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Autor Thema: POT noch zeitgemäß?  (Gelesen 382 mal)

ingomia

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POT noch zeitgemäß?
« am: 10.September 2026, 17:01:35 »

Nach über 30 Jahren CM und FM habe ich das Gefühl, es wird Zeit für eine Diskussion über das "Potential" von Spielern. In Verbindung mit Editoren macht dieser Wert das Spiel eigentlich kaput. Ich spiele Herausforderungen immer ohne Editoren, "forsche" aber gerne mit selbigen.

Und mir wird das Spiel langweilig, sobald ich ein gewisses Niveau erreicht habe. Weil Spielerentwicklung sich darauf bezieht, dass ich Spieler an ihr Maximum heranführe und dann den Spieler ausstauschen muss um "besser" zu werden. Ich spiele aber gerne über laaange Zeiträume und liebe es "talentfreie" Spieler zu Chamionsleague-Tormaschinen zu formen. Oder zu Abwehrmonstern.

Leider limitiert mich dieser verflixte Wert. Mein 22 Jahre alter Stürmer hat nur einen POT von 128 und ist in meiner Elf chancenlos (auf dem Papier). Denn er ist perfekt auf seiner Position und macht seit seinem 18 Lebensjahr 20 - 30 Buden pro Saison (und trifft auch in der CL regelmäßig). In der Realität wäre er Nationalspieler mit Tendenz zum Weltklassespieler. Aber für Ihn geht es halt nicht weiter. Und wenn er fünf Mal die Weltmeisterschaft holt, er wird nicht besser! Spiele ich nur eine Saison, ist das Ok. Aber wenn ich damals den 21 jährigen Miroslav Klose (Bezirksliga) verpflichtet hätte, wäre seine POT höchstwahrscheinlich unter 50 gewesen. Also komplett talentfrei. Entwicklungspotential = Null. Wir können das auf viele Spieler ausdehnen, die als talentfrei galten. Zorc, Gatuso, Puyol, etc. galten als durchschnillich begabte Spieler.

Und hier sollte man das Thema angehen. Maximale Fähigkeit entsteht durch Erfolge. Der Drittligaspieler, der mit seinem Verein als 25 jähriger 2 Mal aufsteigt und plötzlich Bundesliga spielt, da überrascht und dann in der Nationalmanschaft landet, kann nicht bei POT 100 stehen bleiben. Wenn ich aus meiner Jugend einen Außenverteidiger in der Championleague aufstelle und er muss die Saison durchspielen, weil leider 3 Spieler auf dieser Position verletzt sind und macht es richtig gut, wird Meister, etc. und dann schaue ich mir sein POT an und der liegt bei 112, dann ist das frustrierend. Denn egal wie erfolgreich er ist, wie gut er funktioniert, er wird kein Bundesligaspieler werden und ich kann ihn nicht zu einer Säule meiner Mannschaft machen. Denn mein neu verpflichteter Außenverteidiger (der als 19 Jähriger) noch gar nichts geleistet hat) hat bei 114 Fähigkeitspunkten 164 POT, also 52 Potentialpunkte mehr auf dem Kerbholz. Ich muss meinen hoffnungsvollen Jugendspieler "entsorgen", wenn ich auf Dauer gegen Bayern, ManCity und Co. mithalten will.

In der Realiät sind aber die Erfolge genau das, was Spieler formt. Selbstbewußtsein, der Glaube an den Sieg und die Fähigkeit im richtigen Moment Meisterdinge zu tun, das lernt man im Erfolg! Was passiert mit einem Stürmer, der keine guten Pässe bekommt und 3 Jahre hintereinander gegen den Abstieg spielt. Der selbe Spieler in einem funktionierenden Team, das ihm fünf Großchancen pro Spiel auflegt ... .

Der fixe POT führt dazu, dass ich beim Scouting für mein Top-Team, Spieler unter 3 Sternen gar nicht nehme, selbst wenn sie besser in meine Team passen würden. Der Markt an Spielern über 160 ist brutal umkämpft. Mein 120er gut passendes Stürmertalent hat keine Chance. Ich kann einen 170er Innenverteidiger holen und ihn zum Stürmer umschulen, er wird am Ende besser sein, einfach wegen 50 mehr verteilbarer Punkte (Habe ich im letzten Spiel gemacht um mir einen brutalen Zielspieler zu basteln, den es auf dem Markt schlichtweg nicht gab).

Ich habe mal rumexperimentiert mit folgenden Regeln. Zuwachs POT. Aufstieg 2, Pokalsieg, jeweils Punkte für alle Spieler mit mehr als 50% Einsätzen. Meisterschaft 5 Punkte für alle Spieler mit mehr als 50% Einsätzen. Internationale Titel 7 Punkte für ... . Auch wichtig 2 Punkte Torjägerkanone untere Ligen. 3 Punkte Bundeliga und 5 Punkte international. Schwere Verletzungen über langen Zeitraum geben je nach Schwere Abzüge bis zu 10 Punkten. So kann aus einem Weltklassestürmer, durch Verletzungspech die Karriere einbrechen (wie in der Realität oft passiert).

Natürlich nur bis zu einer bestimmten Grenze. Für guten Bundesligaspieler ab 140 hat Aufstieg oder Torjäger in der unteren Liga keine Relevanz. Für eine Weltklassespieler ab 160 sind Meisterschaften und Pokalsiege irrelevant. Kein Spieler fängt mit einem POT über 140 an. Ein Messi muss man entwickeln. Weltklasse kommt nicht von einer Zahl sondern von brutal erspielten Erfolgen und einem guten Trainer. Thomas Müller hatte keine guten Werte sondern Trainer, die sein Potential entwickelt haben. Ohne eine van Gaal der für ihn die Rolle des Raumdeuters erfand, wäre Müller vielleicht nur einer von vielen Bankdrückern geblieben und in der Mittelmäßigkeit verschwunden. Klar konnte ich das nur für mein Team testen.

Das Experiment mit Hilfe des Editores hat im Langzeit-Save sehr viel Spaß gemacht, was die Entwicklung der eigenen Mannschaft angeht. Ich wende jetzt als Top-Team sehr viel mehr Zeit darauf eigene junge Spieler weiterzuentwickeln (und Erfolge mit den Jugendmannschaften einzufahren), statt stumpf die Welt mit Scouts zu überfluten um die besten 160+ Spieler zu verpflichten, ehe es ein anderer großer Club tut.

Was haltet Ihr von dem starren Talentsystem und was für Ideen hättet Ihr für eine Überarbeitung.
« Letzte Änderung: 10.September 2026, 17:13:05 von ingomia »
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4Ramos

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Re: POT noch zeitgemäß?
« Antwort #1 am: Gestern um 10:24:31 »

Bin da voll bei dir, erstens gibt es so viele Wunderkids, die es am Ende nicht in den Profifußball schaffen bzw. oder keine große Karriere haben. Und es gibt auch viele Spieler, die sich über die Jahre hocharbeiten und dann Profifußballspielen und sogar Nationalspieler werden, Vardy, Klose, Undav, Andrich oder Jorge de Frutos.
Im FM sind solchen Spielern dann etwas die Möglichkeiten begrenzt, weil sie keine hohes Potential haben, wie du sagtest, wenn ein Spieler von der 3. Liga bis in die 1. hochgeht dann dort performt und auch gute Werte hat, wird er kaum Nationalspieler oder auch die Bewertung für dich als Trainer ist schlecht weil er nur Potential 128 hat. Da wäre es cool, wenn es ein dynamisches Potential geben würde, welches sich auch anpassen würde an Leistungen. Wenn ein Megatalent mit 25 Jahren und einem Potential von 180 in der fünften Englischen Liga spielt und dort nicht auffällt sollte das Potential hier eben auch automatisch angepasst werden, das würde auch den Spielspaß nochmal verbessern vor allem bei Langzeitsaves.
Ein grundsätzliches Potential für die Spieler ist ja in Ordnung, einfach um das ganze einzuordnen, aber eine dynamische Anpassung wäre einfach richtig cool und jedes Save würde sich anders entwickeln und ich denke technisch sollte das ganze auch schon umsetzbar sein.
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Pitt77

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Re: POT noch zeitgemäß?
« Antwort #2 am: Gestern um 12:16:54 »

Ja, absolut. Genau das macht für mich auch den Reiz aus: Nicht nur die klassischen Wunderkinder sollten eine große Karriere machen können, sondern auch die Spieler, die sich Schritt für Schritt hocharbeiten und sich über Leistung definieren. Gerade im FM ist das oft etwas zu statisch, weil das fixe Potential solche Geschichten eher ausbremst.

Ein dynamisches Potential wäre deshalb echt spannend, weil es Karrieren viel realistischer und lebendiger machen würde. Wenn ein Spieler über Jahre konstant stark performt, aufsteigt und sich in höheren Ligen durchsetzt, sollte sich das auch in seiner Entwicklung widerspiegeln. Umgekehrt wäre es auch logisch, wenn ein angebliches Top-Talent ohne Leistung nicht automatisch auf seinem Maximalniveau landet.

Für Langzeitsaves wäre das meiner Meinung nach ein riesiger Gewinn, weil dadurch jedes Save noch individueller und unvorhersehbarer würde. Das Grundprinzip mit einem Start-Potential finde ich auch sinnvoll — aber eine leistungsabhängige Anpassung würde das Ganze deutlich realistischer und spannender machen.
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