Am Anfang von all diesen Rechnungen gehts jedenfalls immer um die reine Masse, je mehr Köpfe es für den Arbeitsmarkt gibt desto mehr Spielraum gibts auch für all die anderen Faktoren
Mehr Menschen, die arbeiten können, sorgen prinzipiell erst einmal dafür, dass der Lohn sinkt. Angebot und Nachfrage. Gibt es jetzt mehr Jobs als Arbeiter, dann steigt der Lohn. Spezialisierte Fachleute, die eine lange Ausbildung durchlaufen haben, sind per se teurer als Leute, die man nur für ein paar Handgriffe kurz anlernt.
Wenn ich dich richtig verstehe, hältst du Deutschland für ein Niedriglohnland, willst aber trotzdem Einwanderung!? Die würde doch dann dafür sorgen, dass in den Jobs, in denen die Einwanderer arbeiten können, die Löhne weiter sinken.
Deutschland ist nah an der Vollbeschäftigung, wer jetzt noch arbeitslos ist, der ist das entweder schon sehr, sehr lange, ist krank oder hat einfach keinen Bock auf Arbeit.
Klar, da könnte Einwanderung helfen. Ich sehe das aber ein bisschen anders. Wir befinden uns in der EU in einer Schicksalsgemeinschaft mit vielen anderen Staaten, daher fände ich es besser, wenn deutsche Unternehmen die Arbeit, die sie selber nicht mehr schaffen, in andere EU-Länder verlagern. Das ist natürlich keine triviale Sache, aber es geht auch nicht an, dass die Jugend besonders in den EU-Südstaaten von hoher Arbeitslosigkeit geplagt wird. Die wollen sicherlich auch irgendwann mal bei den Eltern ausziehen und eine eigene Familie gründen, dazu braucht man aber ein vernünftiges Einkommen. Oder kann man von denen verlangen, dass sie ihre Heimat aufgeben und nach Deutschland kommen um zu arbeiten?