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| [FM14] Aufbauhilfe "Groß"-stadt - aktuelle Station: Eintracht Frankfurt |
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| idandt:
Mai 2022 Noch zwei Vorbereitungsspiele auf die alles entscheidende Relegation. Die Gegner in diesen Spielen sind durchaus brauchbar, denn der Altonaer FC von 1893 (A) ist als Überraschungsmannschaft der Saison auf einem starken dritten Platz und der VfB Lübeck (H) hat immerhin den höchsten Etat der Regionalliga Nord. Die Relegationsspielen finden dann 10 bzw. 14 Tage nach dem Lübeck-Spiel statt. Hier warten wir noch auf den Kontrahenten. 07. Mai 2022 | 31. Spieltag In Hamburg-Altona müssen wir also ohne Süle und den immer noch nicht ganz fitten Bröker auskommen. Der junge Marcel Barth rutscht dadurch in die Startformation, die sonst in gewohnter Besetzung bestückt ist. Gegen 93 haben wir bisher eine makellose Bilanz und das soll heute auch so bleiben. Mit einem Sieg würden wir übrigens den Punkterekord der Regionalliga Nord brechen. Diesen hält noch Hannover 96 mit 89 Punkten aus der Saison 1997/98 – die hatten damals aber auch zwei Spiele mehr um die Punkte zu holen. Aller (80. Selivanov) – Ahmeti, Pietler, Pägelow, Elezaj – Nottbeck, Barth (67. Fromme) – Bender, Zahirovic (45. Meyer), Xhafa – Keller Die erste Aktion des Spiels gehörte den Gastgebern, als sie in der 2. Minute aus der Distanz den Pfosten treffen. Das war dann aber auch schon der spielerische Höhepunkt für die nächsten gut 88 Minuten. Wir wirkten lustlos und und hatten weniger vom Spiel, auch wenn die Statistiken das nicht belegen. Dennoch gingen wir in der 12. Minute in Führung. Zahirovic zieht eine Ecke auf den zweiten Pfosten und Pägelow gewinnt das Kopfballduell gegen zwei Gegenspieler. Altona versuchte unsere schwache Leistung zu bestrafen und hatte in der Folgezeit die besseren Chancen. In der 21. Minute pariert Aller einen Abschluss aus 3 Metern und damit die beste Chance der 93er. Vorausgegangen war eine Unsicherheit von Elezaj. Insgesamt war das Spiel aber auch von Seiten der Gastgeber schwach und so herrschte zumeist Langeweile pur. Diese unterbrach dann nur Jonas Pietler als er in der 37. Minute eine harmlose Flanke zum Ausgleich ins eigene Tor stolpert. In der Pause musste Zahirovic angeschlagen vom Platz, doch auch Meyer konnte keine Impulse setzen. Immerhin wirkten wir nun hinten etwas sicherer und ließen kaum mehr etwas zu. Vorne waren wir dafür wie gehabt enttäuschend. Ausnahme waren die Standards und hier vor allem die Ecken, doch gelingen wollte auch hier nichts. In der 80. Minute musste dann auch noch Torhüter Aller verletzt vom Platz, wodurch uns auch die letzte Chance genommen wurde noch frischen Wind in die lahmende Offensive zu bringen. Allerdings war das auch nicht wirklich nötig, denn in der Schlussviertelstunde drückten wir den Gegner hinten rein uns spielten plötzlich doch engagiert auf den Sieg. In der 90. Minute dann doch noch die Ablösung für den Pfostentreffer als Höhepunkt des Spiels. Nottbeck hebt den Ball aus dem Mittelfeld über fast alle Altonaer hinweg in den Lauf von Xhafa. Der Rechtsaußen nimmt direkt ab und legt das Ei so ins lange Eck. Ein wunderschönes Tor zu einem mehr als schmeichelhaften Sieg. Über das Spiel sollten wir besser nicht zu viel reden. 0:1 12. Lukas Pägelow | 1:1 37. Jonas Pietler ET | 1:2 90. Gentian Xhafa | 1.727 Zuschauer Bereits vor dem letzten Regionalliga-Spiel kommen Angebote für meine Person rein und die überraschen mich doch. Sowohl die Dritt- als auch die Zweitligasaison sind bereits vorbei und ich könnte Holstein Kiel oder die Offenbacher Kickers übernehmen. Grundsätzlich beides sehr interessante Aufgaben, doch ich sage beiden ab und werde meinen Vertrag in Oldenburg erfüllen. 14. Mai 2022 | 32. Spieltag Das letzte Spiel der regulären Saison und das daheim gegen den wohl interessantesten Gegner der Regionalliga Nord. Eine wunderschöne Kulisse um sich von dieser Liga zu verabschieden – für den VfB hoffentlich auf immer, für mich sicher nicht. Für die Kulisse sorgen auch die Fans, die heute endlich mal in Scharen kommen und zeigen, was in einer Stadt mit knapp 160.000 Einwohner möglich ist. Dem Zuschauerschnitt und der Vereinskasse tut so ein Spiel natürlich auch gut und gleichzeitig legt das die Latte für das Relegationsspiel sehr hoch. Wir spielen übrigens unverändert zum Spiel gegen Altona. Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow, Elezaj – Nottbeck, Barth (71. Fromme) – Bender (80. Meyer), Zahirovic (71. Döbert), Xhafa – Keller Nach 72 Sekunden lässt das 162cm-Kopfballungeheuer Faruk Zahirovic die fast 8.000 auf den Rängen jubeln. Die Flanke von Xhafa war allerdings auch ideal. In der 5. Minute will Pietler eine Flanke mit der Brust blocken und produziert damit fast das nächste Eigentor. Aller reagiert allerdings blitzschnell und rettet für die Leihgabe aus Hannover. Nach diesen beiden Aufregern folgten kaum mehr Torchancen, was allerdings der Spannung und der Klasse des Spiels keinen Abbruch tat. Beide Mannschaften versuchten nach vorne zu spielen und zeigten dabei ihre technischen Fähigkeiten. Fast eine Stunde verging ohne Großchance und dennoch war das Spiel fesselnd. In der 58. Minute kamen wir mit einem schnellen Spielzug mal durch. Nach Vorarbeit von Xhafa und Barth kommt Zahirovic aus spitzem Winkel zum Abschluss trifft jedoch nur den Pfosten. Anschließend versucht Nottbeck es noch aus der zweiten Reihe, doch sein Schuss zischt über das Lattenkreuz. Mit zunehmender Spielzeit wirken die Lübecker müde und wir können uns ein Übergewicht erspielen. In der 70. Minute muss Keller das 2:0 erzielen, doch nach einer Ecke köpft er aus weniger als 1 Meter über das Tor. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit kommen wir zu einem Konter. Keller schickt an der Mittellinie Meyer steil, der gut das Tempo verschleppt und sieht das sich Xhafa auf halbrechts schön frei läuft. Meyer steckt stark für den jungen Albaner durch, doch der scheitert in aussichtsreicher Position am Schlussmann. Bereits in der Nachspielzeit fällt dann das Tor zum Endstand nach einer Ecke. Diese bringt Meyer auf den ersten Pfosten, wo der Ball jedoch geblockt wird. Das Leder kommt auf halblinks zu Döbert, der durch lädt und fast das Netz kaputt schießt. Das 2:0 ist nicht unverdient, doch die Hansestädter hätten heute wohl gegen jeden anderen Gegner der RL Nord gewonnen. Ein Spiel was der Kulisse würdig war. Großes Kompliment an alle Beteiligten. 1:0 2. Faruk Zahirovic | 2:0 90.+1 Lars Döbert | 7.796 Zuschauer Qendrim Elezaj meldet sich krank und wird wohl für 7 – 10 Tage fehlen. Damit ist er bei beiden Relegationsspielen fraglich. Definitiv fehlen wird Innenverteidiger Rico Steinhauer der ich im Training verletzt unf für 5 – 6 Wochen ausfallen wird. Die Tabelle dient der Vollständigkeit. Unsere Meisterschaft war schon seit langem klar und auch der Abstieg der Göttinger war leider nicht nur knapp. (click to show/hide)24. Mai 2022 | Regionalliga Relegation Hinspiel In der Relegation treffen wir also auf die SG Sonnenhof Großaspach und damit auch auf unseren ehemaligen Torhüter Tim Boss. Großaspach ist ein Team gegen das ich nur zu gerne aufsteige, denn Dörfer gibt es in der Dritten Liga schon genug. Aufsteigen sollten wir übrigens auch, denn von oben kommt Gesellschaft und ob wir nächstes Jahr in der Regionalliga wieder Meister werden können ist fraglich. Unsere Chance ist genau jetzt. Personell gibt es eine Änderung bei uns. Elezaj ist zwar wieder gesund, jedoch nicht ganz fit. Ihn vertritt Wächter hinten rechts. Erfreulich ist hingegen, dass Bröker wieder auf der Bank sitzt. Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow, Wächter – Nottbeck, Barth – Bender, Zahirovic (6. Bröker), Xhafa – Keller Die Gastgeber brauchen genau 17 Sekunden um mir die Laune zu verhageln. Vom Anstoß weg spielen die Großaspacher schnörkellos nach vorne, unvermeidbar war das Tor aber nicht, denn erst lässt sich Wächter überrumpeln und der Abschluss war auch nicht unhaltbar. Wir wollen direkt antworten und lassen dem Vizemeister der Regionalliga Südwest in der Folgezeit keine Zeit zum Luftholen. Dennoch wird meine Laune nicht besser als in der 6. Minute Zahirovic verletzt am Boden liegt und das Spielfeld verlassen muss. Gegen meiner Intuition entscheide ich mich Bröker so früh schon zu bringen und dass sollte belohnt werden, auch wenn nicht sofort. Bis zur 36. Minute dominierten wir das Spiel ohne zu zwingende Chancen zu haben, doch nach einer Ecke von Bröker stochert Keller den Ball aus dem Getümmel zum Ausgleich ins Tor. Die Gastgeber sind nun völlig von der Rolle und so kommt es in der 44. Minute noch dicker für die SG Sonnenhof. Bröker setzt sich auf rechts stark durch und spielt dann flach in die Mitte zu Keller, der aus der Drehung zur Führung trifft. Nach dem Seitenwechsel spielen auch die Baden-Württemberger wieder mit, doch mehr als Distanzschüsse lassen wir nicht zu. Das ohnehin schon nicht faire Spiel wird nun noch ruppiger, was vor allem an den sichtlich frustrierten Großaspachern liegt. In der 60. Minute bekommen wir so einen Freistoß auf dem linken Flügel, den Bröker in den Strafraum flankt. Die Kopfballabwehr der Gastgeber ist zu kurz und so kommt Nottbeck aus gut 15 Metern und aus vollem Lauf zum Kopfball. Wie ein Schuss schlägt dieser genau in den Winkel ein. Jetzt ist die Moral bei Großaspach völlig dahin – und auch die sportlichen Sitten. Wir hingegen spielen uns jetzt so in einen Rausch, dass ich sogar vergesse weitere Wechsel durchzuführen. Den Schlusspunkt setzt dann der Mann des Spiels selber – und selbstverständlich mit einem Freistoß. In der 78. Minute haut Bröker den ruhenden Ball aus gut 18 Metern in die Maschen. Was ein Comebeck von Bröker und was ein Spiel von uns. Selbst ein 0:3 im Rückspiel würde uns nicht aus der Dritten Liga vertreiben. Das dürfen wir nicht mehr verbocken! Das kann man eigentlich auch nicht mehr verbocken... (click to show/hide)1:0 1. Patrick Brückner | 1:1 36. Tony Keller | 1:2 44. Tony Keller | 1:3 59. Lukas Nottbeck | 1:4 78. Torge Bröker | 5.330 Zuschauer Der Sieg war allerdings teuer erkauft, denn Faruk Zahirovic fällt – mal wieder – länger aus. 4 – 5 Wochen sind es diesmal und damit wird er sicher noch ein wenig von der Vorbereitung verpassen. 28. Mai 2022 | Regionalliga Relegation Rückspiel Zum Rückspiel werden wir – teils gewollt, teils gezwungen – umbauen und mit der defensiveren Taktik spielen. Grund hier für ist zwar auch der komfortable Vorsprung der es uns erlaubt auf halten zu spielen, allerdings spielt hier auch der Ausfall von Zahirovic mit rein. Neben dem Bosnier fehlen noch Süle und Steinhauer. Außerdem sind Hinspiel-Held Bröker, Wächter und Barth nicht in der Verfassung die ich für ein Pflichtspiel als unerlässlich halte. Immerhin ist Rechtsverteidiger Elezaj wieder mit dabei, so dass hinten die gewohnte Viererkette auflaufen kann. Gespannt darf man auf das Mittelfeld, bestehend aus Oldie Nottbeck und den beiden – voraussichtlich scheidenden – Ersatzspielern Fromme und Mile, sein. Aller – Ahmeti, Pietler, Pägelow, Elezaj – Nottbeck – Mile (63. Bröker), Fromme (80. Barth) – Bender, Xhafa (63. Meyer) – Keller Unsere Taktik geht perfekt auf. So werte ich zumindest, dass es bis zur 27. Minute nicht eine Szene gibt. Und noch perfekter wird es dann, wenn die erste Szene uns einem Elfmeter beschert. Mile wird im Strafraum gefoult und verletzt sich dabei auch, biss jedoch noch auf die Zähne. Den fälligen Strafstoß schießt zu meiner Überraschung Innenverteidiger Jonas Pietler, doch wenn er so schießt wie heute, darf er öfter vom Punkt aus ran. Mit der Führung im Rücken werden wir mutiger und haben sogar zwei kleinere Chancen auf das 2:0. In der 41. Minute spielt Keller dann bei einer Ecke der Gäste den Ball mit der Hand und sorgt so für den Ausgleich nach Strafstößen und auch nach Toren. In der Kabine warne ich das Team vor Selbstzufriedenheit und die Jungs nehmen sich das zu Herzen. Auch im zweiten Durchgang stehen wir bis auf zwei Ausnahmen sicher. In der 61. Minute pariert Aller einen Abschluss aus etwa 8 Metern herausragend, nachdem die Großaspacher sich erstmals durch unser Bollwerk kombinieren konnten. In der 76. Minute fällt dann das letzte Tor des Tages. Eine frühe Flanke der SG Sonnenhof kommt mittig vor dem Tor an der Strafraumgrenze runter, kann da kurz gestoppt werden und wird dann mit dem Vollspann in den Winkel gezimmert. Ein wunderschönes Tor für die Gäste aus Baden-Württemberg, doch letztlich kam das zu spät. Wir waren spielerisch heute kaum präsent, doch das war auch die Vorgabe. Der Kampf und die Disziplin waren hingegen wie gewünscht da und so feiern wir den verdienten – und längst überfälligen – Aufstieg. Dieser sollte für uns doch einiges an Veränderungen bringen... (click to show/hide)1:0 27. Jonas Pietler FE | 1:1 41. Fabian Wulff HE | 1:2 76. Patrick Brückner | 7.630 Zuschauer Taulant Mile wird nur für 3 – 4 Tage ausfallen und wird so nur auf ein paar Tage Urlaub verzichten müssen. Die erste Änderung die sich abzeichnet ist auch eine faustdicke Überraschung. Mit Gentian Xhafa könnten wir demnächst einen A-Nationalspieler haben. Der Junge Deutsch-Albaner wurde vom albanischen Nationaltrainer beim Rückspiel der Relegation beobachtet. Überraschend ist das ganze vor allem weil Xhafa noch nicht mal in der U21 debütiert hat. Eine allzu schnelle Nominierung erwarte ich jedoch nicht, schließlich konnte sich Xhafa gegen Großaspach taktisch-bedingt nicht auszeichnen. Leistungsdaten Achtung hier folgt nun Lobhudelei mit ein wenig Selbstbeweihräucherung. In meinen Augen ist das schlicht angebracht wenn jeder Spieler mit mehr als einem Einsatz mindestens eine Note von 6,90 erreicht hat. Aber der Reihe nach. Im Tor war Mario Aller klar gesetzt und konnte seinen Vorgänger Tim Boss vergessen machen. Er profitierte allerdings auch von einer sehr starken Viererkette vor sich. Seine Ersatzspieler Oleg Selivanov und Joachim Rott hatten nicht viel zu bestellen und so kam Selivanov nur zu einem Kurzeinsatz. Auch hinten links gab es eine unangetastete Personalie. Gentian Ahmeti ist seit anderthalb Jahren als Linksverteidiger nicht mehr wegzudenken und bringt konstant gute Leistungen. Er ist einer von nur zwei Feldspielern, die – wenn sie fit waren – immer in der Startformation standen. Auch bei ihm hatte der Backup keinen leichten Stand und so schmiss Leihgabe Anton Kuhn im Frühjahr das Handtuch. Er machte für uns 5(1) Spiele, bei denen er zwei Tore vorbereitete und auf eine Durchschnittsnote von 7,25 kommt. Die Note wurde allerdings von einem sehr starken Pokalspiel deutlich angehoben. Nach seinem Abgang waren die Innenverteidiger Pietler und Lorenz die Ersatzleute für Ahmeti. In der Innenverteidigung war der Kampf um die Plätze dagegen offen. Mit Lukas Pägelow, Jonas Pietler und Rico Steinhauer haben gleich drei Spieler Stammplatzansprüche geltend gemacht und werden auch eine Liga weiter oben Tore verhindern dürfen. Auch der vierte Mann in der IV konnte überzeugen, auch wenn Tobias Lorenz zumeist nur von der Bank kam. Wenig Zweikampf und doch viel Spielzeit für beide Spieler gab es bei den Rechtsverteidigern. Qendrim Elezaj spielte eine Saison die ihm wohl keiner zugetraut hatte. Der junge Albaner stand seinem etwas offensiver ausgerichteten Landsmann auf der linken Seine in nichts nach. Da sich seine guten Leistungen schon früh zeigten, hatte Julian Wächter nicht so viel Zeit als Rechtsverteidiger auf dem Platz verbracht. Wenn war er allerdings auch zur Stelle. Öfter spielte er dafür auf dem rechten Flügel, was seiner Note wohl gut getan hat. Mit der Defensive darf man zufrieden sein, auch wenn wir nur knapp die Beste der Liga hatten – gemessen an unserer sonstigen Übermacht müsste das eigentlich besser sein. In der Schaltzentrale war unser Oldie Lukas Nottbeck das Herzstück des Teams und erledigte so die Aufgabe für die er geholt wurde. Mit 38 Spielen – gleichauf mit Pägelow – ist er unser Dauerbrenner gewesen und das mit 33 Jahren. Wirklich überzeugen tun aber die Leistungen auf einer Position, die es in der Regel nicht erlaubt sich so in den Vordergrund zu spielen. Gut im Vordergrund stand er auch nicht, dennoch ist seine Note vorzüglich. Auf der Position neben dem Oldie war vor der Winterpause Torge Bröker zuhause und spielte da stark auf. Die Verletzung Ende Januar warf das Eigengewächs zwar zurück, doch mit seinem Comeback im Hinspiel gegen Großaspach ist er dennoch zum Aufstiegshelden geworden. Nach Brökers Verletzung spielte dann kurzzeitig Süle im zentralen Mittelfeld, doch zumeist konnte sich Marcel Barth über Einsatzzeit freuen. Der Jungspund hat in seiner ersten Saison im Seniorenbereich viel Erfahrung sammeln können und sich gut entwickelt. Seine Leistungen waren dabei noch nicht wirklich konstant, aber doch überwiegend gut. Sicher hatte er auch damit zu kämpfen, dass seine Position einer der schwersten in meinem System sind. Weniger Einsatzzeit gab es für Timo Fromme und Taulant Mile, die jedoch auch beide gute Leistungen zeigten, wenn sie denn ran durften und konnten. Das Konnten gilt vor allem für Fromme, der sehr gut in die Saison gestartet war, doch dann fast die ganze Saison verletzt war. Kommen wir zur Offensive. Auf Links konnte Neuzugang Wolfgang Bender nach einigen Anlaufschwierigkeiten richtig überzeugen. Gerade sein Run im Frühjahr macht ihm zu unseren zweitbesten Torschützen. Sein Ersatz Lars Döbert kam so oft nur von der Bank und durfte auch des Öfteren im zentralen offensiven Mittelfeld ran. Dennoch konnte sich Döbert deutlich steigern im Vergleich zur Vorsaison. Auf Rechts war eigentlich Faruk Zahirovic eingeplant und der spielte – wenn er denn spielte – auch alles in Grund und Boden. Seine 11 Tore und 10 Vorlagen sind noch beeindruckender, wenn man bedenkt das er nicht weniger als 20 Wochen in dieser Saison verletzt war. Ich hoffe sehr, dass das Seuchenjahr für den Bosnier nun vorbei ist, denn er ist noch jung, hat einen tollen Charakter und noch einiges an Potenzial. Auch gilt er nicht als besonders verletzungsanfällig. In seiner Abwesenheit konnte zunächst der schon genannte Wächter, später aber vor allem Gentian Xhafa überzeugen. Keine Ahnung was man dem gegeben hat, doch in seiner ersten Saison gleich mal 23 Torbeteiligungen in nur 20 Spielen auf den Rasen zu zaubern ist schon eine Ansage. Von dem jungen kann man noch viel erwarten und möglicher Weise sehen wir ihn irgendwann in der Bundesliga. Zwischen unserer Flügelzange wirbelte Stephan Süle gewohnt stark. Auch er sollte mehr als nur die dritte Liga in seiner Karriere erreichen. Bester Vorbereiter und drittbester Torjäger in dieser Saison und damit der wohl gefährlichste Spieler der letzten Jahre. Insgesamt kommt er in drei Jahren bei uns auf 77 Spiele, 40 Tore und 37 Vorlagen. Und da Süle nicht – bzw. nur am Ende der Saison – verletzt ausfiel, blieb seinem Ersatzmann Michael Meyer oft nur der Platz auf der Bank. Auch Meyer war da, wenn er gefordert war, allerdings fällt es schon auf, der er in den Testspielen immer noch bessere Leistungen bringt. Meyer hat allerdings auch das Problem, dass er als Rechtsfuß für den linken Flügel eher ungeeignet ist und rechts nicht eingespielt ist. So ist er halt auf eine Position festgelegt. Bei den Stürmern fange ich mit dem Ersatz Michael Brandt an. Er kam kaum zum Einsatz, doch wenn stimmte die Leistung. Sicher muss man relativieren, dass er im Pokal nicht so starke Gegenspieler hatte, doch auch in den Ligaspielen konnte er sich behaupten. Doch was will man machen, wenn man gegen einen Tony Keller um den Platz konkurriert? Keller ist der Mann das Saison, nicht nur bei uns sondern selbstverständlich auch in der Liga. Spieler der Saison und Torschützenkönig, Meister und Aufsteiger. Dazu noch – gleichauf mit Süle – bester Vorbereiter bei uns und mit einer 7,92 in der Liga eine neue Rekordnote aufgestellt. Es ist so geil einen solchen Spieler zu haben und doch ist es bitter zu sehen, dass sein Potenzial wohl zum Topspieler der Bundesliga und zum Nationalspieler gereicht hätte und er jetzt wohl bestenfalls in die zweite Liga kommt. Wie gesagt man kann nur zufrieden sein mit dem Erreichten. Sicher ist die eine Niederlage in der Liga schon bitter, wenn man sonst die perfekte Saison gehabt hätte und auch das verlorene Pokalfinale hätte nicht sein müssen, doch wenn man sieht das wichtige Spieler teils sehr lange ausfielen, wertet das die Leistung nochmal deutlich auf. Ab der nächsten Saison wird es jedoch wieder spannender – hoffe ich zumindest – und so eine Verletztenmisere könnte Folgen haben. Dennoch bin ich heiß wie ein Schnitzel auf die nächste Saison. An dieser Stelle nochmals ein Danke an alle die hier mitlesen bzw. keinen Kommentar hinterlassen. Es motiviert ungeheuer zu sehen, wie der Aufrufe-Zähler steigt oder wenn man mal ein paar Zeilen eines anderen Users zwischen seinen Posts liest. Wie immer gilt: Feedback, Fragen und Anregungen sind erwünscht und es wird gerne auf sie eingegangen :) |
| LucaBall:
Gratulation zum Aufstieg! In der Liga dominiert und in der Relegation Grossaspach keine Chance gelassen. Und was Anregungen angeht, mach einfach weiter so, ich finde diese Station, auch wenn ich hier nicht so oft kommentiere wie wo anders, ganz stark! |
| Königsblau:
Da hat es endlich geklappt! Glückwunsch und viel Spaß in der 3. Liga. ;) |
| idandt:
Danke euch beiden :) Abschluss Saison 2021/22 1. Bundesliga In der Bundesliga ging es – auch wenn es letztlich nicht so aussieht – lange sehr eng zu. Zur Winterpause lagen die Bayern nur auf Platz 3 punktgleich mit dem Überraschungsteam der Saison, Hertha BSC. Noch vor dem Favoriten aus München standen Gladbach (3 Punkte Vorsprung) und der Herbstmeister aus Leverkusen (6 Punkte vor den Bayern). Hinter dem Ligaprimus wurde es dann erst richtig eng, so dass der Tabellenneunte, Alemannia Aachen, zur Winterpause nur 4 Zähler hinter dem 3. Platz und damit der Champions League lag. Langweilig schien die Spielzeit nur für Köln, Hannover und Dresden zu werden, die zwischen Gut und Böse überwinterten. Ab Platz 13 wurde gezittert, wobei es zur Halbzeit noch gut aussah für Cottbus, Freiburg und Hamburg. Unter dem Strich standen Wolfsburg, Leipzig und die desolaten Bremer. Doch nach dem Jahreswechsel war Werder alles andere als desolat und holte starke 19 Punkte, die letztlich zum Relegationsplatz reichten. Noch besser spielten der HSV – 22 Punkte in der Rückrunde – und Wolfsburg – 29 Zähler nach der Winterpause – auf. Absolut Gegenteilig lief die Rückrunde für die 96er, die mit nur 10 Punkten im bisherigen Kalenderjahr die Klasse mit mehr Glück als Verstand halten konnten. Hannover kann sich dabei glücklich schätzen, dass Cottbus sogar noch weniger Punkte ( 8 ) holte und auch Leipzig (12) kaum besser war. Letztlich müssen Energie und Rasenballsport auch den – verdienten – Gang in die 2. Liga antreten. Oben blieb es bis auf eine Ausnahme eng. Der FC Bayern ließ den Gegnern keine Chance auf den Titel und holte hervorragende 40 Punkte aus der Rückrunde. Am Ende werden die Münchener mit 7 Zählern Vorsprung Meister. Dahinter war alle alles drin, was man auch an den direkten Spielen – die oft 3:2 und ähnlich ausgingen – gemerkt hat. Bitter war das Saisonfinale für meine Alemannia, die an den letzten fünf Spieltagen ungeschlagen blieb, doch – trotz deutlicher Überlegenheit in allen fünf Partien – nur einmal – und das gegen Hannover und nur knapp – als Sieger vom Platz geht. Mit den acht Punkten aus diesen Spielen wäre man sogar Vizemeister geworden. So kann man froh sein, dass das DFB-Pokal-Finale zwischen zwei bereits qualifizierten Teams ausgetragen wurde und man noch in die Europa League darf. (click to show/hide) 2. Bundesliga Im Unterhaus gleich die Situation der in der Bundesliga. Oben war die halbe Liga in Schlagdistanz, wobei Stuttgart und 1860 mit 37 Punkten führten. Fürth und Mainz lagen direkt dahinter und mit Darmstadt, Aue, Karlsruhe, Düsseldorf und Union Berlin gab es reichlich Verfolger. Alle diese Teams hatten mindestens 30 Punkte aus 19 Spielen auf dem Konto. Ebenfalls wie in der 1. Liga gab es auch hier drei Teams im vermeintlich sicheren – und langweiligen – Mittelfeld, wobei Frankfurt, Braunschweig und Duisburg durchaus auch nach unten schauen mussten. Eng wurde es dann für Augsburg, Kaiserslautern und Magdeburg, die jedoch in sicheren Gefilden die Feiertage genießen konnten. Auf den unbeliebten Plätzen standen Offenbach und Heidenheim, sowie St. Pauli die mit 5 Punkten zur Winterpause eigentlich schon abgestiegen waren. Und nicht nur eigentlich. Zwar konnten die Kiez-Kicker ihre Ausbeute deutlich steigern, doch am Ende sind 15 Punkte einfach nur unterirdisch. Sonst änderte sich unten nicht viel. Magdeburg und Kaiserslautern waren minimal stärker als vor der Winterpause. Augsburg hingegen konnte richtig aufdrehen und mit 27 Punkten aus 15 Spielen sogar noch in die obere Tabellenhälfte. In die andere Richtung ging es für Union Berlin, die mit nur elf Punkten in der gleichen Zeit das zweitschwächste Team der Rückrunde waren. Dennoch reichte es für die Eisernen, denn Offenbach und Heidenheim ließen zu viele Punkte liegen, so dass es für die beiden Teams aus dem Südwesten bereits zwei Spieltage vor dem Saisonfinale nur noch um den Relegationsplatz ging. Am letzten Spieltag kam es dann zum direkten Duell auf der Alb, wo der OFC zum Siegen verdammt war. Die Offenbacher vergaben dabei in der 89. Minute einen Elfmeter beim Stand von 0:0 und bekommen dann in der 92. Minute den Todesstoß versetzt. Oben stachen drei Teams heraus. Zum einen der VfB der seine starke Form aus der Hinrunde auch nach dem Winter bestätigte. Das zweite Team der Stunde war die SpVgg Greuther Fürth, die zu den Schwaben aufschließen konnte und sich ein spannendes Rennen mit den Stuttgartern lieferte und als Drittes im Bunde, war die Eintracht aus Frankfurt, die zwar immer näher an die Aufstiegsplätze ran kam, jedoch immer mindestens vier Punkte Rückstand hatte. Die übrigen Teams aus der spitzen Gruppe schwächelten kollektiv und so war der direkte Aufstieg für Stuttgart und Fürth schnell klar. Auf der anderen Seite entwickelte sich ein spannendes Rennen um die Relegationsplatz zwischen 1860, Mainz, Darmstadt und Düsseldorf, sowie den schon erwähnten Frankfurtern und Erzgebirge Aue. Dabei waren sich die Kontrahenten so ebenbürtig, dass 1860, Mainz und Darmstadt nach der Winterpause die gleiche Anzahl an Punkten holten. Da auch die drei Punkte mehr von der Fortuna nicht ausreichten, um etwas am Tabellenbild zu ändern, können sich die Löwen dank der guten Hinrunde auf die Relegation gegen Werder freuen. (click to show/hide) 3. Liga In der 3. Liga standen zur Winterpause gleich drei Teams punktgleich an der Tabellenspitze. Paderborn und Münster auf den Plätzen 2 und 3 waren dabei nicht sonderlich überraschend, doch Aufsteiger Rot-Weiss Essen als Herbst- und Wintermeister hat so wohl keiner erwartet. Mit Wehen Wiesbaden (1 Punkt Rückstand), Ingolstadt (3) und Bochum (5) gab es aber durchaus noch ernstzunehmende Konkurrenz für die Teams der Hinrunde. Ab Platz 7 war die Tabelle dann sehr eng gestaffelt. Vom 7., Aufsteiger Trier, bis zum Abstiegsplatz betrug der Abstand „nur“ elf Punkte; auf das Schlusslicht nur 13. Unter dem Strich überwinterten Sandhausen, Siegen und der FSV Frankfurt. Nach der Winterpause rechneten alle mit dem Einbruch der Essener und vor allem damit das Topteams wie Bochum und Ingolstadt noch zulegen können. Doch es kam genau anders herum. Die Verfolger aus Wiesbaden, Bochum und Ingolstadt waren zu inkonstant und oben setzen sich die ersten drei weiter ab. Bis zum vorletzten Spieltag war noch alles möglich und ich hoffte auf die Aufsteiger Essen und Münster, doch dann patzten die beiden und Paderborn löste das erste Ticket zur 2. Liga. Am letzten Spieltag spielten die Rivalen Essen und Münster dann gegeneinander und trennten sich unentschieden. Dabei begleitet Münster Paderborn und Essen muss in die Relegation gegen Heidenheim. Dennoch spielten die Rot-Weissen eine klasse Saison. Im breiten Mittelfeld bzw. dem Abstiegskampf wurde es wesentlich abwechslungsreicher als oben. Stark waren die Rückrunden von Sandhausen und Unterhaching. Doch auch die späteren Absteiger aus Frankfurt und Osnabrück holten nach der Winterpause mehr Punkte pro Spiel, als in der Hinrunde. Nur das Schlusslicht aus Kiel war in der Rückrunde richtig schwach, hielt allerdings auch den Anschluss. Die Absteiger zeigen dann aber auch, warum wir unbedingt aufsteigen mussten. Die Regionalliga mit Holstein und dem VfL wäre zwar sicher interessanter gewesen, als die letzten beiden Jahre, doch ein Aufstieg in nächster Zeit wäre um einiges unwahrscheinlicher geworden. (click to show/hide) Relegation 1./2. Bundesliga und 2.Bundesliga/3. Liga Wie schon gesagt spielen Werder Bremen und 1860 München um den Verbleib bzw. den Aufstieg in der/die Bundesliga. In dem Spiel bin ich relativ unparteiisch, aber allerdings leichte Tendenzen zu den Bremern. Anders sieht das bei den Spielen zwischen dem 1. FC Heidenheim und Rot-Weiss Essen aus, wo ich den Ruhrpöttlern die Daumen drücke. (click to show/hide)1860 wäre nicht 1860 wenn man eine zweimalige Führung gegen einen machbaren Gegner nicht noch verspielen würde. Dennoch sind die Löwen mit zwei Auswärtstoren noch gut im Rennen. Klarer ist die Sache in Heidenheim gewesen. Essen verspielt die Halbzeitführung zwar direkt nach der Pause, dreht danach aber auf und führte mit 4:1. Der Noch-Zweitligist kommt kann zwar noch verkürzen, doch mit vier Auswärtstoren haben die Rot-Weissen einen klaren Vorteil. (click to show/hide)Auch im Rückspiel führen die Löwen oder besser gesagt Bobby Wood, doch wieder kann Werder der Spiel drehen. Deren Bobby Wood heißt Juanmi, doch Werder wird nachlegen müssen, wenn man nicht auch nächste Saison im Keller stehen will. Beide Spiele – von beiden Teams – waren sehr schwach. Im Ausverkauften Stadion Essen verwaltet der SC Rot-Weiss das Hinspielergebnis gekonnt. Mit der Führung der Essener ist der Drops dann endgültig gelutscht. Glückwunsch an Essen, die aus der Regionalliga durchmarschieren und nun wieder da sind, wo sie mindestens hingehören. Regionalligen (click to show/hide)Die Nordstaffel haben wir nun zur Genüge verfolgen dürfen. Meine Oldenburger dominieren die Saison nach belieben und ärgern sich am Ende bereits am 4. Spieltag eine perfekte Saison verspielt zu haben. Unten kam auch nur wenig Spannung auf. Schwachhausen und Göttingen sind bereits zur Winterpause angeschlagen gewesen und konnten das auch nach dem Jahreswechsel nicht ändern – auch wenn Göttingen viel versucht hat und oft nah dran war. Um den letzten Absteigsplatz stritten sich Oberneuland, Lupo Martini Wolfsburg und Wilhelmshaven, wo am Ende leider die Bremer das Nachsehen haben. Durch den Aufstieg meines VfB's könnte man nun meinen, dass Victoria, Neumünster und Lübeck endlich die Chance bekommen, doch mit den Absteigern aus der 3. Liga wird es wohl auch zukünftig schwer für die übrigen Nordlichter. Neu in der nächsten Saison: VfV Borusssia 06 Hildesheim, Blumenthaler SV und ETSV Weiche (click to show/hide)Im Nordosten sah es schon zur Winterpause gut aus für die TSG Neustrelitz. Die Favoriten aus Halle und Zwickau folgten mit fünf bzw. sechs Punkten Rückstand. Unten waren TeBe Berlin und Greifswald die ganze Saison über chancenlos. Nach der Winterpause konnte Halle den Abstand konsequent verringern. Am letzten Spieltag verlor Tabellenführer Neustrelitz und so hatte Halle die Riesenchance gegen Babelsberg doch noch in die Relegation zu kommen, doch der HFC trennte sich 0:0 von den Potsdamern und wird so eine weitere Saison in der Viertklassigkeit verbringen müssen. Unten drehte der Greifswalder SV übrigens stark auf, doch der Zug war bereits abgefahren. Neu in der nächsten Saison: FSV Optik Rathenow und 1. FC Lokomotive Leipzig (click to show/hide)Im Westen sah es – mit drei Ausnahmen – nach einer spannenden Saison für alle aus. Zur Winterpause führte Oberhausen mit zwei Punkten von Lotte. Es folgten Wiedenbrück (5 Punkte Rückstand), sowie Wegberg-Beeck und Uerdingen (jeweils 6). Der 6. Fortuna Köln hatte dann schon zehn Zähler auf Oberhausen aufzuholen, hatte allerdings auch nur sechs Punkt Luft zu den Abstiegsplätzen. Die drei oben erwähnten Ausnahmen waren Verl, TuRU Düsseldorf und Velbert, denen zu Weihnachten bereits zwischen acht und zwölf Punkte auf das rettende Ufer fehlten. Nach dem Jahreswechsel spielten die Oberhausener als einziges Team der Spitzengruppe noch beständig und konnten sich so etwas absetzen. Stark waren allerdings auch die Fortunen, die ihren Abstand verkürzen konnten und so sicher in der kommenden Saison ein Wörtchen mitreden könnten. Auch unten wurde es noch spannend was jedoch primär an den schwachen Auftritten der Teams aus Oer-Erkenschwick und Bielefeld-Dornberg lag. Auch Iserlohn und Wattenscheid bekleckerten sich nicht mit Ruhm, kamen allerdings auf dem Gröbsten raus. Für Velbert und TuRU Düsseldorf kam das Saisonende etwas zu früh, denn beide Teams waren auf einem guten Weg nach der Winterpause. Neu in der nächsten Saison: FC Gütersloh 2000, Hammer SpVgg, TV Jahn Hiesfeld und Bonner SC (click to show/hide)Im Südwesten kam wenig Spannung auf – zumindest oben. Bereits in der Winterpause hatten Waldhof Mannheim und Großaspach einen Vorsprung auf die Verfolger, die aus den üblichen Verdächtigen, wie Koblenz, Saarbrücken, Stuttgarter Kickers und Ulm bestanden. Schwach präsentierte sich Hessen Kassel, die schon nach der Hinrunde nur im Mittelfeld lagen. Interessanter was es unten, wo ab dem 13., Elversberg, alles zittern musste. In der Rückrunde änderte sich oben nichts. Spannend war nur der Kampf um die Meisterschaft, wo sich Mannheim knapp durchsetzte und nach drei Vizemeisterschaften in Folge erstmals als Meister in die Relegation darf. Vielleicht ist das ja ein gutes Omen. Unten spielte vor allem Pirmasens eine starke Rückrunden, aber auch Elversberg und Reutlingen waren schnell aus dem Keller raus, was auch daran lag, dass die übrigen fünf Teams praktisch auf der Stelle traten. Letztlich retten sich Gießen und der CSC Kassel und schicken so Baunatal, Neunkirchen und Offenburg in die Oberliga. Neu in der nächsten Saison: FSV Salmrohr, SV Buchonia Flieden und 1. CfR Pforzheim (click to show/hide)Die Regionalliga Bayern sah in der Hinrunde auch noch sehr spannend aus. Wintermeister war die SpVgg Bayreuth, doch Jahn Regensburg, Eltersdorf, Aschaffenburg und Rosenheim waren in Schlagdistanz. Im Abstiegskampf standen unter anderem auch etablierte Teams wie der 1. FC Schweinfurt 05 und auch die Würzburger Kickers – Tabellenletzter mit 10 Punkten zur Saisonhalbzeit – zeigte sich wieder recht schwach. Allerdings stand das in keinem Verhältnis zur den Rückrunden der Teams auch Memmeldorf und Pullach, die beide nur jeweils drei Punkte aus der Rückrunde holen und so mehr als verdient absteigen. Schweinfurt spielte wie auch Würzburg eine starke Rückrunde, konnte aber anders als der Rivale sich ganz absetzen. Die Kickers hatten am letzten Spieltag gegen Schwabmünchen den direkten Klassenerhalt selbst in der Hand, doch verloren und mussten so in die Relegation. Dort fand sich auch Aufsteiger MTV Ingolstadt wieder, die einfach nicht mithalten konnten, als die personell stärker besetzten Teams aufdrehten. Erfreulich verlief die Saison meines Ex-Vereins in Passau, der die ganze Saison in der oberen Tabellenhälfte verbrachte. In der Relegation retten sich die Würzburger übrigens, wenn auch nur knapp mit 2:1 gegen Landshut. Der MTV Ingolstadt muss nach zwei Remis aufgrund der Auswärtstorreglung in die Oberliga und macht für den FC Amberg Platz. Neu in der nächsten Saison: SpVgg Jahn Forchheim, TSV Schwaben Augsburg und FC Amberg Aufstiegsrunde zur 3.Liga (click to show/hide)Hier habe ich leider den Screenshot von vor den Spielen vergessen. Ausgelost wurden die Partien: SG Sonnenhof Großaspach – VfB Oldenburg SV Waldhof Mannheim – SSV Jahn Regensburg TSG Neustrelitz – SC Rot-Weiß Oberhausen Ganz zufrieden war ich mit der Auslosung nicht, denn ich hoffte das Mannheim und Regensburg mit uns zusammen in die 3. Liga aufsteigen. Nach der Auslosung drückte ich dann Mannheim und Oberhausen die Daumen. (click to show/hide)Auf unser Spiel muss ich nicht mehr groß eingehen. Bei den anderen beiden Spielen war es deutlich enger, wobei die Auswärtsteams aus Regensburg und Oberhausen einen minimalen Vorsprung ins entscheidende Spiel mitnehmen. (click to show/hide)In Oberhausen ging RWO früh in Führung und hält danach den Laden dicht. Neustrelitz versuchte allerdings auch nicht allzu viel. Mehr Feuer war in der Partie in Regensburg, wo alles gegen den Waldhof zu laufen schien. Mit dem 0:1 aus dem Hinspiel in das Spiel gestartet war man nach nicht mal 30 Minuten ein Mann weniger. Der Führungstreffer kurz vor der Pause würde zwar die Verlängerung bedeuten, allerdings war wohl allen klar, dass die Zeit eher für die Regensburger spielt. So merkte man nach der Pause auch deutlich den Kräfteverschleiß bei Mannheim. Als sich alles schon auf den Nachtisch eingestellt hatte kommt Mannheim – mit Unterstützung des Jahn – zum 2:0 und löst damit das Ticket zur 3. Liga. Der Aufstieg der Mannheimer ist überfällig gewesen nach drei Niederlagen in den letzten drei Jahren. Auch mit diesem Rückspiel haben sich die Kurpfälzer den Aufstieg redlich verdient. Tolle Moral. Fehlt national nur noch der Pokal. (click to show/hide)Für Überraschungen sorgten in der ersten Pokalrunde Halle, Bielefeld, Offenbach, Magdeburg, Bochum und Havelse, die jedoch alle in der zweiten Runde die Segel streichen mussten. Noch besser zeigten sich Holstein Kiel und der FC Ingolstadt, sowie Waldhof Mannheim – schlicht eine ideale Saison der Waldhöfer – die allesamt ins Achtelfinale einzogen. In den übrigen Spielen setzen sich mit Ausnahme von Augsburg in der 2. Runde – gegen Leverkusen – und Braunschweig im Achtelfinale – gegen Bremen – die Favoriten durch. So kam es letztlich auch zum Finale zwischen Bayern und Dortmund, was den EL-Startplatz an den Ligasiebten gehen lässt. Im Finale kommt es dann zur letzten Überraschung des Wettbewerbs, da nicht der Dominator des Deutschen Fußballs abräumt. Im Pokal sind die Bayern ohnehin nur alle zwei Jahre an der Reihe. Champions League (click to show/hide) In der Königsklasse überlebt nur ein Überraschungsteam die Gruppenphase – Benfica – und so kämpft wirklich die Creme de la Creme um den Titel. Die deutschen Team schlagen sich dabei hervorragend. Mit dem Viertelfinale für Leverkusen und dem Halbfinale für Dortmund kann mehr als nur leben. Die Bayern werden so zu sagen der Stammgast im Finale – dritte Finalteilnahme in den letzten vier Jahren – doch bekommen da – wie schon in den letzten beiden Jahren eine Packung von einem Team aus Manchester. Anders als letzte Saison im Finale und zuvor im Achtelfinale ist es diesmal jedoch City. Europa League (click to show/hide) Die Europa League verlief nicht ganz so erfreulich für die deutschen Teams. Die größte Enttäuschung war dabei Alemannia Aachen, die nach drei Siegen in den ersten drei Gruppenspielen alle Rückspiele verloren – parallel dazu auch in der Liga eine Schwächephase hatten – und so doch noch früh ausschieden. Besser macht es die Abstiegskandidaten Hannover und Freiburg, die mit dem Achtel- bzw. Viertelfinale sicher nicht unzufrieden sind. Peinlich – besonders wegen der Höhe – ist das Aus der Schalker gegen den späteren Finalisten Brügge. Den Belgiern wäre der Titel dabei wirklich zu können gewesen, doch im Finale unterlag man Valencia knapp. Persönlich freut mich das Abschneiden von Lech Posen für den Verein in den Polnischen Fußball sehr. WM 2022 in Katar (click to show/hide) Was eine Weltmeisterschaft doch hinter uns liegt. Zum Depp des Turniers haben sich die Italiener gemacht, die in der Gruppenphase an Argentinien und Ägypten scheitern. Zu hämisch sollten wir Deutschen jedoch nicht sein, denn wir haben uns die Reise nach Katar gleich ganz gespart – in der Qualifikationsgruppe gab es nur Platz 3 hinter Schweden und der Ukraine. Allerdings war nicht nur Deutschland nicht in Katar sondern auch Portugal, die Niederlande und Spanien verpassten die Endrunde. Von den 16 Teams im Achtelfinale konnte man wohl nur vier wirklich als Favoriten ansehen und da mit England und Brasilien noch gleich zwei davon aufeinander trafen, war klar, dass es einige Überraschungen im Turnier geben wird. Keine Überraschung war das England ein Elfmeterschießen verliert, doch die Halbfinalspiele sorgen dann für Gesprächsstoff. Eigentlich konnte man vom Finale Argentinien gegen Frankreich und damit einem richtigen Knaller ausgehen, doch die Tschechen und Dänen haten da wohl was gegen. Im Final setzt sich Denish Dynamite dann durch und holt genau 30 Jahre nacht dem Europameistertitel die Weltmeisterschaft ins beschauliche Dänemark. Zum 1. SC Göttingen 05 muss ich genauso wenig sagen, wie zum 1. FC Passau 1911. Anders sieht das beim Ludwigshafener SC aus. Die Pfälzer spielten eine gute Saison und waren die ganze Saison über in der Verfolgergruppe der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Gegen Saisonende konnte der LSC den Abstand noch deutlich verkürzen, so dass am Ende nur vier Punkte auf den Meister Salmrohr fehlen, doch wirklich in Reichweite war der Aufstiegsplatz nie. Dennoch eine gute Saison für den LSC. |
| idandt:
Ja ist denn schon Weihnachten? Nein, aber Nikolaus :police: Außerdem steht die Story unmittelbar vor ihrem Einjährigen. Grund genug die jetzt etwas länger als zwei Monate andauernde Pause zu beenden und endlich weiter zu schreiben. Immerhin lag es nicht am Spiel oder der Motivation für die Story als solche :) Vorbereitung & Kadervorstellung Saison 2022/23 Finanzen & Erwartungen Wie bereits angekündigt stehen mit dem Aufstieg einige Veränderungen im Verein an. Die Wichtigste wohl gleich vorweg: Wir sind nun ein Profi-Verein. Der Vorstand erhöht den Etat zum Glück deutlich, so das mir nun knapp unter 1,5 Mio € zur Verfügung stehen. Finanziell werden wir uns das wohl erlauben können, immerhin wurde die letzte Saison mit einem Plus von 200.000 € abgeschlossen. Dank der TV-Gelder in der 3. Liga und dem DFB-Pokalspiel gehe ich von erneut von einem positiven Finanzergebnis für die kommende Saison aus. Nicht ganz so groß wie erhofft sind die Auswirkungen des Aufstiegs auf die Sponsorengelder, was aber wohl daran liegt, dass unsere beiden Hauptgeldgeber noch einen Vertrag bis nächsten Sommer haben. Dennoch konnte ein neuer Werbepartner gewonnen werden und so steigen die Einnahmen in dem Bereich von 300.000 € auf 330.000 €. Mit dem Etat sind wir in der Liga übrigens ganz gut dabei. Sicher gehören wir zu den finanziell schwächeren Vereinen in der Liga – besonders der VfL Bochum mit 9,8 Mio € stellt hier alles in den Schatten – doch Oberhausen lassen wir hinter uns und auf Siegen und Wehen fehlt nicht viel. Der neue Status als Vollprofi-Verein erlaubt uns auch unseren Mitarbeiterstab aufzustocken und vergrößert unsere Scouting-Range auf West-Mitteleuropa. Sportlich sind die Ziele unterdessen klar. Der Vorstand und auch ich erwarten nur den Klassenerhalt in der Liga. In den Pokalen fordert dir Vereinsführung nichts, allerdings will ich im Amateurpokal schon was erreichen, auch wenn die Pokal-Qualifikation auch über die Liga möglich wäre. In der ersten Runde des Amateurpokals spielen wir übrigens gegen den Bremer SV. Im DFB-Pokal empfangen wir einen der besseren Bundesligisten – und sagen wir es so das wird wohl zum detailliertesten Spielbericht dieser Story führen – und ich werde definitiv in der 2. Runde dabei sein, denn es gibt das Spiel der Trainer-Genies VfB Oldenburg – TSV Alemannia Aachen. Die Mannschaft Der Kader einmal im Überblick. Zu viel hat sich nicht geändert, doch dazu später mehr. Die vergrößerte Scouting-Range nützt einem nichts, wenn man bei fast allen Spielern jenseits der Grenze abblitzt. Dennoch haben wir den ersten Ausländer – auch wenn der sich vom Namen und den Sprachkenntnissen gut tarnt. Transfers Abgänge Bei den Abgängen gibt es keine Überraschungen. Den ein oder anderen mag der Abschied von Eigengewächs Michael Meyer verwundern, doch er passte einfach nicht so richtig in mein System. Dazu kam eine etwas schleppende Entwicklung und sein nicht immer einfacher, weil unsportlicher Charakter. Mile, Lorenz, Brandt, und Wächter waren nur Ersatz und hätten in der 3. Liga wohl eher weniger Spielzeit bekommen. Ich hoffe sehr das sie alle irgendwo unter kommen, denn für die Regionalliga sind das hervorragende Leute. Gleiches gilt bei Fromme, den ich besonders erwähnen möchte, weil es bei ihm mehr die Verletzungsanfälligkeit war, die ihn hier im Weg stand. Krumnov und Nieland kamen bei der ersten Mannschaft kaum bzw. gar nicht zum Zug und so lagen auch ihre Abgänge nahe. Für Nieland freut es mich, dass er mit Kassel einen professionellen und ambitionierten Verein gefunden hat. Die drei Jugendspieler oben waren in der letzten Saison in die Oberliga verliehen – wo sie gute Leistungen zeigten – und spielten in meinen Planungen nie eine Rolle. Zugänge Nur fünf Neuzugänge stehen im Kader. Besonders freue ich mich über Mohr und Djordjevic die man wohl als meine absoluten Wunschspieler bezeichnen kann. Rösler kam leider erst sehr spät, doch auch bei ihm ist uns ein guter Griff gelungen wie ich meine. Neben den externen Neuzugängen rücken noch drei Spieler aus der U19 in die erste Mannschaft auf. Zu allen Spielern unter noch mehr. Kadervorstellung Tor (click to show/hide) Nichts neues im Tor und das obwohl ich hier zeitweise mit einem richtig großen Umbau geplant haben. Oleg Selivanov und Joachim Rott sind mit ihren Rollen nicht ganz zufrieden und sollten so ausgetauscht werden und ob Mario Aller auch in der 3. Liga ein so wichtiger Rückhalt sein kann, wie in der Regionalliga, bezweifle ich ein wenig. Ursprünglich wollte ich eine neue Nummer 1, Aller als Ersatz und eine sehr junge Nummer 3, die in der Jugend spielen kann. Bei der Nummer 3 wurde ich auch fündig und einigte mich mit einem ehemaligen Dortmunder Borussen, doch eine Verletzung verhinderte den Transfer in letzter Minute. Möglicher Weise kommt der Herr dann noch, wenn er wieder fit ist. Bei der neuen Nummer 1 fand sich hingegen kein geeigneter und bezahlbarer Kandidat. Ich überlegte zwar bei zwei Herren, doch auch diese hatten wie Aller schon die 30 überschritten und waren wenn nur minimal besser als unsere bisherige Nummer 1. So geht Aller letztlich als unser Stammkeeper in die Saison und Selivanov bleibt als Ersatz. Einzig Rott könnte noch ausgetauscht werden. Linksverteidigung (click to show/hide) Ja unser erster Ausländer im Team kommt aus dem exotischen Österreich vom SV Grödig. Florian Kraft ist ein körperlich sehr starker Spieler, allerdings technisch eher schwach. Umso beeindruckender, dass er in der letzten Saison noch 22 Spiele in der österreichischen Bundesliga – 2 Tore und 1 Vorlage – gemacht hat. Kraft wird jedoch nur Backup für unser Eigengewächs Gentian Ahmeti sein. Der junge Albaner bringt konstant gute Leistungen und entwickelt sich gut. Das soll nun auch dem höheren Niveau so weiter gehen. Kraft kann unterdessen auch in der Innenverteidigung aushelfen und hat mit seinen 190 cm auch Gardemaß, ist allerdings alles andere als ein guter Kopfballspieler. Innenverteidigung (click to show/hide) Mit Lukas Pägelow, Jonas Pietler und Rico Steinhauer haben wir drei altbewährte Innenverteidiger im Team, die einiges an Qualität mitbringen, doch mit dem 197 cm großen Alexander Rösler bekommen alle drei nochmal ordentlich Feuer unter dem Hinter gemacht. Neuzugang Rösler kommt aus der Jugend des 1. FC Heidenheim und war dort letzte Saison Stammspieler in der 2. Bundesliga. Insgesamt spielte er 30-mal im Unterhaus ohne Torbeteiligung und sammelte als Leihspieler in Memmingen und Elversberg Regionalliga-Erfahung in 51 Spielen (4 Tore und 1 Vorlage). Das Rennen um die Stammplätze ist hier sehr eng, allerdings sehen ich das Duo Rösler/Pägelow aktuell knapp vorne. Chancen haben aber alle vier. Rechtsverteidigung (click to show/hide) Qendrim Elezaj, der letzte Saison noch so überzeugen konnte, wird wohl eine sehr schwere Saison vor sich haben. Zum einen halte ich ihn zwar für einen vorzüglichen Regionalligaspieler, doch nicht wirklich für drittligatauglich und zum anderen ist da Neuzugang Benjamin Mohr. Den Namen Mohr hörte ich das erste Mal, als er direkt nach dem zweiten Relegationsspiel in einem Scoutbericht auftauchte. Seine Werte überzeugten mich sofort, besonders weil ich einen neuen Rechtsverteidiger für die 3. Liga suchte. Ein absolutes und mannschaftsdienliches Arbeitstier, dazu erst 19 Jahre alt und talentiert. Das er bereits 55 Spiele mit einem Tor und einer Vorlage in der 3. Liga für den VfL Osnabrück absolvierte hat, machte ihn nur interessanter. Entwicklungsbedarf sehe ich bei ihm noch in der Physis, doch es war irgendwie Liebe auf den ersten Blick. Ähnlich wie Nieland in der letzten Saison kommt mit Thomas Lackmann ein nicht allzu talentierter Rechtsverteidiger aus der Jugend hoch. Wirklich brauchen werden wir ihn – hoffentlich – nicht, doch in der Vorbereitung war halt Not am Mann und so kam er hoch. Zentrales Mittelfeld (click to show/hide) Qualitativ und quantitativ überbesetzt sind wir wohl im Mittelfeld. Fangen wir an mit dem bekannten Herren. Aufstiegsheld Torge Bröker wird nach seiner langen Verletzung hoffentlich wieder richtig in Tritt kommen. Mit seiner Vergangenheit im Verein – damit ist nicht nur das Spiel gegen Großaspach gemeint – hat er natürlich einen Bonus. Gleiches gilt für unseren Oldie Lukas Nottbeck, der in der vergangenen Spielzeit das Herz unserer Mannschaft war. Lange sah es so aus, als ob wir ihn nicht halten können, doch die Vertragsverlängerung am 25.06. erlöste nicht nur die Fans. In meinen Augen ist seine Erfahrung für uns immens wichtig. Der dritte Bekannte ist Marcel Barth der in der letzten Saison mehr spielen musste als mir lieb ist, dabei jedoch große Schritte nach vorne gemacht hat. Auch Barth meldet völlig zurecht Ansprüche an. Trotz dieser drei Spieler, auf die ich große Stücke halte, konnte ich bei Nenad Djordjevic nicht widerstehen. Der bosnische U-Nationalspieler stand nun schon seit zwei Jahren ganz oben auf meinem Wunschzettel, verlängerte jedoch auch letzten Sommer nach dem Abstieg der Viktoria in Köln. Djordjevic ist mit 47 Regionalligaspielen (6 Tore; 9 Vorlagen), sowie 33 Oberligaspielen (7 Tore; 4 Vorlagen) vergleichsweise unerfahren, hat dafür aber genügend Potenzial – laut meines Mitarbeiterstabs reicht das wohl für die Bundesliga. Mit Nottbeck haben wir zudem einen Mentor, der dem Jungen den richtigen Weg weisen soll. Das Bröker und Djordjevic auch offensiv spielen können könnte auch noch wichtig sein, gerade wenn man allen Vieren die Einsatzzeit geben will, die sie verdienen. Für die aus der Jugend aufgerückten Linus Franziskus und Christian Cording wird wohl oft nur der Platz auf der Tribüne bzw. bei der Jugend bleiben. Dennoch halte ich beide für recht weit und durchaus talentiert. Wie gesagt hier sind wir überbesetzt. Linker Flügel (click to show/hide) Auch auf links sind wir gut aufgestellt. Wolfgang Bender wird nach der starken Aufstiegssaison seinen Stammplatz erst mal behalten, hat allerdings mit Thorsten Rensing einen starken Herausforderer erhalten. Rensing ist gelernter Stürmer und kann so auch Keller ersetzen. Für seinen Ausbildungsverein, die Sportfreunde Lotte, machte er in 88 Spielen 27 Tore und bereitete 22 weitere vor. Auch er ist noch sehr jung und hat noch Luft nach oben. Seine Anlagen sehen dabei auch vielversprechend aus, jedoch dürften einzelne Werte – Antritt, Kreativität oder das Passspiel – gerne besser sein. Auch hier werden beide Spieler ihre Spielzeit bekommen. Offensives Mittelfeld (click to show/hide) Eines der wenigen klaren Duelle um den Stammplatz gibt es auf der 10. Stephan Süle ist einer der – wenn nicht der – besten Spieler im Team. Seine Leistungen bisher sind über jeden Zweifel erhaben, seine Entwicklung vorbildlich und auf dem höheren Niveau wird diese wohl auch weiter gehen. Sein Ersatz Lars Döbert bleibt nach einer guten Vorsaison zwar im Kader wird aber einen schweren Stand haben, denn ob der starken Ersatzspieler auf anderen Positionen wird es bei ihm wohl auch mit der Bank eng. Rechter Flügel (click to show/hide) Luxusprobleme wohin das Auge reicht. Auch der rechte Flügel ist bärenstark besetzt. Faruk Zahirovic ist, wenn er fit ist, gesetzt, doch mit Shootingstar Gentian Xhafa im Nacken wird sich der Bosnier keine Schwächephase erlauben können. Beide Spieler haben bei mir ein sehr hohes Standing und werden ihre Einsatzzeit bekommen. Sturm (click to show/hide) Minimalistisch sind wir im Sturm, aber Tony Keller ist halt so gut, dass er keinen Ersatz braucht. Nein so ist es natürlich nicht, doch letztlich will man all seinen Spielern ja auch die Chance geben sich zu zeigen. An Keller vorbei zu kommen ist schon schwer genug und wenn die Ersatzspieler auf den anderen Offensivpositionen – Rensing, Xhafa und Döbert – dann auch noch alles gelernte Stürmer sind, ist ein weitere Backup nicht unbedingt von Nöten. Auch sehe ich unsere Bank – nach jetztigen Stand – mit Selivanov, Kraft/Pietler, Elezaj/Steinhauer, Barth, Djordjevic, Rensing und Xhafa als sehr stark besetzt an und decke so auch alle Positionen ab. Voraussichtliche Aufstellungen 4-2-3-1 Standardtaktik 4-3-3 Kontertaktik 4-4-2 Brechstange Testspiele Nur vier Testspiele in einer sehr kurzen Vorbereitung. Eigentlich war noch ein fünftes Spiel geplant, doch da bereits das Spiel gegen Gütersloh sehr schwach war und der konditionelle Zustand der Mannschaft katastrophal war gab es eine kurze Pause, in der ausschließlich trainiert wurde. Dass das offensichtlich die richtige Wahl war, zeigten die Spiele gegen Fortuna Saschsenroß Hannover und Sparte Bremerhaven eindrucksvoll. Unter dem Strich kann man mit der Vorbereitung zufrieden sein. Erwähnenswert ist, dass im ersten Spiel nur Spieler trafen, die diese Saison nicht für uns auf den Platz stehen werden. Einer davon ist Sven Horak, der einen klasse Eindruck hinterlassen hat und sofort zum Profikader gehören würde, wenn er denn alt genug wäre. Torschützen: je 4 Tore: Sven Horak, Gentian Xhafa und Tony Keller je 2 Tore: Michael Meyer, Wolfgang Bender und Faruk Zahirovic je 1 Tor: Michael Brandt, Julian Wächter, Rico Steinhauer, Lukas Pägelow und Marcel Barth, sowie ein Gegner Die erste Drittligasaison kann kommen. Ich halte die Mannschaft für konkurrenzfähig und hoffe insgeheim sogar auf etwas mehr, als nur den Klassenerhalt. Man könnte eigentlich sagen, dass alles gut ist, doch eine dunkle Wolke zieht am Horizont auf. Mein Vertrag läuft zum Saisonende aus und ich bin ein wenig hin uns her gerissen. Auf der einen Seite macht die Mannschaft richtig Spaß und ich denke, dass bei vielen Spielern sogar das Potenzial für die 2. Bundesliga vorhanden ist. Mit Bröker, Süle, Zahirovic, Ahmeti, Keller und Co würde ich am liebsten noch ewig arbeiten und das ein Spieler wie Djordjevic jetzt noch dazu gekommen ist, würde einen möglichen Abschied nicht leichter machen. Auf der anderen Seite ist der VfB Oldenburg jetzt da wo ich ihn hin bringen wollte. Es gibt so viele andere reizvolle Aufgaben und offensichtlich bin ich auf dem Markt auch gefragt. Was ich mache weiß ich noch nicht und erst mal zählt nur eine gute Saison mit dem VfB. So ein wenig mache ich meinen Verbleib auch vom Verlauf der Saison abhängig. Der Vorstand kam in der Sommerpause übrigens dreimal auf mich zu, doch ich lehnte die Gespräche direkt ab. Ich befürchte, dass das auf Dauer nicht so gut ankommen. Was würdet ihr an meiner Stelle machen? Auf Feedback, Fragen und Anregungen wird gerne eingegangen :) |
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