Coole Diskussion, hier mal ein paar Gedanken.
Würde man das nicht schon erreichen, in dem die Sterne und Werte einfach ausblendet? Gibt dafür meines Wissens Skins. Dann könnte man sich nur noch auf die Scoutberichte und Reports zum Spieler verlassen und es könnte einem recht egal sein, ob das ein PA Wunderkind ist oder nicht. Letztendlich scheint es so, als sei das was ignomia beschreibt ein Problem mit der persönlichen Bewertung von Spielern und das von den Werten etwas erwartet wird.
Das man für die eigene Manschaft keine Spieler unter 3 Sterne holt, offenbart das sogar. Wenn man die Sterne nicht wüsste, müsste man plötzlich jeden Spieler auf Tauglichkeit bewerten und vielleicht würde man günstige (früher) 2 Sterne spieler finden, die perfekt eine Rolle bedienen, die man braucht. Das man nur noch stumpf auf 3+ Sterne blickt kenne ich von mir auch. Aber das ist ja eigentlich auch ein Spielerproblem. Man weiß nunmal aus Erfahrung, dass unter 3 Sterne die Chance etwas zu finden gering ist, bzw, dass 3 Sterne bedeutet, dass man auf seinem Niveau sucht.
So ein 22 Jahre alten Stürmer mit 20-30 Toren pro Saison in der Bundesliga würde ich einfach schon als sehr guten Spieler bezeichnen. Unabhängig von seinen Werten. Es ist nur das Wissen, dass er eigentlich nur eine potentielle Fähigkeit von 128 hat, die Erwartungen schaffen, die eigentlich nicht notwendig sind.
Wenn ein Spieler mit eher schlechten Werten dadurch mechanisch nicht in die Nationalmanschaft oder für die besten Vereine in Frage kommt, ist das eher eine Frage der Reputation, die vom Spiel schlecht gehandhabt wird. Ein Spieler mit so einer konstant hohen Leistung sollte genug Reputation haben, um als Weltklassespieler angesehen zu werden. Unabhängig von den eigentlich Werten auf dem Papier. Genau so sollten so Medienbezeichnungen wie "Elite-Stürmer", oder so, nicht an die Werte sondern die Karriere geknüpft sein.
Zum Vorschlag finde ich, dass das wachsende Potential seltsam wirkt. Wo bleibt dann den Reiz sich die guten Spieler zu suchen? Wenn ich einfach nur junge Spieler brauche, die ich in eine erfolgreiche Manschaft werfe und die Spieler gleichen sich einfach den guten Spielern an, wirkt das sehr geradlinig für mich. 5 mal Meisterschaft und ich habe ein Oberklassespieler. Gleichzeitig bedeutet das aber, dass der 22 Jahre alte Stürmer im Alter von 27 eine gute POT hat (153, seiner Leistung angemessen) und dann zu alt ist sie zu entwickeln...
Außerdem wirkt auch nicht wie eine reale Entwicklung. In der Realität bekommt man nicht immer mehr Potential, weil man Erfolg hat. Man hat Erfolg, weil man gut ist.
So ein Fall wie Klose finde ich dafür auch kein passendes Beispiel. Klose hatte 'damals' im Spiel eine schlechte POT, weil Researcher auch nur Menschen sind und niemand etwas in ihm gesehen hat. Wenn der FM real wäre, hätte Klose in jungen Jahren eine sehr hohe POT gehabt. Klose hat nicht plötzlich Talent bekommen, weil er die Manschaft wechselte und dort auffiehl, dass er Tore schießen kann. Er hatte seine Fähigkeiten und hat dann die Chance bekommen seine POT zu entwickeln. Trotzdem wäre es natürlich cool sowas abzubilden. Das kann der FM bisher nicht.
Ansonsten wirkt es für mich, als würdest ihr manchmal das POT ganz anders sehen als ich. Verstehe ich den Wert falsch? Zb, wenn einem langzeitverletzten 10 Punkte Potential abgezogen werden oder ein 180er Spieler in der 5ten Liga Potential verlieren soll. Das Potential ist doch nur das Potential. Eine lange Verletzung reduziert die eigentlichen Fähigkeitspunkte und verhindert seine Entwicklung für eine lange Zeit. Ein Spieler mit 1-2 langen Verletzungen in seiner Karriere hat Probleme sein Potential auszuschöpfen. Genau so geht es dem Spieler in der 5ten Liga, der nicht entdeckt wird und seine ganze Karriere mit schlechten Trainern in schlechten Einrichtungen trainiert, um unterklasse Fußball zu spielen. Dieser Spieler wird kein 180er Spieler werden.
Genau so wird doch erst ein Spieler, der über Jahre konstant stark performt (und dadurch aufgestellt wird), aufsteigt und ihn höheren Ligen spielt (wie Pitt77 zum Beispiel sagt) erst zu seiner vollen POT entwickeln. Warum sollte in dem Fall die POT in den Fällen gesenkt oder angehoben werden? Macht der Wert nicht das was er soll und das was sich verändert ist die CA (kenne die deutsche Abkürzung nicht), die fällt, stagniert oder sich zügig entwickelt, bis das Alter kommt an dem es "vorbei" ist?
Wo ich 4Ramos recht gebe ist, dass es alles etwas zu vorhersehbar ist. Man kann aus jedem Wunderkind etwas machen und POT 180 wird immer ein guter Spieler (krasse Verletzungsserien oder Missmanagment ausgeschlossen). Von Seiten SI könnte ich mir vorstellen, dass keine größere Varianz gemacht wird, weil es ein zumindest in gewissen Rahmen vorhersehbares Spiel bleiben muss. Die Bezeichnung Wunderkind wäre nichts mehr wert, wenn man sich nicht darauf verlassen könnte.
Aber optional für das Safe einstellen zu können, dass es da zu Fehleinschätzungen kommen kann fände ich gut. Man könnte das zb abbilden, in dem man einigen Spielern die Chance gibt, wenn sie ihrem POT nahekommen, dass das erhöht wird. Das wären dann die Latebloomer wie Klose. Die entwickeln sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut und plötzlich zeigt sich, dass das geglaubte Limit kein Limit war. Das würde ich aber nicht abhängig von den Erfolgen oder der Leistung machen, sondern von einem versteckten Attribut, dass dem Spieler diese Entwicklung ermöglicht.
Anders herum könnte bei anderen Spielern die Chance bestehen, dass obwohl sie sich gut entwickeln die POT plötzlich gesenkt wird. Damit hat man die Spieler, die in jungen Jahren ein Wunderkind waren und man sich geirrt hat. (Der Fall ist allerdings nicht damit zu verwechseln, dass man ein Wunderkind hat, dass einfach nicht entwickelt wird oder in der Entwicklung gebremst wird. Hier finde ich, wie oben erwähnt, das Zusammenspiel aus POT und CA eigentlich sehr gut funktioniert.)