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kn0xv1lle:

--- Zitat von: GameCrasher am 18.Juli 2022, 13:40:42 ---Ich wollte nie Breaking Bad ansehen und daher auch nie better call Saul.
Nachdem ich dann aber breaking bad zusammen mit meiner Freundin komplett ansah, fingen wir auch Better Call Saul an, einfach schön weil das ne colle Type ist.  :D

Also mir taugt die Serie sehr. Meiner besseren Hälfte ist zu wenig Action offenbar.

--- Ende Zitat ---

Zu wenig Action ? Wie habt ihr die ersten zwei Staffeln Breaking bad geschafft?  :laugh:
Also ich finde better call saul ist wirklich eine starke Serie. Sie hat definitiv ihre Momente und auch sehr viel Witz und Humor. Ist noch einige der wenigen Serien die abseits von Netflix Standard operiert und sich wirklich Zeit für Charaktere nimmt.

Octavianus:

--- Zitat von: DeDaim am 18.Juli 2022, 15:56:02 ---Gestern haben wir Obi-Wan Kenobi fertig geschaut. Naja, weiß auch nicht so recht. Die Serie hatte ihre Momente, aber auch zu viele Schwächen, um darüber hinwegsehen zu können. Angefangen bei der Wald-Szene in der ersten Folge bis hin zu Logikfehlern und der Tatsache, dass ein Laserschwert wie ein Baseballschläger eingesetzt wird. Das große Finale bzw. Obi-Wans Entscheidungen beim finalen Clash ist dann auch eher Unsinn und hätte man anders lösen müssen (bzw. ob es diesen Antagonisten wirklich gebraucht hätte, ist fraglich). Insgesamt nach vielversprechendem Auftakt also sehr durchwachsen.

5/10

--- Ende Zitat ---
Ich war auch sehr enttäuscht. Enorm gestört hat mich darüber hinaus, dass null Spannung aufkam, da das Schicksal der Hauptcharaktere ja vorherbestimmt ist und deshalb Kampfszenen nicht tödlich enden konnten.

The Mandalorian war als Serie großartig (abgesehen von dem Zwang, einen sehr jungen Skywalker per CGI unbedingt in die zweite Staffel packen zu müssen), die Handlung war erfrischend anders und natürlich waren das im Sinne eines RPG viele Sidequests, aber eben mit einem saucoolen Protagonisten und einem schnuckligen Sidekick. Boba-Fett viel dann schon deutlich ab und Obi Wan war für mich nur schwer erträglich. Ich bin dann zu sehr Star Wars Fan, daher habe ich es mir bis zum "bitteren Ende" angesehen, aber meine Erwartungen für künftige Produktionen aus dem Hause Star Wars sind auf einen Tiefpunkt gesunken.

DeDaim:

--- Zitat von: Octavianus am 18.Juli 2022, 21:49:58 ---
--- Zitat von: DeDaim am 18.Juli 2022, 15:56:02 ---Gestern haben wir Obi-Wan Kenobi fertig geschaut. Naja, weiß auch nicht so recht. Die Serie hatte ihre Momente, aber auch zu viele Schwächen, um darüber hinwegsehen zu können. Angefangen bei der Wald-Szene in der ersten Folge bis hin zu Logikfehlern und der Tatsache, dass ein Laserschwert wie ein Baseballschläger eingesetzt wird. Das große Finale bzw. Obi-Wans Entscheidungen beim finalen Clash ist dann auch eher Unsinn und hätte man anders lösen müssen (bzw. ob es diesen Antagonisten wirklich gebraucht hätte, ist fraglich). Insgesamt nach vielversprechendem Auftakt also sehr durchwachsen.

5/10

--- Ende Zitat ---
Ich war auch sehr enttäuscht. Enorm gestört hat mich darüber hinaus, dass null Spannung aufkam, da das Schicksal der Hauptcharaktere ja vorherbestimmt ist und deshalb Kampfszenen nicht tödlich enden konnten.

The Mandalorian war als Serie großartig (abgesehen von dem Zwang, einen sehr jungen Skywalker per CGI unbedingt in die zweite Staffel packen zu müssen), die Handlung war erfrischend anders und natürlich waren das im Sinne eines RPG viele Sidequests, aber eben mit einem saucoolen Protagonisten und einem schnuckligen Sidekick. Boba-Fett viel dann schon deutlich ab und Obi Wan war für mich nur schwer erträglich. Ich bin dann zu sehr Star Wars Fan, daher habe ich es mir bis zum "bitteren Ende" angesehen, aber meine Erwartungen für künftige Produktionen aus dem Hause Star Wars sind auf einen Tiefpunkt gesunken.

--- Ende Zitat ---

Das war kein CGI, sondern Deep Fake. ;) Mark Hamill stand da tatsächlich selbst vor der Kamera und ich fand es auch ganz cool. Gerade als netten Fan-Service. :)

Aber man muss schon sagen: Bei allem, was aus dem Hause Disney kam, seit sie Star Wars aufgekauft war, hatte man immer den Eindruck, die Macher haben wenig Ahnung von der Materie und noch weniger Lust, eine gute Geschichte, in diesem Universum zu erzählen. The Mandalorian war da eine absolute Ausnahme. Boba Fett fand ich tatsächlich noch unterhaltsam, hatte aber auch keine allzu großen Erwartungen.

Man bekommt es ja auch in Interviews mit z. B. Mark Hamill oder George Lucas mit, dass sich deren Begeisterung über die Sequels in Grenzen hält. Hamill hat gewarnt ("If you're going in there and expect to get your childhood memories back, you're setting yourself up for disappointment") und öffentlich seine Ablehnung der Entwicklung seines Charakters kundgetan ("I fundemantally disagree with your [Rian Johnsons] concept, but I will do my best to follow your vision"). Und Lucas will mit all dem nichts mehr zu tun haben ("I gave them my stories, they decided to do their own thing, and I'm out."; "I won't review the movie"; "1-6 are my movies, 7-9 are Disney's movies").

Was ich damit eigentlich sagen will: Ich habe wenig Hoffnung, dass noch etwas Vernünftiges aus dem Star Wars-Franchise kommt, solange die Leute den Hut auf haben, die das im Moment tun. The Mandalorian ist da eine absolute Ausnahme und wird wahrscheinlich auch ausgeschöpft werden, bis es keiner mehr sehen will. Sie hätten es nach der zweiten Staffel gut sein lassen sollen, kriegen aber den Hals nicht voll.

DragonFox:
Es gibt seit einigen Jahren die Aussage von vielen Kritikern und Medienjournalisten, dass es in Hollywood ein massiven Fachkräftemangel gibt. Das sieht man am Beispiel von Disney und vor allem an Star Wars, das wirklich Besseres verdient hätte.

Kleines Beispiel:
Einer der Drehbuchautoren von Obi war Hossein Amini.
Der hat Drive geschrieben. Guter Film, keine Frage. Aber da hat auch Nicolas Winding Refn auf dem Reggiseur-Stuhl gesessen und dem Film eine deutliche Note gegeben. Was hat er danach gemacht? Snow White and the Huntsman, 47 Ronin und Snowman. Das ging steil Berg ab und lässt in mir eigentlich nicht viel Hoffnung aufkommen, dass das Drehbuch von Obi gut sein könnte.

Es gibt eine sehr kleine Anzahl an Drebuchautoren und Regisseuren die wirkliche Meisterwerke hervorbringen können. Gleichzeitig wird heute mehr produziert als je zu vor. Mehr Kinofilm, mehr "hochwertige" exlusive Titel, mehr Serien, die Blockbuster-Niveau haben sollen. Gleichzeitig muss alles früher fertig werden.
Wer mal interesse hat einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, dem empfehle ich die überraschend ehrliche Dokumentation zur Entstehung von Eisprinzessin 2 auf Disney+. Ein Film, bei dem die Verantwortlichen beim Erscheinen des ersten Teaser-Trailers nicht wussten wie die Hauptstory funktionieren soll und dem man genau das tatsächlich anmerkt. Da ging einiges im Projektmanagement und bei der Organisation der kreativen Köpfe schief.
Für die kleinen Mädchen ist es egal. Die haben die Prinzessin mit nem neuen Kleid, ein weißes Pferd mit Flügeln und man kann am Ende Merch verkaufen.... Aber der Zeitdruck ist heute einfach enorm und "Kunst" oder "Meisterwerk" passiert da mittlerweile eher seltener. Darf auch nicht mehr jeder Regisseur machen.
Das heißt nicht, dass es die Meisterwerke nicht mehr gibt. Wahrscheinlich ist die reine Anzahl sogar gleichgeblieben. Aber die Masse an durchschnittlichen Produktionen hat sich einfach so enorm erhöht, dass man danach suchen muss.

Es sind natürlich auch die Leute, die den Hut aufhaben. Aber da steckt einfach noch mehr dahinter.
Und ehrlich gesagt ist es auch egal. Setz mal ein 12 Jähriges Kind vor die neuen Serien und werfe ihn danach in den Disneyladen. Disney nimmt viele Milliarden pro Jahr mit Merchandise, Büchern und Co ein. Star Wars muss im Kopf bleiben bei Menschen die Obi Bettwäsche, den neuen xy-Wing als Legomodell oder ein Kunststoff-Lichtschwert haben möchten und Menschen im Umfeld haben die Kreditkarten besitzen. Da ist es ok, wenn der durchschnittliche Erwachsene ne 5/10 vergibt.

Es gibt mittlerweile schon Patches bei Kinofilmen. Das muss man sich mal vorstellen... Zwei Wochen nach Kinostart werden aktualisierte Versionen der Filme an Kinos ausgeliefert in der die Post Production die CGI einigermaßen fertig gemacht wurde. Wie sie tatsächlich aussehen sollte sieht man eventuell auf Blu Ray oder im Stream.
Es gibt gar nicht so viele spezialisierte und gute Unternehmen, die CGI können, um alle Produktionen die es benötigen mit der Qualität auszustatten, die es bräuchte.

Zumindest aus dieser technischen Sicht ist Avatar 2 dieses Jahr noch ein Lichtblick. James Cameron darf sich erlauben sich für Jahre zu vergraben und eine Idee auszutüfteln. Über vier Jahre arbeitet er jetzt schon mit einem fertig gedrehten Film... Das ist zwar kein Garant, aber gespannt bin ich trotzdem, weil es Potential hat.


PS: Ich bin in Filme abgedriftet... sorry. Ist aber letztendlich die exakt gleiche Branche, bis auf das eine Vermarktungsmodell.

DeDaim:
Alles richtig, was du schreibst. Und trotzdem im Falle der Star Wars-Sequels zusätzlich noch mit einer Ignoranz der Materie durch die Studio Executives geschlagen. George Lucas hat zweifellos seine Schwächen in der Detailentwicklung von Geschichten und beim Schreiben von Dialogen. Das ist zahlreich belegt durch Aussagen diverser Schauspielerinnen und Schauspieler. Es gibt schon Gründe, warum auch die Prequels nicht bei allen gut gelitten sind (ich habe sie größtenteils positiv in Erinnerung). Aber er hat es bei allen sechs Star Wars-Filmen verstanden, eine übergreifende Geschichte zu erzählen und im Falle der Prequels auch den Fall von Anakin konsequent gezeichnet. Wenn dieser Typ mir nun Skripte für weitere Filme in die Hand drückt und ich sage: "Nö, interessiert mich nicht, der ganze Bumms gehört jetzt uns und wir machen, was wir wollen." Dann sorry, ist das halt einfach dumm. Aber ja, wir schweifen ab. ;D

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