Die Aussage kam aus dem Interview:
Aha, und der Interviewte kennt die Zukunft? Kann dieser Nostradamus mal die kommenden Lottozahlen rüberschicken?
Ich war der Meinung, dass eine Prognose von einem aus der Branche und dessen Marktkenntnis vielleicht ein einigermaßen akzeptabler Indikator für Dich ist.
Es ging auch nicht um imaginäre Kosten in der Zukunft, sondern um das Geld der Bürger, das bisher in der sogenannten Energiewende versenkt wurde und für das man als "Erfolg" weniger, teureren und dreckigeren Strom bekommen hat. Sorry, ich finde so eine Politik, die extrem viel Geld kostet und zu einer Verschlechterung der Lage auf allen Ebenen führt, komplett gaga. Wie man sich so etwas schönreden kann, erschließt sich mir nicht.
„Die Energiewende wird Strom billiger machen“
Wer soll auf diesen Bullshit eigentlich noch reinfallen? Das wurde uns schon 2004 von Trittin vorgelogen, die Energiewende würde uns nur eine Kugel Eis für 50 Cent im Monat kosten. Tja, es kostet viel mehr und die Kugel Eis ist mittlerweile, auch dank teurer Energie, bei 1,50 EUR und mehr angekommen.
Unsere Diskussion und deine Perspektive hat auf jeden Fall dazu geführt, mich noch mehr (als mein bisher konsumiertes Wissen - was ja neben Work/Life ja nie 100 % betragen kann) mit der Thematik auseinander zu setzen.
Das die Energiewende Geld kostet und auch weitaus mehr als veranschlagt ist offensichtlich. Wären KKW im Weiterbetrieb sinnvoll gewesen? - ja. Und das sicher auch günstiger und sauberer als die jetzigen Lösungen. Das Kind ist aber offenbar in den Brunnen gefallen. Baut man jetzt neue KKW? Von welchem Zeitraum redet man da, also technisch am Netz und mit dem nötigen ausgebildeten Personal? Wenn man Energieversorger findet, die das finanzieren - gerne.
Wind- und Sonnenenergie haben ja keine Brennstoffkosten. Sobald die Dinger gebaut sind, produzieren sie günstigen Strom. Nur halt nicht durchgängig, dazu braucht es dringend Batteriespeicher und vor allem Wasserstoffspeicher, die den steigenden Bedarf decken können. Da muss weiter investiert und geforscht werden, vor allem bei Wasserstoffspeichern, damit diese schnell Marktreife erlangen und dann muss man welche bauen. Das alles kostet.
Gibt es eine Alternative? Das Festhalten an fossilen Energien, und das ist doch gerade in den letzten 5 Jahren offensichtlich, ist ein riesiges wirtschaftliches und sicherheitspolitisches Risiko.
Letztendlich ist es eine Diskussion, ob man die sehr hohen Kosten für eine Klimaneutralität und Unabhängigkeit akzeptiert oder nicht. Langfristig ist das m.E. der Weg. Wir sind uns einig, dass der Strompreis in DE im Vergleich viel zu hoch ist und vor allem für die energieintensive Industrie in DE ein enormer Wettbewerbsnachteil ist. Eine andere Herangehensweise, ein konsequenter Ausbau der EE inkl. Fitmachen des Stromnetzes plus Kernenergie hätten diesen Nachteil wohl abgemildert.
Aber gut, was will man von Lobbyisten und Profiteuren auch erwarten, die wollen natürlich nicht, dass ihr Geschäftsmodell, an dem sie prächtig verdienen, endet.
Die Öl- und Gaslobby mit der ins Amt gehieften Bundeswirtschaftsministerin lassen herzlich grüßen!

https://www.elektromobilitaet.nrw/infos/laden-am-arbeitsplatz/
Also nicht, interessant. Eine Klage dagegen wäre noch interessanter, weil diese Regelung imho gegen den Gleichheitsgrundsatz im GG verstößt.
War auch mein Gedanke. Ich habe eine Argumentation gelesen, dass ja alle Arbeitnehmer des jeweiligen Unternehmens dieses Angebot bekommen und niemand ausgeschlossen wird.
Bin gespannt, ob davon wirklich alle betroffen sind.
Ich vermute, dass es natürlich nur die Betreiber von kleinen Anlagen treffen wird.
Würde mich nicht wundern, der Vertrauensverlust in die Politik ist noch nicht groß genug. Da braucht es noch ein bißchen mehr Futter...