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Allgemeine Nachrichten
Octavianus:
Wenn ich hier mal kurz meine persönliche Meinung einwerfen darf zum Tempolimit. Ich bin mittlerweile auch ein großer Fan eines solchen Limits, nicht zuletzt auch aufgrund moderner Technik wie dem Tempomaten, der hoffentlich schon bald zu einem Standard werden wird. Ich war drei Wochen lang in Deutschland im Urlaub (klingt komisch, ist aber so). Dabei hatte ich einen Mietwagen der gehobenen Mittelklasse (ein gratis Upgrade, das ich dankbar mitgenommen habe) und ich habe auf der Autobahn in bestimmt 50% der Fälle den Tempomaten angestellt, weil das Fahren so deutlich entspannter gewesen ist. Selbst innerorts war das sehr entspannt. Zack auf 50 und schon konnte ich mich auch innerorts stärker dem Geschehen auf und um der Fahrbahn herum widmen, da ich nicht mit einem Auge ständig auf den Tacho gucken musste.
Nun zur lästigen Frage der Verkehrstoten. Deutschland hat nicht zuletzt aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen und strengen TÜV-Regeln sehr sichere Autos, sodass Verkehrstote glücklicherweise immer mehr zurückgingen. Andere Länder wie Bulgarien, wo ich nun seit 5 Jahren lebe, haben diese Auflagen nicht. Was hier noch an Autos herumfährt, ist teils abenteuerlich. Ich bin dankbar für das Tempolimit auf der Autobahn hier, denn wenn man hier unbegrenzt rasen dürfte, gäbe es weitaus mehr Verkehrstote. Die meisten Verkehrstoten gibt es hier aufgrund überhöhter Geschwindigkeit und Alkohol/Drogen am Steuer. Hinzu kommt dann noch der teils miserable Zustand der Straßen abseits der Autobahn, aber der soll hier gar kein Thema sein. Ein Tempolimit von 130 ist umweltpolitisch gesehen sogar noch zu schnell, tut aber ehrlich gesagt kaum weh. Auf den Autobahnen hier kann man in den seltensten Fällen schneller als 160 fahren (selbst getestet) und 130-140 (je nachdem was der Tacho da bei mir anzeigt) ist absolut ausreichend, um hier entspannt von A nach B zu kommen.
Das gilt natürlich auch für Deutschland. Ich habe es nicht zuletzt am Spritverbrauch gesehen, aber ich hatte bei meinem Urlaub mit deutlich höheren Benzinkosten gerechnet und war sogar erstaunt darüber, wie umweltbewusst ich gefahren sein soll (fast 2.500 km haben wir abgespult und ich habe 3x tanken müssen während des gesamten Urlaubs). Denn trotz alledem bin ich durchaus sportlich gefahren, nur ist es eben viel wert, wenn man vorausschauend fährt und ein Tempomat bzw. ein damit einhergehendes selbst verordnetes Tempolimit trägt einen erheblichen Anteil dazu bei.
Freie Fahrt für freie Bürger? Bist du wirklich so viel schneller am Ziel, wenn du mit der Tachonadel und deinem Puls am Anschlag die Autobahn entlang heizt, deinen eigenen Stresspegel hochschraubst, weil du es ein paar Mittelspuridioten gezeigt hast? Ich habe es anders wahrgenommen. Mittelspurdeppen habe ich insbesondere bei recht freier Fahrbahn konsequent entspannt rechts überholt; auch in eher dichtem Verkehr habe ich mir eine Spur gewählt, den Verkehr aufmerksam beobachtet und während ich etliche Drängler links habe ausflippen sehen, bin ich seelenruhig in unwesentlich höherer Geschwindigkeit auf der Mittelspur an manchem notorischen Linksfahrer vorbeigefahren. Habe ich dabei das Gesetz übertreten? Na klar! Habe ich dabei den Verkehr behindert oder gefährliche Situationen provoziert? Nicht im geringsten! War ich nach den Fahrten komplett durchgeschwitzt und mein Puls noch an meiner Halsschlagader ablesbar? Nö!
Das Tempolimit sehe ich als sehr sinnvolle Maßnahme, um den extremen Geschwindigkeitsunterschied auf deutschen Autobahnen einzudämmen. Denn nicht jeder fährt so entspannt oder vorausschauend wie ich. Nicht jeder kann richtig einschätzen, ob der Porsche da im Rückspiegel wirklich atemberaubend näher kommt oder ob er vielleicht nur 160 fährt. Und wer dann ausschert und die Lage nicht richtig einschätzt, der erzeugt gefährliche Situationen. Wenn aufgrund des Tempolimits aber das maximale Tempo eher bei 160 (wenn man mal ausnahmsweise unvernünftig fährt) statt bei 260 liegt, dann sinkt die Gefahr eines tödlichen Ausgangs eines Unfalls mit einem Auto mit Tempo 130 doch erheblich.
j4y_z:
--- Zitat von: Jäger Horst am 09.September 2021, 19:57:52 ---
*Edit
Man kommt nicht drum rum, das hier manche nur irgendwelche anderen Meinungen von Quellen und Politikern rezitieren, aber eine eigene wirkliche Meinung bzw. Erfahrungsberichte kommen zu kurz...
Es gibt eine gelebte Realität und eine statistische, scheinheilig-vernunft-orientierte Realität mittlerweile, aber wenn man einmal in der Blase ist, kommt man wahrscheinlich nie wieder raus...
Rechthaberei ist die oberste Maxime...das geht mir auf den Geist
das ist traurig, aber ein Phänomen unserer Zeit..., Reflektion, eigene Gedankengänge werden nicht zugelassen bzw. kommen viel zu kurz unabhängig davon, dass wir hier wieder beim Tempolimit rumwurschteln, dass ein emotionales Thema ist bei uns, aber ich glaube sowieso, dass das über kurz oder lang beschlossen wird.
Bloß regt euch nicht auf, wenn alle tollen Beschlüsse, Verordnungen, Gebote, Strafzahlungen, Verbote, Anordnungen, Richtlinien bei uns das Faß irgendwann zum Überlaufen bringen...
--- Ende Zitat ---
Bitte? Eine Meinung basiert entweder auf eigener Erfahrung, so wie scheinbar bei dir, oder sie basiert auf externen Quellen. Oder beidem.
Aussagekräftige Statistiken, und vor allem solche, die auf statista zu finden sind, basieren auf tausenden Datensätzen, die jeder persönlichen Erfahrungen in ihrer Aussagekraft überlegen sind.
So viele Kilometer kannst du in deinem Leben gar nicht fahren, wie in solche Statistiken eingeflossen sind.
Zum letzten Satz: wie sähe dieses übergelaufene Fass aus?
Leland Gaunt:
Ich finde eure Diskussion und euren Dauereifer einfach spannend.
Es geht irgendwie ums Thema an sich, aber auch um zwei meiner Meinung nach völlig konträren Lebenseinstellung.
Einem ist Freiheit und Selbstbestimmung wichtig, dem anderen reglementierter Idealismus, so würde ich es bezeichnen.
Ach ja.
Es gibt und wird keine Impfpflicht geben, auch nicht durch die Hintertür!
https://www.tagesschau.de/inland/montgomery-2g-101.html
https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-impfung-ungeimpfte-quarantaene-verdienstausfall-1.5406074
Ich finde es beängstigend und kein Ende in Sicht.
wrdlbrmft:
--- Zitat von: Jäger Horst am 09.September 2021, 14:29:48 ---@wrdlbrmft
- Die Afd hält sich trotzdem bei 10%,
(Die Wahl in Sachsen-Anhalt muss nicht repräsentativ für ganz D sein)
- Die Wände sind trotzdem nicht bemoost worden (War wahrscheinlich zu sehr ein Tropfen auf dem heißen Stein)
- Die Photovoltaikspitzenposition ist dir mittlerweile egal bzw. es ist spät
--- Ende Zitat ---
Du solltest wirklich mal an deinem Lesesinnverständnis arbeiten.
--- Zitat ---So What? Bringt uns das hier in der Diskussion speziell und im Allgemeinen weiter? Wer jetzt mit welcher Sichtweise mehr recht hat...
Ich glaube nicht.
--- Ende Zitat ---
Ziemlich lustig, dass ausgerechnet derjenige sich darüber mokiert, dass uns etwas in einer Diskussion nicht weiterbringt, der seit (gefühlten) 20 Seiten immer wieder dieselben Ansichten, Vermutungen und Bedrohungsszenarien aufwärmt und auftischt und diese Diskussion somit nicht weiterbringt.
Jäger Horst:
Reglementierter Idealismus trifft es ganz gut.
Das Faß was zum Überlaufen kommt, ist jetzt schon sichtbar, eine schleichende Entwicklung der Unzufriedenheit gespeist von immer mehr
Beschlüssen, Verordnungen, Geboten, Strafzahlungen, Verboten, Anordnungen, Richtlinien und einem Schilderwald, der seinesgleichen sucht.
Und das ist kein Schreckensszenario, das merkt man an der latenten Unzufriedenheit vieler Leute und ich hab beruflich mit vielen Menschen zu tun.
Wenn Beschlüsse gemacht werden, die so hart an der Grenze bei 50/50 sind, fühlen sich halt die verarscht, die nicht berücksichtigt wurden.
Mit Rechthaberei und dem Statistikwahn meinte ich auch, es gibt immer Interpretationsspielraum und was man in der xy-Achse ansetzt und über welchen Zeitraum man etwas mit welchen ausgewählten Ländern vergleicht zum Beispiel, das kann man auch kritisch hinterfragen bzw. um sich eine fundierte Meinung zu bilden, müsste man mehrere Statistiken heranziehen, die einem nicht unbedingt immer in seiner eigenen Meinung bestärken.
@Octavius
Ich fahr nicht immer Anschlag, ganz im Gegenteil, mein Astra schafft mit Rückenwind Berg runter gerade so 180...
ich will nur mit Sicherheitsabstand ein Mittelfahrbahnkriecher überholen können mit 150-160km/h, wenn es die Verkehrssituation hergibt
und das ist auf den Strecken, die ich befahre möglich, ohne, dass ich ein Sicherheitsrisiko darstelle und ja ich bin damit schneller am Ziel.
Und am Ziel bin ich dann ganz entspannt meistens, nur Stau stresst mich.
Andere Länder, andere Sitten auch beim Autofahren, da hab ich ja nix gegen...nur muss man sich das eingestehen können, das wir da eigentlich anders ticken
Wir hier sind andere Autofahrer, schon allein vom Verständnis her...
Mit einem Tempolimit würden hier mehr Leute am Steuer einschlafen, weil das gleichmäßige Fahren auf Dauer ermüdend ist.
Natürlich gibt es hier auch Strecken mit viel zu viel Verkehr, wo auch dauerhafte Begrenzungen auch Sinn machen, aber nicht überall.
Ich fahre seit 20 Jahren unfallfrei, bis auf 2 Parkrempler, der letzte ist aber auch schon 10 Jahre her.
(Als kleine Anmerkung: ich hatte lange Zeit kein eigenes Auto, deswegen die 12 Jahre zum Job fahren mitm Fahrrad und ÖPNV)
@wrdlbrmft
Wenn du meinst, ich bin auf alles soweit eingegangen, was du anzumerken hattest, sorry, wenn ich dir mit der Moosgeschichte irgendwie zu nahe getreten bin.
Die Wiederholungen ergeben sich nur daraus, das ich manchmal meine, Leute verstehen nicht richtig, was ich meine bzw. gehen nicht richtig darauf ein,
bzw. machen überhaupt keine Anstalten einen logischen Gedankengang nachzuvollziehen. Zumal wenn ich die Antworten sehe, wo sich dann nur das rausgepickt wird, teilweise völlig aus dem Kontext gerissen.
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