Verschiedenes > Hall of Fame

Familienhilfe

<< < (9/22) > >>

doc_moustache:
ach weisste, solange es dir spass macht ... wenn es mir zu lang wird, kann ich ja auch skippen. aber nochmal Chapeau: die konfliktlinie über den spielstil mit Karl, das angedeutete führungsproblem in Sachen bowyer, das sind so sachen, die mich bei der Stange halten. wär schön, wenn sowas immer wieder mal auftaucht.

Signor Rossi:
Richtig, es ist deine Story und dir muss es primär Spaß machen und wenn es dir Spaß macht, die Spiele ausführlich zu beschreiben, dann mache das, es gibt sicher auch Leser, die das gerne so lesen! Mir macht es jedenfalls viel Spaß, deine Karriere zu verfolgen.

Mchairhill:
FC Reading


Pokal 2.Runde in Reading

Der Gegner:

Am Abend geht es also gegen Reading im Pokal,wieder Auswärts. Ich weiß nicht genau was auf uns zukommt, die Spieler des Gegner sagen mir nichts. Unser Scout hat nicht viel geliefert. Der Kader ist recht klein aber fein. Die Medien haben Reading vor der Saison auf Platz 5 getippt. Nach 3 Spielen stehen sie im oberen Drittel der Tabelle.Ihre Abwehr steht gut im Raum, im Mittelfeld sind technisch beschlagen und vorne ungemein Sprung- und Kopfballstark. Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Die Taktik:

Wieder ist viel Laufarbeit gefragt, Räume verengen, Anspielstation dicht machen und bestimmte Gegner doppeln. Ganz wichtig wird es sein Flanken zu verhindern, da wir in der Luft ziemlich unterlegen sind. Nach vorne wollen wir wieder schnell umschalten, da der Gegner schwer auszuspielen ist, wenn er erst mal in Formation steht.


Die Aufstellung:



Heute bekommen einige, die bisher wenig gespielt haben ihre Chance sich zu beweisen.


Das Spiel:

(click to show/hide)Oh mein Gott, so ein Spiel auf Profiebene hat es wahrscheinlich noch nicht gegeben. Not und Elend gegen Not und Elend, vor allem in der ersten Halbzeit. Null Torchancen, kein Spielfluss, viele Fouls und das alles auf beiden Seiten. Nach der Pause, dann der große Schreck. Erster Torschuss für Reading, Tor durch Blackman. Der gegnerische Abwehrblock wird immer besser, unser Hoffnung geht gen Null. Aber genauso glücklich wie Reading kommen wir durch unsere einzige sehenswerte Kombination zum Ausgleich. Perkins trifft mit links nach Vorlage von McGowan. Danach wieder Rumpelfussball wie aus dem Lehrbuch. Inder Verlängerung wird es sogar noch schlimmer, es kommen Schwalben und stümperhaft vergebene Chancen dazu. Der einwechselte Corradi hätte der Held werden können, vergab aber kläglich. So durften wir wieder ins Elfmeterschießen. Farnolle hält dieses Mal zu zwei Elfer, da wir aber nur ein verschießen, wird am Ende doch Corradi der Held, da er den Letzten trifft.
Auswechselungen:

68min. Hegarty für McMahon
80min. Harvey für Perkins
107min. Corradi für Keogh


1:0 Blackman   46min.
1:1 Perkins   67min.

3:4 n.E.

Die Elfer bei uns treffen: Davis, Kettlewell, McGowan, Corradi.  Haryes trifft nur das Gebälk.

Wir freuen uns über weiterkommen, sind aber besorgt ob der Leistung. In der nächsten Runde wartet Leyton Orient auf uns.

Mchairhill:
FC Bentford:

Der Gegner:

Bentford heißt unser nächster Gegner. Eine zweikampfstarke, entschlossene Truppe, die gute Entscheidungen fällt wartet auf uns. Die Mannschaft hat keine herausragenden Spieler, sondern kommt eher über den Teamgeist. Vorne sind sie ungemein abschlusssicher und sehr gut in der Luft. Ihre Schwächen hat die Truppe von Trainer Marc Warburton ganz klar in der Abwehr, die in allen Bereichen unterster Durchschnitt ist. Gerade in der Luft zeigte sie immense Defizite. Die Medien tippten sie bei Saisonstart auf den vorletzten Platz, was die Mannschaft anscheinend beflügelt hat, denn sie stehen mit 3 Siegen aus 3 Spielen auf Platz 2.

Die Taktik:

Wir wollen den Ball und wollen den Gegner in der eigenen Hälfte beschäftigen. Eins unser Zeile wird es sein die Anspiele aus Abwehr ins Mittelfeld zu unterbinden. Unsere Pressing soll heute etwas tiefer beginnen, damit wir in der eigene Hälfte kompakter stehen. Die gegnerischen Abwehrspieler sollen den Spielaufbau komplett übernehmen, weit hinten raus rücken und dann keine Anspielstationen finden. Nach Ballgewinnen soll der so entstandene Raum bespielt werden um unsere Tempovorteile einzubringen.


Die Aufstellung:




Das Spiel:
(click to show/hide)Unser Plan geht auf, der Gegner spielt sich den Ball in eigenen Hälfte hin und her. Sie finden kaum Anspielstationen, wenn dann nur die, die wir wollen, wo wir dann sofort zum doppeln ansetzten und den Ball gewinnen. Aus der Umschaltbewegung erspielen wir uns Chance um Chance, um sie alle kläglich zu vergeben. Ganz anders bei Bentford, die fangen irgendwann an langen Hafer zu spielen und genau einmal verschätzt sich Gabbidon, Donaldson ist frei durch, Carroll zu spät draußen, 1:0. Danach vergeben wir noch ein paar Hochprozentige und dann ist Schluss. Das war die Geschichte dieses Spiel.

Auswechselungen:

70min. Harvey für Kettlewell
70min. Perkins für Cowie
74min. Corradi für Keogh

Tore:

1:0 Donaldson   64.min

Ärgerlich und unnötig, die Leistung war gar nicht schlecht, nur hätten wir mal das Tor treffen müssen. Der erste Rückschlag, jetzt müssen wir zeigen, das wir damit umgehen können.


Es stand eine Länderspielpause an, die wir nutzen wollten um uns weiter einzuspielen und um uns zu regenerieren. Nach der Pause stand das Spiel gegen Felix Magath und seinen FC Fulham auf dem Plan. Wir vereinbarten 2 Testspiele gegen kleine Klubs aus der Region. Dies konnten wir mit geringen Aufwand gewinnen. (4:0, 5:0). Carroll feierte sein Comeback im Tor der nordirischen Nationalmannschaft. Harvey, Wallace, Robinson und auch Hegarty spielten für ihre jeweiligen U-Mannschaften. Farnolle flog bis nach Afrika um sich dort für den Benin auf die Bank zusetzten.

Der uns angebotene, türkischstämmige Engländer Kem Izzet ergänzt ab sofort unseren Kader. Der 31jährige ist eine Kampfsau wie sie im Buche steht. Zweikampfhärte, Einsatz, Mut, Zielstrebigkeit und Teamwork hat er förmlich erfunden. Fußballspielen ist jetzt nicht zwingend sein, aber er kann unfallfrei einen Ball annehmen und weiter spielen. Er soll als Tackler im defensiven Mittelfeld spielen, wenn mal die härte Gangart von Nöten ist. Er war zuletzt ohne Verein, verbrachte vorher seine Karriere bei Colchester United in der dritten Liga. Er kostet wenig Gehalt und freut sich noch mal in der Zweiten Liga spielen zu dürfen.


Ein großes deutsches Internetportal, nennen wir es einfach mal Spox, griff noch mal das Interview von Felix Magath auf und stellte bei Karl eine Anfrage zum Interview mit mir. Karl gab überraschender Weise sein Einverständnis und so stand ich vor meinem ersten großen Interview.

Spox: „Herr Falkner, sie sind jetzt seit fast 10 Wochen Trainer in Blackpool. Wie ist ihr erster Eindruck?“
Ich: „Gut, mehr als gut. Ich genieße die Zeit hier, die Stadt, der Verein, die Fans, die Mannschaft, das ganz drumherum und vor allem die sportliche Herausforderung ist einfach Klasse. Die Menschen haben mich gut aufgenommen und mir eine faire Chance gegeben. Und mit dem guten Saisonstart, sieht man auch, dass ich hier wohl angekommen bin.“
Spox: „Sie sprechen das Thema Chance an. Viele Leute kritisieren, das die Möglichkeit die sie erhalten haben  unverhältnismäßig sei. Die einen sagen, sie hätte sich die Chance erheiratet, wieder andere behaupten, sie seien die kostengünstige Marionette von Karl Oyston. Was sagen sie zu diesen Vorwürfen?“
Ich: „Als erstes einmal, ich habe meine Frau aus Liebe geheiratet und nicht aus Berechnung, Es ist ein Dreistigkeit und eine Beleidigung, mir und meiner Frau gegenüber, die ich nicht weiter kommentieren werde. Auch bin ich sicher nicht die Marionette von irgendjemand. Herr Oyston steht mit mit Rat und Tat zu Seite und ich kann gerade im wirtschaftlichen Bereich eine Menge von ihm lernen. Aber ich fälle meine eigenen Entscheidung und ich bin hier der Cheftrainer. Sicher haben viele glückliche Umstände zu meiner Anstellung hier geführt, aber manchmal braucht man Glück im Leben. Ich glaube das viele Menschen neidisch auf meine Position sind, aber das kann ich verstehen, ich wäre genauso neidisch.“
Spox: „Gerade Felix Magath prangert an, das sie im Fußball nichts erreicht hätten, und sie anderen die Belohnung für ihr oft jahrelanges Bemühen im Profisport rauben würde. Es würde so viele hochtalentierte Trainer in den unteren Profiligen geben, die diese Chance mehr verdient hätten. Harte Worte, oder?“
Ich: „Also ich habe höchsten Respekt vor Herrn Magath und seiner Karriere, aber ich finde es interessant, das er so eine Meinung über mich hat, ohne mich überhaupt persönlich zu kennen. Wie will Herr Magath bewerten, ob ich etwas im Fußball erreicht habe? Ich habe immer das beste aus meinen Möglichkeiten gemacht und diesen Sport respektiert und ihn mit Leidenschaft und Hingabe ausgeübt. Sicher hatte ich nicht das Talent beim HSV oder in der Regionalliga zuspielen. Aber ich mich immer voll eingebracht und auf meinem Niveau auch etwas erreicht. Fußball ist Fußball, egal ob Erste Liga, Dritte Liga, Kreisliga oder Alte Herren.“
Spox: "Können sie uns das genauer erörtern? Was genau waren ihre Erfolge?“
Ich: „Ich hab in der Jugend immer in der Kreisauswahl gespielt, weil ich größer und stärker war als die anderen. Als sich das in der A-Jugend angeglichen hatte, haben mir alle voraus gesagt, nur ein Spieler für die zweite Mannschaft zu sein. Aber ich wollte mich in der Ersten durchsetzen, wollte durch Einsatz und Zielstrebigkeit meinen Trainer überzeugen. Ich hab dann 14 Jahre in der ersten Mannschaft meines Heimatdorfes gespielt. Wir sind bis in die Bezirksoberliga aufgestiegen, nur mit Jungs aus dem Dorf und den engsten  Nachbarweilern. Ohne Sponsor, ohne eingekaufte Söldner. Wir haben als Team Fussball gespielt, mit Spaß und Leidenschaft. Ich hab in der Bezirksliga im Aufstiegsjahr 35 Tore geschossen, 22 davon mit Kopf. Im Jahr darauf 13 Hütten in der Bezirksoberliga. Sicher sind wir im Jahr darauf  wieder abgestiegen. Aber ich hab aus meinen Möglichkeiten das Maximale raus geholt. Auf einem anderen Level als Herr Magath, aber ich habe etwas erreicht im Fußball.“
Spox: „Es gibt in ihrer Heimat die Legende von ihrem Doppelpack im Kreispokalfinale. Was steckt dahinter?“
Ich: „Haha, was sie alles wissen. Ach diese Geschichte, wir lagen in der 85.Minute 1:0 hinten. Pokalfinale, gegen ein recht unbeliebten Gegner, die typische Dorfrivalität. Eigentlich waren wir mausetod, aber nach einem langen Ball, werde ich im Strafraum gefoult. Es war schon ein „sehr hartes“ Foul. Unser eigentliche Elfmeterschütze schob nen Kackstift, so dass ich mir den Ball schnappte und das Ding rein mogelte. Als dann alle in Gedanken schon in der Verlängerung waren, kam von irgendwo eine Flanke, die ich per Kopf in Netz nagelte. Zuschauer berichteten mir später, ich hätte einen unlauteren Vorteil gehabt, da ich circa 2 Meter im Abseits stand. Aber das konnte nie bewiesen werden. Wir gewannen und feierten und feierten.“
Spox: „Ja auch der unterklassige Fußball hat seine Geschichten. Erzählen sie von ihrer Trainerlaufbahn?“
Ich: „Laufbahn ist gut, ich hab vor 3 Jahren die C-Lizenz gemacht, hatte gehofft die erste Mannschaft in meinem Dorf zu übernehmen. Angeboten haben sie mir die B-Jugend. Mit dieser bin ich letztes Jahr aufgestiegen, also noch ein Erfolg. Dieses Saison spielen die Buben in der Kreisliga gut mit. Sie hören mein Trainerlebenslauf gibt noch eine Menge Platz zum füllen her. Ich froh und stolz, das bei diesem tollen Verein machen zu dürfen."
Spox: „Sie wurden von der regionalen Presse kritisiert, das sie mit den Fans zusammen zum Auswärtsspiel gefahren sind. Auf der Rückfahrt gab es sogar Bier. Eine ziemlich unkonventionelle Maßnahme. Was haben sie sich dabei gedacht?“
Ich: „Fans und Spielern hat es gefallen, sie sind eindeutig näher zusammen gerückt. Man hat sich kennengelernt, ein bisschen beschnuppert. Darum ging es mir, die Spieler sollten erfahren wie wichtig der Verein den Fans ist. Das hat auch geklappt. Ja und auf der Rückfahrt, gab es Bier. Es war erlaubt, keine Pflicht. Und das in Maßen. Wir haben ein hart umkämpftes Pokalspiel im Elfmeterschießen gewonnen, dann darf man mal feiern, es hat sich gut angefühlt und macht Hunger auf mehr. Aber wir hätten uns bei einer Niederlage auch den Fans gestellt und wären gemeinsam mit ihnen heimgefahren.“     
Spox: „Kommen sie, ein Erstrundensieg gegen einen unterklassigen Gegner muss man ausschweifend feiern? Sind das ihre Ansprüche?“
Ich: „Nein unsere Ansprüche sind sicher anders. Aber in der Situation hat es sich richtig angefühlt. Der Gegner war hochmotiviert und wesentlich eingespielter als wir. Viele unserer Neuzugänge kamen erst knapp vor dem Spiel, die gemeinsame Vorbereitung war kurz. In so einer Situation stolpern viele Mannschaften, wir  wankten nur kurz und haben dann gewonnen. Dann darf man auch feiern und schließlich haben wir im Anschluss 3 Spiele in der Liga gewonnen. Somit kann es ja nicht ganz verkehrt gewesen sein.“
Spox: „Am Wochenende steht das Spiel gegen Fulham und Felix Magath an. Was wünschen sie sich? Welche Erwartungen haben sie?“
Ich: „Ich würde gerne klarstellen, da spielt Blackpool gegen Fulham. Nicht Magath gegen Falkner. Ich erwarte ein faires, unterhaltsames Spiel. Wir werden alles geben um unsere Fans zufrieden zustellen und nehmen mit was wir kriegen können. Am liebsten einen Heimsieg, aber es wird schwer. Fulham hat eine Bombentruppe, einen guten erfahrenden Trainer und jede Menge Druck. Die müssen unbedingt aufsteigen. Mein persönlicher Wunsch wäre, das sich Herr Magath die Zeit nimmt, mich persönlich kennen zu lernen, bevor er seine Meinung über mich Kund tut.
Spox: „Wir wünschen ihnen viel Glück am Wochenende und auch für den weiteren Saisonverlauf viel Erfolg. Es tut gut einen jungen unverbrauchten Trainer wie sie es sind zu verfolgen. Nutzen sie ihre Chance.“

Mchairhill:
Mein neuer Freund Felix

Zwei Tage vor dem großen Spiel, eine Schreckensnachricht. Lee Bowyer hat sich das Handgelenk verdreht, sein Einsatz ist stark gefährdet gegen Fulham. Zusammen mit Chefphysio Phil Horner kommt Lee nach dem Training zu mir.

Phil: “Chef, schlechte Nachrichten. Lee fällt mehrere Wochen aus, das Handgelenk ist äußerst lädiert.”
Lee: “Ja Trainer, es sieht schlecht aus. Ich wäre gerne behilflich gewesen, aber es wird nicht gehen.”
Ich: “Das Handgelenk? Ich bin kein Mediziner, aber das ist ja jetzt nicht das ausschlaggebenste Gelenk beim Fußball. Geht da was mit einer Manschette?”
Lee: “Ja Doc, kann man da was machen? Ich hab das Interview vom Trainer gelesen, ich weiß wie wichtig das Spiel für uns und insbesondere für den Coach ist. Ich will dabei sein.”
Phil: “Ich weiß nicht, wir könnten sie fit spritzen und dann können sie mit einer Schutzmanschette spielen. Aber bei einem unglücklich Sturz oder Aufprall, dann wird es richtig schlimm. Und dann fallen sie richtig lange aus. Wir können das schon machen, aber die Entscheidung tragen sie, Herr Bowyer, das mache ich nur gegen Unterschrift.”
Lee: “Was heißt richtig schlimm und richtig lange?”
Phil: “Wir reden jetzt von 2 bis 3 Wochen, dann sind sie wieder fit. Spielen sie morgen und es passiert was, dann spielen sie in der Hinrunde nicht mehr. Dem Risiko sollte man sich bewusst sein.”
Lee: “Was sagen sie Trainer?”
Ich: “Bei aller Liebe zum Sport, ihre Gesundheit setzten wir nicht aufs Spiel. Wir brauchen sie noch die ganze Saison, klar werden sie uns fehlen gegen Fulham. Aber für 3 oder 4 Spiele können wir sie irgendwie ersetzten, aber für den Rest der Hinrunde oder länger? Nein dafür sind sie zu wichtig.”
Lee: “Danke für die Wertschätzung, gerne wäre ich dabei am Wochenende, aber wahrscheinlich haben sie recht. Aber ich würde sie gerne in der Kabine unterstützen.”
Phil: “Also behandeln wir die Verletzung konservativ, ok. Dann kann ja ich gehen, ich hab noch zu tun. Gute Entscheidung Coach.”
Lee: “Trainer hätten sie noch einen Moment für mich?”
Ich: “Klar was gibt´s? Zu erst, kurze Frage, wie können sie ein deutsches Interview lesen?”
Lee: “Der Oliver Otto, hat es mir übersetzt. Ich fand es sehr interessant, ich glaub ich kann sie jetzt besser verstehen. Darum geht es eigentlich, ich hab in Vorfeld schon mit Herrn Oyston gesprochen. Ich hab manchmal Probleme ihnen zu folgen. Manchmal verstehe ich sie nicht, also von der Sprache her, gerade in der Kabine vorm Spiel. Und wenn ich ganz ehrlich bin, fällt es mir manchmal schwer sie als Führungskraft zu akzeptieren. Seien sie mir jetzt bitte nicht böse. Ich bin 2 Jahre älter als sie, ich hab in der Nationalmannschaft von England gespielt, ich hab Tore in der Championsleague geschossen. Sie machen gute Arbeit, ihr Training ist durchdacht, ihre Methoden sind gut und nachvollziehbar aber mir fehlte irgendwas. Ich kann es nicht mal genau benennen, was es ist.”
Ich: “Ich kann ihre Situation schon verstehen, da kommt so ein Amateurkicker und Trainer und der sagt ihnen was zu tun ist. Blöde Sitution, allerdings kann ich jetzt mein Reputation nicht von heute auf morgen nch oben schrauben. Ich kann ihnen auch keine Erfahrung klauen, sie haben einfach viel mehr erlebt im Profifussball als ich. Erfahrungen auf die ich neidisch bin, wie weit sind damals mit Leeds inder CL gekommen, Halbfinale? Aber sie könnte mich teilhaben lassen an ihrer Erfahrung. Es geht ja nicht darum, dass ich sie bevormunden möchte, aber ich bin nun mal Trainer hier und sie Spieler, ich bin weisungsbefugt ihnen gegenüber, allerdings das letzte was ich will, ist hier autoritär den Larry zu machen. Was ich will ist den maximalen Erfolg für unsere Mannschaft, für unseren Verein. Und dafür braucht ich sie an meiner Seite. Sie und ihre Erfahrung.”
Lee: “Ich verstehe so langsam wie sie ticken, sie lieben diesen Sport, sie haben die Leidenschaft, die es braucht. Ich glaub ich kann das beurteilen, ich hab so manchen Trainer gesehen, in meiner Laufbahn. Aber sie müssen auch noch viel lernen. Ich würde sie gerne dabei unterstützen, ich glaub dann erreichen wir viel diesen Jahr. Fangen wir gegen Fulham damit an.”
Ich: “Schön das sie offen sind, das schätze ich sehr. Fangen wir an, was ist ihr erster Tip für mich?”
Lee: “Wir brauchen einen Plan B. Ihr Pressing ist super, aber wir laufen uns kaputt. Wir haben ein paar ältere Jungs im Kader die halten das nicht durch. Die Saison ist lang hier in England. Wir brauchen Pausen im Spiel, zum Luft holen. Lassen sie sich etwas einfallen. Aber nicht jetzt am Wochenende, die Jungs sind so heiß auf das Spiel, die müssen sie fast bremsen. Da wird die Laufbereitschaft nicht das Problem sein.”
Ich: “Ja die Erkenntnis hatten wir auch schon, sie bestärken es noch ein mal. Wir werden in den nächsten Wochen daran arbeiten.”
Lee: “Ach ja, ich will ihnen da nicht reinreden, aber der Gabbidon ist gerade nicht bei der Sache. Der macht Fehler um Fehler, ich glaub der Wallace ist momentan besser für die Mannschaft. Achten sie bitte darauf.”
Ich: “Sie haben ein gutes Gespür für die Mannschaft, ich mache mir mal Gedanken darüber und beobachte die Situation. Wie stehen wir jetzt miteinander?”
Lee: “Ich stehe hinter ihnen. Das nächste Mal führt mein Weg direkt zu ihnen, nicht zu Herrn Oyston. Sie machen das schon, Trainer. Sie machen das gut. Zeigen wir dem Magath, wir man in Blackpool Fußball spielt.”
Ich: “Danke Lee, offene Worte sind gute Worte. Bis später, bereiten wir ein paar Überraschungen für das Spiel vor.”



FC Fulham

Der Gegner:

Der FC Fulham ist das Non-Plus-Ultra in der Championship, zumindest was Kaderkosten betrifft. Die Spieler verdienen im Schnitt das fünffache von unseren. Der Kader besteht fast nur aus bekannten Namen. Riether, Holtby, Scott Parker, Maarten Stekelenburg, Clint Dempsey, Darren Bent, Fernando Amorebieta um nur ein Paar zu nennen. Ihr Trainer ist Felix Magath, der seit Tagen weitere mediale Giftpfeile in unsere Richtung verschoß. Ich nehme das mal als Respekt und Kompliment auf, dass er uns als Gegner ernst nimmt. Auch wenn der Inhalt der Aussagen anderes beschreibt. Naja für die Motivation bei mir und meiner Truppe nicht schlecht. Magaths Truppe spielt diese Saison im 4-4-2 mii Raute. Holtby auf der 10, Bent und Kostas Mitroglou als Doppelspitze. Laut unseren Scouts, ist uns der Gegner in Allem überlegen, allein beim Teamgeist können wir punkten und genau das wollen wir in die Waagschale werfen.

Die Taktik:

Wir wollen unser Spiel spielen und damit den Gegner überraschen. Fulham ist es gewohnt auf Mannschaften zu treffen, die sich hinten reinstellen, mauern und auf Konter lauern. Wir nicht, wir pressen, wir spielen offensiv, wir laufen, wir kratzen und beißen. Heute tuts weh, versprochen. Ziehts euch warm an. Dadurch das das Spiel kurzfristig im TV gezeigt wird, steigt noch mal die Motivation. Wir wollen landesweit zeigen wie in Blackpool Fußball aussieht.


Die Aufstellung:



Wir stellen mutig, offensiv auf. Harvey auf der Sechs, Wallace im Verteidigungszentrum, McGowan auf der rechten Bahn.


Das Spiel:

Kurz vor dem Spiel verkündet Magath, er würde mir nicht die Hand schütteln, da er mich nicht als Trainerkollegen sieht. Aber ich könnte mal bei ihm hospitieren, da könnte ich was lerne und das in meinen Lebenslauf schreiben. Ich lass all dieses mal unkommentiert. Hat irgendwie was von Dorfrivalität.

Das Stadion ist voll, ausverkauft. Über 16000 zahlende Zuschauer, das Fernsehen ist da, so fühlt sich großer Sport an. Meine Jungs sind heiß, sie feuern sich an, sie sind aggressiv. Bei Zweien hab ich, glaub ich, Schaum vorm Mund gesehen. Sie können es kaum erwarten. Noch nie habe ich so eine explosive Stimmung erlebt, überrall vorm Stadion, auf den Rängen, bei den Spielern. Ich versuche die Jungs dazu zu bringen die Energie aufzusaugen, sie zu kanalisieren. Lee Bowyer spricht noch mal mit Harvey, der 17 Jährige ist verständlicherweise aufgeregt. Corradi holt sich in der Kabine die Mannschaft noch mal in den Huddle, das Trainerteam muss aber vorher den Raum verlassen. Dann gehts endlich raus!!! Magath geht tatsächlich an mir vorbei, als wäre ich ein Balljunge. Mir egal, ich will einfach nur gewinnen heute.

(click to show/hide)1.min   
Los gehts, wir haben Anstoss spielen sofort nach vorne. Ballverlust, Gegenpressing, Ballgewinn, sofort der Abschluss von Dobbie. Knapp vorbei. Gleich ein Zeichen gesetzt.

4.min
Das nächste Zeichen, Blake holt sich direkt mal eine gelbe Karte ab, rohes Spiel.

6.min
Auch Fulham langt zu, Kwist gegen McGowan. Der muss verletzt behandelt werden, kann aber weiter machen. Der hätte aber auch wahrscheinlich mit dem Kopf unterm Arm weiter gespielt.

10.min
Ecke für Fulham, MacKenzie klärt den Ball nach außen, allerdings zum Gegner. Flanke aus dem Halbfeld, alle schauen, nur Bent geht zum Ball, stüzt sich bei Wallace auf. Scheiße, Tor. Das ganze Stadion ist kurz still, schaut hoffnungsvoll zum Schiri, der zeigt zur Mitte. 0:1

13.min
Die Jungs zeigen sich nicht geschockt, Pressen mutig. Fulham gefällt das nicht, die schlagen nur Langholz.
Allerdings nach vorne kriegen wir nichts hin.

23.min
Amorbieta holt sich Gelb ab, er hat Corradi hart getackelt. Den fälligen Freistoß setzt Cowie in die Mauer.

33.min
Freistoß aus dem Halbfeld für Fulham, Holby sucht und findet Bent. Der köpft aufs Tor. Carroll ist geschlagen, mein Atem stockt. Coraddi köpft das Ball von der Linie. Puh, knapp richtig knapp.

43.min
Genialer Steilpass von Holtby für  Mitroglou, der zögert, der Winkel wird spitz und spitzer. Abschluss, Glanztat Carroll.

Halbzeit:
Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie geben alles. Sie laufen, sie kämpfen und bleiben dabei taktisch disipliniert. Aber wir müssen auch notieren, das Fulham besser ist. Sie haben einfach die besseren Spieler, trotzdem braucht es bei 0:1 kein Fußballwunder um noch was zu holen. Wir brauchen einfach ein Erfolgserlebniss. McGowan zeigt an, das es nicht mehr geht. Smith kommt für ihn. Es ist schon ein wenig ruhiger in der Kabine, wir versuchen einzuwirken, niemand hat gesagt das es einfach wird. Aber so ganz glauben die Jungs nicht mehr an sich. Ironside versucht die Kollegen noch mal anzustacheln, tritt etwas kaputt, flucht und schreit die Jungs an.

48.min
Fulham macht Druck, Holby aus 20metern, der Ball streichelt die Latte. Meine Männer wissen gerade nicht was Sache ist.

51/52/55min

Sie spielen uns schwindelig, Carroll hält uns im Spiel, Riesentaten gegen Bent, Mitroglou und Kwist. Die Köpfe gehen runter bei meinen Spieler, die Laufwege werden kürzer. Auch ich bin gerade ratlos, berate mich mit Darren, der sagt was von Wechseln. Aber wen?

60.min
Ein Lebenszeichen, eine Superflanke von Blake, Corradi steigt mustergültig hoch, gegen die Laufrichtung vom Keeper, Kwist kratzt das Ding von der Linie, verflucht. Aber es gibt den Jungs Auftrieb.

64.min
Wir werden besser, Fulham unter Druck, Dempsey klärt zu Ecke, MacKenzie schraubt sich hoch und köpft drüber.

66.min
Tunnel von Dobbie, Schlenzer, gehalten.

69.min
Meine Mannschaft glaubt wieder an sich, die Zuschauer peitschen sie nach vorne, Kettlewell lässt ein Geschoss aus über 30 Metern fliegen, haarscharf vorbei. Ironside kommt im zwei Minutentakt und fragt nach seiner Einwechslung, jedes mal vertröste ich ihn, ich will unseren guten Lauf gerade nicht stören.

70.min
Entlasstungsangriff von Fulham, Riether wird steil geschickt, kann kurz vor der Grundlinie flanken, recht ungenau,  Mitroglou kommt aus dem Nichts, Flugkopfball Traumtor 0:2   Blackpool fällt zusammen, die Zuschauer sind leise, die Spieler am Boden, wollen gar nicht mehr anstoßen, ihr Trainer ratlos, manchmal hasse ich Fussball, dann bemerke ich den Blick von Magath, das gibt mir den Rest, ich fühle mich total überfordert, ich will heim.

70-80min.
Fulham lässt den Ball laufen, wir stehen nur Spalier. Fulham geilt dran auf uns zu tunneln und Kabinettstückche zu zeigen. Wir können uns nicht mehr wehren. Kettlewell versucht es, Frustfoul, Gelb.

80.min
Bowyer und Ironside haben mich überredet, Perkins und Ironside kommen für Harvey und Dobbie. Wir wollen alles nach vorne werfen, jetzt ist es auch schon egal. Ich glaub der einzige im Stadion der noch Hoffnung hat ist Joe Ironside. Er betritt den Platz, feuert seine Kameraden an, spielt erstmal völlig übermotiviert Foul.

82.min
Cowie tanzt 2 Gegner aus, dringt in den 16ner ein, spielt den Ball auf den Elfmeterpunkt. Irosnside rauscht heran, volles Risiko, was für ein Pfund, das Netz hält der Keeper nicht, Anschlusstreffer 1:2
Sofort ist das Stadion wieder da, Ironside steht zwischen den Zuschauern und peitsch ihnen noch mal ein.

85.min
Doppelpass Cowie Corradi, Flanke Cowie, Volleyabnahme Ironside, drüber

88.min
Blake und Perkins maschieren über rechts, Flanke Corradi setzt sich in der Mitte durch, Mordskopfball, drin ist er nicht, Stekelenburg mit den Fingerspitzen.  MMAAAANNNNN

90.min
Blake 40meter Diagonalpass, Ironside holt sich den Ball im höchsten Tempo, setzt sich gegen 2 Gegner durch, Vollspannflanke, Smith kommt aus dem Rückraum, schießt, Stekelenburg hält, der Ball prallt nach vorne ab, Amorebieta schlägt über den Ball, die Kirsche fällt Corradi vor die Füße, DropKick drin drin drin Tor Tor   das gibts ja gar nicht, drin isser die Jungs jubbeln nur kurz, es gibt 4 Minuten Nachspielzeit, jetzt wollen sie den Sieg, wir versuchen sie von außen zu bremsen, klappt nicht

91.min
lange Ball Perkins, Corradi Kopfballablage, Cowie Direktschuss, vorbei

93.min
Blake hinterläuft, seine Flanke wird geblockt, Holby bekommt den Ball, spielt den Ball in den freien Raum, Bent startet, Kettlewell kommt nicht hinterher, wir stehen hinten total blank,  Bent ist frei durch, Wallace im Vollsprint hinter ihm, Bent lässt sich zuviel Zeit, Wallace kann ihn zumindest bedrängen beim Torschuss, Carroll ist geschlagen, der Ball trudelt am Tor vorbei.

95.min
Abpfiff 

Das Stadion flippt aus, ein Fußballlfest, Leidenschaft pur, diese Energie, alle liegen sich in den Armen, man könnte meinen wir wäre gerade aufgestiegen, dabei haben wir nur ein Remis geholt. Felix Magath hat wutentbrannt das Stadioninnere verlassen, dabei wollte ich doch nach einem Hospitationstermin fragen. Hätte mir gerne diese Woche das Training angeschaut in Fulham, ach keine Zeit für Schadenfreude, wir haben Grund für richtige Freude.   

Auswechselungen:

46.min Smith für McGowan
80.min Perkins für Harvey
80.min Ironside für Dobbie



Tore:

0:1 Bent   10.min
0:2 Mitroglou   70.min
1:2 Ironside   82.min
2:2 Corradi   90.min

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln