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Autor Thema: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread  (Gelesen 1568670 mal)

Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3740 am: 09.September 2026, 21:14:38 »

Das war weniger ein Widerspruch zu deiner Aussage, sondern eher eine allgemeine Anmerkung zum Fachkräftemangel.
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OppaChonk

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3741 am: 09.September 2026, 21:50:34 »

Japan hat in Unternehmen auch solche Leute nennt sich Madogiwa-zoku (Fenstergucker). Im Englischen gibt es den Begriff Bullshit Jobs. Sie beschreiben alle das gleiche Phänomen.

Just my two cents: 窓際族 (madogiwazoku) beschreibt etwas komplett anderes, als du in deinen letzten Posts benannt hast. In der japanischen Arbeitskultur ist es üblich, "auf Lebenszeit" in einer Firma angestellt zu werden und deshalb eher selten, dass Unternehmen redundante Arbeitnehmer*innen rausschmeißen, weshalb sie ihnen diese "Fenstergucker"-Jobs geben. Die betreffenden Personen (meistens älteren Semesters) sitzen dann wortwörtlich den ganzen Tag an ihrem Platz und müssen die Zeit irgendwie totschlagen, weil sie keine richtigen Aufgaben und erst recht keine Verantwortung haben. Das mag für manche vielleicht eine Traumvorstellung von einer Arbeitsstelle zu sein, kollidiert aber extrem mit der schon erwähnten japanischen Arbeitskultur, in welcher sich auch über den Job definiert wird. In den letzten Jahren wurde das noch weiter ins Extreme getrieben, und die madogiwazoku werden in extra dafür vorbereitete Räume gesetzt.  追い出し部屋 (odaishibeya), sehr oft ohne Fenster oder irgendeine Ablenkung, in welchem diese dann in absoluter Langeweile die Zeit verbringen müssen. Dies führt dann noch mehr zu 村八分 (murahachibu) - dem Von-der-Gruppe-Ausgeschlossen-sein, was wieder mit der japanischen (Arbeits-) Kultur kollidiert.

Ziel seitens der Firmen ist es natürlich, dass diese Personen von selbst kündigen und damit auf Ansprüche verzichten, welche es bei einer Firmen-seitigen Kündigung normalerweise gäbe (Abfindung etc.).

Ich hab doch eine Definition geliefert. Keine Verantwortung, Zeit totschlagen, geringe Produktivität. Dass das in Japan genutzt wird um Leute loszuwerden ist mir bewusst. Das Mindset der Japaner ist auch ziemlich einzigartig. Das muss man auch nicht kopieren.

Deine Definition war, dass diese Jobs von Menschen freiwillig angenommen werden, deiner Meinung nach würde "fast jeder so einen Job annehmen, wenn er die Gelegenheit dazu hätte". Oder hier: "Wenn ihr dir das gleiche Geld für weniger Arbeit biete, würdest du wahrscheinlich sofort annehmen, ich auch. Das liegt in der Natur des Menschen, den einfachen Weg zu gehen. Japan hat in Unternehmen auch solche Leute nennt sich Madogiwa-zoku (Fenstergucker)."

Aber passt schon, eigene Fehler eingestehen ist so eine Sache in diesem Thread.
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3742 am: 09.September 2026, 22:45:07 »

@DragonFox : Ich finde es wild, dass du scheinbar einer der wenigen bist, die immer den schweren Weg nehmen. Ich dachte Einhörner sind was seltenes. Und ja : Wenn ich die Wahl habe, einen Bagger zu nehmen oder eine Schaufel, dann nehme ich natürlich den Bagger. Aber so ist die Menschheit immer produktiver geworden. Dieser Ansporn, sich die Arbeit zu erleichtern, hat die Menschheit tatsächlich produktiver gemacht. Das scheinst du zu vergessen. KI und Automatisierung haben viele auch schon vorher genutzt, um z.B. 2 Jobs gleichzeitig zu machen und ihr Einkommen zu maximieren (USA). Und nun ich habe weder den richtigen Studiengang, noch die richtige politische Einstellung oder das nötige Vitamin B, um das zu ergattern. Ich werde so einen Job nie bekommen. Traurig darüber bin ich nicht, ich kann auch mit meinem jetzigen Job ganz gut leben. Man gewöhnt sich halt daran, jeden Tag auf Arbeit zwischen 12000 und 15000 Schritte zu machen. Spare ich mir immerhin das Fitnessstudio und muss nicht joggen gehen.

Wenn du glaubst, dass ich darauf hinaus wollte bist du auf dem Holzweg.

Abgesehen davon gibt es diese Einhörner. Es gibt genug Menschen, die einen schweren Job machen, obwohl sie es einfacher haben könnten. Gründe gibt es dafür auch genug. Das hat nichts mit Einhörnern zu tun und das ist auch kein Bullshitjob. Einige der Gründe machen den Job nämlich genau zum Gegenteil.

Ich habe ja bereits gesagt, dass ich deine grundsätzliche Kritik nachvollziehen kann. Die Art und Weiße wie du es ausdrückst und damit sehr viele Menschen über einen Kamm scheerst finde ich trotzdem seltsam. Da wir uns im Kreis drehen war es das von mir aber auch zu dem Thema.


Der Fachkräftemangel ist die Differenz zwischen den von Unternehmen gemeldeten offenen Stellen beim Arbeitsamt ...
Also doch die Selbsteinschätzung der Unternehmen.
Es sind Daten der Agentur für Arbeit und keine Umfrage zur Einschätzung an Unternehmen. Darauf wollte ich mit meinem Kommentar hinaus. Das Unternehmen darauf Einfluss haben stimmt. Dass es die Rechnung dadurch verzerren kann stimmt auch. Ich nehme an, die Verzerrung hätte eine andere Qualität. Sei es drum, letztendlich gibt es dafür Möglichkeiten das zu korrigieren. Die Agentur für Arbeit versucht zum Beispiel verschieden lang bestehende offene Ausschreibungen unterschiedlich zu bewerten. Wenn man dagegen Aussagen von Unternehmen im Rahmen eine Umfrage unterschiedlich bewertet wäre das methodisch zweifelhaft.
Meine Kernaussage, dass die Berechnungen zum Fachkräftemangel solider sind, als eine Umfrage bei Unternehmen zur Einschätzung von Bürokratiekosten, finde ich trotzdem korrekt. Und dabei wollte ich auch nicht sagen, dass ich die Berechnungen wesentlich aussagekräftiger halte oder so eine Umfrage im Vergleich für weniger aussagekräftig, sondern nur, dass der Vergleich an der Stelle hinkt.
« Letzte Änderung: 09.September 2026, 22:50:04 von DragonFox »
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TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3743 am: 09.September 2026, 22:46:30 »

@ OppaChonk : Ich versuche es dir einmal zu erklären : Sie haben den Job angenommen, damals unter anderen Vorzeichen. Es hat sich dann aber in eine Richtung entwickelt, wo einige nicht hinwollten. Und trotzdem ist das grundlegende Element vorhanden : Kaum eigene Verantwortung, wenig Arbeitsbelastung, geringe Produktivität.

Und zum Fehler eingestehen. Ich bin so ziemlich der, der am häufigsten eigene Fehler anerkennt. Lies dir mal den Thread durch.

Wir sind hier doch in einem Fussballforum : Wieviele Fussballer gehen den leichten Weg und folgen dem Geld. Cristiano Ronaldo hätte ja laut eurer Logik niemals nach Al Nassr gehen dürfen, sondern sich weiter in Europa durchbeißen müssen. Wieviel junge Fussballer gehen lieber nach Saudi-Arabien. Ein vermeintlich schneller Weg zu viel Geld mit weniger Konkurrenzdruck. Anstatt in Europa extrem viel Konkurrenz zu haben, geht man halt lieber in eine schwächere Liga, die gut zahlt. Vielleicht versteht ihr jetzt was gemeint ist.Noch ein Beispiel gefällig? Geh mal in eine beliebige Firma und frage die einfachen Mitarbeiter. Ich kann bei mir in der Filiale einmal durchgehen. 8 von 10 Mitarbeiter wollen keine Vertretung machen. Warum? Weil man dann die Verantwortung trägt und die Arbeitsbelastung höher ist. Das ist nunmal nicht jedermans Sache. Muss es auch nicht sein. Aber das komplett zu verkennen, das finde ich schon befremdlich. Unterhaltet ihr euch überhaupt mit normalen arbeitenden Leuten? Deswegen Lifestyle-Linke und deswegen die Vergleiche mit dem Elfenbeinturm.
@DragonFox : Ja es mag diese Leute geben. Sie sind aber tatsächlich eine Minderheit. Und viele dieser Leute bezahlen dafür einen hohen Preis.Viele Landwirte gehören z.B. dazu. Viele Arbeitsstunden, geringe Bezahlung etc. Dementsprechend schwer finden diese Berufe auch Mitarbeiter oder im Fall von Bauernhöfen auch Nachfolger für den Hof. Gastronomie ist ein weiteres Beispiel. Viele sind dort, weil sie den Job lieben, trotz der Bedingungen. Aber auch das verfliegt irgendwann. Viele aus der Gastronomie wechseln z.B. in den Einzelhandel.

« Letzte Änderung: 09.September 2026, 22:50:18 von TNDO »
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3744 am: 10.September 2026, 08:25:00 »

Es sind Daten der Agentur für Arbeit und keine Umfrage zur Einschätzung an Unternehmen.
Die Unternehmen melden die offenen Stellen an die Arbeitsagentur, also schätzt das Unternehmen die Lage so ein, dass sie noch einen Mitarbeiter brauchen könnten, wenn er denn alle sehr hoch gesteckten Erwartungen erfüllt. Einen jungen hochqualifizierten Mitarbeiter findet man aber sowieso nicht bei der Arbeitsagentur und die älteren Arbeitnehmer, die man dort finden könnte, sind ja oft aus mehreren Gründen nicht gewollt. Unternehmen melden auch dann offene Stellen und schalten Stellenanzeigen, obwohl sie überhaupt niemand brauchen. Das hört sich paradox an, dient aber der Imagepflege, man signalisiert nach außen, dass man auf Wachstumskurs ist, dazu gehört auch das öffentliche Gejammer über fehlende Fachkräfte.

Zitat
Meine Kernaussage, dass die Berechnungen zum Fachkräftemangel solider sind, als eine Umfrage bei Unternehmen zur Einschätzung von Bürokratiekosten, finde ich trotzdem korrekt.
Das mag so sein, eine Umfrage ist für die Unternehmen natürlich "billiger" als o.g. Verhalten.

Ich finde den Abgleich "offene Stellen" vs. "Arbeitslose" nicht zielführend, um einen wie auch immer gearteten Fachkräftemangel zu messen. Da bräuchte man eher Zahlen wie "entgangene Aufträge wegen zu wenig Fachkräften", auch die Zahl der Überstunden oder "burn out"-Diagnosen in einer Branche könnten ein Hinweis sein. Wobei Letzteres auch auf unfähiges oder überfordertes Führungspersonal hindeuten könnte.

Imho ist Fachkräftemangel nicht so einfach messbar, man darf den Unternehmen nicht blind die erwünschten Zahlen abkaufen, weil da immer auch eine Kostenkomponente enthalten ist, Unternehmen wollen den am besten ausgebildeten Facharbeiter möglichst jung und möglichst "billig" haben, dazu wollen sie die große Auswahl. Die gibt es aber eigentlich schon länger nicht mehr, es ist ja kein neues Phänomen, dass immer weniger Kinder in D geboren werden.

Hinzu kommt die dynamische Situation, der Maschinenbauer, der es jetzt schwer hat, weil die Autoindustrie lahmt, wurde schon angesprochen. Jetzt brauchen wir viele Kranken- und Altenpfleger, weil die Gesellschaft altert. Aber eine Garantie ist das auch nicht, AI und Robotik machen riesige Fortschritte, entsprechende humanoide Roboter werden in der Pflege Einzug halten. Schon jetzt werden Roboter erprobt, die den alten Menschen einfach nur Gesellschaft leisten, was einen positiven Effekt hat. Roboter, die die Pflege übernehmen oder dabei unterstützen sind auch schon in der Erprobung, es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser Fachkräftemangel auch erledigt hat.

Die Arbeitswelt wird sich sehr stark wandeln, es müssen zukunftsfähige Konzepte her, wie sich ein Sozialstaat überhaupt noch aufrecht erhalten lassen kann, wenn die Steuereinnahmen aus Arbeit stark einbrechen. Das muss auch im Sinne der Unternehmen sein, die daran arbeiten, menschliche Arbeitskraft zu ersetzen, denn wenn kaum noch jemand arbeitet, hat auch kaum noch jemand Geld, um deren Produkte zu kaufen.
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Viking

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3745 am: 10.September 2026, 16:35:48 »

Aktuelle Umfrage zur MV Wahl.
https://x.com/Wahlen_DE/status/2097990829180604626
CDU bei 7%, würde mich nicht wundern, wenn es da bis zur Wahl noch weiter runter geht. Das SPD hoch kann man an Schwesig festmachen.

Falls Siegmund MP wird, dann gehe ich davon aus, dass das Bundesland wo es nur geht blockiert wird, Gelder gestrichen werden und dem MP Knüppel zwischen die Beine geworfen wird.

Dieses undemokratische Verhalten wird dann als "aufrechter Kampf gegen Rechts" zur Rettung "unserer Demokratie" verkauft und wird der AfD einmal mehr die Möglichkeit der Opferrolle und Rechtfertigung, warum man die Wahlversprechen nicht einlösen kann, verschaffen.

Da sich die etablierten Parteien mit diese Maßnahmen zufrieden geben und ansonsten dem "weiter so" in ihrer Politik frönen, wird insbesondere die Union massiv Wählerstimmen verlieren.

Der linke Block steht bei roundabout 40%, mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger, da wandern die Stimmen höchstens untereinander, die Union verliert aber an die AfD und diese Wählerstimmen sind nur schwer zurückzugewinnen, besonders wenn man auf linke Koalitionspartner angewiesen ist, die konservative Politik verabscheuen und blockieren.

Imho ist die Union stark in ihrer Existenz gefährdet und ich weiß nicht, wie sie aus dieser Zwangslage jemals wieder rauskommen will.
Er kann die Versprechen ja auch als MP gar nicht umsetzen,wie will er denn z.B Migrations und Energiepolitische Themen lösen. Allgemein ging es im Wahlkampf ja nicht groß um Sachsen-Anhalt sondern eher um eine Botschaft an Merz und auf der anderen Seite um das verhindern der AfD, eigentlich schienen die Leute mit der CDU ja ganz zufrieden zu sein wenn es nur um das Bundesland geht.
+ Siegmund hat als Kandidat auch gezogen war aber inhaltlich auch eher schwach, habe ein paar mal gesehen wie Fragen ausgewichen ist und das mit guter Laune überspielt hat, nur ist das kein Punkt für die anderen Parteien weil die eben auch viel Mist erzählen.

Interessant finde ich,dass wirklich jede Partei Nichtwähler mobilisieren konnte.
So wie da teilweise die Demokratie kaputt geredet wurde ist die hohe Wahlbeteiligung doch ein starkes Zeichen. https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/waehlerwanderung-landtagswahl-sachsen-anhalt-2026-102.html
Ich kann mir nicht vorstellen,dass da eine stabile Regierung zusammenkommt, bei AfD+BSW müsste man sich darauf verlassen,dass es keine Abweichler gibt, was bei der Truppe unwahrscheinlich ist und ein Zusammenschluß aus CDU,SPD,Linken,Grünen und BSW nur um die AfD zu verhindern bekäme doch auch nichts zustande.
Bin mal gespannt ob sich die Verfassungsschutzbewertung verändert falls die AfD übernimmt.  :D

Merz Reaktion auf die Wahl fand ich komisch,er wirft der AfD geplante "ethnische Säuberung" vor in welche Richtung soll das gehen?  Frage mich wirklich ob die ihn absägen, wahrscheinlich wird dann ein Wüst installiert und alle wundern sich warum es noch weiter runter geht.  :P

Vorhin gelesen, dass die EU Hilfsgelder nach Spanien überweist um die Krise in Ceuta in den Griff zu bekommen,die Geschichte da zeigt mMn das nach 2015 nicht genug passiert ist und man auch nicht wirklich bereit ist hart durchzugreifen, zwischendurch wurde ja auch verbreitet das es gar keine Krise mehr ist und nur durch Berichterstattung von Rechten aufgebauscht wird und jetzt fließen wieder 100 Millionen.
Ich frage mich wirklich was da das Problem ist, Marokko ist kein 3. Weltland, es herrscht kein Krieg vor dem man Asyl beantragen müsste und soweit ich weiß gibt es auch keine große Verfolgung irgendwelcher Gruppen, um die Grenze wieder zu überqueren müssten die Leute nicht lange gehen und trotzdem wird da ein Aufstand gemacht um die Menschen dazubehalten und es fahren sogar "Helfer" aus Deutschland dahin und beschweren sich, dass sie von Einheimischen nicht freundlich empfangen werden.
https://www.welt.de/politik/ausland/article6aa185c97864931663e724d0/spanische-exklave-wenn-ceuta-untergeht-geht-europa-unter-eu-billigt-nach-drastischer-warnung-millionenhilfe.html
https://dresden.t-online.de/region/dresden/id_101413888/-unberechenbare-gefahr-helfer-aus-dresden-erleben-angriffe-in-ceuta.html
https://www.welt.de/politik/ausland/plus6a9a784208c763dcf81f3a3e/spanien-nachts-kommen-kleine-boote-an-die-migranten-auf-das-festland-bringen.html


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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3746 am: 10.September 2026, 17:03:30 »

DAS große Thema der AfD ist und bleibt die illegale Migration und wenn solche Sachen wie in Ceuta passieren, dann gibt das der AfD Auftrieb und solange die anderen Parteien an dem jetzigen Zustand nichts ändern, solange wird der AfD Höhenflug andauern.

Ich habe heute Morgen kurz den Innenminister sprechen hören, er hat seine Regierung gelobt, dass jetzt viel weniger Leute einreisen und einen Asylantrag stellen, dass Deutschland nur noch das viertbeliebteste Zielland ist. Das ist sicher positiv, aber kann nur ein Anfang sein, der nächste Schritt muss sein, die Leute, die kein Recht auf Asyl mehr haben, nach Hause zu bringen.

Was der Merz da von ethnischen Säuberungen erzählt, du meine Güte. Was kommt als nächstes, der Vorwurf, einen Genozid begehen zu wollen? Das zeigt aber nur auf, dass diese Politiker immer noch nicht verstanden haben, warum die AfD so erfolgreich ist. Menschen, die kein Recht auf Asyl mehr haben, nach Haus zu schicken ist keine "ethnische Säuberung", sondern rechtsstaatliches Handeln, im Einklang mit internationalem Recht.
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TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3747 am: Gestern um 01:01:58 »

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/insolventer-integrationsverein-was-wir-wissen-und-was-nicht,integrationsverein-104.html
So läuft das bei NGOs. Zeugen die darauf hinweisen werden zu Hause besucht, die spd interessiert es einen Scheiss, selbst wenn die Iri Scheiben von Zeugen zerstört und mit ihrem Ehemann mit dem Tod droht. Aber wir haben ja kein Problem mit NGO-Korruption.
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OppaChonk

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3748 am: Gestern um 09:23:53 »

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/insolventer-integrationsverein-was-wir-wissen-und-was-nicht,integrationsverein-104.html
So läuft das bei NGOs. Zeugen die darauf hinweisen werden zu Hause besucht, die spd interessiert es einen Scheiss, selbst wenn die Iri Scheiben von Zeugen zerstört und mit ihrem Ehemann mit dem Tod droht. Aber wir haben ja kein Problem mit NGO-Korruption.

Zitat aus dem von dir verlinkten Artikel: "Die SPD hat in einer Erklärung die lückenlose Aufklärung der Vorwürfe gefordert."

Aber ja, "die spd interessiert es einen Scheiss".
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TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3749 am: Gestern um 09:46:58 »

Mittlerweile ja, da hast du recht und jetzt kommt das aber : Über Jahre hat die spD Hinweisgeber komplett ignoriert. Erst durch den öffentlichen Druck haben sie ihre Meinung geändert.
Und du vergisst übrigens ihre Rolle in der Vergangenheit. Ich zitiere da mal

Nach Recherchen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat sich die frühere niedersächsische Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf mehrfach für den Integrationsverein eingesetzt und unter anderem auch Empfehlungsschreiben aufgesetzt. Solche Schreiben sollten Hülya Iri die Akquise von Fördermitteln erleichtern. Auch die Stadt Hannover hatte Iri Empfehlungsschreiben ausgestellt


https://taz.de/Mutmasslicher-Subventionsbetrug/!6183624/
Wie man hier in der TAZ lesen kann wurden Vorwürfe von der spD lange nicht ernst genommen.

https://taz.de/Staatsanwaltschaft-ermittelt/!6172469/

Die spD hat es nicht ernstgenommen weil zu unspezifisch. Die Hinweisegeber haben sich wohl dann auch an andere Stellen gewendet, unter anderem auch an die afD. Und nur die und das BamF (was wohl mittlerweile Verdacht geschöpft hatte) haben das ernstgenommen und so kam es dann in den Bundestag.
« Letzte Änderung: Gestern um 13:23:01 von TNDO »
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3750 am: Gestern um 14:12:28 »

Ich finde den Abgleich "offene Stellen" vs. "Arbeitslose" nicht zielführend, um einen wie auch immer gearteten Fachkräftemangel zu messen. Da bräuchte man eher Zahlen wie "entgangene Aufträge wegen zu wenig Fachkräften", auch die Zahl der Überstunden oder "burn out"-Diagnosen in einer Branche könnten ein Hinweis sein. Wobei Letzteres auch auf unfähiges oder überfordertes Führungspersonal hindeuten könnte.

Imho ist Fachkräftemangel nicht so einfach messbar, man darf den Unternehmen nicht blind die erwünschten Zahlen abkaufen, weil da immer auch eine Kostenkomponente enthalten ist, Unternehmen wollen den am besten ausgebildeten Facharbeiter möglichst jung und möglichst "billig" haben, dazu wollen sie die große Auswahl. Die gibt es aber eigentlich schon länger nicht mehr, es ist ja kein neues Phänomen, dass immer weniger Kinder in D geboren werden.

Das ist auch nur die eine Berechnung. Es gibt mehrere Modelle und auch Befragungen. Laut IFO haben in den letzten Jahren weit über 30% der Unternehmen ausgesagt, dass sie Probleme mit dem Fachkräftemangel haben. Kann sein, dass die die Frage falsch verstehen und "möglichst günstige qualifzierte Arbeitskräfte meinen"... Aber in der Umfrage geht es einfach um "qualifizierte Arbeitskräfte". Ansonsten misst die Bundesagentur für Arbeit in einer eigenen Anlayse. Sowohl das Institut für deutsche Wirtschaft als auch die Fachkräftesicherung für kleine und mitllere Unternehmen rechnen mit eigenen Modellen. Es gibt Studien von zb Bertselsmann, usw. Daten dazu kommen vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, vom Statistischen Bundesamt und Bundesinstitut für Berufsbildung.

Eigentlich kommen alle zum Schluss, dass es aktuell abhängig von Berufen, Qualifikationen und Regionen Engpässe gibt. Gleichzeitig ist Konsens, dass es kein flächendeckenden oder gesamtwirtschaftlichen Fachkräftemangel gibt.
Man kann zweifeln und anerkennen wie schwer und komplex es ist zu diesem Schluss zu kommen. Aber ich sehe die Situation eigentlich recht gut, nüchtern und ziemlich umfrangreich erhoben.

Prognosen sind dann nochmal eine ganz andere Sache, aus Gründen die du gennant hast. Wenn man sich Einschätzungen aus den frühen 90ern für 10, 20 oder sogar 30 Jahre ansieht erkennt man, wie unsicher das alles ist. Ich halte Prognosen in 3-5 Jahre Zukunft für sinvoll. Alles darüber muss schon mit sehr großer Vorsicht genossen werden. Abgesehen von erwartbaren Entwicklungen wie dem demografischen Wandel werden da sehr viele Annahmen getroffen. Es wird zwar in den Studien groß geschrieben, dass die Ergebnise mit großer Vorsicht zu betrachten sind. In der Presse und wenn Politiker diese Zahlen aufnehmen und Forderungen oder Pläne ableiten scheinen diese dann manchmal auf der Strecke zu bleiben.


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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3751 am: Gestern um 14:30:02 »

Sei es, wie es sei, einen wie auch immer gearteten Fachkräftemangel durch Einwanderung von jungen Männern mit rudimentärer Schulbildung lösen zu wollen, hat sich jedenfalls als Irrweg herausgestellt.

Ich finde es auch ziemlich pervers, armen Staaten die mühsam ausgebildeten Fachkräfte wegzunehmen. Für ein Land wie Afghanistan, Syrien oder für afrikanische Länder ist es eine sehr teure Angelegenheit, zum Beispiel Ärzte auszubilden.

Die wir dann "billig" abgreifen und die dann vor Ort fehlen, da rücken dann "Ärzte ohne Grenzen" auch mit dt. Ärzten ein. Gleichzeitig leisten wir uns einen NC, der es selbst Abiturienten mit einem 1,x Schnitt unmöglich macht, in D Medizin zu studieren. Für mich ist das alles völlig hirnrissig.
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3752 am: Gestern um 15:20:22 »

Sei es, wie es sei, einen wie auch immer gearteten Fachkräftemangel durch Einwanderung von jungen Männern mit rudimentärer Schulbildung lösen zu wollen, hat sich jedenfalls als Irrweg herausgestellt.

Ich finde es auch ziemlich pervers, armen Staaten die mühsam ausgebildeten Fachkräfte wegzunehmen. Für ein Land wie Afghanistan, Syrien oder für afrikanische Länder ist es eine sehr teure Angelegenheit, zum Beispiel Ärzte auszubilden.

Die wir dann "billig" abgreifen und die dann vor Ort fehlen, da rücken dann "Ärzte ohne Grenzen" auch mit dt. Ärzten ein. Gleichzeitig leisten wir uns einen NC, der es selbst Abiturienten mit einem 1,x Schnitt unmöglich macht, in D Medizin zu studieren. Für mich ist das alles völlig hirnrissig.

Was man dann aus der Erkentniss dieser Studien macht und die Politik die man daraus ableitet steht auch auf einem anderen Blatt. Das geht aber weit von meinem eigentlich Kommentar weg, dass es dazu sehr wohl Berechnungen gibt und ob der Fachkräftemangel (mit Einschränkungen) existiert und ist ein anderes Thema.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3753 am: Gestern um 18:10:57 »

Das ist aber doch der Kernpunkt: wir müssen jeden reinlassen und aufnehmen weil Fachkräftemangel. Und weil nur der Bruchteil der Ankommenden wirkliche Fachkräfte sind, ist die AfD so stark.
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Pico

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3754 am: Gestern um 18:52:11 »

Beschulen, Ausbilden, Fortbilden ist die Antwort um den errechneten Fachkräftemangel (da sind ja diverse Branchen betroffen) zu begegnen. Darüberhinaus gibt es auch Programme von vielen Firmen, die bereits mit Schulen in den Herkunftsländern unterrichten und die Besten bekommen in DE von den jeweiligen Unternehmen Ausbildung oder Arbeit.
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TNDO

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3755 am: Gestern um 19:56:30 »

Beschulen, Ausbilden, Fortbilden ist die Antwort um den errechneten Fachkräftemangel (da sind ja diverse Branchen betroffen) zu begegnen. Darüberhinaus gibt es auch Programme von vielen Firmen, die bereits mit Schulen in den Herkunftsländern unterrichten und die Besten bekommen in DE von den jeweiligen Unternehmen Ausbildung oder Arbeit.
Wenn wir das so machen würden, dort sozial schwachen eine Schulbildung zu geben, sie auszubilden und Deutsch beizubringen, sowie ihnen die Regeln des Zusammenlebens in Deutschland näherzubringen, dann würde ich das auf jeden Fall unterstützen. Das wäre natürlich für die ganzen "Offene-Grenzen"-Apologeten zu teuer. Lieber entweder Fachkräfte ohne selbst zu zahlen den Ländern klauen (auch Syrien braucht Ärzte) oder es kommen Sozialleistungsbezieher, da die Ausbildung nicht ausreicht. Fall 1 schadet dem Auswanderungsland, Fall 2 dem Einwanderungsland. Ich habe lieber ein Win-Win und dann braucht es auch keine "Obergrenze" für Migration.

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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3756 am: Gestern um 20:23:42 »

Beschulen, Ausbilden, Fortbilden ist die Antwort um den errechneten Fachkräftemangel (da sind ja diverse Branchen betroffen) zu begegnen.
Yep, zum Beispiel mit arbeitslosen Menschen. Denen werden aber lieber so tolle Sachen wie das xte Lebenslauftraining angeboten.
« Letzte Änderung: Gestern um 20:26:34 von Signor Rossi »
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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3757 am: Gestern um 20:45:59 »

Das ist aber doch der Kernpunkt: wir müssen jeden reinlassen und aufnehmen weil Fachkräftemangel. Und weil nur der Bruchteil der Ankommenden wirkliche Fachkräfte sind, ist die AfD so stark.

Das ist dein Kernpunkt. Ich habe über Fachkräftemangel an für sich und Wege wie man Aussagen darüber treffen kann geschrieben.
Zu deinen zwei Aussagen: Wenn jemand "jeden reinlassen" auf Fachkräftemangel reduziert, würde ich sagen, dass das stark verkürzt ist. Genau so wie das die Stärke der AFD etwas multikausaler ist als die Quote der ankommenden Fachkräfte.


Zu Syrien:
Interessante Metapher, die hier aufgemacht wird von Menschen-Klau aus Syrien. Als würde Deutschland die Menschen vom Campus entführen und gegen ihren Willen im Land beschäftigen. In Syrien gab es ein Diktator, der sein Volk bombadiert hat und da flohen die Menschen.
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Signor Rossi

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3758 am: Gestern um 20:54:14 »

Das ist dein Kernpunkt.
Nein, das ist der Kernpunkt, warum die AfD gewählt wird :police:

Zitat
In Syrien gab es ein Diktator, der sein Volk bombadiert hat und da flohen die Menschen.
Dieser Diktator ist seit bald 2 Jahren weg, der Bürgerkrieg ist zu Ende, die Menschen haben keinen Schutz mehr nötig und gehen nach Hause.
« Letzte Änderung: Gestern um 20:56:01 von Signor Rossi »
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DragonFox

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Re: Die Qualen mit den Wahlen - Der Politikthread
« Antwort #3759 am: Gestern um 21:14:24 »

Nein, das ist der Kernpunkt, warum die AfD gewählt wird :police:

Deiner Meinung nach.  ;) Aktuelle Umfragen und Experten zeichnen ein differenziertes Bild.

Dieser Diktator ist seit bald 2 Jahren weg, der Bürgerkrieg ist zu Ende, die Menschen haben keinen Schutz mehr nötig und gehen nach Hause.

Na, wenn das so ist, dann ist es ja gar nicht so schlimm, dass die syrischen Fachkräfte für eine Weile sicher in Deutschland gelebt haben. Natürlich haben sie die Wahl wieder nach Hause zu kehren. Oder worum ging es gerade mit Syrien?
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