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[FM14] Aufbauhilfe "Groß"-stadt - aktuelle Station: Eintracht Frankfurt
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idandt:
Januar 2022

Das neue Jahr wird mit einigen Freundschaftsspielen in der – etwas weiter gefassten – näheren Umgebung eröffnet. Insgesamt testen wir fünfmal und zwar gegen den TuS Holstein Quickborn (A), Cambuur Leeuwarden (A), dem TSV Osterholz-Tenever Bremen (A), dem 1. FC Germania Egestorf-Langreder (A) und dem Rendsburger TSV (A). Aber auch bei den Pflichtspielen ist der Januar vollgepackt. In der Liga beginn das Jahr 2022 in Bremen beim FC Oberneuland (A) und nur drei Tage später steht das Pokalfinale in Meppen an. Der Gegner VfL Osnabrück (N) wird uns da alles abverlangen. Anschließend haben wir noch zwei Ligaspiele gegen den TSV Havelse (H) und den Lüneburger SK Hansa (A) zu absolvieren.

Die Testspielen waren durch die Bank weg schlicht bockstark. Die unterklassigen Vereine brachten es zusammen nur zu zwei Torschüssen und so hielten wir dort folgerichtig auch die Null. Anders gegen den niederländischen Zweitligisten und Profiverein aus Leeuwarden. In der Hauptstadt Frieslands gab es ein enges und packendes Spiel auf Augenhöhe. Die 1:3-Niederlage ist letztlich nicht unverdient, allerdings hätte das Spiel genauso gut andersherum ausgehen können. Die Leistung der Mannschaft stimmte in allen Testspielen. Herausragend war dabei das Spiel gegen Rendsburg, bei dem alle fünf Tore nach wunderschönen Kombinationen fielen. So wie wir uns in der Vorbereitung präsentiert haben, kann die Rückrunde und das Pokalfinale nur kommen.



Torschützen:
5 Tore: Michael Meyer
3 Tore: Julian Wächter und Tony Keller
2 Tore: Gentian Xhafa
je 1 Tor: Michael Brandt, Lars Döbert, Wolfgang Bender und Tobias Lorenz

Einen Ausfall haben wir in der Winterpause zu beklagen. Innenverteidiger Jonas Pietler verletzte sich bei der Generalprobe in Rendsburg und wird etwa 2 Wochen passen müssen.

Und auch abseits des Sportlichen waren wir aktiv. Mit den Vertragsverlängerungen von Tony Keller, Torge Bröker und Faruk Zahirvoic gelangen uns gleich drei dicke Ausrufezeichen. Keller war dabei sogar bereit für weniger zuspielen als bisher. Bei Bröker und Zahirovic mussten wir hingegen an unsere Schmerzgrenze gehen. Alle drei Verträge sind – leider nur – bis 2023 gültig.

15. Januar 2022 | 21. Spieltag



In der Vorbereitung konnten sich zwar Spieler in den Vordergrund spielen, doch waren das eigentlich auch so ziemlich alle. Herausragende Leute wie Meyer hatten das Problem, dass auch ihre Konkurrenten um die Stammplätze stark aufspielten und so gibt es keine Überraschungen zum Auftakt ins neue Jahr. Aus dem Stamm fehlt nur der verletzte Pietler, der von Routinier Steinhauer vertreten wird.

Aller – Ahmeti (64. Lorenz), Steinhauer, Pägelow, Elezaj – Nottbeck (80. Barth), Bröker – Bender, Süle, Zahirovic (64. Wächter) – Keller

Das Spiel beginnt mit einem Aufreger. In der 8. Minute wird Zahirovic auf der Strafraumgrenze gefoult, doch statt dem fälligen Elfmeter bekommen wir nur einen Freistoß zugesprochen. Diesen schießt Nottbeck mit Gewalt in die Mauer. In der Folgezeit sind wir drückend überlegen, tun uns aber – leider gewohnt – schwer gegen einen Gegner der mit Mann und Maus hinten drin steht. So muss kurz vor der Pause ein Standard herhalten. Bröker bringt in der 42. Minute eine Freistoß-Flanke zu Pägelow. Der Innenverteidiger legt per Kopf in die Mitte ab und da ist sein Abwehrpartner Steinhauer mit dem Vollspann zur Stelle. Der Schlussmann der Hausherren ist noch dran, doch gegen diese Gewalt machtlos. Nur 2 Minuten später sind wir wieder mit einem ruhendem Ball gefährlich. Bröker schlägt eine Ecke auf den kurzen Pfosten, wo ein Bremer zu klären versucht. Der verunglückte Befreiungsschlag landet bei Steinhauer der vors Tor köpft. Pägelow kommt zum Abschluss doch ein Roter wirft sich auf der Linie noch in den Ball. Anschließend stochern Keller, sowie zwei Verteidiger nach dem Ball. Irgendwie rollt das Leder nun aus dem 5-Meter-Raum raus zu einem Gastgeber. Als dieser jedoch das Spielgerät wegschlagen will, schießt er Nottbeck ab, der so unfreiwillig zum Torschützen wird. Eine kuriose Szene ist der Schlusspunkt eine sehr einseitigen ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel ist Nottbecks Beteiligung dann kein Zufall. In der 49. Minute schickt der Oldie Bender perfekt steil. Der Linksaußen nimmt den Ball mit rechts stark mit und vollendet mit links sicher zum 3:0. Damit ist der Gastgeber nun gebrochen. Nur 3 Minuten später legt Bender aus spitzem Winkel nach, nachdem sich zuvor Ahmeti und Süle sich auf links gut durchgesetzt haben. Wiederum nur 3 Minuten später gibt es dann doch ein Lebenszeichen der Bremer. Ahmeti, Nottbeck, Bröker und Pägelow sind allesamt zu zaghaft in ihren Zweikämpfen und lassen so den Ehrentreffer zu. Ein simpler Spielzug durch die Mitte. So was darf nicht passieren. Geschockt sind wir davon jedoch nicht. In der 60. Minute legt Süle eine Ecke zu Nottbeck ab, der aus etwa 14 Metern volley schießt und den Torhüter der Oberneuländer damit zu einer Glanzparade zwingt. Nach dieser turbulenten ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit wird das Spiel ruhiger. Dennoch gibt es noch nennenswerte Szenen, so wie die in der 73. Minute. Steinhauer wird nach einem Freistoß im gegnerischen Strafraum gefoult und diesmal bekommen wir den Strafstoß. Bender will nun den Hattrick erzielen und tut dies auch sicher. Den Schlusspunkt setzen wir dann in der 76. Minute nach einem Einwurf auf dem rechten Flügel. Elezaj und Bröker spielen die Gegner schwindelig und letztere passt zu Wächter. Dieser legt in aussichtsreicher Position für Keller quer und wird so der Vorbereiter zum Endstand. Der Sieg ist mehr als nur verdient. Oberneuland konnte zwar 42 Minuten gut dagegen halten, schwammen dabei jedoch permanent. Auch nach vorne kam nicht viel vom Gastgeber, der bis auf den Ehrentreffer nichts gezeigt hat. So darf das Jahr weiter gehen.

0:1 42. Rico Steinhauer | 0:2 44. Lukas Nottbeck | 0:3 49. Wolfgang Bender | 0:4 52. Wolfgang Bender | 1:4 55 Silvio Beer | 1:5 73. Wolfgang Bender FE | 1:6 76. Tony Keller | 486 Zuschauer

Und gleich im ersten Spiel nach der Vertragsverlängerung von Faruk Zahirovic verletzt sich dieser erneut. Für 6 – 7 Wochen werden wir ohne den Bosnier auskommen müssen.

19. Januar 2022 | Finale Amateuerpokal



Wenn man ehrlich ist – und das soll nicht überheblich klingne – gibt es diese Saison nur noch drei Spiele, in denen es um etwas geht. Zwei davon werden an der regulären Saison ausgetragen und entscheiden, ob wir endlich die Regionalliga verlassen würden. Im Verbleibenden wollen wir uns für die DFB-Pokal qualifizieren. Ob dieses Spiel heute ist wird sich zeigen. In Bezug auf dem DFB-Pokal haben wir heute keinen Druck, da man im Play-Off immer noch das Ticket lösen kann, doch ein Pokalsieg ist dennoch etwas was man mitnehmen möchte. Gegen den VfL Osnabrück haben wir schon in den letzten beiden Spielzeiten ran gemusst und konnten uns in beiden Spielen – wenn auch mit Nachsitzen – behaupten. Ein Sieg gegen den Drittligisten würde der Pokalsaison die Krone aufsetzen, nachdem wir schon die anderen beiden klassenhöheren Teams in unserer Gruppe – Meppen und Bielefeld – besiegt haben. Taktisch werden wir – „Pokal-like“ – defensiver auftreten. Für den Verletzen Zahirovic rückt so Mile in die Startformation.

Aller – Ahmeti, Steinhauer, Pägelow, Elezaj – Nottbeck – Mile (82. Barth), Bröker –  Bender (68. Meyer), Süle (68. Xhafa) – Keller

Die erste Halbzeit ist in wenigen Sätzen zu beschreiben. Beide Teams agieren vorsichtig und stehen größtenteils sicher. Nach vorne kommt daher recht wenig. In der 10. Minute sieht Elezaj in einem Zweikampf nicht gut aus, allerdings war der anschließende Heber aus gut 18 Metern von Halbrechts auch klasse gemacht. Aller stand da nicht gut und so führt der Favorit früh. In der 18. Minute versuchen wir zu antworten. Zunächst ist Keller bei einer Flanke von Ahmeti einen Schritt zu spät, so dass die Osnabrücker zur Ecke klären können. Diese bringt Süle dann zu Steinhauer, der jedoch nur ans Außennetz köpft. Danach geschah nicht erwähnenswertes mehr bis zur Pause. In dieser stellen wir dann auf die offensivere Variante um, doch zunächst kommt der VfL. In der 46. Minute muss Aller bei einem Schuss aus der zweiten Reihe sein ganzes Können aufbieten. Nur 2 Minuten später sieht man aber deutlich, dass wir uns für den zweiten Durchgang etwas vorgenommen haben. Keller hat spät – jedoch nicht zu spät – den Blick für den völlig freien Bender. Dessen Ballannahme ist allerdings schwach und so muss er früh abschließen, um die Chancen nicht gänzlich ungenutzt zu lassen. Sein Versuch geht dabei jedoch knapp drüber. In der 51. Minute ist Bender wieder frei und Bröker bedient ihn auch stark. Der Linksaußen zielt allerdings etwas zu genau und trifft nur den Pfosten. Auch in der Folgezeit bleiben wir die bessere Mannschaft, allerdings steht der Drittligist nun tief und lässt kaum etwas zu. Erst in der 83. Minute wird es wieder spannend. Ahmeti schickt den eingewechselten Meyer auf links. Der Joker flankt sofort und am kurzen Pfosten ist Bröker mit dem Kopf zu Stelle und nickt sicher ein. Die Freude währte allerdings nicht lange. In der 89. Minute fälscht Barth eine Flanke von unserer linken Seite unglücklich ab, so dass der Ball zu einem Lila-Weißen kommt. Dieser bringt den VfL wieder in Führung. Das er bei der Flanke auch noch deutlich im Abseits stand ist nur das I-Tüpfelchen auf dieses Spiel. Der VfL ist schmeichelhafter Pokalsieger und darf sich auf den DFB-Pokal 2022/23 freuen und wir müssen nachsitzen. Dabei sind – neben einigen ernstzunehmenden Regionalligisten – u.a. auch die drei Drittligisten Rot-Weiß Erfurt, VfL Bochum und SV Wehen Wiesbaden mögliche Gegner. Ausgelost wird am 31. Januar. Erfreulich ist der Pokalsieg des 1. SC Göttingen 05, die so auch im DFB-Pokal spielen werden – und sicher auch Moral getankt haben um den fast unmöglichen Klassenerhalt anzugehen.

0:1 10. Marcus Lehner | 1:1 83. Torge Bröker | 1:2 89. Christian Jansen | 16.500 Zuschauer

Das Spiel gegen den TSV Havelse (H) wurde auf den 01. Februar verschoben, da der Platz unter Wasser steht (Pussies...). Mir soll es recht sein, dass die Englische Woche nicht ganz zu Ende gespielt werden muss.

29. Januar 2022 | 23. Spieltag



Gegen den LSK wollen wir unsere Moral wieder beleben, die unter der bitteren Pokalpleite etwas gelitten hat. Grund zur Sorge gibt es aber dennoch nicht. Erwartungsgemäß sollten wir gewinnen, allerdings ist es auch gute Tradition, dass Ex-Oldenburger gegen uns gut spielen. Heute darf sich Patrick Breitkreuz daran versuchen.

Aller – Ahmeti, Steinhauer, Pägelow, Elezaj – Nottbeck, Bröker (49. Barth) – Bender, Süle (69. Döbert), Wächter (69. Meyer) – Keller

In der 7. Minute passt Süle zu Bröker, der sofort auf Keller weiterleitet. Der Stürmer trifft sicher, stand dabei allerdings auch deutlich im Abseits, so dass es beim 0:0 bleibt. Die folgenden 35 Minuten waren dann die beste Werbung für einen schönen Tag mit der Familie und gegen den Fußball. Erst kurz vor der Pause tat sich wieder etwas auf dem Platz. Zunächst geht der Gastgeber beinahe in Führung. Aller muss bei einem Freistoß in der 42. Minute sein ganzen Können aufbieten. Mit dem Pausenpfiff köpft Steinhauer dann eine Ecke von Süle an die Latte und vergibt so die Chance für unsere Führung. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel minimal besser, doch die erste Szene hatte mit dem Sport nichts zu tun. Ein Lüneburger foult Torge Bröker, so das er den Platz verlassen muss. Für so ein Foul kann es nur Rot geben – und mindetens fünf Spiele Sperre – doch das sah der Schiedsrichter wohl anders. Eine Ermahnung war alles was der Übeltäter von seinem Einsteigen hatte. In der 54. Minute dann aber der versprochene Fußball. Nottbeck gewinnt den Ball an der Mittellinie und bringt den Ball über Keller zu Süle. Dieser ist frei durch und schließt dann überhastet und unkonzentriert ab. Wie gesagt wurde das Spiel nur minimal ansehnlicher und so dauerte es bis zur 71. Minute bis zur nächsten Aktion. Döbert zieht eine Flanke von links in den Strafraum. Meyer erreicht den Ball allerdings erst kurz vor der Torauslinie und köpft das Spielgerät in die Mitte. Ein Abnehmer findet sich für die Vorlage jedoch nicht. Nur ein Defensiver trifft fast das eigene Tor als er zur Ecke klärt. 4 Minuten später retourniert Döbert einen Abstoß des Lüneburger Keepers per Kopf. Keller verlängert ebenfalls mit dem Kopf in den Lauf von Bender und der Linksaußen jagt den Ball aus spitzem Winkel in die obere kurze Ecke. Endlich die Führung, die sogar nicht unverdient ist. Die letzten 20 Minuten – es gab tatsächlich 5 Minuten Nachspielzeit – plätscherte das Spiel so vor sich hin. Wir gewinnen mit der wohl schwächsten Saisonleistung und das dennoch verdient. Spielerisch haben sich beiden Teams heute für die Kreisliga beworben.

0:1 75. Wolfgang Bender | 1.259 Zuschauer

Und nochmals herzlichen Dank an den Lüneburger Metzgergesellen. Torge Bröker wird für 4 Monate ausfallen. Bestenfalls zu den letzten Ligaspielen könnte er zurück sein um für die Relegation in Form zu kommen.

Im Play-Off des Amateurpokals haben wir eine mehr als machbare Aufgabe bekommen. Der Gegner Anfang März um den Einzug in den DFB-Pokal wird Verbandsligist TSB Flensburg sein. Alles andere als ein Sieg ist eine Blamage.



Tolle Vorbereitung, klasse Spiel gegen Oberneuland und eine knappe Niederlage im Finale gegen Osnabrück. Doch das Spiel gegen Lüneburg ging gar nicht. Unter dem Strich ist der Monat – der erste in dieser Saison – eine Enttäuschung und das obwohl die Ausbeute durchaus vertretbar ist. Auswirkungen sollte das Sportliche übrigens nicht haben, doch die beiden schweren Verletzungen könnten uns weh tun. Die Ziele sind dennoch zum Greifen nahe. Ein kurzer Blick nach Göttingen. Mein Ex-Verein hat in der Winterpause nicht weniger als sieben Spieler verpflichtet und spielte in den letzten Spielen wohl wesentlich besser mit, doch zählbares ist ein Punkt und der Pokalsieg im Elfmeterschießen. Abgestiegen sind sie noch nicht, doch von der Statistik her haben sie in den ersten beiden Ligaspielen – hatte einmal spielfrei – nach der Pause bereits fünf Punkte liegen lassen.

Und mit dem Schließen des Transferfensters wagen wir mal einen Blick auf unsere Ex-Spieler und dürfen erfreulicher Weise feststellen, dass fast Alle einen neuen Verein gefunden haben. Für Timo Gerdes – Sportfreunde Siegen – und Sebastian Hartmann – Eintracht Trier – geht es sogar in die 3. Liga. In unserer Regionalliga bleibt Marcel Schneider, der einer die sieben neuen Göttinger ist. Auch Manuel Rasp wechselt zu einem bekannten Vereine dieser Story. Er wechselt näher an seine Heimat in den Südwesten und kickt nun für den Ludwigshafener SC. Weitere Spieler die es in die Oberliga zog sind die beiden früheren Jugendspieler Sacha Pontius und Giampietro Perrotti – beide SV Union Salzgitter – sowie Stefan Rott – FC Gütersloh 2000. Alexander Mooy wechselt zum FC Sparta Bremerhaven und in der Winterpause folgt im auch noch Jugendspieler Emrah Öztürk, der bis zu seinem Vertragsende im Sommer ausgeliehen wird. Neben Öztürk gab es noch zwei weitere Abgänge in der Winterpause, die allerdings auch nur die Jugend betreffen. Esat Köseoglu und Ernst-Otto Schulz waren unzufrieden haben befinden sich nun auch Vereinssuche.

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
idandt:
Februar 2022

Gleich zu Beginn des neuen Monats steht das Nachholspiel gegen den TSV Havelse (H) an. Am folgenden spielfreien Wochenende testen wir gegen den Hannoverschen SC (A). Regulär geht es dann noch gegen den SV Arminia Hannover (H) und den TuS Schwachhausen (A). Das Highlight des Monats ist aber das Testspiel am letzten Wochenende des Monats. Mit dem Hallerschen FC (H) kommt der wohl beste Regionalligist Deutschlands ins Marschweg-Stadion. Ein schöner Test für die kommende Relegation, auch wenn ich gerne gemeinsam mit dem HFC aufsteigen würde – vorausgesetzt die setzen sich im Nordosten durch, wonach es zur Zeit nicht aussieht.

01. Februar 2022 | 22. Spieltag (Nachholspiel)



Der TSV Havelse – ich erinnere mich ja immer gerne an mein erstes Spiel mit dem VfB und den 4:1 Sieg gegen die Garbsener, doch gerne spiele ich nicht gegen den TSV. Der Grund ist naheliegend: Bei den fünf folgenden Begegnungen ging es immer knapp zu und so holten wir „nur“ acht Zähler aus diesen Spielen. Die Ausfälle von Bröker und Zahirovic heben meine Laune auch nicht wirklich. Wenigstens kommen so unsere beiden Talente – Xhafa und Barth – zu Spielzeit, den diese vertreten heute unsere Stars.

Aller – Ahmeti (56. Pietler), Steinhauer, Pägelow, Elezaj (79. Wächter) – Nottbeck, Barth – Bender, Süle (79. Meyer), Xhafa – Keller

Nottbeck, Barth, Süle, Ahmeti und Bender spielen der Havelser Abwehr auf links Knoten in die Beine. Der Linksaußen flankt perfekt auf den Scheitel von Xhafa und der junge Albaner bringt uns bereits in der 3. Minute in Führung. Lange hatten wir davon jedoch nicht, denn in der 6. Minute verursacht Steinhauer einen – mehr als unnötigen – Einwurf. Nach diesem kommen die Garbsener zur Flanke, die Nottbeck zwar vorerst klären kann, allerdings nur zum Gegner. Beim zweiten Ball decken sich unsere Defensiven dann mehr gegenseitig und ein freier Roter kommt aus dem Rückraum mit einem satten Schuss aufs lange Eck zum Ausgleich. Nach dem Ausgleich droht das Spiel kurzzeitig ganz an uns vorbei zu laufen, doch wir fangen uns nach etwa einer Viertelstunde. Dabei half auch die Szene in der 16. Minute, die wieder über unsere linke Seite läuft. Bender und Keller setzen Ahmeti stark ein und der Linksverteidiger müsste flanken. Doch statt seinen Landsmann Xhafa zu bedienten hebt er den Ball aus spitzem Winkel über den Torhüter hinweg. Spät senkt sich der Ball in den Winkel und passt so genau. Ein Wahnsinnstor – wohl das schönste das ist bisher im FM gesehen habe. Von den Gästen ist nun nichts mehr zu sehen und wir werden immer sicherer im Spiel. Chancen haben wir allerdings nicht allzu zwingende. Die beste vergibt Xhafa per Kopf nach 26 Minuten. In der 39. Minute schafft es der TSV – wie auch immer – zu einer Ecke und wie es halt so ist, kassieren wir den erneuten Ausgleich. In der Kabine baue ich das Team wieder auf – was vor allem beim jungen und heute sehr nervösen Barth, sowie den drei nicht erfolgreichen Verteidigern nötig war. Wir lassen keinen Zweifel daran, dass wir dieses Spiel nun gewinnen wollen. Schöner schneller Fußball wird gespielt und wirklich jeder Zweikampf wird gesucht. Zählbares kommt dabei nur nicht raus. Im Gegenteil sogar. In der 55. Minute muss Ahemti den Platz verletzt verlassen, nachdem er und ein Gast ineinander gegrätscht sind. Vom Ausfall dieses Aktivpostens ließ sich das Team aber auch nicht aus dem Tritt bringen. In der 60. Minute schickt Barth Elezaj an die Grundlinie. Der Rechtsverteidiger bringt den Ball gut auf den Kopf von Keller, der auch alles richtig macht und doch am in dieser Szene überragenden Schlussmann der Gäste scheitert. Nur 3 Minuten später setzt sich Xhafa mit etwas Glück gegen Ex-VfB'ler Röppnack durch und spielt dann in den Lauf von Keller. Mit dem Fuß lässt der Stürmer dem Torhüter dann keine Chance und bringt uns zum dritten Mal in Führung. Chancen zum dritten Ausgleich lassen wir nun allerdings erst gar nicht zu. Wir spielen auf das 4:2 doch vergeben dabei, wie schon vor der Pause, etliche – Halb- – Chancen. In der 75. Minute  kommt der Ball über Barth, Xhafa, und Keller zu Süle. Dieser schickt Bender, der frei vor dem Torwart sich die Ecke aussuchen kann. Sein Abschluss ist nicht schlecht, doch die Rettungstat des Mannes zwischen den Pfosten ist besser. Letztlich bleibt es beim viel zu knappen Ergebnis. Ich bin sehr zufrieden mit dem Einsatz und auch die Tore waren sehr scchön, allerdings kann die Chancenverwertung besser sein. Auch die beiden Gegentore waren unnötig, zumal beide aus – vermeidbaren – Standards resultieren.

1:0 3. Gentian Xhafa | 1:1 6. Friedrich Röber | 2:1 16. Gentian Ahmeti | 2:2 39. Simone Osti | 3:2 63. Tony Keller | 2.459 Zuschauer

Beim Test gegen den HSC zeigte unser zweiter Anzug eine sehr engagierte, aber vor allem spielerisch sehr starke Leistung. Für das erste Tor musste noch ein Elfmeter von Lars Döbert herhalten, doch mit dem 2:0-Distanzschusstor von Taulant Mile – Tor des Jahres verdächtig – kamen die Szenen zum Zungeschnalzen im Minutentakt. Letztlich ist das 7:0 sogar noch zuknapp. Die restlichen fünf Tore erzielte übrigens Gentian Xhafa – Hattrick – und Michael Brandt – Doppelpack.



12. Februar 2022 | 24. Spieltag



Gegen den SV Armina aus der Landeshauptstadt haben wir unter meiner Regie nur ein Spiel nicht gewonnen – das besagte Niederlage uns die Meisterschaft 2020 gekostet hat, sollte man dabei wohl besser verschweigen. Seitdem im letzten Sommer Linus Grunert den Verein verlassen hat ist das Spitzenteam der letzten Jahre ziemlich abgerutscht und so war das Hinspiel auch das erste direkte Duell, das recht eindeutig war. Unterschätzen sollte man die Arminen jedoch nicht denn unter den sechs Winterneuzugängen befinden sich auch die beiden Drittliga-erfahrenden Gianluca Rizzo – Regensburg, Offenbach und Kassel – und Simon Kranitz – Kiel und Paderborn – wobei letzterer für die Westfalen sogar eine Hand voll Zweitligaspiele absolviert hat. Bei uns gibt es in der Startformation keine großen Überraschungen, was auch daran liegt, dass nur in der Innenverteidigung wirklich Auswahl vorhanden ist. Dort kommt Pietler nach seiner Verletztung heute zu seinem Comeback.

Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow (66. Steinhauer), Elezaj – Nottbeck, Süle – Bender, Meyer (66. Döbert), Xhafa – Keller

Es dauerte ganze 27 Sekunden bis zur Führung. Ahmeti schickt Bender auf links, der erst einen Gegner ins Leere laufen lässt und dann schulbuchmäßig zu Xhafa flankt. Der Jungspund hat scheinbar Nerven wie Drahtseile und trifft schon wieder. Die nächste spannenden Szene gab es bereits in der 6. Minute. Meyer fängt kurz vor dem eigenen Strafraum einen Pass ab, doch bevor er den Konter einleiten kann, wird er gefoult und verliert den Ball. Der Schiedsrichter sah die Szene unterdessen als gewöhnlichen Zweikampf und lies weiterlaufen. Die Arminen waren durch die Verwirrung ob dieser Szene mit drei Spielern alleine vor Aller, doch da der ballführende Hannoveraner selbst abschließt, bekommt Aller die Chance sich auszuzeichnen, was er auch vorzüglich macht. Nach dieser turbulenten Anfangsphase schafften wir es das Spiel zu kontrollieren und spielen mitunter mutig auf das 2:0. Einzig der Abschluss wollte nicht gelingen, so vergaben Keller – 12. Minute – Xhafa – 24. Minute – und Bender – 30. und 32. Minute – beste Chancen. Das der Mut den wir nach vorne gezeigt haben, sich hinten nicht gerächt hat lag an einem bärenstarken IV-Duo und einem Nottbeck der immer richtig stand. Nach dem Seitenwechsel dauerte es wieder nur wenige Sekunden bis zu einem Tor. Xhafa schickt mit einem langen Ball den bisher völlig blassen Meyer, der frei durch ist und sich den Torhüter in Ruhe ausschauen kann. Im Vergelcih mit der ersten Halbzeit kann man dieses 40 Sekunden im zweiten Durchgang ja schon fast als Schlafwagen-Fußball bezeichnen. Auch sonst glichen sich die beiden Halbzeiten. Wir dominieren und zeigen schönen Fußball nach vorne und kochen in der Defensive alles ab. Der einzige Unterschied zeigte sich in der 54. Minute. Nottbeck spielt einen genialen Ball auf Keller, der sich auch gegen drei Gegenspieler durchsetzen kann und in den Lauf von Bender weiterleitet. Der Linksaußen krönt diesen Spielzug mit einem satten Schuss ins kurze Eck. In der 66. Minute dann die erste Unsicherheit bei uns. Bei einem Steilpass sieht Pägelow nicht gut aus, doch wesentlich schwerer wiegt der Fehler von Aller, als dieser das Tor verlässt, um dann wieder zurück zu gehen. So ist ein Gast zuerst am Ball und hebt diesen über den Torhüter hinweg ins Tor. Allerdings werden die Verhältnisse nur 4 Minuten später wieder gerade gerückt. Keller spielt einen mutigen Steilpass auf Bender. Weil der Schlussmann der Gäste auf der Linie bleibt kommt der Torschütze des 3:0 auch als erster an den Ball und schnürt den Doppelpack. Den Schlusspunkt setzten wir dann in der 80. Minute. Süle – der als Ballverteiler durchaus zu gefallen wusste – spielt einen 40-Meter-Pass zu Döbert. Der Joker nimmt den Ball mit der Brust mit, umläuft den Torhüter und macht den 5:1-Endstand. Man könnte nun über die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit meckern oder auch über das Gegentor, doch was soll's? Der Fußball war klasse, die Defensive bis auf den einen Patzer bombensicher und die Ausbeute stimmt auch. Gerade wegen der Verletzten habe ich das so nicht erwartet. Es ist selten, doch ich bin zufrieden.

1:0 1. Gentian Xhafa | 2:0 47. Michael Meyer | 3:0 54. Wolfgang Bender | 3:1 66. Manuel Baumann | 4:1 70. Wolfgang Bender | 5:1 80. Lars Döbert | 2.408 Zuschauer

Dirk Krumnov verletzt sich bei der U19 und fällt für 3 – 4 Wochen aus.

19. Februar 2022 | 25. Spieltag



Wir sind zu Gast beim Schlusslicht in Bremen-Schwachhausen. Nach dem Spiele gegen die Arminia gibt es keinen Grund einen Stollen im Schuh zu tauschen, geschweige denn einen Spieler aus der Startformation. Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre eine Enttäuschung.

Aller – Ahmeti (69. Lorenz), Pietler (84. Steinhauer), Pägelow, Elezaj – Nottbeck, Süle – Bender, Meyer (69. Döbert), Xhafa – Keller

Bis zur ersten Chance brauchen wir 17 Minuten, doch nicht etwa weil die Gastgeber nur hinten drin stehen und wir uns die Zähne ausbeißen, sondern weil das Spiel in den ersten 15 Minuten völlig an uns vorbei gelaufen ist. Überhaupt agierten die Bremer offensiv und gaben uns so den Raum, den wir uns eigentlich immer wünschen. Ja eigentlich, denn heute konnten wir viel zu wenig damit anfangen. In der besagten 17. Minute steckt Xhafa stark auf Meyer durch, doch der vergibt einen 100-Prozenter im Duell mit dem Torhüter. Als in der 20. Minute dann die nächste Großchance folgte, schien der Knoten geplatzt zu sein, doch Kellers schwacher Abschluss am Tor vorbei – die Vorarbeit kam wieder von Xhafa – sollte der letzte Abschluss vor der Pause von uns sein. Auf der anderen Seite kam der TuS jedoch auch nur zu einem Abschluss. In der 22. Minute geht ein Distanzschuss an die Unterkante der Latte und wir können froh sein hier nicht zurück zu liegen. Im zweiten Durchgang sind wir dann etwas spielfreudiger, liefern aber dennoch eines unserer schlechtesten Saisonspiele ab. In der 54. Minute bekommt Keller eine Flanke von Bender am kurzen Pfosten und kann aus etwa 1 Meter einschieben. Nur 5 Minuten später macht Bender selbst ein Tor, allerdings soll er bei der Freistoß-Flanke von Süle im Abseits gestanden sein – es war gleiche Höhe. Die Szene gleicht sich dann in der 70. Minute aus, denn bei der wunderschönen Kombination über Süle, Keller, Döbert, Keller und Bender, stand der Linksaußen beim finalen Pass wohl knapp im Abseits. Es wird nicht erkannt und so kommt Bender zu seinem Tor und dem 2:0 für uns. In der 77. Minute muss das Spiel dann entschieden werden. Döbert schickt Keller in den Strafraum, doch etwa 2 Meter bevor er den Ball erreicht werden ihm die Beine weggezogen. Klarer kann ein Strafstoß nicht sein. Angesichts der heutigen Schiedsrichterleistung waren heute aber wohl nur die Getränke der Unparteiischen „klar“ – wir sind halt im Norden. Das mache ich nicht nur an den beiden Abseitsstellungen und dem Elfmeter fest, sondern auch an den unendlich vielen kleinen Fouls auf beiden Seiten die nicht abgepfiffen worden. Was in so einem Spiel passieren muss, passiert natürlich und so kommt der Gastgeber in der 80. Minute zum Anschluss mittels einen – ja, wunderschönen – Sonntagsschuss aus 25 Metern in den Winkel. Die Krönung wäre ein 2:2 denk ich mit, als in der 84. Minute Linksverteidiger Lorenz für Gefahr sorgt. Zum Glück auf der richtigen Seite, denn nach einem Einwurf flankt er zu Xhafa und der macht das was er immer macht. Mit dem Kopf hebt er den Ball über den Schlussmann hinweg und beschert uns das 3:1. Trotz Sieg, der über 90 Minuten auch verdient ist, finde ich kaum etwas positives an dem Spiel. Das Einzige wäre die Defensivleistung, denn bis auf die zwei Distanzschüsse ließen wir Schwachhausen nicht gewähren.

0:1 54. Tony Keller | 0:2 70. Wolfgang Bender | 1:2 80. Miroslav Bjelic | 1:3 84. Gentian Xhafa | 197 Zuschauer

Der Hallesche FC hat nicht nur den größten Etat aller Regionalligisten, sondern wohl einen der stärksten Kader. Für uns ist dieses Spiel also ein richtiger Härtetest und vor allem hinsichtlich der Relegation interessant. Interessant war auch das Spiel, denn beide Mannschaften spielten befreit auf und konnten ihre taktische und technische Klasse zeigen. Mit dem Ergebnis können wir natürlich nur zufrieden sein, allerdings war das Spiel wesentlich enger, als das 3:1 vermuten lässt. Der HFC hatte mehr Schlüsse – allerdings kamen bei beiden Teams gleich viele aufs Tor – und eine bessere Zweikampfquote. Wir hingegen waren bei den Kopfbällen, den Pässen und beim Ballbesitz leicht überlegen. Den Ausschlag dürften aber die guten Paraden von Aller, sowie die gefühlt besseren Chancen für uns gegeben haben. In meinen Augen war Gentian Xhafa Spieler der Partie, der die ersten beiden Tore durch Michael Meyer vorbereitete, um dann das Dritte selbst zu erzielen. Ein gelungener Abschluss für den Februar.





Zwei Arbeitssiege und eine Gala bescheren uns neun Punkte. Das wir damit die Meisterschaft perfekt machen fällt uns erst nach dem Spiel gegen Schwachhausen auf. Das erfolgreiche Testspiel gegen Halle hebt die Laune nochmals, so dass man – trotz des phasenweise schlechten Fußballs – von einen sehr schönen Monat sprechen kann. Der Blick ist nach vorne gerichtet, schließlich gibt es noch drei wichtige Spiele um nächste Saison bei zwei landesweiten Wettbewerben dabei zu sein.

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
idandt:
März 2022

Der März startet gleich mit einer englischen Woche. Los geht es mit dem Ligaspiel gegen Eintracht Norderstedt (H). Anschließend steht das Amateurpokal-Playoff gegen den TSB Flensburg (N) in Itzehoe auf dem Plan und zum Abschluss der Woche geht zum Derby zum SV Wilhelmshaven (A). Am folgenden Wochenende pausiert die Regionalliga und wir testen gegen den VfL Sportfreunde Lotte (A). Mit dem Spiel gegen den VfR Neumünster wird der März dann beendet.

05. März 2022 | 26. Spieltag



Nach der Reaktion im HFC-Test gibt es keinen Grund etwas an der Mannschaft zu ändern. Allerdings sind Pägelow und Meyer nicht ganz bei 100% und sind so wohl Kandidaten für eine Auswechselung. Unter der Woche sollte es dann möglich sein sie – und ggf. andere – zu schonen. Auf der Bank sitzt heute übrigens erstmals wieder Faruk Zahirovic, der heute sein drittes Comeback in dieser Saison geben könnte.

Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow (73. Steinhauer), Elezaj – Nottbeck, Süle (79. Zahirovic) – Bender, Meyer (73. Döbert), Xhafa – Keller

Das Spiel ist wieder so ein typisches Regionalliga-Spiel für uns. Der Gegner steht nur hinten drin und wir haben so unsere Mühen das Bollwerk zu durchbrechen. In der 11. Minute haben wir die erste dicke Chance, doch Pietlers Kopfball nach einer Ecke landet nur am Pfosten. 6 Minuten später wird Keller nach einem Zuspiel von Bender im Strafraum gelegt. Süle übernimmt den Elfmeter und trifft sicher. Das war dann auch schon alles in der ersten Halbzeit. Nach der Pause konnten wir uns etwas besser durchsetzen, doch das 2:0 wollte zunächst nicht fallen. In der 49. Minute schießt Bender aus spitzem Winkel über den Giebel. Nur 4 Minuten später zielt Xhafa nach einer Hereingabe von Bender genau auf den Mann. In der 62. Minute ist es dann jedoch soweit. Nach einen abgewehrten Freistoß bringt Süle den zweiten Ball in die Mitte. Nottbeck legt für Bender ab, der aus der Drehung schießt, jedoch am Schlussmann scheitert. Am langen Pfosten ist allerdings Xhafa zur Stelle und macht das Tor. Der Junge wird einem langsam unheimlich. Nur 4 Minuten später nimmt Keller eine Bender-Flanke volley. Sein Schuss ist hart aber unplatziert und genau auf den Torhüter. Dennoch kann dieser den Gewaltschuss nur zur Seiten abklatschen lassen und hat dabei Glück, dass der Ball an den Pfosten geht. Anschließt kann ein Verteidiger zur Ecke klären. In der 69. Minute ist wieder Keller im Mittelpunkt des Geschehens. Er und ein Norderstetdter grätschen am Rand des Strafraums zum Ball und schlittern ineinander. Die Szene sah unglücklich, doch fair aus, doch der Schiedsrichter sieht dies anders und gewehrt uns den zweiten Strafstoß. Wieder tritt Süle, doch er schießt mittig und genau auf den Mann. Trotz der vergebenen Chance zur Entscheidung scheint das Spiel für beide Teams abgehakt zu sein. Erst in den letzten Minuten versuchen wir nochmal was. In der 88. Minute köpft Keller eine Flanke von Bender aus etwa 1 Meter über das Tor. Besser macht er es dann in der 1. Minute der Nachspielzeit. Nachdem Zahirovic Rechtsverteidiger Elezaj stark auf den Flügel geschickt hat, flankt dieser aus vollem Lauf perfekt auf den Fuß von Keller, der nun endlich sein Tor macht. Die drei Punkt bleiben bei uns, doch das Spiel war keine Sternstunde. Allerdings hat uns der Gegner mal wieder nicht viel Raum gegeben.

1:0 18. Stephan Süle FE | 2:0 62. Gentian Xhafa | 3:0 90.+1 Tony Keller | 2.560 Zuschauer

09. März 2022 | Playoff Amateurpokal



Meyer und Pägelow werden wie angekündigt heute geschont. Der Rest sieht fit aus und ob der Wichtigkeit des Spiels treten wir mit der Stammelf an. Zahirovic steht wieder in der Startformation und in der Innenverteidigung ist natürlich Steinhauer die erste Alternative. Auf einen Sieg gibt es übrigens eine Quote von 1.03. Da kann man ja fast sein Geld bei der Bank anlegen.

Aller – Ahmeti, Pietler, Steinhauer (87. Lorenz), Elezaj – Nottbeck, Süle (67. Barth) – Bender, Zahirovic (67. Döbert), Xhafa – Keller

Ab der ersten Minute gleicht das Spiel eher Hand- als Fußball. Wir spielen um den Kreis – hier wohl Strafraum genannt – herum und haben einige Chancen gleich zu beginn. Allerdings steht der TSB mit allen was sie haben hinten drin und macht die Schotten dich. Zumindest versuchen sie dass, doch in der 8. Minuten findet Keller eine Lücke und schickt Bender in diese. Der Linksaußen umspielt den Torhüter und schiebt ein. Auch nach dem Tor bleiben wir am Drücker und bekommen in der 11. Minute eine Ecke. Diese schlägt Süle zu Pietler und der erhöht per Kopf auf 2:0. Wieder nur 3 Minuten später scheitert Keller nach einer Flanke von Bender zunächst am sehr starken Reflex des Flensburger Schlussmannes, doch Xhafa bekommt den Ball vor die Füße und staubt ab. Bis hierher war von den Landesligisten nichts zu sehen, doch in der 18. Minute kommen die Flensburger tatsächlich mal. Elezaj kann die Flanke nicht verhindern und Ahmeti produziert beim Klärungsversuch einen Querschläger. Dieser fällt einen Flensburger auf den Fuß, der nach genau 18 Minuten einschieben kann. Das Tor war so unerwartet wie unverdient, allerdings war die Szene auch ein Unikat, denn danach spielten wieder nur noch wir. Vom Anstoß an die folgende Szene. Keller und Zahirovic eröffnen das Spiel. Über Steinhauer, Elezaj und Süle kommt der Ball wieder zu Zahirovic zurück. Der Bosnier hebt den Ball über die Abwehr in den Lauf von Keller, der den alten Abstand wieder herstellt. In der 21. Minute ist es wieder eine Ecke die zum Erfolg führt. Zahirovic bringt den Ball zu Pietler, der eng bedrängt nicht zum Abschluss kommt. Am kurzen Pfosten stochern danach mindestens drei Spieler jeder Mannschaft nach dem Ball und Keller schafft es den Ball über die Linie zu drücken. Mit dem 5:1 kommt ein Bruch im Spiel, denn plötzlich lassen wir jede Kaltschnäuzigkeit vermissen. Zur Pause müssten wir mindestens zehn Tore auf dem Konto haben, doch wir lassen die Großchancen im Minutentakt aus. Immer treffen wir dreimal das Tor, allerdings nur die Stangen zur Begrenzung dieses. Nach dem Seitenwechsel verwalten wir das Spiel haben aber dennoch Chancen für drei oder vier weitere Tor. Letztlich bleibt es bis zur Nachspielzeit beim 5:1 und dann kommt der direkte Freistoß von Nottbeck. Ein schöner Schlusspunkt für den Einzug in den DFB-Pokal. Das Wort Chancenverwertung wird meinen Spielern aber noch lange Alpträume bescheren.

1:0 8. Wolfgang Bender | 2:0 11. Jonas Pietler | 3:0 14. Gentian Xhafa | 3:1 18. Marc Sauer | 4:1 19. Tony Keller | 5:1 21. Tony Keller | 6:1 90.+2 Lukas Nottbeck | 4.605 Zuschauer

Der Leihvertrag mit Anton Kuhn wird vorzeitig aufgelöst, da er fast täglich darum bettelt. Als Ersatz von Ahmeti können immer noch Lorenz und Pietler auflaufen.

12. März 2022 | 27. Spieltag



Wie bereits angekündigt werden heute einige Spieler wegen der englischen Woche geschont. Ein Sieg sollte es schon sein gegen unseren Lieblingsgegner. Seit Sommer 2013 konnte der VfB 14 der 17 Spiele – zwei Testspiele, die Restlichen in der Regionalliga – gewinnen. Von den restlichen drei Partien verloren wir auch nur eine.

Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow, Elezaj – Barth, Süle (69. Nottbeck) – Döbert (83. Zahirovic), Meyer (69. Bender), Xhafa – Brandt

Über die ersten 45 Minuten kann man nur den Mantel des Schweigens hüllen.Wir sind zwar minimal besser, allerdings völlig einfalls- und harmlos. In der Pause werde ich etwas lauter und so ein wenig scheint das genutzt zu haben. In der 53. Minute kommen wir zur ersten großen Chance des Spiels, als Xhafa aus der Drehung nur knapp am Winkel vorbei schießt. Nur 2 Minuten später ist der Ball dann im Tor. Xhafa flankt zu Meyer, doch der steht beim Abschluss deutlich im Abseits. In der 63. Minute ist es wieder Xhafa der die Idee hat und mit einem langen Ball Brandt bedient. Der Stürmer nimmt den Ball schön mit der Brust mit und behält anschließend die Nerven. Nur 5. Minuten nach der Führung kassieren wir um ein Haar den Ausgleich. Nach einer Ecke kommt ein Wilhelmshavener im Strafraum unbedrängt von einer Volleyabnahme, doch Aller ist blitzschnell unten und pariert erstklassig. Das war dann aber auch die einzige nennenswerte Möglichkeit der Gastgeber. In den letzten rund 20 Minuten versuchen wir zwar noch das Spiel zu entscheiden, doch sind dabei wieder sehr unkreativ. Mehr als 2-3 Chancen, die aber keine Hochkaräter waren, kommen dabei nicht heraus. Der Sieg ist nicht unverdient, aber glücklich. Wirklich empfehlen konnte sich keiner der Reservisten.

0:1 63. Michael Brandt | 1.441 Zuschauer

Taulant Mile verletzt sich im Training und muss für 4 – 5 Wochen aussetzen.

Für das Freundschaftsspiel in Lotte haben wir gerade einmal 16 Spieler zur Verfügung. Der Rest ist wahlweise verletzt, bei der Nationalmannschaft oder bei der Jugend im Einsatz. Ein Großteil des Stammes kann aber spielen und das tun sie auch. Nach 40 Sekunden gehen wir durch Pietlers Strahl aus 22 Meter in Führung. Zwar bekommen wir nach genau 120 Sekunden den Ausgleich, doch danach spielen wir die Sportfreunde an die Wand. Lotte ist dabei nicht irgendwer, sondern befindet sich in der RL West immerhin auch in der Verfolgergruppe. Unsere Leistung unterstreichen die Noten, denn von den Feldspielern in der Startelf bekommen die Defensiven Elezaj und Pägelow mit eine 8.7 noch die schlechteste Note. Die übrigen neun Tore verteilen sich auf die Herren Keller (4 Tore), Wächter (2), Meyer, Bender und Döbert (ja 1).



Michael Meyer, gegen Lotte neben seinen Tor noch als vierfacher Vorbereiter aufgefallen, verletzte sich schon bei seiner ersten Vorlage zum 1:0, biss allerdings noch bis zur Mitte der zweiten Halbzeit durch. Nach dem Spiel heißt es allerdings 2 Wochen Pause für den offensiven Mittelfeldspieler.

Und auch Ersatztorhüter Joachim Rott wird uns fehlen. Eine Verletzung im Training zwingt in zur einer Zwangspause von 3 – 4 Wochen.

26. März 2022 | 28. Spieltag



Der Erste gegen den Zweiten, doch irgendwie ist es gleich gegen wen wir spielen. Ein Sieg ist Pflicht und wir müssen zusehen endlich aus dieser Liga raus zukommen. Der VfR hat zuletzt vier Spiele in Folge gewonnen und dürfte wohl auch froh sein, wenn sie uns los sind. Personell wiegt der Ausfall von Meyer nicht allzu schwer. Barth kommt für ihn in die Anfangsformation und Süle spielt offensiver. Zahirovic sitzt nicht ganz fit genauso auf der Bank wir der wieder genesene Fromme.

Aller – Ahmeti (80. Lorenz), Pietler, Pägelow, Elezaj – Nottbeck, Barth (63. Fromme) – Bender, Süle, Xhafa (63. Zahirovic) – Keller

Wir wirken ab dem Abpfiff sehr fahrig und unkonzentriert. Zunächst äußerte sich das nur in der Offensive als Bender und Keller die ersten großen Chancen in der Anfangsphase schlampig vergaben, doch in der 9 Minute häufen sich auch hinten die Fehler. Elezaj und Pägelow greifen den ballführenden Neumünsteraner nicht an und lassen so die Flanke zu. Pietler ist in der Mitte auch zu weit von seinen Gegenspieler weg und so gibt es den ungewohnten und frühen Rückstand. Dieser hat uns jedoch offensichtlich geweckt, so dass wir in der Folgezeit den Gegner einschnürten. In der 15. Minute hebelt Süle die Abwehr mit einem No-lool-Pass auf Xhafa aus und der hält im 1-gegen-1 seiner Torquote hoch. Nur 3 Minuten später schickt Xhafa Süle. Nach einem Doppelpass mit Keller ist Süle auch am letzten Gegner vorbei und bringt uns in Führung. Neumünster ist zu dieser Zeit völlig von der Rolle und wir nutzen das schamlos aus. In der 25. Minute leitet Barth einen Pass von Nottbeck mit der Hacke zu Süle weiter. Süle legt von halblinks zu Xhafa auf halbrechts und dieser in die Mitte zu Keller quer. Der Stürmer sucht sich die richtige Ecke aus und erzielt das 3:1. Nur eine Minute später spielt Elezaj nach einem Einwurf auf dem rechten Flügel flach in den Strafraum zu Xhafa. Der Rechtsaußen legt von der Grundlinie zu Süle zurück, der ins kurze Eck einschieben kann. In der 28. Minute wäre es beinahe noch dicker für den VfR gekommen. Nach einer Ecke von Süle köpft Pägelow den Ball an die Unterkante der Latte, doch auf der Linie kann ein Verteidiger in letzter Sekunde klären. Nach dieser Szene fängt sich die Hintermannschaft des Gastes wieder und wir schalten etwas zurück. Dennoch bleiben wir spielbestimmend und haben Chancen, doch bis zur Pause sollte sich nichts mehr tun. Auch nach dem Seitenwechsel tat sich auf beiden Seiten wenig. In der 59. Minute sind wir mit Xhafa mal im Strafraum allerdings an der Grenze zum rechten Flügel und ohne einen Spieler in der Mitte. Als ein Verteidiger dazu kommt, ertönt plötzlich ein Pfiff. Es war nicht mal ein Zweikampf zu sehen und es ging auch kein Spieler zu Boden, doch der Schiedsrichter gab uns den – wohl lachhaftesten – Elfmeter – aller Zeiten. Süle schießt diesen nicht wirklich gut, doch mit etwas Glück beschert diese Szene dem Mann der Partie seinen Hattrick. Nach diesem Tor kamen die Aussetzer zurück in unser Spiel. Das betraf zum einen den Spielaufbau, mit teils sehr dämlichen Fehlpässen, vor allem aber das Stellungsspiel in der Defensive. So verpennt Pietler in der 63. Minute die Abseitsfalle, wodurch ein Lila-Weißer frei vor Aller ist. Der Torhüter kommt raus um noch etwas zu retten, doch wird überlaufen und kann beim 2:5 nur noch zusehen. In der 67. Minute eröffnet der gerade eingewechselte Fromme das Spiel mit einem Pass auf den rechten Flügel. Der ebenfalls gerade neu gekommene Zahirovic flankt nah ans Tor und damit perfekt auf den Fuß von Bender, der aus 1 Meter den wohl einfachsten Job hat. Nach diesem Tor stellten wir das Spielen gänzlich ein. Auch von Neumünster kam nicht viel, doch mit unserer Mithilfe konnte der Gast das Ergebnis noch schönern. In der 72. Minute hebt Ahmeti das Abseits auf. Wieder kommt Aller aus dem Tor, diesmal allerdings ohne Not. Der Ex-Oldenburger Talarski umläuft Aller und schiebt ein. Noch dicker ist der Bock unseres Schlussmannes in der 85. Minute, als er einen Distanzschuss, der genau seinen Körper kommt irgendwie durchlässt. Ein 6:4 ist auch nicht alltäglich. Erfreulich war die Offensive heute, doch die Defensive – vor allem individuelle Fehler – und die Einstellung lassen einiges an Kritik zu. Sieg schön und gut aber zufrieden bin ich nicht.

0:1 9. Andrew Burdenski | 1:1 15. Gentian Xhafa | 2:1 18. Stephan Süle | 3:1 26. Tony Keller | 4:1 25. Stephan Süle | 5:1 60. Stephan Süle FE | 5:2 63. Andrew Burdenski | 6:2 67. Wolfgang Bender | 6:3 72. Pascale Talarski | 6:4 85. Andrew Burdenski | 2.958 Zuschauer

Der Leihvertrag mit Innenverteidiger Jonas Pietler wurde um ein Jahr verlängert, so dass ein weiterer Stammspieler dieser Saison an Board bleibt.



In der Liga bekleckern wir uns nicht mit Ruhm – höchstens mit Rum – holen aber dennoch die neun möglichen Punkte. Besser sind da unsere Auftritte im Pokal-Playoff und im Testspiel. Wichtig an diesem Monat ist neben dem Einzug in den DFB-Pokal vor allem die Verlängerung mit Pietler. Für Schwachhausen und Göttingen ist der Abstieg wohl nur noch Formsache. Bei den 05ern ist das richtig bitter, denn in den sieben Spielen nach der Winterpause holte der 1. SC fünf Unentschieden und verlor die anderen beiden Spiele nur durch jeweils ein Tor unterschied. Besonders die letzten Minuten kosteten die Göttingern etliche Punkte. Neben beiden Toren für die Niederlagen fing man sich auf bei drei der Unentschieden die Ausgleichstore in den letzten zehn Minuten – die anderen beiden Remis waren selbstverständlich 0:0. Ich bin mir sicher mit eine minimal besseren Hinrunde, oder auch nur einem Sieg nach der Winterpause – also mit etwas mehr Moral und Selbstvertrauen – hätten die Schwarz-Gelben den Bock noch umstoßen können.  :'(

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
Karagounis:
Da hatte ich wieder einige Teile nachzulesen :) Läuft doch prächtig bisher und ich finde deine Spielberichte lesen sich sehr gut. Weiter so!
idandt:
April 2022

Der vorletzte Monat der Saison ist mit reichlich Testspielen gespickt. Das erste Spiel des Monats ist jedoch das Ligaspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg (A). Anschließend testen wir gegen den Tabellenführer der OL Hamburg, den TSV Buchholz 08 (A), und den sechsklassigen TuS Lingen (H). In der Liga empfangen wir dann den BV Cloppenburg (H) im Derby, bevor es mit der Zweitvertretung des FC Twente Enschede (H) noch zu einem richten Härtetest kommt. Jong FC Twente ist aktuell Siebter der 2. Liga in den Niederlanden.

02. April 2022 | 29. Spieltag



Langsam neigt sich die Saison dem Ende zu und das kommt auch nicht zu früh. Der Gegner aus Wolfsburg bewirbt sich um den verbleibenden Abstiegsplatz und ist, wenn es nach mir ginge, der Begleiter von Göttingen und Schwachhausen. Bei uns gibt es personell keine Änderungen, da in der Offensiv nicht notwendig und die Defensiven eine Chance haben sollen ihre Sache besser zu machen.

Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow (81. Steinhauer), Elezaj – Nottbeck (76. Fromme), Barth (76. Zahirovic) – Bender, Süle, Xhafa – Keller

Wir beginnen verhalten und lassen sogar direkt nach dem Anpfiff eine große Chancen für den Außenseiter zu, doch lange dauert es nicht bis sich der Klassenunterschied bemerkbar macht. Zum Tor brauchen wir dennoch Unterstützung und bekommen diese in Person von Alexander Wohlfahrt. Der Rechtsverteidiger ist heute der unfreiwillige Mann des Tages. In der 14. Minute grätscht er Xhafa auf halbrechts den Ball vom Fuß und legt damit wohl besser für Keller quer, als es Xhafa hätte selbst machen können. Der Stürmer nimmt das Geschenk dankend an. Mit dem Tor übernehmen wir die Kontrolle über das Spiel und man kann den Eindruck bekommen, als ob der Gegner auf ein 10-0-0 umgestellt hat. Dementsprechend tun wir uns schwer zu klaren Chancen zu kommen. In der 36. Minute bricht Barth mit einem starken Pass auf den rechten Flügel das Bollwerk. Xhafa flankt – diesmal selbst – von der Grundlinie und Keller muss aus kürzester Distanz nicht mehr viel machen zum 2:0-Halbzeitstand. Direkt nach der Pause flankt Elezaj aus dem Mittelfeld auf den zweiten Pfosten und überrumpelt damit die gesamte Abwehr und den Torhüter. Bender hat als einziger aufgepasst und kann nun völlig frei einschieben. Die Sache schien damit gegessen, doch das sah der Abstiegskandidat wohl anders. In der 48. Minute behindern sich Barth und Nottbeck unglücklich gegenseitig beim Versuch den ballführenden Wolfsburger zu stellen. Dieser schickt nun dem im Rücken von Elezaj entwischten Linksaußen der Gastgeber. Bei der Direktabnahme ins kurze Eck ist Aller dann machtlos. Das Tor gab den Ostniedersachsen wohl Mut, denn es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem wir nicht immer gut aussahen. So zum Beispiel in der 64. Minute. Ahmeti ist auf dem Flügel zu passiv und lässt die Flanke zu. In der Mitte ist Pietler 2 Meter vom Gegenspieler entfernt und Aller lässt die kurze Ecke sperrangelweit offen.Unser Defensivverhalten beim 2:3 war amateurhaft. Meine Angst, dass das Spiel nun gänzlich kippt verflog schnell, als Xhafa in der 65. Minute vom oben genannten Alexander Wohlfahrt zu Boden gezogen wird und wir den völlig berechtigen Strafstoß bekommen – ja nicht alle sind zweifelhaft. Keller nimmt sich den Ball zum Hattrick und trifft sicher. In der 76. Minute ist dann wieder Wohlfahrt im Mittelpunkt des Geschehens. Er foult Süle kurz vor dem Strafraum und bekommt dafür die gelbe Karte. Hätte er beim Strafstoß die ebenfalls logische Karte gesehen, wäre sein Spiel schon beendet gewesen, doch stattdessen darf er durch spielen und fehlt nun beim nächsten Spiel gelbgesperrt. Zurück zum Spiel. Das der Freistoß von Süle wunderbar in den Winkel geht, ist wohl klar nach dem Foul von Wohlfahrt. Der Junge tut mir heute schon leid. Den Schlusspunkt zum 6:2 setzt dann der eingewechselte Steinhauer. Wieder ist ein Freistoß vorausgegangen. Süle bringt den Ball aus dem linken Mittelfeld in den Strafraum. Xhafa behauptet den Ball im Getümmel und legt auf den Innenverteidiger ab, der im Stile eines Stürmers den Torhüter verlädt. Offensiv war das Spiel wieder vorzüglich und das gegen einen über weite Strecken sehr defensiven Gegner, doch bei den Gegentoren sehen wir wie zuletzt schon nicht gut aus. Dennoch ein klasse Spiel wo sich neben Knipser Keller und Dauerunruheherd Xhafa vor allem Barth im Mittelfeld in den Vordergrund spielen kann.

0:1 14. Tony Keller | 0:2 36. Tony Keller | 0:3 48. Wolfgang Bender | 1:3 48. Tim Schilling | 2:3 64. Adem Uysal | 2:4 66. Tony Keller FE | 2:5 76. Stephan Süle | 2:6 85. Rico Steinhauer | 385 Zuschauer

Die beiden Testspiele gegen den TSV Buchholz und den TuS Lingen gewinnen wir standesgemäß und auch in angemessener Höhe. Die beiden Spiele waren dabei aber grundverschieden. In der Nordheide war Tony Keller der Mann des Spiels und an allen sieben Toren beteiligt. Neben den vier Toren von Süle und dem Treffer von Döbert, war er auch selbst zweimal erfolgreich. Diese beiden Tore bereitete Xhafa vor. Daheim gegen Landesligist Lingen wollte uns nichts gelingen. Alleine in der ersten zehn Minuten hätten wir zwingend fünf Tore machen müssen, doch letztlich trafen wir dreimal das Gehäuse und vergaben auch die anderen beiden Chancen. Das wir ab der 22. Minute in Überzahl waren änderte auch nichts an unserer Zielsicherheit, denn neben den drei Alu-Treffern aus der Anfangsphase kamen noch drei weitere hinzu. Zwei von konnte Süle allerdings abstauben. Die drei Tore aus dem Spiel heraus erzielten Zahirovic, Döbert und nochmal Süle, der so seinen Hattrick voll machte. Letztlich kann man mit beiden Spielen zufrieden sein, doch mit einer Leistung wie gegen Lingen bekommen wir in der Relegation Probleme, wohingegen eine Leistung wie in Buchholz wohl gegen jeden Regionalligisten genügen sollte.



Unser Ligaspiel gegen den BV Cloppenburg (H) wird zunächst um vier Tage auf Dienstag verschoben, weil der Platz unter Wasser steht. Der Platz ist jedoch auch am Dienstag nicht bespielbar, weshalb das Match nochmals neu angesetzt wird. Der neue Termin ist Freitag, der 29. April, weshalb das Freundschaftsspiel gegen Jong Twente leider abgesagt werden muss.

29. April 2022 | 30. Spieltag



Das Spiel kann also doch noch stattfinden. Sportlichen Wert wird das – hoffentlich letzte – Aufeinandertreffen mit dem BVC nicht haben, doch eng könnte das Spiel dennoch werden. Die Vergangenheit hat uns gezeigt das die Cloppenburger uns nicht wirklich liegen. Personell können wir fast aus den Vollen schöpfen, denn es fehlt nur noch Torge Bröker – der sich allerdings auch schon im Aufbautraining befindet. Hier könnte es also tatsächlich noch zu einem Luxusproblem kommen.

Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow, Elezaj – Nottbeck, Zahirovic (71. Barth) – Bender, Süle (75. Wächter), Xhafa (71. Meyer) – Keller

Die erste Chance gibt es bereits in der 4. Minute , als Bender überraschend aus der Drehung an den linken Pfosten schießt. Anschließend klären die Gäste zur Ecke. Diese wird zunächst geklärt, doch der Ball kommt zurück zum Eckenschützen Süle, der von der Strafraumgrenze aus spitzem Winkel schießt und den langen, rechten Pfosten trifft. So stürmisch ging es dann aber nicht weiter. Wir beherrschen das Spiel und lassen dem BVC kaum zur Entfaltung kommen, doch kreieren dafür kaum eigene Chancen. Hinten stehen wir dafür bombensicher und lassen nichts zu. Auffällig ist sonst nur die Aggressivität der Gäste, die uns reihenweise Freistöße schenken. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel gleich und wir ineffektiv. In der 61. Minute können wir aus einem Freistoß jedoch Kapital schlagen. Süle bringt den Ball aus dem Halbfeld auf den zweiten Pfosten, Pägelow läuft perfekt ein und bringt uns in Führung. Danach wurde die Gangart der Cloppenburger noch eine Spur härter, was dann auch Stephan Süle zu spüren bekam. In der 77. Minute schickt Barth, den für Süle eingewechselten Wächter. Dieser überläuft seinen Gegenspieler und zieht die Flanke auf den Kopf von Keller. Ein Tor aus aus dem Lehrbuch. Mit dem 2:0 endet das Spiel dann auch leistungsgerecht. Die Offensivleistung ist dabei kaum der Rede wert, doch vor der Defensive kann man heute nur den Hut ziehen.

1:0 61. Lukas Pägelow | 2:0 77. Tony Keller | 2.586 Zuschauer

Und so viel zu dem Luxusproblem. Stephan Süle wird vom Box-Verein Cloppenburg für 3 Monate außer Gefecht gesetzt. Bitter ist noch nicht mal mehr das Fehlen in den Relegationsspielen, sondern in der Vorbereitung auf die neue Saison. Hezlichen Dank an den BVC und den Trainer Herrn Morales, der sich vor und nach dem Spiel noch über den schlechten Platz beschwert und meint, dass Spiel sei deshalb so schlecht gewesen...



Sportlich kann man nicht meckern. Wir spielen nicht immer gut, dafür jedoch erfolgreich. Im Prinzip ist also alles wie immer. Bitter ist hingegen die Verletzung von Süle. Der Blick gilt trotzdem der Zukunft und den anstehenden Relegationsspielen. Im Westen und Südwesten, sowie in Bayern stehen die Aufstiegskandidaten bereits fest und somit fehlt nur noch der Vertreter aus dem Nordosten.

Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :)
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