Verschiedenes > Sonstiges

Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread

Seiten: << < (292/713) > >>

Viking:


--- Zitat von: DragonFox am 23.März 2023, 00:01:23 ---Tja. Ich würde eher FFF mangelnde Kompetenz vorwerfen - in einigen Dingen. Bei Linder ist für mich beides kein passender Vorwurf. Zumindest nicht pauschal.

--- Ende Zitat ---
Ich denke bei Lindner hast du schon recht,er schlägt sich mMn im Moment auch besser als einige Kollegen. Bei FFF wahrscheinlich auch, ist da die Frage was man als deren Ziel und Kompetenz beschreiben würde, im Moment findet ja in der Klimaschützer Bubble eine Radikalisierung statt, Gruppen wie Ende Gelände, Extinction Rebellion oder die letzte Generation bekommen mehr Aufmerksamkeit, da werden in den Klimaschutz oder unter dem Begriff"Klimagerechtigkeit" noch ganz andere Forderungen eingebaut, z.B Enteignungen, ein abschaffen der Polizei oder einen Systemwechsel in der Politik,so werden auch immer wieder Bürgerräte gefordert bei denen man sich schon vorstellen kann wie die dann zusammengesetzt sein sollen.
Wo sich da vielleicht noch früher von FFF Seite stärker distanziert wurde verschwimmen heute die Grenzen. Greta und Luisa Neubeuer waren ja z.B auch in Lützerath und haben sich da "Räumen" lassen. :P


DragonFox:

Ich meinte das damals, im Januar, schon explizit auf das bezogen, was ich geschrieben habe. Der unternehmerische Ruin oder die Pleite in eine Karriere ist nicht immer auf Unfähigkeit zurück zu führen und sollte deswegen nicht pauschal als Argument gegen eine Person geführt werden. Manchmal ist man einfach zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät, ohne größere Fehlritte, unter die Räder. Versagen ist nicht immer gleich Unfähigkeit. Man malt sich nunmal nicht Erfolg aus und bekommt ihn dann auf dem Silbertablett serviert. Deswegen lenkt das Argument wahrscheinlich von der eigentlichen Sache ab und trägt nicht viel zur Diskussion bei.
Zu Lindner aktuell habe ich keine so starke Meinung, dass ich seine aktuelle Arbeit einordnen könnte. Aber nach Betrachung längeren und aktueller Interviews finde ich seine Richtung zumindest nicht falsch.

Auch bei FFF meinte ich es wörtlich. Thematiken sind komplex und man kann Klimaschutz fordern ohne gleichzeitig 100% selbst alles umzusetzen. 100% sind nämlich viel und sie werden meistens von den "anderen" definiert. Das ist keine Doppelmoral. Es wäre ein Schwarz Weiß Denken, immer nur genau ein Ziel zu verfolgen und alle anderen Aspekte zu vernachlässigen. In der Realität wägt man Ziele ab und muss sie unter einen Hut bekommen. Das darf nicht automatisch in die Unglaubwürdigkeit führen. Ansonsten förde man nur noch radikales Denken und beschwöre es gerade zu herauf.
Da ich Radikalisierung in allen nahezu allen Bereichen ablehne, lehne ich auch die Radikalisierung der Klimaschützer ab. Werte, Ziele und Moral hin oder her.  Die Aussage zur mangelenden Kompetenz war darauf bezogen, dass ich manchmal denke, dass die Aktionen von FFF nicht der Sache dienen, die sie verfolgen und sie sich schlauer anstellen könnten, in denen sie zwar das gleiche Ziel verfolgen. aber andere Maßnahmen treffen. Aber ich bin halt auch nur einer, der von Außen drauf guckt... Keine Ahnung.  :blank:

DeDaim:


--- Zitat von: DragonFox am 24.März 2023, 00:12:17 ---Die Aussage zur mangelenden Kompetenz war darauf bezogen, dass ich manchmal denke, dass die Aktionen von FFF nicht der Sache dienen, die sie verfolgen und sie sich schlauer anstellen könnten, in denen sie zwar das gleiche Ziel verfolgen. aber andere Maßnahmen treffen.
--- Ende Zitat ---

Ist ein berechtigter und wichtiger Punkt. Grundgedanke ist ja erstmal, möglichst viel Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen. Je drastischer die Aktionen, desto mehr Aufmerksamkeit. Aber da gibt es dann halt auch Unterschiede.

Freitägliche (Groß-)Demos: Super. Da hat leider die Pandemie auch viel kaputt gemacht, hatte den Eindruck, dass da zuvor richtig Zug drin war.
Friedlicher (!) Protest in Lützerath: Super. Symbolträchtiger Ort, erzeugt (international) Aufmerksamkeit und solange es friedlich bleibt, alles gut. Zumal ohnehin mal mindestens fraglich ist, ob der Abbau notwendig war.
Alles, was Gewalt beinhaltet: Falsch.
Sachbeschädigung: Falsch.
Aktionen, die die Normalbevölkerung beeinträchtigen (Straßenkleberei): Falsch.

Warum falsch? Das eine trifft Otto-Normalbürger auf dem Weg zur Arbeit. Warum sollte man den Normalos auf die Eier gehen, man will doch deren Unterstützung? Und über Gewalt- und Sachbeschädigung braucht man nicht diskutieren, finde ich.

DragonFox:

Joa. Lützerath fand ich auch nicht gut. Also klar, man kann da mal ne friedliche Mahnwache stellen oder so. Das hätte man aber auch vor der Geschäftsstelle der Grünen machen können, die ja "ach so viel" Schuld hatten. Ingesamt hielt ich Lützerath für einen guten politischen Deal, den die Grünen gemacht haben: Noch einmal baggern und dafür ingesamt früher Schluss. Rechtlich war der Entschluss und die Räumung absolut sicher. Nicht so ein wackeliges Ding wie im Hambacher Wald. Man hat halt versucht nen 'Hambi' 2.0 drauß zu machen, ohne zu berücksichtigen, dass die Situation eine völlig andere ist. Ich fand die Aktion von anfang an überzogen.

Stimme dir in allen Punkten zu. Was mich auch stört ist, dass man nicht auch mal anerkennen kann, dass sich seit dem Beginn von FFF schon sehr viel getan hat. Das heißt ja nicht gleich alle Aktionen aufgeben und in den Sonnenuntergang reiten. Aber jedes mal wenn sich politisch etwas tut, als Antwort die Forderungen zu erhöhen und damit den Aktionismus zu eskalieren ist eine Spirale die in keine gute Richtung führt. Bilder mit Erbsensuppe bewerfen und auf die Straße kleben ist das Equivalent zum Gießkannen-Effekts. Jeder ist am Ende ein bisschen verärgert und geholfen hat es nicht viel.

Viking:


--- Zitat von: DeDaim am 24.März 2023, 08:20:10 ---
Ist ein berechtigter und wichtiger Punkt. Grundgedanke ist ja erstmal, möglichst viel Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen. Je drastischer die Aktionen, desto mehr Aufmerksamkeit. Aber da gibt es dann halt auch Unterschiede.

Aktionen, die die Normalbevölkerung beeinträchtigen (Straßenkleberei): Falsch.

Warum falsch? Das eine trifft Otto-Normalbürger auf dem Weg zur Arbeit. Warum sollte man den Normalos auf die Eier gehen, man will doch deren Unterstützung? Und über Gewalt- und Sachbeschädigung braucht man nicht diskutieren, finde ich.

--- Ende Zitat ---
Vor ein paar Wochen gab es ja auch eine Volksabstimmung über ein Klimaneutrales Berlin 2030, ich bin mir sicher, dass, neben absurden Forderungen im Vorschlag, die letzte Generation auch einen Anteil daran hatte,dass die nicht durchgekommen ist.
Wenn die nicht auch durch ihre Aktionen Menschen gefährden würden,könnte man fast glauben,dass es sich um eine Truppe handelt die im Mockumentary Stil übertriebenen Aktivismus auf die Schippe nimmt. Ob die jetzt einen Baum vorm Kanzleramt fällen oder sich an ein herausnehmbares Geländer in der Elbphilhamonie kleben, vieles wirkt da einfach so unfreiwillig komisch das es Absicht sein könnte. https://www.t-online.de/region/hamburg/id_100087326/klimakleber-blamieren-sich-in-der-elbphilharmonie-video-wird-zum-lacher-im-netz-10525399.html
https://youtu.be/mzGOCICWHcM  wahrscheinlich verursachen die mit einem Stau auch so viel Co2 wie das halbe Forum hier in nem Jahr(grob geschätzt)   :D
Vor ein paar Tagen ging auf Twitter auch ein Clip rum in dem Polizisten einen Aktivisten von seinem noch nicht getrockneten Kleber wegtragen und der schreit dann einfach wie am Spieß, wahrscheinlich weil er das so in einem Training gelernt hat, wenn man sowas sieht dann nimmt man den Rest doch auch nicht mehr ernst.

Neulich kam ja dann auch wirklich die Ankündigung das neue Öl und Gasheizungen auch für schon gebaute Häuser verboten werden sollen, ich finde es ist komplett surreal wie man das gelöst hat und wie sich z.B auch eine Ricarda Lang stolz hinstellt und so tut als hätte man gerade etwas richtig tolles erreicht, der Gedanke,dass man erstmal eine Menge Menschen,Hausbesitzer wie Mieter von Häusern mit solchen Heizungen, verunsichert weil es so gut wie keine Informationen gibt, kommt denen anscheinend gar ncht. Ich stelle mir vor,dass die annehmen,dass jedes Haus im gleichen Stil gebaut ist und jeder Mensch einfach x Geld auf der Bank hat oder jederzeit x Geld aufnehmen und dann über Jahre abbezahlen kann. Der Plan eine Immobilie für die Altersvorsorge zu halten ist dann für viele auch durchkreuzt. Bei wem die Pumpe nicht passt und wer dadurch nachträglich sanieren oder dämmen muss hat einfach Pech.
Heute auch wieder ein Kommentar von Habeck dazu das sich Menschen jetzt logischerweise noch schnell Heizungen bestellen bestellen wollen:"  "Über einen Zeitraum von 18 Jahren rechnet sich die Wärmepumpe. Außerdem werden die Preise bald sinken. Deswegen wäre Torschlusspanik wirklich falsch", sagte der Grünen-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe." https://www.tagesschau.de/wirtschaft/habeck-heizungen-101.html  ::) 


Seiten: << < (292/713) > >>

Zur normalen Ansicht wechseln