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Rechtsfragen
neps90:
Ich bin im Moment im Bewerbungsverfahren für einen neuen Job (habe meine alte Stelle noch nicht gekündigt). Und ein Vorvertrag mit der neuen Stelle ist schon unterschrieben. Allerdings hat die neue Firma jetzt einen Background Check gestartet und erwartet von mir jetzt schon meine alte Stelle zu kündigen. Ich gehe zwar davon aus dass der Background Check ohne Probleme zurück kommt aber man weiß ja nie woran die sich stören könnten. Wie findet ihr das Verhalten der Firma und wie würdet ihr in dieser Situation reagieren? Ich finde es äußerst befremdlich dass der neue Arbeitgeber von mir verlangt meine sichere Stelle aufzugeben bevor irgendetwas 100% sicher mit dem neuen Arbeitgeber feststeht.
GameCrasher:
Tendenziell ist das unseriös, und ich würde dem auch nicht Folge leisten.
Ich denke sie wollen nur sichergehen, dass du es ernst meinst und diesem Vorvertrag nicht als Druckmittel bei dienem jetzigen Arbeitgeber nutzt um bessere Konditionen zu erhalten.
Wenn du zusicherst dass zu zum xx.yy. zur Verfügung stehst, muss das reichen. Dort musst du natürlich auch die entsprechende Kündigungsfrist einhalten.
Casho:
Vielleicht gibt es ja Branchen bei denne so etwas üblich ist. Kann ich aber nichts dazu sagen, ich bin nur ein kleiner Arbeiter. Entsprechend finde ich es sehr befremdlich, wenn ein potentieller Arbeitgeber mir vorschreiben will wann ich meine derzeitige Stelle kündige.
Dass man die alte Stelle kündigen muss ehe man eine neue antreten kann dürfte ohnehin klar sein. Also wenn die neue Firma mir einen Vertrag zur Unterschrift vorlegt und ich das Datum des Arbeitsbeginns sehe, ab dann kann man mit mir auch darüber reden zu welchem Datum ich kündige.
Maddux:
Ich finde das auch recht unseriös.
Und du bist natürlich erpressbar wenn du schon kündigst während dein möglicher neuer Arbeitgeber noch auf den "Backgroundcheck" wartet bevor dir der Arbeitsvertrag vorgelegt wird. Dem möglichen neuen Arbeitgeber mitgeteilt das du gekündigt hast, plötzlich ergibt der "Backgroundcheck" etwas das dem möglichen neuen Arbeitgeber nicht so passt und schon bieten sie dir 5€ pro Stunde weniger. Einfach weil du sonst bald ohne Arbeit dastehst wenn du nein sagst.
Ich will deinem möglichen neuen Arbeitgeber da jetzt nichts unterstellen aber das hört sich schon echt fishy an. Das man darauf spezialisierte Firmen beauftragt mal kurz nachzuschauen was der mögliche neue Angestellte auf Social Media so für einen Mist von sich gibt gehört ja mittlerweile dazu. Aber sowas macht man vor Vertragsunterschrift und nicht nachdem man juristisch nicht bindende Absichtserklärungen, aka Vorverträge, verteilt hat.
Wobei es natürlich darauf ankommt was in dem Vorvertrag drin steht. Wenn schon die ganzen wichtigen Punkte wie Arbeitszeit, Lohn etc drin stehen bist da auf der sicheren Seite und hast quasi schon einen (vorläufigen) Arbeitsvertrag. Wenn das allerdings fehlt und der Vorvertrag nur bekundet das man dich gerne einstellen würde, evtl auch erst "nach abschließender Prüfung", wäre ich hingegen vorsichtig. Dann können sie dir nach deiner Kündigung die Konditionen anbieten die sie wollen und wenn du ablehnst lehnt man die Einstellung ab mit der Begründung das die "abschließende Prüfung" leider negativ ausgefallen ist.
j4y_z:
Goldene Regel: erst kündigen, wenn der neue Arbeitsvertrag unterschrieben ist. Wenn die neue Firma da ein Problem mit hat, ist es nicht deine neue Firma.