Football Manager > FM2013
Passarten- Verständnisfrage
Rune:
Hallo Leute.
Ich spiele den Fm ja nun nicht erst seit gestern und eigtl. frage ich mich das jetzt schon lange, aber seit dem Fm13 decken sich die Einstellungen nicht wirklich mit dem was ich auf dem Spielfeld zu sehen bekomme.
Bei den individuellen Spieleranweisungen kann ich ja den PASSSTIL von kurz -über variabel- über direkt(bis 19)- bis lang(20) einstellen.
1.)Wo genau liegt dort der unterschied? Ich dachte eigentlich das ich das Direktspiel steuere indem ich die Zeit am Ball ganz gering einstelle, bzw das Tempo hochhalte.
2.)Ich finde die Regler irgendwie widersprüchlich denn wenn der Regler auf 19 steht (direkt) so ist das doch kein Widerspruch zu 20 (lang). Man kann doch auch lange Direktpässe spielen?
Ebenso wie es möglich ist ganz kurze Direktpässe zu spielen?
Soviel zu meinem fehlenden Verständnis zu den Reglern. Ich habe jetzt mal testweise den Passstil-Regler auf 0 bzw. danach das Spiel geladen und dann den Regler auf 20 gestellt.
Fazit: Ich sehe nicht wirklich einen Unterschied hinsichtlich des Passstiles.
edit: Ups sorry wollte ich eigtl im Taktikthread posten.
@Mods
Evtl. könnt ihr den Thread ja verschieben. danke
Heisenberg:
Moin Rune,
diese Regler haben mich auch schon beschäftigt. Habe es dann so hingenommen, aber gut, dass Du die Frage stellst.
Ich finde das "direkt" passt da irgendwie nicht rein. Denn es gibt ja "Zeit am Ball" das suggeriert mir das die Spieler entweder nur "kurz" am Ball sind und somit möglichst "direkt" passen oder "lange" den Ball halten und der Pass dann sicherer und präziser wird, oder halt variabel, mal so und mal so... je nach Situation.
Bei Passstil, denke ich an kurze Pässe oder lange Pässe oder halt variabel, je nach Situation. Was das "direkt" da verloren hat erschliesst sich mir nicht so wirklich.
Ein direkter Pass kann, wie Du schon sagst, ja kurz und lang sein, entscheidend ist halt nur das Spieler X den Ball gar nicht erst annimmt sondern sofort/direkt weiterleitet egal ob kurzer Pass oder langer Pass/hoher Pass/weiter Pass, was für ein Pass auch immer.... ;)
Aber diese Regler gehören für mich eh überarbeitet für den 14er, alleine schon die sogenannten ""Spieleranweisungen" die eigentlich "Positionsanweisungen" sind.
Bin jetzt nicht im Spiel, aber neben deinem Beispiel war mir noch etwas anderes nicht ganz klar, komme nur jetzt nicht drauf ohne es zu sehen...
KI-Guardiola:
--- Zitat von: Heisenberg am 02.April 2013, 15:33:35 ---Ich finde das "direkt" passt da irgendwie nicht rein. Denn es gibt ja "Zeit am Ball" das suggeriert mir das die Spieler entweder nur "kurz" am Ball sind und somit möglichst "direkt" passen oder "lange" den Ball halten und der Pass dann sicherer und präziser wird, oder halt variabel, mal so und mal so... je nach Situation.
--- Ende Zitat ---
Wie "Zeit am Ball" ist das unglücklich übersetzt, insofern, als dass es im deutschen Fußballvokabular eben auch teilweise anders benutzt wird: nämlich für schnelles Spiel mit einem Kontakt. Eine Alternative fällt mir auch nicht ein. So dachte ich vor fünf Jahren übrigens auch, als ich zum FM kam. Dass ein Regler, der Passlänge/Risiko eines Spielers, nicht plötzlich in einem bestimmten Bereich plötzlich ein Spieltempo steuern kann, leuchtete dann relativ schnell ein.
Im Englischen ist die Debatte die vom "Direct game" gegen das "possession based game", seit Ewigkeiten dort Teil der Diskussion, was davon effektiver ist. Es geht um schnörkelloses Vorwärtsspiel vs. Kombinationsspiel. In Bildern, etwas übertrieben lustig:
http://funny.nonk.info/funny_pages/funny_pictures/football_tactics/football_tactics_1.gif
http://www.ortwin-oberhauser.com/wp-content/uploads/2010/06/the_french_plan.jpg
Jahrzehntelang wurden in England Trainer falsch ausgebildet, weil jemand mit Einfluss auf die FA Statistiken falsche interpretierte, wonach direktes Spiel unabhängig von Spielermaterial, Spielstand, Gegner, Platzverhältnissen und Wetter zu jeder Zeit Kombinationsspiel vorzuziehen sei - das zudem den Kontinentaleuropäern zugeschrieben wurde. Nicht ganz zufällig gilt die Premier League noch immer als die temporeichste Liga der Welt, schwappen Spiele rauf und runter, und hat die englische Nationalmannschaft selbst gegen kleinere Nationen oft Probleme, mal den Ball zu halten, selbst wenn es darauf ankommt.
Die Regler sind so eine Sache, man kann sich unendlich über sie den Kopf zerbrechen. Wie Rune wahrscheinlich schon gesehen hat, steht keiner so wirklich für sich. Gerade die Spielmentalität beeinflusst das generelle Risiko eines Spielers zusätzlich - den größten Unterschied zwischen einem niedrigen Passregler und einem hohen wird er dann sehen, wenn die Mentalität bzw. TC-Strategie entsprechend aggressiv eingestellt ist. Denn sonst spielen Spieler trotzdem vermehrt "einfache" Bälle. Die beste Erklärung für den Passregler an sich gab mir mal jemand im offiziellen Forum: Desto weiter rechts er steht, desto wahrscheinlicher ist a) ein direkter Ball aus der Abwehr und b) ein direkter Ball im Mittelfeld/letzten Spieldrittel.
Will man also, dass die Abwehr keinen Nonsens macht, sondern unter Druck "klärt" und nach vorne spielt, gerade wenn man mit einer Defensivtaktik eher hinten steht, gibt man den Verteidigern keine Kombinationsregler mit. Spielen Angreifer vorne keine Risikobälle, sondern nur quer, kann man über den Regler versuchen, das zu drehen. Die Bezeichnungen, die ab einem bestimmten Slot absolute Anweisungen suggerieren (direkt ab etwa 3/4 des Reglers, lang ganz hinten) sind irreführend. Und genau so benutzt die Regler auch der TC: Ein "Retain possession" etwa verkürzt etwas den Passregler quer übers Team, ausgehend von der Ausgangsstellung der Regler, die von Philosophie, Strategie, Rolle vorgegeben sind. Genau so werden auch alle anderen Regler beeinflusst.
Man kann sich über das System unendlich den Kopf zerbrechen, man kann es allerdings auch verkomplizieren. Heutige Spieler haben den TC, der einem diese abstrakte Übersetzungsarbeit von Videospielmechanik in Fußballsprech, die an sich wenig mit Taktik und taktischem Verständnis zu tun hat, abnimmt. Über z.b. den Pressing-Regler an sich alleine könnte ich auch ewig grübeln, ich sehe da meistens einfach keinen großen Unterschied, mindestens bis zum FM 2012 nicht. Denn für sich gesehen beeinflusst er das Spielerverhalten niemals so überdeutlich wie z.b. der Pressingregler in einem PES-Spiel, wo sofort ersichtlich ist, wie Spieler erst gar nicht, dann zunehmend deutlich aggressiver auf den ballführenden Spieler draufgehen, bis der Gegner überhaupt keine Zeit am Ball mehr hat.
veni_vidi_vici:
Hier komme ich natürlich nicht umhin mich selber zu zitieren. Auch wenn mein damaliges Verständnis vom Passspiel sich vielleicht ein wenig gewandelt hat, so bin ich im Großen und Ganzen damit noch zufrieden. Die Quelle ist das Schiebereglerlexikon, welches auch in meiner Signatur verlinkt sein sollte.
--- Zitat von: veni_vidi_vici am 10.September 2010, 21:28:27 ---Pass-Stil (Passing Style):
Kurz: Der Pass zu einem nahestehenden Spieler. Kann auch vermehrt Quer- oder Rückpässe auslösen. Benötigt dafür keine überragenden Attribute, die sonst für das Passen zuständig sind. Dafür braucht man eine eher kompakte Aufstellung für genügend Anspielstationen und Spieler mit gutem Teamwork. Passen und Technik sind wichtige Attribute. Je weiter links der Regler, desto näher soll die gewünschte Anspielstation sein. Da Passen auch mit der Mentalität in Verbindung steht, wird ein Kurzpass nach Vorne wahrscheinlicher, je höher die Mentalität ist.
Direkt: Die Möglichkeit den Ball schnell über das Feld nach Vorne zu bringen. Direkte Passart bedeutet also eine Anspielstation zu finden, die weiter Vorne steht als der Ball. So versucht die Abwehr den Ball in das Mittelfeld zu bringen – und das Mittelfeld in den Sturm. Um Fehler zu vermeiden sollten defensive Spieler, die direkt Passen sollen, über gute Werte in Entscheidungen und Passen verfügen. Insbesondere für Kontertaktiken ist diese Einstellung praktisch. Aber auch hier sollten Anspielstationen vorhanden sein. Sieht der Spieler keine Möglichkeit den Ball vernünftig nach Vorne zu spielen, könnte er sich gegen einen kurzen Rückpass und für einen langen Ball nach Vorne entscheiden. Ein direkter Pass kann natürlich auch kurz sein. Und so sollte man den Regler auch verstehen. Die erste Einstellungsmöglichkeit auf direkt heißt den Ball nach Vorne zu bringen – aber wenn möglich über mehrere Stationen – also den nächstmöglichen Spieler anspielen, der weiter Vorne steht. Auch hier sind Passen und Technik wichtig, aber auch Kreativität für den tödlichen Pass und Entscheidungen sollten beachtet werden. Je nach Höhe der Kreativen Freiheit auch Intuition.
Lang: Mit dieser Variante wird versucht der Ball direkt ans gegnerische Tor zu befördern. Entweder einem Spielen in den Lauf oder direkt zum Zielspieler. Diese kann den Ball dann halten und an aufrückende Mitspieler abspielen. Oder ein schneller Spieler versucht das Eins gegen Eins und generiert eine Torchance. Als grundsätzliche Taktik sicherlich eher weniger zu gebrauchen. Lange Pässe sind etwas für den Schluss eines Spiels oder als letzte Hoffnung in einem Spiel wo nix laufen will, in Verbindung mit einem Zielspieler.
Variabel: Variabel könnte man aus eine Mischung aus allem ansehen. Aber ich denke, dass ist nicht richtig. Die langen Pässe sollten wir hier ausklammern. Die variable Passart wird auch nicht umsonst zwischen der kurzen und direkten Passart angesiedelt sein. Je näher der Wert zum kurzen Passen geneigt ist, desto eher ist der Spieler auch auf einen kurzen Pass aus und weniger auf einen direkten. Und umgekehrt.
Die Passarten im Allgemeinen können je nach Taktik auf dem Feld ganz unterschiedlich eingestellt werden. Bei einem Stürmer kann durchaus die kurze Passart Sinn machen, wenn er den Ball abtropfen lassen soll. Aber auch direkt ist logisch, wenn er einen aus der Tiefe kommenden Spieler erreichen möchte.
Und auch wenn wir kurze Pässe einstellen, kann mal ein langer Pass vorkommen und auch Spieler die angewiesen sind direkt zu spielen, spielen mal kurz. Diverse Attribute – wie Entscheidungen – werden hier sicherlich wichtig sein.
Die generellen Teamanweisungen müssen auch mit den Passeinstellungen und den Fähigkeiten der Spieler im Zusammenspiel stehen. Ein hohes Tempo ist sicherlich für Kurzpassspiel eher ungeeignet oder zumindest nur von Top-Teams umzusetzen. Schließlich rennen dem Ballführenden die Mitspieler weg (nach Vorne). Die Weite hat Einfluss auf die Anspielstationen. Insbesondere für Kurzpassspiel (zumindest wenn es von einer Vielzahl an Spielern betrieben wird) sollte eher eng gespielt werden.
Weiterhin sollten wir nicht vergessen, dass das Passen auch von anderen Reglern, wie Kreative Freiheit und Mentalität beeinflusst werden.
--- Ende Zitat ---
LG Veni_vidi_vici
Rune:
--- Zitat von: Svenc am 02.April 2013, 15:55:45 ---
--- Zitat von: Heisenberg am 02.April 2013, 15:33:35 ---Ich finde das "direkt" passt da irgendwie nicht rein. Denn es gibt ja "Zeit am Ball" das suggeriert mir das die Spieler entweder nur "kurz" am Ball sind und somit möglichst "direkt" passen oder "lange" den Ball halten und der Pass dann sicherer und präziser wird, oder halt variabel, mal so und mal so... je nach Situation.
--- Ende Zitat ---
Wie "Zeit am Ball" ist das unglücklich übersetzt, insofern, als dass es im deutschen Fußballvokabular eben auch teilweise anders benutzt wird: nämlich für schnelles Spiel mit einem Kontakt. Eine Alternative fällt mir auch nicht ein. So dachte ich vor fünf Jahren übrigens auch, als ich zum FM kam. Dass ein Regler, der Passlänge/Risiko eines Spielers, nicht plötzlich in einem bestimmten Bereich plötzlich ein Spieltempo steuern kann, leuchtete dann relativ schnell ein.
Im Englischen ist die Debatte die vom "Direct game" gegen das "possession based game", seit Ewigkeiten dort Teil der Diskussion, was davon effektiver ist. Es geht um schnörkelloses Vorwärtsspiel vs. Kombinationsspiel. In Bildern, etwas übertrieben lustig:
http://funny.nonk.info/funny_pages/funny_pictures/football_tactics/football_tactics_1.gif
http://www.ortwin-oberhauser.com/wp-content/uploads/2010/06/the_french_plan.jpg
Jahrzehntelang wurden in England Trainer falsch ausgebildet, weil jemand mit Einfluss auf die FA Statistiken falsche interpretierte, wonach direktes Spiel unabhängig von Spielermaterial, Spielstand, Gegner, Platzverhältnissen und Wetter zu jeder Zeit Kombinationsspiel vorzuziehen sei - das zudem den Kontinentaleuropäern zugeschrieben wurde. Nicht ganz zufällig gilt die Premier League noch immer als die temporeichste Liga der Welt, schwappen Spiele rauf und runter, und hat die englische Nationalmannschaft selbst gegen kleinere Nationen oft Probleme, mal den Ball zu halten, selbst wenn es darauf ankommt.
Die Regler sind so eine Sache, man kann sich unendlich über sie den Kopf zerbrechen. Wie Rune wahrscheinlich schon gesehen hat, steht keiner so wirklich für sich. Gerade die Spielmentalität beeinflusst das generelle Risiko eines Spielers zusätzlich - den größten Unterschied zwischen einem niedrigen Passregler und einem hohen wird er dann sehen, wenn die Mentalität bzw. TC-Strategie entsprechend aggressiv eingestellt ist. Denn sonst spielen Spieler trotzdem vermehrt "einfache" Bälle. Die beste Erklärung für den Passregler an sich gab mir mal jemand im offiziellen Forum: Desto weiter rechts er steht, desto wahrscheinlicher ist a) ein direkter Ball aus der Abwehr und b) ein direkter Ball im Mittelfeld/letzten Spieldrittel.
Will man also, dass die Abwehr keinen Nonsens macht, sondern unter Druck "klärt" und nach vorne spielt, gerade wenn man mit einer Defensivtaktik eher hinten steht, gibt man den Verteidigern keine Kombinationsregler mit. Spielen Angreifer vorne keine Risikobälle, sondern nur quer, kann man über den Regler versuchen, das zu drehen. Die Bezeichnungen, die ab einem bestimmten Slot absolute Anweisungen suggerieren (direkt ab etwa 3/4 des Reglers, lang ganz hinten) sind irreführend. Und genau so benutzt die Regler auch der TC: Ein "Retain possession" etwa verkürzt etwas den Passregler quer übers Team, ausgehend von der Ausgangsstellung der Regler, die von Philosophie, Strategie, Rolle vorgegeben sind. Genau so werden auch alle anderen Regler beeinflusst.
Man kann sich über das System unendlich den Kopf zerbrechen, man kann es allerdings auch verkomplizieren. Heutige Spieler haben den TC, der einem diese abstrakte Übersetzungsarbeit von Videospielmechanik in Fußballsprech, die an sich wenig mit Taktik und taktischem Verständnis zu tun hat, abnimmt. Über z.b. den Pressing-Regler an sich alleine könnte ich auch ewig grübeln, ich sehe da meistens einfach keinen großen Unterschied, mindestens bis zum FM 2012 nicht. Denn für sich gesehen beeinflusst er das Spielerverhalten niemals so überdeutlich wie z.b. der Pressingregler in einem PES-Spiel, wo sofort ersichtlich ist, wie Spieler erst gar nicht, dann zunehmend deutlich aggressiver auf den ballführenden Spieler draufgehen, bis der Gegner überhaupt keine Zeit am Ball mehr hat.
--- Ende Zitat ---
das ist sonnenklar....darum gings aber auch nicht...ich habe mich da vlt. etwas unklar ausgedrückt. im endeffekt kann ich doch durch "tempo" und "zeit am ball" sehr wohl die art und weise meines direktpassspiels steuern.
es geht vielmehr darum dass bei dem regler für den passstil es nicht wirklich sinnhaftig ist dass der regler bei stellung 20 lange pässe bedeutet, bei 19 direkte pässe, bei 0 kurzpässe. was hat da die bezeichnung direkt verloren? ob jetzt 100% zutreffend oder nicht.
mein problem ist einfach der schieberegler an dieser stelle,der mir vermittelt dass ganz links eine bestimmte ausprägung eines merkmals sehr gering ist, und ganz rechts eben eine hohe merkmalsausprägung.
das schiebereglerlexikon habe ich natürlich auch gekannt und bereits hoch und runter gelesen (sehr gut übrigens)....dennoch finde ich den schieberegler völlig deplatziert an dieser stelle.
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