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[FM2013] 4-1-2-2-1 - Brauche Hilfe?
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dooro23:
Ohne zu viel von Svenc zu wiederholen, aber es ist richtig, dass deine Teameinstellungen durch alle deine anderen manuellen Einstellen (Team & Spieler) technisch gesehen komplett überschrieben werden.

Der Anspruch so viel, bzw. auch nur annähernd so viel manuell zu bestimmen und richtig zum Laufen zu bringen wäre unglaublich zeitintensiv und übersteigt meine Kompetenz bei weitem.

Erstens macht das Spiel keinen guten Job, die einzelnen Optionen zu erklären, zweitens, aber selbst wenn man sie kennt, sind die taktischen Zusammenhänge zwar löblicherweise sehr logisch und realistisch, aber eben mit so viel Tiefgang, dass man ohne es zu wissen mit ein paar Veränderungen, deren Folgen man nichzu 100% bedacht hat, baden gehen kann.
filament:

--- Zitat von: Svenc am 22.Januar 2013, 19:10:01 ---Auffällig:

a) Die unterschiedlichen Mentalitäten. Auch wenn sie hier nicht so ausgeprägt sind, dass sich das deftig bemerkbar machen sollte, ist die Tendenz erkennbar, Verteidiger auf "verteidigen" und die Stürmer auf "angreifen" zu setzen. Auch diese Regler sind nicht so offensichtlich, wie sie scheinen. Sie beeinflussen mit den Vorwärtsläufen die Positionierung, das auch, aber vor allem auch das Verhalten und das generelle Risiko. Das ist ungefähr so, als würde man den Verteidigern sagen: "Wir machen heute hinten dicht" - sie werden nicht aggressiv spielen, sich immer weiter zurückziehen und fast ausschließlich Quer- und Sicherheitspässe spielen. Und den Stürmern sagen: "Wir schießen die heute ab." - die ziehen bei jeder Gelegenheit nach vorne (während andere noch zurückbleiben), gehen drauf und spielen Risiko. Die Spieler in der Mitte sind irgendwo dazwischen. Das muss nicht immer zwingend gruselig schlecht aussehen, aber es sind ein stückweit unausgegorene Anweisungen, die sich bemerkbar machen können. Einmal in isolierten Offensivspielern, und in Teams mit Spielern, die sich völlig unterschiedlich verhalten, statt einer übergeordneten, einheitlichen Strategie zu folgen. Die einen wollen nur dicht machen, die anderen wollen ein Tor. Jetzt. Sofort.
--- Ende Zitat ---

Reden wir ausschließlich über die Mentalität oder sind da auch die Optionen für aus der Tiefe kommen inbegriffen? Weil wenn ich jetzt möchte, dass sich die DFs in die Offensive einschalten, die Angreifer aber zu weit zurückgezogen sind, dann stehen die sich ja auch auf den Füßen. Anders ausgedrückt: Wenn mein Team relativ defensiv eingestellt ist und die Mentalität der Offensivleute auf denen der Mittelfeldspieler abgestimmt ist und die Außenverteidiger dann eine höhere Mentalität haben, dann würde die ja in der Offensive an den OMs vorbeigehen oder?

Denn ich will ja die Offensive Ausrichtung des Teams grundsätzlich nicht verlieren. Deiner Aussage zu folge, müsste ich hier also die Mentalität der Mittelfeldspieler und Verteidiger erhöhen, oder?


--- Zitat von: Svenc am 22.Januar 2013, 19:10:01 ---b) Das ganze Spiel wird im letzten System durch die Mitte kanalisiert. Es gibt keine Breite, weil die Außen nicht mit nach vorne ziehen, außer sie haben die PPMS dazu. Das muss nicht zwingend schlecht sein, aber ich denke, die KI dürfte das gut verteidigen können, oder?

--- Ende Zitat ---
Also ich dachte eigentlich durch die Offensive Mentalität tun die Außen gerade das, was du sagst das sie es nicht tun? Also müsste ich hier dann die Werte für aus der Tiefe kommen erhöhen?

Gibt es noch andere Möglichkeiten das Spiel im Mittelfeld breiter zu gestalten? Sprich wie kann ich die MZs in der Mitte lassen, aber auch mal über die Flanken gehen lassen? Eventuell durch Flanken manchmal und Flanken von Linie?
KI-Guardiola:

--- Zitat von: filament am 22.Januar 2013, 22:33:57 ---Also ich dachte eigentlich durch die Offensive Mentalität tun die Außen gerade das, was du sagst das sie es nicht tun? Also müsste ich hier dann die Werte für aus der Tiefe kommen erhöhen?

--- Ende Zitat ---

Die Mentalität beeinflusst die offensive Positionierung praktisch ausschließlich in Verbindung mit "aus der Tiefe kommen", wenn das im deutschen so übersetzt ist. Desto höher die Mentalität, desto früher läuft der Spieler nach vorne - deshalb sind Stürmer, die deutlich höhere Mentalität haben, gerne mal isoliert vorne, und deshalb haben sich in der Community schnell die Mentalitätstheorien gebildet, die über den Creator, genauer gesagt, die Spielphilosophie jetzt im Spiel sind. Kein einziger davon setzt Verteidiger auf "verteidigen" und Stürmer auf "angreifen", provoziert also Löcher sowohl in der Vorwärtsbewegung als auch in der Rückwärtsbewegung. Da aber die Mentalität nicht ausschließlich die Positionierung beeinflusst, sondern mehr, gab es bereits in der Vergangenheit sehr kontroverse Diskussionen im offiziellen Forum. Es ist ein bisschen verzwickt und verschachelt. Jedenfalls, die Außen laufen nicht/selten nach vorne in Deiner Einstellung, es sei denn, sie haben PPMs dafür, die das "überschreiben".

Im Übrigen würde ich die Taktik ein stückweit auch nicht überbewerten. Am meisten wiegt sie noch in ausgeglichenen Spielen. Natürlich ist sie ein Faktor: Unsinn lässt einen haufenweise Punkte liegen, besonders gute machen aus Außenseitern Überraschungsteams - und damit ist nicht nur die Starteinstellung gemeint, denn Taktik ist vor allem auch die Reaktion des Managers auf ein laufendes Spiel und einen Spielstand, wie es die KI auch macht. Der größte Faktor sind aber die Spieler, deren Entscheidungen man lediglich beeinflusst, nicht steuert. Sonst hätten hier sehr viel mehr Leute Probleme, um es mal so auszudrücken (auch ich bin alles andere als ein ME-Logik/Regler-Experte, gerade Pressing/ClosingDown ist für mich immer noch ein wenig undurchsichtig  - so einen haben wir hier im Board, finde ich, nicht, auch nicht unter den Autoren der Guides).

Das kann man auch sehr schön testen. Ich habe das heute Abend auch am 13er wieder versucht, wählte eine pupsnormale Standard-Strategie ohne Anpassungen, eine 4-4-2-Formation, ließ den Co. die Aufstellung wählen, ging in Urlaub und wies den Assistenten an, die Einstellung so zu lassen. In keinem der drei Tests kam es vor, dass ich wirklich unterhalb der Vorhersage/den Erwartungen performte, mit Swansea (Vorhersage: Platz 19), lag ich im Dezember sogar auf Platz 7 der Premier League. Das ist vielleicht schon ein bisschen zu "leicht" - man kann sich vorstellen, wie diese vielen Saves zustandekommen, in denen Spieler in kurzer Zeit gerne mal von der Kartoffelliga in die Champions League durchmarschieren. Erst recht, wenn dazu noch über Jahre hinweg sehr effizient die besten Talente der Datenbank abgegrast und aufgekauft werden sowie Trainingspläne genutzt werden, die die Spielerentwicklung im Vergleich zu KI-Teams beschleunigt. So kommen gerade jene Spieler oft zu Aussagen, das Wetter hätte gar keinen Effekt, und mehr als eine Standard-Taktik für alle Spieltage und Spielsituationen während der einzelnen Spieltage brauche man eh nicht. Na klar - das Team wird ja auch so mit diesen Talenten gefüttert von Saison zu Saison besser und erzielt bessere Ergebnisse. Und wenn man eh starke Spieler hat, gerät man selten in die Situation, vielleicht auch mal ein Ergebnis über die Zeit retten zu wollen/müssen und den Ball zu halten oder mit einem verunsicherten Team auswärts im Regen über möglichst einfach gestricktes Spiel einen Punkt mitzunehmen, um wieder Selbstbewusstsein aufzubauen.

Ich testete das, weil jemand im offiziellen Forum partout nicht mit dem Spiel klar kommt, und selbst gegen Teams aus niedrigeren Klassen schon mal drei Dinger fängt. Was, wenn das Team halbwegs logisch eingestellt ist, m.E. eigentlich so gut wie unmöglich ist. Und da kommen die Regler ins Spiel, die nicht so offensichtlich sind, wie sie scheinen. So schlecht kanns eigentlich fast nur laufen, wenn man was grundsätzlich falsch regelt, oder über den Creator unausgegorene Duty-Einstellungen für die Spieler wählt, die haufenweise Angriffs- und Konterflächen für sich einigelnde, konternde Gegner produzieren. Aber da würde ich mich wiederholen. 
Cooke:
Ich hab mir übrigens endlich mal den Kader von Wehen angeschaut und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass man rein von den Spielern wahrscheinlich nicht aufsteigen dürfte. Ehrlich gesagt finde ich den Kader ziemlich schwach, Vereine wie KSC, Bielefeld, Rostock und auch Chemnitz, Osnabrück und Heidenheim sehe ich als stärker an.

Von der Formation her ist sicherlich einiges möglich, da man bis auf Stroh-Engel vorne im Sturm kaum einen überragenden Einzelspieler hat. Auf Grund des vorhandenen Spielermaterials bin ich auch zu einem 4-1-2-1-2 gekommen (2 WB (Automatic); 2 CD / LD (jeweils 1 Cover, 1 Stopper); 1 DM, Anchor Man; 2 ZM, BWM (S) und AP (S) (alternativ dürften auch ein CM und ein DLP funktionieren); 1 OM (A), 2 ST (Poacher und Target Man).

Problem dieser Taktik ist augenscheinlich, dass die Mitte zwar gut zugemacht wird, aber die Außen sowohl defensiv als auch offensiv schlecht zur Geltung kommen. Da müsste man ein wenig experimentieren, Abhilfe könnte entweder eine manuell erhöhte Creative Freedom der ZMs und des OM sein oder einfach beim ganzen Team "More Roaming" einzustellen. Inwiefern man aber auch bei anderen Spielern möchte, dass diese sich von ihrer Position wegbewegen hängt wohl weitestgehend von der bevorzugten Spielweise ab. Außerdem könnte man das Wide Play noch auf Hug Touchline einstellen, ist mMn aber grad bei einem Playmaker keine Option.

Wie auch immer, es gibt wahrscheinlich genug Leute, die ein höheres taktisches Verständnis als ich haben, das wären nur meine Ideen. Würde dir allerdings auch empfehlen möglichst wenige manuelle Veränderungen an den Reglern vorzunehmen, der Tactic Creator weiß schon was er tut. Im Zweifel spiele ich auch lieber mit einem Potenzial der Taktik (also wie man diese im Einzelfall am besten gestalten könnte) von meinetwegen 85-90% mit Tactic Creator Einstellungen, als nur mit 50% durch falsche individuelle Einstellungen.
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