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Zwei Fäuste gegen Remscheid

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Don-Muchacho:

Das Panini Portrait Pictures & Icon Megapack 14 steht als Sponsor zur Verfügung, wir sind jederzeit bereit verhandlungen aufzunehmen und zahlen vorzüglich. Statt Rückennummern Spielerbilder auf dem Rücken hätte doch was? Nur der Schriftzug ist etwas lang.

Henningway:

Mach' mir mal ein Logo. :)

Don-Muchacho:

Ich hab ganz dreist gehofft, du würdest das machen. Ich hab nur ne halbe Stunde Zeit, mal gucken was ich gebastelt kriege....

Edit: Noch nicht ganz ausgefeilt aber wie wäre es damit? Nur der Schriftzug muss noch irgendwo dabei.


Henningway:

Mit dem Auftritt gegen Pauli schaffen wir es in den RGA, natürlich. Außerdem noch in die 11Freunde, die Sportbild, die Bild, den Express, die Wirtschaftswoche, Meine Familie und Ich und in die Sendung von Stefan Raab. Ich würde sagen, die Marketingabteilung funktioniert.


Für das defensive Mittelfeld und die Rechtsverteidigerposition kommt ein erfahrener Backup: Hanno Balitsch kann ablösefrei verpflichtet werden. Er soll vor allem auch als Tutor arbeiten und wenn ich im Mittelfeld einen Grätscher benötige.


In diesem Monat steht das zweite Ligaspiel an. Wir gastieren bei Alemannia Aachen.

Vor dem Spiel werde ich zu einem Interview abgefangen:
Sport1: „Herr Way. Aachen ist mit einem Sieg gestartet, 3:2 in Aue. Auch in der Vorbereitung haben Sie gut gespielt und jedes Spiel gewonnen. Sehen Sie dennoch Chancen auf einen Sieg?“
Way: „Immer. Wir sind ebenfalls gut drauf.“
Sport1: „Worauf müssen Sie besonders achten?“
Way: „Die mannschaftliche Geschlossenheit. Hecking hat hier gute Arbeit geleistet und ein dichtes Team geformt.“
Sport1: „Hecking? Dieter Hecking?“
Way: „Ja, den werden Sie als Sportreporter doch wohl kennen!?“
Sport1: „Sicher, aber…“
Way: „Die Abwehr um Sichone und Klitzpera ist stark. Willy Landgraf macht immer viel Betrieb auf rechts und Stefan Blank links ist ein gefährlicher Fernschütze.“
Sport1: „Willy Landgraf ist…“
Way: „Mit’m Plaßhenrich in der Mitte haben sie’n Arbeitstier vor’m Herrn, ganz stark ist das. Schlaudraff und Michalke sorgen für Torgefahr. Und wenn nix mehr geht, haben sie ja noch Eric Mijer.“
Sport1: „Herr Way, Sie nehmen mich auf den Arm. Sie Spieler sind alle längst weg.“
Way: „Sicher, sicher. Sie wollen mir doch nicht etwa sagen, meine Scoutingabteilung arbeitet von Zuhause aus?!? Dafür habe ich keine Zeit.“
Was der sich erlaubt… Amateure.

2. Spieltag
Alemannia Aachen – FC Remscheid

Küçük – Zimmermann, Corstjens, Zeitz, Laczkó – Rubén Pérez, Balitsch – Rausch, Simão, John – Leandro

Mein Plan mit Balitsch geht voll auf: er macht null Fehler! Allerdings hat er auch null Ballkontakte, null Zweikämpfe, null Kopfballduelle und eine Laufdistanz von 400 Metern, ehe er in der vierten Minute verletzt vom Feld getragen wird (Diagnose Bänderdehnung, sechs Wochen Pause). Das restliche Team zeigt den Printenkackern dafür, wie man richtig Fußball spielt. Ola John zeigt dabei eine Klasseleistung (9.0) und wird zum Spieler des Spiels gekürt. Erstaunlich, da ich eigentlich plane, ihn zu ersetzen.

0:1 Rausch (7.)
0:2 John (10.)
1:2 Auer (FE, 26.)
1:3 John (45.+1)
1:4 Corstjens (52.)


Henningway:

Meine Abteilung „Jugendentwicklung“ hat auf Anweisung die Farmteams gewechselt. Mülheim-Kärlich und Wismar werden ersetzt. Dabei leiste ich mir die Sentimentalität, den Lieblingsclub meiner Omimi zu unterstützen: Schwarz-Weiß Essen. Der zweite neue Farmclub lautet… nun, lest selbst…





Des Teufels größte Schurkerei – oder ein Akt der Nächstenliebe?
von Siggi Samenleiter

Remscheids Trainer und Manager Henning Way besondere Nächstenliebe zu unterstellen, kommt im Grunde beinahe Zynismus gleich. Spätestens seine Auftritte gegen die Wuppertaler SV Borussia im vergangenen Jahr haben diese Einschätzung belegt, aber auch zuvor war der Mann aus der Nachbarstadt immer wieder negativ aufgefallen. Aus der Ankündigung, mit seinem Engagement die Region unterstützen zu wollen, wurde bislang keine wirkliche Aktion. Jetzt aber hat sich das geändert und Way hat einen neuen Partnerclub gewinnen können: die Wuppertaler SV Borussia! Das dürfte Fans und Sympathisanten des Clubs zunächst schwere Nächte bescheren, denn die Frage ist durchaus gestattet: musste es ausgerechnet der Neureiche FC Remscheid sein und sein skandalträchtiger Mäzen Henning Way? Welches Verbrechen haben der Verein und die Stadt Wuppertal begangen, um so eine Demütigung hinnehmen zu müssen?! Bei einer Vereinbarung, wie sie zwischen den Stadtclubs entstanden ist, spricht man global gesehen von einem „Parent Team“ (FC Remscheid) und einem „Feeder Team“ (WSV), der – daher die Bezeichnung – das Parent Team mit Talenten „füttert“. Im Gegenzug erhält der WSV eine nicht allzu große Geldsumme sowie Spieler des FC Remscheid mit dem Ziel, diesen Spielpraxis zu verschaffen.
Im Klartext bedeutet das: der vor vier Jahren von Way angekündigte Weg der Ausbildung junger, aufstrebender Fußballtalente wird beschritten – aber vom WSV! Unter diesem Aspekt lässt sich der Zynismus der Situation nicht leugnen. Wir möchten an dieser Stelle aber den Scheinwerfer weiter schwenken. Betrachtet man den aktuellen Kader des WSV, so dürfte die Mission „Klassenerhalt Dritte Liga“ unmöglich erscheinen. Könnten Spieler aus dem Kader des FCR da nicht behilflich sein? Die Antwort auf diese Frage hängt sicher von den Spielern ab, die Way über die Stadtgrenze schickt. Da selbst er das Interesse haben muss, seine Leihspieler möglichst hochklassig spielen zu lassen, wird er Leute schicken, die dem WSV helfen werden. Zumindest ist das zu hoffen.


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