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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 1605905 mal)

Octavianus

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3820 am: 22.September 2026, 21:01:22 »

Mal als Einwurf zum Thema Strategie Putins. Schaut euch an, was in Tschetschenien, Georgien und im besetzten Teil der Ukraine los ist und mit welcher Rücksichtslosigkeit die Zivilbevölkerung zum Teil pulverisiert wird. Das Baltikum ist von der Größe und von der Topographie her gesehen ein relativ simples Ziel, aber wenn es auch nur einen Funken Hoffnung für Putin gibt, sich dieses alte Stück seines untergegangenen Sowjetimperiums wieder einzuverleiben und sei es mit gnadenloser Gewalt, dann wird er das versuchen. Daher ist es derzeit auch kein Lichtblick für die Nato, dass im Weißen Haus offensichtlich ein tumber Narzisst sitzt, der bereit ist, jahrzehntelang gewachsene Bündnisse für faule Symbolpolitik und Stabilität zum Zwecke der puren Selbstbereicherung zu opfern.
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3821 am: 22.September 2026, 23:48:39 »

Mal als Einwurf zum Thema Strategie Putins. Schaut euch an, was in Tschetschenien, Georgien und im besetzten Teil der Ukraine los ist und mit welcher Rücksichtslosigkeit die Zivilbevölkerung zum Teil pulverisiert wird. Das Baltikum ist von der Größe und von der Topographie her gesehen ein relativ simples Ziel, aber wenn es auch nur einen Funken Hoffnung für Putin gibt, sich dieses alte Stück seines untergegangenen Sowjetimperiums wieder einzuverleiben und sei es mit gnadenloser Gewalt, dann wird er das versuchen. Daher ist es derzeit auch kein Lichtblick für die Nato, dass im Weißen Haus offensichtlich ein tumber Narzisst sitzt, der bereit ist, jahrzehntelang gewachsene Bündnisse für faule Symbolpolitik und Stabilität zum Zwecke der puren Selbstbereicherung zu opfern.
Das Baltikum ist NATO-Gebiet. Dann wären wir im Krieg mit Russland, daran gibt es nichts zu rütteln. Wie ich geschrieben hatte (lest bitte nach) sind wir als Europa auch allein in der Lage Russland zu besiegen. Wir brauchen die USA nicht. Putin hat gerade das Problem, dass er Geld hat, aber ihm die Arbeitskräfte und Soldaten ausgehen.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/fachkraeftemangel-russland-schueler-100.htmlUngünstige Demographie trifft auf Verluste in der Ukraine. Der Krieg hat jetzt schon 2 Verlierer : die Ukraine und Russland, völlig egal wer gewinnt. Beide sind nach diesem Krieg am Ende.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-fachkraefte-100.html

Russland hat keine Chance gegen die NATO, das wäre glatter Selbstmord. Allein Europa kann er nicht besiegen. Trotzdem und auch das habe ich schon geschrieben, sollten wir in Sachen Drohnenkampfführung von der Ukraine lernen. Dann wird Putin im Baltikum scheitern. Im Moment hat er eh keine Soldaten, um dort irgendwas zu machen.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3822 am: 23.September 2026, 07:16:39 »

Putin hat gerade das Problem, dass er Geld hat, aber ihm die Arbeitskräfte und Soldaten ausgehen.
Dann kann der Ukrainekrieg ja nicht mehr lange dauern.
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Octavianus

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3823 am: 23.September 2026, 08:34:21 »

Mir ist klar, dass das Baltikum NATO-Gebiet ist. Dem Baltikum ist das klar. Aber dem US-Präsidenten ist das offenbar nicht so wichtig und ja, ein NATO-Land offen anzugreifen, ist ein krasser Schritt. Aber die ständigen Grenzverletzungen im Luftraum in Rumänien, Polen oder anderen Ländern im Osten Europas und die gestiegenen Provokationen und Sabotageakte in Europa, die mal mehr mal weniger zweifelsfrei russischen Akteuren zugeschrieben werden, zeigen doch sehr klar, dass hybride Kriegsführung heute mehr denn je angesagt ist. Dagegen müssen wir uns wappnen und Ross und Reiter klar benennen.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3824 am: 23.September 2026, 08:44:30 »

Dieses USA- und Trump-Bashing finde ich nervig, auch und gerade in den Medien und von diversen Politikern, daher wundert es mich auch wenig, dass die USA nur wenig Lust verspüren, immer wieder für die Europäer in die Bresche zu springen. Der Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien konnte auch nur mit US-Hilfe beendet werden, die Europäer haben es nicht auf die Kette gebracht. Als Dank wurden die USA besonders von links angegriffen, es wäre ein "Angriffskrieg" gewesen.

Man kann Trump sicher kritisieren, der macht und sagt viel Bullshit, aber er wird sicher nicht seine Bündnispflichten vergessen, sollte Putin das Baltikum überfallen. Im Moment werden wieder frische US-Truppen stationiert: https://www.it-boltwise.de/litauen-erhaelt-weitere-us-truppen-was-das-fuer-sicherheitstechnologie-in-der-region-bedeutet.html Und die sind auch voll kampfbereit, anders als die deutsche Brigade, die bei ca. 80% liegt, was der Verteidigungsminister mit Zwangsrekrutierungen ausgleichen will.
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veni_vidi_vici

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3825 am: 23.September 2026, 11:45:01 »

„Mit Stolz betonen wir, dass die Mitglieder und Unterstützer des Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees in Berlin aktiv zu diesem Erfolg beigetragen haben – sei es durch Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit, den direkten Kontakt zur Wählerschaft oder die Förderung der demokratischen Teilhabe“ - so der Ibrahim vom Palästinensischen Nationalkomitee, welches vom Verfassungsschutz im Bereich Islamistischer Terror geführt wird.

Eine Beteiligung der Linken in Berlin muss doch für die Bundes-CDU die Steilvorlage zum Einreißen der Brandmauer nach rechts sein. Denn die übrigen linken Parteien können ja schlecht Extremismus rechts bekämpfen und links auf gleicher Ebene Bündnisse schließen. Bin wirklich gespannt was Grüne und SPD jetzt machen und im Zweifel wie die CDU dann reagiert.

Gibt ja ohnehin schon Ärger, weil die SPD sich an abgesprochene Reformen mal wieder nicht gebunden fühlt.

LG Veni_vidi_vici

Magic1111

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3826 am: 23.September 2026, 14:07:00 »

Dem Kommentar von Jörg Thadeusz in den Tagesthemen ist nichts hinzuzfügen.

Wer ihn noch nicht kennt, bitte anschauen. Ganz, ganz stark!

https://x.com/MichaelBroecker/status/2102279234849050902

Das "Rote Rathaus" in Berlin -  da ist der Name Programm (hoffentlich nicht).

Im übrigen warte ich immer noch darauf, dass Merz & Co. auch für Berlin schon mal vorsorglich den "Bundeszwang" androht....ach, ich vergaß...das gilt ja nur im Falle einer potentiellen AfD Regierung irgendwo...so, so....
« Letzte Änderung: 23.September 2026, 14:20:55 von Magic1111 »
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Der Baske

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3828 am: Gestern um 16:40:38 »

Was mir einfach nicht einleuchtet ist, weshalb die etablierten Parteien der Mitte, einfach nie in die Pötte kommen.
Wieviel Beweis benötigen Sie denn noch, dass sie mit ihrer Art zu regieren und zu entscheiden, an den Themen des echten Lebens vorbei agieren?!?

Gibt doch vorab erstmal nur ein paar Themen, wenn man die in den Griff bekommen oder bessern würde, könnte man auch strukturelle und schmerzhafte Änderungen im Land viel besser unters Volk bringen, da die Bereitschaft massiv gesteigert werden würde.

Die emotionalsten Themen sind doch
- Flüchtlingsproblematik
- Fehlender Wohnraum
- Hohe Sprit- und Energiepreise
- Islamistisch motivierte Straftaten
- Arbeitskosten in Deutschland

Das sind doch die Triggerthemen. Sicherlich fehlt da jetzt noch etwas, aber im Grunde polarisieren diese Themen dominant.

Wenn ich jetzt einfach mal mit gesundem Menschenverstand und Logik rangehe, dann beginnen wir mit dem Thema Flüchtlinge.

Ja, ich verstehe dass Abschiebungen von ausreisepflichtigen Personen, durchaus seine Schwierigkeiten mit sich bringt.
a) Herkunftsland nimmt nicht auf
b) Person wird nicht angetroffen, wenn man sie abholen will
c) Verfahren läuft noch und zieht sich über Jahre

Alles ok, ABER wieso macht man es sich so schwer?
Lass doch jeden der will einfach ins Land kommen, aber gib ihm kein Geld!
Ich muss doch niemanden, der sich in unsere Sozialsysteme reinmogelt abschieben, wenn er keine Aufenthaltsberechtigung hat.
Ich muss ihm doch einfach kein Geld geben, oder sehe ich da etwas falsch?

Zum einen gibt es mehrere sichere Länder, bevor er in Deutschland ankommt.
Zum anderen kann man doch jedem erstmal für 6 Monate Unterkunft und Verpflegung zukommen lassen, aber danach müssen die Menschen selber schauen, wie sie hier zurecht kommen.
Das bedeutet Arbeit und Wohnung suchen. Dann hätten sie ein halbes Jahr Zeit. Nicht für jeden Job muss man super Deutsch sprechen. In den 6 Monaten würde ich die mit Kursen und Pflichveranstaltungen, 4 Tage die Woche auslasten. Dann hätten sie einen Tag für ihre Bewerbungsgespräche und ein freies WE!

Wieso müssen wir uns so anstrengen und versuchen Menschen abzuschieben? Wieso entziehen wir ihnen nicht einfach dieses 'Paradies' hier?

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Fehlender Wohnraum.
Aha, angeblich brauchen wir 400k - 600k neue Wohnungen in Deutschland.
Und was ist mit dem Leerstand von bis zu 1,6 Mio?
An private Besitzer würde ich nicht rangehen, im Endeffekt sollen sie frei entscheiden können, ob sie vermieten oder nicht.
Aber was ist mit Firmen bzw. Konzernen und Banken.
Wieso verpflichtet man sie nicht geseztlich dazu, ihre Wohnhäuser innerhalb von 6 Monaten zu vermieten?

Uns fehlen doch tatsächlich viel weniger Wohnungen, nur haben wir viel zu viel Leerstand.

Zudem würde sich die Lage sofort entspannen, wenn wir Punkt 1 von oben umsetzen würden. Ganz abgesehen davon würde das auch unser Bildungssystem entlasten und die Ausbildung qualitativ wieder verbessern. Vielleicht landen wir dann bei der Pisa-Studie wieder weiter oben.

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Hohe Sprit-Preise.
Wieso ist es ok, wenn die Ölkonzerne ihre Gewinne verdoppeln und inzwischen fast verdreifachen?
Das kann man doch auch nur lösen, indem man da klare Regelungen schafft.

Angeblich hat man Angst, die Konzerne zu sehr an die Leine zu legen, da diese dann künstlich das Angebot weiter verknappen (durch geringere Förderung der Rohstoffe) könnten und die Preis sogar noch höher werden. Aha ^^. Klingt sogar plausibel, würde aber auch absolute Handlungsunfähigkeit offenbaren. Armutszeugnis!

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Strafmaße einfach verändern und verschärfen.
Die Menschen lachen doch über die laschen Gesetze hier.
Und uns wird doch jedes Mal, wenn es einen Attentäter gab wieder erzählt, dass es da psychische Probleme gab.
Sicherlich gibt es diese Fälle, aber fast ausschließlich? Sorry, ich kann das nicht ernst nehmen.

Banden werben extra Minderjährige für Straftaten an, da es die milderen Verurteilungen, im Falle der Festnahme gibt.

Wir lassen uns einfach, seit der Ära Merkel, auf der Nase herumtanzen.

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An Scholz wurde schon unberechtigt herumgenörgelt (außer in puncto Cum-Ex-Affäre) und Merz ergeht es genauso.
Er findet vielleicht nicht immer die richtigen Worte, ist aber die ärmste Sau.
Die Medien gießen obendrein noch täglich Öl ins Feuer. Es ist so traurig, alles wird nur noch seziert.
Gefühlt erlebe ich nur noch Sensationsjournalismus.

Wir haben in der Politik meist nur Verhinderer, als Löser.

Wenn man jedenfalls diese ersten 4 Themenkomplexe mal offensiv ändern und der Bevölkerung vermitteln würde, könnte Phase zwei kommen.
Thema Arbeitskosten. Die Industrie durch Bürokratie-Abbau und gesenkte Arbeitskosten wieder zukunftsfähiger machen.

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Fazit:
Man darf aber eines nicht vergessen, es gibt bei uns auch zig wunderbare neue Errungenschaften, Fortschritt und Sachen die einen optimistisch stimmen können.
Mir geht es bei diesem Text eher darum, dass einem die Handlungsunfähigkeit der Parteien der Mitte, einfach nur noch schockiert und warum sie die Themen, weswegen sie primär ihre Wähler verloren haben, nicht zielstrebiger und pragmatischer angehen........................
Die jüngsten Wahlergebnisse machen mich wirklich sehr nachdenklich.
Aber viele holen sich ihre politische Meinung halt aus Überschriften und von TikTok. Da ist es dann auch schwer, positive Veränderungen zu erwarten.
Wenn man heute alles vom Handy und KI erledigen lässt, wie soll dann eine reflektierte, intelligente und ernstzunehmende Position oder Meinung entstehen??


Begonnen hat das mMn alles mit Corona, als plötzlich jeder Vierte GANZ genau wusste was da wirklich abgeht, nur weil er 2 Youtubern gefolgt ist oder so  :police:
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MTF U20 Weltmeister 2011 + MTF AfricaCup Sieger 2011
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3829 am: Gestern um 17:31:07 »

Lass doch jeden der will einfach ins Land kommen, aber gib ihm kein Geld!
Das geht halt nicht so einfach, weil man die Menschen, denen Asyl oder Schutz zusteht, versorgen muss. Und was ist mit Alten, Kranken, Kindern, die nicht arbeiten können?

Imho müssen wir aufhören, jeden Hinz und Kunz als Asyl- oder Schutzberechtigte anzusehen und viel härter prüfen. Warum bekommen Marokkaner oder Türken hier reihenweise Asyl oder Schutz? Das muss imho viel strenger werden, es müssen auch viel mehr Länder als sicher eingestuft werden.

Zitat
Und was ist mit dem Leerstand von bis zu 1,6 Mio?
Wo kommt diese Zahl her und wo sind diese Wohnungen? Ich glaube nicht, dass zB. in Berlin massenhaft Wohnungen leer stehen. Die Wohnungsnot lässt sich imho nur durch massenhafte Neubauten lindern.

Zitat
Wieso ist es ok, wenn die Ölkonzerne ihre Gewinne verdoppeln und inzwischen fast verdreifachen?
Den meisten Übergewinn macht der Staat über die Mehrwertsteuer, Deutschland hat eigentlich sehr günstige Spritpreise, ehe der Staat zuschlägt: https://www.merkur.de/wirtschaft/dieselpreis-in-deutschland-nur-95-cent-ohne-steuern-und-abgaben-zr-94482340.html

Zitat
Strafmaße einfach verändern und verschärfen.
Die Gesetze haben meist eine Spanne bei den Strafmaßen drin, solange Richter immer und immer wieder nur die lasche Strafe verhängen, ist das halt blöd. Für Ersttäter ist eine milde Strafe ja noch okay, aber wenn man sieht, dass Leute mit ellenlangem Vorstrafenregister frei rumlaufen, dann ist das inakzeptabel. Ich weiß aber nicht, ob man den Richtern da den Spielraum weg nehmen kann. Klar, man kann das Strafmaß rauf setzen, dann wird aber auch der Ersttäter hart bestraft.

Zitat
Und uns wird doch jedes Mal, wenn es einen Attentäter gab wieder erzählt, dass es da psychische Probleme gab.
Ja, das finde ich auch sehr befremdlich.

Zitat
Die Industrie durch Bürokratie-Abbau und gesenkte Arbeitskosten wieder zukunftsfähiger machen.
Die Löhne an sich sind imho nicht das Problem, das Problem sind die hohen Arbeitsnebenkosten und andere hohe Kosten, die zB. China nicht in dem Umfang hat (Energie, Umwelt- und Arbeitsschutz, unendliche Berichtspflichten für jeden Furz).
« Letzte Änderung: Gestern um 17:33:42 von Signor Rossi »
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Viking

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3830 am: Gestern um 18:45:33 »


Ich weiß echt nicht, wie viel deutlicher es noch werden muss - ist zwar "schon" vom Mai 2025, aber so steht's direkt auf der Website der PdL:

Wo ich dir aber klar zustimme, ist folgender Nebensatz von dir: "und jeden rauswirft der nicht mitzieht".
Aufschreiben kann man viel, was eher zählt sind Taten und wenn man die beim Wort nimmt, was machen Leute wie Kocak dann in der Partei? Gerade in Berlin kamen doch bestimmt einige Stimmen aus der Migrantischen und extrem linken anti Israel Szene, man spricht die Leute bewusst mit an, da kann mir keiner erzählen,dass man nicht weiß wie da die Stimmung ist und wie einige Leute drauf sind. Man nimmt da die Stimmen gerne mit und tut jetzt so als wäre man überrascht und als wäre es ein Einzelfall und als hätte man in der Partei den Ton nicht selbst dafür gesetzt. Man spielt da das was irgendwelche Nazis auch gerne machen wenn die auf dogwhistles oder Shirt Aufdrucke angesprochen werden, man stellt sich dumm und tut so als wäre nichts.
Ich finde das Statement da aber auch komisch, warum schafft man es nicht Hamas und co zu verurteilen ohne gleichzeitig die Israelische Armee einzubauen?

Allgemein gab es da ja nach dem 7.10 eine Bewegung in der Szene, man zeigt Antisemitismus jetzt offener, die Übergriffe auf Juden haben stark zugenommen,zeigt sich International auch noch deutlich stärker als in Deutschland,wenn man z.B mal die linke Szene in den USA anschaut,da ist es ja fast anti Mainstream wenn man sich mal pro Israel Äußert.  Wäre ja komisch wenn sich sowas nicht in den linken Parteien wiederfinden würde, ich würde der Linken aber auch zugestehen das sie bei dem Punkt gespalten ist, Kocak bekommt ja auch Kritik aus der Partei, z.B von Petra Pau https://x.com/PetraPauMaHe/status/2102128482511687700 aber die werden da keinen großen Streit daraus machen oder es aufarbeiten weil es Wählerstimmen kostet, aus deren sich verständlich.
Ist die Frage was sich daraus für Grüne und SPD ergibt, die könnten ja auch mit der CDU regieren.

Allgemein finde ich die linke Form von Antisemitismus fast gefährlicher als der plumpe aus der Naziecke weil der sich in die Gesellschaft einschleicht, heute sind viele Sachen sagbar und man muss sich auch vieles anhören was es von ein paar Jahren nicht gegeben hätte, selten ein Thema erlebt bei dem so viele Falschinformation und undifferenzierte Betrachtungen verbreitet werden.

Zu den "Enteignungsfantasien": Volksentscheid in 2021, fast 2 Millionen haben abgestimmt (Quorum also deutlich erreicht), davon 59% mit "Ja". Theoretisch ist das mit Artikel 15 des GG vereinbar, also ja, diese "Fantasie" ist sogar im Grundgesetz verankert. Da geht es übrigens, wie auch gestern mehrmals erwähnt wurde, um "Vergesellschaftung" und nicht um "Enteignung". Ich sehe da (bei allem Verständnis für die Mietsituation nicht nur in Berlin) aber auch den größten Reibungspunkt insbesondere mit der SPD - wurde gestern in der ZDF-Wahlarena auch sehr deutlich, während Banaszak (Grüne) dem wohl offener gegenüber steht.
Ich denke da wurde den Leuten zu viel vorgelogen was so eine Aktion gutes bringen würde und zu wenig über die Nachteile informiert, dass ganze erinnert mich stark an den Klima Volksentscheid in Hamburg bei dem den Menschen ja auch nicht wirklich klar ist/war was es sie kosten wird. Gestern im Radio gehört, dass eine Mehrheit inzwischen dagegen ist aber keine Ahnung was da dran ist.
Das streiten um Begriffe da ist mMn Wortklauberei, am Ende meint es ja das gleiche und Vergesellschaftung hört sich nur besser an.

Ich bin da kein Experte aber ich sehe nicht wo der Mehrwert liegen soll, man muss den jetzigen Besitzern ja einen fairen Ausgleich zahlen damit die Stadt nicht verklagt wird, da habe ich schon optimistich 20 Mrd aber eher 40 Mrd gelesen, dafür das man dann am Ende selbst genau das gleiche übernimmt wie die jetzigen Gesellschaften, wie bekommt man denn so eine Summe? Berlin hängt am Länderfinanzausgleich, anscheinend hat man gerade für 26/27 einen Haushalt von 45 Mrd verabschiedet, man gibt da also Geld für Zwei Jahre für sowas aus und verspricht was? Günstigere Mieten? Mehr Wohnungen? Ich hoffe mal,dass die Stadt das dann selbst bezahlen muss und es nicht durch den Bund und Ausgleich gedeckt wird, dann würde ich schon gerne sehen was passiert, wie man Klagen vermeiden will oder wie man es schaffen will die Versprechen umzusetzen.
Aufgrund der DDR Vergangenheit wäre ich auch erstmal skeptisch und denke nicht,dass sowas in Deutschland möglich sein sollte, wer weiß, vielleicht werden da dann ja auch andere Sachen "vergesellschaftet", kann man da sicher sein? Bestimmt auch verlockend für Investoren da einzusteigen wenn man sich nicht darauf verlassen kann,sein Eigentum zu behalten.

Dem Kommentar von Jörg Thadeusz in den Tagesthemen ist nichts hinzuzfügen.

Wer ihn noch nicht kennt, bitte anschauen. Ganz, ganz stark!

https://x.com/MichaelBroecker/status/2102279234849050902
Wirklich ein guter Kommentar.
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