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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 1267623 mal)

maturin

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #260 am: 16.September 2013, 18:48:17 »

Argentinien. Für die nächste Wahl werde ich mich aber rechtzeitig damit beschäftigen. Vielleicht beruhigt es ja alle, dass die politische Situation hier deutlich schlimmer ist. Man stelle sich vor, dass die populistischen Parteien in Deutschland die einzige Option wären, dann hat man ungefähr dass, was hier passiert.

Erhöhte Sicherheit bedeutet für unsere Präsidentin, dass man die gesamte Bundespolizei von den Grenzen in die Hauptstadt schafft und in Turnhallen schlaffen lässt, damit man jetzt an jedem Bahnhof oder an jeder Strassenecke drei Bundespolizisten sieht...
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Folge meiner irrsinnigen Reise als deutscher Gründer, Fotograf und Dokumentarfilmer, wenn ich im Van mit Freundin und Hund Brasilien abseits der bekannten Wege erkunde. Wahrend unserer Expedition suchen wir die besten lokalen Guides für Peabiru, stürzen uns in Abenteuer in unangetasteter Natur und erzählen die Geschichten des ursprünglichen Brasiliens.

peabiru.de

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #261 am: 16.September 2013, 18:49:51 »

Ich seh das Programm der AfD auch gespalten. Einerseits sollten die ganzen Professoren dort ein bisschen Ahnung haben, andererseits sind das irgendwie auch die Lehrmeister der für die Krise verantwortlichen. Wahlrecht für Arbeitslose anzweifeln ist auch nicht gerade ein feiner Zug. Rechte Tendenzen würde ich denen jedoch nicht unterstellen, der "Euro-Austritt" ist ja nun auch mit Argumenten unterlegt.

Die Linken würden gehen, Gysi hätte Rückendeckung verdient. SPD wäre eine Schwarz-Gelb-Verhindern-Notlösung. Die Grünen können sich momentan nicht wirklich positionieren, die haben zwar viele Ziele aber wenig Wege dahin. Den Piraten und der Partei würde ich auch den Einzug wünschen, allein nur deshalb, damit sich die anderen Politiker der Volksparteien mit denen mal auseinandersetzen müssen.

Ich bin jedenfalls froh, wenn diese ganzen Schwachsinnsplakate wieder weg sind und es dann am besten ein Ergebnis gibt, dass es der CDU/SPD nur mit 2 anderen Koalitionspartnern möglich wäre zu regieren.
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Das Klima kennt Gewinner und Verlierer - das steht in meinem Reiseführer.
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Looger

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #262 am: 16.September 2013, 19:31:55 »

Ich persönlich habe mich nicht rechtzeitig zur Briefwahl angemeldet und da ich auch nicht wirklich eine starke Meinung habe werde ich nicht wählen. Wenn ich allerdings höre, das die NPD tatsächlich eine Chance bekommt in den Bundestag einzuziehen ärgere ich mich, dass ich so entschieden habe.
Nicht wählen zu gehen, halte ich für die schlechteste Lösung. Das Recht, frei, geheim und allgemein wählen zu dürfen, existiert zwar für die meisten von uns schon seit unserer Geburt, doch ich sehe es als eine Bürgerpflicht an, seine Stimme abzugeben.

Und ich dachte, dieses Recht erwirbt man erst mit der Volljährigkeit... (okay, wir haben damals in der Schule auch "gewählt" - frei, geheim und so, aber irgendwie doch fürn Arsch)

Zitat
Und wenn man nur zur Wahlurne geht und ungültig wählt. Jeder Nichtwähler darf sich am Ende nicht darüber aufregen, wenn eine ihm unliebsame Politik betrieben wird. Natürlich ist das Abgeben des Stimmzettels nur einer von vielen Möglichkeiten, Einfluss auf die aktuelle Politik zu nehmen, aber dennoch sollte man sein Stimmrecht nicht einfach so wegwerfen.

Ich muss zugeben, ich kenne nicht den genauen Unterschied in der Statistik zwischen nicht wählen und ungültig wählen, aber das ist eben mein Problem: Es interessiert mich nicht. Das hat nichts mit Politikverdrossenheit o. Protest zu tun, sondern liegt schlicht daran, dass ich zZ andere Probleme habe und in den vergangenen Jahren hatte und mich überhaupt nicht mit den Parteien und ihren Inhalten beschäftigt habe. Da fände ich es schlicht unehrlich, "irgendwas" zu wählen.

Zitat
Gerade für Nichtwähler bieten sich ja durchaus auch Alternativen. In manchen Bundesländern gibt es zum Beispiel die Partei der Nichtwähler, die man in so einem Fall wählen könnte. Oder es bleibt wie beschrieben die Option der ungültigen Wahl.

Ja, ich gründe nur vorher schnell noch meine Internetcommunity (mit Partnervermittlungsbörse) für Misanthropen...
« Letzte Änderung: 16.September 2013, 19:34:22 von Looger »
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j conway

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #263 am: 16.September 2013, 19:39:24 »

Die AfD mutiert langsam aber sicher, zum Auffangbecken rechtsgerichteter Leute. Wahlberechtigte deren rechte Splitterpartei, in ihrem Bundesland nicht zur Wahl steht, werden dazu aufgerufen, ihr Kreuz bei der AfD zu machen!
Andere werden in dieser Partei mehr Möglichkeiten sehen, ihr Gedankengut zu propagandieren, als in den einschlägigen Parteien (NPD, REP, Pro D ...).
Mir persönlich bereitet es schon ein wenig Sorgen, wenn eine Partei, welche außer der Abschaffung des Euros, keine klar definierten Ziele verfolgt, einfach mal so in den Bundestag marschiert.
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Picard2606

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #264 am: 16.September 2013, 20:38:22 »

Sorgen bereitet einem, daß diese Partei, die eine gruselige Mischung aus Marktradikalismus, Merkantilismus und Nationalismus propagiert (gewürzt mit einer Dosis Faschismus der "Starken" gegenüber den "Leistungsverweigern"), von den Medien teils hofiert und von einzelnen großen Unternehmen finanziell unterstützt werden.

Wenn sie es schaffen würde, ihres Geistes Kinder wie Henkel, Sinn oder Sarrazin zu rekrutieren, dann ist zu befürchten, daß sie irgendwann die 10%-Marke überschreiten.

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Cubano

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #265 am: 16.September 2013, 20:49:51 »

Neue Parteien haben oft das Problem, dass sie von Leuten vom linken oder rechten Rand unterwandert werden. War oder ist bei den Piraten ja auch ein Problem, hab da mal nen interessanten Artikel dazu gelesen. Finde ich schade, das stört natürlich die Entwicklung solcher neuen Parteien und dann brauchen sie länger um sich in der Parteienlandschaft zu etablieren oder schaffen es meistens überhaupt nicht.
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j conway

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #266 am: 16.September 2013, 21:22:24 »

Neue Parteien haben oft das Problem, dass sie von Leuten vom linken oder rechten Rand unterwandert werden. War oder ist bei den Piraten ja auch ein Problem, hab da mal nen interessanten Artikel dazu gelesen. Finde ich schade, das stört natürlich die Entwicklung solcher neuen Parteien und dann brauchen sie länger um sich in der Parteienlandschaft zu etablieren oder schaffen es meistens überhaupt nicht.

Aber daran sind doch die "neuen Parteien" - zum größten Teil - selbst Schuld.
Das erste Ziel ist meist, so schnell wie möglich zu wachsen. Welche politischen Ideale, die jeweiligen Mitglieder/Wähler verfolgen, scheint erstmal zweitrangig. Hauptsache sie existieren überhaupt!
Stattdessen sollte man sich den langwierigen Prozess stellen, und sorgsam abwegen, wen man mit seinen Forderungen ansprechen will und wen lieber nicht.

[...] War oder ist bei den Piraten ja auch ein Problem [...]

bspw. ist der ehemalige Pressesprecher der Kölner-Piraten Oliver Wesemann, mittlerweile als "treibende Kraft" bei "Pro Deutschland" unterwegs! (http://www.ksta.de/politik/oliver-wesemann-pirat-laeuft-zu-pro-koeln-ueber,15187246,21978310.html)
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Cubano

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #267 am: 16.September 2013, 21:30:31 »

Neue Parteien haben oft das Problem, dass sie von Leuten vom linken oder rechten Rand unterwandert werden. War oder ist bei den Piraten ja auch ein Problem, hab da mal nen interessanten Artikel dazu gelesen. Finde ich schade, das stört natürlich die Entwicklung solcher neuen Parteien und dann brauchen sie länger um sich in der Parteienlandschaft zu etablieren oder schaffen es meistens überhaupt nicht.

Aber daran sind doch die "neuen Parteien" - zum größten Teil - selbst Schuld.
Das erste Ziel ist meist, so schnell wie möglich zu wachsen. Welche politischen Ideale, die jeweiligen Mitglieder/Wähler verfolgen, scheint erstmal zweitrangig. Hauptsache sie existieren überhaupt!
Stattdessen sollte man sich den langwierigen Prozess stellen, und sorgsam abwegen, wen man mit seinen Forderungen ansprechen will und wen lieber nicht.

Aber ist es denn noch möglich ohne schnelles Parteiwachstum irgendwann eine Rolle in der Politik zu spielen? Die Gesellschaft ist heutzutage doch so schnelllebig, dass ich schon verstehen kann, wenn man als neue Partei Angst hat sofort wieder in Vergessenheit zu geraten.
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wrdlbrmft

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #268 am: 17.September 2013, 12:33:41 »

Die AfD mutiert langsam aber sicher, zum Auffangbecken rechtsgerichteter Leute. Wahlberechtigte deren rechte Splitterpartei, in ihrem Bundesland nicht zur Wahl steht, werden dazu aufgerufen, ihr Kreuz bei der AfD zu machen!
Andere werden in dieser Partei mehr Möglichkeiten sehen, ihr Gedankengut zu propagandieren, als in den einschlägigen Parteien (NPD, REP, Pro D ...).
Mir persönlich bereitet es schon ein wenig Sorgen, wenn eine Partei, welche außer der Abschaffung des Euros, keine klar definierten Ziele verfolgt, einfach mal so in den Bundestag marschiert.

Na ja, etwas mehr an Zielen als nur "Abschaffung des Euros", haben sie in ihrem Wahlprogramm schon stehen. Sie wollen z.B.:

- Schuldenschnitt für Griechenland und dass für die Kosten der Rettungspolitik nicht der Steuerzahler gerade stehen muss,
- dass Banken ihre Verluste selbst tragen müssen,
- dass es keine zentrale Europaregierung gibt und in der EU die Bürokratie abgebaut wird,
- Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild,
- keine bezahlte Nebentätigkeit für Abgeordnete,
- Vereinfachung des Steuerrechts,
- stärkere Berücksichtigung der eigenen Kinder bei der Rentenberechnung,
- einheitliche Bildungsstandards in den Schulen,
- Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild und dass Asylbewerber arbeiten dürfen,
- ....

Klingt irgendwie nicht so sehr nach Nazi/NPD. Woher kommt denn eigentlich der Vorwurf/das Vorurteil, dass die AfD "rechts" wäre? Sie selbst bezeichnen sich ja als "rechtskonservativ" ...
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j conway

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #269 am: 17.September 2013, 13:05:18 »

Na ja, etwas mehr an Zielen als nur "Abschaffung des Euros", haben sie in ihrem Wahlprogramm schon stehen. Sie wollen z.B.:

- Schuldenschnitt für Griechenland und dass für die Kosten der Rettungspolitik nicht der Steuerzahler gerade stehen muss,
- dass Banken ihre Verluste selbst tragen müssen,
- dass es keine zentrale Europaregierung gibt und in der EU die Bürokratie abgebaut wird,
- Volksabstimmungen nach dem Schweizer Vorbild,
- keine bezahlte Nebentätigkeit für Abgeordnete,
- Vereinfachung des Steuerrechts,
- stärkere Berücksichtigung der eigenen Kinder bei der Rentenberechnung,
- einheitliche Bildungsstandards in den Schulen,
- Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild und dass Asylbewerber arbeiten dürfen,
- ....

Klingt irgendwie nicht so sehr nach Nazi/NPD. Woher kommt denn eigentlich der Vorwurf/das Vorurteil, dass die AfD "rechts" wäre? Sie selbst bezeichnen sich ja als "rechtskonservativ" ...

Wenn ich das richtig gelesen habe, soll dieses "kanadische Modell", ein Punktesystem sein? Und mit dem Erreichen einer bestimmten Punktzahl, darf man dann einwandern?
Also darf die ausländische "Elite", hier gerne ihre Zelte aufschlagen und der Rest kann schauen, wo er bleibt?

Man muss sich nur alleine die Aussagen ihrer "Gefolgsleute" (und somit auch potenziellen Wähler), bspw. bei Facebook anschauen (http://afdwaehlerstellensichvor.tumblr.com/). Es ist nunmal ein Sammelbecken jener Leute, welche bisher mit ihrer obskuren Ideologie, nirgendswo zählbaren Anklang gefunden haben. Und wenn ich mir vorstelle, dass die vier Jahre lang im Bundestag, die Meinung eines verstrahlten Mobs zu repräsentieren haben, könnte ich kotzen!
Und wie ich schon einmal schrieb, rechte Splitterparteien fordern ihre Wähler dazu auf, die AfD zu wählen!

Neue Parteien haben oft das Problem, dass sie von Leuten vom linken oder rechten Rand unterwandert werden. War oder ist bei den Piraten ja auch ein Problem, hab da mal nen interessanten Artikel dazu gelesen. Finde ich schade, das stört natürlich die Entwicklung solcher neuen Parteien und dann brauchen sie länger um sich in der Parteienlandschaft zu etablieren oder schaffen es meistens überhaupt nicht.

Aber daran sind doch die "neuen Parteien" - zum größten Teil - selbst Schuld.
Das erste Ziel ist meist, so schnell wie möglich zu wachsen. Welche politischen Ideale, die jeweiligen Mitglieder/Wähler verfolgen, scheint erstmal zweitrangig. Hauptsache sie existieren überhaupt!
Stattdessen sollte man sich den langwierigen Prozess stellen, und sorgsam abwegen, wen man mit seinen Forderungen ansprechen will und wen lieber nicht.

Aber ist es denn noch möglich ohne schnelles Parteiwachstum irgendwann eine Rolle in der Politik zu spielen? Die Gesellschaft ist heutzutage doch so schnelllebig, dass ich schon verstehen kann, wenn man als neue Partei Angst hat sofort wieder in Vergessenheit zu geraten.

Ja, das ist schon eine etwas idealisierende Vorstellung die ich da habe. Aber wenn ich das von mir geforderte gänzlich missachte, brauche ich mich später nicht wundern, wenn die Partei von innen zerstört wird.


« Letzte Änderung: 17.September 2013, 13:35:56 von j conway »
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Picard2606

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #270 am: 17.September 2013, 14:45:26 »

Die erwähnten Programmpunkte finden sich größtenteils bei allen radikalen Parteien wieder: Volksabstimmungen, Bankenkritik, stärkere Kontrolle der Nebentätigkeiten der Abgeordneten. Die NPD hat ja dazu noch eine enorm sozialpolitische Komponente und fordert z.B. auch höhere Steuern auf großen Vermögen.

Allerdings ist der AfD doch um einiges subtiler und propagiert keine eindeutig rassistischen oder völkischen Theorien. Aber es enthält die typischen Versatzstücke von elitär-rechtspopulistischen, stark national orientierten Parteiprogrammen:

- Einwanderung ja, aber nur kontrolliert und für "integrationswillige und qualifizierte".
- Asyl ja, aber nur für "ernsthaft politisch Verfolgte" (wer das ist, entscheidet dann Herr Lucke, und nicht mehr die UN-Flüchtlingskonvention)
- Prinzipielle Bejahung von Europa, aber Ablehnung sämtlicher Mechanismen, die den Nationalstaat schwächen und die Gemeinschaft stärken würden (gepaart mit typischer Kritik an der Brüsseler Bürokratie, die in Wirklichkeit extrem billig und effizient ist und weniger Beamte als jede deutsche Großstadt beschäftigt)
- Forderung, daß auch "unkonventionelle" Meinungen diskutiert werden dürfen (klassische NPD-Forderung, damit man ungestraft Auschwitz leugnen darf)
- Wunsch nach mehr "Kontrolle des Volkes" über Abstimmungen (fordert fast jede rechte Partei, seit die Schweiz per Vox populi/Rindvieh Minarette verboten hat)
- typische Kritik an Banken und Finanzsystem als weiteres Beispiel eines abzulehnenden "übernationalen" Monsters
- Betonung der Familie als Hort der kindlichen Bildung (die blonde deutsche Mutti am Herd)
- massive Steuererleichterungen ("Flat Tax" ist das Endziel), weil ja der "Bürger" zuviel für das "Soziale" zahlt und für die "Bürokratie" - wobei man hier betonen muss, daß die NPD tatsächlich Steuererhöhungen für Reiche fordert (!)

Grundsätzlich eine Rückkehr zu einer ultra-bürgerlichen, sich national einigelnden Gesellschaftsform. Genau die, die uns so wunderbare Jahre 1900 - 1945 beschert hat.
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Romario

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #271 am: 17.September 2013, 14:49:19 »

Grundsätzlich eine Rückkehr zu einer ultra-bürgerlichen, sich national einigelnden Gesellschaftsform. Genau die, die uns so wunderbare Jahre 1900 - 1945 beschert hat.

Ach das könnten wir doch ruhig nochmal machen. Dann wird endlich mal wieder ordentlich gebaut bzw. insbesondere unsere A72 hier wird mal fertig. Schließlich sollten wir damit schon 2006 nach Leipzig zu WM fahren können. ;) ;) ;)
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wrdlbrmft

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #272 am: 17.September 2013, 16:14:55 »


Wenn ich das richtig gelesen habe, soll dieses "kanadische Modell", ein Punktesystem sein? Und mit dem Erreichen einer bestimmten Punktzahl, darf man dann einwandern?
Also darf die ausländische "Elite", hier gerne ihre Zelte aufschlagen und der Rest kann schauen, wo er bleibt?


Hier wird es erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/Kanada#Einwanderungspolitik. Wie mit Asylbewerbern verfahren wird, geht hieraus allerdings nicht hervor.

Zitat
Man muss sich nur alleine die Aussagen ihrer "Gefolgsleute" (und somit auch potenziellen Wähler), bspw. bei Facebook anschauen (http://afdwaehlerstellensichvor.tumblr.com/). Es ist nunmal ein Sammelbecken jener Leute, welche bisher mit ihrer obskuren Ideologie, nirgendswo zählbaren Anklang gefunden haben. Und wenn ich mir vorstelle, dass die vier Jahre lang im Bundestag, die Meinung eines verstrahlten Mobs zu repräsentieren haben, könnte ich kotzen!
Und wie ich schon einmal schrieb, rechte Splitterparteien fordern ihre Wähler dazu auf, die AfD zu wählen!

Aber hey, es ist doch auch so: jeder Trottel hat im Schutze der Anonymität des Internets inzwischen die Möglichkeit, krudes, wirres, diffamierendes und abartiges Zeug überall im Netz zu posten. Wenn man z.B. mal Lesermeinungen zu irgendeinem Thema auf web.de liest, kann man auch verzweifeln/Angst bekommen. Von diesen (W)Irren kann man doch aber nicht auf alle potentiellen AfD-Wähler schliessen.
Kannst du mir mal einen Link nennen, auf dem darüber berichtet wird, dass die rechten Parteien ihre Wähler zur AfD-Wahl auffordern?

Die erwähnten Programmpunkte finden sich größtenteils bei allen radikalen Parteien wieder: Volksabstimmungen, Bankenkritik, stärkere Kontrolle der Nebentätigkeiten der Abgeordneten. Die NPD hat ja dazu noch eine enorm sozialpolitische Komponente und fordert z.B. auch höhere Steuern auf großen Vermögen.

Allerdings ist der AfD doch um einiges subtiler und propagiert keine eindeutig rassistischen oder völkischen Theorien. Aber es enthält die typischen Versatzstücke von elitär-rechtspopulistischen, stark national orientierten Parteiprogrammen:

- Einwanderung ja, aber nur kontrolliert und für "integrationswillige und qualifizierte".
- Asyl ja, aber nur für "ernsthaft politisch Verfolgte" (wer das ist, entscheidet dann Herr Lucke, und nicht mehr die UN-Flüchtlingskonvention)
- Prinzipielle Bejahung von Europa, aber Ablehnung sämtlicher Mechanismen, die den Nationalstaat schwächen und die Gemeinschaft stärken würden (gepaart mit typischer Kritik an der Brüsseler Bürokratie, die in Wirklichkeit extrem billig und effizient ist und weniger Beamte als jede deutsche Großstadt beschäftigt)
- Forderung, daß auch "unkonventionelle" Meinungen diskutiert werden dürfen (klassische NPD-Forderung, damit man ungestraft Auschwitz leugnen darf)
- Wunsch nach mehr "Kontrolle des Volkes" über Abstimmungen (fordert fast jede rechte Partei, seit die Schweiz per Vox populi/Rindvieh Minarette verboten hat)
- typische Kritik an Banken und Finanzsystem als weiteres Beispiel eines abzulehnenden "übernationalen" Monsters
- Betonung der Familie als Hort der kindlichen Bildung (die blonde deutsche Mutti am Herd)
- massive Steuererleichterungen ("Flat Tax" ist das Endziel), weil ja der "Bürger" zuviel für das "Soziale" zahlt und für die "Bürokratie" - wobei man hier betonen muss, daß die NPD tatsächlich Steuererhöhungen für Reiche fordert (!)

Grundsätzlich eine Rückkehr zu einer ultra-bürgerlichen, sich national einigelnden Gesellschaftsform. Genau die, die uns so wunderbare Jahre 1900 - 1945 beschert hat.


Mhm, das ist mir jetzt ein bisschen zu weit hergeholt. Gleiche oder ähnliche Programminhalte findet man nämlich bei den etablierten Parteien auch:

Auch die CDU plädiert für eine Zuwanderungspolitik, die sich an Bedürfnissen und Interessen Deutschlands ausrichtet. Zuwanderer, die sich der Integration verweigern, müssen ihrer Meinung nach mit Folgen für ihren Aufenthaltsstatus und ihre Sozialleistungen rechnen.
Auch die FDP will die EU-Kommission verkleinern, dafür soll diese effizienter arbeiten ... und die Linkspartei ist dagegen, dass die EU-Kommission die Haushaltspolitik der Mitgliedsländer kontrolliert und sanktioniert. Die nationalen Parlamente sollen nicht weiter entmachtet werden.
Auch die SPD möchte mehr Mitwirkungsrechte der Menschen bei der politischen Willensbildung durch Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide einführen und die Piraten wollen die Mitbestimmungsmöglichkeiten durch Volksabstimmungen steigern.
Die SPD und die Grünen wollen die Finanzmärkte umfassend regulieren und die Linkspartei will Finanzmärkte und Banken wirksam kontrollieren und in den Dienst der Gesellschaft stellen.

Wachsamkeit ist wichtig, aber nur weil z.B. die NPD für ein Genverbot ist, ist diese Forderung nicht gleich rechtsradikal.
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j conway

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #273 am: 17.September 2013, 21:44:02 »


Wenn ich das richtig gelesen habe, soll dieses "kanadische Modell", ein Punktesystem sein? Und mit dem Erreichen einer bestimmten Punktzahl, darf man dann einwandern?
Also darf die ausländische "Elite", hier gerne ihre Zelte aufschlagen und der Rest kann schauen, wo er bleibt?


Hier wird es erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/Kanada#Einwanderungspolitik. Wie mit Asylbewerbern verfahren wird, geht hieraus allerdings nicht hervor.

Zitat
Man muss sich nur alleine die Aussagen ihrer "Gefolgsleute" (und somit auch potenziellen Wähler), bspw. bei Facebook anschauen (http://afdwaehlerstellensichvor.tumblr.com/). Es ist nunmal ein Sammelbecken jener Leute, welche bisher mit ihrer obskuren Ideologie, nirgendswo zählbaren Anklang gefunden haben. Und wenn ich mir vorstelle, dass die vier Jahre lang im Bundestag, die Meinung eines verstrahlten Mobs zu repräsentieren haben, könnte ich kotzen!
Und wie ich schon einmal schrieb, rechte Splitterparteien fordern ihre Wähler dazu auf, die AfD zu wählen!

Aber hey, es ist doch auch so: jeder Trottel hat im Schutze der Anonymität des Internets inzwischen die Möglichkeit, krudes, wirres, diffamierendes und abartiges Zeug überall im Netz zu posten. Wenn man z.B. mal Lesermeinungen zu irgendeinem Thema auf web.de liest, kann man auch verzweifeln/Angst bekommen. Von diesen (W)Irren kann man doch aber nicht auf alle potentiellen AfD-Wähler schliessen.
Kannst du mir mal einen Link nennen, auf dem darüber berichtet wird, dass die rechten Parteien ihre Wähler zur AfD-Wahl auffordern?


Von den Leuten, welche das auf der AfD-Seite schreiben, kann man schon davon ausgehen, dass der größte Teil diese auch wählt!
Sicherlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber das bisher noch keine klare Stellung, gegenüber solcher Meinungen bezogen wurde - soweit ich weiß, wurden lediglich die FB-Admins ersetzt, ohne nennenswerte Besserung - sagt auch einiges aus.
Die Geschichte mit der Aufforderung rechtsgesinnter Parteien, die AfD zu wählen, habe ich zum einen von einen Bekannten erfahren - welcher ansonsten recht konservative Ideale vertritt - und bspw. auf den FB-Seiten von "Pro Deutschland" und "Die Rechte" gelesen. Ich weiß selber, dass dies nicht die serlösesten Quellen sind. Allerdings kamen diese "Aufforderungen" von den jeweiligen Admins. Ein Artikel darüber ist mir nicht bekannt, könnte allerdings daran liegen, dass sich für diese "Randgruppen", eh kaum jemand interessiert.

E: http://www.sueddeutsche.de/politik/vorwurf-der-verfaelschten-umfragedaten-afd-verliert-rechtsstreit-mit-forsa-1.1772865
Solche Verschwörungstheorien kenne ich ansonsten von extremistischen Parteien/Gruppierungen!
« Letzte Änderung: 18.September 2013, 00:18:43 von j conway »
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Starkstrom_Energie

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #274 am: 19.September 2013, 20:41:56 »

Weil es uns vielleicht etwas mehr interessiert: http://www.zeit.de/sport/2013-09/wahlprogramme-bundestagswahl-vergleich-sport-parteien/komplettansicht
Hier ist ein Artikel über die Pläne, die die Parteien für den Sport vorsehen. Es sind zwar keine Kernthemen, aber dennoch interessant.
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HaHoHe, Euer Jürgen!

Omegatherion

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #275 am: 20.September 2013, 12:25:12 »

Die NPD hat zuletzt ein paar Briefe verschickt, in denen sie den angeschriebenen Personen nahelegt, auszuwandern. Ein türkischstämmiger Student hat daraufhin ein Antwortschreiben verfasst^^

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From long ago when lanterns burned
Until this day our hearts have yearned
Her fate unknown the Arkenstone
What was stolen must be returned

We must awake and make the day
To find a song for heart and soul

Starkstrom_Energie

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #276 am: 20.September 2013, 12:33:43 »

Die NPD hat zuletzt ein paar Briefe verschickt, in denen sie den angeschriebenen Personen nahelegt, auszuwandern. Ein türkischstämmiger Student hat daraufhin ein Antwortschreiben verfasst^^
...

Also diese Art von Briefen der NPD sind doch sicher nichts rechtskonform. Wenn es schon nicht ausländerfeindlich ist, dann ist es zumindest Nötigung oder Beleidigung. Sowas ist doch unfassbar. Leider wird es auch weiterhin nicht durchsetzbar sein, diese Idiotenpartei zu verbieten
(click to show/hide)
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #277 am: 20.September 2013, 22:00:00 »

Mich wundert das Ganze ein bisschen und könnte auch Fake sein. Denn das Wahlplakat im "Briefkopf" ist noch eins von der letzen Wahl...
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #278 am: 20.September 2013, 22:04:07 »

Die Briefe der NPD sind kein Fake, sondern tatsächlich auch 2013 (wie schon 2009) so verschickt worden.
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White

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #279 am: 20.September 2013, 22:08:24 »

Na dann guten Heimflug. Oder so ;)
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