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Autor Thema: Bücher  (Gelesen 523120 mal)

j4y_z

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Re: Bücher
« Antwort #1240 am: 03.Oktober 2016, 20:49:06 »

Alles klar, danke. Falls du sie noch nicht kennst: Die VILM-Trilogie von Karsten Kruschel fand ich klasse, weil originell und irgendwie anders. http://www.phantastik-couch.de/karsten-kruschel.html
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Louis

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Re: Bücher
« Antwort #1241 am: 03.Oktober 2016, 20:52:20 »

Nette Liste. Bis auf Songs auf Ice and Fire, welches mir wohl weltweit als einzigem überhaupt nicht gefallen hat, kenne ich nichts davon.

Nein, da bist du nicht der einzige. Der Autor Brandon Sanderson hat auch kürzlich erklärt, er habe nur das erste Buch gelesen, und es sei ihm zu düster gewesen. Wobei ich glaube, dass er sich da vom oberflächlichen Erzählstrang hat irreleiten lassen. Die Stärke von ASoIaF ist sicherlich zum einen, dass aus so vielen unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird, die alle gegeneinander agieren, und man dadurch ähnliche Ereignisse aus völlig anderen Blickwinkeln präsentiert bekommt. Außerdem ist es natürlich der endgültige Abschied an das Gut/Böse-Schema, weil jede Figur aus ihrer eigenen Perspektive "gut" ist. Und es wird auch hinterfragt, ob der moralisch immer nach bestem Gewissen handelnde Mensche (also quasi der typische Fantasy-Held) tatsächlich dadurch Gutes erschafft, oder in seiner moralischen Verblendung nicht eher Chaos bewirkt. Das ist die eine Stärke der Reihe. Die andere ist ein Spiel mit Mythen und Symbolik, für das man aber tatsächlich zum Teil den Text zwei Mal lesen muss. GRRM versteckt im Text immer wieder verschiedene Mythen, die zum Teil in unterschiedlichen Ländern ähnlich erzählt werden, und verknüpft sie mit symbolischen Handlungen von Charakteren. Das ist allerdings schon ziemlich Meta-Ebene. Viele übersehen das aber. Die Fernseh-Serie hat solche Aspekte auch komplett ignoriert. Aus meiner Sicht ist das aber schon ziemlich gelungene schriftstellerische Kunst.

Von GRRM gibt es auch einen aus meiner Sicht sehr faszinierenden Vampir-Roman, "Fevre Dream". Ist ein kurzer Band, hat man schnell durchgelesen, und verknüpft das untergehende Dampfschiffahrtszeitalter in einer morbiden, sehr passenden Art und Weise mit dem sumpfigen Mississippi und einem ganz eigenen Vampir-Mythos.

Danke für den Tipp, werde mich gleich mal schlau machen. Lese die letzten Jahre eigentlich fast nur mehr SF, kenne mich deshalb bei den neuern F Autoren nicht mehr so gut aus.

Mal kurz so zur Orientierung:

Brandon Sanderson ist der bereits erwähnte Autor mit der überbordenden Phantasie. Was der in "Stormlight Archive" an Ideen verbraten hat, würden andere Autoren für fünf Bücher nutzen. Das gilt auch für seine anderen Serien und Werke. Da reicht es nicht, sich eine eigene Welt und ein eigenes Magiesystem zu überlegen, es muss dann auch mindestens noch ein eigenes Wettersystem sein, dessen Auswirkungen dann auch auf Flora und Fauna durchgerechnet werden, etc. Sanderson ist außerdem ein richtiger Arbeiter, der schafft 1-2 Bücher im Jahr, aber nicht, weil er sie einfach so runterschreibt, sondern weil er offenbar einiges an Disziplin und Arbeitsethos hat.

Patrick Rothfuss ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil. Er hat von seiner Serie "Kingkiller Chronicles" erst zwei Bücher geschafft, weil er ein Sprachpoet und ein Wortefeiler ist. In einem Podcast hat er mal gesagt, für ihn gebe es zum Beispiel einen Unterschied zwischen "grey" und "gray", und genauso geht er an jedes seiner Worte, was seine Lektorin wahnsinnig machen würde. Der Punkt ist: Du merkst es beim Lesen. Zumindest im englischen Original, die deutsche Übersetzung kann ich nicht beurteilen. Das ist unglaubliche Sprachgewalt.

Neil Gaiman ist etwas abseits der "klassischen" Fantasy in einem Genre irgendwo zwischen Fantasy, Urban, Mystik und leichtem Horror. Er arbeitet sehr viel mit realer Welt, die aber häufig eine weitere Ebene bekommt. Das ist ebenfalls sehr beeindruckend, und häufig sehr gekonnt gewobene Plots. In jedem Fall aber auch immer etwas ganz Eigenes. Es gibt sehr viele Autoren aus dem Genre, die ihn als Vorbild nennen.

Pratchett tue ich mir sicher kein zweites Mal an, unter Humor verstehe ich etwas gänzlich anderes.

Was hast du denn von ihm gelesen? Das Frühwerk ist recht klamaukig und versteckt seine zweite Ebene sehr tief. Die späten Bücher sind deutlich griffiger. Ein Buch wie "Monstrous Regiment" zum Beispiel ist aus meiner Sicht eine sehr beißende und gelungene Satire auf Armee, Politik und Kriegsführung (und noch so einiges mehr, aber das wären schon Spoiler). Was ebenfalls sehr zu empfehlen ist sind seine Kinder- und Jugendbücher. "Nur du kannst die Menschheit retten" ist ein sehr amüsanter Gedankenweltausflug in die Vorstellung, was eigentlich wäre, wenn wir bei Computerspielen tatsächlich echte Raumschiffe abschießen (und die Aliens sich wundern, warum dieser Gegner immer wieder kommt, obwohl sie ihn erledigt haben). "The amazing Maurice and his educated rodents" ist eine Parabel auf Märchen und Sagen. Pratchett war sehr weise, er wird aber oft als Blödelautor verkannt. Wobei, da stimme ich auch zu, nicht alle seine Bücher gelungen waren.
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Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1242 am: 03.Oktober 2016, 21:27:16 »

Mal überlegen.

Das erste war jenes bei welchem der TOD auf Urlaub geht. Ich muss gestehen dass ich das noch ganz amüsant fand. Danach gings weiter mit Wache, Wache und noch irgendeinem, und da war es dann vorbei. Ich mag gekünstelten Humor überhaupt nicht. Erinnert mich auch an die vielen fehlgeschlagenen Versuche diverser Autoren, die meinten sie wären der neue Douglas Adams.

Ich fand Songs of Ice and Fire nicht wirklich schlecht, ich konnte einfach zu keinem der Protagonisten eine Beziehung aufbauen. Meiner Meinung nach sind das alles intrigante *hust*. Ich mag das an einer Geschichte nicht. Zumindest mit einem sollte man sich indentifizieren können. Ist wahrscheinlich eine persönliche Geschichte zw. mir und den Büchern.


@j4y_z

Danke für den Tipp mit der Vilm Triologie, ist mir bis jetzt scheinbar entgangen. Die eben gelesene Rezension hört sich auf jeden Fall sehr vielversprechend an. Wird morgen bestellt. :)

« Letzte Änderung: 03.Oktober 2016, 21:36:37 von Veilchen blühen ewig »
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aragorn99werder

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Re: Bücher
« Antwort #1243 am: 03.Oktober 2016, 21:32:09 »

Also ich finde nicht, dass man Eddard, Jon Snow oder Daenerys (zumindest anfänglich) Intrigantentum vorwerfen kann.  ;)
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Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1244 am: 03.Oktober 2016, 21:33:29 »

Ok, Jon Snow war auch wirklich der einzige. Als der in Band 3(?) verschwand, habe ich aufgehört zu lesen. Eddard sagt mir nichts mehr.
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aragorn99werder

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Re: Bücher
« Antwort #1245 am: 03.Oktober 2016, 21:48:41 »

Eddard sagt mir nichts mehr.

Öh?  ??? ;)

Jon bleibt ja dabei, es ist ja normal, dass Charaktere mal länger nicht vorkommen. Und wie gesagt: auch Daenerys, Robb, Bran oder Arya (so spontan) würde ich jetzt nicht als intrigant bezeichnen.
Aber es muss ja nicht jeder alles gut oder nicht gut finden. Wär' ja langweilig.  ;)
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Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1246 am: 03.Oktober 2016, 21:58:36 »

Viele tiefgründige Protagonisten gibt es ja im Fantasy Bereich sowieso nicht. Mit zum Besten gehört in der Richtung das Rad der Zeit und Spiel der Götter.

Definiere mir tiefgründig ein wenig näher und ich kann vielleicht ein paar Bücher aufzählen.  ;)

LG Veni_vidi_vici

Sry, habe dich übersehen. :-[

Tja, das ist halt nicht so leicht.

Meiner Ansicht nach ein Charakter, welcher nicht auf Schienen seiner in den ersten Kapiteln gezeichneten Einstellung folgt, sondern Dinge und Beweggründe überdenkt, seine Handlung anpasst und sich über seine Erfahrung weiterentwickelt. Weiters sollte man auch ab und an nicht klischeehafte Einblicke in seine Gefühlswelt bekommen, um den Protagonisten besser zu verstehen. Generell eine etwas ausgewogenere Darstellung der guten und schlechten Seiten der Person

Positives Beispiel: Fiedler und Igel im Spiel der Götter. Kane aus den gleichnamigen Büchern.

Negativ: Drizzt Do'Urden aus den Forgotten Realms, Charaktäre von Eddings, uvm....


Was mir über die Jahre auffällt. Es gibt Schriftsteller welche ihre Protagonisten sehr gut zeichnen, sodass man sich in ihnen wiederfindet, und es gibt welche die gute Geschichten erzählen. Beides auf einmal ist leider höchst selten.

« Letzte Änderung: 03.Oktober 2016, 22:00:19 von Veilchen blühen ewig »
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veni_vidi_vici

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Re: Bücher
« Antwort #1247 am: 03.Oktober 2016, 22:46:24 »

Viele tiefgründige Protagonisten gibt es ja im Fantasy Bereich sowieso nicht. Mit zum Besten gehört in der Richtung das Rad der Zeit und Spiel der Götter.

Definiere mir tiefgründig ein wenig näher und ich kann vielleicht ein paar Bücher aufzählen.  ;)

LG Veni_vidi_vici

Sry, habe dich übersehen. :-[

Tja, das ist halt nicht so leicht.

Meiner Ansicht nach ein Charakter, welcher nicht auf Schienen seiner in den ersten Kapiteln gezeichneten Einstellung folgt, sondern Dinge und Beweggründe überdenkt, seine Handlung anpasst und sich über seine Erfahrung weiterentwickelt. Weiters sollte man auch ab und an nicht klischeehafte Einblicke in seine Gefühlswelt bekommen, um den Protagonisten besser zu verstehen. Generell eine etwas ausgewogenere Darstellung der guten und schlechten Seiten der Person

Positives Beispiel: Fiedler und Igel im Spiel der Götter. Kane aus den gleichnamigen Büchern.

Negativ: Drizzt Do'Urden aus den Forgotten Realms, Charaktäre von Eddings, uvm....


Was mir über die Jahre auffällt. Es gibt Schriftsteller welche ihre Protagonisten sehr gut zeichnen, sodass man sich in ihnen wiederfindet, und es gibt welche die gute Geschichten erzählen. Beides auf einmal ist leider höchst selten.

Dann empfehle ich auch Locke Lamora, welches dir schon als Gentlemen Bastard empfohlen wurde. Aktuell lese ich Rabenschatten und bin kurz vor der Hälfte des dritten und finalen Bandes. Auch hier entwickeln sich die Charaktere spürbar weiter. Das Rad der Zeit... eigentlich fast alle Bücher, wo die Protagonisten als Jugendliche oder Kinder beginnen. Codex Alera empfehle ich gerne wegen der spannenden Gegenspieler. Wo Brandon Sanderson schon zur Sprach kam - ich fand auch sein... ich glaub es hieß Mistborn Chroniken, sehr gut. Beginnt mit "Kinder des Feuers". Ist aber auch sehr düster, aber halt absolut abseits der klassischen Fantasy-Geschichte. Magie ist hier mehr eine... Metallurgie.  ;)

Kingkiller und Demon-Zyklus sind unter den neueren Werken auch bei meinen Favoriten zu finden - ist aber beides noch nicht abgeschlossen.

Und wenn es sehr reale Fantasy sein darf empfehle ich historische Romane.  ;D
Alles von Rebecca Gable und hier insbesondere die Waringham-Saga.

LG Veni_vidi_vici

Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1248 am: 11.Oktober 2016, 22:23:31 »

Ich könnte kotzen.

Heute kommen drei Pakete, in denen je ein Teil der Elenium Saga drinnen sein sollte (drei unterschiedliche Händler). Eben mach ich sie auf, Teil 1 und Teil 3 sind drinnen, statt Teil 2 bekomme ich ein Philosopiebuch. *AGRH*
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j4y_z

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Re: Bücher
« Antwort #1249 am: 12.Oktober 2016, 08:26:28 »

Mal was fachliches: ich lese gerade Clean Code von Robert C. Martin. Sei jedem Developer ans Herz gelegt.
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Stefan von Undzu

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Re: Bücher
« Antwort #1250 am: 12.Oktober 2016, 08:29:56 »

Und für angehende Geldfälscher ist CASH CLUB sehr lesenswert. Sehr krass, wie die damit (fast) durchgekommen sind...
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sechzger.de

veni_vidi_vici

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Re: Bücher
« Antwort #1251 am: 12.Oktober 2016, 09:03:56 »

Ich könnte kotzen.

Heute kommen drei Pakete, in denen je ein Teil der Elenium Saga drinnen sein sollte (drei unterschiedliche Händler). Eben mach ich sie auf, Teil 1 und Teil 3 sind drinnen, statt Teil 2 bekomme ich ein Philosopiebuch. *AGRH*

Besser als hätte der erste Teil gefehlt.  ;)

LG Veni_vidi_vici

Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1252 am: 12.Oktober 2016, 10:32:25 »

Ist trotzdem ärgerlich. Habe gerade Urlaub, und wollte es in einem Aufwasch lesen. Jetzt kann ich mich wieder mit zurücksenden rumärgern.

Wobei ich Mitte Teil 1 feststelle, dass sich Eddings in den neueren Büchern sprachlich schon stark verbessert hat. Teil 1 kommt in der Hinsicht nicht an das gewohnte Niveau heran.
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veni_vidi_vici

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Re: Bücher
« Antwort #1253 am: 25.Oktober 2016, 11:41:32 »

Rabenschatten-Trilogie
1. Das Lied des Blutes
2. Der Herr des Turmes
3. Die Königin der Flammen

Es ist mal wieder soweit, ich habe eine Fantasy-Trilogie beendet und möchte meine Gedanken mit euch teilen. Und ich beginne, wenig überraschend, mit dem ersten Teil.

Das Lied des Blutes ist für mich im Rückblick der eindeutig stärkste Band gewesen. Dies mag aber an mir gelegen haben. Ich mochte die Geschichte mit der Ausbildung. Das sich eine Gruppe von Freunden gefunden hat und natürlich das die Prüfungen schwer waren und auch mal für Teilnehmer tödlich endeten (ich habe es schon mal erwähnt, aber durch das "Entfernen" von Charakteren liegt eine viel spannendere Note in der Geschichte). Die Story beginnt mit Schwung, entwickelt sich dann zugunsten der kriegerischen Ausbildung (Magie ist in der Welt vorhanden, tritt aber gerade anfangs doch in den Hintergrund) etwas langsamer, um später wieder Fahrt aufzunehmen. Die erste Hälfte des Bandes ist praktisch Ausbildung (hat mir beim Lesen sehr gut, wohl sogar am besten gefallen). Aber auch die Hauptgeschichte wird noch weitergestrickt.

Die Herr des Turms war für mich der schwächste Band. Die Geschichte schien mir zwischendrin etwas konfus (vielleicht lag es daran, dass ich zu der Zeit viel Stress hatte und beim Lesen weniger entspannt war). Hier werden einem die Hintergründe näher gebracht. Während im ersten Band praktisch nur aus Sicht des Hauptcharakteres erzählt wurde, kommen hier weitere handelnde Personen hinzu. Diese waren auch schon im ersten Teil verteten - allerdings sind es nicht die Figuren, mit denen man gerechnet hätte. Die Geschichte verlagert sich einfach an mehrere Orte, womit diese Änderung in der Erzählstruktur wohl durchdacht war.

Die Königin der Flammen schafft es die Geschichte wieder mehr zu ordnen. Daher hat mir das Buch wieder besser gefallen. Mit dem Ende an sich bin ich zufrieden. Allerdings hat mir hier ein wenig der Spannungsbogen gefehlt. Der "Böse" hätte im Endeffekt einfach... schwer zu beschreiben... mächtiger sein müssen? Das trifft es nicht ganz, aber irgendwie bleibt der Eindruck zurück, dass der Autor seine stark begonnene Geschichte nicht rund vollenden konnte. Ob ich mich zu weit aus dem Fenster lehne wenn ich behaupte, dass der erste Band durchgeplant war, ohne dass das Ende schon feststand?

Fazit:
Insbesondere der erste Band hat mich ganz fabelhaft unterhalten. Mir war auch in den Folgebänden nicht langweilig. Die Anfangseuphorie war jedoch verpufft. Die Charaktere sind sympatisch, unterschiedlich, mit Ecken und Kanten, mit Hintergründen und Marotten - einfach gut gemacht. Ich glaube es war der Erstling von Anthony Ryan und der war schon nicht von schlechten Eltern. Ich glaube die Story wäre besser zur Geltung gekommen, wenn es ein bis zwei Bände mehr gegeben hätte. Teilweise ging alles recht schnell und war undurchsichtig. Auch das Finale war mir irgendwo ein Stück weit zu plump. Dennoch hat mich die Geschichte fabelhaft unterhalten. Der erste Band gehörte vielleicht sogar zum Besten, was ich in diesem Jahr gelesen habe. Stark begonnen und dann etwas nachgelassen - so könnte man die drei Bände wohl beschreiben.

_________________________________________________

Zwei Fragen sind mir bei der Rückschau aufgekommen:

Der Aspekt der Ausbildung hat es mir angetan. Es war streng und hart und für den Leser spannend. Mir persönlich fallen weitere Bücher ein, wo der Aspekt Ausbildung/Training im Fokus steht: Die Gilde der Schwarzen Magier (aber weniger bedrohlich), Harry Potter (über die gesamten Bücher gewissermaßen verteilt), Königsmörder-Chronik (mit Kvothe dem Megatalent) und Tamir Triad (mit mysteriösem Hintergrund und... einer Art "Körpertausch"). Jetzt zur Frage:

1. Kennt Ihr Bücher, bestenfalls Fantasy, wo die Ausbildung (Lehrer, Schüler, Training - aber durchaus mit Spannungsbogen) im Fokus steht? Ob Magie oder Kampf ist mir dabei egal.

Hat mir dieser Geschichte tatsächlich wenig zu tun, aber war so ein Gedanke, der mir durch den Kopf schoss. Fantasy mit weiblichen Hauptcharakteren ist selten, oder? Mir fallen spontan "Die Drachenreiter" (Nihal), "Die Gilde der schwarzen Magier" (Sonea), "Wahrheiten-Saga" (Alissa) und im gewissen Sinne "Tamir Triad" (Tobin). Natürlich gibt es im Rad der Zeit und Co ebenfalls starke weibliche Charaktere, aber wird die Story auf einen Hauptcharakter heruntergebrochen, ist dieser meist männlich. Worum ist mir geht ist, dass die Bücher mit starken weiblichen Hauptcharakteren meist etwas seicht sind. Ich mag es realistisch, meinetwegen unbarmherzig und mit einer Atmosphäre, wo jederzeit wichtige Charaktere sterben könnten und dies ggf. auch tun.

2. Kennt Ihr Bücher, in jedem Fall Fantasy, wo ein weiblicher Charakter in der Geschichte die Hauptrolle hat, aber es dennoch blutig, sowie mit dem Ableben von wichtigen Figuren einhergeht (einhergehen könnte)?

Hat sich das jetzt sehr blutrünstig angehört?  ;D

LG Veni_vidi_vici

Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1254 am: 26.Oktober 2016, 23:03:34 »

....

Antwort hat sich erledigt. Habe übersehen dass mein Vorschlag mit "die Gilde der schwarzen Magier" schon erwähnt wurde. Wegen der weiblichen Hauptdarstellerin fällt mir noch "Raven" von Richard Kirk ein.

Die Elenium Saga war übrigens großartig. Ich mag Sperber.

Edit: Eins ist mir in Sachen Ausbildung noch eingefallen.

Von Gordon R. Dickson "Der Drachenritter Zyklus"

Hier gehts um einen Studenten, der durch ein Unglück mit seiner Freundin ins England des Mittelalters zurückversetzt wird, und sich dort als Ritter und später als Magier verdingt. Es ist relativ gut beschrieben wie er versucht sich im Mittelalter zurecht zu finden, und über seine Ausbildung zum Ritter und Magier. Allerdings nicht in Richtung Akademie, sondern eher learning by doing. Guter Humor und spannende Geschichten in acht zusammenhängenden Bänden erzählt.

« Letzte Änderung: 26.Oktober 2016, 23:15:26 von Veilchen blühen ewig »
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veni_vidi_vici

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Re: Bücher
« Antwort #1255 am: 28.Oktober 2016, 22:53:26 »

Schön, dass noch jemand geantwortet hat. Raven habe ich mir bei Amazon mal angeschaut - wirkt... altertümlich.  ;)
Gilt für die Drachenritter ebenso - die sind aber durchaus gut bewertet. Wenn ich sie mal irgendwo erstehen kann, überlege ich es mir.

Schön das Elenium dir gefällt. Bei älteren Titeln wurdert man sich heute ja manchmal ein wenig über Schreibstil und Co, zudem war Fantasy gefühlt weniger abwechslungsreich.

Ich mache derzeit übrigens mit "Windjäger" von Jim Butcher (bekannt von Codex Alera) weiter. Es handelt sich, untypisch für mich, um einen Einzelband. Nach etwas mehr als 100 Seiten ist es für eine Empfehlung eigentlich noch zu früh. Dennoch kann ich es schon allen Katzen- und Fantasy-Fans ans Herz legen.

Eigentlich wollte ich "Das Rad der Zeit" finalisieren. Zwei ungelesene Original-Bände habe ich noch daheim. Der Letzt ist schon eine Weile als E-Book verfügbar. Es muss lange dauern so ein Werk zu drucken - wahrscheinlich Marketing. Zumindest will ich die letzten 3.000 bis 4.500 Seiten gerne am Stück lesen.

LG Veni_vidi_vici

Ryukage

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Re: Bücher
« Antwort #1256 am: 28.Oktober 2016, 23:00:15 »

Eigentlich wollte ich "Das Rad der Zeit" finalisieren. Zwei ungelesene Original-Bände habe ich noch daheim. Der Letzt ist schon eine Weile als E-Book verfügbar. Es muss lange dauern so ein Werk zu drucken - wahrscheinlich Marketing. Zumindest will ich die letzten 3.000 bis 4.500 Seiten gerne am Stück lesen.

LG Veni_vidi_vici

Da bin ich noch beim ersten Band, da ich aktuell zu selten zum Lesen komme..ich muss sagen, das gefällt mir richtig gut. Durch die Erzählweise kann man sich viele Dinge doch gut bildlich vorstellen, zumal ich die bisherigen Charaktere durchaus sympathisch finde. Ich freue mich, dass ich da nahezu alles noch vor mir habe :)
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"My Mojito in La Bodeguita, my Daiquiri in El Floridita"

E.Hemingway

Veilchen blühen ewig

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Re: Bücher
« Antwort #1257 am: 28.Oktober 2016, 23:21:15 »

Schön, dass noch jemand geantwortet hat. Raven habe ich mir bei Amazon mal angeschaut - wirkt... altertümlich.  ;)
Gilt für die Drachenritter ebenso - die sind aber durchaus gut bewertet. Wenn ich sie mal irgendwo erstehen kann, überlege ich es mir.

Das meiste an Fantasy in meiner Bibliothek ist schon älter. Die Genannten dürften so zw. 15 und 25 Jahre alt sein.

Es ist meist recht schwierig, wirklich alle Bände eines Fantasy Zyklus auf einmal zu bekommen. Darum bin ich wohl zur SF gewechsel, da hier meist in 1-3 Bänden erzählt wird, was leichter zu vervollständigen ist. Ich habe einfach keine Lust mehr, immer wieder ein Jahr zu warten, bis dann der nächste Band rauskommt.
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aragorn99werder

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Re: Bücher
« Antwort #1258 am: 28.Oktober 2016, 23:33:40 »

@vvv

Ich weiß nicht, ob du "Der Name des Windes" gelesen hast? Dort spielt ein beträchtlicher Teil der Handlung an einer Universität sowie in sonstigen Schüler/Lehrer-Verhältnissen.
Hinsichtlich weiblicher Hauptcharaktere muss ich natürlich das LvEuF und das "Spiel der Götter" nennen - ich meine aber, mich zu erinnern, dass dir beides nicht gefällt? Ansonten gäbe es recht neu noch die Tearling-Reihe, bei der der Hauptcharakter des Buches schlecht hin weiblich ist. Ich weiß aber nicht, ob dort deinem Wunsch nach Todesfällen hinreichend Genüge getan wird.
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:)

veni_vidi_vici

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Re: Bücher
« Antwort #1259 am: 29.Oktober 2016, 06:48:39 »

Der Name des Windes ist super und ich warte, wie bei sicherlich acht bis neun anderen Geschichten (wenn das denn reicht) auf die Fortsetzung. Hier kann ich Veilchen auch verstehen. Allerdings habe ich bislang immer neues Lesefutter gefunden und unternehmen inzwischen öfters Ausflüge in historische Romane.

Mit dem Spiel der Götter hast du Recht, damit bin ich nicht warm geworden. Es gibt wenige Bücher, die ich weggelegt habe. Aber hier war mir der Anfang in der Tag zu verwirrend. Ständig war man woanders. Sympathie zu den (Haupt-)Charakteren kam nicht auf.

Auf die Tearing Reihe werde ich bei Gelegenheit mal einen Blick werfen. Danke.

LG Veni_vidi_vici
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