@ DragonFox :
Du sagst, dass der Kampf gegen die afD der Kampf gegen den Extremismus ist und nicht ein Abwehrmechanismus. Ich habe dir wiederum belegt, dass jede neue Newcomer-Partei von Anfang an bekämpft wurde, die Linke (PDS/Wasg) sogar mit dem Verfassungsschutz. Dieser Mechanismus spielte dort vor allem in der Anfangszeit eine Rolle. Denn in der Politik geht es vor allem erstmal um die eigenen Finanzen und die eigenen Sitze und das bei allen Parteien. Und dein besagter Abwehrmechanismus gegen Extremismus ist nur auf die afD bezogen. Wo ist denn dein Kampf gegen den antisemitischen Landesverband der Linken in Niedersachsen. Dort prüft übrigens auch der Verfassungsschutz. Aber bei denen hast du scheinbar kein Problem mit. Jan von Aken (Linke) war übrigens auch bei Ben und dort gab es keine Cancelaufrufe nachher. Sehe ich hier etwa Doppelmoral und Heuchlertum?
Ne, ich sage, dass es da einen Unterschied geben kann. So ein Abwehrmechanismus gibt es definitiv. Habe ich auch nie widersprochen.
Wo siehst du den Kampf von mir? Ich bin nicht für die Linken. Ich habe auch nie gejammert, als die CDU einen Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken gefasst hat. Ich habe hier schon öfters gesagt, dass ich die Linken in keiner Regierung brauche. Vor alllem nicht im Bund. Mir ist auch egal wer bei Ben ist. Ich mag das Format nicht. Dabei ist mir egal was für ein Extremist da sitzt.
Warum reden wir darüber? Du hast ein Zitat über die Grünen und die AFD angesprochen. Was ist dein Punkt? Das alles nur, damit du mit versuchen kannst zu unterstellen ich wäre blind gegen eine Seite des Extremismus? Weil das ist gerade das was übrig bleibt. Ich verstehe ja dein Misstrauen an der AFD, dass sie die Forderung nach einem schlanken Staat nicht umsetzen wird. Aber alles was du danach geschrieben hast kann ich nach wie vor nicht zuordnen.
Du sagst die Genese ist irrelevant bei der cdU. Bei deiner rechten Unterwanderung der FDP unterschlägst du übrigens, dass diese Unterwanderung durch die Partei und die Briten gestoppt wurde. Du wolltest die FDP in die Nähe zum Rechtsextremismus rücken, aber hast dafür die Tatsachen verbogen. Nachdem die Briten das nämlich rausfanden und einige Mitglieder verhafteten bekam das auch die Partei selbst mit. In einer internen Untersuchungskommission wurde das aufgearbeitet. Kennst du Erik Ahrens? Ein richtiger Nazi und Rechtsextremist, der jetzt sich tarnt und bei der Amadeu Antonio-Stiftung mitwirkt. Autoritäre Links und Rechts sind nämlich in genau dem vereint : Autoritarismus. Ich meine Kahane hat ja auch für die Stasi gearbeitet 8 Jahre lang. Wo ist denn da die Aufarbeitung? Oder ist das etwas anderes?
Ne, ich sage, dass die Genese nicht so interessant ist. Die CDU habe ich an der Stelle erwähnt, weil sie gerade das Beispiel war. Das gilt auch für die FDP. Wo bitte wollte ich die FDP in die Nähe von Rechtsextrmismus rücken?

Ich habe das als Beispiel verwendet, dass 70 Jahre nach so einem Vorfall eine Partei völlig davon gelöst sein kann und keine Rolle mehr spielt. Im Falle der FDP sehe ich das auf jeden Fall als gegeben an. Die FPD ist in meinen Augen nicht mal ansatzsweise oder auch nur ein Hauch in der Nähe irgend eines Extremismus.
Zu Links habe ich oben schon mein Senf geschrieben. Auch hier nur ein rhetroischer Trick? Ich werde Linksextremismus nicht verteidigen. Aber den hast du, als du von der AfD angefangen hast auch nicht zum Thema gemacht.
Der Verfassungsschutz ist weisungsgebunden. In der Hinsicht wird es interessant, wenn die afD wirklich an die Macht kommt. Dann wendet sich ebenjener gegen die Linken und andere. Das hast du scheinbar nicht verstanden. Und seine Performance abseits von der afD ist nicht wirklich gut.
Doch, dass verstehe ich. Aber darum ging es doch nicht. Sage doch einfach, dass du den Verfassungsschutz nicht als Quelle dafür anerkennst, dass eine Partei extremistisch ist. Das ist doch zu akzeptieren. Das muss dann zwar auch für dein Beispiel oben mit der Landesregierung gelten. Aber auch das ist nur Rhetorik und keine Verteidigung meiner Seite von Links.
Ich persönlich würde schon sagen, dass in einer Aufzählung von Organisationen und Experten der Verfassungsschutz ein gewisses Gewicht hat. Ich würde das Gewicht jetzt nicht super hoch ansetzen, weil der Verfassungsschutz, so wie du sagst, durchaus Problem hat und befangen sein kann. Wir können da aber auch gerne andere Meinung sein. Dafür habe ich ja auch andere Quellen genannt.
In Deutschland gibt es eine vorgeblich linke Deutungshoheit. Ich schreibe extra vorgeblich, denn mit Links haben diese "Progressiven" Autoritären wenig zu tun. Precht spricht von den hohen sozialen Folgekosten wenn man nicht-progressive Meinungen äußert. Dafür gibt es Umfragen und Studien, die das einfangen. Interessant dazu ist sein letztes Gespräch mit Thilo Jung. Aber Vorsicht Thilo Jung ist ein "linker". Precht sieht das als Alt-Linker aber anders...
Hm, okay. Danke für die Erläuterung. Also hat gar nicht Links die Deutungshoheit und wie du am Anfang geschrieben hast, den Kampf über die freie Meinungsäußerung gewonnen, sondern irgendwas "Progressives". Kannst du das bennene? Was ist das? Ich bin mit Precht und Jung wirklich nicht vertraut.
Wo habe ich angezweifelt dass der Höcke-Flügel sehr weit rechts verortet ist? Der Rechtsextreme Kalbitz, den du ansprichst ist übrigens aus der afD geschmissen worden. Du schliesst von 3 Landesverbänden auf die ganze Partei. Nach deiner Logik müsste ich die ganze Linkspartei als antisemitisch ansehen. Das allerdings stimmt nicht. Ich differenziere hier, das solltest du umgekehrt auch machen.
Wo habe ich geschrieben, dass du das anzweifelst? Du hast die AfD in ihren Anfängen als konservativ bezeichnet und ich habe dem widersprochen und gesagt, dass sie einen liberalen, einen nationalkonservativen und einen völkisch-nationalistischen Flügel hatte. Ich würde das einfach nicht als konservativ betrachten. Das war meine Kritik.
Links war auch hier nicht das Thema, aber ich schätze die 180 Grad Wende muss komplett vollzogen werden. Ich bin nicht der Forist, der immer fordert wenn jemand AfD gesagt wird, auch Links gesagt werden muss und andersrum. Du hast das Thema Afd mit "Zum Thema Afd..." geöffnet. Mich erschleicht so langsam der Eindruck, dass du viel lieber und gerne über Links geredet hättest.
Die afD ist eine logische Entwicklung, wenn man sich mal mit den einfachen Menschen unterhält und in keiner Blase sitzt. Sprich mal mit einfachen Menschen auf der Straße, die normal arbeiten gehen und ihr Leben leben möchten. Die afD ist Arbeiterpartei geworden und hat dort die spD abgelöst. Wenn du also die Arbeiter mittlerweile als rechtsextrem siehst dann weiß ich auch nicht wo du das her hast. Das erstarken von Rechtspopulisten übrigens ist ein europaweites Phänomen.
Ich sehe die Arbeiter nichts als rechtsextrem. Ich sehe auch nicht alle Wähler der AfD als Rechtsextremisten. Das habe ich hier über die Jahre schon geschrieben und das ist bis heute so.
Unter dem Auge betrachtet und so wie du es sagst ist alles eine logische Entwicklung.
Zu deinem Abschluss. Ich sehe nicht die ganze afD als Rechtsextrem. Ich unterscheide da zwischen Rechtsextrem, Rechtspopulistisch und Konservativ. Du kommst stumpf mit dem Dampfhammer Rechtsextremismus und haust auf alles was dir nicht links genug ist (selbst die FDP). Das Thema afD hast du übrigens gestartet, indem du sie in eine Reihe mit dem IW Köln, dem Steuerzahlerbund und der afD gestellt hast. Daraufhin habe ich bezweifelt, dass die afD nicht wie alle anderen Parteien einfach nur an die Geldtöpfe will und sich auch im Staatsapparat versorgen will. Das ist sogar Kritik daran, dass die afD eine "neue" Kraft ist. Die afD scheint dein Lieblingsthema und vor allem dein Standardargument neben Rechtsextremismus zu sein. Ich sehe die Welt im Gegensatz zum Rechts- und Linksextremen nicht entweder Schwarz oder Weiß, sondern erkenne auch die Grautöne. Völlig neues Konzept. Und dass das Konzept der afD-Bekämpfung scheitert siehst du bei jeder Wahlumfrage.
Ich habe mir schon gedacht, dass du mir diesen Themenstart unterschiebst. Hätten wir nicht über die IW Köln reden können? Ich habe nicht erkannt, dass genau das deine Kritik war. Ich habe die AfD als legitimes Beispiel aufgeführt, die politisch diese Meinung vertritt. Mehr nicht. Das war nicht links, nicht rechts. Das steht bei denen so im Programm. Das die FDP das gleiche fordert rückt die Parteien übrigens nicht zusammen. Im Prinzip habe ich gemacht, was du in diesem Post schreibst und was ich deiner Meinung nach nicht kann. Ich habe sie in einer politische Diskussion die nichts mit rechts oder links zu tun hatte als ganz normale Partei verwendet, die eine legitime Forderung vertritt. Damit wollte ich nicht ausdrücken, dass die Forderung schlecht ist, weil sie von der AfD unterstützt wird. Wenn ich das ausdrücken wollen würde, dann würde ich das auch explizit machen. Auch die Gegenseite der Forderung wird nicht besser oder schlechter, nur weil ich da die Linke aufgeführt habe.
Mein Punkt war, dass man keine dieser Forderungen empirisch vertreten kann. In diesem ganzen Thema stecke kein Links oder Rechts. Dann kam die AfD als Thema mit einem Zitat aus den 70ern über die Grünen als Parallele und seitdem weiß ich nicht mehr was Thema ist und was du mirsagen willst. Wobei dich, seit diesem Post weiß ich es. Du versuchst irgendwie darzustellen, dass ich Linke und linksextremismus weniger schlimm finde als AfD und rechtsextremismus. Das letzte Bollwerk der Argumentation? Sorry, dass langweilt mich. Das kannst du machen, wenn ich hier mal linksextremismus verharmlose oder irgendwelche linken demokratiefeindlichen Parolen poste. Also ziemlich sicher nie. Von daher würde ich es auch hier beenden. Meine Neugier, was du mit der Parallele meintest ist mitterweile erloschen Ich habe keine Lust über dieses ewig gleiche Links Rechts Themen. Vielleicht magst du ja noch die Frage mit Precht beantworten. Ich verstehe den Unterschied nicht, den du meinst. Würde mich interessieren.
Das du es so siehst, dass ich nur über die AfD reden würde finde ich schade. Immerhin hatten wir hier schon sehr viele gute Diskussionen über alle möglichen Themen, die sich nicht um AfD drehten. Und ehrlich gesagt habe ich auch in fast jedem Post gefragt, warum wir eigentlich über die AfD reden. Ich hätte verzichten können.
Und zum Abschluss, weil das wirklich ein sehr schlimmes Missverständnis ist, wiederhole ich hier nochmal: Die FDP ist nicht rechtsextrem und ich möchte sie in keiner Weise in diese Richtung stellen.
Schönes Pfingstwochenende an Alle.
@Rossi: Ich versuche nächste Woche zu schreiben. Wobei dir die Antwort zu diesem "Und was ist mit Links"?, die ich auch aus deinem Post herauslese, vielleicht schon reichen. Ich weiß, dass hier ständig auf die Suche nach Doppelmoral und Heuchelei gegangen wird. Ich würde Doppelmoral gerne als Wort des Jahres 2026 im MTF nominieren. Aber ich hab so wenig Berühungspunkte zu Links. Ich wähle die nicht. Ich kenne nicht deren Gestalten. Ich verteidige keinen Linksextremismus, finde den toll oder gerechtfertigt. Wir mögen da unterschiedliche Gründe haben, aber auch ich brauche die nicht in der Regierung. Wenn du sagen würdest, dass Deutschland erschreckenderweiße die Ränder wählt und damit Links und AfD meint würde ich dir zustimmen, ohne die Linken auszuklammern. Ich sage allerdings auch nicht, dass linke Politik per se schlecht ist, weil links drauf steht. Das sage ich aber auch nicht über konservative/rechte Politik. Sogar bei der AfD gibt es Punkte im Programm, die ich so gerne realisiert sehen würde. So geht es mir auch bei links. Aber ich bin der Meinung und habe die Hoffnung, dass wir das auch ohne die hinbekommen.