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| Maddux:
Den neuen Rocky-Film gesehen und so wirklich kann ich die hohen Bewertungen und teilweise auch die Kritiken nicht verstehen. Vorallem folgende Kritik nicht : "Sein technisches Können beweist er zudem im finalen Titelkampf zwischen Adonis Creed und „Pretty“ Ricky Conlan (der ehemalige Weltmeister Tony Bellew), der in puncto Dynamik und Realismus neue Maßstäbe im Boxfilm setzt.“ Für mich war das einer der schwächsten Boxkämpfe die ich jemals in einem Film gesehen habe. Dynamik und Realismus? für mich sah das eher nach EA Boxing aus oder diesen Plastikspielzeugen mit den 2 Boxfigürchen. 2 Männlein stehen sich gegenüber und hauen solange irgendwelche Kombinationen um die Ohren bis einer umfällt. Die anderen Teile waren ja stellenweise schon etwas langatmig und hatten ordentlich Pathos. Bei dem Film kahm mir das aber nochmal eine Stufe heftiger vor und irgendwie ziellos bzw als ob man einfach nur Zielgruppenschema F abarbeiten würde. Dann noch ein paar Motorradkiddies sowie Einblendung von Kampfstatistiken für den Coolnessfaktor und fertig ist der Blockbuster den jeder irgendwie mag. Für mich eher eine 6-6,5/10 statt eine 8/10 wie in den meisten Bewertungen. Stallone fand ich dafür garnicht so schlecht. Der hat den alten Mann überzeugend gespielt und zumindest die Nominierung für den Oscar als beste Nebenrolle geht in Ordnung. Da gab es meiner Meinung nach aber mindestens 2 bessere, ua Tom Hardy in Legend, und es würde mich wundern wenn Stallone den Oscar bekommt. |
| DeDaim:
So, dann gebe ich auch mal meine Meinung zum neuen Star-Wars Film zum Besten. Ich habe ihn vergangenen Samstag gesehen und hatte seither also ein paar Tage Zeit, um alles sacken zu lassen und darüber nachzudenken. Entgegen aller bisherigen Äußerungen fand ich den Film nicht gut! Vielleicht noch ein paar Worte zu meinem Verhältnis zu Star Wars: In meiner Jugend war ich definitiv großer Fan der Saga. Ich habe zwar auch keine Bücher gelesen, aber alle Filme gesehen (Episode I-III kamen ja genau zu der Zeit raus). Episode I habe ich noch nicht im Kino gesehen, sondern erst ein wenig später. Zuerst habe ich die alten Filme gesehen, die ich nach wie vor große Klasse finde. Die neuen Prequels waren für mich Popcornkino, mehr nicht. Außerdem habe ich den ersten Teil von "Knights of the Old Republic" verschlungen (einfach nur grandios!). Mittlerweile habe ich aber das Gefühl ein wenig aus dem Star Wars-Universum rausgewachsen zu sein, die Begeisterung ist definitiv nicht mehr so groß, wie früher. Deshalb ging ich in Episode VII komplett ohne irgendwelche Erwartungen. Nun aber zum Film: (click to show/hide)Wie gesagt, ich hatte überhaupt keine Erwartungen an den Film, außer vielleicht, dass ich unterhalten werden wollte. Am Ende war ich trotzdem irgendwie enttäuscht, weil der Film nicht einmal das richtig zuwege brachte. Was mir gefallen hat: - Die Musik war einfach wieder großartig. John Williams hat die alten Star Wars-Themen um ein paar neue Spielarten erweitert und bewiesen, dass er einer, wenn nicht sogar der Großmeister der Filmmusik ist. Es war angenehm mal einen Film mit einem Soundtrack ohne fette, dubstebartige Basstöne genießen zu können. Schade nur, dass die Musik an manchen Stellen präsenter hätte eingesetzt werden können. - Optisch ist der Film im Großen und Ganzen gelungen, auch wenn ich die Animationen nicht immer überzeugend fand (die Frau, deren Name ich vergessen habe, bei der Ray das Lichtschwert findet, fand ich zum Beispiel sehr "plastikartig"). Technisch gibt es nichts zu meckern und Abrams hat sich in Sachen Lensflares beherrschen können. - Das Auftauchen alter, liebgewonnener Charaktere und die unterschwelligen (unwichtigeren) Andeutungen auf die alten Filme. Das war einfach eine kleine Hommage die Spaß gemacht hat. Bei den Andeutungen meine ich nicht(!) die eindeutigen (dazu kommt noch mehr). Nicht gefallen hat mir: - Die Story. Sorry, da fehlte mir einfach jegliche Innovation - es wirkte wir aufgewärmter Kaffee und ein dreistes Kopieren aus den alten Episoden (da geht mir dann die Hommage an die alten Filme doch zu weit). Man wusste einfach vorher was passiert und wirklich Spannung konnte so nicht aufgebaut werden - und die braucht es bei so einem Film, wenn man eintauchen und mitgerissen werden soll. Teilweise war es auch einfach übertrieben (z.B. der Riesentodesstern) und wirkte dadurch einfallslos. Vielleicht wollte man auch einfach die Fans der alten und der neuen (die soll's ja auch geben) Filme zufrieden stellen und ist deswegen auf "Nummer sicher" gegangen. - Dementsprechend war das Drehbuch auch nix. Die Dialoge waren oft einfach nur hölzern geschrieben und oft dann auch ohne jeglichen Tiefgang. Wenn er dann da war, wirkte er irgendwie aufgesetzt. Gerade bei den alten Figuren ärgerte mich das dann doch immens - der Charme der Charaktere konnte nicht wieder abgebildet werden. Auch die Sprüche zwischen Han und Chewbacca wirkten teils zu beliebig und flapsig. Sehr Schade! - Deshalb kann man den Schauspielern auch keinen Vorwurf aus ihren dürftigen Leistungen machen. Aus hölzern geschriebenen Dialogen folgt eben meist auch hölzernes Spiel. Das Wiedersehen zwichen Leia und Han Solo fand ich z.B. überhaupt nicht berührend, weil der Dialog die Stimmung eher zerstörte, als unterstützte. Ray hatte gefühlt nur 3 Gesichtsausdrücke drauf, die Freundschaft zwischen Finn und dem Piloten (auch hier habe ich den Namen schon wieder vergessen) war auch irgendwie aufgesetzt. Sie sind zusammen geflohen und das war's - da hätte dem Film ein wenig mehr Zeit, um eine tiefergehende Beziehung auszuarbeiten gut getan. - Wichtige Charaktere (wie z.B. der Pilot oder auch Finn) wirkten für mich irgendwie austauschbar. Sie konnten mich wirklich nicht überzeugen. Wie gesagt: den Schauspielern kann man da kaum einen Vorwurf machen. - Kylo Ren (Name so richtig?) war schlecht besetzt. Sorry, für mich wirkt das wie ein Billig-Vader. Für diese Rolle hätte man einfach nicht so ein - ohne dem Schauspieler zu nahe treten zu wollen - Milchgesicht besetzen dürfen. Da fehlen Ecken und Kanten und er war zu weinerlich für meinen Geschmack. Auch die Hintergrundstory war durchschaubar und konnte mich nicht wirklich überzeugen. - Im Gegensatz zu den meisten hier, fand ich die Schlussszene überinszeniert. Da kommt ein Raumschiff und Luke wartet einfach mal ganz oben auf dem Berg, was passiert? Klar, man wollte mit Rays Gang dorthin Spannung aufbauen, aber hätte es das gebraucht? Der ganze Film läuft schließlich auf diesen einen Punkt hinaus. Das war für mich ein bisschen zu viel des Guten. Nichts desto trotz werde ich mir wohl auch Episode VIII ansehen, einfach weil es Star Wars ist. Auf die wahrscheinlich intensivere Beteilgung von Luke freue ich mich tatsächlich auch schon und ich hoffe einfach mal, dass sie sich storymäßig etwas mehr haben einfallen lassen. :) So, nun möge man mich steinigen! :-X |
| Cubano:
Hat jemand schon diese Neuauflage von 'Gefährliche Brandung' gesehen? Der soll ja so dermaßen schlecht sein, was ich gehört habe. Vor allem, wenn man das Original kennt, ist der Film wohl lausig. Abgesehen von der Landschaft und den Stunts natürlich. |
| Maddux:
The Revenant Von der Story her fand ich den Film etwas dünn und die Charaktere hätte man besser herausarbeiten können. Dafür punktet der Film in anderen Punkten: - die Kostüme haben mir sehr gut gefallen. Nicht so wie im normalen Western wo jeder in seiner Sonntagskleidung rumzurennen scheint sondern dreckig, verfilzt und versifft. Wie das eben ist wenn man monatelang in der Wildnis unterwegs ist und DuschDas erst 200 Jahre später erfunden wird. - die Bilder allgemein. Egal ob Landschaftsaufnahmen, Kampfszenen oder Dialoge, der Film ist echt was fürs Auge. In einigen Szenen hat man, genau wie in "Birdman", das Gefühl als unbeteiligter Beobachter mittendrin zu stehen statt nur einen Film zu sehen. Besonders in Szenen wo ein Schauspieler die Kamera anrempelt und weitermacht als wäre da gerade nichts passiert. Entweder vom Regiseur so beabsichtigt oder sehr gut geschauspielert. - die Schauspielleistungen waren, bis auf wenige unwichtige Nebencharaktere, sehr gut bis herrausragend und nach dem Film weis ich auch warum Tom Hardy für den Film als bester Nebendarsteller nominiert wurde statt für seine Doppelrolle in "Legend". Leonardo DiCaprio hat sich seine Nominierung mehr als verdient und besser als Matt Damon war er definitiv. Leider habe ich die anderen 3 Filme noch nicht gesehen und kann von daher nicht sagen ob, wie 2014, jemand einfach noch besser war. - Filmmusik. War da überhaupt Musik in dem Film. Ja, in dem Film gab es Musik aber so dezent und selten das man sie kaum bemerkt. Dafür sind die Bilder auch einfach zu stark und wichtig um mit Musik davon abzulenken. Ich finde es auf jeden Fall schön das es mal einen Film gibt der wirklich darauf vertraut das seine Bilder die Emotionen transportieren können und dem Zuschauer nicht durch Musik sagt welche Stimmung oder Gefühle er jetzt haben soll. Ob es auch für den Oscar für den besten Film reicht? Von den 5 nominierten Filmen die ich gesehen habe sind alle gut und haben vollkommen andere Stärken und Schwächen. Für mich hat Inarritu nach Birdman aber wieder ein Meisterwerk in Sachen Bildsprache und Kameraführung abgeliefert sowie aus seinen Schauspielern alles rausgeholt was ging. |
| Herr_Rossi:
Ich habe mir gestern The Hateful Eight im Original angesehen (und nicht das Handball-Spiel Polen vs Kroatien). (click to show/hide)Für mich einer der schlechteren Tarantino-Filme. Kein Vergleich mit Django oder Basterds, da kann der neue bei weitem nicht mithalten. Die 168 Minuten hätte man auch locker in 90 Minuten packen können, und der Film wäre besser gewesen. Er ist einfach zu langatmig, da kann ein Samuel L. Jackson noch so genial sein. |
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