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Autor Thema: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?  (Gelesen 21921 mal)

Lumpi

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #60 am: 09.Oktober 2019, 14:49:39 »

Wenn das der DFB mitkriegt... :D
Krasser Start, sogar noch den Tanki erwähnt :D
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Hellskitchen2k

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #61 am: 09.Oktober 2019, 17:13:40 »

Sieht ja krass nach Durchmarsch aus.
Was spielst Du aktuell für ein System?
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Akumaru

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #62 am: 09.Oktober 2019, 22:41:01 »

Sauberer Saisonstart! Schade, daß die Sensation gegen die Pillendreher nicht geklappt hat. Woher kommt denn auf einmal Oliver Neuville?
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knufschu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #63 am: 10.Oktober 2019, 08:59:42 »

Da ich aktuell seltener zum Spielen kommen werde und ein neues Kapitel daher ein wenig dauern wird, antworte ich mal außerhalb eines neuen Kapitels auf die Fragen und Anmerkungen.

@Dani190283: Nein, ich bin im Pokal sogar recht früh ausgeschieden. Dachte die Quali hängt mit dem Erreichen der 3. Liga zusammen. Nehme uns ja die Kohle nicht weg! ;)

@Lumpi: Ja bitte nicht petzen! ;) Wer ist "Tanki"?

@ Hellskitchen2k: Ich könnte nun Christian Streich zitieren: Aktuell zählen für die SG Wattenscheid 09 nur Punkte, keine Tabelle. Allerdings fühlt es sich schon sehr gut an, das kann ich nicht verneinen. Aktuell spiele ich ein 4-2-3-1. Genaueres steht in Kapitel 17. Ich denke der Schlüssel zum Erfolg ist neben der guten Form, die sicherlich enden wird, aktuell wirklich Jan Ferdinand, er hält vorne die Bälle, so dass das Mittelfeld nachrücken kann und netzt vorne ordentlich.

@Akumaru: Das wäre in der Tat eine riesige Sensation gewesen, aber dann völlig unverdient. Immerhin kam das Spiel im TV, das hat ungeahnte Mengen an Geld in die Kasse gespült und den maroden Finanzen entgegengewirkt. Oliver Neuville ist im FM 2019 in das Trainergeschäft eingetreten, er bekam Angebote von Germania Egesdorf-Langreder aus der Oberliga Niedersachsen und von Hertha BSC Berlin II, bei letzterem Verein hat er dann bis März 2020 gewirkt, ehe er zu seinem alten Verein Bayer Leverkusen gewechselt ist und diesen auf Platz 6 in der Bundesliga geführt hat. Unter ihm hat Leverkusen in den letzten 7 Saisonspielen 5 Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage erzielt. Seine Vorgänger waren Peter Bosz, der Anfang März gefolgen ist und als 14-tägige Interimslösung, der U-19-Trainer Markus von Ahlen. Peter Bosz hat aktuell keinen Verein.
« Letzte Änderung: 10.Oktober 2019, 09:03:36 von knufschu »
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Lumpi

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #64 am: 10.Oktober 2019, 16:46:02 »

Tanki ist einer der Protagonisten bei den "Pottoriginalen", wenn auch durch und durch VfL und Fiege-Ultra. "Geht ja gaaaar nicht" ist sein mot juste. :D
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Lasso

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #65 am: 13.Oktober 2019, 15:25:20 »

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, bzw. es bestimmt schonmal schrieb...

Die 3.Liga ist einfacher als die Regionalliga....
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knufschu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #66 am: 21.Oktober 2019, 11:07:35 »

@Lumpi: In der Tat erinnere ich mich an dunkel an dieses laaaange "gaaaanich", aber konnte das namentlich nicht zuordnen. Danke ;)
@Lasso: Ich kann es zwar aktuell kaum "fassen", aber Du hast wohl recht.



Kapitel 19 „Form schlägt Klasse“

Prolog: „Form schlägt Klasse“ ist eine alte Fußballweisheit, wenn man unerwartete Siegesserien in Mannschaftssportarten schwer interpretieren kann. So ist zum Beispiel die Meisterschaft von Kaiserslautern in der Bundesliga unter Rehhagel oftmals auf diese Weise erklärt worden.

Bei der SG Wattenscheid 09 scheint aktuell ein ähnlicher Lauf beobachtbar zu sein. Im Vergleich mit den anderen Mannschaften in der 3. Liga verfügt die Truppe aus Bochum weniger Erfahrung, weniger Geld und auch über weniger technische, mentale oder physische Attribute, trotzdem liegt Peters Elf an der Tabellenspitze. „Ma sehen wie dat getz weitergeht?“

August (3. Liga)

Spieltag 6 Hertha BSC Berlin II – SG Wattenscheid 09

Am sechsten Spieltag geht es gen Osten, zum Spiel gegen Hertha BSC Berlin II, aber im Stadion der Freundschaft in Cottbus. Insgesamt ist die SG Wattenscheid 09 ein wenig durch Verletzungen geplagt.



Das Spiel steht unter dem Motto „Schri, wat bist du fürn Spatzenhirn?!“ Die erste Aktion, der Anpfiff, des Schiedsrichters Justus Zorn wurde noch nicht von Pfiffen (der wenigen Fans, die auf diese Auswärtsfahrt mitgekommen sind) begleitet, die hat er sich aus Sicht der mitgereisten Fans der SG Wattenscheid erst im Spielverlauf verdient. Zunächst lief auch noch alles glatt für die Gäste, ein schneller Konter wird von Daschner in der zweiten Minute zur Führung veredelt. Etwas schockiert von dem ersten Treffer findet die Hertha, die ohnehin auf Platz 19 liegt, nicht in den Rhythmus. Nach 11 Minuten tritt Zorn in Aktion und zeigt dem Berliner Kastrati die erste Gelbe und löst damit eine Lawine an gelben Kartons los, denn es folgen Ferdinand, Corboz, und Obst binnen 10 Minuten. Danach wird zunächst wieder Fußball gespielt und zwar von den Schwarz-Weißen. In der 32. Minute ist es erneut Daschner, der einen Fernschuss in die Maschen befördert und die Zwei-Tore-Führung herstellt. Der nächste Pfiff im Spiel sorgt dann für größeren Unmut, Corboz begeht ein durchaus gelbwürdiges Foul in der Nähe des Mittelkreises und bekommt in der dritten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte die gelb-rote Karte und kann gleich in der Kabine bleiben.



Natürlich ist die Dominanz der ersten Halbzeit nun auf Seiten der „Heimmannschaft“ aus Berlin, die heftig auf den Anschlusstreffer drücken und diesen auch in der 61. Minute durch Florian Eger erzielen. Der Treffer ist sicherlich verdient, aber natürlich hat Zorn seine Finger im Spiel, denn er pfeift vorher ein Foul im 16er beim üblichen Eckballgerangel ab und gibt einen Elfmeter für die Gastgeber. Nur fünf Minute später tankt sich Decker durch die Abwehr der Schwarz-Weißen und gleicht zum 2:2 aus. In der 76. Minute platzt dann auch Peter die Hutschnur, wieder zeigt Zorn auf den Punkt, erneut für einen mäßigen Kontakt. In diesem Fall gewinnt aber Lotka das Duell und rettet somit einen Punkt aus dem Gastspiel SG Wattenscheid 09 vs. Justus Zorn. Dieser Punktverlust war vermeidbar, zumal Hertha eine Mannschaft ist, bei der drei Punkte eher eingeplant waren.



Spieltag 7 SG Wattenscheid 09 – FSV Zwickau

Am Folgewochenende ist der FSV Zwickau zu Gast an der Lohrheide, die auf Platz 8 der Tabelle liegen.
Das Spiel ist sehr ereignisarm. Nach einer Dreiviertelstunde haben beide Mannschaften den Ballbesitz bei 50% und 3-3 Torschüssen, je einer davon ging ohne große Gefahr auf das Tor der jeweiligen Keeper. Somit stellt das  Heimteam auf ein etwas langsameres Spiel, um den Ball noch mehr in den eigenen Reihen zu wissen und darüber eventuell an Chancen zu kommen die Einwechslungen von Pollasch und Neiß, die etwas neuen Schwung bringen sollen. Neiß ist dann auch in der 72. Minute an einer schönen Dreierpassstafette beteiligt, er spielt aus rund 26 Metern auf das Gladbacher Talent Kurt, der für die etatmäßigen Tietz und Corboz Box-to-Box spielt, dieser sieht den frei stehenden Daschner, der seinen sechsten Saisontreffer aus 16 Metern erzielt. Danach passiert wenig bis gar nichts im Spiel und die 09er holen einen Dreier nach hause!



September (3. Liga, Westfalenpokal)

Spieltag 8 SG Sonnenhof-Großaspach – SG Wattenscheid 09

Vor dem Spiel steht der Deadline-Day im deutschen Profifußball an und die SG Wattenscheid verliert zwei wichtige Spieler, zum einen geht Stamminnenverteidiger Freddy Lach für 77.000 € nach Kiel, ihn konnte auch Peter der große Rhetor nicht halten. Zudem geht das Supertalent Zabazis, der bereits mehrfach für Griechenlands U-Mannschaften aufgelaufen ist, für 250.000 € nach Dresden, aber die SG Wattenscheid sichert sich eine Weiterverkaufsbeteiligung von 50%!



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Zudem, was die Voraussetzungen für das Spiel weiterhin erschwert, sind Sabah und Obst auf Länderspielreise, was die defensive Stammformation völlig zerreißt.

In der Mechatronik-Arena steigt, trotz widriger Vorbedingungen, für die Schwarz-Weißen der achte Spieltag. Der Gastgeber rangiert zu dem Zeitpunkt auf Platz 13 in der Tabelle und ist laut Scoutbericht gegen das 4-2-3-1 anfällig.
Das Spiel beginnt ohne langes Abtasten, beide Mannschaften bringen in den ersten 240 Sekunden je einen guten Abschluss aufs gegnerische Tor. Ab Minute zehn wird Peters Truppe immer stärker und kommt nach 14 Minuten zu einer Dreifachchance, Daschner kommt aus zentraler Position zu einem guten Fernschuss, der Sonnenhof-Keeper Broll wehrt in höchster Not auf Ferdinand ab, der aber im Nachfassen aus kurzer Distanz scheitert und auch Buckmaier kann den dritten Schuss nicht im Tor unterbringen. Daraus muss eine Bude entstehen. Weiteres Erwähnenswertes gibt es aus der Hälfte eins nicht  zu berichten.
Nach zehn gespielten Minuten in Hälfte zwei bekommt der Gastgeber einen Freistoß zugesprochen, den Jensen seinem Mitspieler Uwe Hesse direkt vor die Füße flankt, letzterer nutzt das zum 1:0. Die Schwarz-Weißen spielen fortan „auf Teufel kommt raus“ auf den Ausgleich, werden aber nicht belohnt, ehe in der 89. Minute Maxi Breunig alles klar macht und das 2:0 erzielt. Der postwendende Anschluss durch Buckmaier zum 1:2 reicht aber nur für ein Fünkchen Hoffnung. Somit ist die erste Saisonniederlage besiegelt.



1. Runde Westfalenpokal RSV Meinerzhagen – SG Wattenscheid 09

Die erste Pokalrunde im Westfalenpokal steigt im Stadion an der Oststraße in Meinerzhagen, gegen den ortsansässigen Westfalenligisten. Für Peter die Chance die zweite Garde ins Rennen zu schicken und diese schlagen sich ordentlich und gewinnen das Spiel in der ersten Halbzeit, denn dort fallen drei Tore durch Krol, Ferdinand und Wehrle. Halbzeit zwei eröffnet Yigit mit dem 4:0, ehe man das Spiel ausklingen lässt und sich noch den Ehrentreffer durch Bartmann fängt.

Maxifoot ist das Spiel nur eine Randnotiz wert.

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Spieltag 9 SG Wattenscheid 09 – VFL Osnabrück

Mit dem VFL Osnabrück gastiert ein Traditionsverein an der Lohrheide, der mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet ist und auch im oberen Tabellendrittel liegt. Einige wohlklingende Namen sieht man auf dem Tableau, darunter Felix Dornebusch, der eine Bochumer Vergangenheit beim VFL hat, Clemens Fandrich, der den Sprung aus dem Erzgebirge in den Nordwesten gewagt hat oder Samed Yesil, einst beim FC Liverpool und ein Riesentalent in Fifa 12 (oder 13?).

Mit den Rückkehrern Markovic, auf der linken Außenverteidigerposition, und Matze Tietz im Kader der SG Wattenscheid (noch auf der Bank) beginnt das Spiel. Vom Pfiff weg ist Wattenscheid die bessere Elf und geht bereits nach sechs Minute verdient in Führung, nach einer Ecke bedient Lockl Markovic, der sensationell schön in den Winkel trifft.



Den zweiten Treffer für die Schwarz-Weißen erzielt Corboz, nach tollem tödlichen Pass von Ferdinand, aus rund 10 Metern. Vor dem Pausentee hätte es gut und gerne auch noch höher enden können, doch die SG Wattenscheid versiebt einige Chancen.
Nach der Pause kommt der VFL besser ins Spiel, trotzdem trifft zunächst Lockl nach einem tollen Konter mit einem Flachschuss ins untere, rechte Halbnetz zum 3:0. Nach einer Ecke verkürzt Shridel per Kopf auf 1:3, ehe nach dem Anstoß sofort die Antwort der Schwarz-Weißen folgt. In diesem Fall trifft der eingewechselte Neiß zum 4:1. Zehn Minuten später ist es wieder Neiß, der Ferdinand in Szene setzt, Dornebusch steht desorientiert vor seinem Kasten und es klingelt zum 5:1 Endstand! Der Sieg ist definitiv verdient, aber wohl zwei Treffer zu hoch, denn der VFL hatte gute Abschlüsse in der zweiten Spielhälfte. Mit 22 Punkten ist die SG Wattenscheid 09 aktuell Spitzenreiter, trotzdem stapelt man tief und sieht dieses als „erste Hälfte der Punkte zum Zuel des Klassenerhalts“, der in der vergangenen Saison immerhin 46 Punkte (Mainz 05 II & Jahn Regensburg) benötigte.

Zudem ist eine wichtige Erkenntnis des Spiels, dass Sarr die Innenverteidigerposition ebenfalls gut bekleiden kann und damit den Wegfall von Lach eventuell kompensieren kann.

Spieltag 10 Würzburger Kickers – SG Wattenscheid 09

Zum zehnten Ligaspiel reist Peter mit den Schwarz-Weißen an den Dallenberg nach Würzburg. Das Spiel hatte noch nicht richtig begonnen, da klingelte es schon im Tor der Würzburger. Eine Ecke von Corboz köpft der ehemalige Bundesligaspieler Ademi in der dritten Minute dem Wattenscheider Ferdinand vor die Puschen und dieser macht allet richtig und netzt zum 1:0. In den übrigen 42 Minuten der ersten Halbzeit ist Würzburg die bessere Mannschaft und hat auch den ein oder anderen guten Abschluss. Besonders bemerkenswert ist eine Parade von Lotka in der 19. Minute, als er einen Freistoß noch so gerade von der Linie kratzt.
Die zweite Halbzeit verspricht dann schon deutlich mehr Action, es beginnt in der 51. Minute, als Schuppan, der auch bereits diverse Zweitligapartien auf dem Buckel hat, den eingewechselten Neiß elfmeterwürdig im 16er legt und dafür doppelt bestraft wird und eine rote Karte bekommt.



Den anschließenden Elfmeter versenkt Corboz mit ein wenig Glück zum 2:0. Mit einem Mann weniger verliert Würzburg nun die Spielkontrolle und verliert in der 61. Minute nach Gelb-Rot auch noch Max Winter. Die SG Wattenscheid 09 bringt das Spiel nun locker zu Ende, hatte aber Chancen für ein bis zwei weitere Bude. Egal, es gibt drei Punkte in der Ferne.

Spieltag 11 SG Wattenscheid 09 – 1. FSV Mainz 05 II

Am nächsten Spieltag empfängt die SG Wattenscheid 09 die Zweite der Mainzer, die im Kader natürlich bestens bestückt sind, aber – wie in der Vorsaison – gegen den Abstieg spielen und damit eigentlich ein direkter Konkurrent der Bochumer sind.
Es gibt einen klassischen Fangesang, welcher dieses Spiel bestens beschreibt: „Schiri Du Ar...loch!“ - Das Spiel ist eigentlich schnell zusammengefasst: Wattenscheid ist erheblich besser, spielt sich teils gute Chancen heraus, Mainz 05 kommt zu 2-3 Konterszenen, Endstand: 0:0. Wären da nicht zwei aberkannte Tore für die SG Wattenscheid 09 durch das Schiedsrichtergespann um Aarnink gewesen. Das erste davon ist schon schwer umstritten. Eine Flanke von Demir findet den Kopf von Ferdinand, der einköpft, aber zurückgepfiffen wird.



Das zweite, welches DAZN sich in der Spielauswertung anschaut, fällt in der 82. Minute und ist in der Tat für jeden sichtbar abseits. So bleibt am Ende eine unverdiente Punkteteilung. Nennenswert wäre auch, dass die Roten Teufel die Tabellenführung übernehmen, was allerdings in Wattenscheid niemanden so richtig stört.

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Oktober (3. Liga, Westfalenpokal)

Spieltag 12 1. FC Kaiserslautern – SG Wattenscheid 09

Zum Spitzenspiel geht es nun ins Fritz-Walter-Stadion, über 23.000 Fans sind da! Das klingt wie in den guten alten Zeiten für beide Mannschaften, aber die Realität sagt: „Es ist Spieltach 12 inne dritten Liga.“ Trotzdem ist das Stadion im entfernten Süden eine Reise wert! Kaiserslautern ist absoluter Favorit in diesem Spiel. Bei der Durchsicht des Kaders taucht ein interessanter Fakt auf, rund 80% der Spieler haben eine Ausbildung bei Bundesligavereinen genossen, es aber dort nicht gepackt, denn bis auf Hendrick Zuck (Zwei Spiele für den SC Freiburg), kann niemand mit Bundesligaerfahrung glänzen, dafür aber reichlich Zweitligaspiele.

In den ersten fünf Minuten wird die SG Wattenscheid 09 von den roten Teufeln überfallen und kann hinten nur in höchster Not klären, kommt dann aber erstmals vor das gegnerische Tor. Pollasch kann sich in der Zentrale behaupten, sieht den freien Daschner in der Mitte den Laufweg anzeigen, passt und – na, wat passiert? - Tor! Allerdings müssen die Heimfans am Betze nicht lange trauern, denn in der 9. Minute prügelt Andrich einen Freistoß von der linken Straumraumkante in die Maschen zum Ausgleich. In den übrigen Minuten bis zur Pause sieht man an erwartbares Bild, Lautern drückt, kommt aber eigentlich nur zu Fernschüssen.
Kurz nach Wiederbeginn bekommen die in rot gekleideten Lauterer wieder eine frühe kalte Dusche. Corboz spielt eine Butterfreistoßflanke auf den Kopf von Lockl, der über den Keeper hinweg in lange Ecke köpft. Zunächst zeigt sich der Gastgeber geschockt und hätte beinahe das 3:1 durch Daschner zugelassen. Dank Andrich kommen sie aber zurück ins Spiel, wieder packt dieser seine rechte Klebe aus und versenkt einen Weitschuss zum Ausgleich in der 57. Minute im Tor. Ab diesem Zeitpunkt beginnt für Peters Elf eine Abwehrschlacht, es wird mit Mann und Maus verteidigt und über lange Bälle das Spiel nach vorne gestaltet. Dank Lotka, der in der 67. Minute einen Elfmeter pariert, reicht es am Ende für ein dreckiges Unentschieden im Spitzenspiel.



Das weitere Programm im Oktober schaut machbar aus, gegen 1860 und Wolfsburg II warten in der Liga zwei Mannschaften aus dem Tabellenende, also normalerweise "direkte" Konkurrenz. Das Testspiel gegen den BVB ist ein kleines Highlight und füllt die Kassen und am Monatsende wartet die Revanche für das letztjährige Pokalaus gegen Preußen Münster.



Fazit: Aktuell gilt der Spruch „Form schlägt Klasse“ weiterhin, die SG Wattenscheid 09 liegt nach 12 Spielen unerwartet auf Platz 2 (ggf. noch 3) und ist damit deutlich über dem Soll.



Aus aktuellem Anlass ein Blick in die Realität, denn Wattenscheid 09 steckt nach wie vor in heftigen finanziellen Schwierigkeiten und bekommt zunächst 9 Punkte abgezogen und zudem droht die Insolvenz, bekommt man nicht rund 700.000 € zusammen. (Link: https://rp-online.de/sport/fussball/amateure/sg-wattenscheid-droht-nach-insolvenz-schliessung_aid-46401241)

Die finanzielle Lage im virtuellen Spiel wird als „wackelig“ gedeutet, allerdings ist der Kontostand nach DFB-Pokal, dem Verkauf von Zabazis, besseren Verkaufszahlen am Ticket- und Bratwurststand und einer 140.000€ Vorstandsfinanzspritze derzeit so hoch wie nie.



Hmm, es war Herbst, jetzt sehen wir uns in der Tat im Winter!
« Letzte Änderung: 21.Oktober 2019, 11:14:55 von knufschu »
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Akumaru

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #67 am: 21.Oktober 2019, 14:00:16 »

Kontostand "Wackelig", aber 100% der Transfereinnahmen sind verfügbar?  :o
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Daniel Fonseca

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #68 am: 21.Oktober 2019, 16:47:22 »

Mmmmh Finanzen ähneln ja wie in echt  ??? aber trotzdem super Saison  :)
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knufschu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #69 am: 29.Oktober 2019, 12:56:41 »

@ Akumaru: Nein, leider nicht, 0% sind verfügbar.
@ Daniel Fonseca: Danke!



Wieder mal aus aktuellem Anlass und in diesem Fall ist die Nachricht schon äußerst traurig! Die SG Wattenscheid stellt den Spielbetrieb in der Regionalliga West ein. Das einzig Positive ist, dass die Jugendmannschaften erhalten bleiben. (Link: https://rp-online.de/sport/fussball/amateure/pleite-sg-wattenscheid-09-muss-spielbetrieb-in-der-regionalliga-west-einstellen_aid-46700165)

So ist ggf. der bald kommende FM20 eventuell das letzte Spiel, das die SG Wattenscheid, je nach erstellter Datenbank, noch kennen wird...

Dennoch wird dieser Spielstand hier weitergeführt!



Kapitel 20 „Lustiges aus dem Fußballlexikon: Janckern“

Prolog: Wieder mal hat die 11 Freunde eine Inspiration geschaffen und aus Spielernamen nette Dinge gemacht, dieses mal sind es Verben, die etwas umschreiben. (Link: https://www.11freunde.de/galerie/verwoernsen-rumvoellern-ranwatzken-das-grosse-11freunde-fussball-woerterbuch) Genial sind natürlich „rumvöllern“ oder „verwörnsen“, die, wenn man sich an die Spieler oder Persönlichkeiten erinnert, natürlich sehr treffend sind.

„janckern“: Das Beste aus sich machen

Auf das aktuelle Bild der SG Wattenscheid 09 passt bestens das Verb „janckern“ und es ist eine Liebeserklärung an den ehemaligen Bayernspieler Carsten Jancker. Vielleicht einer der Spieler, bei denen man nie so recht wusste, warum er überhaupt im Kader einer solchen Mannschaft auftaucht und auch noch regelmäßig spielt, bis er dann ein geniales Tor im Münchner Derby gemacht hat und sich von hinten an Bernd Meier angeschlichen hat, als dieser sich den Ball für einen Abschlag mit dem Fuß zurechtlegt.

Mal sehen, ob die Schwarz-Weißen sich weiter durch die 3. Liga janckern.

Oktober (3. Liga, Westfalenpokal)

Spieltag 13 SG Wattenscheid 09 – VFL Wolfsburg II

Immerhin genau 2600 Fans finden den Weg an die Lohrheide zum Gastspiel des Tabellenletzten aus Niedersachsen. Natürlich sind die Ränge wieder etwas leerer als einige Tage zuvor, also der von Favre trainierte BVB zum Freundschaftsspiel zu Gast war und Namen wir Schmelzer oder Philipp vor ausverkauftem Haus aufspielten und die Schwarz-Weißen mit 3:1 schlugen.

Das Heimteam ist mit Sekunde eins die bessere Mannschaft und bekommt durch Ferdinands Kopfball aus kurzer Distanz nach 23 Sekunden beinahe das erste Tor zugesprochen, doch hier reißt Wolfsburgs Menzel zur rechten Zeit den Arm hoch. Nach 16 Minuten klingelt es dann tatsächlich im Kasten des Gasts. Ein Zuckerpass von Daschner auf Buckmaier endet in dem 1:0.



Doch nur eine Minute später reiben sich vor allem die älteren Fans verwundert die Augen und Ohren, die Wölfe treffen in der 17. Minute im direkten Gegenstoß und man verhört aus dem Geknarze der Lautsprecher den Namen „Yeboah“ und es ist niemand anderes als der Neffe Anthony Yeboahs, John Yeboah, der den Ausgleich erzielt. Würde es ein Anzeigetafel mit Namen im Lohrheidestadion geben, so stünde seit 1991 wieder der Name Yeboah an der Tafel, denn dort traf sein Onkel beim 4:2 der Frankfurter einmal ins Netz. Nun aber wieder zurück in die Gegenwart, den das was die SG Wattenscheid auf dem Platz veranstaltete war absolut sehenswert. Noch vor Ende der ersten 45 Minuten trifft Lockl aus freier Position zur erneuten Führung.
Auch nach der Halbzeit verändert sich wenig im Spiel und Daschner macht in Minute 55 Saisontor Nummer 8 aus seiner Lieblingsposition zum 3:1. Das 4:1 legt der genesene Markovic vier Minuten später perfekt für Buckmaier auf, der sogar noch einen nicht lupenreinen Hattrick vollendet und in der 83. auf 5:1 stellt. Das letzte Tor der Partie kommt von Rexhbecaj für die Wölfe und dient der reinen Ergebniskosmetik und führt automatisch zum Zungenbruch bei Stadionsprecher Stephan.

Spieltag 14 TSV 1860 München – SG Wattenscheid 09

Werner Lorant, eine Legende der 60er, ist eine von vielen schönen Erinnerungen an die Bundesligazeit des TSV 1860 München. Aktuell werden die Löwen von dem Interimstrainer Oliver Beer übergangsmäßig geleitet, da Manfred Schmid wenige Tage vor dem Duell mit den Schwarz-Weißen seinen Job verloren hat. Manchmal kann solch ein Trainerwechsel gerade in Spiel eins Wunder bewirken.

Aber ein Wunder gibt es an der Grünwalder Straße für die 60er nicht, denn sie geraten böse unter die Räder! Eigentlich sieht ihr Spiel offensiv in den ersten Minuten durchaus strukturiert aus und erinnert nicht unbedingt an einen Abstiegskandidaten. Defensiv gibt es aber große Probleme und diese offenbart das 1:0 in Minute 12. Daschner kommt im 16er frei zum Pass aus Ferdinand, der von zwei Spielern bewacht wird, sich aber mit einem Ausfallschritt befreien kann und die Führung erzielt. Tor Nummer zwei fällt in der 28. Minute durch einen Bilderbuchkonter. In diesem Fall wird Daschner in der Box von Buckmaier nach schnellen Spiel nach vorne per flacher Flanke bedient. 1860 kann sich auch nicht irgendwie in die Pause retten, denn as gibt sogar noch zwei weitere Buden vor der Halbzeit, beide durch Ferdinand (42. & 45+2). Damit steht es 4:0 und die Partie ist bereits entschieden. In der zweite Hälfte erzielen dann gegen die ohnehin entmutigten Löwen mit Obst (55.) und Tietz (82.) beide ihre ersten Saisontore. Gerade das letzte Tor ist aus 60er-Sicht ein Offenbarungseid und zeigt, wie nötig sie einen neuen Cheftrainer haben.



2. Runde Westfalenpokal SC Preußen Münster – SG Wattenscheid 09

Die Losfee hatte es nicht gut gemeint mit den Bochumern und ihnen bereits in Runde zwei einen harten Brocken gezogen, die Preußen aus Münster sind Gastgeber eines – so sagt man ja gerne - „vorweg gezogenen Finales“. Die Paarung schmeckt und klingt nach Regionalliga West. Zudem hatte Peters Elf noch eine Rechnung mit den Preußen offen, denn man erinnert sich noch zu gut an das letztjährige 4:3 Pokalaus.
Ein Blick in die Regionalliga West verrät, dass Münster im Aufstiegsrennen mitmischt, in einem Dreigestirn mit dem BVB II und Viktoria Köln. Der letztjährige Konkurrent aus Essen leckt sich die Wunden abgeschlagen auf Platz 7 der „Schweineliga“.

Das Spiel wiederum kann in aller Kürze zusammengefasst werden. Beide Mannschaften sind optisch gleich stark, doch der Gast aus Bochum ist vor dem Tor effizienter, angeführt vom Ersatz-10er Demir. Dieser sieht in Minute 34 den Wattenscheider Goalgetter Ferdinand in den 16er laufen, bedient ihn mit dem tödlichen Pass und zack – Tor! In der zweite Halbzeit hat der Torwart der Schwarz-Weißen ein Auge für Demir, schlägt lang und weit ab, Demir nimmt den Ball atemberaubend gut mit und ist damit frei auf dem Weg Richtung Tor und erzielt den 2:0 Endstand.
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November (3. Liga)

Spieltag 15 SG Wattenscheid 09 – FC Erzgebirge Aue

Einen Tag nach Halloween kommt das Fernsehen an die Lohrheide. Man hat sich das Spiel gegen Erzgebirge Aue als Topspiel ausgeguckt, immerhin spielt heute Platz zwei gegen fünf. Die von Martin Schmidt, einstmals Trainer in Mainz und Wolfsburg, trainierte Elf, ist als Zweitligaabsteiger der Favorit. Gerne blickt man ja in Wattenscheid auf bekannte Namen im Kader und wird mit Zulechner, Nazaro oder Pavlidis schnell fündig.

Von der Spielweise der Erzgebirgler zeigte sich Peters Truppe zunächst beeindruckt. War das Spiel in den ersten 20 Minuten noch recht ausgeglichen, so konnte Aue das Heft das Handelns zunehmend übernehmen und erarbeitete sich in der 41. Minute eine tolle Chance, die Kaya verdient zum 0:1 einnetzen konnte. Die Heimmannschaft hatte zwar durch Buckmaier auch eine zählbare Großchance, war aber in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit zu wenig forsch und um offensive, schnelle Pässe bemüht. Genau an diesem Drehregler drehte Peter dann aber in der Pause, das Spiel sollte schneller werden und der Gast wurde weiter vorne gepresst. Dieses Vorgehen zeigte auch seine Wirkung, denn nun war die SG Wattenscheid 09 besser im Spiel und konnte dieses durch den Ausgleich in der 60. Minute bestätigen. Hierfür reichte ein einfacher Doppelpass zwischen dem Power-Pärchen Ferdinand und Daschner. Die Tormusik war allerdings noch nicht aus, da konnte Pavlidis einen Fernschuss aus 25 Metern an Algermissen, der nach längerem Gezeter und Hinhaltetaktik nun doch zwischen den Pfosten seine Chance bekam, vorbei ins Netz befördern und stellte die alte Führung – nun unverdienterweise - wieder her. Doch zur Freude für die Heimfans hatte Ferdinand noch einen Pfeil im Köcher. In der 76. Minute fand ihn eine Flanke von Lockl im 16er, die er bravourös annahm und an Männel vorbei ins Tor bugsierte. So gehörte je eine Halbzeit einer der beiden Teams, daher geht das Unentschieden in Ordnung und die Fans im Stadion und am TV-Gerät haben ein gutes Fußballspiel beobachten können.



Spieltag 16 SpVgg Unterhaching – SG Wattenscheid 09

Es steht das 100. Spiel von Peter als Cheftrainer der 09er an, vielleicht gibt es zum Jubiläum ja einen Auswärtsdreier im Alpenbauer Sportpark als Geschenk? Mit Lotka fehlt zumindest die etatmäßige Nummer 1 im Kasten, Algermissen ersetzt ihn.

Zumindest in Halbzeit eins schaut es nicht nach einem Geschenk aus. Die Spielvereinigung bringt den Spielaufbau der SG Wattenscheid 09 durch ein hohes Anlaufen ein ums andere mal ins Wanken und dann wird der Ball zu oft einfach hektisch weggepöhlt, anstelle – wie vereinbart – die freien Außen anzuspielen. Dadurch kommen die 09er selten gefährlich vors Tor, aber dafür die Hachinger, die dann durch Trümmer in der 40. Minute in Führung gehen.
Erst in der Pause kamen Peters Botschaften bei seinen Mannen an. Diese spielten zumindest zum Wiederanpfiff gekonnt auf. Der für den extrem farblosen Wehrle eingewechselte Buckmaier bringt nach fünf gespielten Minuten eine Halbfeldflanke auf den Mittelstürmer Ferdinand, der Saisontor Nummer 14 daraus macht. Im Anschluss bleibt Wattenscheid noch eine gewisse Zeit die bessere Mannschaft, ehe die SpVgg Unterhaching wieder Überhand gewinnt, aber kein weiteres Tor erzielen kann, obwohl es ihnen des Öfteren gelingt, die sonst so geschlossene Mitte vor dem Tor der Schwarz-Weißen zu öffnen. Also gibt es die zweite Punkteteilung im November für die Bochumer.

Spieltag 17 SG Wattenscheid 09 – Sportfreunde Lotte

Mit den Sportfreunden aus Lotte hatte die Mannschaft aus Wattenscheid noch eine alte Rechnung offen, spielte man zwar bislang noch nie in einer Liga zusammen, doch das damalige Pokalfinale (Saison 2018/19) im Westfalenpokal in Peters erstem Jahr bleibt noch in negativer Erinnerung.

Lotte geht als Favorit und Aufstiegskandidat in das Spiel, muss aber die ersten Chancen gegen sich zulassen. Die erste Großchance versiebte Lockl für die SG Wattenscheid, alleinstehend vor Kroll. Im Anschluss folgen die 6 Minuten Ruhm für Björn Jopek. In der Reihenfolge ergibt sich folgende Szenerie: In der 19. Minute führt er einen Freistoß, nach einem Foul von Sabah an der 16er-Linie aus. Der Schuss hat ordentlich Dampf und Lotka kann ihn zwar mit den Händen berühren, aber die Kugel landet im Netz. In der 20. Minute foult er den Bochumer Lohmar am Mittelkreis und bekommt eine gelbe Karte. In der 25. Minute zieht er wieder Lohmar die Beine im Gegenpressing weg und sieht die Ampelkarte.
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Somit sind die Sportfreunde noch zu zehnt auf dem Platz.
Nach dieser Szene sind die 09er natürlich die bessere Mannschaft und münzen die reine Mannstärke
in Torchancen aus, treffen aber die Bude nicht. Erst in der 69. gelingt Daschner der verdiente Ausgleich, nach einem Pass von Neiß. Am Ende gibt es erneut ein Unentschieden. Aufgrund der roten Karte des Gegners war hier deutlich mehr drin, wenngleich ein Punkt generell positiv bewertet wird.

Spieltag 18 SSV Jahn Regensburg – SG Wattenscheid 09

Am letzten Spieltag im November reisen die Schwarz-Weißen in die Conti-Arena nach Regensburg. Regensburg liegt in der Tabelle auf Platz 11, also in der grauen Mitte. Ihnen gelingt es nicht so recht, sich in die Saison „reinzujanckern“, leisten sich sich mit 4,03 Millionen immerhin das fünfthöchste Gehaltsvolumen in Liga 3.



Die finanzielle Überlegenheit zeigt sich heute auch auf dem Platz. Der Jahn spielt erheblich sicherer und optisch besser als Wattenscheid, denen es mit keinem der üblichen taktischen Kniffe so recht gelingt die Spielkontrolle an sich zu reißen. Das erste Tor ist eher ein Klassiker aus den Niederungen der Fußballigen Deutschlands. Buckmaier rutscht eine Flanke über den Schlappen, die Pille segelt ans Lattenkreuz, prallt vor die Füße von Ferdinand und der schiebt zur Führung ein, die bis zur Halbzeit andauert.



Die drückende Überlegenheit der Regensburger in Halbzeit zwei setzt sich dann schließlich fort und folgerichtig fällt ein Abstaubertor durch Elias Huth zum Ausgleich und dem Unentschieden Nummer vier in Folge für die 09er.



Dezember (3. Liga, Westfalenpokal)

Spieltag 19 SG Wattenscheid 09 – SV Wehen Wiesbaden

Zu Nikolaus wartet ein Spitzenspiel in Liga 3 an der Lohrheide im Stiefel, was sogar im TV übertragen wird. Daher kommen nur wenige Zuschauer ins Stadion und bleiben bei lecker Plätzchen  lieber im heimischen Wohnzimmer.

Wer den Weg ins Stadion nicht genommen hat, hat es aber sicherlich im Nachhinein bereut, denn es gibt am sechsten Dezember auch sechs Tore zu bestaunen. Tor Nummer 1 fällt für die Gäste bereits nach zwei Minuten. Shipnoski gelingt ein Sonntagsschuss aus rund 18 Metern aus halbrechter Position in den linken Torwinkel, Lotka greift in kahnscher Manier über, kommt aber nicht dran. Die Führung gerät dann im Laufe des Halbzeit zunehmend in Gefahr, denn Wattenscheid hat diverse gute Torszenen. Allerdings muss man sich bis zur 41. Minute gedulden, ehe Ferdinand eine Ecke ins gegnerische Tor köpft und damit das 1:1 zur Halbzeit macht.
In Hälfte zwei hat Corboz eine schöne Mitgift für den Nikolausstiefel. Er zirkelt einen Freistoß in der 55. Minute über die Mauer der Wiesbadener hinweg ins Netz zur sehr verdienten 2:1-Führung. Allerdings ist der Gast arg effizient und nutzt den zweiten Torschuss, der auf den Kasten von Lotka geht zum Ausgleich. Das Tor erzielt Finn Becker, der einen strammen Schuss nach Kopfballabwehr ins Zentrum ins Tor drischt. Wer mitgerechnet hat, weiß, dass noch zwei Buden fehlen. In der 85. Minute ist es mal wieder „Luke“ Daschner mit seinem patentierten Schuss aus zentraler Position. Doch als nun viele im Stadion dem Pfiff entgegensehnen, um anschließend auf dem Bochumer Weihnachtsmarkt den fliegenden Weihnachtsmann mit einem Dreier im Gepäck zu feiern, werden sie eines Besseren belehrt. Der gerade noch bejubelte Held Daschner vertändelt in der Mitte den Ball, es folgt ein Sahnesteilpass auf Amamoo, der in der 89. das 3:3 erzielt. So steckt hinter Türchen Nummer sechs ein weiterer Punkt.

Spieltag 20 FC Energie Cottbus – SG Wattenscheid 09

Das Stadion der Freundschaft ist für die Schwarz-Weißen kein Neuland mehr, haben sie hier bereits gegen die Zweite der Hertha gespielt, nur für dieses erste Rückrundenspiel werden erheblich mehr Zuschauer erwartet, die den FC Energie anfeuern werden. Beim Gewichtheben hat sich der Schlüsselspieler Daschner leider eine Bauchmuskelzerrung zugezogen und wird die kommenden drei Partien nicht bestreiten können.



Die ersten rund 25 Minuten der Partie waren so spannend wie eine Fahrt mit der S1 von Essen Eiberg bis Bochum Langendreer. Beide Mannschaften brachten zwar Torchancen zusammen, aber keine war wirklich gefahrvoll. In der 27. Minute sieht dann der linke Verteidiger der SG Wattenscheid, Markovic, glatt rot, für ein Allerweltsfoul an der Außenlinie. Danach ist natürlich Cottbus die Mannschaft mit den klareren Offensivaktionen, während der Gast versucht mit langen Passtafetten und Ballbesitz den Gegner mürbe zu spielen. Der Plan gelingt auch bis zur 79. Minute, als dann aber die Erfahrung und individuelle Klasse eines Jürgen Gjasula ausreichen, um den Treffer des Tages für die Cottbusser zu setzen. So steckt Wattenscheid aktuell in einem Negativtrend, mit sieben sieglosen Partien in Folge. Sicherlich, manche davon waren unglücklich, aber auch auf dem Platz schaut das aktuell offensiv sehr fahrig und unpräzise aus, während auch die Mitte nicht mehr so dicht gehalten werden kann.

Achtelfinale Westfalenpokal SC Verl – SG Wattenscheid 09

Das Pokalspiel in Verl ist für die 09er nun eine eminent wichtige Partie, immerhin sollte nun der schlechte Lauf der letzten Partien gestoppt werden. Verl liegt aktuell in der Oberliga Westfalen auf dem ersten Platz und ist daher zumindest von der Form her den Bochumern überlegen, während Peters Elf mehr individuelle Klasse für sich verbuchen kann.

Der Matchplan gegen den SC Verl war denkbar einfach und zugleich doch anspruchsvoll. Die SG Wattenscheid schmiss als Favorit die Ballbesitzmaschine mit den Anpfiff an und konnte diese auch bis zum Ende gut geölt durchlaufen lassen. So erzählen die Statistiken vieles über das Spiel: Ballbesitz SG Wattenscheid: 73%, Torschüsse SG Wattenscheid: 12 (5 aufs Tor), Flanken SG Wattenscheid: 30 (~ 15% kommen an), Tore SG Wattenscheid: 2. Übersetzt man diese Statistiken in einen Spielbericht klingt das dann folgendermaßen: Wattenscheid lässt von Minute eins weg den Ball in den eigenen Reihen laufen, der SC Verl hechelt hinterher und es gibt Flanken, Flanken, Flanken. In aller Geduld entstehen so Torchancen, die durch Demir in der 10. Minute und durch Ferdinand in der 80. genutzt werden. Für die Zuschauer war es eine mäßige Partie, Pep Guardiola hätte es wohl gefallen und – das ist erst mal entscheidend - das Ziel ist erreicht, ein Sieg nach sieben sieglosen Spielen.



Spieltag 21 SG Wattenscheid 09 – FC Bayern München II

Das so erfolgreiche Jahr 2020 beendet die SG Wattenscheid 09 mit einer Heimpartie gegen den FC Bayern II. Der Vorjahresmeister liegt in der Tabelle auf Platz 10 und spielt mal „Hü, mal Hott“. Da werden Aufstiegskandidaten wie Lotte oder Aue besiegt, aber gegen 1860 oder Lautern gibt es dann je 4 Buden.

Leider hat Bayern II einen der „Hott-Tage“. Jannik Rochelt bringt die Münchner nach 13 Minuten nach einer Freistoßflanke per Kopf in Führung. Lotka war hier etwas zu zaghaft beim Herauslaufen und so war das Tor zu frei. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Lockl in der 34. Minute kam dann eher aus dem Nichts, eigentlich schien die Lage für die Bayern nach eine Flanke bereits geklärt, da erstochert sich Wehrle die Pille und flankt auf den zweiten Pfosten und Lockl nickt ein. Doch die Bayern bleiben die gefährlichere Mannschaft. Der pfeilschnelle Davies brach auf den Außen und in der Mitte ein ums andere Mal durch und erzielte noch vor der Halbzeit die erneute Führung für den Gast.
In den zweiten 45 Minuten kamen die Gastgeber an der Lohrheide eigentlich besser ins Spiel, aber der glücklose Ferdinand und Spielmacher Demir bekamen vorne so gar nichts auf die Kette, während Lockl und Wehrle über die Außen eigentlich gute Pässe an die 16er Kante und in die Box spielten. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die Bayern in Minute 78. durch Shabani auf 3:1 erhöhten und damit den Deckel aufs Spiel machten. Der Anschluss durch Lockl in der 81. Minute reichte aber leider nicht für ein letztes Aufbäumen der Schwarz-Weißen.



„Kerl, wat ne Scheisse in den letzten Wochen!“





So hat sich die SG Wattenscheid im Spätherbst und Winter leider nicht mehr durchjanckern können und an der Bratwurstbude wurde trotz Tabellenplatz 3 ordentlich rumgevöllert (= ordentlich gemeckert).

Wir sehen uns im Jahr 2021!
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Akumaru

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #70 am: 30.Oktober 2019, 10:53:19 »

@ Akumaru: Nein, leider nicht, 0% sind verfügbar.
@ Daniel Fonseca: Danke!


Hatte mich nur gewundert - Zabazis brachte 250 000€, welche auch direkt komplett ins Transferbudget wanderten. Deshalb ging ich von 100% aus.

Zur Saison bisher: Da geht noch was für den Peter!
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knufschu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #71 am: 03.November 2019, 17:18:43 »

@Akumaru: Ohne Patte ist auch keine Planung für die kommenden Saison drin.



Wieder etwas aus der Realität, ein guter Blick in die Pleite der SG Wattenscheid 09: https://www.youtube.com/watch?v=6bHt88XX24g



Kapitel 21 „Die Vereinshymne“

Prolog: Mit der Abmeldung der SG Wattenscheid 09 aus der Regionalliga West fristet nicht nur die beste Stadionbratwurst Deutschlands sein Dasein in den Kühlregalen regionaler Supermarktketten und wird nicht, wie es sich gehört, an der Lohrheide kross und braun gegrillt, sondern auch eine der besten Vereinshymnen knarzt vorerst nicht mehr aus den maroden Lautsprechern des Wattenscheider Stadions.

Vereinshymnen sind paradox. Auf der einen Seite sind sie musikalisch zumeist fragwürdig, sind doch die Texte am Reißbrett nach dem Motto „Hauptsache es reimt!“ zusammengeschustert, die Tonabfolgen eher einfach gehalten und die Aussagekraft lässt sich meist auf Aspekte wie „Zusammenhalt“, „Kämpfen“ oder „Ole, immer nur der XY“ zusammendampfen. Nicht zuletzt haben einige Vereine wie der HSV Lottos „Hamburg meine Perle“ als nicht mehr zeitgemäß aussortiert.Auf der anderen Seite erfüllen sie ihren Zweck, die Fans, die noch nicht vor Spielanpfiff die ganze Zeit auf ihre Smartphones starren, mit leicht singbarem Text und Melodie auf ein Fußballspiel einzustimmen.

Die regionale Kultband „Die Kassierer“ - die schon in einem vorherigen Post erwähnt worden sind – haben sich vor geraumer Zeit auch auf den Weg gemacht Lennis Wattenscheid-Hymne aufzumotzen. Den Link hierzu hat AgentGarcia bereits auf der ersten Seite der Station gepostet.

Januar (3. Liga)

In der Transferphase der Winterpause ist eigentlich nichts passiert. Die finanzielle Situation des Vereins gilt nach wie vor als wackelig und auch der Vorstand wird – zur Freude Peters – nicht müde, hin und wieder rund 125.000 €-Beiträge (2x) in den Verein zu pumpen, diese dienen aber nur „der Deckung laufender Kosten“ und finden sich nicht im Gehalts- oder Transferbudget wieder.

Wobei zur Belustigung Peters schlägt der Chefscout folgende Neuverpflichtung vor:

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Es erscheint allerdings etwas merkwürdig, ist der Kontostand mit rund 1,5 Millionen € stabiler (er steigt monatlich tendenziell leicht) und v.a. höher denn je (zu Savebeginn  +74.000 €). Daher weiß ich nicht so recht, woran sich „wackelig“ misst? Ein Erklärungsansatz wäre das Gehaltsbudget, das beim Umstieg von semiprofessionelle auf professionelle Spielerverträge überschritten worden ist oder die monatlichen Verbindlichkeiten bei der Bank zur Zurückzahlung der für Liga 3 notwendigen Rasenheizungsinstallationskosten.

Spieltag 22 SG Wattenscheid 09 – FC Ingolstadt II

Mit Ausnahme des Weiterkommens im Westfalenpokal konnten die Schwarz-Weißen in den letzten acht Pflichtspielen keinen Sieg verbuchen. Auch sieht das Spiel in der konkreten Betrachtung und Videoanalyse nicht gut aus. Viele Offensivpässe kommen nicht an und landen im Seitenaus und v.a. bekommt man die Mitte nicht mehr dicht. Zum Rückrundenstart gegen die Zweite von Ingolstadt im heimischen Stadion sollte alles besser werden...

Um es schnell zu machen … wurde es aber nicht. Ingolstadt, die zu recht im unteren Teil der Tabelle rangieren, tun wenig für das Spiel und stellen sich hinten rein, warten auf Konter und die SG Wattenscheid kommt auf hohe Ballbesitzwerte jenseits der 60%. In der ersten Hälfte hat Buckmaier eine gute Kopfballszene, mehr ist nicht erwähnenswert. Die nächste interessante Szene folgt in der 63. Minute. Erneut steht Buckmaier hier im Fokus. Mit flinken Schritten läuft er von außen in den FCI-Strafraum ein, der Verteidiger Scorczyk geht etwas zu robust in den Zweikampf und Buckmaier nimmt das Foul gerne an. So bleibt dem Schiedsrichter kaum eine andere Wahl, er zeigt auf den Punkt.
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Corboz tritt an und erzielt in dem ereignisarmen Spiel das eine Tor! Nach der Partie kann auch der treuste Fan den Versen „Und jede Woche neu, da gibt es tolle Spiele, hat man eins gesehen, will man nicht mehr gehen“ kaum zustimmen. Trotzdem gibt es einen Dreier!



Spieltag 23 FC Hansa Rostock – SG Wattenscheid 09

Mit dem dreckigen Sieg im Gepäck geht es hoch an die teils zugefrorene Ostsee nach Rostock. Die Hansestädter sind schon fast ein Urgestein der 3. Liga, denn sie spielen dort seit der Saison 2012/2013. Vorbei ist die Zeit, als im Ostseestadion noch Steffen Baumgart, Sergej Barbarez, Rene Rydlewicz oder Oliver Neuville in der Startelf standen.

Immerhin sind die Fans treue Seelen, über 10.000 Zuschauer sind bei 5° und Nieselregen im Stadion und sehen - nach der Vereinshymne der Puhdys – ihre Heimmannschaft am Drücker. Doch offensichtlich hatte der Außenverteidiger Riedel nach zehn Minuten eine wichtige Regel des Fußballs vergessen: „Hinten nicht quer spielen“! Lockl jedenfalls hat gelauert und belohnt den Fehler mit einem Tor! In der 20. Minute kommen die Rostocker aber zu dem verdienten Ausgleich durch Wannewetsch, der in der 33. sogar einen Doppelpack schnürt und die ebenfalls verdiente 2:1 Führung erzielt. Hierfür war allerdings ein Abwehrfehler nötig, denn „Niemals in die Mitte klären“ ist auch so eine alte Abwehrregel, die Sabah in höchster Klärungsnot nicht im Blick hatte. Doch in dieser Partie der schnellen und vielen Torchancen dauert es nicht lange, da kann Sabah durchatmen. Eine Ecke auf den kurzen Pfosten findet den völlig ungedeckten Lockl, der einen Shanetag hat und zum 2:2 ausgleicht. Das war eine aufregende Halbzeit!
Die zweite Hälfte wird ähnlich turbulent. In der 53. Minute trifft ausgerechnet der verschmähte Boris Tomiak für die Schwarz-Weißen, der sowohl in dieser als auch in der letzten Saison, eher für die U19 auflaufen musste, aber den gesperrten Schneider ersetzt, nach einer Freistoßflanke. Nur zehn Minuten müssen die Fans auf den Rängen warten, dann gibt es schon wieder etwas geboten. Mael Corboz sieht seine dritte (!) rote Karte in dieser Saison und wieder ist ein ein maximal gelbwüridges Foul! Was sich Wannewetsch allerdings nur zwei Minuten auf Höhe der Mittellinie leistet, ist eindeutig Rot und sieht eher wie ein Finishing-Move aus Mortal Kombat aus.
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So ist ein wenig mehr Platz auf dem Rasen, den die Gäste in dieser turbulenten Phase zu nutzen wissen. Einen schnell konterartigen Spielzug über Ferdinand vollendet der Matchwinner des Spiel, Peter Lockl zum 4:2!



Spieltag 24 SV Holstein Kiel – SG Wattenscheid 09

Eigentlich hätten die Bochumer auf der Heimreise direkt im Norden bleiben können, denn vier Tage später spielt man auswärts im Holstein-Stadion gegen Kiel. Hier kommt es (theoretisch) zum Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen 09er Freddy Lach, der es aber nicht in der Spieltagskader schafft.

Anstelle sich die erste Halbzeit anzusehen, hätten die im Stadion anwesenden Fans lieber einen Stadtbummel durch die schicke Kieler Innenstadt oder eine 45-minütige Hafenrundfahrt machen sollen, denn es gab wenig Sehenswertes in Hälfte eins. Kiel hat eine gute Chance nach rund 15 Minuten. Janni Serra, ehemals Spieler des VFL Bochum, nimmt einen Eckball volley. Der Schuss prallt aber an dem auf der Linie stehenden Sarr ab.
Der nächste Highlight war etwas für die Störche. Okita wird im 16er freigespielt, sieht in der Mitte Grimm, passt ihn hart und flach an und die Gastgeber führen mit einem Tor. Der Ausgleich für die Schwarz-Weißen fällt aber noch in der 88. Minute. Die überlegenen Kieler leisten sich im Spielaufbau einen Ballverlust und es folgt eine Koproduktion der Joker Neiß und Hübner. Damit gibt es an der Nordseeküste einen Punkt zu holen.





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Februar (3. Liga, Westfalenpokal)

Spieltag 25 SG Wattenscheid 09 – Hertha BSC Berlin II

Gegen die Gäste aus Berlin geht man an der Lohrheide fest von einem Heimsieg aus. Die Zweitvertretung aus der Hauptstadt liegt auf dem vorletzten Tabellenplatz und ist schon acht Punkte von der Rettung entfernt.

Der abschließenden Verse „Schwarz und Weiß das sind die Farben bei uns hier im Revier“ der Stadionhymne waren noch nicht ganz im Rund der Lohrheide abgeklungen, da zappelt die Kirsche im Netz der Gäste. Goalgetter Ferdinand beendet seine Torflaute und trifft erstmals in 2021. Die Vorlage zum Kopfballtor liefert Obst per Flanke von der Grundlinie. Zugleich knackt er mit dem Treffer nach 30 Sekunden einen alten Vereinsrekord.
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Das Spiel gegen die Hertha scheint einigen Spielern und Leistungsträgern, die in der Vorweihnachtszeit eine Formkrise hatten, wieder auf die Beine zu helfen. In der 24. Minute gibt Corboz eine schöne Freistoßflanke in den 16er, Daschner läuft sich klug frei und köpft zum 2:0 an Gersbeck vorbei ins Tor. Mit dem soliden 2:0 gehen beide Mannschaften dann in die Pause.
Nach der obligatorischen Halbzeitbratwurst haben die Heimfans einige Zeit, diese unaufgeregt im Magen „anzudauen“, ehe das Spiel wieder etwas an Fahrt aufnimmt, denn die SG Wattenscheid verwaltet bis zur 76. Minute das Ergebnis und Berlin fehlen, bis auf Fernschüsse, die Lösungen für ein gefährliches Offensivspiel. In genannter Spielminute bringt der geduldige Spielaufbau der 09er dann wieder eine Torabschlusschance mit Treffer hervor. Eine gute Spielverlagerung auf die rechte Seite zu Obst offenbart viel Platz. So kann Obst sich für die Hereingabe Zeit lassen und sieht Corboz, der an der Box wartet und den 3:0 Sieg perfekt macht.

Viertelfinale Westfalenpokal TuS Heven 09 – SG Wattenscheid 09

Das Viertelfinale beschert den Wattenscheidern einen machbaren Gegner, den TuS Heven 09 aus der Oberliga Westfalen. Für die Truppe aus dem benachbarten Witten läuft es diese Saison im Liga-Alltag nicht so gut, sie liegen auf Platz 14.

So laufen bei den Wattenscheidern auch einige Spieler auf, die auf weniger Spielzeit kommen. Zunächst scheint sich das aber nicht auszuwirken, denn erneut gibt es einen Treffer in Spielminute eins. Justin Neiß vollendet eine schwache Torwartparade nach Fernschuss von Tietz zur Führung. Anschließend merkt derjenige, der die SG Wattenscheid regelmäßig verfolgt, dass die 09er unpräzise und nur mit halber Kraft spielen. Trotzdem reicht es für Heven, die immer wieder in Bedrängnis geraten. So lässt sich Aslan nach 34. Minuten zu einem rotwürdigen Foul hinreißen und die Wittener sind nur noch zu zehnt. Dadurch wird das Spiel nicht besser, aber die mäßige Leistung der Bochumer so natürlich beünstigt. Das Spiel endet nach zwei weiteren Treffern durch Neiß und einem Tor von Ferdinand, sowie einem Ehrentreffer der Hevener mit 4:1.

Spieltag 26 FSV Zwickau – SG Wattenscheid 09

Die zweite Auswärtspartie in Folge führt die Schwarz-Weißen nach Zwickau. Diese stehen in der 3. Liga halbsolide fünf Punkt vom Abstiegsplatz entfernt und blicken daher etwas entspannt nach unten und für oben braucht es schon einen Feldstecher mit den guten Gläsern aus Jena.

Eine ordentliche Spielzusammenfassung fällt schwer, daher hier eine Kürzestvariante, angenehm für die Querleser: 0:0.



Spieltag 27 SG Wattenscheid 09 – SG Sonnenhof-Großaspach

Und nach zwei Auswärtsreisen ist wieder „Fußballzeit bei uns im schönen Wattenscheid“. Die Partie schafft es sogar ins Fernsehen, obgleich es nicht unbedingt die Top-Paarung an diesem Spieltag ist, denn der Gast spielt in dieser Saison gegen den Abstieg.

Für die Heimfans beginnt das Spiel nicht gut. Die besseren Chancen erarbeitet sich in den ersten zehn Minuten die Mannschaft aus Baden-Württemberg. Nach 15 Minuten patzt dann Algermissen, der einen haltbaren Freistoß von Hofrath nicht erreichen kann. So steht es 0:1 aus Sicht der 09er. Allerdings wachen die Wattenscheider nun auf. In der 20. Minute läuft ein guter schneller Angriff über Ferdinand, der am am langen Pfosten Lock zum Ausgleichstreffer bedient.
Für die TV-Zusammenfassung der 3. Liga werden anschließend wenige Szenen telegen sein. Die Bochumer halten den Ball, aber Sonnenhof-Großapsach kommt über den schnellen Mvibudulu immer wieder zu ordentlichen Kontern, die teilweise nur durch Fouls gestoppt werden können. So sehen die Fans in diesem Spiel zwei Tore, sechs gelbe Karten für das Heimteam und zwei für den Gast. In der 84. greift der Schiedsrichter dann in die hintere Hosentasche und zückt die rote Karte für Leon Jensen. Die übrigen sechs Minuten plus Nachspielzeit können die Gastgeber aber nicht in Tore ummünzen und die Partie endet Unentschieden.



Spieltag 28 VFL Osnabrück – SG Wattenscheid 09

An der Bremer Brücke in Osnabrück steht nun das Rückspiel zwischen dem VFL Osnabrück und Wattenscheid an. Die Osnabrücker liegen auf Platz 5, haben aber schon reichlich Punktabstand zu den vorderen vier Rängen.

Es wird eine Partie „mit offenen Visier“. Den ersten Treffer setzt Wattenscheid nach nur 3 ½  Minuten. Luke Daschner kann recht frei in den 16er laufen und sich die untere rechte Ecke ausgucken, wo der Ball dann auch im Netz landet. In der Folge hält sich keine Mannschaft lange im Mittelfeld auf, beide Truppen kommen zu guten Torszenen und Lotka und sein Gegenüber Dornebusch müssen das ein oder andere mal ihre ganzes Repertoire zeigen. Nach 34. Minute gelingt Blacha dann aber ein Gewaltschuss aus der Ferne und es steht 1:1.
Auch in der zweiten Hälfte bleibt die Partie schnell. Wieder sind es die Gäste, die die erste Bude erzielen. Ein Traumpass des eingewechselten Neiß findet in der 60. Minute den anderen Außenspieler Lockl, der die Führung wieder herstellt. Acht Minuten später gleichen die Norddeutschen nach einem Eckball durch Beermann aus und erhöhen durch eine erneute Standardsituation auf 3:2. In beiden Szenen schaut das Abwehrverhalten der 09er miserabel aus. „Löschen! Klopp die Pille doch weg!“, weiß der Anhänger der Schwarz-Weißen auf der Gasttribüne. Jetzt, wo die Beine schon ein wenig müde sind, sehen sich dennoch beide Mannschaften permanent in der Verteidigung, es geht hin und her. In der 73.  Minute schlagen die Gäste zurück. Markovic, nach langer Pause wieder genesen, flankt auf Neiß, der das 3:3 erzielt! Den Entscheidungstreffer dieser atemberaubenden Partie gelingt der Winterleihgabe Hermann. Daschner hat den den Blick für seinen Mitspieler, passt genial in den Lauf und es gibt Ende Februar einen Dreier! Schaut man in die klareren Torszenen, dann nicht mal unverdient, vor allem bei der Menge an „entscheidenden Pässen“.









Nun sind es noch zehn Spiele und die SG Wattenscheid 09 steht nach wie vor auf den Aufstiegsrängen, was unfassbar ist. Die Rückrunde läuft – im Vergleich zur Hinrunde – allerdings schon etwas schwerfällig, so wie es für einen Aufsteiger auch sein sollte.

Daher ist das „Wunder“ noch weit entfernt! Doch eins ist in dieser Saison bereits klar, in Liga 3 „wird Wattenscheid niemals untergehen“.
« Letzte Änderung: 03.November 2019, 17:23:14 von knufschu »
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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #72 am: 03.November 2019, 18:09:43 »

Rein rechnerisch ist sogar noch der Abstieg drin.  :p

Daumen sind gedrückt für die letzten Spiele!
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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #73 am: 10.November 2019, 20:31:12 »

@Akumaru: Rechenfuchs! Und Danke!



Kapitel 22 „Saisonfinale (Teil 1)“

Prolog: Zehn Spiele vor dem Saisonendspurt darf an der Lohrheide geträumt werden, die SG Wattenscheid ist einer Sensation nahe, dem Direktaufstieg – also einem Aufstieg nach nur einem Jahr Aufenthalt in der 3. Liga. Geplant hat es niemand, gehofft hat es niemand und prophezeit hat es nicht mal der waghalsigste, enthusiastische Fan der Schwarz-Weißen, also auch niemand.

Aber es sind noch zehn Spieltage und wie es sich für ein gutes Serienfinale gehört, wird der letzte Teil gesplittet. (Nur, dass das hier kein endgültiges Finale wird, denn auch nach der Saison wird dieses Save weitergehen und nicht wegen der Neuerscheinung des FM20 vorzeitig beendet werden.)

März (3. Liga)

Vor dem 29. Spieltag steht der Youth Intake. Sternemäßig sind drei Talente dabei, aber Alsbach hat für einen Stürmer brutal miese Werte im Abschluss (4) und Fernschuss (5) und wird daher ggf. wenig Zukunft auf dieser Position haben. Beimer und Hoppe sind beide interessante Spieler für den Flügel und/oder ggf. die Außenverteidigung.



Spieltag 29 SG Wattenscheid 09 – FC Würzburger Kickers

Das Hinspiel in Würzburg konnten die 09er in der Hinrunde mit 2:0 entscheiden, dank einer Doppelbestrafung, also einer roten Karte und eines Elfmeters. Aber in Erinnerung sind aus diesem Spiel noch die schnellen Läufe der Offensivspieler, die die Abwehr der Schwarz-Weißen das ein oder andere Mal vor Probleme stellte.

Das Spiel beginnt für die SG sehr gut, denn nach 10 Minuten trifft Ferdinand per Kopf zur 1:0 Führung. Ein schneller, kurzer Einwurf, eine direkte Flanke von Lockl und die bessere Sprungkraft ergeben die notwendige Trias für diesen Treffer. Das folgende Spiel wird von Wattenscheid dominiert. Die Kickers bringen nicht einen Schuss aufs Tor, verschwiegen werden darf aber eine Parade von Lotka an den Pfosten vor Halbzeitpfiff nicht.
In der zweiten Hälfte bleibt das Spiel ähnlich, nur trifft niemand mehr ins Netz. Wattenscheid hält die Mitte dicht, die Kickers bringen offensiv nichts zu Stande. Am Ende freut man sich über einen verdienten, soliden Heimdreier!



Spieltag 30 FC FSV Mainz 05 II - SG Wattenscheid 09

In der Hinrunde hatte Mainz Glück bei den Schiedsrichterentscheidungen und hätte eigentlich eine Niederlage an der Lohrheide kassieren müssen. Auch, wenn Mainz auf Platz 19 liegt, bei den zweiten Mannschaften fischt man häufig im Trüben, bezogen auf die Aufstellung. So ist z.B. in der letzten Woche ein gewisser Leon Goretzka in die „Elf der Woche“ gerutscht.

In diesem Fall gab es aber keine Überraschungen bei der Aufstellung. Die Mainzer, angeführt von Tyrala, gingen als Außenseiter in die Paarung, ihnen gelang aber nach zwei Minuten die Führung. Eben Genannter bekam einen Freistoß von der Straumraumecke zugesprochen und schnippelte diesen auch an Algermissen vorbei unhaltbar ins Netz. So hatten das die Gäste nicht geplant. Also liefen sie nun einem unnötigen Rückstand hinterher. Der Ausgleich folgte dann durch Lockl, der in der 26. Minute ausglich. Die nun übrigen rund 64 Minuten verbrachten die Mainzer am heimischen Bruchweg mit der Verteidigung eines Punktes, während Wattenscheid einiges versuchte, aber am Ende immer mal eine Fußspitze oder ein guter letzter Pass fehlten. In der 83. war der Jubel nach Buckmaiers Treffer nur von kurzer Dauer, denn er traf aus knapper, aber erkennbarer Abseitsposition. Am Ende muss man im Ruhrgebiet die Punkteteilung so hinnehmen, denn auch Mainz hatte gegen Spielende eine richtig gute Konterchance, die Algermissen stark parierte.

Spieltag 31 SG Wattenscheid 09 – 1. FC Kaiserslautern

Nach der Länderspielpause kommen die Roten Teufel zum Spitzenspiel an die Lohrheide, da auch die Medien zu Störfeuern hinreissen lassen
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Ein wahres Spitzenspiel steht also auf dem Tableau, wenngleich der FCK einsam und konkurrenzlos an der Spitze seine Runden dreht. Mit Thiele und Christopher Heimlein haben die Lauterer ein starkes offensiven Pärchen (15 Tore, 11 Vorlagen) im Kader.

In den ersten 45 Minuten sehen die Fans an der Lohrheide einen deutlichen Klassenunterschied. Der Tabellenführer nutzt dabei seine Chancen nicht mal in letzter Konsequenz und erzielt in den ersten 40 Minuten ganze vier Treffer (Biada (2x), Schonlau und Özdemir). Danach schalten sie einen Gang zurück und lassen vor dem Halbzeitpfiff noch den Anschlusstreffer durch Neiß zu.
Auch die zweite Hälfte kann Lautern locker „runterspielen“, ohne großen Energieaufwand. Wattenscheid ist zwar nun auf Augenhöhe, kann aber erst gegen Spielende, in der 85. Minute, einen Treffer setzen, der den FCK aber nicht unbedingt aus der Bahn wirft.



In seiner Deutlichkeit, so orakeln vermutlich nachdenkliche Fans, hat die Niederlage aufgezeigt, wo die SG Wattenscheid eigentlich steht und was bei einem etwaigen Aufstieg in Liga 2 wohl blühen könnte.

Spieltag 32 VFL Wolfsburg II – SG Wattenscheid 09

Nach der Klatsche gegen den Tabellenführer folgt am Ende der englischen Woche ein Spiel gegen den Tabellenletzten, den VFL Wolfsburg II. Die Wölfe haben bislang nur 16 Punkte holen können und wäre somit ein idealer Aufbaugegner.

Insgesamt eine „schwere“ Partie, wie ein langweiliges Buch, gedruckt auf pergemantdünnem Papier, das man aber unbedingt lesen muss, weil das Ende vielversprechend zu sein scheint, man dann bei der Lektüren nur Frust empfindet und das Ende auch noch blöd ist. Sportlich klingt das dann so: Wattenscheid läuft die Wolfsburger im fast leeren Stadion hoch an und hat Ballbesitzwerte von rund 60% und belagert die Box der Niedersachsen, ohne dabei aber so recht zwingend zu werden. Im Spiel treffen die Bochumer ganze vier mal das Aluminium und verballern einen Elfmeter. „Da krichste die Pimpernellen, so ne Krawatte und so nen Rochus! Allet auf einma! Der Aufstieg is getz nu futschikato!“

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April (3. Liga, Westfalenpokal)

Spieltag 33 SG Wattenscheid 09 – TSV 1860 München

Seit Robin Dutt bei den 60er übernommen hat, ist die Mannschaft  aus dem Gröbsten raus und findet sich im sicheren Mittelfeld (Rang 8) der Liga wieder. Somit werden die Löwen auch in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen.

Leider geht der Negativlauf weiter. Die Löwen sind in den ersten 30 Minuten spielerisch besser und können das auch in Toren darstellen. Nach 16 Minuten trifft Pusch zur Führung und nach 30 Minuten steht es dann auch schon 0:2. Nach einen reingebrüllten Anweisungen seitens Peters reagieren die Bochumer und Neiß trifft vor der Halbzeit noch zum Anschluss.
In Hälfte Nummer zwei hat die SG Wattenscheid einige gute Torszenen, aber es reicht nicht mehr zum Ausgleich. Die Münchner verteidigen mit allem, was sie zu bieten haben und holen sich einen weiteren Dreier unter Dutt.



Trotz der Niederlage bleiben die 09er auf Platz 2 in der Tabelle, da Rostock das Ostduell gegen Aue gewinnen kann und die Roten Teufel sich gegen Wiebaden zu Meister krönen. Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in Liga 2! Würde man in der Realität wohl sofort unterschreiben.



Halbfinale Westfalenpokal Sportfreunde Lotte – SG Wattenscheid 09

Das Spiel gegen Lotte im Pokal hat schon fast Tradition, bisher haben aber die Sportfreunde jedes KO-Spiel für sich entscheiden können und den Westfalenpokal in den letzten beiden Jahren in den Himmel stemmen können.

Im Frimo-Stadion hätte es nach drei Minuten bereits 1:0 für die Gastgeber stehen müssen. Obst unterläuft in bester Kreisklassemanier einen hohen Ball, Siebeck ahnt es, scheitert aber an Lotka.



Obst will es dann in Minute 11 wissen und köpft eine Freistoßflanke aber leider an die Latte. Danach passiert in der ersten Hakbzeit nichts mehr von Belang.
In den zweiten 45 Minuten haben beide Mannschaften die ein oder andere Chance. Das Spiel der SG Wattenscheid schaut dabei insgesamt sehr strukturiert aus, zudem haben sie etwas mehr Ballbesitz. In der 84. Minute schleicht sich dann aber eine Unkonzentriertheit ein, die die Sportfreunde direkt bestrafen. Al-Hazaimeh sieht zwei freie Mitspieler und flankt perfekt Jacob an, der die Pille volley ins Netz schweißt. Nur zwei Minuten später folgt die Entscheidung per Eckball. Der kanadische Weltenbummler Straith trifft per Kopf zum 2:0 Sieg. Wieder mal an Lotte gescheitert!



Aufmerksame Medien bekommen auch Infos aus der Kabine mit.



Das Restprogramm



Es sind noch fünf Spiele in der Saison zu spielen. Wattenscheid, Wiesbaden und Aue befinden sich in einem Dreikampf um Platz 2 und Platz 3 (Relegation). Natürlich sind auch die die kleinen Bayern und Unterhaching noch in Schlagdistanz.

Erzgebirge Aue hat noch ein hartes Restprogramm. Sie treffen zunächst im TV-Spitzenspiel daheim auf die SG Wattenscheid, es folgen Partie gegen Bayern II, Jahn Regensburg, Würzburg und den VFL Osnabrück. Zudem stehen sie im Finale des Sachsenpokals.

SV Wehen-Wiesbaden hat ebenfalls kein leicht es Programm vor der Brust. Zunächst reisen sie zu den 60er und dann folgen Spiele gegen Osnabrück, Haching, Sonnenhof-Großaspach sowie den Saisonabschluss gegen die SG Wattenscheid 09. Eventuell gibt es hier einen richtigen Showdown?Auch Wiesbaden spielt im Hessenpokalfinale.

Die Schwarz-Weißen als aktueller Tabellenzweiter, aber stark außer Form, haben auch kein leichtes Programm und treffen zunächst auf Erzgebirge Aue, dann geht es gegen die SpVgg Unterhaching, gegen Lotte, Regensburg und Wiesbaden.



Wir sehen uns zum Saisonfinale!
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Akumaru

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #74 am: 11.November 2019, 16:54:29 »

Daumen fürs Saisonfinale sind gedrückt! Peter, mach et!
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knufschu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #75 am: 12.November 2019, 13:09:14 »

@ Akumaru: Danke!



Kapitel 23 „Die zwei Gesichter – Das Saisonfinale (Teil 2)“

Prolog: Es folgt Teil 2 des Saisonfinales. Was bisher geschah: Der Aufsteiger der Regionalliga West, die SG Wattenscheid 09, stiegt in die 3. Liga auf und erreicht damit nach Jahren der Abwesenheit wieder das Profifußballgeschäft. Während einige Experten (@Lasso) bereits ahnten, dass für die Schwarz-Weißen der Klassenerhalt locker drin sein werde, war man sich an der Lohrheide vor dem ersten Spieltag nicht so sicher. Was dann aber folgte, war extrem überraschend. Die SG Wattenscheid spielt einige Gegner teilweise an die Wand und steht am Ende der Hinrunde auf Tabellenplatz 3 und mischt im Aufstiegsrennen mit.
Zu Rückrundenstart (noch im Jahr 2020) folgt dann aber die Realität. In der Formtabelle rutschen die Bochumer auf Platz 19 ab. Teilweise zeigen sie nun in den Spielen, das, was man sich von einem Aufsteiger erwartet, der vor der Saison von den Wettbüros als klarer Absteiger gehandelt worden ist. Parallel haben aber auch die anderen oben stehenden Mannschaften Formkrisen und so entsteht ein Vier- bis Fünfkampf an den letzten fünf Spieltagen der 3. Liga um Platz 2 und 3, während der 1. FC Kaiserslautern ungefährdet in Liga 2 marschiert.

Welches Gesicht werden die Schwarz-Weißen nun am Ende der Saison machen? Ein lachendes oder ein mäßig enttäuschtes?

April (3. Liga)

Spieltag 34 FC Erzgebirge Aue – SG Wattenscheid 09



Vor dem Spiel gegen Aue wird medial vermittelt, dass die SG Wattenscheid einen neuen, eher unrühmlichen Vereinsrekord im Visier hätten, die meisten Unentschieden in einer Saison. Im heimischen Erzgebirgsstadion ist Aue, ähnlich wie der Gast, zumeist stark und geht auch als Favorit ins Spiel, denn Zulechner und Arweiler sind beide gut in Form.

Die ersten guten Szenen im Spiel hat die SG Wattenscheid. Mit ihren Schüssen nähern sie sich immer mehr dem Tor. Während Corboz einen Freistoß nach rund 20 Minuten noch über die Latte senst, haben die Gastgeber in der 30. Minute Glück, denn Buckmaier schlenzt nur knapp am Tor vorbei.



Aber genau diese Szene scheint die Erzgebirgler aufgeweckt zu haben, denn nur drei Minuten später netzt Zulechner nach einer Flanke, obwohl er eigentlich gut gedeckt worden ist.
Ab Minute 45 dreht ich die Partie dann deutlicher, denn Aue ist nun schlichtweg besser. In der 70. Minute bekommen sie einen regelkonformen Elfer, den Arweiler einschiebt, in der 73. donnert Samson einen Fernschuss ins Gehäuse und in der 76. Minute wird eine gut ausgetüftelte Eckballvariante von Arweiler zum 4:0 vollendet. So wurden die 09er mal eben innerhalb von sechs Minuten auseinandergenommen.



Auf den anderen, relevanten Plätzen verliert Wiesbaden gegen 1860 mit 1:0 und Bayern II schlägt Hertha II und rückt damit einen Platz vor.

Spieltag 35 SG Wattenscheid 09 – SpVgg Unterhaching

Nach der Klatsche musste das Ruder schnell herumgerissen werden, wollten die Schwarz-Weißen noch im Aufstiegsrennen verweilen. Taktisch konnte man beim Training schon erkennen, dass ein intensives, hohes Pressing einstudiert worden ist. Immerhin war der April nicht der Monat der Münchner mit bisher zwei Niederlagen.

In dieser Heimpartie zeigt die Elf aus dem Ruhrgebiet ein komplett anderes Gesicht. Haching ist dem hohen Anlaufen kaum gewachsen und kann sich nur mit langen Bällen oder Schlägen ins Aus behelfen. Eine schöne Flanke von Neiß findet in der 12. Minute den letztjährigen Goalgetter der Regionalliga Buckmaier und es steht 1:0. In der 20. Minute geht es genau andersrum, Buckmaier flankt auf Neiß und dieser erhöht auf zwei Tore. In der ersten Halbzeit wird der Deckel dann auch schon drauf gemacht. Ferdinand, der aktuell nicht für Tore steht, steckt schön auf Daschner durch und es steht in der 37. Minute bereits 3:0!
In der zweiten Hälfte wird das Ergebnis verwaltet. Beide Mannschaften haben kleine Torszenen, bis dann in der 82. Minute erneut Ferdinand ein gutes Auge beweist und mit einem Zuckerpass die hachinger Abwehr seziert und Daschner den Endstand, das 4:0, erzielt.





Auf den anderen Plätzen wird derweil nicht wirklich gepatzt. Wiesbaden und Osnabrück liefern sich ein 6:4 Spektakel und Aue und Bayern II spielen 3:3.

Mai (3. Liga)

Spieltag 36 Sportfreunde Lotte – SG Wattenscheid 09

Drei Spiele sind noch zu gehen und noch immer ist Wattenscheid im Aufstiegsrennen dabei, wer hätte das gedacht? Nun stellt sich die Frage: Gibt es gegen Lotte eine Revanche für das Pokalaus?

Die erste Antwort lautet: Nein! Nach 30 Sekunden führen die Sportfreunde bereits mit 1:0. Eine scharfe Flanke lenkt Markovic zum Eigentor unhaltbar an Lotka vorbei. „Wat nen Dämelack!“, hört man es aus der Gasttribüne schallen.



Aufmunternde Worte von Peter an der Seite brachten dann aber vorerst Ruhe in die Partie. Die SG Wattenscheid war nun die leicht überlegene Mannschaft, aber die nächste Großchance war wieder bei Lotte. Ein Konter in der 35. Minute wird von Lotka glänzend pariert, ehe sich Luke Daschner dann in der 42. Minute ein Herz nimmt und einen Ball aus circa 22 Metern mit viel Hoffnung aufs Tor zirkelt, dafür aber mit dem Ausgleich belohnt wird.
Halbzeit zwei ist dann ereignisärmer. Wattenscheid ist wieder leicht feldüberlegen und hat ein paar mehr Torschüsse aufs Tor. In der 81. Minute legt sich dann der US-Amerikaner Cobroz die Kugel zu einem Freistoß von der Strafraumkante zurecht, er läuft an und „dat Dingen sitzt!“ Das Spiel gedreht und am bis zum Abpfiff wird das auch durchmalocht und gewonnen!



Auf den anderen Plätzen? Wiesbaden spielt 1:1 gegen Haching und Aue schlägt Regensburg durch ein Tor kurz vor dem Abpfiff. Damit ist Wiesbaden ein wenig aus den Rängen gerutscht. Bayern II, die wohl nicht in die Relegation dürfen (?), gewinnen gegen Ingolstadt II mit 1:0.

Spieltag 37 SG Wattenscheid 09 – SSV Jahn Regensburg 2000

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Letztes Heimspiel in der regulären Saison und der Aufstieg ist noch drin für die 09er. Dafür braucht es aber einen 3er gegen Regensburg, was nicht undenkbar ist, stehen diese doch auf Rang 12.

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Die Schwarz-Weißen wirken in der Partie von Beginn an etwas träge, was vermutlich mit dem Ausfall von Luke Daschner, am Tag vor der Partie zu tun haben könnte. Taktisch wird zu Hause wieder versucht, den Gegner hoch anzugehen, was aber nicht so recht klappt, denn Regensburg spielt hinten souverän raus. Erst eine dicke Konterchance nach 20 Minuten, die Lotka pariert, öffnet Peter die Augen und er stellt auf die sicherer Variante um. Vor der Halbzeit fangen sich die Hausherren dann auch und kommen durch Corboz, per Freistoß (30.) zu einer guten Torchance. In der 33. Minute gibt es dann auch die Führung. Demir, der Vertreter Daschnrs, erkämpft sich einen Ball in der Mitte, Lockl tanzt sich von Außen in die Mitte durch und bedient Buckmaier, der zur Führung netzt.
Nach dem Seitenwechsel spielen die Hausherren zu ängstlich. Regensburg kommt zwar nur über Fernschüsse zur Torchancen, ist aber nun nahe dran am Ausgleich. Mit einem Mischgefühl aus Angst vor dem Gegentor und Bewunderung ob der Abwehrleistung beobachten die Fans der SG Wattenscheid von Bratwurststand und ordern gegen Spielende noch die letzte Bratwurst. In der fünften Minute der Nachspielzeit sehen sie dann, ein Foul an der Außenlinie von Lohmar und die wohl letzte Szene des Spiel, einen Freistoß von Außen in Tornähe. „Ey, da steht doch einer frei!!!“, möchte man den Spielern der 09er ins Ohr brüllen. Kleinsorge siehts, Dej probierts durchs Gemenge im 16er und es scheppert zum 1:1! „Boah, nee!“



Aue nutzt die Chance, schlägt Würzburg 4:0 und zieht auf Platz 2,  Wiesbaden verliert gegen die Hoteliers aus Großaspach mit 1:0! Bayern II schlägt Zwickau 1:0.



So spricht dann die Tabellenkonstellation vor dem letzten Spieltag folgende Sprache: Wattenscheid steht vor der Relegation, denn Wiesbaden hat die deutlich schlechte Tordifferenz für das direkte Duell, Bayern II (Kleines Münchner Derby gegen 1860) dürfte eigentlich nicht an der Relegation teilnehmen. Aue hat mit Osnabrück den leichteren Gegner, muss aber auch noch im Pokal antreten.

Ein flüchtiger Blick in den Abstiegskampf von Liga 2 zeigt, dass in der etwaigen Relegation richtige Kracher denkbar wären.
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Spieltag 38 SV Wehen-Wiesbaden – SG Wattenscheid 09

Es ist nicht mehr der erwartete Showdown, aber ein Fernduell zwischen Aue und der SG Wattenscheid um den direkten Aufstiegsplatz oder Platz 3 und gegen die leichte Ungewissheit, ob bei einem Platz 3 von Bayern II die Relegation einfach gestrichen wird?

Dem frischen Hessenpokalsieger merkte man in der Partie die schweren Beine und die fehlende Aussicht an. Nach nur vier Minuten hätte Daschner das 0:1 für die SG Wattenscheid markieren können, kann aber eine Flanke nicht platziert genug aufs gegnerische Tor bringen. Nach 13 Minuten trifft Neiß dann aus guter Position in der Box nur den Pfosten. Watkowiak, der Wiesbadener Torwart, hatte mit einem starken Reflex die Hand noch am Ball. So bleibt es bei einem 0:0.
In so einem Spiel entscheiden dann oftmals Standards über Sieg oder Niederlage. Und so schien es dann auch zu kommen. Nach dem Pausentee, in der 55. Minute bringen die Wiesbadener eine Ecke in den 16er, die Siebert einköpft. Die Führung ist auch für den neutralen Beobachter unverdient. Die Gäste lassen sich aber nicht beirren und spielen ihr Spiel weiter. Nach 75. Minuten setzt Corboz einen Fernschuss ans Lattenkreuz. Wenige Zentimeter tiefer und die Pille wäre unhaltbar im Winkel eingeschlagen. In den letzten 15 Minuten stellen die Schwarz-Weißen dann auf ein offensives Spiel um, bekommen aber zunächst eher Konter gegen sich als eigene Chancen. Es dauert bis in die 83. Minute, ehe der verdiente Ausgleich fällt. Ferdinand kann, Sky hat mitgerechnet, nach 15 Stunden ohne Tor endlich wieder netzen! Es bleibt dann beim 1:1.
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Aue gewinnt souverän gegen Osnabrück und steigt direkt auf. Bayern gewinnt, kann aber aufgrund der Tordifferenz nicht auf Platz 3 rutschen.



Es geht in die Relegation! Gegen den MSV Duisburg unter Trainer Tedesco.

Wir sehen uns nach der Relegation! Hoffentlich mit einem lachenden Gesicht!
« Letzte Änderung: 16.November 2019, 19:59:20 von knufschu »
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Stefan von Undzu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #76 am: 13.November 2019, 10:09:19 »

Wird schwer, ist aber sicher keine unlösbare Aufgabe.
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Die aktuelle Station des Stefan von Undzu:

http://www.meistertrainerforum.de/index.php/topic,24781.0.html

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #77 am: 13.November 2019, 20:39:41 »

Relegation. Urghs. Viel Erfolg!
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knufschu

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #78 am: 16.November 2019, 20:14:01 »

@ Stefand von Undzu: Dein Wort in Fußballgottes Ohren!
@ Akumaru: Danke!


Kapitel 24 „Die Relegation - Das Saisonfinale (Teil 3)“

Prolog: Wieder eine Relegation, wer hätte das gedacht, dass die SG Wattenscheid 09 das jemals packt?! Es ist der pure Wahnsinn! (schon tausend mal gesagt)

Wie immer ein kurzer Kommentar zur Relegation: „Der Verein aus der niedrigeren Liga kann für eine gute Saison am Ende bestraft werden, verlieren sie die Spiele, der Verein aus der höheren Spielklasse kann für eine katastrophale Saison belohnt werden, gewinnen sie das Aufeinandertreffen.“

Sicherlich hat die Aussage ihre Wahrheit, aber blickt man auf die Saison von Wattenscheid, so sind sie zumindest gefühlt etwas glücklich in die Relegation gerutscht, wobei die reine Punktmenge immer für Platz 2 oder 3 gereicht hätte. Der MSV Duisburg hingegen hat mit 37 Punkten zwar nicht die „magischen“ 40 Punkte geholt, aber sie wären in den Vorjahren mit dieser Ausbeute nie auf den Abstiegsrängen gelandet.

Die Relegation

Hinspiel: MSV Duisburg – SG Wattenscheid 09

Der Vorbericht:

Mit der Schauinsland-Arena und dem Lohrheidestadion hat die Relegation für die 2. Bundesliga einen wahrlich ehrwürdigen Rahmen erhalten. Zwei tolle Stadien, zwei Traditionsklubs und ein Ruhrgebiets-Derby!

An die älteren Leser: Die letzten Duelle gab es in der Saison 1995/1996 in der 2. Bundesliga. Beide Mannschaften konnten je auswärts mit 2:0 gewinnen. In Duisburg hat Tomislav Maric für die SG Wattenscheid einen Doppelpack geschnürt, an der Lohrheide trafen Rainer Schütterle und Thomas Vana. „Nee, wat bin ich alt“

Zur Vorbereitung auf das Spiel wieder ein flüchtiger Blick auf die Schwächen des MSV: Anfällig für das 4231 (Yes!), selbst spielen sie ein 442. Hinzu kommen aber zwei Herausforderungen für die Schwarz-Weißen, denn Lotka weilt bereits bei einem Jugend-Fußballturnier (U21) und Toptorjäger Ferdinand hat „ne Blase am Fuß“ und fällt mindestens fürs Hinspiel aus!





Der Spielbericht:

Das Hinspiel war rasant, reich an Ereignissen und Unerwartetem. Unerwartet war grundsätzlich, dass die SG Wattenscheid überhaupt mitspielen würde. Natürlich hatte Peter dafür den einen oder anderen kleinen taktischen Kniff gewählt. Die Sturmposition für den lädierten Ferdinand übernahm Jahn Hermann, eigentlich ein gelernter offensiver Mittelfeldspieler, der heute als hängende Spitze agierte und so eine Art zweiter, offensiver Ballverteiler sein sollte, denn offensiv wurde der Box-to-Box-Spieler gegen einen schnöden zentralen Mittelfeldspieler getauscht, um die Mitte defensiv komplett zu verdichten.

Wie gesagt, die Kniffe wirkten insgesamt ganz gut, die erste gute Chance hatten die Gäste aus Bochum nach einer Viertelstunde per Freistoß durch Corboz, den der MSV-Keeper nur durch geschicktes Übergreifen parieren konnte. Bereits die anschließende Szene führte zu dem unerwarteten 1:0 für die Schwarz-Weißen. Daschner spielt einen geschickten Pass auf Neiß, der sich zidaneartig um den Gegner dreht und hart und zugleich auch unhaltbar in die Tormitte ballert. Nach dem Wiederanpfiff gehen die Zebras direkt auf den Ausgleich, aber Bähr kann einen Distanzschuss nicht aufs Tor bringen. In der 22. Minute ist es dann soweit. Kister pöhlt einen Ball hinten lang raus und findet – gewollt oder per Zufall – Testroet, der den Ball geschickt mitnehmen kann und das 1:1 erzielt. Das nächste Tor fällt wieder in die Kategorie „Unerwartet“. Nahe der eigenen Eckfahne führen die Duisburger einen Einwurf aus, der bedrängte Pokar möchte den ankommenden Ball eigentlich aus Sicherheitsgründen löschen, der Pille rutscht ihm aber über den Fuß und kullert zu Hermann, der im 16er wartet und das 2:1 erzielt.



Nach der Pause hätten sowohl Daschner als auch Hermann je auf 3:1 stellen können, machen aber die Bude nicht. Besser macht es dann erneut Testroet, der einen durchgesteckten Ball in der 54. Minute zum 2:2 einschießt. Die Folge der Ereignisse reißt aber noch nicht ab. Vier Minuten später köpft Sabah eine Ecke den den ersten Pfosten zum 3:2 in die Maschen. Bis in die 82. Minute hinein schaut es so aus, als könnten die Bochumer die Sensation über die Zeit retten, da landet eine verunglückte Abwehraktion vor den Füßen von Stoppelkamp, der das 3:3 macht. Doch das verrückte Spiel ist noch nicht vorbei. Im Prinzip fällt rund um die kommende Aktion das unerwartete 4:3 für den Gast! Ghindovean fällt den starken Hermann, der in die Box dribbelt. Den Elfer setzt der eingewechselte Routinier Matze Tietz in die Maschen! Das Spiel endet mit einem überraschenden 4:3 Auswärtssieg für die Schwarz-Weißen beim MSV!





Das Rückspiel:

Für die Partie an der Lohrheide belässt es Peter bei der Mittelfeldtaktik und der Matchwinner des Hinspiels, Hermann, darf erneut im Sturm auflaufen.

Das Spiel war wenige Minuten alt, da blieb den Heimfans die Bratwurst fast im Halse stecken. Man merkte bereits nach 1 ½ Minuten, dass die Zebras den unbedingten Willen gefunden hatten. Ein langer Ball findet Testroet, der aber zum Glück nicht treffen kann, Die Duisburger sind in Wattenscheid die bessere Mannschaft und können aber in der ersten Hälfte keinen Treffer verbuchen. Entnervt wechselt Peter bereits nach 31 Minuten den brutal schwachen Hermann aus und schickt Ferdinand auf den Rasen, Blase hin oder her. Zunächst gibt es keine Besserung, in Minute 32 gelingt es Testroet nicht, einen Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu köpfen. Somit geht es mit einem glücklichen 0:0 in die Pause. Die erste Halbzeit war aus Sicht der 09er zum Vergessen, sie haben nicht eine Chance kreieren können.



In der Kabine gibt es neben einer harten Ansprache einige taktische Änderungen, Buckmaier weicht für Neiß, der nun als inverser Außen spielen darf. Der offensive Mittelfeldspieler lässt sich etwas zurückfallen und unterstützt nun das zentrale Mittelfeld mehr.
Die Änderungen machen sich sofort bemerkt. Aus der Pause kommend hätte Neiß das unverdiente 1:0 machen können. In Minute 53 fällt dann aber doch der Treffer für den MSV. Cauly haut einen Ball von der schrägen 16er-Ecke mit irrer Speed ins Netz. Das Spiel lief dennoch ausgeglichen weiter, manche sahen sogar eine leichte Überlegenheit des Underdogs aus Bochum. Ab Minute 80 war dann jedem im Stadion klar: „Wer jetzt trifft, der gewinnt dat Dingen.“ Drei Minuten nach dieser Erkenntnis war es dann soweit. Colak sieht Pourié im Schatten von Schneider davoneilen, er bedient diesen perfekt und er geht alleine auf Algermissen zu und trifft! Der Klassenerhalt des MSV schien besiegelt. Noch vor dem Wiederanstoß griff Peter zur Brechstange, „lange Bälle!“, „vorne hart rangehen!“, brüllte er etwas deprimiert auf den Rasen des Lohrheidestadions. Es war die dritte Minute der Nachspielzeit, die Heimfans klatschten sich schon für den Heimweg ab, als Jeffrey Obst, der Außenverteidiger der Schwarz-Weißen den Ball kraftvoll halbhoch in den 16er pumpte. Mit dem Ball traf er Ferdinand halb in den Magen, die Pille prallte aber wie von Geisterhand in eine ideale Torabschlussposition, Ferdinand dreht sich, drückt ab und trifft zum 1:2!!! Der Pfiff zum Treffer war dann mehr oder weniger gleichbedeutend mit dem Abpfiff!



Die SG Wattenscheid 09 steht in der 2. Bundesliga! Gemessen an diesem Spiel völlig unverdient, aber mit dem glücklichen Ende für sich!





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Akumaru

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Re: [FM 19] SG Wattenscheid 09: Ist nur die Bratwurst bundesligareif?
« Antwort #79 am: 17.November 2019, 10:11:59 »

Glückwunsch! Die nächste Saison wird hart.
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