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| [Artikel] Neue Position, neues Glück |
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| Tery Whenett:
Prolog Der Artikel stammt von FM.Zweierkette, meinem frisch ans Netz gegangenen FM-Blog. Ich würde mich freuen, wenn ihr dort mal vorbeischaut und FM.Z auf Facebook oder Twitter folgt. >> Artikel auf FM.Z lesen Neue Position, neues Glück Immer wieder kommt es vor, dass man einen bestimmten Spielertypen braucht und diesen nicht findet. Starke Außenverteidiger oder vernünftige Linksfüße sind eine beliebte Baustelle. Gerade wenn man einen Spitzenverein trainiert, ist die Auswahl an möglichen Spielern überschaubar. Sollen sie erschwinglich sein, umso mehr. Und nicht immer hat man Zeit ein junges Talent über mehrere Jahre aufzubauen. Was also tun? In der Spielersuche gebe ich üblicherweise die gesuchte Position, das maximale Alter und ein paar wenige Schlüsselattribute ein. Die Ergebnisliste wird vorsortiert, gescoutet und dann festgestellt: der einzige vernünftige Kandidat ist gerade erst zu Real Madrid gewechselt. Hmpf. Das Schöne am Football Manager ist, dass er in manchen Bereichen der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Die Sache mit der Position ist so eine. Jeder Spieler hat für jede Position einen bestimmten Wert, der bestimmt, wie gut der Spieler auf dieser Position agieren kann. Lewandowski ist Stürmer, Hummels Innenverteidiger und Schweinsteiger ordnen wir ganz klar als offensiven Außenspieler ein … Warte! Was?! Vor acht Jahren wäre man an dem Satz nicht hängen geblieben – aber Schweinsteiger hat in der Zwischenzeit seine Position gewechselt und niemand würde mehr auf die Idee kommen, ihn als Flügelspieler einzusetzen. Viel zu langsam! Spieler auf neuen Positionen einzusetzen ist eine exzellente Möglichkeit, das eigene Beuteschema deutlich zu erweitern. Darüber hinaus findet man plötzlich für Spieler einen Nutzen, die zwar sehr talentiert, aber in entscheidenden Bereichen unbrauchbar sind. Auf anderen Positionen fällt diese Schwäche vielleicht nicht so ins Gewicht – und der Spieler erlebt wie Schweinsteiger einen Aufstieg in ungeahnte Höhen. Mein persönlicher Fipsi João ist ein Innenverteidiger, wie man ihn sich nur wünschen kann: starke Kopfballtechnik, zweikampfstark, spielstark, robust, wendig und schnell – ein moderner Typus und so komplett wie man es sich nur wünschen kann. Problem: Der Kerl ist gefühlt einen Meter zu klein und bekommt seinen Kopf fast nie an den Ball. Das macht er zwar durch seine anderen Fähigkeiten wett und die übrigen Verteidiger kompensieren das durch ihre Höhe – dennoch ist das eine Schwäche in einem wichtigen Bereich, die man bedenken sollte. Als mein CMd sich in einem wichtigen Spiel ein, zwei haarsträubende Fehler leistete, die das Ausscheiden in der Champions League bedeuteten, war ich auf der Suche nach Alternativen. Alle möglichen Neuverpflichtungen spielten entweder bei der Konkurrenz oder bei mir. Was tun? Ich schaute mir die Werte einiger meiner Spieler noch mal genau an. João besaß alle Fähigkeiten, um auch im Mittelfeld zu bestehen. Ich mache es kurz: Es war eine Offenbarung! Auf der neuen Position kamen seine technischen Fähigkeiten voll zum Tragen, seine Beidfüßigkeit und Beweglichkeit erhöhten die Ballsicherheit in der Zentrale und dazu brachte er alle Fähigkeiten eines ausgewiesenen Defensivspezialisten mit. Mein persönlicher Philipp Lahm, wenn man so will. Auch der ehemalige CMd hat eine neue Anstellung gefunden: Er durfte von nun an im rechten Mittelfeld als DWs ran – hier kann er seine defensiven wie offensiven Stärken einbringen und gleichzeitig richtet sein fehlender Mut (dem ich die Fehler zuschrieb) dort nicht allzu viel Schaden an. Mehr Vor- als Nachteile Viele fürchten einen negativen Effekt, wenn man (mehrere) Spieler positionsfremd einsetzt. Natürlich ist es besser, wenn die Positionswertung möglichst grün ist (dafür gibt’s sie ja) – aber: die Spieler gewöhnen sich relativ schnell an die neue Rolle und solange die Attribute für deine Zwecke gut geeignet sind, ist alles im grünen Bereich. (Du kannst Spieler eine neue Position trainieren lassen. Zusammen mit Einsätzen auf dieser Position verbessert sich dann sein Positionsrating. Die Geschwindigkeit ist abhängig von seinem versteckten Attribut Vielseitigkeit. Im FMC reicht es, die Spieler auf der Position einzusetzen, paralleles Training ist nicht nötig/möglich.) Auch bei der Suche nach Neuzugängen ist die Vorgehensweise hilfreich. Anstatt nach Positionen filtere ich ausschließlich nach Attributen – und zwar ziemlich vielen und ziemlich genau. So bekomme ich auch keine Ergebnisse von Spielern, die zwar nominell die gesuchte Position bekleiden können, aber ein ganz anderer Spielertypus sind als der, den ich gesucht habe. Wer nach kreativen und offensivstarken Wingbacks sucht, wird wenig finden – durch das Weglassen der Position jedoch bietet sich eine breite Palette an geeigneten Offensivspielern, die von ihrem Glück noch nichts wissen. Noch einen weiteren Vorteil hat die Umschulerei: Die alte Position behält der Spieler natürlich bei – in Verletzungsfällen hast du ihn so nach wie vor in der Hinterhand. Flexibilität im Kader ist nie schlecht. Fazit/tldr; Eine schlechte Positionswertung heißt nur, dass ein Spieler dort noch nicht viel gespielt hat. Ob er dort spielen kann, entscheiden seine Attribute. Weitere Lektüre: Cleon zeigt anhand eines Beispiels, wie erfolgreich diese Methode sein kann: Meet the Deep-Lying Forward (engl.) Wie macht ihr das? Schult ihr regelmäßig um und wenn ja, nach welchen Kriterien? Grüße Tery |
| Lupus Immortalis:
Also, nicht nur, dass ich finde, dass dein Artikel kurz und knackig das Wichtigste zum positionsfremden Einsetzen der Spieler auf den Punkt bringt, nein, der Link am Ende hat mir auch genau den Artikel wieder gefunden, den ich verzweifelt gesucht hatte. :D Daher ein doppeltes Danke. Bisher habe ich noch nicht viele Erfahrungen mit dem Einsetzen der Spieler auf fremden Positionen gemacht, es sei denn, man möchte in meinem Bayern-Save Sebastian Rode zählen, der sich bei mir gerade zu einem Weltklasse(!)-Rechtsverteidiger entwickelt, etwas, was mehr oder weniger aus der Not geboren entstand. Anfangs hatte ich Philipp Lahm auf der Position gehabt, der aber trotz seiner Klasse immer wieder schlechte Leistungen abrief. Als ich ihn als Half Back einsetzte, sprangen seine Leistungen zwar nach oben, aber nun hatte ich das Problem, dass ich nicht wirklich jemanden als Rechtsverteidiger hatte, und meine geliebte Viererkette wollte ich nicht aufgeben. Ich hab Boateng und Bernat ausprobiert, die beide zwar gute Arbeit machten, aber dennoch immer wieder anfällig waren und für den Gegner gute Flankenmöglichkeiten zuließen. Dann habe ich gesehen, dass Rode den D (R) schon als Zweitposition drin hat, die Anlagen waren also da, und habe ihn einfach mal ausprobiert. In den ersten 5 Spielen auf der Position erreichte er eine Durchschnittswertung von 7,8 und ich hatte meinen neuen RV gefunden, der im Viertelfinale der Champions League im Hinspiel gegen Barca sogar Neymar problemlos lahmlegte. Spätestens ab da war klar, dass Rode bei mir nicht mehr im Mittelfeld spielen würde. :D Ich werde bei zukünftigen Saves definitiv mehr drauf achten, ob ich nicht die Spieler auch mal positionsfremd einsetzen kann. |
| Leland Gaunt:
Interessanter Artikel, hatte den bereits gestern schon auf deinem Blog gelesen. Ich selber nutze nur selten positionsfremde Spieler und wenn dann zumeist aus der Not geboren. Cuadrado als rechter Wingback war so ein Fall, der aufgrund seiner Flankenläufe auch aus tieferer rechter Position eine Gefahr darstellte, während meines Fiorentina Saves. |
| Tery Whenett:
@Lupus: Rode würde ich im echten Leben auch gerne mal als Rechtsverteidiger sehen - kann mir gut vorstellen, dass der da großartig ist. @Leland: Gut zu wissen, dass sich jemand auf die Seite verirrt :) Was mich interessieren würde: Wieso greift ihr bislang nicht auf positionsfremde Spieler zurück? Bislang noch keinen Bedarf gehabt oder nicht als Möglichkeit auf dem Schirm gehabt? Oder Angst vor schwachen Leistungen? |
| Leland Gaunt:
Doch, dass es die Möglichkeit gibt ist mir bewusst, allerdings es eher das Prinzip, dass ich versuche jede in meinem System verwendete Position doppelt zu besetzen, so dass positionsfremde nicht nötig sind. Da ich seit jeher mit wenigen Transfers auskomme(n muss) dauert diese Entwicklung natürlich. Ich setze allerdings eher einen MZ auch mal im DM ein, als einen IV im Sturm...das behagt mir eher weniger. |
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