Ferencvárosi Torna Club
Ferencváros Budapest (offiziell: Ferencvárosi Torna Club; deutsch Turnverein Franzstadt), ist ein ungarischer Sportverein aus der Hauptstadt Budapest. Heimat und Namensgeber des Vereins ist der südöstliche IX. Stadtbezirk Ferencváros (deutsch Franzstadt), der nach dem österreichischen Kaiser Franz I. benannt ist. Die Farben des 1899 gegründeten Vereines sind Grün und Weiß.
Die Fußballabteilung des FTC blickt zurück auf eine Geschichte als erfolgreichster Club Ungarns. Sie ist mit 28 bzw. 20 Titeln Rekordmeister und -pokalsieger des Landes und vertrat Ungarn auch auf europäischer Ebene. Die von den Fans oft Fradi genannte Mannschaft, spielte von 1901 bis zum Zwangsabstieg 2006 ununterbrochen in der ersten ungarischen Fußball-Liga. Der Wiederaufstieg gelang 2009.
Neben Fußball betreibt der FTC Sektionen für Turnen, Handball, Basketball, Hallenfußball (Futsal), Radfahren, Wasserball, Eishockey, Ringen, Schwimmen, Leichtathletik, Curling, Kajak und Kegeln und kann auch hier zahlreiche nationale und internationale Erfolge aufweisen.
(Quelle Text und beide Grafiken: http://de.wikipedia.org/wiki/Ferencv%C3%A1ros_Budapest)Warum ausgerechnet Fradi?
Bekanntermaßen habe ich nicht so große Lust, in den Top-Ligen zu managen und schon gar nicht mit Vereinen, bei denen ohnehin klar ist, dass am Ende der Saison eine Trophäe im Schrank stehen wird. Ferencváros hat eine große Tradition, hinkt aber den Erfolgen vergangener Tage hinterher; zur neuen Saison bezieht der Verein ein neues Stadion, ist international vertreten und hat ein paar bekannte Gesichter in seinen Reihen.
Mit Philipp Bönig habe ich selber in der Jugend bei Eintracht Freising zusammengespielt, bevor er zum FC Bayern und dann weiter nach Duisburg und Bochum gewechselt ist und Benjamin Lauth kenne ich, seit er 18 Jahre alt war und wir stehen noch immer in Kontakt, wenn auch seit seinem Wechsel nach Ungarn ein bisschen seltener. Das soll sich aber ändern, denn im April will ich ihn mal in Budapest besuchen.
Dann wollen wir doch mal sehen, ob wir Fradi wieder zu altem Ruhm verhelfen können...
Transfers
Da wir neben der Liga noch in zwei Pokalwettbewerben und in der Europa League-Quali ranmüssen, ist es mir wichtig, einen breiten Kader zur Verfügung zu haben, um ggf. ordentlich rotieren zu können. Aus diesem Grund habe ich auch direkt drei Spieler von der 2. Mannschaft bzw. aus dem Jugendbereich hochgezogen, die ab sofort mit den Profis trainieren und auch zum Einsatz kommen werden.
Eigentlich hatte ich nicht vor, den Kader zur neuen Saison groß zu verändern, doch als das Angebot für meinen besten Verteidiger, David Mateos, hereinflatterte, konnte ich angesichts der finanziellen Situation nicht "nein" sagen. 1,7 Mio. Euro sind für ungarische Verhältnisse wirklich sehr viel Geld und halten uns eine Zeit lang ordentlich über Wasser.
Drei Tage später verließ uns zudem der 34-jährige Serbe Vladan Cukic in Richtung seiner Heimat und schloss sich Partizan Belgrad an.
Als Ersatz für Mateos gelang mir die Verpflichtung des ungarischen Innenverteidigers Béla Balogh vom Erstligisten Pesci Mecsek; er tritt in große Fußstapfen, aber ich habe Vertrauen, dass er seine Sache gut machen wird.
Kader
Ehrlich gesagt waren mir die meisten Spieler gänzlich unbekannt, sodass ich völlig unbelastet an die Sache herangehen konnte. Natürlich war ich froh, als ich feststellte, dass Lauth und Bönig von den Fähigkeiten her Stammspieler sind, da es mir doch schwergefallen wäre, einen der beiden draußen zu lassen.
Tor
Dibusz ist die Nummer 1, Jova sein erster Vertreter; Rigó dürfte den Verein ablösefrei verlassen, aber bislang habe ich keinen Abnehmer gefunden.
Abwehr
Links hinten ist Pippo Bönig gesetzt, Predrag Bosnjak steht als Alternative bereit.
Auf der rechten Abwehrseite hat Emir Dilaver das meiste Potential, wird aber - je nach Taktik - auch im defensiven Mittelfeld benötigt, sodass auch der junge Krisztián Kárász zu seinen Einsätzen kommen wird.
In der Innenverteidigung haben Neuzugang Balogh und Werder-Leihgabe Mateo Pavlovic die besten Karten; Gyömbèr und Nalepa müssen sich zunächst gedulden.
Mittelfeld
Emir Dilaver ist eindeutig die erste Wahl auf der defensiven Mittelfeldposition, doch auch Gyömber, Batik, Nalepa, Busai oder Csilus könnten dort aushelfen.
Im zentralen Mittelfeld kämpfen Kukuruzovic, Nagy und Buzsáky um die zwei zu vergebenden Plätze. Leider hat sich Kukuruzovic schon zweimal verletzt, sodass die anderen beiden davon profitieren konnten. Auch Batik, Kleizer und Busai kamen hier bereits zum Einsatz.
Daniel Böde ist zwar mit Sicherheit einer unserer besten Spieler, hat aber das Pech, dass die Position im zentralen offensiven Mittelfeld nur in einer meiner drei Taktiken vorgesehen ist, sodass er entweder nach rechts ausweichen oder gar auf der Bank Platz nehmen muss. Dennoch erachte ich ihn als sehr wichtigen Spieler in unserem Kader.
Auf der linken Außenbahn führt kein Weg am Belgier Roland Lamah vorbei, der durch seine Schnelligkeit und Torgefahr brilliert. Hinter ihm brennt unser Supertalent Dávid Holman auf Einsätze und macht seine Sache richtig gut.
Die rechte Außenbahn ist ebenfalls hart umkämpft: zunächst schien der Brasilianer Somália das Rennen zu machen, doch dann zog Oldie Zoltán Gera durch großartige Leistungen an ihm vorbei. Tomislav Hajovic könnte im offensiven Mittelfeld auf allen Positionen spielen, ist aber überall nur zweite Wahl; dennoch ein solider und wichtiger Back-Up.
Angriff
Benny Lauth ist hier gesetzt, erhält aber hin und wieder Verschnaufpausen, in denen Daniel Böde und vor allem der junge Roland Ugrai zeigen dürfen, was sie drauf haben.
Testspiele
Da es bereits direkt nach dem ersten Testspiel mit der Qualifikation für die Europa League losging und ich nun schon ein paar Wochen weiter bin, präsentiere ich Euch die einzelnen Wettbewerbe blockweise. Viel Zeit für Testspiele hatten wir also gar nicht und von Eingespieltsein kann keine Rede sein. Meist kam in der Vorbereitung die zweite Garde von Anfang an zum Einsatz, da die erste Elf sich von den Europacup-Spielen regenerieren sollte. Dennoch fuhren wir drei souveräne Siege ein und erzielten massenhaft Tore.
Europa League
Qualifikation
Wir starteten in das Abenteuer Europa League gegen den montenegrinischen Vertreter FK Lovcen Cetinje und erreichten auswärts trotz zweimaliger Führung nur ein enttäuschendes 2:2. Zuhause machten wir den Einzug in die nächste Runde dann aber klar und fertigten den Gegner im allerersten Spiel in der neuen Groupama Aréna mit 6:2 ab, wobei Benjamin Lauth nicht nur das erste Tor im neuen Stadion, sondern sogar ein Dreierpack gelang.
Nächster Gegner war FK Astana aus Kasachstan und wieder reichte es im Hinspiel nur zu einem 2:2. Wir fuhren also mit einer etwas ungünstigen Ausgangssituation zum Rückspiel, konnten uns dort jedoch souverän mit einem 5:1-Auswärtssieg durchsetzen.
In Runde 3 erwarteten wir den schwedischen Vertreter IF Brommapojkarna und führten diesen 65 Minuten lang vor. 4:0 führten wir bereits, mussten dann jedoch zwei späte Gegentore hinnehmen und machten uns das Leben selber unnötig schwer. Auch das Rückspiel dominierten wir zunächst, führten bereits 2:0 und waren eindeutig auf der Siegerstraße, bis die Schweden zurückschlugen und doch noch 3:2 gewannen, wobei die beiden letzten Tore in der 89. und 92. Minute fielen. Egal, weiter!
Mit Dinamo Zagreb wartete im Play-Off ein namhafter, aber nicht unschlagbarer Gegner auf uns - da hätte es uns deutlich härter treffen können. Dennoch waren wir Außenseiter, präsentierten uns jedoch bereits beim Hinspiel in Kroatien von unserer besten Seite und gewannen hochverdient mit 3:1, wobei Oldie Zoltán Gera herausragte und zweimal einnetzte. Das Rückspiel in Budapest erinnerte sehr an das in der dritten Runde, denn wieder führten wir 2:0, um dann noch 2:3 zu verlieren. Gott sei Dank fiel auch diesmal der dritte Gegentreffer erst in der Nachspielzeit, sonst hätten meine Nerven da wohl nicht mitgespielt...
So aber war es eine extrem süße Niederlage, denn wir haben uns völlig überraschend für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert! Das klingt jetzt zugegebenermaßen nicht so arg spektakulär, aber bis zu dieser Saison ist das erst einmal einer ungarischen Mannschaft gelungen: Ferencváros war 2004 in der Gruppenphase des UEFA-Cups vertreten!
Europa League
Auslosung Gruppenphase
Mit dem niedrigsten Koeffizienten aller Teilnehmer gingen wir in die Auslosung der Gruppen; was auch kommen wird: wir sind krasser Außenseiter und jeder Punkt ein riesiger Erfolg! Schon die 1,3 Mio. Euro, die uns die Qualifikation für die Gruppenphase einbrachte, sind für den Verein ein Traum.
Die Spannung stieg mit jedem Los mehr und am Ende hatten wir die Gruppe mit Titelverteidiger FC Sevilla erwischt. Darüber hinaus dürfen wir uns mit Viktoria Pilsen und Lokomotive Moskau messen. Ich wage mal eine Prognose: mit 0 Punkten werden wir uns nicht verabschieden!
Magyar Kupa
In der 1. Runde des Pokals hatte unsere B-Elf keine Mühe mit dem Drittligisten Szentlörinci SE; nun erwartet uns Zweitligist Zalaegerszegi SE, den wir bereits in der Vorbereitung bezwungen hatten.
Ligakupa
Dieser Wettbewerb hat noch nicht begonnen, die Gruppenauslosung fand jedoch bereits statt; auch hier treffen wir auf Zalaegerszegi SE, sowie Paksi SE (1. Liga) und Kaposvári Rákóczi (2. Liga)
OTP Bank Liga
In der Liga sind mittlerweile sechs Spieltage absolviert und abgesehen von der peinlichen Niederlage (selbst mit der B-Elf absolut unnötig!) bei Aufsteiger Dunaújváros Pálhalma zeigen wir dort tolle Leistungen und erzielen Tore am Fließband. Lediglich Vorjahresmeister Debreceni VSC kam noch besser aus den Startlöchern und führt die Tabelle an.
Feedback
In Zukunft werden die Berichte wieder im gewohnten Stil erfolgen (siehe Brisbane/GC-Story), sodass auch Verletzungen etc. erwähnt werden; davon hatte mein Team nämlich bereits ganz schön viele, sodass wir das Match nicht nur einmal zu zehnt beenden mussten.
Habt Ihr Fragen? Interessiert Euch ein Spieler besonders? Tipps? Anregungen? Her damit!