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| S21 - Meinungen und Thesen |
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| mancity:
Ich hab Geißler auch noch als Kettenhund von Kohl in Erinnerung. Dass er mittlerweile eher links wirkt, spricht nicht gerade für die Linke. Er ist aber immer noch ein konservativer Fundamentalist. Schon dass er sich kein anderes positives Menschenbild als ein christliches vorstellen kann, disqualifiziert ihn völlig. Oder er beschreibt einerseits den sehr fragwürdigen Charakter der Institution "Katholische Kirche", aber zieht keinerlei ideologische Konseqzenzen daraus. (Beziehe mich auf den Link von oben) |
| tacticus:
"Kohls Kettenhund" wurde ja vom Spiegel etc. genüsslich aufgegriffen, Schäuble fand ich schon damals viel schlimmer. Was ist ein konservativer Fundamentalist? Natürlich ist Geißler von seiner Erziehung durch die Jesuiten geprägt, aber dass er sich kein anderes positives Menschenbild als das christliche vorstellen kann, das würde ich dann doch gerne mal zitiert sehen. |
| mancity:
Zumindest für die CDU nicht. Und wie er über 85 Prozent Nichtchristen am Beispiel Leipzig erzählt, ist auch nicht gerade intellektuell koscher. Reuß: Welche Rolle spielt eigentlich – ganz allgemein – noch das "C" im Namen der CDU in der Politik? Welche Rolle spielt dieses "C" für Sie selbst in der Politik? Geißler: Das ist die spannende Frage, weil dieses "C" in der Gesellschaft ohnehin sehr unterschiedlich bewertet wird: In Leipzig, wo der vorvorletzte Parteitag der CDU stattfand, sind nur 15 Prozent der Leute getauft und 85 Prozent nicht getauft. Was diese 85 Prozent sind, weiß ich gar nicht, aber sie sind jedenfalls nicht getauft. In Hamburg ist das zwar hinsichtlich der Größenordnung ein wenig anders, aber auch dort sind nur 45 Prozent getauft und 55 Prozent nicht getauft. Das war schon vor zehn Jahren so. Nur drei Prozent der evangelisch getauften Menschen gehen am Sonntag regelmäßig in die Kirche, bei den Katholiken sind es immerhin noch acht oder zehn Prozent – überwältigend ist das also auch nicht. Man kann daher sogar die Frage stellen, ob denn das "C" im Namen der CDU überhaupt noch attraktiv ist oder ob es nicht doch eher abschreckend wirkt. Ich glaube das jedoch nicht, denn dieses christliche Menschenbild ist die Voraussetzung und bildet das Fundament für eine richtige Politik. Denn falsche Menschenbilder hat es in diesem Jahrhundert ja immer wieder gegeben. Man hat den Menschen eingeordnet in bestimmte Kollektive: Wer nicht der richtigen Klasse angehört hat oder der richtigen Rasse, der richtigen Religion oder der richtigen Nation, wurde vergast, liquidiert, deportiert, zu Tode gefoltert oder in die Luft gesprengt bis auf den heutigen Tag – wie man auf dem Balkan sehen kann. Deswegen ist es wichtig, dass man dieses richtige Menschenbild, wie Sie das soeben auch dargestellt haben, hochhält. Davon darf man nicht abgehen. http://www.br-online.de/alpha/forum/vor0001/20010125.shtml |
| tacticus:
Ich kann daran nichts verwerfliches sehen: "Die CDU ist eine christlich-demokratische Partei. Ihre Grundlage muss das christliche Menschenbild bleiben. Es bedeutet, das Menschenwürde unteilbar ist, unabhängig von jung oder alt, Mann oder Frau, arm oder reich, schwarz oder weiß, leistungsfähig oder krank, Deutscher oder Ausländer." Ist aber letztlich auch egal, Geißler ist eh nur eine Randfigur, was S21 angeht. |
| El_Pocho:
Auch unabhängig von Gläubig oder nicht? Da hört das tolle Menschenbild dann meistens auf. Aber back to topic ;) Naja, Randfigur stimmt, aber ich finde es trotzdem interessant, da ich ihn wie gesagt nicht einordnen kann und mich frage ob er sich bewusst für das abgekartete Spiel "Schlichtung" hat einspannen lassen oder ob er da einfach idealistisch ranging. |
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