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Der Kino-Thread
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DocSnyder:

--- Zitat von: Maddux am 27.Januar 2016, 20:31:40 ---The Revenant

Von der Story her fand ich den Film etwas dünn und die Charaktere hätte man besser herausarbeiten können. Dafür punktet der Film in anderen Punkten:
- die Kostüme haben mir sehr gut gefallen. Nicht so wie im normalen Western wo jeder in seiner Sonntagskleidung rumzurennen scheint sondern dreckig, verfilzt und versifft. Wie das eben ist wenn man monatelang in der Wildnis unterwegs ist und DuschDas erst 200 Jahre später erfunden wird.
- die Bilder allgemein. Egal ob Landschaftsaufnahmen, Kampfszenen oder Dialoge, der Film ist echt was fürs Auge. In einigen Szenen hat man, genau wie in "Birdman", das Gefühl als unbeteiligter Beobachter mittendrin zu stehen statt nur einen Film zu sehen. Besonders in Szenen wo ein Schauspieler die Kamera anrempelt und weitermacht als wäre da gerade nichts passiert. Entweder vom Regiseur so beabsichtigt oder sehr gut geschauspielert.
- die Schauspielleistungen waren, bis auf wenige unwichtige Nebencharaktere, sehr gut bis herrausragend und nach dem Film weis ich auch warum Tom Hardy für den Film als bester Nebendarsteller nominiert wurde statt für seine Doppelrolle in "Legend". Leonardo DiCaprio hat sich seine Nominierung mehr als verdient und besser als Matt Damon war er definitiv. Leider habe ich die anderen 3 Filme noch nicht gesehen und kann von daher nicht sagen ob, wie 2014, jemand einfach noch besser war.
- Filmmusik. War da überhaupt Musik in dem Film. Ja, in dem Film gab es Musik aber so dezent und selten das man sie kaum bemerkt. Dafür sind die Bilder auch einfach zu stark und wichtig um mit Musik davon abzulenken. Ich finde es auf jeden Fall schön das es mal einen Film gibt der wirklich darauf vertraut das seine Bilder die Emotionen transportieren können und dem Zuschauer nicht durch Musik sagt welche Stimmung oder Gefühle er jetzt haben soll.
Ob es auch für den Oscar für den besten Film reicht? Von den 5 nominierten Filmen die ich gesehen habe sind alle gut und haben vollkommen andere Stärken und Schwächen. Für mich hat Inarritu nach Birdman aber wieder ein Meisterwerk in Sachen Bildsprache und Kameraführung abgeliefert sowie aus seinen Schauspielern alles rausgeholt was ging.

--- Ende Zitat ---

Stimme Dir in nahezu allen Punkten zu, war gestern drin. Aaaaber (*klugscheißerfinger*): als alter Wilder Westen - Experte (danke Karl May) hat sich mir desöfteren der Magen herumgedreht. Mehrere Personengruppen incl. Indianer jagen sich kreuz und quer durch ein räumlich doch einigermaßen definiertes Gebiet - und man macht tags und nachts nichts anderes, als dicke fette Feuer entzünden, die man kilometerweit sieht und riecht? :D
Ansonsten ein bildgewaltiger, harter, dreckiger Film mit großartigen Darstellern.
Maddux:
@DocSnyder:
Nicht nur als Western-"Experte" sondern auch wenn man sich noch halbwegs an seine Grundausbildung beim Bund erinnert. Aber gut, man musste sich in solchen Situationen halt überlegen was man macht. Unentdeckt bleiben und evtl erfrieren bzw ggf von wilden Tieren angegriffen werden oder dann doch lieber ein Feuer anmachen. Der Gegner wird höchstwahrscheinlich auch aus den selben Gründen ein Feuer machen  ;)
Maddux:
Nun habe ich mir auch mal den aktuellen Bond zu Gemüte geführt und ich bin nur mäßig begeistert. Der Film war mir teilweise selbst für einen Superspion-Thriller zu unlogisch.
(click to show/hide)Das fängt schon in den ersten Szenen des Films an. Da gibt es eine dicke Explosion wegen der 2 mehrstöckige Gebäude einstürzen sowie ein halber Block in Schutt und Asche liegt und was machen die Leute 50 Meter weiter? Feiern als ob nicht passiert wäre. Kurz darauf geht es im Helicopter über einer Menschenmenge weiter und was machen die Leute als 50 Meter über ihren Köpfen außer Kontrolle gerät? Weiterfeiern natürlich. Was sollte man auch sonst tun wenn über einem ein Helicopter außer Kontrolle gerät? Weglaufen evtl aber dann könnte Bond nicht effektvoll den Hubschrauber knapp über den Köpfen der Menschenmenge abfangen.

Weiter mit der tollen Logik geht es dann im Zug. Der Speisewagen wird komplett zerlegt, Schüße fallen und nachdem der Bösewicht aus dem Weg geräumt ist können sich Bond und die weibliche Nebenrolle erstmal gemütlich bis zum nächsten Mittag das Hirn rausvögeln. Polizei, Militär oder Zugpersonal die mal den Zug durchsuchen nach dem ganzen Durcheinander? Anscheinend ist sowas in Afrika an der Tagesordnung weil sowas niemanden zu Nachforschungen veranlasst.

Motivation des Oberbösewichts? Er bringt überall auf der Welt Menschen um und hasst Bond weil der Papa vom Bösewicht mal Bond in Pflege genommen hat und Klein Bösewicht seine Bonbons teilen musste statt sie alleine zu essen und ein verwöhntes dickes Kind zu werden.

Bonds Flucht? Zuerst wird ihm im Gehirn rumgebohrt, was sein Seh- und Hörvermögen sowie seinen Gleichgewichtssinn stark beeinflussen sollte nur damit er sich 5 Minuten später durch die Gegner ballert wie ein Navy Seal auf Koks nach einem gehaltvollen Frühstück. Als letztes muss bei Bonds Flucht jemand in Schwarz ins Gras beißen der so lange ohne Deckung Richtung Bond zielt bis der endlich mal selbst auf ihn zielt und natürlich auch trifft.
Versteht mich nicht falsch. Ich mag Bondfilme und kann durchaus mit weniger logischen Szenen leben wenn sie mich unterhalten. Irgendwann ist aber auch mal gut mit unlogischen Szenen ohne Konsequenzen für den Protagonisten weil sie anscheinend nur irgendwie cool sein sollen.
apfelschorle:
Deadpool <3

Bin kein großer Fan von Comicverfilmungen, aber Deadpool hat mich aus den Socken gehauen. Der Film hatte keine zu langen Passagen, schön derber Humor und fängt wohl, soweit ich das gelesen habe, den Comic sehr gut ein. Absolute Empfehlung!
Kaestorfer:
Gestern in der Sneak Preview von Auferstnaden - Risen gewesen - war ganz ok, aber eben ein Film in den ich sonst nicht reingehen würde. Dennoch ganz gut gemacht. Und mit knapp 2 Stunden auch nicht zu lang.
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