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Kaliumchlorid:

Hey Zockerbit,

im Prinzip wäre das ein Fall für den Betriebsrat, denn der hat bei der Lohngruppierung durchaus ein Mitspracherecht.

Maddux:

Weigern kannst du dich nur wenn du für die Aufgabe nicht qualifiziert bist und dadurch ein Sicherheitsrisiko für dich oder andere entstehen würde, du für die Aufgabe überqualifiziert bist oder die Aufgabe ohne vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahmen- und Ausrüstung ausgeführt werden soll.
Sprich der Büroangestellte darf nicht an der Gasleitung rumbasteln, einen Ingenieur kann man nicht den ganzen Tag den Parkplatz kehren lassen und Asbestbeseitigung ohne Schutzausrüstung ist nicht.
Was du aber machen kannst, NACHDEM alle gütigen Verhandlungsversuche abgeblockt wurden, ist Dienst nach Vorschrift und nur so gut zu machen wie du kannst. Wenn du dich schwer tust dich in die neuen Aufgabengebiete einzuarbeiten und wochen- oder monatelang nichts rund läuft kann der Arbeitgeber nicht viel tun. Außer dich mit einer Gehaltserhöhung zu motivieren oder "einen anderen Dummen" zu finden der die Arbeit macht.
Diesen "Dummen" scheint es im Unternehmen nicht zu geben, sonst würde man dir nicht die Aufgaben übertragen, und bis ein neuer Mitarbeiter eingestellt und so weit eingearbeitet ist vergeht gerne mal ein Jahr.
Schöne und reibungslos laufende Arbeitsabläufe haben sie hier. Was ist es ihnen wert das die so reibungslos weiterlaufen?  ;)

Mach deinen Arbeitgeber auf deinen Wert für das Unternehmen aufmerksam und sag ihnen das man nur die Leistung bekommt die man bezahlt. Wenn das nichts bringt solltest du zum Betriebsrat gehen und wenn deinem Arbeitgeber die Meinung des Betriebsrats egal ist wird es Zeit für einen neuen Arbeitgeber. Ein Anwalt bringt dir da nichts außer eine Kündigung incl Abfindung weil das Tischtuch dann, von Seiten des Arbeitgebers, so zerschnitten ist das sie dich sicher nichtmehr im Unternehmen haben wollen.

Signor Rossi:

Schwierige Situation. Ich würde zuerst einmal so argumentieren, dass man ja grundsätzlich zu einer Gehaltserhöhung bereit wäre, dies dann bitte auch als Zusatz zum Arbeitsvertrag bis zum Datum soundso schriftlich fixieren möge.
Das bringt dann die andere Seite in Erklärungsnöte, warum die Schriftform nicht möglich sein sollte. Sollten sie den Zusatz dann immer weiter verbummeln, musst du dir etwas anderes überlegen.
So wie du das schilderst, sollst du ausgenutzt werden, da würde ich dann parallel überlegen, ob nicht ein Jobwechsel angebracht wäre. Im Moment ist das sicher nicht der beste Zeitpunkt für sowas und ich kenne auch die Branche nicht, aber das ist schon kein faires Verhalten den Arbeitnehmern gegenüber.

Zockerbit:


Danke für eure Antworten!

Das man sich ausgenutzt fühlt ist natürlich keine Frage. Vor allem wenn man buchstäblich den ganzen Stress & Druck abbekommt, während finanziell gleichgestellte, oder sogar besser verdienende, theoretisch nur ihre Zeit in irgendeiner Ecke absitzen und die ganze Verantwortung abdrücken und sich um nichts Sorgen machen müssen.

Der Betriebsrat ist natürlich eine Instanz die ich nicht außer Acht gelassen habe, doch weiß ich auch, wie dieser bei uns tickt und ihm das große Reden oft leichter fällt, als auch gewisse Taten für sich sprechen zu lassen.

Ich werde wie gesagt die nächsten Monate erstmal das aufsaugen, was man mir anlernen möchte. Denn Fakt ist, dass man nichts fordern kann wenn man nichts zu bieten hat, auch wenn ich von mir selbst weiß, ohne abgehoben klingen zu wollen, was meine Ansprüche an mein eigenes Arbeitsverhalten sind und auf welchem Niveau ich mich damit befinde und dementsprechend auch die ein oder andere Freiheiten dort genieße.
Ich denke wenn man der ''Unentbehrlichkeit'' immer näher kommt, hat man auch ein größeres Druckmittel um in solchen Forderungen bzw. Verhandlungsfragen erfolgreich hinauszugehen, und falls nicht, gibt es ja noch die ''Arbeit nach Vorschrifts-Methode'' wie Maddux es ja schon schön erläutert hat  :P

Dennoch gut einige Meinungen aufgefasst zu haben. Danke!

Leland Gaunt:

Ist wirklich ein zweischneidiges Schwert.
Ich selber sehe es erstmal so, dass man liefern muss um dann, zu einem guten Zeitpunkt und mit den richtigen Argumenten Forderungen zu stellen.
Diese sollten realistisch, aber durchaus optimistisch sein und Luft lassen, aber auch gut begründet.
Was bringe ich dem Unternehmen, welche Projekte kann ich mir auf die Fahne schreiben, kann ich oder habe ich Dinge im Unternehmen entwickelt etc..

Heute erlebe ich es häufig, dass Mitarbeiter, sobald man ihnen etwas mehr zutraut, mit irrsinnigen Forderungen um die Ecke kommt und auch durchaus gerne bockig werden,
wenn man nicht darauf eingeht.

Kannst du, in deiner nun höheren Funktion deinen etwas mäßiger motivierten Kollegen einen Tritt in den Allerwertesten geben?
Gibt doch immer Aufgaben oder Schichten, die weniger begehrt sind usw.. ;)

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