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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 1114399 mal)

TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3420 am: Heute um 08:46:46 »

Für diese einmalige "Prämie", die den Staat nichts kostet, wird als Gegenfinanzierung jetzt die Tabaksteuer erhöht aber dauerhaft.
Dagegen habe ich nichts einzuwenden, die Raucherei ist echt scheiße. Soll die Steuererhöhung auch auf diese Vapes kommen?
Ja die steigen analog mit, wie auch zum 01.01.2026 schon. Die sollen auch immer mehr "angeglichen" werden was die Steuer angeht. Also darauf wird man nicht ausweichen können.
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3421 am: Heute um 09:51:45 »

Ja interessant, dass dieser Tankrabatt angeblich soviel Geld kostet. Der Sprit wurde 40 Cent teurer und jetzt werden 17 Cent wieder zurückgegeben. Der Anteil von Steuern und Abgaben auf den Spritpreis ist 55-60 Prozent. Heißt also der Staat bekam 22 Cent Zusatzeinnahmen pro Liter. Davon gibt er jetzt 17 Cent zurück. Oder anders gesagt : Er nimmt immernoch mehr Steuern ein...

Die Rechnung greift zu kurz.

Ein großer Teil der Steuern auf Treibstoff ist ein fixer Betrag pro Liter (Energiesteuer + CO₂-Preis). Nur die Mehrwertsteuer steigt mit dem Preis.

Wenn der Dieselpreis also um 40 Cent steigt, bedeutet das nicht, dass der Staat automatisch rund 20 Cent mehr einnimmt. Tatsächlich kommt der zusätzliche Effekt fast nur über die Mehrwertsteuer und liegt eher bei etwa 8–10 Cent pro Liter.
Gleichzeitig passt sich das Verhalten an: Es wird weniger gefahren und getankt. Für jeden Liter, der nicht verkauft wird, entgehen dem Staat rund 1 € an Steuern und Abgaben. Das kann die zusätzlichen MwSt-Einnahmen sogar übersteigen.
Dazu kommt, dass höhere Ausgaben fürs Tanken im Privaten an anderer Stelle fehlen und diese Konsumverschiebung dazu führt, dass an anderer Stelle geringere Mehrwertsteuereinnahmen entstehen.
Außerdem wird die Wirtschaft ausgebremst, was dem Staat ebenfalls weniger Geld einnehmen lässt.

Insgesamt ist es daher unwahrscheinlich, dass der Staat durch steigende Ölpreise große Mehreinnahmen macht. Die Effekte sind eher begrenzt oder können sich sogar ins Negative drehen.
« Letzte Änderung: Heute um 10:04:23 von DragonFox »
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3422 am: Heute um 11:04:31 »

Dann anders: Was der Staat in den letzten 4 Wochen an Mehreinnahmen hatte, scheint er behalten zu wollen. Ich glaube persönlich das nur minimal weniger gefahren wird. Die Leute fahren aber bewusster/langsamer. So zumindest mein Eindruck.

Die Wirtschaft ist aber eine andere Baustelle. Hier gibt es zwar einen Zusammenhang. Aber es geht ja um die Entlastung der Bürger.

Die Reduzierung ist nett, mehr aber nicht. Sie ist auf zwei Monate begrenzt, ob sie zu 100 % beim Verbraucher ankommt ist umstritten und ich glaube gelesen zu haben, dass die durchschnittliche Ersparnis im Monat irgendwo zwischen 20 und 40 Euro liegen kann.

Dahingegen ist die Regierung mit einem 1.000 Euro Geschenk großzügig. Ist ja auch einfach, wenn es nicht selber bezahlt werden muss. Jaja, es ist steuerlich anzurechnen. Also hat auch die Regierung ihren Anteil. Dennoch werden hier die Unternehmen in die Pflicht genommen. Denen geht es zum gewissen Teil, wie hier auch angeklungen, wirtschaftlich ja nicht so gut. Die große Entlastung wird also nicht jeder bekommen. Als Selbstständiger habe ich da z.B. definitiv nix von. Würde mich aber nicht wundern wenn Beamte sich den Bonus auszahlen lassen - Vorbildfunktion und so...

Transparenz wäre wünschenswert. Der Staat verlangt von den Ölkonzernen ihre Gewinne öffentlich zu machen, damit sie hier abschöpfen können. Darüber lässt sich streiten, kann man aber machen. Warum sollte der Staat seine Übergewinne (so es sie denn gibt) nicht auch öffentlich machen - rein auf den Sprit bezogen - dann können sich die Bürger selber ein Bild über die Maßnahmen machen. Fänd ich fair.

LG Veni_vidi_vici

Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3423 am: Heute um 17:21:00 »

Die Rechnung greift zu kurz.
Das Perverse ist, dass die Energiesteuer und die CO2-Abgabe NOCHMAL mit MWSt. belegt werden, man zahlt Steuern auf Steuern, es ist ein Wahnsinn. Und das zahlt man mit schonmal besteuertem Einkommen. Wir werden ausgenommen wie die Weihnachtsgans, was ja noch akzeptabel wäre, wenn man denn auch was geboten bekäme.
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