Als Torhüter bleibst du nur liegen, wenn's richtig, richtig wehtut. Es wird ja mittlerweile (nach offizieller Vorgabe) relativ unbeeindruckt weitergespielt, wenn ein Feldspieler mal liegen bleibt. Das ist, um Schauspielerei vorzubeugen, wohl ein notwendiges "Übel." So gemein es klingt, wenn ein Feldspieler kurzzeitig nicht mitspielen kann, hat man da noch neun weitere. Mit dem einen Torwart steht und fällt in der Defensive alles.
Regeltechnisch wurde es den Torhütern im Laufe der Zeit tendenziell immer schwieriger gemacht. Die Einführung der Rückpassregel; die Aufhebung des Schutzes für den Schlussmann im Fünfmeterraum bei Standards; das Verbot sich beim Elfmeter vor dem Schuss auf der Linie zu bewegen, während der Schütze beim Anlauf allerlei Kinkerlitzchen veranstalten darf usw. Auch die Weiterentwicklung des Spielgeräts hilft bei der Kernkompetenz des Spiels, dem Torschuss, eher dem Schützen als dem Torhüter. Ich war früher selbst Keeper und habe viele der Entwicklungen als zusätzliche Herausforderung angesehen. Aber ein elementarer Grundsatz blieb für mich immer bestehen: Wenn der Torwart liegt, spielst du nicht weiter! Das scheinen leider nicht alle so zu sehen. Selbst bei Bolzplatzturnieren haben wir auf die Weise schon mal ein Gegentor gefressen. Ein weiteres wurde zurückgenommen, aber trotzdem hat der Gegner im Gewühl erstmal den Ball ins Tor drücken müssen, könnte ja zählen. Ätzend so was...