glücklichen - 2:1 in die 2. Runde des FA Cups einziehen.
Das bringt uns auch gleich noch einen warmen Geldsegen - wobei das Geld hier in Sheffield eh kein Problem darstellt. Ich habe ein doppelt so hohes Gehaltsbudget wie in Rotterdam zur Verfügung (3,8 Millionen Euro) - und das Transferbudget ist mit 6,5 Millionen einfach obszön hoch.
Aber wenn man als Fünftligist mal so eben schlappe 22 Millionen auf dem Konto hat, kann man auch mal solche Budgets aufrufen...
Ich denke allerdings nicht dran, die auszuschöpfen. Stattdessen liege ich dem Vorstand ab Tag 3 mit meinem Wunsch nach Verbesserungen der Infrastruktur in den Ohren.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass das so langsam eine obsessive Störung bei mir wird, aber objektiv betrachtet sind die Scouting-, Rekrutierungs- und Trainingsbedingungen (sowohl in der Jugend als auch bei den Herren) die einzigen wirklichen Schwachstellen bei Sheffield.
Das Stadion ist dagegen mit seinen knapp 40.000 Plätzen, mit Hybridrasen, Rasenheizung und Überdachung nicht nur erstliga-, sondern europareif.
Oh und Sitzplätze natürlich. Ausschließlich Sitzplätze.
Den Grund dafür kennt in England niemand besser als die Wednesday-Fans, denn der Grund heißt "Hillsborough-Katastrophe"....
Zurück zu erfreulicheren Themen.
Auch die zweite Novemberhälfte und der Dezember sind äußerst erfolgreiche Monate für uns.
Wir verlieren zwar das Wiederholungsspiel im FA Cup gegen die Forest Green Rovers und scheiden damit in der zweiten Runde des FA Cups aus - aber dafür halten wir uns in der FA Trophy (die die Owls noch nie gewonnen haben!) und vor allem in der Liga schadlos.
Bis Silvester stehen 7 Ligaspiele auf dem Programm - wir verlieren zwar eins (beim FC United, die uns gnadenlos auskontern) und spielen einmal Unentschieden (was sehr ärgerlich ist, weil wir damit dem Tabellenletzten einen Punkt schenken), aber wir gewinnen eben auch 7x und stehen damit zum Jahreswechsel auf einem Playoffplatz. Zur Tabellenspitze und damit dem einzigen direkten Aufstiegsrang fehlen uns 17 Punkte, aber der ist ja auch gar nicht das Ziel. "Playoffs erreichen", das ist die (auch schon sehr optimistische) Zielsetzung gewesen.
Wir haben jetzt auf jeden Fall reichlich Schwung und Rückenwind, den wir im neuen Jahr in beiden noch aktiven Wettbewerben nutzen.
Auch die - alles andere als überraschenden - Abgänge von Traynor, Kennelly, Neal und Jukes können daran nichts ändern.
Zumal Sheffield Wednesday immer noch einen sehr guten Namen hat und die Ersatzoptionen daher reichlich vorhanden sind.
Wir entscheiden uns schlußendlich für Richardson (für die Offensivflügel), Cumming (als offensiven Spielgestalter), Kouta und Banahene (unsere neue Doppelsechs).
Viel überraschender als die Abgänge ist der (vorläufige) Verbleib von Ikechukwu. Der Nigerianer ist unsere Tormaschine und netzt in fast jedem Spiel. Gern auch mal doppelt.
Höhepunkt seiner Saison ist sein Fünferpack (!) beim 6:0 gegen Rochdale.
Der mannschaftliche Höhepunkt - auch gleichzeitig das Spiel, das mich um Jahre altern läßt - ist der Spektakelheimsieg gegen York City, die zu diesem Zeitpunkt noch Tabellenzweiter sind:
(https://i.ibb.co/qJD5rBb/SWed-3232-best-Comeback.png) (https://imgbb.com/)
0:3, 4:3, 4:4.
Und in der 94. Minute, quasi mit dem Abpfiff, Ikechukwu mit dem Tor des Tages, als er von der Strafraumkante direkt abzieht und unhaltbar in den linken Winkel einnetzt.
Die Jubelszenen auf den Rängen in den Minuten danach kann man nicht beschreiben.
Als die Transferperiode endet, hat sich das Gesicht der Mannschaft auf etlichen Positionen notgedrungen verändert (wir hatten insgesamt fast ein Dutzend Abgänge), aber das Bild, das wir auf dem Rasen abgeben, ist das gleiche geblieben.
Mit einem kleinen, aber feinen Unterschied:
Mit dem Zugang von Richardson haben wir endlich die langgesuchte offensivstarke Option auf dem linken Flügel gefunden, die Barlow/Belcher auf der rechten Seite ideal ergänzt. Richardson zieht im Gegensatz zu seinem Gegenstück aber sehr gern nach innen und hat einen vernünftigen Abschluß, so dass wir offensiv sehr variabel und schwer auszurechnen sind.
Formationstechnisch schlägt sich das so nieder, dass wir ab Mitte Februar standardmäßig im 4 2 3 1 auflaufen und nur zur Ergebnissicherung noch auf das 4 2 2 1 1 zurückgreifen.
Und wie sehen die Ergebnisse aus?
Nun, zwischen dem 01.01.33 und dem 18.04.33 spielen wir 18 Ligapartien und gewinnen davon 15 bei gerade einmal 3 Unentschieden.
Wir schieben uns weiter und weiter in der Tabelle nach oben, ab Ende März sind wir Zweiter, mit allerdings immer noch 10 Punkten Rückstand auf den einsam thronenden Spitzenreiter Wycombe Wanderers.
Der leistet sich dann jedoch zum ungünstigsten Zeitpunkt, ,ämlich im Saisonendspurt, eine heftige Schwächephase. Höhepunkt ist das 4:5 am 40. Spieltag zuhause gegen Boston United - nach 4:0-Führung!
Wir rücken Punkt für Punkt näher.
Wenn wir uns anschauen, wie die letzten Begegnungen aussehen, müßte aber weiterhin ein mittelgroßes Wunder geschehen, damit wir noch direkt aufsteigen.
Alleine die letzten beiden Spiele - jeweils auswärts bei Ebbsfleet und Boston, beide selbst dick im Playoffgeschäft - sind massive Hürden für uns.
Zumal wir ja nicht nur alles und jeden schlagen müssen, sondern gleichzeitig darauf hoffen müssen, dass die Wanderers ihre letzten beiden Spiele verlieren, denn zum Anpfiff des 45. Spieltages haben wir 5 Punkte Rückstand.
Dass wir überhaupt da oben stehen, grenzt an ein Wunder, wenn man sich den Rückstand ansieht, den wir seit Ende Oktober aufgeholt haben.
Wir planen also realistisch für die Playoffs und gehen in den ersten von zwei "Endspieltagen", die wir nur zu 50% in der Hand haben.
Einziger Hoffnungsschimmer:
Wycombe hat ebenso zwei Auswärtsspiele - und Cheltenham und Wigan sind auch dicke Brocken.
Am Ende des 45. Spieltages dürfen wir tatsächlich weiterhoffen - denn während wir Ebbsfleet mit sage und schreibe 6:1 aus deren eigenem Stadion ballern, leistet sich der Tabellenführer eine bittere 1:2-Pleite in Cheltenham (die damit den Playoffrang auch rechnerisch endgültig sichern).
Die Ausgangslage ist vor dem letzten Spieltag also wie folgt:
Wycombe und wir spielen natürlich definitiv in den Aufstiegsplayoffs, das steht ja schon seit Wochen fest.
Wenn Wycombe im letzten Spiel mindestens so viele Punkte holt wie wir, steigen sie direkt auf. Wenn sie unentschieden spielen oder verlieren, während wir gewinnen, steigen wir auf.
Beide Teams sind also zum Siegen verdammt.
Und wir müssen auswärts gegen Boston ran, gegen die wir zuhause verloren haben.
Davon lassen wir uns aber nicht verunsichern, sondern lösen unsere Aufgabe am Ende durchaus souverän - 2:1 gewonnen, Punkte im Sack, unseren Teil geleistet, damit die Überraschung möglich bleibt.
Und dann beginnt das bange Warten auf das Ergebnis von Wigan Athletic gegen Wycombe Wanderers.
AUFSTIEG!!!
(https://i.ibb.co/25PB5LJ/SWed-3233-Finale.png) (https://imgbb.com/)
Sheffield Wednesday hat es tatsächlich geschafft und nach einem absoluten Katastrophenstart doch noch den direkten Aufstieg in die Sky Bet Two (und damit in den Profifussball) wahr gemacht!
(https://i.ibb.co/LhPnLgR/SWed-3233-Ergebnisse.png) (https://ibb.co/wrLM9Qg)
(https://i.ibb.co/LPXg51j/SWed-3233-Tabelle.png) (https://ibb.co/mBVy84Z)
Dass wir zwei Wochen später dann auch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die FA Trophy holen - und uns damit echt undankbar gegenüber Wigan Athletic zeigen, deren Sieg gegen Wycombe am letzten Spieltag ja entscheidend für unseren Aufstieg war - geht fast ein bißchen unter.
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Was für eine bombenstarke Leistung!
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Unbelievable, Jeff!
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@Lumpi, die Herkunft dieses Zitats mußte ich tatsächlich erstmal googlen, ich hab kein Sky. :D
01.09.2033, Sheffield, England
Wednesday ist also zurück im Profifussball.
Wir haben uns fest vorgenommen, dass es diesmal nicht nur ein einjähriges Gastspiel wird und haben sofort nachdem der Aufstieg feststand, fieberhaft an Zugängen gearbeitet.
Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, Aufstiegshelden zu halten.
Die Hälfte der Stammelf der Vorsaison hat entweder Gehaltsvorstellungen, die mir das Lachen des Wahnwitzes in die Mundwinkel treiben - oder Angebote von höherklassigen Vereinen, denen wir wenig entgegenzusetzen haben.
Wir verlieren im Endeffekt eine zweistellige Anzahl an Spielern und holen fast genausoviele Neue.
Das Gesicht der ersten Elf verändert sich zur neuen Saison daher erneut.
Im Tor haben wir gleich vier Spieler zur Auswahl - was nicht ganz freiwillig ist, aber wir können Hawkins und Manga ja nicht einfach fristlos auf die Straße setzen.
Beide haben, das haben wir in der Vorsaison gesehen, nicht das Zeug, um eine Liga höher sicherer Rückhalt zu sein.
Sie stehen also auf der Transferliste, trainieren aber weiterhin ganz normal mit.
Sie haben theoretisch sogar die Chance, zu weiteren Einsätzen zu kommen - aber realistisch betrachtet ist kein Vorbeikommen an Neuzugang Amos und an Joseph, der aus der U23 zum Team stößt.
(https://i.ibb.co/5hnnKST/SWed-3334-Tor.png) (https://imgbb.com/)
In der Defensivzentrale hat uns Bates verlassen, bei der Suche nach einem Ersatz haben wir einen echten Coup gelandet. Der Litauer Jugendspieler Darius Verbickas hatte keine Zukunft bei Manchester United und wechselt ablösefrei nach Sheffield, wo er als Stammspieler an der Seite des nur unwesentlich erfahreneren Amadi eingeplant wird.
(https://i.ibb.co/2MXKkZz/SWed-3334-Abw-zentral.png) (https://ibb.co/DM3KRrB)
Für die Abwehrflügel können wir in der neuen Saison aus dem Vollen schöpfen, bei den Zugängen haben wir vor allem auf drei Dinge geachtet: professionelles Auftreten, physische Stärke und Flexibilität.
Heißt: unsere Flügelspieler sind in der überwiegenden Mehrzahl problemlos in der Lage, beide Seiten zu beackern. Situationen wir im letzten Frühjahr, als uns für die linke Seite alle Alternativen ausfielen, sollten so sehr unwahrscheinlich werden.
(https://i.ibb.co/z5G4NdF/SWed-3334-Abw-Fl-gel.png) (https://ibb.co/g7zR6Yd)
Die neue Doppelsechs besteht komplett aus Spielern, die bei meinem Amtsantritt noch nicht hier waren. Gesetzt sind zunächst Johnson und Banahene, Kouta muß auf seine Chance hinarbeiten.
Zusätzlich kann hier - wie auch im Deckungszentrum und im Mittelfeld - der von Tottenham geliehene McCarthy aushelfen.
(https://i.ibb.co/3CvKX1W/SWed-3334-MF-def.png) (https://ibb.co/S3cSTN0)
Unsere offensive Dreierreihe ist ebenfalls komplett neu. Links verdrängt Edwards vorerst den jungen Richardson, in der Mitte ist der neue Superstar Cumming gesetzt (der bereits im letzten Winter als Ersatz für den abgewanderten Traynor gekommen war) und rechts spielt sich in der Vorbereitung Dallas fest, der zumindest zu Saisonbeginn den Vorzug vor Belcher und Barlow erhält.
(https://i.ibb.co/59VjGBR/SWed-3334-MF-off.png) (https://ibb.co/VN8CJ2q)
Im Sturm hingegen herrscht Konstanz auf dem Stammplatz. Ikechukwu, mit fast 40 Pflichtspieltreffern unsere Aufstiegsversicherung aus der Vorsaison, ist und bleibt die Nummer eins. Hinter ihm streiten sich Neuzugang Echsner und die Vorjahres-Nummer 2 der Rangordnung, Elkins, um Einsatzzeiten.
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Insgesamt sieht der Kader also vorerst so aus:
(https://i.ibb.co/9hHvYL3/SWed-3334-Kader.png) (https://ibb.co/kJ2ycf6)
Stärken sind ganz klar die Physis und der Blick für den Nebenmann (plus die Bereitschaft, mit diesem zusammenzuarbeiten).
Schnelles, gut abgestimmtes Passspiel soll auch die Grundlage für den Erfolg (lies: Klassenerhalt) bilden, nur Kampf ist uns zu wenig, für zu viele individuelle Mätzchen soll aber andererseits auch kein Platz sein.
Beim Saisonaufgalopp teilt uns der Vorstand mit, dass in der Liga ein mutiger Kampf gegen den als höchst wahrscheinlich angesehenen Abstieg das Ziel sein müsse.
Im FA Cup soll die dritte Hauptrunde erreicht werden, was anhängig vom Losglück eine echte Herausforderung werden könnte.
Im früheren League Cup, der inzwischen Carabao Cup heißt, sollen wir wenigstens die erste Runde überstehen - ein Ziel, das nach der Auslosung, die uns zum Zweitligisten Stoke City schickt, nicht eben realistisch erscheint.
Und in der EFL Trophy, die aktuell von leasing.com gesponsert wird, ... da gibts keine Ziele. Dort können wir also testen, Spielzeit verschaffen und nach Herzenslust verkacken...
Am interessantesten finde ich ehrlich gesagt das Ligaziel. Bei den Buchmachern sind wir nämlich der Topfavorit auf den Aufstieg - und zwar noch bevor die Zugänge von Echsner und Al-Amin bekannt werden. Na wir werden uns nicht beschweren, wenn der Vorstand dermaßen tiefstapelt!
(https://i.ibb.co/PZMF8pn/SWed-3334-Saisonziele.png) (https://ibb.co/ccwkd5H)
Wir spielen eine erfrischend erfolgreiche Vorbereitung - was allerdings nicht überraschend ist, wenn man bedenkt, dass ich konsequent unterklassige Gegner ins Hillsborough einlade.
Ziel ist einzig und allein, die Abläufe im Team unter nicht zu harten Wettkampfbedingungen einzuüben.
Der erste echte Härtetest ist demzufolge der Ligastart beim AFC Wrexham.
Die Waliser sind nochmal drei Jahre älter als Wednesday, bei diesem Spiel kann man also wirklich vom "Treffen der Traditionen" sprechen.
Leider gibts von der Begegnung selbst nicht allzuviel zu berichten - außer dass wir vor dem Tor deutlich erfolgloser sind als noch in den Testspielen.
Immerhin stehen wir aber hinten bombensicher und so gibts wenigstens einen Punkt für uns.
Eine Woche später bei der Heimpremiere gegen Newport County klappt das schon deutlich besser.
Wir brauchen zwar fast eine Stunde, bis Ikechukwu den Knoten löst, dafür schnürt er innerhalb von 5 Minuten gleich mal den Doppelpack. Edwards macht zehn Minuten vor dem Ende den Sack zu.
Nur drei Tage später fällt die Entscheidung, ob wir unser erstes Saisonziel erreichen oder verfehlen. "Zweite Runde erreichen" lautet die Vorgabe für den League Cup.
Da wir bei Stoke City zu Gast sind, entwickelt sich das zu einer harten Aufgabe - die wir überraschend meistern!
Mit dem 1:2 aus ihrer Sicht sind die Gastgeber am Ende sogar noch gut bedient.
Nächstes Ligaspiel, nächste Auswärtspartie - diesmal bei Oxford United. Wir erwischen einen absoluten Sahnestart. Mittelfeldstaubsauger Johnson nickt nach 85 Sekunden im Anschluß an die erste Ecke ein, der Rest ist Verwaltungs- und Sparmodus.
Das sieht gegen Port Vale dann schon ein bißchen anders aus. Die Gäste geraten völlig unter die Räder und können sich bei unseren Offensivspielern bedanken, dass sie am Ende nur 4:0 verlieren.
Walsall hat da wohl besonders gut hingeschaut und schafft es, unsere gegen Port Vale auf Hochtouren laufende Offensive komplett lahmzulegen. Wir lassen uns auch nicht lumpen und nehmen die Gästestürmer aus dem Spiel - am Ende eines solchen Spieles kann dann eigentlich nur ein 0:0 stehen. Steht auch.
Dann steht auch schon die zweite Runde im League Cup / Carabao Cup an. Salford aus der League One ist zu Gast und stellt uns wie Walsall vorher vor schier unlösbare Probleme - 88 Minuten lang. Dann versuchen wirs mal nicht selbst, sondern schießen den Salford-Verteidiger Wilson an. Von diesem "Über-Bande-Spielen" ist der vorher unüberwindliche Keeper Thompson so überrascht, dass er das Eigentor nicht verhindern kann. 3. Runde, wir kommen!
Das letzte Ligaspiel im September steigt in Southend. Wir kommen jeweils kurz vor Ende der Halbzeiten zu einem Torerfolg, Southend nicht einmal zu einer einzigen klaren Torchance. Logisches Endresultat: 2:0-Auswärtssieg.
Kurz vor Monatsende beginnt dann auch die Gruppenphase in der aus meiner Sicht reichlich sinnfreien leasing-com Trophy. Wir treffen auf die U23 von Manchester City, spielen herausragend mit, ohne aber allzu gefährlich zu werden. City hat im gegenzug eine einzige echte Torchance - und das ist genau eine zuviel. 0:1 am Ende.
(https://i.ibb.co/3NrQFVK/SWed-3334-Ergebnisse-Jul-Aug.png) (https://ibb.co/7WYLpBh)
Fazit der ersten zwei Monate: das könnte ein herausragendes Jahr für Wednesday werden, nur die Inkonstanz im Sturm müssen wir beheben.
In der Defensive dagegen gibt es niemanden in der Liga, der auch nur annähernd unser Level errreicht. Nach sechs Spieltagen hat unsere neue Nummer ein John Amos noch nicht ein einziges Mal hinter sich greifen müssen!
(https://i.ibb.co/qpLCMnx/SWed-3334-Tabelle-Jul-Aug.png) (https://ibb.co/jD9zv5H)
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Hm ... laut Screenshot seid ihr aber DER Aufstiegsfavorit mit einer Quote von 2.00?
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Hm ... laut Screenshot seid ihr aber DER Aufstiegsfavorit mit einer Quote von 2.00?
Schreibt er doch auch.
Schöne 'aktuelle Station' übrigens. Hat mich motiviert auch nochmal einen letzten Save im FM20 zu starten. Es hat mich dieses Mal zu Hull City in die League One verschlagen. Haben ein ganz ausgewogenes Team mit vielen jungen Talenten, ein vernünftiges Stadion, noch etwas Geld auf dem Konto und der Aufstieg in die Zweite Liga ist nicht unbedingt Pflicht. Nachteil: Der Besitzer will den Verein verkaufen - das gibt natürlich Unsicherheit. Vielleicht aber ein gutes Sprungbrett für die weitere Karriere.
Nicht exakt LLM und auch nicht ganz weit unten angefangen. Ich spiele aber ansonsten mit den LLM Regeln, die Du ja auch schon genannt hast. Mal schauen, wie es so läuft. Vielleicht berichte ich auch.
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Hm ... laut Screenshot seid ihr aber DER Aufstiegsfavorit mit einer Quote von 2.00?
Schreibt er doch auch.
[...]
Und ich kann offensichtlich nicht lesen. :-[
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@Akumaru:
Ich lese eher raus, dass ich meinen Text leserlicher gestalten muß. :)
@Tony Cottee:
Danke für das Lob!
Mußte jetzt glatt selbst nochmal nachlesen, wie meine Regeln am Anfang aussahen.
Und ja, das ist kein "echtes" LLM, aber dafür sind Clubs wie Sheffield auch einfach zu reich. Mit (aktuell) 26 Millionen auf dem Konto ist es einfach unrealistisch, beispielsweise kein eigenes Scouting zu betreiben.
Bin übrigens froh, dass ich - in weiser Voraussicht? - diesmal nicht die bei mir in Managerspielen übliche Regel aufgestellt habe, pro Transferperiode maximal 2 Spieler holen zu dürfen.
Da wär ich schon in Luxemburg nach kurzer Zeit mit grauen Spielern aufgelaufen - und selbst hier in Sheffield war der Aderlaß in der ersten Saison exorbitant.
Mal sehen, wie das weitergeht, eigentlich steh ich viel mehr auf eingespielte, verschworene Mannschaften. Mit einer derart hohe Fluktuation wird das wohl erstmal nix werden. :D
(Wobei es realistisch ist, dass ein Team mit einem derartig unfassbaren Lauf wie das Wednesday der Vorsaison Scouts und in der Folge Käufer auf den Plan ruft.)
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Ich les da mega gerne mit, hab Anfang Woche angefangen und die "Story" verschlungen. Bin sicher immer mit dabei in Zukunft - lass nicht zu lange warten Sheffield wieder in die PL zu führen!
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Ich les da mega gerne mit, hab Anfang Woche angefangen und die "Story" verschlungen. Bin sicher immer mit dabei in Zukunft - lass nicht zu lange warten Sheffield wieder in die PL zu führen!
Danke, freut mich, wenns gefällt! PL wird aber wohl noch ein bissl dauern - wenn ich überhaupt so lange bei Wednesday Trainer sein darf. Wie man in Rotterdam gesehen hat, kann eine Erfolgssur ja auch ganz schnell zum Abstellgleis werden. (5€ ins Kalauerschwein. :D)
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krass, wie fest abgestürzt wednesday war, als du sie übernommen hast. nun geht es aber schnell wieder aufwärts - viel erfolg :)
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@mrjones: Wenn sie noch in der Championship gespielt hätten, wär ich wahrscheinlich nicht dahin gewechselt. So, als gefallener "Riese", ist der Reiz viel größer. ;)
Und danke! :)
01.01.2034, Sheffield, England
Am 7. Spieltag kassieren wir im Auswärtsspiel bei Crawley dann doch die ersten Gegentore. Dank einer diesmal gnadenlos effektiven Offensive um Doppelpacker Ikechukwu gehen wir aber dennoch erneut als Sieger vom Platz.
Auch bei den Queens Park Rangers, die einen grauenvollen Saisonstart mit 8 Niederlagen am Stück hinlegen, und gegen Stevenage bleiben wir siegreich, so dass wir mit breiter Brust nach Coventry fahren, um beim Premier-League-Abstiegskandidaten um den Einzug in die 4. Runde des Carabao Cups zu spielen. Die Hausherren haben zwar ihre liebe Mühe mit uns, schlagen uns schlußendlich aber nicht unverdient mit 2:1. Ist nicht so schlimm, die Liga ist eh wichtiger. Viel wichtiger.
Und die Spieler treten dementsprechend entschlossen auch in den nächsten Ligaspielen auf.
Bei den MK Dons müssen wir in der Schlußphase zwar ein wenig zittern, gegen Cambridge ist nach einem Doppelschlag in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aber sehr früh alles klar.
Damit holen wir im September 15 von 15 möglichen Ligapunkten, bleiben vor den vermaledeiten Doncaster Rovers Erster im Tableau und gehen entspannt in den Oktober, in dem auch die leasing.com-Trophy startet. Diese hat, wie erwähnt, für uns maximal Testspielcharakter, so dass wir die Spiele dazu nutzen, Reservespielern Praxis zu verschaffen und taktische Kniffe zu probieren.
In der Liga ist der Oktober der Monat, in dem wir die ersten Punkte liegenlassen. Grimsby und Luton trotzen uns jeweils Unentschieden ab, aber da auch alle anderen Spitzenteams mehrfach patzen. bauen wir unseren Vorsprung auf den ersten Playoffrang sogar ein wenig aus - auf nun schon 11 Punkte.
(https://i.ibb.co/8c9TfRB/SWed-3334-Ergebnisse-Sept-Okt.png) (https://ibb.co/m8412YB)
Der November beginnt mit unserem persönlichen Spiel des Jahres: in Doncaster erwartet uns nicht nur einer unserer Erzrivalen, sondern auch die Möglichkeit, den Vorsprung auf die Relegationsränge auf 14 Punkte auszubauen, denn die Rovers liegen auf Platz vier, mit 4 Punkten Vorsprung auf den Fünften.
Wir gehen mit der ersten Ecke in Führung, kontern Doncasters Ausgleich innerhalb von 120 Sekunden und legen kurz nach Wiederanpfiff das 3:1 nach. Danach ist Schaulaufen angesagt, der junge Burdett macht kurz vor Ende dann den Deckel drauf. Derbysieger!
Leider verlieren wir in diesem Monat unser erstes Ligaspiel, gewinnen aber immerhin fünf andere. Oh und im FA Cup demontieren wir Wigan Athletic in ihrem eigenen Stadion mit 4:0 und dürfen zur Belohnung das nächste Pokalspiel zuhause gegen den Ligarivalen Walsall bestreiten.
Das nervenaufreibendste Ligaspiel findet bei Tranmere statt, wo wir 86 Minuten lang näher an einer Niederlage als an einem Sieg sind und uns mehrfach bei Amos bedanken dürfen, dass wir nicht in Rückstand geraten - nur um dann in 7 Minuten noch 3 Tore zu schießen und den Spielverlauf komplett auf den Kopf zu stellen.
Drei Tage danach besiegen wir Walsall im Sparmodus mit 1:0 und stehen damit in der 3. Runde des FA Cups - nächstes Saisonziel eingetütet!
Der Dezember ist dann wieder ein fast makelloser Monat - ein einziges Gegentor versaut uns die komplett weiße Weste, wir gewinnen jedes Spiel und können, realistisch betrachtet, aufgrund der Tabellenkonstellation schon mal für die League One planen.
(https://i.ibb.co/n0HV6hf/SWed-3334-Ergebnisse-Nov-Dez.png) (https://ibb.co/9vFfcR2)
(https://i.ibb.co/RHg0npz/SWed-3334-Tabelle-Dez.png) (https://ibb.co/120qVf8)
Im Kader gibt es wieder einiges an Bewegung in diesem Halbjahr. Da uns beide Ersatztorhüter aufgrund mangelnder Perspektive verlassen, benötigen wir da natürlich, nunja, Ersatz und verstärken uns mit dem jungen Schweden Lorentzon.
Für den in die erste Liga abwandernden Garbutt wird Stevenson nach links außen rücken, die dadurch entstehende Lücke hinten rechts füllen wir vorausschauend schon im November mit einem ungarischen Talent namens Toth.
Der von Tottenham geliehene McCarthy lehnt eine Festverpflichtung weiterhin ab, so dass wir vorsorglich schonmal einen Ersatz verpflichten - wobei Lamptey viel, viel mehr als ein schnöder Ersatz zu werden verspricht.
Gleiches Spiel auch in der Innenverteidigung - der Nigerianer Amadi möchte unbedingt weg, wir holen dafür einen jungen vielversprechenden Engländer namens Whittaker ins Team, der als Bonus gleich noch eine deutlich höhere Schnelligkeit aufweist, was bei unserer hohen Verteidigungslinie nur gut sein kann.
Und dann schnappen wir uns auch noch zwei Jungs, von denen ich eine Menge Spaß in der Zukunft erwarte. Christian Noah und Danny Lane sind zwar zunächste eher als Ersatzspieler gedacht, aber zumindest Noah macht den etablierten drei Stürmern (plus Dallas, der in dieser Halbserie aber meist außen vor ist) von Tag eins an eine Menge Druck und kommt bereits im Spätherbst zu seinen ersten beiden Startelfeinsätzen, die er prompt mit sechs (!) Toren in zwei (!!) Spielen rechtfertigt.
(https://i.ibb.co/sgSfRr4/SWed-3334-Zug-nge-Winter.png) (https://ibb.co/hg569vN)
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Auch wenn die Saison noch eeewig lang ist, scheint der Aufstieg doch sicher zu sein. Die Gehälter sind für die vierte Liga nicht von schlechten Eltern ... Aber scheint ja Standard in Englands Ligen zu sein.
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Der Aufstieg ist dir kaum zu nehmen. In der vierten englischen Liga sind aber auch schon einige gute Pöhler dabei.
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Niederungen Englands. "mühsame" und lange Saisons. Zum Glück hast du einen guten Vorsprung, das sollte reichen.
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@Akumaru: Oh ja, die Gehälter sind schon echt heftig. Das Gehaltsbudget für die neue Saison ist mal eben auf 8,5 Millionen Euro veranschlagt worden - das kann so mancher Erstligist in anderen Ländern nicht stemmen....
Aufstieg sicher? Man wird sehen...
@knufschu: Da laufen wirklich einige herum, die auch gut weiter oben spielen könnten. Irgendwie spinnt gefühlt auch die innere Logik des FM da ein wenig. Teilweise völlig überqualifizierte Spieler kommen erst total begeistert zu Dir, spielen zwei Jahre, entwickeln sich kein Stück weiter und verlangen dann plötzlich das Zehnfache des bisherigen Gehaltes oder weigern sich gleich rundeheraus, zu verhandeln, weil der Verein ja soweit unter ihrer Würde ist. :D
@Karagounis: Ich mag die "Niederungen" in England ehrlich gesagt beinahe lieber als die PL. Da oben herrscht der blanke finanzielle Wahnsinn. :D Bin übrigens begeistert, dass auch Du hier mitliest.
01.06.2034, Sheffield, England
Das Jahr 2034 beginnen wir standesgemäß mit einem weiteren Sieg, beim 1:0 gegen die Bristol Rovers ragt vor allem Defensivabräumer McCarthy heraus. Der von Tottenham geliehene Halbschotte ist ein solder Kaderspieler, eine Verlängerung der Leihe streben wir allerdings nicht an. Und einer Festverpflichtung steht er weiterhin ablehnend gegenüber. Die Zeichen stehen also auf Trennung.
Gegen Burton gewinnen wir ebenfalls, Grimsby schlachten wir beim 6:0 sogar regelrecht ab. Auch Newport County muß dran glauben, diesmal muß Keepaer Amos jedoch wieder mal einen Ball aus dem eigenen Netz holen - ein relativ seltener Frustmoment für ihn in einer Saison, in der er seinen Stammplatzanspruch aufs Nachdrücklichste mit kontinuierlicher Leistung untermauert.
Im Spiel darauf schone ich dann gleich acht Stammkräfte - und entsprechend müde ist der Kick auch. Das 0:0 gegen Wrexham ist absolut leistungsgerecht.
Gegen Oxford soll es besser werden - aber wir schaffen es nicht, ein 3:1 über die Zeit zu bringen und kassieren in der 89. und 94. Minute noch zwei Tore zum 3:3-Endstand.
Nach diesen zwei Unentschieden ist das 3:1 bei Walsall dann endlich der ersehnte nächste Dreier - und gleichzeitig das Spiel, in dem Uche Ikechukwu sein letztes Tor für Sheffield Wednesday erzielt.
Denn kurz vor dem Ende der Transferphase verpasst uns Leyton Orient noch einen gehörigen Schock und verpflichtet unseren nigerianischen Sturmtank ür 150.000 Euro. Immerhin können wir uns 50% der Weiterverkaufssumme sichern.
Natürlich ist der Schock im Endeffekt gar nicht sooo groß, immerhin hat ihm Noah eh mehr und mehr den Rang abgelaufen. Aber das binden wir Leyton natürlich nicht auf die Nase...
(https://i.ibb.co/8zG7ZQq/SWed-3334-Ergebnisse-Januar.png) (https://ibb.co/3fVCZP2)
März, Frühling, Sonne, die ersten Blumen!
Und leider großzügige Geschenke meiner Abwehr an Manchester City im FA Cup. Im Auswärtsspiel der 4. Runde setzt es eine auch in dieser Höhe völlig verdiente 4:0-Klatsche, deren schmerzhafte Wirkung durch 1,5 Millionen Euro Zuschauereinnahmenbeteiligung nur unzureichend abgemildert wird.
Danach sind wir aber sofort zurück in der Aufstiegsspur, gewinnen 3 weitere Ligaspiele in Folge uns können im Auswärtspiel bei Exeter City mit einem Unentschieden den direkten Aufstieg bereits am 36. Spieltag auch rechnerisch perfekt machen.
Unentschieden sind langweilig, finden meine Jungs - und verprügeln die Gastgeber beim 8:1 nach Strich und Faden. Überragender Mann ist Dallas, der 3 Tore und 2 Vorlagen beisteuert. Er hat sich schnell in die Rolle des 3. Stütmers hinter Noah und Echsner eingefügt und liefert zuverlässig, wann immer ich ihn aufstelle.
Ein weiterer Sieg - diesmal bei Peterborough - rundet einen in der Liga äußerst erfolgreichen Monat ab.
(https://i.ibb.co/wSGfmmq/SWed-3334-Ergebnisse-Februar.png) (https://ibb.co/dPCRYYv)
Drei Spieltage später bringen wir auch die Viertligameisterschaft beim 1:0 gegen Fylde unter Dach und Fach - und der Rest der Saison ist Schaulaufen. Allersdings sind wir weiterhin bestrebt, jedes SPiel zu gewinnen - insbvesondere die Nachwuchsspieler und die aus der zweiten Reihe, die jetzt vermehrt Cahncen bekommen, sprühen vor Energie, um sich anzubieten. Und so schießen wir zB die stolzen Queens Park Rangers Ende März endgültig in den Amateurfussball...
(https://i.ibb.co/1GbRwXx/SWed-3334-Ergebnisse-Maerz.png) (https://ibb.co/YBbfqdG)
Im April geben wir dann beim 2:2 ggen Crawley nochmal Punkte ab, danach gibts zum Saisonausklang aber nur noch Siege.
(https://i.ibb.co/wWGFRJ2/SWed-3334-Ergebnisse-April.png) (https://ibb.co/LtjX8Qs)
nach einer dermaßen überragenden Saison ist es wohl eher weniger überraschend, dass wir sogar einen neuen Punkterekord in der League Two aufstellen - zwei Punkte besser als der alte Rekord von Hull City.
(https://i.ibb.co/TgD2Zrn/SWed-3334-Tabelle-Ende.png) (https://ibb.co/KrchYmQ)
Noah holt sich die Torjägerkanone, gleich sechs unserer Spieler werden in die Elf des Jahres gewählt, ein gewisser Henri Schmit wird Trainer des Jahres... Erfolg auf der ganzen Linie.
Und weil wir so erfolgreich sind, können wir auch ein halbes Dutzend Spieler davon überzeugen, zu uns zu wechseln, die eigentlich bessere Angebote gehabt haben müßten.
Von verschiedenen Erst- und Zweitligisten verpflichten wir sechs aufstrebende Nachwuchskicker, die dort zwar keinen neuen VErtrag erhielten, uns jedoch hoffentlich in der League One weiterhelfen werden ... und zumindest der Ire Clancy ist sofort für die Erste vorgesehen. Mark Dallas verläßt uns nämlich Richtung Chartlon Athletic, die den Aufstieg in die Premiere League denkbar knapp verpaßt haben und mit frischer Offensivpower einen neuen Anlauf wagen wollen.
(https://i.ibb.co/PwVBHYj/SWed-3334-Zug-nge-Saisonende.png) (https://ibb.co/wM2DmLg)
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Bombastische Leistung! QPR ab sofort fünftklassig. Das ist schon eine Hausnummer.
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@Akumaru:
Ja, war schon nicht ganz schlecht. :D
Zu QPR: ich ringe mit mir, ob ich die quälend langsamen Berechnungszeiten beschleunige oder die unteren Ligen Englands (unterhalb der Fooball League) auch weiter simulieren lasse.
Es reizt mich schon, in ein paar Jahren zu wechseln und zB QPR aus der 6. oder 7. Liga wieder hochzuführen...
Einschub: Taktik und Grafik
Der neue Saisonbericht wird noch dauern, mein Rechner-Opa benötigt mehr und mehr Zeit zur Berechnung der Tage, Wochen, Monate.
Deswegen gibts erstmal ein Lebenszeichen in anderer Form.
Bevor ich euch meine aktuelle Taktik vorstelle, möchte ich hier die Werbetrommel rühren.
Und zwar für "Regen Custom Face Script - Accurate skin and hair" und "FM20 Better Regen Faces - FIFA Edition":
https://www.fmscout.com/a-regen-custom-face-script-fm20.html (https://www.fmscout.com/a-regen-custom-face-script-fm20.html)
https://www.fmscout.com/a-fm20-better-regen-faces-fifa-edition.html (https://www.fmscout.com/a-fm20-better-regen-faces-fifa-edition.html)
Wen es immer schon gestört hat, dass die vom Spiel generierten neuen Kicker so ... äh ... optimierungsbedürftige Gesichter haben, der stößt beim Behebungsversuch ja immer auf diese Wand namens "Riesenaufwand". Für jedes einzelne Nachwuchskickerlein muß man sich ein Bild aussuchen, das muß in den Ordner, die ID will rausgesucht werden, das Bild muß umbenannt werden ... alles nicht schwer, kann einen aber beim jährlichen Youth Intake schonmal Stunden der knappen Freizeit kosten.
Die beiden Mods oben beheben das Problem.
Das Script weist - nach ein wenig Vorarbeit, die ab dem 2. Mal nicht länger als 3-5 Minuten dauert - allen ausgewählten Spielern, die kein Originalbild haben, zufällig eines aus einem Pool zu. Der zweite Mod ist einfach eine riesige und bereits korrekt sortierte Menge an eben diesen qualitativ sehr hochwertigen (gezeichneten) Spielerbildern.
Und das beste: laut der Readme muß für das Script die Sprache des Spiels eigentlich englisch sein.
Klingt doof, oder?
Nun, was die Readme verschweigt: nachdem das Script die Bilder zugewiesen hat, kann man die Sprache gefahrlos wieder auf Deutsch zurückstellen. Wer also nicht auf englisch spielen kann oder will, muß dies auch nicht.
Ich hab alle meine Spieler mit neuen Bildern versehen und es ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht!
So, und nun zur versprochenen Taktik.
Ich bin nämlich stolz wie Oskar: ich habe im FM 20 eine mehr oder minder funktionierende Kontertaktik gefunden. Nix Gegenpressing, nix hohe Pressing- und Abwehrlinie, einfach gutes altes "Gegner anlocken, Ball erobern und ab geht die Luzie!"
(https://i.ibb.co/6vsDv9t/SWed-3435-Taktik.png) (https://ibb.co/f80r86N)
Die Ergebnisse sind natürlich bei weitem nicht so überwältigend wie irgendeine beliebige Knap-Gegenpressing-Taktik und einfach mit Sofortberechnung durch eine Saison hüpfen, nur weil man einer der stärksten Vereine ist, könnt ihr auch glatt vergessen.
Aber dafür hab ich endlich wieder Spannung und Nervenkitzel bei den einzelnen Spielen - und ich werde vor allem mit Spielzügen verwäöhnt, die ich im FM noch nie selbst hinbekommen habe. Ansatzweise erinnern die Überfallangriffe an Klopps BVB:
Der Gegner läuft sich in meiner Abwehr (oder noch besser, bei meinem Tiefen Sechser bzw Vertikalen Spielmacher) fest, verliert den Ball und darf dann einem 30-Meter-Pass zusehen, der zielsicher entweder den Stoßstürmer oder einen der beiden Flügelflitzer erreicht, die ihrerseits dann den Stoßstürmer in Szene setzen.
Es gibt Steilpässe zwischen drei Verteidigern hindurch auf meine Stürmer Noah, der - dank Antritt und Schnelligkeit 16 :o - meist schnell genug ist, den Ball als erster zu erreichen.
Ich sehe schnelles direktes attraktives Passspiel ... hach Kinners, ihr glaubt nicht, wie schön der FM plötzlich ist.
Und das beste: es ist meine allererste komplett ohne fremde Hilfe gebastelte FM-Taktik. Ich hab zwar auch schon vorher Taktiken selbst gebaut, aber da gabs immer Inspirationen, ansatzweise Vorlagen (oder ganz am Anfang auch mal eine runtergeladene gegenpressing-Taktik, die ich minimal verändert habe ... :angel: ).
Selbstbeweihräucherung Ende, ich muß jetzt mal schauen, wie ich meine Truppe nach der denkbar unglücklichen FA-Cup-Niederlage bei Zweitligist Swansea wieder aufrichte.
Wenn wir ... den direkten Aufstiegsplatz
... nicht gefährden wollen, können wir uns keine Ausrutscher mehr leisten. Und 5 Stammkräfte fallen mit Covid, Zerrungen und Beinbrüchen aus, zwei weitere sind gesperrt.
FM 20 at its best, sozusagen. ;D
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Das Script und die Faces sehen gar nicht mal so übel aus. Es gab in der Vergangenheit schon mal ein Regen-Facepack, welches die zusätzlichen Bilder aber einfach nur zufällig verteilt hatte. Da konnte ein Japaner dann schon gern mal aussehen, als wären seine Vorfahren mit ihrem Langboot zufällig über Irrwege in Japan gelandet und hätten sich nur untereinander vermählt. Sprich: weiß wie eine Birke, rote Haare, Sommersprossen. :D
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@Akumaru: Bisher ist mir ein solcher Fauxpas noch nicht untergekommen, das Script scheint stabil zu laufen. Und ich bin echt begeistert, weil mir jetzt erst so richtig auffällt, wie sehr mir die alten Gesichter eigentlich auf den S.. gegangen sind. :D
15.06.2035, Sheffield, England
The Owls are back!
Also zumindest in der Championship.
In einer Saison voller Erfolge - und mit einer großen Überraschung - wird Sheffield Wednesday am Ende der Favoritenrolle gerecht und steigt in die zweithöchste Spielklasse Englands auf.
Das heißt ganz nebenbei gesagt auch, dass in der nächsten Saison Erzrivalen-Duelle gegen Sheffield United anstehen, was ab dem Tag, als unser Aufstieg feststeht, Dauerthema der Sportsendungen in der Stadt wird.
Aber der Reihe nach:
Zu Beginn unserer League-One-Saison tun wir unser Bestes, die neuen Jungspunde ins Team zu integrieren - und ignorieren tapfer den Fakt, dass der "Herrenkader" der Owls immer mehr einem Zeltlager der Pfadfinder gleicht, rein alterstechnisch gesprochen.
Es ist uns aus unerfindlichen Gründen nicht möglich, erfahrene Leute zu verpflichten - meist scheitert es an den Gehaltsforderungen.
Da wir massive Investitionen in die Infrastruktur tätigen und weitere geplant haben (meine Obsession, ich erwähnte es ja bereits), gilt eine Gehaltsobergrenze von 250.000€ per annum. Und zwar für eine Handvoll Spitzenverdiener. Alle anderen sollen bei 125.000€ oder weniger landen.
Das sind Summen, für die man in Cardiff (dem neben uns höchstfavorisierten Team) nichtmal einen Busfahrer einstellt, wenn man den Gazetten glauben mag. Während wir für alle Mannschaften zusammen reichlich 5 Millionen Euro Gehaltskosten haben (was außerhalb Englands fast nirgendwo für Drittligateams bezahlt wird), sind es in Cardiff mal eben 25 Millionen!
Das könnten wir uns eine Saison lang vielleicht auch geradeso leisten - wir haben fast 20 Millionen auf der hohen Kante - aber danach wären wir pleite.
Uns bleibt also nur der Weg, junge, hungrige Talente zu verpflichten, die entweder zuwenig Spielzeit bei ihren Vereinen erhalten oder für nicht gut genug befunden und wie Sauerbier auf dem Transfermarkt angeboten werden.
Auf diese Weise kommen wir in der Winterpause der Vorsaison an Christian Noah, so schnappen wir uns auch Michael Powell und Shane Clancy - und so leihen wir auch Jason Hyland vom Erstligisten Sunderland, als uns kurz in der Winterpause Darius Verbickas gen Spanien verläßt.
Aus unserer Jugendmannschaft stoßen mit Brunning fürs defensive Mittelfeld und mit Torhüter Douglas zwei große Talente zum Erstligakader, andere Talente verlassen uns und wechseln für mehr oder weniger große Abslösesummen - und folgen damit dem Beispiel unseres dritten Törhüters der U19, Bobby Signey, der in der Vorsaison mal eben für das Vierzigfache seines Marktwertes (!), also 600.000€ (und eine 50-prozentige Weiterverkaufsbeteiligung), zu Chrystal Palace gewechselt war.
Den hatte ich schon glatt vergessen - bis mir McCormick eines schönen Julimorgens einen Kontoauszug zeigt, auf dem eine Summe als Zahlungseingang verbucht ist, auf die ich mir nun so gar keinen Reim machen kann.
"Sieben Millionen fünfhunderttausend Euro", lese ich und schaue McCormick verwundert an. "Wo kommt das denn her?" Er grinst: "Signey ist letzte Woche nach Schottland gewechselt, das hier ist unsere Verkaufsbeteiligung." Jetzt grinsen wir beide. Der ehemalige Ersatz des Backups unseres U19-Torhüters hat mit seinem Wechsel in den Norden unsere gesamte Bautätigkeit dieser Saison bezahlt! Naja, fast jedenfalls.
Zurück zum Herrenkader - in dem steht mit Jack Smart noch genau ein einziger Ü-23-Kicker, als die ersten Vorbereitungsspiele beginne, alle anderen sind noch in der U23 spielberechtigt.
Keine schöne Situation, auch die Presse sinniert, ob uns diese Unerfahrenheit nicht das Genick brechen wird.
Zunächst mal ist es jedoch eher unsere Unbekümmertheit, die auffällt.
In den Vorbereitungsspielen schlagen wir eine Handvoll unterklassiger Gegner mit Kantersiegen, die das Selbstvertrauen der Jungs - ganz wie geplant - gehörig stärken.
Höhepunkt ist sicherlich das 14:0 gegen Horncastle, der Gewinner der Vorbereitung heißt insgesamt sehr eindeutig Christian Noah. Unsere neue Nummer 9 schießt nie weniger als 2 Tore, mehrmals gelingt dem jungen Franzosen sogar ein Hattrick. Natürlich ist er zum Ligastart gesetzt - wo ihm allerdings erstmal sehr wenig gelingt.
Die Tore schießen andere, Clancy zum Beispiel, der uns am zweiten Spieltag in der 96. Minute vor einer Niederlage bewahrt, oder Christoph Echsner, dem zum Auftakt direkt ein Doppelpack gelingt, obwohl er in der ungewohnten Rolle als Hängende Spitze hinter Noah aufgeboten wird.
Noah wiederum braucht den Pokal, um warm zu werden - in Hartlepool schießt er uns per Doppelpack im Alleingang in die nächste League-Cup-Runde. Und im vierten Spiel gegen Mansfield gelingt ihm dann auch endlich sein erstes Ligator.
Nur gerät das völlig zur Randnotiz, denn wir schlagen die bedauernswerten Gäste mit sage und schreibe 8:1 - und die sind damit noch gut bedient!
Überhaupt präsentieren wir uns in der Anfangsphase der Saison offensiv wuchtig (wenn auch oftmals nicht allzu effizient), defensiv fehlt dagegen ein bißchen die Abstimmung, auch der Tatsache geschuldet, dass wir stets und ständig wegen Sperren und Verletzungen umbauen müssen. Die Folge sind Gegentore in so gut wie jedem Spiel, die auf dem Papier teils wackelige Siege vermuten lassen, wo es in natura doch eher Machtdemonstrationen sind.
Selbst beim Auswärtsspiel in Stoke im League Cup führen wir bis zur 87. Minute völlig souverän mit 2:0, ehe uns zwei individuelle Abwehraussetzer um den Lohn der Mühen bringen und wir gegen den Zweitligisten ins Elfmeterschießen müssen - wo uns dann, bei dem Spielverlauf nicht eben nicht überraschend, die Nerven versagen.
(https://i.ibb.co/C5QBj6C/SWed-3435-Ergebnisse-Jul-Aug.png) (https://ibb.co/MD7nzfw)
Im Herbst setzen sich diese Ergebnisse fort - eine weitere Demontage wie Mansfield ergibt sich zwar nicht mehr, aber wir siegen und siegen und siegen.
Und dann kommt der 10. Oktober. Wir spielen in der Gruppenphase der EFL Trophy zuhause gegen den haushohen Favoriten Newcastle (also deren U23 natürlich) und schlagen sie völlig verdient mit 2:1.
Im Nachgang des Spieles schnappt sich ein übermütiger Reporter den Clubchef Culshaw und fragt ihn provokant, ob es ihm nicht peinlich sei, dass er einen Trainer beschäftige, der seit über 15 Jahren, egal wo er arbeite, stets und ständig das ewiggleiche Gegenpressing-System spielen lasse; ob er (Culshaw) eigentlich schon mal mit seinem Trainer gesprochen habe und sicher sei, dass dieser (also Schmit) sich seiner Verantwortung für die von großartigem Konterfußball geprägte Geschichte der Owls bewußt sei.
Das ist natürlich eine gewagte These, auch wenn Wednesday im Laufe von nun fast 170 Jahren mehrfach sehr erfolgreich Konterfußball gespielt hat.
Culshaw jedenfalls, entweder nicht ganz nüchtern oder eine Spur zu arrogant, antwortet dem Jungreporter, dass das alles längst geregelt sei und dass Sheffield Wednesday bereits im nächsten Spiel kontern würde, dass sich die Grashalme biegen.
Am nächsten Morgen begrüßt mich auf meinem Schreibtisch die folgende Seite-1-Schlagzeile des "Sheffield Telegraph":
""Culshaw: 'Die Owls kontern wieder!' "
Daneben handschriftlich: "Sofort umsetzen! J.C."
'Na geilo!', denk ich mir, aber er ist der Boss. Wenn er die Vereinskultur über Nacht auf den Kopf stellt, dann ist das zunächst mal sein gutes Recht.
Wird unsere Aufstiegshoffnungen - wir liegen zu diesem Zeitpunkt mit 5 Punkten Vorsprung auf Platz eins der Tabelle - vielleicht mit Karacho an die Wand klatschen, aber umsetzen müssen wir die Anweisung trotzdem erstmal.
Ich teile der Mannschaft also mit, welche großen Töne unser Chef gestern gespuckt hat und warte, bis sich das Gemurre gelegt hat. Wobei das gar nicht so heftig ausfällt, wie ich befürchtet habe.
"Konter ist doch gar nicht so schlecht, da müssen wir wenigstens nicht ständig mit pfeifenden Lungen nach hinten rennen, weil vorne irgendwer einen Fehlpass gespielt hat - sollen die Gegner doch rennen!"
In den nächsten Stunden arbeiten wir gemeinsam einen ersten Entwurf der Kontertaktik aus, die wir ab sofort verwenden wollen.
Um es kurz zu machen - die folgenden Wochen stellen das Nervenkostüm aller Beteiligten auf eine harte Probe. Wir liefern alles: Grottenkicks mit 0:0 als Endresultat, Ausgleich bei Abstiegskandidaten in der 92. Minute, 4:0-Galas ... es ist eine Achterbahn.
Und wir verlieren viel zuviele Punkte - und müssen dankbar sein, dass unsere Verfolger offensichtlich Angst haben, uns einzuholen.
Ab Mitte November wird es jedoch sukzessive besser und zum Jahreswechsel haben wir nach einer schönen Siegesserie bereits 9 Punkte Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz.
(https://i.ibb.co/3crG1CH/SWed-3435-Ergebnisse-Sept-Okt.png) (https://ibb.co/2dnmqkB)
(https://i.ibb.co/sVTGCzH/SWed-3435-Ergebnisse-Nov-Dez.png) (https://ibb.co/Ny0PrbS)
Während der Wintertransferperiode wird es dann nochmal ein bißchen wackelig, weil uns mit Verbickas die zentrale Figur in der Abwehr verläßt und gleichzeitig auch Mister Zuverlässig im Sturm, Christoph Echsner, neue Aufgaben sucht, aber auch diese Phase überstehen wir unbeschadet - ja wir stehen nach einem Sieg im Wiederholungsspiel gegen Championship-Vertreter Middlesbrough sogar in der 4. Runde des FA Cups.
Unsere Kontertaktik ist flexibel genug, dass wir mit allen möglichen Formationen und Taktiken zurecht kommen - insbesondere weil unsere Außen ihre Flügelpositionen je nach Situation und Bedarf sehr frei interpretieren können und dürfen und daher vom defensiven Unterstützer bis zum inversen Flügelstürmer alles spielen können - innerhalb des gleichen Spiels, versteht sich!
Viele der League-One-Mannschaften sind nicht in der Lage, das konsequent über 90 Minuten zu verteidigen.
(https://i.ibb.co/6yk3jLv/SWed-3435-Ergebnisse-Jan-Feb.png) (https://ibb.co/XWqhcMy)
Als der Februar zuende geht, haben wir demzufolge bereits 14 Punkte Vorsprung auf Rang drei - und so langsam laufen bei uns die Planungen für die Championship an.
Es sieht ganz danach aus, also ob wir den direkten Durchmarsch aus Liga 5 in Liga 2 schaffen könnten.
Auch der winzige Hänger, den wir uns Ende Februar/Anfang März leisten, ändert daran im Endeffekt nichts mehr.
(https://i.ibb.co/gFMkZGh/SWed-3435-Ergebnisse-M-rz-Ap-Mai.png) (https://ibb.co/G3vzQXN)
Aufstieg, Durchmarsch, Heiterkeit!
Wir verpassen den Punkterekord der League One zwar um einen Punkt, aber 19 Zählen Vorsprung auf Rang drei sprechen dennoch eine überdeutliche Sprache.
Noah schnappt sich dazu noch die Torjägerkanone mit 26 Treffern.
(https://i.ibb.co/WHmkkxd/SWed-3435-Tabelle.png) (https://imgbb.com/)
Natürlich weckt eine solche Saison Begehrlichkeiten.
Noah und Powell sind genauso auf dem Zettel anderer Vereine gelandet wie Keeper Douglas, der seit dem Spätherbst Amos im Tor den Rang abgelaufen hat.
Toth, Belcher, Elkins und Urgestein Smart sind aus unterschiedlichen Gründen ebenfalls auf dem Sprung.
Dieser Kaderüberblick wird wohl nicht mehr allzulang aktuell sein...
(https://i.ibb.co/TT7Cp2B/SWed-3435-Kader.png) (https://ibb.co/QcT5zQF)
Egal. Alles egal heute. Aufstieg!
Die Owls sind wieder in der Championship - da, wo vor 15 Jahren eines der deprimierendsten Kapitel der Vereinsgeschichte seinen Anfang nahm.
Wir sind fest entschlossen, dass ein erneuter Abstieg verhindert wird.
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GW zur Meisterschaft und zur Rückkehr in die Championship!
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01.01.2036, Sheffield, England
Championship. Endlich.
Wir gehen voller Optimusmus in diese neue Saison - Zielsetzung ist es, ein Mitmischen im Abstiegskampf zu vermeiden.
Die Medien und insbesondere die Buchmacher sind durchaus geneigt, uns da zuzustimmen:
(https://i.ibb.co/ssqfDHD/SWed-3536-Winter-Quoten.png) (https://ibb.co/frHgKvK)
Das erste Mal seit gefühlt einer Ewigkeit haben wir keinen großen Umbruch im Kader, obwohl uns mit Toth, Belcher, Elkins und Smart vier Spieler verlassen. Allerdings spielte von diesen nur Toth eine regelmäßige Rolle auf dem Feld.
Für die Kiebietze gibt es beim ersten Mannschaftstraining auch nur zweieinhalb Neue zu bestaunen.
Zum einen Trevor Carr, der nur ein halber Zugang ist, weil er aus der U23 hochgezogen wird. (Gleichzeitig geben wir John Amos per Leiihe an den League-Two-Verein Oxford United ab.)
Der Franzose Bouchiba ist dagegen ein echter Neuzugang, der Rechtsverteidiger soll vor allem Busumbru Beine machen, da dieser mangels echter Konkurrenz sehr durchwachsene Leistungen ablieferte. Dass der Neue mit seiner unglaublichen Antrittsschnelligkeit perfekt in unseren Konterfußball paßt, versteht sich von selbst. Hoffen wir jedenfalls.
Der andere Neuling ist ein absoluter Sensationscoup, dessen erfolgreicher Transfer uns auf die Titelseiten nicht nur der regionalen Presse brachte.
Marco Antonio Cárdenas ist ein englisches Sturmjuwel, das wir kurz nach seinem 18. Geburtstag erfolgreich vom Reading FC loseisen - dank einer Ausstiegsklausel von ehrlich gesagt lächerlichen 1 Million Euro.
Wir stechen mit dem Versprechen von Championship-Fussball (als Stammkraft) diverse Premier-League-U23-Angebote aus - und was uns besonders freut: Cárdenas lehnt auch einen Wechsel zu Sheffield United ab!
Obwohl wir das normalerweise vermeiden, müssen auch wir allerdings eine Ausstiegsklausel (über ebenfalls lächerliche 7,25 Millionen Euro) im bis 2038 laufenden Vertrag akzeptieren. Gezogen werden darf diese bis Saisonende 2037 von Vereinen, die in einer höheren englischen Liga spielen.
Cárdenas ist offensiv allroundtalentiert, lediglich die Kopfballstärke geht ihm ein wenig ab - dafür ist er aber ein passsicherer, mutiger, dribbel- und nervenstarker Teamplayer, der nicht zuletzt auch physisch eine Präsenz mitbringt, die für einen Stürmer seines Alters einfach herausragend ist. Seine Abschlussstärke ist das i-Tüpfelchen auf einem Zugang, der auf einen Schlag alle anderen zentralen Angreifer im Kader von der Pole Position verdrängt.
Vorschau:
Cárdenas schlägt ein wie die sprichwörtliche Bombe und entwickelt sich innerhalb eines halben Jahres zu einem der absoluten Kernbestandteile des Kaders - und er ist der erste Spieler, den ich seit seligen Escher Tagen erlebe, der imstande ist, die Rolle eines kompletten Stürmers vernünftig auszufüllen ...
(https://i.ibb.co/GWkDZxP/SWed-3536-Winter-Cardenas.png) (https://ibb.co/9b20x8Y)
Ein weiterer Coup gelingt uns im Trainerstab, wo wir die Manchester-United-Legenden Paul Scholes (61) und Phil Neville (58) als Assistenztrainer gewinnen können.
Im Verein geht das Gerücht, dass Eigner Culshaw ihnen - zu ihren bereits üppigen Trainergehältern - noch je eine siebenstellige Summe Beraterhonorare zahlt...
Je näher die Saison rückt, desto aufgeregter werden wir samt unseren Fans. Denn die Championship hält etliche traditions-, spannungs- und rivalitätsgeladene Derbies für uns bereits.
Rotherham United.
Barnsely FC.
Nottingham Forest.
Und vor allem: Sheffield United. Die verhaßten "Blades" und wir - das ist eine Rivalität, die seit fast 150 Jahren gehegt und gepflegt wird.
Die United-Anhänger haben die Owls in den letzten Jahrzehnten, in denen Wednesday mehr und mehr abgehängt wurde, permanent mit Hohn und Spott übergossen. "Lame Owls" ist noch der harmloseste Schmähname, den sie uns verpaßt haben.
Dabei sollten sie ganz ruhig sein. Wenn sich die Eigentümer von Bramall Lane nicht mit Wednesday über den Mietpreis für den Rasenplatz gestritten hätten und Wednesday nicht in der Folge dieses Streits in den Vorort Owlerton im Nordwesten Sheffields umgezogen wäre ... dann hätten eben diese Eigentümer nicht 1889 Sheffield United gegründet.
United hat ja nichtmal einen eigenen Spitznamen erfinden können. Denn wie hieß Wednesday vor dem Umzug? Richtig, "Blades"! Der neue Spitzname "Owls" kam dann erst nach dem Umzug nach Owlerton.
Sei es wie es sei, in den vielen vielen Jahren der Rivalität waren die Duelle immer heiß umkämpft und bisher hat keine Seite ein deutliches Übergewicht bei den Siegen erringen können.
Dennoch - oder gerade deswegen - haben alle beteiligten die Ligaduelle im Oktober und Dezember schon einmal dick und rot in den Kalendern markiert.
Aber bevor die Ligasaison startet, haben wir selbstverständlich noch etwas Zeit für einige Testspiele. Diese geben allerdings kwenig Aufschluss über unsere Leistungsfähigkeit - insgesamt 38 - 0 Tore in 5 Partien, darunter zum krönenden Abschluß ein 7-0 gegen den dritten bedeutungsvollen Sheffielder Verein: Sheffield FC, der älteste noch existierende Verein der Welt.
Unser neuer Sturmtank Gárdenas ist da noch nicht mit von der Partie, er kommt mit einer Verletzung zu uns und wird erst im zweiten Ligaspiel das erste Mal in der Formation stehen.
(https://i.ibb.co/58vBcck/SWed-3536-Juli.png) (https://ibb.co/T8Rmhh1)
Dann wirds ernst - wir starten mit einem Gastspiel bei Absteiger Brighton & Hove Albion, gefolgt von einem Heimspiel gegen Abstiegskandidat Accrington Stanley. Danach fordern uns nacheinander Bristol City, Plymouth Argyle und Middlesbrough FC, die allesamt in die Mitte oder gar obere Mitte des Tableaus gehören. Wir rechnen realistisch mit 4, vielleicht mit etwas Glück 6 Punkten nach diesem Auftakt.
Am Ende sind es 11 und wir sind nach 5 Ligaspielen Tabellendritter. Unser 4 1 1 3 1 mit Konteransatz scheint auch in der Championship zu funktionieren, defensiv sind wir selbst gegen Spitzenmannschaften wie Brighton und Middlesbrough absolut konkurrenzfähig. Und wenn unsere Sturmreihe Powell (Noce, Richardson) - Cárdenas (Clancy, Blake) - Noah (Blake, Richardson) nicht komplett aus dem Spiel genommen wird (wie es den beiden genannten Mannschaften gelingt) dann sind wir vorn auch nicht zu stoppen. 11-1 Tore (bei 2x 0:0) sprechen eine überdeutliche Sprache.
Dass wir inmitten dieser phänomenalen Anfangsphase auch noch die ersten beiden League-Cup-Spiele für uns entscheiden, paßt wunderbar ins Bild.
(https://i.ibb.co/pPGL59F/SWed-3536-August.png) (https://ibb.co/BPdCFSM)
Dass es nicht die ganze Saison so weiter gehen wird, ist uns natürlich klar - und so trifft uns der durchwachsene September nicht so hart wie einige unserer Fans, die nach den ersten Ligaspielen schon den vierten Aufstieg im vierten Jahr unter meiner Führung herbeiphantasieren.
Wenn man die Euphoriebrille mal absetzt, ist der September für einen Aufsteiger sogar ein höchste respektabler Monat.
Zum Auftakt gibts erneut ein 0:0, diesmal gegen Chrystal Palace. Wir stehen wiedermal defensiv sicher, versäumen es aber, unsere zwei wirklich guten Kontermöglichkeiten sauber zuende zu spielen.
Dann müssen wir gegen Manchester United zu einem Testspiel ran - wollt ich eigentlich nicht, aber die sind seit Juli völlig überraschend unser Partnerverein und meine Versuche, diese Partnerschaft umgehend zu beenden, schlugen mit Verweis auf eine Kündigungsfrist fehl. Erst zur neuen Saison können wir aus dem Vertrag raus.
Das Testspiel verlieren wir nach höchst respektabler Leistung knapp mit 0:1.
Das erste von vielen Derbies in dieser Saison gegen den FC Barnsley gewinnen wir dagegen knapp und äußerst glücklich mir 2:1. Doppeltorschütze Noah steht beim 1:0 knapp im Abseits, beim 2:1 in der 94. Minute hat der Schiri eigentlich schon die Pfeife zum Mund geführt, um abzupfeifen, läßt dann aber doch noch diesen einen letzten entscheidenden SAngriff zu ende spielen.
Kein Wunder, dass die Barnsley-Trainerbank nach dem Spielende vor Wut schäumt.
Der Gillingham FC, wo wir eine Woche später gastieren, wird sich erst recht verarscht vorkommen. Die führen nach 30 Minuten gegen eine - ich kanns nicht anders sagen - desolate Gästemannschaft mit sage und schreibe 3:0, um schlußendlich in der 97. (!!!) doch noch den Ausgleich zu kassieren.
Und das Unglaublichste:
Der Torschütze des Ausgleichs ist Ben Barlow. Der Ex-Kapitän ist eigentlich nur noch als Nummer vier auf dem rechten Offensivflügel eingeplant und nur in den Spieltagskader gerutscht, weil sich sowohl Blake als auch Lane verletzt haben. Im Spiel sitzt er bis zu 94. Minute auf der Bank, dann humpelt auch noch Christian Noah (der seit Cárdenas' Verpflichtung auf den rechten Flügel gewechselt ist) vom Feld und Barlow kommt zu seinem ersten Einsatz in der Herrenmannschaft seit fast einem halben Jahr. Und er benötigt exakt 2 Ballkontakte, um mit der letzten Aktion des Spieles doch noch einen Punkt für Sheffield Wednesday zu sichern.
(https://i.ibb.co/DfWpBK2/SWed-3536-Gilligham.png) (https://imgbb.com/)
Dass wir im Drittrundenspiel des League Cups bei Bradford City dann auch noch die Lotterie "Elfmeterschießen" gewinnen, nachdem wir 115 Minuten lang die schlechtere, allerdings auch defensivstarke, Mannschaft waren und nur per Elfmeter zum Ausgleich kommen konnten, ist irgendwie folgerichtig.
Zum Monatsabschluß müssen wir dann wieder gegen Norwich City ran, diesmal auswärts und in der Liga.
Und da ist unser Glück dann aufgebraucht. Wir sind eigentlich sogar richtig gut im Spiel, jedenfalls deutlich stärker als bei Bradford, aber irgendwie bekommen wir Norwichs Sturm nicht in den Griff.
Dreimal gehen sie in Führung, dreimal gleichen wir aus. Dem 3:4 in den 88. Minute haben wir dann aber nichts mehr entgegenzusetzen.
(https://i.ibb.co/QrPDF0y/SWed-3536-September.png) (https://ibb.co/WgkVWCm)
Oktober. Der Monat, in dem wir vier von fünf Ligaspielen gewinnen und am Monatsende dennoch unzufrieden sind. Warum?
Ganz einfach - erstens sind mehrere die Siege wieder mal sehr glücklich (die Siegtreffer gegen Brentford und Cardiff fallen in der 87. bzw 86. Minute). Zweitens scheiden wir total unnötig (!) bei Chelsea (!!) aus, weil wir keine unserer 6 dicken Konterchancen (!!!) ins Tor bekommen und im Gegenzug eines dieser Konter den spielentscheidenden Treffer kassieren.
Am schlimmsten aber: wir fiebern seit Monaten dem Heimspiel gegen Sheffield United entgegen, freuen uns einen Ast, dass die in der Liga kein Bein auf en Boden bekommen und zwischen 15. und 20, Platz pendeln ... und im Derby kaufen sie uns dermaßen den Schneid ab, dass wir uns danach bei Abwehrchef Hyland (der einen Schuß mit der Fußspitze von der Linie kratzt) und vor allem bei Keeper Douglas (der etliche Chancen bravourös zunichte macht) für den einen Punkt bedanken müssen. 0:0. Ein gutes 0:0, aber dennoch nur ein torloses Unentschieden.
(https://i.ibb.co/vQQHvSX/SWed-3536-Oktober.png) (https://ibb.co/NmmsnMT)
Im November stehen dank Länderspielpause lediglich vier Ligaspiele an - und es hätte nicht viel gefehlt und wir hätten nur einen einzigen Punkt aus diesen vier Spielen geholt.
Beim Tabellenvierten Swansea haben wir nicht den Hauch einer Chance und gehen mit 0:2 baden. Über ein 0:5 hätten wir uns auch nicht allzulaut beschweren dürfen, aber zum Glück haben wir ja Sean Douglas im Tor. Es ist unglaublich, wie gut und konstant dieser Jungspund schon ist.
Danach empfangen wir zum nächsten Derby Nottingham Forest. Die Gäste halten uns 92 Minuten lang erfolgreich vom Kasten fern, können aber Powells Siegtor in der 92. Minute nach Sololauf Blake auf der rechten Seite und nachfolgender butterweicher Flanke über die gesamte Verteidigung hinweg, exakt auf Powells heranfliegenden Kopf (samt Körper, glücklicherweise, wäre sonst ne ziemliche Sauerei geworden), nur bestaunen.
Zuhause gegen West Bromwich Albion verlieren wir dann verdient mit 0:1, ehe wir zum letzten Novemberspiel nach Stoke müssen. Stoke City ist zu diesem Zeitpunkt Tabellenzweiter und dementsprechend selbstbewußt. Unsere Defensive steht allerdings bombensicher und als uns Richardson (der den angeschlagenen Powell vertritt) in der 74. in Führung bringt, liegt kurz eine Sensation in der Luft. In den folgenden 16 Minuten demonstriert Stoke allerdings, warum sie zum engsten Kreis der Aufstiegsanwärter zählen - sie ziehen die Zügel und das Tempo merklich an, kommen innerhalb von 180 Sekunden zum Ausgleich und scheitern in den letzten 17 Minuten des Spiels (inklusive Nachspielzeit) nicht weniger als sieben Mal an Douglas, Pfosten (1x) oder Latte (2x)!
(https://i.ibb.co/pW0Nj0B/SWed-3536-November.png) (https://ibb.co/jV6qk6P)
Dezember.
Auf den Straßen Sheffields liegt knöchelhoch der Schnee, als wir bei Derby City ein verdientes 1:1 erkämpfen.
Und nachdem wir im nächsten Spiel Swindon Town mit 3:1 schlagen, sind wir plötzlich Vierter, mit nur einem Punkt Rückstand auf den Tabellenzweiten Brighton & Hove!
Das bekommt den Jungs irgendwie nicht so gut, denn beim Abstiegskandidaten Rotherham - ein weiteres Derby - verlieren wir trotz bester Chancen mit 1:2.
Damit nicht genug, verlieren wir auch das nun folgende Heimspiel gegen Tabellenführer Huddersfield.
Ich habe genug gesehen und ziehe den Schattenstürmer in Mittelfeld, so dass wir nunmehr mit einem eher langweilig-klassischen 4 1 2 3 auflaufen, wobei die beiden Mittelfeldspieler vorrangig Defensivaufgaben bekommen.
Die Wirkung ist augenscheinlich - wir überrollen Ipswich Town mit 4:0 und fühlen uns gut gerüstet für das zweite "Spiel des Jahres" - Sheffield United gegen Sheffield Wednesday!
Und es wird ein absoluter Fussball-Leckerbissen.
Beide Mannschaften präsentieren sich in Topform, was besonders bei United, die immer noch nur 16. sind, nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden konnte.
Noces Gästeführung egalisieren die Hausherren nach 22 Minuten mit einem unwiderstehlichen Flügelangriff, danach wogt das Spiel pausenlos hin und her, beide Teams gönnen sich keinerlei Atempausen.
Besonders auffällig - es wird mit harten Bandagen, aber fair gekämpft - die drei gelben Karten muß man nichtmal unbedingt geben.
Beide Torhüter haben einen absoluten Sahnetag und bringen zusammen mitden jeweiligen Abwehrreihen die Stürmer beider Mannschaften ein ums andere Mal zur Verzweiflung.
Es läuft bereits die 82. Minute, als United wieder einmal über ihre rechte Seite nach vorn drängt.
Der junge Teschi läßt sich von Noce kurz hinter der Mittellinie den Ball abluchsen.
Noce nimmt den Kopf hoch und schlägt aus dem Fußgelenk einen Zuckerpaß auf den genau im richtigen Moment in den Strafraum startenden Cárdenas, der seinem Bewacher mit drei großen Schritten enteilt, den Ball erreicht, als dieser gerade auftippt und ihn in einer fließenden Bewegung am völlig verdutzen Torhüter vorbei in die Maschen zimmert.
12 Minuten - und einige wütende United-Angriffe - später hat Sheffield Wednesday das ewige Duell United - Wednesday zumindest für eine Saison zu seinen Gunsten entschieden und Piero Noce und Mario Antonio Cárdenas sind neue Derbyhelden.
(https://i.ibb.co/j3f5g54/SWed-3536-Winter-Steel-City-Derby.png) (https://imgbb.com/)
Drei Tage später - am 29.12.2036 - macht sich Piero Noce bei den Fans noch ein bißchen beliebter, indem er ein wild umkämpftes Spiel gegen Swansea City mit seinem Treffer zum 3:2 in der 92. Minute zu unseren Gunsten entscheidet.
(https://i.ibb.co/qrRtkp5/SWed-3536-Dezember.png) (https://ibb.co/QK62rMd)
Damit geht Aufsteiger Sheffield Wednesday als Tabellenvierter mit komfortablen 46 Punkten in das Jahr 2036.
Bei jetzt schon 33 Punkten Vorsprung auf Rang 22 sollten die Owls mit dem Abstieg nichts zu tun haben - womit das Saisonziel schon erfüllt ist.
Alles, was jetzt noch kommt, ist also Bonus.
(https://i.ibb.co/P6Sbry5/SWed-3536-Winter-Tabelle.png) (https://ibb.co/W2TdHXc)
Ganz nebenbei haben wir schon vor einigen Wochen die Verpflichtung des jungen Walisers Chris Logan festgezurrt. Dieser soll im zentralen und im defensiven Mittelfeld langsam an die erste Mannschaft herangeführt werden, da es immer deutlicher wird, dass Banahene den Sprung auf Championshipniveau eher nicht mehr schaffen wird.
(https://i.ibb.co/NVLBSGz/SWed-3536-Winter-Kader.png) (https://ibb.co/RvCwyJW)
Wir gehen also wieder mal ziemlich entspannt in die restliche Rückrunde und harren der Dinge, die da kommen.
Und als erstes kommt unser Einstieg in den FA Cup - Heimspiel gegen Brighton & Hove!
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Wow, was für ein Auftakt! Und was für einen Goldjungen du an Land gezogen hast! So schnell wie möglich den Vertrag verlängern, um diese lächerlich niedrige AK zu streichen (oder deutlich zu erhöhen). Im Optimalfall steigt ihr natürlich vorher auf, dann ist die AK sowieso Geschichte. ;)
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8) nicht schlecht, das sieht mir ja nach durchmarsch aus in die Premier League. :D
Deine Taktik gefällt mir, hab die mir auch mal nachgebaut. ;D ... wenns dir nichts ausmacht.... 8)
Mit meiner Taktik, Spiele ja ein 4-4-1-1, komme ich zu relativ wenig Toren.
Vielleicht bringt es ja was, bin nämlich in der zwischenzeit ein wenig am "kränkeln" mit meinem Aston Villa....
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@Akumaru: "Verlängern und Ausstiegsklausel streichen!" - das ist leicht gesagt ... aber lies selbst. :D
@shortknife: Naja, so ein Durchmarsch aus der 5. in die 1. Liga, noch dazu in England, das hätte schon was. ^-^
Dass Du Dir meine Taktik genauer anschaust, find ich schmeichelhaft, da hab ich selbstverständlich nichts dagegen. Ich hoffe, die ist bei Dir ein bissl konstanter. Bei mir haperts da ein bissl, ich stell auch immer noch an den Schrauben rum......
30.06.2036, Sheffield, England
Das, was ab Januar 2036 auf mich einprasselt, ist die nervenaufreibendste Rückrunde meiner Karriere, soviel steht wohl mal fest.
Dabei sind wir eigentlich alle auf eine relativ entspannte Rückrunde eingestellt.
Was soll denn auch passieren?
Wir sind zwar aus dem League Cup ausgeschieden, aber dafür stehen wir in der Championship fantastisch da, finanziell könnte es kaum besser laufen, das Team hat nichts zu meckern ... wir haben nur ein einziges Saisonziel noch nicht erreicht und das ist das Erreichen der 4. Runde im FA Cup.
Dafür müssen wir zuhause lediglich Brighton & Hove schlagen, was uns dank eines späten Doppelpacks von - natürlich! - Cárdenas auch gelingt.
Die Gäste, die in der Liga hinter Huddersfield Richtung Premier League marschieren, haben in den 90 Pokal-Minuten kaum eine Chance - der Anschlußtreffer fällt erst in der 88. Minute - und wie sie unseren Goalgetter Cárdenas stoppen sollen, ist ihnen ganz offensichtlich ein Rätsel.
Apropos Cárdenas - der Bengel treibt mich seit Oktober in den Wahnsinn. Oder besser gesagt: sein Berater. Erst mault Pete Akins - so der Name des Sonnenscheins - ein paar Monate rum, dass der Vertragsabschluß noch nicht lange genug her sei, dann schwenkt er plötzlich auf eine andere Strategie um und erzählt uns, Mario habe Zweifel, dass das Team stark genug für seine Ambitionen sei. Jegliche Gespräche über eine Ausweitung des Kontraktes seien zwecklos.
Und der Spieler hat noch immer eine Ausstiegsklausel über weniger als 8 Millionen Euro im Vertrag!
Ungeachtet dieses Konfliktes spielt der Junge aber weiterhin auf allerhöchstem Niveau. Es ist für alle offensichtlich, dass er auf Dauer zu gut für die Championship ist.
Allein in der ersten Januarwoche erzielt er neben den beiden Pokaltoren auch noch ein Ligato bei Accrington Stanley und bereitet ein weiteres vor, er hat großen Anteil daran, dass der Januar für uns mit zwei Ligasiegen startet.
Vor dem nun folgenden Heimspiel gegen Brighton trennen die beiden Teams nur zwei Punkt, mit einem Sieg könnten wir sie überholen und - Schützenhilfe aus Nottingham vorausgesetzt - sogar auf den zweiten Platz springen.
Doch Brighton zieht uns diesen Zahn ganz fix. Càrdenas trifft zwar erneut, aber sein Treffer zum 1:2 in der 83. Minute hat nur noch kosmetische Wirkung.
Und als wir auch im zweiten Heimspiel in Folge gegen Kellerkind Bristol nur ein torloses 0:0 zustandebringen, ist der zweite Platz innerhalb von 3 Wochen nicht mehr 2, sondern 7 Punkte entfernt.
Ärgert uns aber nicht sooo sehr, intern sind wir eh der Meinung, dass ein weiterer direkter Aufstieg eher schädlich wäre. Wir brauchen mal eine Atempause, diese ständigen Aufstiege gehen - man solls nicht glauben - ganz schön an die Substanz.
Begleitet von solchen Gedanken gehen wir mal wieder in ein Spitzenspiel. Diesmal lautet die Paarung Fünfter gegen Sechster - Wednesday gegen Middlesbrough.
Wir liegen innerhalb von 60 Sekunden hinten und haben Glück, dass der Schiri den Gästen in der 7. Minute ein weiteres Tor wegen - knappen - Abseits' aberkennt.
Danach spielen aber nur noch wir. 28 Torschüsse und einen erneuten Cárdenas-Doppelpack zu Beginn der zweiten Hälfte später haben wir endlich wieder mal ein Ligaspiel gewonnen und damit auch ein wenig Selbstvertrauen vor dem FA-Cup-Duell gegen den Erstligisten Newcastle United.
Auf dem Papier sind wir krasser Außenseiter - Newcastle hat schließlich sogar noch Europaambitionen - auf dem Rasen dagegen fegen wir wir eine Stunde lang über die Gäste hinweg, dass denen Hören und Sehen vergeht. Bis auf Cárdenas' 1:0 vergessen wir allerdings das Toreschießen und fangen uns folgerichtig noch den Ausgleich.
Wiederholungsspiel also.
In Newcastle.
Bei flauschigen -4°C überraschen wir den Premier League-Club mit einem taktischen Kniff, indem wir zum ersten Mal in dieser Saison im 4 4 1 1 auflaufen.
Dann überraschen wir ihn in der 10. Minute gleich nochmal : Burns' Einwurf segelt als Bogenlampe bis in den Strafraum, United-Keeper Msakni kommt überhastet aus seinem Kasten und faustet den Ball aus dem Sechzehner, Rilney-Burnett nimmt das Leder volley und lupft es gefühlvoll ins komplett verwaiste Tor.
(https://i.ibb.co/FJfdsKr/SWed-Newcastle-Einwurf.png) (https://ibb.co/2PLp8y9)
Ein rotzfreches Tor!
Die Heimelf ist natürlich stinkwütend und schnürt uns den Rest des Spieles fast durchgängig in der eigenen Hälfte ein, ohne jedoch allzuviele gute Chancen herauszuarbeiten. Eine dieser Halbchancen - und gleichzeitig die einzige Unsicherheit von Douglas - nutzen sie trotzdem zum Ausgleich. Mehr passiert nicht.
Folgerichtig geht die Partie ins Elfmeterschießen.
Und dort braucht es alle 22 Spieler, um die Entscheidung herbeizuführen - mit dem besseren Ende für uns, weil Douglas gleich vier Elfer hält, der Elferheld.
(https://i.ibb.co/pP5ym8d/SWed-3536-Ergebnisse-Jan.png) (https://ibb.co/thFXdtD)
Der Februar beginnt mit weiteren "Rückschlägen" auf hohem Niveau. Gegen Crystal Palace erreichen wir ebenso ein Unentschieden wie eine Woche später gegen Plymouth.
Warum das eigentlich keine Rückschläge sind?
Ein Blick auf die Gehaltsstrukturen machts deutlich:
(https://i.ibb.co/hXKwX7S/SWed-3536-Geh-lter.png) (https://ibb.co/N1Lb1VM)
Rotherham, ein Team, das finanziell eher in unserer Liga spielt, dominieren wir dagegen und sind lediglich beim Chancenverwerten wieder mal äußerst nachlässig. Rächt sich zum Glück nicht.
Nichtsdestotrotz haben wir auf Rang zwei jetzt schon 11 Punkte Rückstand und liegen auf Platz 5.
Etwa zu diesem Zeitpunkt verschiebt sich unser Tabellenblick weg von den direkten Aufstiegsplätzen und hin zu den Plätzen sechs und sieben. Wir geben intern das Ziel aus, den sechsten Rang so lange wie möglich halten zu wollen, was für einen Underdog wie uns einer Sensation gleichkäme.
Beim souveränen Spitzenreiter Huddersfield setzt es eine knappe 0:1-Niederlage, mit einem 1:0 gegen West Bromwich Albion und einem weiteren 0:0 - diesmal gegen Tabellennachbar Stoke - beenden wir den Februar.
(https://i.ibb.co/8z6mC1n/SWed-3536-Ergebnisse-Feb.png) (https://ibb.co/B4qfp0H)
Es ist zu diesem Zeitpunkt auch rechnerisch schwierig geworden, an einen Abstieg zu glauben, daher treiben wir die Planungen für die nächste Zweitligasaison voran.
Wir investieren insgesamt knapp 4 Millionen Euro für vier Neuzugänge, von denen zwei - Keeper Anderson und Mittelfeldallrounder Catterson - zunächste für die U23 eingeplant sind. Die anderen beiden sind ein junger hochtalentierter Brasilianer namens Marcos fürs Abwehrzentrum, wo Whittaker mehr und mehr den Anschluß verliert und Verstärkung her muß.
Der andere - der Spanier Perez - wird erst im Januar 2037 zu uns stoßen und ist als Alternative zu Burns links hinten vorgesehen.
(https://i.ibb.co/c8LjPT3/SWed-3536-Sommertransfers.png) (https://ibb.co/M16mbNS)
Als der März mit einem Heimspiel gegen Derby County beginnt, liegen wir immer noch komfortable 5 Punkte vor dem 7. Rang, das hart erkämpfte 2:1 gegen Derby ändert daran natürlich auch nichts.
Nachdem wir in der 5. Runde des FA Cups einen wackeligen Pflichtsieg gegen Viertligist Peterborough erstolpern, müssen wir gegen Swindon sogar mit einem Unentschieden vorlieb nehmen.
Glücklicherweise schlagen wir den Tabellenachten Barnsley dann 2:0, das 0:0 gegen Norwich tut uns nicht weh, da alle Mannschaften auf den 4 Plätzen hinter uns ebenfalls nur remis spielen.
Dann kommt das Viertelfinale im FA Cup, wir müssen in Sunderland ran - und der Premier-League-Vertreter zeigt uns sehr deutlich unsere Grenzen auf. Beim 0:3 sind wir zu keinem Zeitpunkt des Spiels auch nur ansatzweise auf Augenhöhe mit den Gastgebern.
Zum Monatsabschluß gibts ein müdes 1:0 gegen den Vorletzten Gillingham.
(https://i.ibb.co/pxGCYk7/SWed-3536-Ergebnisse-M-rz.png) (https://ibb.co/6mV6jqM)
Der April beginnt mit einem Auswärtsspiel bei Brentford. Wir sind inzwischen dank der durchwachsenen Ergebnisse unserer Verfolger fast sicher in den Playoffs, Brentford schicken wir mit einem sicher herausgespielten 3:0 vom Feld.
Als wir am folgenden Montag die Tabelle betrachten, fällt uns auf, dass wir - auf Platz 7 liegend - inzwischen wieder auf 10 Punkte an den Tabellenzweiten Brighton herangerückt sind, der Dritte Swansea sogar auf nur acht.
Noch wichtiger: der Abstand zu Platz sieben beträgt nach Middlesbroughs Unentschieden nun 11 Punkte - wir können nicht mehr von einem Playoffplatz verdrängt werden!
Schöne Momentaufnahme in einer herausragenden Saison.
43. Spieltag
Wir sind bei Nottingham Forest zu Gast. Mit dem Selbstbewußtsein eines Aufsteigers, der in wenigen Wochen sensationell in den Aufstiegsplayoffs antreten darf, gewinnen wir auch ohne den geschonten Cárdenas mit 4:1.
Der Blick auf die Tabelle bringt wenig Überraschendes zutage - außer der Tatsache, dass Huddersfield mit einem Sieg im Nachholspiel sicher aufgestiegen ist und dass Brighton - die beim feststehenden Absteiger Bristol mit 1:0 verloren haben - plötzlich nur noch 4 Punkte vor Swansea und 6 vor uns liegt.
(https://i.ibb.co/cDLXx57/SWed-3536-Tabelle-43.png) (https://ibb.co/J5QFCLM)
Wir grinsen und gehen zur Tagesordnung über.
Es sind sechs Punkte, nur noch drei Spiele, Swansea liegt auch noch vor uns, direkte Duelle der drei Mannschaften gibt es nicht mehr (Swansea muß allerdings am letzten Spieltag nach Huddersfield.)
Schöne Spielerei, hier noch Chancen ausrechnen zu wollen, nicht mehr.
44. Spieltag
Wir gewinnen auch gegen den AFC Wimbledon. Und wundern uns beim Verlassen des Spielfeldes noch, warum die Fans plötzlich so laut jubeln.
Kurz darauf wird es uns klar:
(https://i.ibb.co/7WqydnG/SWed-3536-Tabelleund-Ergebnisse-44.png) (https://ibb.co/hWS8JBK)
Brighton hat auch in Middlesbrough verloren - und Swansea hat unentschieden gespielt!
Urplötzlich, von einem Moment zum anderen, hat Wednesday wieder Schnupperabstand zu Platz zwei.
45. Spieltag
Wir versuchen den Druck komplett vom Team zu nehmen: "Ihr habt schon weitaus mehr erreicht, als euch irgendjemand außerhalb des Vereins vor der Saison zugetraut hätte. Es ist absolut wurscht, ob ihr bei Ipswich Town gewinnt oder nicht. Die Playoffs sind uns sicher."
Und es funktioniert. Die Gastgeber gehen zwar mit dem ersten Stürmerballkontakt in Führung (2.), dann rollt aber der Cárdenas-Expreß an. Zwei Tore - innerhalb von 4 Minuten - schießt er selbst, zwei weitere bereitet er vor. Das Endergebnis von 6:1 ist vollauf verdient.
Und Brighton? Und Swansea?
Wir klappen den Laptop auf und schauen im Netz nach der Ligatabelle:
(https://i.ibb.co/7R856rW/SWed-3536-Tabelleund-Ergebnisse-45.png) (https://ibb.co/3MGqLSN)
Das gibts doch nicht - wir sind Zweiter!
Und wir sind die einzigen, die am letzten Spieltag ein Heimspiel haben!
Aber Himmel Arsch und Wolkenbruch, ist das eng.
Wednesday, Swansea und Brighton sind lediglich durch die Tordifferenz getrennt, Wednesday und Swansea nichtmal das. Die Owls sind lediglich aufgrund der mehr geschossenen Tore vorn.
46. Spieltag
Die ganze Stadt summt. Wir hätten gefühlt dreihunderttausend Karten verkaufen können, am Ende sind es aufgrund von Sicherheitsauflagen nur knapp 37.000.
Wir spielen gegen den angeschlagenen Tabellenletzten Shrewsbury - und was sich auf dem Papier wie die einfachste denkbare Aufgabe liest, entwickelt sich zu einem absoluten Geduldsspiel.
Die Gäste kämpfen, kratzen und beißen - sie wollen sich ganz offensichtlich nicht vorwerfen lassen, uns irgendetwas geschenkt zu haben, wir finden überhaupt kein Durchkommen gegen die 22-beinige Gästeabwehr.
Lediglich ein Elfmetertor bringen wir zustande und gewinnen äußerst knapp mit 1:0.
(https://i.ibb.co/Zhxk9bY/SWed-3536-Ergebnis-46-Wednesday.png) (https://ibb.co/9qWCPdV)
Das heißt zweierlei - dass die Aufgabe für Brighton extrem schwierig wird und dass Swansea mit einem Zwei-Tore-Sieg in Huddersfield an uns vorbeiziehen kann.
Kurz nach dem Abpfiff im Hillsborough erreicht uns die Kunde, dass auch das Spiel Swindon Town gegen Brighton & Hove Albion beendet wurde.
(https://i.ibb.co/M92Pd0K/SWed-3536-Ergebnis-46-Brighton.png) (https://imgbb.com/)
Brighton hat es nicht geschafft, aus seiner deutlichen Überlegenheit einen ebenso deutlichen Sieg zu machen (unser Ex-Spieler Trayner hat ihnen sogar einen eingeschenkt!) und ist damit aus dem Aufstiegsrennen. Bleiben Swansea und wir.
In Huddersfield, beim Championship-Meister, ist kurz darauf ebenfalls Schluß.
(https://i.ibb.co/2NNTCx0/SWed-3536-Ergebnis-46-Swansea.png) (https://imgbb.com/)
Und Swansea hat zwar einen Sieg errungen, aber nur mit einem Tor Unterschied!
(https://i.ibb.co/CssxwdK/SWed-3536-Tabelle-Saisonende.png) (https://ibb.co/0VVPnNy)
Sheffield Wednesday schafft die Last-Minute-Sensation und steigt zum vierten Male nacheinander auf!
Die Owls sind nach 37 Jahren wieder erstklassig!
Dieser Save ist genauso nervenzerfetzend wie herrlich. Ich liebe solche knappen Ausgänge!
Ich hatte übrigens wirklich zwischendurch den Blick für die Tabellenspitze verloren und hab auch keinen Grund gefunden, woher dieser gravierende Einbruch bei Brighton kam. Keine Langzeitverletzen oder Gesperrten erkennbar ...
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....sag ich doch "Durchmarsch" 8)
Das war aber eine extrem knappe Angelegenheit, kompliment für diese Leistung und auch für die Story, gut geschrieben....
Ich persönlich liebe solche knappen Entscheidungen, das ist doch das Salz in der Suppe..
Nervenkizzel, unvorhergesehene Spielentwicklungen usw. das macht Spass.
Einfach so Aufsteigen mit 20 Punkten Vorsprung ist doch vom Spiel her nicht interessant.
Dann bin ich mal gespannt was du in der Premier League erreichen kannst.
Musst wohl die gesamte Mannschaft ersetzen, die ist doch kaum Erst-Liga tauglich, oder?
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@shortknife: Spannung pur, ja. Und ohne diese Spannung braucht man ja gar nicht spielen. Deswegen mag ich die Gegenpressingtaktiken im 20er ja nicht, die sind echt plug'n'play, egal, welche Spieler Du hast, Du wirst ohne große Anpassung überperformen. :|
Zu Deiner Erwartung bzgl des Kaders hab ich hier mal was zusammengestellt.
Ich hoffe, Du nimmst mir den kleinen Seitenhieb im Beitrag nicht übel. ;)
05.08.2036, Sheffield, England
Heute gilt es, Wednesday spielt zum ersten Mal seit den späten Neunzigern Premier League!
Wir hätten uns natürlich einen dankbareren Ligaauftakt als ein Auswärtsspiel bei Chelsea gewünscht, aber nun ja. Hilft ja alles nix.
Nach 5 Wochen Vorbereitung fühlen wir uns gut, äh, vorbereitet und fahren voller Zuversicht nach London, auch wenn wir von den Medien unisono als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelt werden.
(https://i.ibb.co/NZVVkx2/SWed-3637-Ueberblick.png) (https://ibb.co/Qrbbq9v)
Während der Fahrt spiele ich mit meinem nigelnagelneuen Tablet und feile an Details meiner geplanten Aufstellung – oder genauer gesagt an den drei verschiedenen Grundaufstellungen, mit denen wir in die Saison gehen wollen.
Wir werden nur dann eine Chance auf den Klassenerhalt haben, wenn alles bis auf den Punkt paßt.
Heute Abend werden wir versuchen, Chelsea ein Schnippchen zu schlagen, indem wir nicht im 4141 auflaufen, das alle Welt seit einem reichlichen halben Jahr von uns kennt … sondern in einem 3313, das ihre Stürmer hoffentlich im Zaum halten kann. (Zusätzlich haben wir immer noch das 41131 im Angebot, mit dem wir vorher gespielt haben, für Abwechslung und Überraschung ist also hoffentlich gesorgt...)
(https://i.ibb.co/QHNMr7X/SWed-3637-Taktik-3313-Fluegel.png) (https://ibb.co/hdWVDxC)(https://i.ibb.co/djvNnw2/SWed-3637-Taktik-4141-Konter.png) (https://ibb.co/DzFB3HC)(https://i.ibb.co/v4G698p/SWed-3637-Taktik-41131-Konter.png) (https://ibb.co/fd5zJ7f)
Die beste Taktik nutzt allerdings nichts, wenn die vorhandenen Spieler sie nicht mit Leben füllen können.
Aber auch da sind wir uns ziemlich sicher, auf einem guten Weg zu sein.
Tor
Comebacks sind möglich, das zeigt sich immer wieder. Der Schwede Lorentzon war in der letzten Saison schon in die U23 abgerutscht und halb und halb auf dem Sprung, wie es schien – nur um in dieser Vorbereitung dermaßen nachdrücklich zu überzeugen, dass er nun wieder die Nummer Zwei hinter dem alten und neuen Stammtorwart Douglas ist. Für den Notfall steht Zugang Stewart in der U23 parat.
(https://i.ibb.co/prF8ZyZ/SWed-3637-Kader-Tor-Douglas.png) (https://ibb.co/S7C80r0)(https://i.ibb.co/khfSFsw/SWed-3637-Kader-Tor-Lorentzon.png) (https://ibb.co/gDpRCLf)(https://i.ibb.co/kQVnn1d/SWed-3637-Kader-Tor-Stewart.png) (https://ibb.co/jg9KKRp)
Abwehr links
Hinten links hatten wir aufgrund der defensiven Schwächen von Burns die größte Herausforderung, die wir – ganz Premier-League-like, also größenwahnsinnig – mal eben mit über 18 Millionen Euro zugekleistert haben.
Zum einen kommt für 15 Millionen der Italiener Stefanini, der bei der AS Rom nur dritte Wahl auf seiner Position war. Bei uns soll der Rekordzugang als Stammkraft die Absicherung für die offensiven Außen übernehmen. Da er auch hervorragende Flanken schlägt und einen schnellen Fuß besitzt, wollen wir seinen Offensivdrang nur einhegen, jedoch nicht verkrüppeln.
Als sein Backup wird der Däne Jensen verpflichtet, der defensiver orientiert ist. Burns wird damit zur Notlösung in der Defensive, kann aber ja auch offensiv eingesetzt werden. Bei Powells Verletzungsanfälligkeit und im Angesicht von 50 oder mehr Saisonspielen wird er sicherlich auf seine Einsätze kommen.
Wenn im Winter Perez zu uns wechselt, werden wir die Situation neu bewerten. Denkbar sind Abgänge, aber auch Verschiebungen von Spielern zur U23 oder – in England immer gern gesehen – Leihen.
(https://i.ibb.co/qrdtNMP/SWed-3637-Kader-Abwehr-aussen-Stefanini.png) (https://ibb.co/HHVWtDk)(https://i.ibb.co/8P71BxD/SWed-3637-Kader-Abwehr-aussen-Jensen.png) (https://ibb.co/3SCgsFy)(https://i.ibb.co/K9dJbNf/SWed-3637-Kader-Abwehr-aussen-Burns.png) (https://ibb.co/Hr6jBNb)
Abwehr zentral
Keine Zugänge im zentralen Abwehrverbund. Barnabas ist und bleibt die gesetzte Nummer 1 hinten drin, Hyland ist sein kongenialer Partner. Dahinter streiten sich Bird und Neuzugang Marcos um Spielzeit, für Whittaker wird’s wohl nur bei Verletzungen oder Sperren mal für einen Startelfeinsatz reichen. Oder halt im Pokal...
(https://i.ibb.co/Nt1WN62/SWed-3637-Kader-Abwehr-Barnabas.png) (https://ibb.co/ZGHcg6z)(https://i.ibb.co/FmKT6Qc/SWed-3637-Kader-Abwehr-Hyland.png) (https://ibb.co/HBV87cR)(https://i.ibb.co/T81309J/SWed-3637-Kader-Abwehr-Bird.png) (https://ibb.co/2tS4MGR)(https://i.ibb.co/K6qfzgv/SWed-3637-Kader-Abwehr-Marcos.png) (https://ibb.co/mJq2FKW)(https://i.ibb.co/XFN2V2N/SWed-3637-Kader-Abwehr-Whittaker.png) (https://ibb.co/SVWsJsW)
Abwehr rechts
Hinten rechts gehen wir mit dem gleichen Personal in die neue Saison, das uns auch in der vorigen Spielzeit zur Verfügung stand.
Bouchiba ist als Stamm eingeplant, Busumbru – der auch einen guten Innenverteidiger abgibt – als sein Backup.
(https://i.ibb.co/myGkf1y/SWed-3637-Kader-Abwehr-aussen-Bouchiba.png) (https://ibb.co/4S7zh9S)(https://i.ibb.co/fk0J1Kj/SWed-3637-Kader-Abwehr-aussen-Busumbru.png) (https://ibb.co/McNd2jF)
Mittelfeld zentral
Je nach Taktik sind zwei oder drei zentrale Startpositionen im Mittelfeld zu vergeben. Für diese Positionen sind wie in der Vorsaison vorzugsweise Leitwolf Lamptey, Eigengewächs Brunning und Arbeitsbiene Ridley-Burnett vorgesehen.
Die anderen vier Spieler müssen sich erstmal anbieten und beweisen – was insbesondere für Logan schwer werden dürfte, da er bisher nicht einmal Championshiptauglichkeit nachweisen konnte. Der von Liverpool geliehene Szabados ist ein Rohdiamant – mal sehen, ob wir ihn schleifen können. Eine feste Verpflichtung werden wir uns jedenfalls nicht leisten können. 80 Millionen Euro findet man auch als Premier-League-Club nicht mal so eben unter dem Sofa....
(https://i.ibb.co/SQCqz1w/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Lamptey.png) (https://ibb.co/mvWQ3Y5)(https://i.ibb.co/PxxXVBP/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Brunning.png) (https://ibb.co/BLLWY8Q)(https://i.ibb.co/M61RKHQ/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Ridley-Burnett.png) (https://ibb.co/k1DhzTv)
(https://i.ibb.co/j8ZN6hc/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Catterson.png) (https://ibb.co/mRFjDJL)(https://i.ibb.co/6vpRM62/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Cumming.png) (https://ibb.co/1spfgH3)(https://i.ibb.co/KmYKHbD/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Szabados.png) (https://ibb.co/4Jc1xK2)(https://i.ibb.co/qr7LhBG/SWed-3637-Kader-Mittelfeld-Logan.png) (https://ibb.co/HHBLR7v)
Offensive Außenpositionen
Der Sturm ist der Mannschaftsteil mit der größten Flexibilität in unserem Kader. Es gibt kaum einen Spieler, der auf eine Position festgelegt ist. Das gibt uns natürlich eine Menge Optionen, um auch mitten im Spiel zur Verwirrung des Gegners beizutragen – zumal unsere Flügelspieler fast ausnahmslos auch defensiver eingesetzt werden können, um das Mittelfeld abzudichten.
Einen richtigen Stammplatz hat eigentlich nur der Franzose Noah, der seit Cárdenas' Verpflichtung meist rechts außen aufläuft und von dort seinen famosen Torriecher einbringt. Sein Backup ist der Jamaikaner Blake, der zwar selbst etwas weniger torgefährlich ist, aber dafür als guter Vorbereiter glänzt.
Links dagegen ist es auch zu Beginn dieser neuen Saison weiterhin ein unentschiedenes Kopf-An-Kopf-Rennen zwischen Noce und Powell – es wird spannend, inwieweit sie mit der neuen Konkurrenz durch Burns umgehen, der in Ansätzen schon gezeigt hat, dass er eine gute Option ist.
Ebenso spannend, aber mit deutlichen negativen Vorzeichen, ist die weitere Entwicklung von Kapitän Richardson, der auf immer weniger Spielzeit kommt. Ein Abschied scheint näher zu rücken, wobei das einen verheerenden Einfluß auf das Mannschaftsgefüge haben könnte.
Rein sportlich benötigen wir ihn ehrlich gesagt schon seit der letzten Saison nicht mehr (den einen oder anderen Notfall-Einsatz mal ausgeklammert.)
(https://i.ibb.co/wdsJpCp/SWed-3637-Kader-Sturm-aussen-Noah.png) (https://ibb.co/qD50m9m)(https://i.ibb.co/hWh76Fs/SWed-3637-Kader-Sturm-aussen-Blake.png) (https://ibb.co/2tmn93q)
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Sturmzentrum
Vor dem gegnerischen Tor ist die Hackordnung so klar wie in keinem anderen Mannschaftsteil. Wir haben Superstar Cárdenas halten können – auch wenn er jetzt mehr als 2,5 Millionen Euro verdient und immer noch eine Ausstiegsklausel im Vertrag hat. (Die liegt aber immerhin bei 60 Millionen statt bei 8.) Nur wenn er ausfällt, kann sich sein Vertreter Clancy Hoffnungen auf einen Einsatz machen – eine Rolle, die der Ire sehr professionell akzeptiert. Dahinter haben wir noch den einen oder anderen hoffnungsvollen Jugendspieler - und nicht zu vergessen Noah, der jederzeit wieder ins Zentrum rücken kann, wenn es sein muß.
(https://i.ibb.co/y5gkFkb/SWed-3637-Kader-Sturm-Cardenas.png) (https://ibb.co/TRP0M0F)(https://i.ibb.co/9WGLd94/SWed-3637-Kader-Sturm-Clancy.png) (https://ibb.co/5L2yJWj)
Alles in allem haben wir den Kader eher ergänzt, als ausgetauscht.
Letzteres war vor allem in den Medien und in den sozialen Netzwerken durchaus eine häufige Befürchtung. Beim „Sheffield Evening Standard“ arbeitet zum Beispiel ein übereifriger junger Journalist namens Stefan Kurzmesser, der mal eben unsere ganze Mannschaft als erstligauntauglich hinstellte und seinen Lesern erklärte, dass wir nun bestimmt den ganzen Kader austauschen würden.
Kurzmesser hat für einen herzhaften Lacher bei uns gesorgt. Nicht nur, dass der Kauf von Stefanini uns gezeigt hat, dass ein komplettes Kaderupgrade nur mit PSG (Penunzen, Schotter, Geld) in einem Ausmaß zu bekommen ist, das unsere finanziellen Möglichkeiten weit übersteigen würde – nein, die Mannschaft hat bereits in der letzten Saison gezeigt, dass mehr in ihr steckt als so mancher wahrhaben will. Jeder von ihnen hat die Chance verdient, sich in der Premier League zu beweisen.
„Ich gehe lieber mit euch wieder runter als mit einem Haufen neu zusammengekaufter Spieler die Klasse zu halten – außerdem werden wir nicht absteigen. Wir müssen ja nur drei andere Teams hinter uns lassen.“ war mein Einstieg im ersten Mannschaftstraining nach der Sommerpause. Und wenn ich so an die Gesichter der Jungs zurückdenke, ist das auch genau als der Vertrauensbeweis angekommen, als der es gemeint war.
Der Bus biegt ab und die Stamford Bridge kommt in Sicht. Ich schalte das Tablet aus und atme nochmal tief durch.
Jetzt gilts.
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Stefan Kurzmesser......... ::) ::) ::) Ich...äh...ja....mir fehlen die Worte 8) ;)
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Auf der Pressestelle des seriösen und kompetenten Nachrichtenblattes, Sheffield Evening Standard, ist jetzt natürlich der Teufel los. Nachdem sich der Coach von Sheffield Wednesday zu der Aussage verleiten liest der übereifrige „junger“ Journalist Kurzmesser sei nicht in der Lage sein Team eine Erstliga Tauglichkeit zuzuordnen, wurde selbstverständlich nochmal eine umfassende Analyse in Auftrag gegeben. Zuerst muss aber gesagt werden, dass es sich beim übereifrigen „jungjournalist“ Kurzmesser, eher um einen erfahrenen Haudegen handelt, der seit über 30 Jahren im Fussball Geschäft tätig ist.
Torhüter: Kurz und knapp. Kaum Erstligatauglich, lauter Greenhörner zwischen den Posten.
Verteidigung: Es geht nahtlos weiter. Keiner älter als 21. Kurzmesser wundert sich das hier auf eine U-21 Verteidigung gesetzt wird, es steht eine Premier League Saison vor der Türe, ein wenig mehr Erfahrung würde dem Team guttun.
Mittelfeld: Oldie Noce, immerhin schon stattliche 24 Jahre alt, muss sich fühlen als würde er nächstens aussortiert werden, da er zu alt ist für die Mannschaft.
Sturm: Ein Stossstürmer und ein Knipser. Wir hoffen mal die beiden Jungspunde sehen den Ball auch mal aus der Nähe. Die Knallharten Premier League Verteidiger werden den beiden kaum Zeit lassen sich mit dem Ball anzufreunden.
Die Niederschmetternde Analyse zeigt, die zahlreichen, euphorischen Sheffield Wed Fans, müssen sich berechtigte Sorgen machen, das die Mannschaft nicht zu Schiessbudenfigur der Premier League werden wird.
Jetzt ist nur zu hoffen das der erfahrene Coach, immerhin viermal hintereinander aufgestiegen, die Richtigen Schlüsse ziehen wird, sonst geht’s mit Tüten und Trompeten wieder eine Liga runter.
Stefan Kurzmesser (Sheffield Evening Standard)
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Jetzt hätte ich vor Lachen beinahe meinen Kaffee verschüttet. Geniale Analyse! Und witzig geschrieben auch noch - vielen Dank! :laugh: 8)
(Mit dem Durchschnittsalter hast Du natürlich auch absolut recht, ich will nur nicht auf Krampf Endzwanziger mit überhöhten Gehaltsvorstellungen in der Mannschaft haben - erst recht nicht, wenn sie das Team nicht weiterbringen und nur einen Kaderplatz blockieren. Wenn Wednesday wegen der Unerfahrenheit der Mannschaft absteigt, ist das trotzdem ein valider Punkt, den Schmit auf seine Kappe wird nehmen müssen ...)
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Gratulation zum Aufstieg. Bin mal gespannt, wie du dich mit diesem jungen Team im Oberhaus schlagen wirst!
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@mr_jones: Danke, ich bin auch ganz gespannt. ^^
"Mühsam nährt sich die Eule, aber sie ist ein zähes Vieh und hört einfach nicht auf zu knabbern."
01.01.2037, Sheffield, England
Eine Premier-League-Saison ist immer eine hammerschwere Aufgabe für einen Aufsteiger. Das gilt umso mehr für unsere blutjunge Truppe, deren Mitglieder sämtlich ohne jede größere PL-Erfahrung sind.
Die Buchmacher sagen eine harten Kampf zwischen fünf Teams voraus, die sich um die Plätze 16 - 20 streiten werden:
Huddersfield Town, FC Everton, Stoke City, Wolverhampton Wanderers ... und Sheffield Wednesday.
Wo genau diese Teams am Ende landen, wagt keiner vorherzusagen - mit einer Ausnahme. Wednesday wird Letzter, egal wen man fragt. Unser Kader wird nicht nur vom "Sheffield Evening Standard", sondern von so gut wie jedem Sportjournalisten des Landes als bestenfalls bedingt erstligatauglich angesehen.
Diese Ansicht wird nach dem ersten Ligaspiel, das wir wie erwähnt in London bei Chelsea bestreiten dürfen, natürlich nicht sofort überworfen, aber das knappe 1:2 ist ein Achtungserfolg. Insbesondere weil wir gleich zweimal Pech mit Latte und Pfosten haben und Chelsea uns jetzt nicht gerade überrollt.
Ich ärgere mich insgeheim tierisch über meine vermeintlich clevere Idee, mit einem 3 3 1 3 aufgelaufen zu sein, denn beide Gegentore resultieren aus einem metergroßen Loch im Mittelfeld, das wir beide Male nicht schnell genug gestopft bekommen.
Als ich zur Halbzeitpause auf das gewohnte 4 1 1 3 1 umstelle, sind wir sofort defensiv sicher und offensiv gelingen uns ein paar wirklich feine Aktionen.
Die null Punkte muß ich auf meine Kappe nehmen - findet auch Kurzmesser, der es sich wohl zur Aufgabe gemacht hat, die Wednesday-Saison so akribisch wie möglich zu dokumentieren.
Schon seine Analyse des Kaders, die er kurz vor Saisonstart herausbrachte, war zugegebenermaßen nicht sooo weit an der Wahrheit vorbei.
Die Mannschaft ist in der Tat viel zu jung und unerfahren - auf dem Papier zumindest.
In der Realität haben Spieler wie Cumming (112 Pflichtspiele für die Owls), Lamptey (110), Noah (104) oder Richardson (93) schon einiges im blau-weißen Trikot mitgemacht und können den Jungspunden auch mal Halt geben, wenns not tut.
Was das wert ist, kann nur die weitere Saison zeigen.
Das erste Heimspiel gegen West Ham jedenfalls scheint aufgrund der Erfahrung in London gar nicht mehr sooo unmöglich zu gewinnen zu sein - stellt sich dann aber als unglaublich zähe Nullnummer heraus.
Wir nehmen allerdings auch einiges an Positivem mit, zu allererst natürlich die Tatsache, dass unsere Abwehr das erste Zu-Null-Spiel hingelegt hat. Dazu die Erkenntnis, dass Stefanini links hinten der gewünschte Stabilisator sein kann, dass Marcos qualitativ perfekt in den Kader paßt und dass Cárdenas gute Knochen besitzt. West Hams Smith foult unsere Sturmspitze mehrfach hart, verursacht jedoch nichtmal einen blauen Fleck...
Das 3 3 1 3 ist nach dieser Partie übrigens vorerst Geschichte, denn auch mit einigen Anpassungen ist es einfach zu instabil für unsere Situation. Ich hole das 4 1 2 2 1 (oder 4 1 4 1 oder 4 3 3, je nachdem, wie man es rechnen will) wieder aus der Trickkiste und hoffe, dass das im ersten von mehreren 6-Punkte-Spielen in dieser Saison für Erfolg sorgen wird.
Es geht nämlich jetzt zu Stoke City. Wie erwähnt, gehören die Rot-Weißen mit uns zum erlauchten Kreis der 5 Abstiegsfavoriten und wir haben uns fest vorgenommen, jedes der Spiele gegen diese anderen 4 Teams als Abstiegsgipfel zu betrachten, in denen ohne Wenn und Aber gepunktet werden muß.
Wir sind - gerade auswärts - natürlich in der Außenseiterrolle, das paßt uns aber perfekt in den Kram. In der ersten Hälfte konzentrieren wir uns noch darauf, die Gastgeber hauptsächlich vom eigenen Kasten fernzuhalten - bei einem unserer wenigen ernsthaften Vorstöße bringt uns Noce dennoch mit einem satten Schuß vom Strafraumeck in Führung.
In der zweiten Hälfte muß Stoke mit dem Rückstand im Nacken weiter aufmachen und läuft uns prompt in mehrere Konter, von denen Lamptey, erneut Noce und der eingewechselte Busumbru sage und schreibe drei erfolgreich abschließen. Wir sind also nicht nur erneut ohne Gegentor geblieben, sondern haben gleich noch den höchsten Premier-League-Sieg der Owls seit gefühlt 1995 herausgespielt.
Und mit 4 Punkten aus drei Spielen stehen wir in der Tabelle auf Platz 14 - zwei Punkte vor Manchester United übrigens, die sich auf Platz 18 wiederfinden.
Der Schub an Selbstbewußtsein kommt uns gerade recht, denn nur drei Tage später steht das Zweitrundenspiel im League Cup an. Seit der Auslosung ist klar, dass das definitiv in die Top3 der Saisonhöhepunkte gehört, für einen Gutteil der Fans ist es gar das wichtigste Spiel überhaupt.
Wir spielen nämlich gegen ... Sheffield United.
An der Bramall Lane sitzt die Frustration tief, seit wir aufgestiegen sind - vorerst hat es sich schließlich was mit der "schönen" Tradition der United-Fans, auf die Owlsfans herabzublicken und sie zu verspotten. (Es erübrigt sich wohl zu erwähnen, dass die United-Fanbase jedem unserer Gegner in der Liga die Daumen drückt...)
Das Spiel wird genau so hitzig wie erwartet. Beide Mannschaften sind bis in die Haarspitzen motiviert, einige sogar darüber hinaus. 7 Gelbe Karten und Gelb-Rot für Uniteds Muller (in der Verlängerung) sprechen eine deutliche Sprache. Da Muller vor seinem Feldverweis noch unsere Führung egalisiert und ansonsten keine weiteren Tore fallen, muß das Elfmeterschießen herhalten. Und da haben wir dann das bessere Ende für uns. Phew! Das hätte ein ungemütlicher Herbst werden können. Abstiegskampf in der Liga und Derby verloren... gut, dass die Jungs das hingebogen haben.
Das nächste Ligaspiel ist gleich wieder ein Derby - diesmal empfangen wir Leeds United. Und die Gäste holen uns verdammt unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück. Ihre zweimalige Führung können wir jeweils schnell kontern, so dass wir mit einem 2:2 in die letzten 10 Minuten der Partie gehen. Dort setzen sie dann allerdings den Lucky Punch und schicken uns in der Tabelle auf Talfahrt: 17.! Die Gute Nachricht: drei Punkte Vorsprung auf den 18., Leicester.
(https://i.ibb.co/ydH7WhM/SWed-3637-Ergebnisse-Aug.png) (https://ibb.co/q7TVk04)
Es folgt die Länderspielpause, die wir für intensives Taktiktraining und ein locker-leichtes 13-0-Testspiel nutzen.
Danach gehts für uns nach Tottenham. Die Londoner stehen aktuell im oberen Mittelfeld der Tabelle und schießen sich gegen uns den Frust von der Seele: 0-3 heißt es am Ende aus unserer Sicht.
Einzig positiver Aspekt. Leicester, Stoke und Huddersfield, die drei hinter uns platzierten Teams, verlieren allesamt ebenfalls.
Ändert aber nichts daran, dass gegen den Tabellendreizehnten Bournemouth gern mal wieder gepunktet werden darf.
Machen wir auch - ist allerdings ein äußerst wackeliger 1:0-Sieg. Die Gäste hadern mit ihrer Chancenverschwenung und vor allem mit dem Schiedsrichter, der ihnen (allerdings regelkonform) gleich zwei strittige Tore wegen Abseits aberkennt. Am Ende stehts nach Torschüssen 17 zu 3 für Bournemouth, nach Toren 1:0 für uns. "Glücklich", wie's im Buche steht!
Interessiert uns aber null. Leicester unentschieden, Stoke und Huddersfield verlieren auch noch und machen den Spieltag perfekt.
Die 3. Runde im League Cup führt uns zu West Ham, wo wir gleichwertig sind, sogar ein leichtes Cahncenplus erarbeiten - und dennoch mit 0:1 verlieren und ausscheiden.
Nach außen geben wir uns tief enttäuscht, aber unter uns gesagt: die drei Punkte gegen Bournemouth waren deutlich wichtiger. Lieber Pech im Pokal und Glück in der Liga!
Wobei man natürlich nicht immer Glück haben kann... und manchmal kommen Pech und eigenes Unvermögen zusammen. An solchen Tagen verliert man auch schonmal bei den Wolves, was natürlich besonders ärgerlich ist, sind diese doch einer der vier avisierten Hauptkonkurrenten um den 17. Platz, vulgo: Klassenerhalt.
Wolverhampton ist allerdings furios gestartet, hat unter anderem Man City und Chelsea Punkte abgerungen und steht nach dem Sieg gegen uns auf dem 7. Tabellenrang.
Naja, Jammern hilft eh nicht, müssen wir die Punkte halt woanders holen.
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Bei Aston Villa vielleicht? Die sind zwar noch besseraus den Startlöchern gekommen - aktuell steht Rang drei zu buche - aber gegen uns mühen sie sich mit viel, viel Dusel zu einem 1:1.
Na bitte, wer sagts denn!
Hinter uns ist inzwischen wirkllich ein kleines Polster entstanden - es sind bereits 5 Punkte auf den ersten Abstiegsplatz.
Wir nutzen auch die nächste Länderspielpause wieder ausgiebig, um an Schwachstellen unserer Taktik zu feilen, Konter und Abschlüsse zu üben.
Danach empfngen wir den 14., Burnley. Liverpool-Leihgabe Szabados erzielt per Freistoß bereits in der 10. Minute unsere Führung, danach igeln wir uns ein und beschränken uns darauf, die Gäste aus dem Strafreaum zu halten und am Torschuß zu hindern. Was doch durchkommt, schnappt sich unsere Lebensversicherung Sean Douglas.
Logische Folge: 1:0-Sieg, weitere 3 Punkte auf dem stetig wachsenden Punktekonto.
So ganz langsam ändert sich der Ton der Berichterstattung über uns - der Ausdruck "Abstiegskandidat Nummer 1" ist immer seltener zu lesen und zu hören.
Kein Wunder, wir sind inzwischen Tabellenvierzehnter.
Daran ändert glücklicherweise auch die frustrierende 1:2-Niederlage bei Arsenal nichts, die bis zur 85. Minute einem Rückstand hinterherlaufen (Barnabas hatte nach einer Ecke eingenickt), nur um dann einen Elfmeter geschenkt zu bekommen und in der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer zu erzielen. Scheißspiel, echt jetzt!
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Und weil das noch nicht reicht an Frustmomenten, verlieren wir in der Woche darauf 0:1 bei Manchester City. So weit so normal. Nur: City hat im ganzen Spiel eine einzige klare Chance. Die sie nutzen. Und wir haben alleine drei Situationen, in denen Noah alein auf den Keeper zuläuft und vergibt. Manchmal ist es echt wie verhext.
Nur noch 3 Punkte Vorsprung auf den 18. Platz.
Gegen den Zehnten Newcastle siond wir zum Punkten verdammt - andernfalls könnte es zum allerersten Mal in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz gehen.
Wir haben Anstoß. Càrdenas spielt auf Noce, der legt zurück auf Lamptey. Der guckt, sieht Noah starten, streichelt den Ball über zwanzig Meter in seinen Lauf, Noah spritzt am einzigen Verteidiger vorbei, der zwischen ihm und dem Tor steht, macht noch drei Schritte, täuscht einen Schuß in die lange Ecke an, der Gästekeeper fällt drauf rein, Noah lupft ....
1:0 nach 30 Sekunden. Schnellstes Premiere-League-Tor von Wednesday, an das sich selbst alteingesessene Owls-Fans erinnern können.
Warum ist Christian Noah eigentlich nicht schon im letzten Spiel bei Arsenal so eiskalt vor dem Tor gewesen?
Egal, die ganze Bank feiert ihn jedenfalls.
Die nächsten 9 Minuten sind ein wahrer Sturmlauf des Heimteams, Newcastle darf sich bei seinem Keeper bedanken, dass sie nach der Anfangsphase nicht mit 3:0 oder gar 4:0 hinten liegen.
Danach haben sie uns allerdings immer besser im Griff.
Zum Ende der Partie hin wird es sogar ein regelrechtes Powerplay auf unser Tor und jetzt ist es Douglas, der Wednesday vor mehreren sicher scheinenden Gegentoren bewahrt.
Am Ende steht ein 1:0 in einem packenden Spiel. Und wir haben 3 Punkte geholt, die wir vor der Saison nicht eingeplant hatten. Läuft!
Nach der dritten Spielpause müssen wir nach Leicester. Ein Sieg und wir sind 11 Punkte vor ihnen.
Nur: wir hätten wie gesagt gewinnen müssen.
Wir verlieren stattdessen nach einer grottenschlechten Leistung mit 0:1 und prompt sind wir wieder auf 5 Punkte an die Abstiegszone herangerückt.
Bloß gut, dass wir im darauffolgenden Spiel wenigstens den Tabellenletzten Huddersfield schlagen können. Knapp und glücklich zwar, aber das interessiert ja schon in der Folgewoche keinen mehr. 1:0 gewonnen, das ist alles, was zählt.
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Der Dezember ist ein absoluter Hammermonat in der Premier League. Neujahr mitgerechnet, haben wir gleich 7 Partien zu spielen, davon 4 zwischen 20.12. und 1.1. Immerhin haben wir spielplantechnisch nicht komplett ins Klo gegriffen - wir müssen zwar gegen 4 Topmannschaften ran (Man United, Liverpool, Arsenal und Aston Villa), aber wir beenden den Monat immerhin mit zwei Heimspielen nacheinander und können vielleicht mit Glück für ein, zwei Pünktchen auf dem Konto sorgen.
Pflichtsiege gibts für einen Aufsteiger eher wenige - das Spiel gegen Everton, mit dem wir den Dezember starten, gehört noch am ehesten in diese Kategorie. Die Liverpooler stehen aktuell auf Rang 15, knapp hinter uns. Das soll möglichst auch so bleiben.
Und es bleibt auch so. Nur "knapp" ist nach unserem nie gefährdeten 2:0-Sieg halt Auslegungssache: sie haben jetzt 5 Punkte Rückstand.
Besonders schön: unsere beiden Torschützen beenden lange Torflauten. Bei Sturmtank Cárdenas sind es zwei Monate (zuletzt hatte er Anfang Oktober bei Villa getroffen), bei Noce sind es gar dreieinhalb Monate - seine letzten Tore waren der Doppelpack bei unserem ersten Ligasieg in Stoke!
Der Erfolg wird beiden gut tun, so wie auch wir die 3 Punkte dringend gebraucht haben, denn jetzt folgen sechs Spiele, in denen wir eher wenig zu erwarten haben
Bei Manchester United haben wir zum Beispiel nicht den Hauch einer Chance. Das 0:3 klingt deutlich, täuscht aber dennoch über den wahren Spielverlauf hinweg. Die Gastgeber haben bisher eine völlig enttäuschende Saison gespielt und nur 3 Punkte mehr als wir, womit sie im grauen Mittelfeld rangieren. Sie nutzen unser Gastspiel voller Entschlossenheit, um zurück in die Spur zu finden.
Unser Keeper Douglas wird "Man of the Match", mehr muß ich wohl nicht sagen...
Heimspiel gegen Southampton. Die sind zwar 17., haben aber gerade Chelsea am Rande der Niederlage gehabt. Wir sind gewarnt und treten hochkonzentriert auf. Noah bringt uns früh in Führung, der für ihn eingewechselte Blake antwortet spät auf den Ausgleich der Gäste - Heimsieg!
Damit haben wir aus dem Dezember bereits 2 Punkte mehr geholt als wir eingeplant haben, ab sofort ist Bonusprogramm.
Allerdings nicht in Sunderland, dort verschlafen wir die ersten 20 Minuten völlig und liegen 0:3 hinten. Nach dem Seitenwechsel (und einem maximalen Donnerwetter in der Kabine) spielen wir in der zweiten Hälfte deutlich besser. Leider gelingen uns nur 2 Tore, das dritte will einfach nicht fallen.
Und gleich weiter - zum wahrscheinlich schwierigsten Spiel der gesamten Saison. Auswärts in Liverpool - und die Frage lautet eigentlich nur, wieviele Tore wir wohl kassieren. Liverpool thront an der Spitze der Liga, hat nach 19 Spielen sechs Punkte Vorsprung auf den Zweiten Chelsea und gar 13 auf den Dritten, Manchester City. Sie haben 44 Tore geschossen (wir haben 20) und ganze 7 kassiert (wir: 24.)
Klare Sache auf dem Papier. Und im Endeffekt auch klare Sache auf dem Platz. Nach dem Spiel kann ich dennoch nicht anders, als meiner Mannschaft zu applaudieren. Wir liegen zwar trotz engagierter Leistung relativ schnell mit 0:2 hinten, aber nach Cárdenas`Anschlußtreffer in der 32. - blitzsauberer Konter über 3 Stationen übrigens, genau so will ich das sehen! - sind wir mindestens gleichwertig, Liverpool schwimmt gewaltig und Noah erzielt in der 40. auch den Ausgleich. Der zählt nur wegen einer Abseitsstellung nicht. Zurecht, leider.
Auch nach der Pause sind wir nah dran am Sensationspunktgewinn in Liverpool, erarbeiten uns mehrfach gute Chancen... bis uns Robinson mit seinem dritten Treffer an diesem Tag den Zahn zieht (78.). Danach ist erfolgreich Schadensbegrenzung angesagt.
Jetzt gehts zuhause gegen Arsenal - ein Spiel aus der Kategorie "Sch****, verdammte!"
Wir liegen schnell 0:1 hinten, verlieren überdies Abräumer Brunning nach 4 Minuten durch ein gegnerisches Foul, haben in den ersten 15 Minuten überhaupt keinen Zugriff - bis ich Càrdenas in eine hängende Position zurückbeordere und unseren Außenverteidigern die Sturmläufe verbiete. Danach stehen wir defensiv deutlich besser und können in Person von Noah sogar vor der Pause noch ausgleichen.
Nach der Halbzeit sind wir die bessere Mannschaft, haben ein halbes Dutzend Hochkaräter, die wir nicht ins Netz bringen... und mit der letzten Aktion des Spiels schnürt Arsenals Charles den Doppelpack und knockt uns aus.
Glücklicherweise verlieren alle Teams auf den Abstiegsplätzen ebenfalls, Stoke bleibt damit 18. und hat weiterhin 7 Punkte Rückstand auf uns.
Randnotiz: der Tabellenletzte Huddersfield verliert auch gegen Everton, hat nach 20 Spielen immer noch nur 7 Punkte und muß sich wohl so langsam mit dem direkten Wiederabstieg befassen.
Am Neujahrstag einen Ligaspieltag ansetzen - auf eine so unfaßbar erleuchtete Idee können auch nur die Herren von der English Football League kommen. Die ganze westliche Welt macht die Nacht durch - aber der englische Fußball rollt ab Mittag.
Naja, für uns isses eigentlich ganz gut - ich hab keine Ahnung, ob wir sonst die sensationellen 3 Punkte gegen Aston Villa eingesackt hätten. Die sind irgendwie nicht so richtig im Spiel drin.
Haben zwar sechs gute und ein paar halbe Chancen, scheitern aber wieder und wieder und wieder an Douglas.
Und auf der anderen Seite hält Bouchiba nach einem abgeblockten Freistoß einfach mal aus der Distanz drauf - es ist einer von exakt zwei Torschüssen, die wir auf den Kasten der Gäste bekommen - und überrascht den Villa-Torwart (dem zugegebenermaßen aber auch die Sicht verdeckt ist). Ein dreckiger 1:0-Sieg, den wir gerne mitnehmen.
(https://i.ibb.co/6J6FsCC/SWed-3637-Ergebnisse-Dez.png) (https://ibb.co/Z1yxTDD)
Nach nunmehr 21 Spieltagen ergibt sich in der Tabelle damit ein Bild, das so wahrscheinlich nicht mal die kühnsten Optimisten - mich eingeschlossen - erwartet hätten:
(https://i.ibb.co/2cHf2b5/SWed-3637-Tabelle-Winter.png) (https://imgbb.com/)
Und es gibt tatsächlich noch weitere gute Nachrichten.
Zum einen hat Marco Antonio Cárdenas endlich zugestimmt, sich die allgemeine Ausstiegsklausel abkaufen zu lassen - auch wenn das ein wirklich teures Vergnügen ist:
(https://i.ibb.co/9r0X07B/SWed-3637-Vertrag-Cardenas.png) (https://ibb.co/6WShSkG)
Falls wir absteigen, kann er zwar immer noch für 30 Millionen gehen - aber falls dieser Fall wirklich eintritt, bin ich wahrscheinlich froh, diesen Gehaltsbrocken von der Lohnliste zu bekommen...
Zum anderen können wir mit Rob McCarthy ein großes Talent an Land ziehen, das ab sofort die Erste verstärken wird. Mit McCarthy haben wir nun genügend Alternativen auch im offensiven zentralen Mittelfeld verfügbar, um zusätzlich zur Stammformation ( 4 1 4 1, immer noch) auch wieder ein 4 2 3 1 - Kontersystem mit Doppelsechs auf die Beine zu stellen.
McCarthy hat natürlich noch reichlich Defizite - logisch, sonst hätten wir ihn nicht so günstig verpflichten können - aber er ist meiner Meinung nach auch jetzt schon bereit, den Schattenstürmer zu geben.
(https://i.ibb.co/qd3fSTR/SWed-3637-Neuzugang-Mc-Carthy.png) (https://ibb.co/7Xd5fsG)
Dritte gute Nachricht: Jaye Sadler, der vor 3 Jahren aus unserer Jugend in die U18 kam und inzwischen zur U23 gehört, macht sich bei seiner Leihstation Charlton Athletic wirklich gut, hat in 16 Spielen bereits 6 Treffer erzielt.
Wenn er sich weiter so rasant entwickelt, könnte er in der nächsten Saison bereits eine Alternative für die erste Mannschaft werden:
(https://i.ibb.co/W5VMzmZ/SWed-3637-Jugendspieler-Sadler.png) (https://ibb.co/Rbjs6Rf)
Alles in allem stehen wir blendend da - wie ürigens auch der "Sheffield Evening Standard" in Person unseres kritischsten Followers Stefan Kurzmesser anerkennt, hoffen wir zumindest.
Auf dieser Momentaufnahme auszuruhen gibts allerdings nicht.
Schon in 4 Tagen steigen wir im FA Cup ein, 3. Runde gegen Scunthorpe.
Und dann gibts 17 mal die Chance, weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Intern haben wir schon mal das Ziel ausgegeben, dass es Platz 12 werden soll.
Ist ja auch finanziell nicht unwichtig - zwischen Platz 12 und Platz 17 liegen immerhin 14 Millionen Euro Unterschied in den Preisgeldern.
Anmerkung:
In dieser Saison habe ich - nachdem mir das bisher nie passiert ist - gerade den 2. Absturz gehabt, warum auch immer. :o
Und beim zweiten hab ich festgestellt, dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr gespeichert hatte. (Ich hab n freien Tag und spiele/schreibe parallel.)
Ich hab die betroffenen Spiele gegen Arsenal und Aston Villa jetzt einfach per Sofortberechnung nochmal durchlaufen lassen.
Im Gegensatz zum Bericht oben hab ich gegen Arsenal sogar 1:4 verloren, im Gegenzug gegen Aston Villa allerdings sogar 3:0 gewonnen.
In Summe haben wir also das gleiche Torverhältnis - und die Berichte über die Spiele sind nicht ganz exakt, aber ich ändere sie trotzdem nicht. ^^
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Die Leser des seriösen und hochgeschätzten Nachrichtenblattes Sheffield Evening Standard sind natürlich erbost über die inkompetente Saisonbeurteilung ihres Journalisten Stefan Kurzmesser. Die Pressestelle wird seither mit Leserbriefen geradezu überflutet. Kurzmesser muss sich einiges anhören lassen, muss sich sogar die Frage stellen lassen, ob er wohl den Beruf verfehlt hat. Der Chef von Evening Standard meinte nur so, In der Kantine hätte es noch einen Job frei. Angesichts der Kaderzusammenstellung des Trainers von Sheffield Wednesday ist es doch sehr überraschend wie sich das Team in der ersten Hälfte der Saison präsentiert hat. Hierzu kommt halt immer wieder die Weisheit zu Tage, es gibt keine jungen und alten Spieler, es gut nur gute und schlechte. Kurzmesser lehnt sich jetzt mal aus dem Fenster und traut der Mannschaft einen Platz um Rang 12 zu. Ein Abstieg wird es laut seinen Kenntnissen nicht geben. Ansonsten, wie gesagt, es gibt ja noch einen Job in der Kantine.
Stefan Kurzmesser (Sheffield Evening Standard)